Irrsinn der Eingliederungsvereinbarungen für Hartz- IV-Beziehende

Antihartzer19

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EGV können doch garnicht erlassen werden sondern sind Ergebnis einer Verhandlung zwischen den Vertragspartnern ???
 

Scenery

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hmm, seit ungefähr einem gutem Jahr bekomme ich überhaupt keine egv mehr angeboten.

ich glaub die machen sich mittlerweile notizen, ganz nach dem Motto...willst du kein stress, spreche niemals mit *Kunde x über EGVs.:ROFLMAO:

kann von mir aus so weiter gehen xD
 

lino

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Wer das Ressourcen-Management und den Ethos des Jobcenters Sigmaringen für sich zu Hause nachspielen möchte, er muss nur tote Fische kämmen und mit dem Fahrrad über schwerbehinderte Tomaten fahren.
Das ist ausser in Sigmaringen überall woanders genauso.
Hartz4 ist ein totes Pferd, was seit 15 Jahren geritten wird. Und wenn das so ist, sollte man sich nicht fragen, was man daran verbessern kann oder die Unsinnigkeit beklagen, sondern die Frage stellen, warum gewisse Kreise in unserer Gesellschaft auf ein offensichtlich totes Pferd aufsteigen und seit 15 Jahren nicht vom toten Pferd absteigen wollen.

Anmerkung der Redaktion des Erwerbslosenforum: Diese unsinnigen Eingliederungsvereinbarungen scheinen zur Zeit kein Einzelfall zu sein. Auch im Jobcenter Bonn werden aus sturem Gehorsam zur Zeit Eingliederungsvereinbarungen herausgehauen, die überhaupt keinen Sinn ergeben.
Ist die Redaktion des Ewerbslosenforums echt der Meinung, das es "sinnige" Eingliederungsvereinbarungen gibt, oder welche, die einen "Sinn" ergeben?:icon_lol:
Liesst sich nämlich so.
Wenn die Wirtschaft für ein paar Millionen Menschen keine Jobs schafft, weil sie die Leute nicht einstellen will, macht für die Leute eine ELV ja sowieso keinen Sinn.
So sollte beispielsweise eine Frau, die inzwischen volle Erwerbsminderungsrente bezieht dennoch eine Eingliederungsvereinbarung unterzeichnen und allen Ernst zudem auch noch Bewerbungsbemühungen nachweisen.
Das ist einer der zwecklosen Versuche, das tote Pferd zum Laufen zu bringen, anstatt abzusteigen.


ich glaub die machen sich mittlerweile notizen, ganz nach dem Motto...willst du kein stress, spreche niemals mit *Kunde x über EGVs.:ROFLMAO:
Davon kannst du mal ausgehen....
 

noillusions

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Was führt denn dazu dass die Vermittler auch Probleme mit den EGV haben? Laut der Umfrage da ist das angeblich so. Doch nicht etwa wegen der 2 Prozent "Querulanten"?
 

Uhus

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Hartz4 ist ein totes Pferd, was seit 15 Jahren geritten wird. Und wenn das so ist, sollte man sich nicht fragen, was man daran verbessern kann oder die Unsinnigkeit beklagen, sondern die Frage stellen, warum gewisse Kreise in unserer Gesellschaft auf ein offensichtlich totes Pferd aufsteigen und seit 15 Jahren nicht vom toten Pferd absteigen wollen.
Ich mag es, wenn ganzheitlich und über den Tellerrand hinaus gedacht wird. Danke.
 

Tripod

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Ein Vertrag ist ein Vertrag ist ein Vertrag - ist es nicht so?

Früher, wenn es einen der Not wegen ins Arbeitshaus verschlug, gab es doch meist eine "Hausordnung" und was mit der Rute (oder ähnlichem) (irgendwo hier auf meinen Rechner schlummert ein Text über das Zucht und Arbeitshaus Hamburg) eine böse Sache war das damals. Die meisten sind da nicht mehr gut raus gekommen, man war spätestens danach von den Verhältnissen gezeichnet und viele sind vermutlich überhaupt nur in der Waagerechten da raus gekommen.

Seit es das gibt bin ich sicher, das Harz-Regime ist die Fortschreibung des "Zucht- und Arbeitshauses" mit anderen Mitteln - aber wie früher der Bürger den hemmungslosen Nichtstuer hasste, so sind heute sicher viele "arbeitende" Mitbürger damit einverstanden, das "wir" im Tausch gegen die fälligen Subsistenzmittel einen wenigstens Zettel unterschreiben, auf den zumindest steht, das wir uns versuchen zu bemühen aus der Unterstützung zu geraten. Nicht weniger, darf der zahlende Solidarpartner berechtigter Weise erwarten.

