IPCC-Bericht zur Erderwärmung: teils Menschengemachter Klimawandel - was kann der (eigentlich machtlose) Einzelne dagegen tun, wenn schon die politische 'Führung' weltweit und auch in D (Laschet & Co) wirtschaftlichen Interessen den Vorrang geben?

Leser in diesem Thema...

lino

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Der menschliche Körper kann sich extremer Hitze nicht anpassen.
Na ja, die Beduinen leben ja auch in der Wüste. Nur leben die nicht so wie wir hier. Wenn der SUV im Sand feststeckt, läufts Kamel trotzdem noch.

Was Rezo sagt ist alles gut und schön, aber die Systemfrage stellt er auch nicht, weil er so weiterleben und genauso viel Energie verprassen will wie bisher. Über Energieeinsparung oder Energieeffizienz redet er nicht. Macht auch sonst kaum einer, weils niemand wissen will.
Ob die Party immer so weitergeht oder die Musik schon aufgehört hat zu spielen weiß auch niemand.
 

Bananenbieger

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Die Naturvölker ja, aber wir "Zivilisierten"? Wenns mal über 30 Grad hat,...

Rezo pauschalisiert und bringt nichts, was jeder tun kann. Aber zeigt auf, was schief läuft.
 

lino

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Rezo pauschalisiert und bringt nichts, was jeder tun kann. Aber zeigt auf, was schief läuft.
Ja, aber er verlässt den Rahmen "Wohlstand durch Wachstum" nicht, auf der Ebene befindet er sich im Einklang mit den Leuten, die er kritisiert!
Die Klimaänderung ist aber nur das Symptom, nicht das Problem. Das heisst Energie- und Rohstoffverschwendung, auf der Wohlstand und Wachstum aufbauen, und damit Umweltzerstörung und in letzter Konsequenz Zerstörung der Lebensgrundlagen.
Solange sich da nix tut, sehe ich schwarz für unsere Gesellschaft.
Und aktuell tut sich da eben nix.
 

Piiiter

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"Den Ernst der Lage"?
Perfekt indoktriniert, da bist du gut drauf reingefallen :)
Welchen Ernst der Lage denn? Es ist egal wer gewählt wird und welche Partei in welcher Koalition landet, es geht weiter wie bisher.
Warum auch nicht? Uns geht es perfekt! In kaum einem Land der Welt lebt man so gut und friedlich wie bei uns.

Klar, die Grünen würden Milliarden für's Klima ausgeben - Was letztendlich aber auch nicht viel helfen wird, da Klimaschutz immer Global und nicht nur Lokal angegangen werden muss. Jede Partei macht etwas für's Klima, die einen mehr die anderen halten die Waage zwischen Kosten, Nutzen und Steuerbelastung. Aber viel Unterschied ist da nicht zwischen den Parteien, nur die einen poltern mehr als die anderen.

Es hilft nichts, wenn wir unendlich viel Geld in Klimaschutz stecken und am Ende ist die Industrie pleite.
Deutschland hat einen Anteil an weltweiter CO2 Belastung von 1,8%..... China hat einen Anteil von 30% und dieser Wert wird weiter steigen.
Sicherlich ist Klimaschutz wichtig, hier muss was getan werden. Aber man sollte es nicht in der Form übertreiben, dass es der Industrie schadet und im Endeffekt (Global) NULL Wirkung hat. Wie überall: Alles in Maßen.

klima.jpg

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_größten_Kohlenstoffdioxidemittenten
 

Diplomjodler

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Es hilft nichts, wenn wir unendlich viel Geld in Klimaschutz stecken und am Ende ist die Industrie pleite.
Deutschland hat einen Anteil an weltweiter CO2 Belastung von 1,8%..... China hat einen Anteil von 30% und dieser Wert wird weiter steigen.
Sicherlich ist Klimaschutz wichtig, hier muss was getan werden. Aber man sollte es nicht in der Form übertreiben, dass es der Industrie schadet und im Endeffekt (Global) NULL Wirkung hat. Wie überall: Alles in Maßen.

Anhang anzeigen 123161
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_größten_Kohlenstoffdioxidemittenten

Ich bekomme langsam Ausschlag, so oft ich diesen Schwachsinn inzwischen immer wieder lesen muss! Natürlich hat es einen Einfluss, wenn der sechstgröße Emittent weltweit etwas ändert. Dazu kommt, dass Deutschland in der EU tonangebend ist, und rechnen wir den Block der EU-Staaten dazu, wird es noch gleich deutlich gewichtiger!

Weiterhin ist es ja immer so bequem in Richtung China zu schauen. Schaut man sich aber mal die Vergangenheit an, und woher das CO2 hauptsächlich kommt, was uns heute Probleme bereitet, dann liegen die Hauptverursacher in Europa und den USA.

Es gibt dafür diese nette Grafik, wer seit 1751 bis 2017 wieviel CO2 in die Luft geblasen hat, und da sieht es deutlich anders aus:
PikxU9D.png


Moderationshinweis...

Quelle der Grafik: https://ourworldindata.org/contributed-most-global-co2





Wenn jetzt einer argumentieren würde mit "Asien ist ja gleich groß wie der linke Block" - stimmt schon. Aber wieviel Menschen leben in Asien und wieviel links? Die wirklich interessante Kenngröße ist dann hier der durchschnittliche CO2-Ausstoß pro Einwohner, und da in Asien ca. 60% der Menschheit leben, wird diese so deutlich kleiner ausfallen als links!

Und abgesehen davon: wenn die Umwelt kaputt ist, dann hilft uns auch keine Ökonomie mehr, weil die Umwelt unsere Existenzgrundlage ist. Und wir können uns nicht einfach mal so eben eine neue schnitzen! Geld kann man nicht essen!
 

Piiiter

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Stimmt, Dank dir.
Trotzdem stimmen meine Zahlen. Ich spreche von Deutschland, @Diplomjodler bringt Zahlen von Eurasien :)
Ich bleibe dabei, auch beim Klimaschutz mit Bedacht vorgehen, sonst zerstört es die Wirtschaft und China lacht sich tot.
Und da meine eine Quelle von Wikipedia nicht reichte und angezweifelt wurde, noch eine andere :)

Unbenannt.png

 

HermineL

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Nunja, wichtig wäre auch, wer das alles verkonsumiert, was in den Werkbänken der reicheren Ländern hergestellt wird. Von daher ist der Konsum auch wichtig, nicht nur wie produziert wird.
So ist es, wenn der Westen aufhört China als verlängerte Werkbank zu nutzen und seinen Kram wieder selber produziert fallen, abgesehen von den Emissionen die beim Transport eingespart werden, diese Emissionen dann wieder in Europa und Amerika an. Dann dürfte sich diese Grafik sehr schnell zu Lasten des Westens verändern.
 

bondul

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fallen [..] diese Emissionen dann wieder in Europa und Amerika an.
Wo die Emissionen anfallen, dürfte in absehbarer Zeit nicht mehr das größte Problem sein. Global gesehen. Dass die Emissionen weiter anfallen, wird das Problem sein. Auch global gesehen.
Die "Schuldfrage" ist übrigens lange geklärt, es waren die Menschen.
 
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pagix

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Hier noch etwas für die ...aaaaaaber China Leute


 

HermineL

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Wo die Emissionen anfallen, dürfte in absehbarer Zeit nicht mehr das größte Problem sein.
Die "Schuldfrage" ist übrigens lange geklärt, es waren die Menschen.
Da bin ich doch ganz bei dir. Mir ging es nur um die Aussage von @Piiiter der auf China als größten CO2 Verursacher verweist und vollkommen unterschlägt das die Emissionen dort zum großen Teil vom Westen verursacht sind.

Der Link von @pagix verdeutlicht in verschiedenen Ansätzen das, das nur das schauen auf die Grafik über den CO2 Ausstoß nicht die Wirklichkeit wiederspiegelt.
 

samuraji

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Jetzt setz mal den CO2 Ausstoß der Länder ins Verhältnis, wie viele dort leben...dann sieht diese Statistik anders aus.

purer Ausstoß
China 27,92
USA 14,5
Deutschland 1,93


pro Kopf (Einwohner)
USA 16,14
Deutschland 9,15
China 7,95

Ländergröße
Deutschland 357.386 km² / 1,93 = 5,4
China 9.597.000 km² / 27,92 = 2,9
USA 9.834.000 km² / 14,5 = 1,47

Hinzu kommt die Tatsache, dass gerade Europa und Deutschland fast alles auch China importiert, also wir stellen dort her bzw lassen herstellen und feiern uns für eine "saubere Bilanz"? China hat teilweise effektivere, modernere und sauberere Kohlekraftwerke als wir. Ebenso einen höheren Anteil an Elektromobilität usw. Finde ja generell immer mies, wenn China stets als schlechter als Deutschland gestellt wird. In vielen Bereichen hinken wir aktuell hinterher, da uns China längst überholt hat und wir eigentlich so gesehen gar keine Konkurrenz oder gar im Ansatz eine gleiche Gewichtsklasse für China sind.

Wenn wir jetzt mal 10-20-50JAhre in die Zukunft springen, sieht es für China wirklich toll aus - für Deutshcland hingegen eher echt mies, denn wir rutschen seit Jahren in allen Bereichen stetig ab.
 

Piiiter

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Quelle für die Zahlen?
Irgendwo hatte ich einen Link, das Deutschland im Vergleich zum BIP weltweit den niedrigsten CO2 Ausstoß hat, muss mal gucken ob ich das finde.
 

Diplomjodler

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Entweder ist deine Grafik falsch oder Wikipedia.
bei dir fehlt übrigens der Link zur Quelle.
Die Quelle ist in der Grafik klar und deutlich erkennbar. Aber sowas interessiert Relativierer und Kleinredner wie dich nie besonders meiner Erfahrung nach.