Die Wirtschaft schafft keine Jobs, oder wenigstens nicht absichtlich (von Ausnahmen abgesehen). Die Wirtschaft verwurstet Geld und wenn der Prozess es erfordert, menschliche Arbeit dafür in Lohn und Brot zu nehmen, dann tut sie das. Sie nimmt damit einen Kollateralschaden zähneknirschend in Kauf. Markträumung auf dem Arbeitsmarkt gibt es eigentlich nicht, das anzunehmen hieße die Geschichte ausblenden, aber eine tiefere Bedeutung hat das erst, seit Begriffe wie Humanismus und Sozialstaat in aller Munde sind und besonders, seit es eine Statistik darüber gibt. Aber es gibt, mit dem Humanismus in die Welt gesetzt, zumindest eine Verpflichtung des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft wie umgekehrt.

Man schreibt Wort auf Papier, früher um ihnen lange Existenz zu gewährleisten (man nehme die Luther Bibel, oder den Sachsenspiegel), aber seit Papier so billig und überall zu haben ist, nutzt man es es eben auch als Fetisch Ersatz oder für die nervigen Kleinen zum kritzeln. Man hinterlässt etwas darauf, das man es dann zufrieden vergessen kann. Zauberformeln zum Beispiel, oder gute Wünsche - letztlich hohles Zeug, das weg ist, wenn die Tinte trocken ist.

Das viele beschriebene Papier Heutzutage zeugt davon, das Papier und Tinte halt billig zu haben sind und man sich über den Sinn ihrer Verwendung keinen wirklichen Kopf zu machen braucht - außer man ist Jurist (oder Kaufmann).
Im Normalfall, wenn man ein rechtlich oder wirtschaftlich handelndes Subjekt ist, kommt es auf den Erfolg jeder einzelnen Handlung an - in unserem Fall, wo es einzig um das Gewinnen von Zeit geht, geht es gerade auf das Gegenteil, nicht der Erfolg ist wesentlich, sondern die Zeit zählt, bis sich irgend etwas einstellt oder als Illusion erweist - ein Leben aber "so rum kriegen zu müssen/ wollen" ist eine ungeheure Verschwendung.
 

Einfachicke

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Seit es das gibt bin ich sicher, das Harz-Regime ist die Fortschreibung des "Zucht- und Arbeitshauses" mit anderen Mitteln - aber wie früher der Bürger den hemmungslosen Nichtstuer hasste, so sind heute sicher viele "arbeitende" Mitbürger damit einverstanden, das "wir" im Tausch gegen die fälligen Subsistenzmittel einen wenigstens Zettel unterschreiben, auf den zumindest steht, das wir uns versuchen zu bemühen aus der Unterstützung zu geraten. Nicht weniger, darf der zahlende Solidarpartner berechtigter Weise erwarten.

Deine Aussage impliziert, dass der Mensch hier bei uns die Wahl hat, entweder arbeiten zu gehen ODER Sozialleistungen in Anspruch zu nehmen. Dass dies tausendfach nicht so ist, sondern trotz eines Vollzeitjobs man/frau/divers nicht in der Lage ist aus eigenen Mitteln seinen/ihren/seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, wird damit von Dir genauso wie von der entfesselten, hetzerischen Springermeute damit ausgeblendet und negiert.
Kleines Beispiel gefällig?
Ich war bis letztes Jahr September Aufstockerin, da ich aus gesundheitlichen nicht mehr als 6 Stunden pro Tag arbeitsfähig bin und auch aus ebenfalls gesundheitlichen Gründen bestimmte Bedingungen an meinen Arbeitsplatz geknüpft sind.
Ich wurde von meiner "Integrationskraft" (ja das fach in dem Wort habe ich aus voller Überzeugung weggelassen!) mit Vermittlungsvorschlägen geradezu bombardiert, die nicht nur für mich aus oben erwähnten Gründen unzumutbar waren, nein, es waren auch durch die Bank weg prekäre / Zeitarbeit / zeitlich befristete dabei. Hin und wieder auch zu meiner Erheiterung Vermittlungsvorschläge für "Dienstleister", die aus den Medien sattsam bekannt als unseriös verschrien waren.
Auf einige habe ich mich früher durchaus beworben - aus eben den von Dir beschriebenen Gründen des "guten Willen zeigen". Das habe ich nach einer erfolgreich absolvierten Verhaltenstherapie vollkommen sein gelassen, weil es einfach Blödsinn und Verschwendung von Materialien und Ressourcen ist. Ich brauche niemandem etwas zu beweisen. Ich bestreite mein Leben in der MIR bestmöglichen Art und Weise. Und wenn es mir nicht möglich ist, meinen Lebensunterhalt vollkommen ohne staatliche Unterstützung zu bestreiten, weil ich in einer prekären Beschäftigung so wenig verdiene, dass ich mir ohne staatliche Unterstützung überlegen muss ob ich mir eine Wohnung ODER was zu Essen leisten kann, dann liegt das nicht daran, dass mit MIR etwas nicht stimmt, sondern es ist ein Symptom für den enthemmten Raubtierkapitalismus, in dem ich seit fast 30 Jahren gezwungen bin zu leben.
Und es gibt sie doch millionenfach, die von Dir eingeforderten Aktionen des Guten-Willen-Zeigens, in dem alleinerziehende, alte, kranke oder behinderte Menschen in Maßnahmen gezwungen werden, in denen sie dann so gesellschaftlich anerkannte und unverzichtbare Sachen machen, wie 8 Stunden sinnfrei vorm Computer ausharren, Lamas ausführen, Matheaufgaben in Grundschulniveau lösen oder Mandalas ausmalen.
 

Tripod

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Ich weiß nicht, wie Du auf die Idee kommst - ich habe vor kurzem schon mal einstecken müssen, weil ich etwas von "Arbeitslosigkeit/ Hilfebedürftigkeit" als Option geschrieben haben, ich habe aber deutlich gemacht, das "man nicht so tun sollte, als gäbe es die" - in dem von Dir gewählten Zitat steht auch nicht, das man die Wahl hat, nur das man einen Zettel unterschreiben soll/ muss, auf dem steht, das man es trotz dem versucht.
Ich glaube, das dieser Tausch etwas legitimes hat, weil alle Geringverdiener auch täglich versuchen ihr Leben zu bewältigen gleichviel, ob sie wirklich Hoffnung haben, oder es einfach trotz dem tun - diese Leute haben auch Anspruch auf Anerkennung und Solidarität.
 

franzi

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Das Pferd fängt schon an zu faulen. Eine Reaktivierung kann ich mir kaum vorstellen. Wenn ein Lebewesen in die Sterbe-Phase eingetreten ist, ist eine Genesung nicht mehr herbeiführbar. Auch eine Reform von Hartz IV in der derzeitigen Situation mit Corona im Hintergrund wäre sinnlos. Sämtliche Instrumente, die der Politik eingefallen sind, wurden ja bisher schon ausprobiert.
Der Bewerbungs-Terror wird auch seine Zähne verlieren, wenn es keine Stellenangebote mehr gibt.
In den nächsten Monaten wird die Arbeitslosigkeit stetig weiter steigen. Bis Jahresende wird sich abzeichnen, wer die Verlierer der Krise sind.

PS: Wenn ich die Wahl hätte zwischen Lama ausführen und Mandala ausmalen, dann würde ich das Lama wählen. So kämen wir beide wieder mal an die frische Luft ...
🦙
Solche Sinnlos-Maßnahmen zeigen uns seit Jahren, dass es a) eine gewisse Ratlosigkeit gibt, wie man die Probleme lösen soll und b) dass es keinen Willen gibt, echte Verbesserungen anzupacken.
 

Tripod

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Ich gehöre zu den Leuten, die (außerhalb der Corona Sonderheiten) "Stunden sinnfrei von fremden "Computern aus- und verharren", das ist meiner Bequemlichkeit geschuldet und hat inzwischen dazu geführt, das ich nur noch unter Schmerzen aus dem Stuhl hoch komme und abends meinen Dackel kaum allein die Treppe runter kriege. Ich ahne also wovon Du schreibst. Das belegt aber nur die Dusseligkeit unserer Verwaltung und widerlegt nicht, das unsere Solidarpartner auch einen (in Bausch und Bogen) quasi einklagbaren Anspruch auf tätige Solidarität unsererseits haben. (wen es interessiert, der oben angesprochene Artikel stammt von Matthias Schmoock und lautet "Das Zuchthaus der gebrochenen Seelen")
die Gültigkeit des "Einbahnstraßentheorems", welches besagt, das gebratenes Geflügel allzeit von den Bäumen fällt, gilt ja nicht wirklich so.

Ich bestreite mein Leben in der MIR bestmöglichen Art und Weise. Und wenn es mir nicht möglich ist, meinen Lebensunterhalt vollkommen ohne staatliche Unterstützung zu bestreiten, weil ich in einer prekären Beschäftigung so wenig verdiene, dass ich mir ohne staatliche Unterstützung überlegen muss ob ich mir eine Wohnung ODER was zu Essen leisten kann, dann liegt das nicht daran, dass mit MIR etwas nicht stimmt, sondern es ist ein Symptom für den enthemmten Raubtierkapitalismus, in dem ich seit fast 30 Jahren gezwungen bin zu leben.
Es gibt keine wirkliche Existenz unterhalb der Subsistenzgrenze - wenn dann nur auf Zeit. Natürlich gibt es das anderen Ortes auch, überall dort, wo es Tafeln gibt, staatliche Unterstützung, oder Mülltonnen - eben andere Möglichkeiten die "Bedarfslücke" zu füllen. Das ist der Grund zu sagen, es gibt nicht zu wenig Arbeit ( wenn das so wäre, wären die Preise höher), sondern zu viel. Also nicht nur ein Überangebot an Arbeitskräften, sondern auch schon zu viel in Dienst gestelltes Personal, sonnst könnten die Preise nicht so im Keller sein.
Andererseits kommt dann immer die Erzählung von der mangelnden Produktivität... die selbstverständlich auch ihre Begründung hat.
Wenn Du aus eigener Kraft nicht über die Runden kommst, befindest Du dich in bester Gesellschaft, das gilt für uns alle, für alle Aufstocker, für alle "Arbeitgeber", die sich die zu zahlenden Löhne längerfristig subventionieren lassen bzw., Löhne zahlen, aus denen am Ende des Tages keine Subsistenz begründende Altersrente resultiert also lauter subventionierte Existenzen eben, deren Unterhalt vom "good will" aber auch von der Befähigung des Steuerzahlers abhängig ist. Auch das alles, denn "der Steuerbürger" ist als Einzelerscheinung nicht für die herrschenden Verhältnisse verantwortlich zu machen besagt nicht, dass es Grund gibt mit den verfügbaren Mitteln schindluderisch zu verfahren. Ihre Gewinnung ist auch von Akzeptanz und Legitimierbarkeit abhängig.
 

franzi

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@Tripod: Der Buchtitel könnte auch aus der Traumatherapie stammen ... :alien:
Subsistenz gab es übrigens schon in der Bibel: Mt 6,26: "Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie."
Naja, damals gab es auch noch kein Hartz IV ...
 
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noillusions

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ich habe vor kurzem schon mal einstecken müssen, weil ich etwas von "Arbeitslosigkeit/ Hilfebedürftigkeit" als Option geschrieben haben, ich habe aber deutlich gemacht, das "man nicht so tun sollte, als gäbe es die"
Auch das alles, denn "der Steuerbürger" ist als Einzelerscheinung nicht für die herrschenden Verhältnisse verantwortlich zu machen besagt nicht, dass es Grund gibt mit den verfügbaren Mitteln schindluderisch zu verfahren. Ihre Gewinnung ist auch von Akzeptanz und Legitimierbarkeit abhängig.
Was willst du denn jetzt propagieren? Dumpinglohnjobs hinnehmen weil man ja sonst den anderen Steuerbürgern auf der Tasche läge, oder abwehren und es nur nicht offen sagen?
 

Tripod

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Nun, man darf das eine tun ohne das andere zu lassen - die Welt ist ein komplexes Etwas und wir sind mitten drin.

Was z. B. verstehst Du unter einem "Dumping Lohn"? Einen Lohn unterhalb des eigentlichen Existenzminimums, oder den eines Geschäftsführers, dessen Lohn nur deswegen neben einer vernünftigen Haushaltsführung noch einen Mercedes ermöglicht, weil die Löhne eines Teils seiner Mitarbeiter vom Steuerzahler subventioniert werden?
Findest Du einen Menschen nur deswegen weniger respektabel, nur weil er sich tagtäglich abmüht in einer schlecht bezahlten Tätigkeit, statt die "Hängematte" zu nutzen - auch wenn dieser nur einen "Deckungsbeitrag" erwirtschaftet, tut er das ja nicht nur für sich, sondern gleichfalls für seinen Arbeitgeber, aber eben auch für uns alle.
Was ich wohl zu sagen versuche ist, es gibt da verschiedene Blickwinkel und wir sollten uns vor Urteilen hüten.
 

nordmoorfalke

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Es wäre schön, wenn niemand sich mehr in irgendwelchen Mindestlohnjobs (habe ich zu Genüge gemacht) verheizen lassen würde.

Eine menschenwürdige Rente lässt sich damit nämlich nicht erreichen.

Ach ja und eine Eingliederungsvereinbarung. sollte man grundsätzlich nicht unterschreiben, da dort Dinge drin stehen, die man als rechtlicher Laie gar nicht alle überblicken kann.

Ist der Wisch aber erstmal unterschrieben, kommt man aus der Nummer kaum noch raus.
 

Tripod

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Ach ja und eine Eingliederungsvereinbarung. sollte man grundsätzlich nicht unterschreiben, da dort Dinge drin stehen, die man als rechtlicher Laie gar nicht alle überblicken kann.

Gleichwohl läuft die Mehrheit doch mit der gleichen herum und lebt doch - ähnlich wie vermutlich mit Heliobakter. Mit Verträgen ist es wie mit Landkarten - nicht alles, was da so drin steht braucht man auch.
 

schlussjetzt

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Das ist ausser in Sigmaringen überall woanders genauso.
Hartz4 ist ein totes Pferd, was seit 15 Jahren geritten wird. Und wenn das so ist, sollte man sich nicht fragen, was man daran verbessern kann oder die Unsinnigkeit beklagen, sondern die Frage stellen, warum gewisse Kreise in unserer Gesellschaft auf ein offensichtlich totes Pferd aufsteigen und seit 15 Jahren nicht vom toten Pferd absteigen wollen.

weil die massen ewig belogen werden! die politiker nennen immer wieder nur die geschönten zahlen und täuschen so die, zur selbstrecherche unfähige masse! die ba gibt ihre zahlen so an, dass man diese in eigenregie zusammenziehen muss, um ein korrektes ergebnis zu erhalten. dies geschieht (meiner meinung nach) mit voller absicht, in dem wissen darum, dass die masse keine eigene recherche einleitet.
 

Tripod

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weil die massen ewig belogen werden! die politiker nennen immer wieder nur die geschönten zahlen und täuschen so die, zur selbstrecherche unfähige masse! die ba gibt ihre zahlen so an, dass man diese in eigenregie zusammenziehen muss, um ein korrektes ergebnis zu erhalten. dies geschieht (meiner meinung nach) mit voller absicht, in dem wissen darum, dass die masse keine eigene recherche einleitet.
Boa eh - die Masse ist so doof und unfähig, ein Wunder, das die nicht alle Arbeitslos sind, wo sie doch so doof sind und einfach Leben, statt ihr Augenmerk zwanghaft auf Zahlenmaterial zu lenken, das gemeinhin völlig uninteressant ist. Im Übrigen folgt diese Sichtweise genau der, der so beliebten Paternalisten aller politischen Couleur (die tumbe Masse ist so doof, die braucht einfach Führer und Verführer, ansonsten verkommt sie völlig).
Natürlich wäre es wünschenswert, die BA würde regelmäßig die Zahlen aller Transfährleistungsempfänger benennen - letztlich bleibt das aber lapidar, weil ausgerechnet diejenigen, die jammern, das es so viele sind, auch diejenigen sind, die i. d. R. gerne mehr davon hätten.
 

Einfachicke

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Dumpinglohnjobs hinnehmen weil man ja sonst den anderen Steuerbürgern auf der Tasche läge

Das ist doch keine Frage von entweder / oder - wenn man in einem prekären Arbeitsverhältnis steckt, mit dessen "Entlohnung!!!" man seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kann, dann wird das doch auch vom Steuerzahler getragen. Nur lässt sich in diesem Fall nicht der "faule, arbeitsscheue" Leistungsempfänger unterhalten sondern der "mittelständische Leistungsträger" oder der "systemrelevante Großkapitalist".
 

TazD

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Natürlich wäre es wünschenswert, die BA würde regelmäßig die Zahlen aller Transfährleistungsempfänger benennen - letztlich bleibt das aber lapidar,....
Nicht nur das. Es hat schlicht und ergreifend nichts mit dem Thema hier zu tun.
 

Tripod

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Irrsinn der Eingliederungsvereinbarungen
Nun ja, vielleicht sollte man das auch spezifizieren - worin liegt des Pudels Kern.
 

TazD

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Naja, ich wüsste nicht, was hier spezifiziert werden muss. Die Rechtswidrigkeit der einfach mal so übersandten EGV'en hat nichts mit Schönrechnerei der Arbeitslosenzahlen zu tun. Kleinlich könnte man jetzt sogar noch darauf verweisen, dass aus dem Beitrag von @schlussjetzt noch nicht mal ersichtlich ist, um welche Zahlen es geht.
 
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