Es ging den damaligen Schwarzen (CDU/CDU) unter K. Adenauer um eine Politik der soziale Marktwirtschaft, welche er mit dem damaligen Wirtschaftsminister L. Erhardt auch umsetzte. Selbst unter dem Kanzler H. Kohl verfolgte man den Gedanken, selbst wenn in deren Amtszeit bereits dem Lobbyismus immer mehr Türen geöffnet wurden. Man schaue sich nur einmal an, wie hoch die Abgaben-/Steuerlast damals noch waren, als z.B. der Spitzensteuerbetrag bei 53 % lag und ach wie merkwürdig, es hat dem Wirtschaftsstandort Deutschland nicht geschadet und die Unternehmer haben nicht fluchtartig das Land verlassen. Selbst die Sozialabgaben lagen 1998 noch bei 42,12 %.
Unter Adenauer und Kohl gab es noch die D-Mark, damit kam das Geld von unserer eigenen Zentralbank. Als die D-Mark eingeführt wurde, wurde die damals gegenüber dem US-Dollar bewusst schwach gemacht, um handelstechnisch einen Vorteil zu bekommen.

Weiterhin ist soziale Marktwirtschaft am Ende des Tages auch nur ein anderes Wort für Kapitalismus: unsere Billigarbeitskräfte waren früher drüben in der DDR, heute sind es die HartzIV-Empfänger. Und der Abbau des Sozialstaates begann unter Helmut Kohl mit der Veröffentlichung des Lambsdorff-Papiers am 6. September 1982. Das war das erste Mal, dass ein solcher Fahrplan aufgestellt worden ist.
 

Piiiter

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Die Quelle ist in der Grafik klar und deutlich erkennbar. Aber sowas interessiert Relativierer und Kleinredner wie dich nie besonders meiner Erfahrung nach.
Die Quelle schon aber nicht der direkte Verweis.
Auch relativiere oder kleinrede ich nicht, ich sehe den Klimawandel schon gegeben. Ich hab lediglich geschrieben das man den Klimaschutz mit Maß angehen sollte und nicht durch massive Steuererhöhungen und zu starke Belastung der Industrie voranpreschen darf.
Aber sowas interessiert Klimafaschisten, wie z.B. "Extinction Rebellion" nicht, sie denken nur schwarz/weiß.
 

HermineL

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Die Quelle ist in der Grafik klar und deutlich erkennbar. Aber sowas interessiert Relativierer und Kleinredner wie dich nie besonders meiner Erfahrung nach.

Moderationshinweis...

Du solltest deinen Ton etwas mäßigen. Ganz davon abgesehen das @Piiiter vollkommen Recht hat denn in der Grafik ist nur die Hauptseite angegeben und kein Verweis wo genau ich diese Grafik finde. Also liefere diese Quelle bitte entsprechend nach damit man diese noch in deinen Beitrag einfügen kann. Davon abgesehen sind Zitate immer auch als Zitate kenntlich zu machen und mit einer verlinkten Quelle zu versehen. Letzteres gilt auch für Grafiken. Beachte dies in Zukunft bitte damit man nicht ganze Beiträge von dir löschen muss wie schon passiert



 

Diplomjodler

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Der direkte Link und damit Quelle zur Grafik ist hier: https://ourworldindata.org/contributed-most-global-co2

Es handelt sich dabei um eine Plattform der Universität Oxford, betrieben von einer dortigen Forschungsgruppe.

Zum Thema China: die Chinesen selber wissen recht genau, dass die Umwelt in ihrem Land so ziemlich im Sack ist. Sie machen da ähnliche Entwicklungen mit wie Deutschland im 19. Jahrhundert im Ruhrgebiet bis Mitte des 20. Jahrhunderts, als uns unsere Umwelt auch scheißegal war. Dazu kommt einfach geographisch gesehen, dass der Großteil des Landes ohnehin schon immer Wüste war, und die eigentlichen Hauptsiedlungsgebiete nur etwa 1/8 der Landfläche ausmachen.

Der Grund für den quantitativ hohen Ausstoß liegt u.a. auch daran, dass wir unsere CO2-Emissionen dorthin ausgelagert haben. Was in China für uns günstig fabriziert wird, verursacht natürlich in Europa und den USA lokal keine Emissionen bei der Herstellung.

Die chinesische Führung hat aber auch allerlei Programme ins Leben gerufen, um die Umwelt zu verbessern, wie z.B. eine gigantische Aufforstung namens Große Grüne Mauer.

Es gibt sicherlich dennoch vieles, über das man mit den Chinesen reden will. Allerdings werden die mit sich nur reden lassen, wenn wir selbst praktizieren was wir von ihnen verlangen. Sie reagieren ziemlich allergisch auf alles, was aus dem Westen kommt und ihnen von oben herab was vorschreiben will. Das ist eine Folge der Geschichte und des Zeitraums, der "The Century of humiliation" genannt wird. Also eine Reihe von Konflikten/Kriegen in China, das begann 1839 mit dem ersten Opiumkrieg und endete 1945 mit dem 2. Krieg gegen Japan.
 
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Piiiter

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Wir leben das eigentlich schon gut vor. Mehr als man denkt.
Unsere Co2 Belastung aufs BIP gerechnet ist, man mag es kaum glauben, vorbildlich.
Aber ja, es stimmt, was wir in China produzieren lassen geht im grunde auch auf unsere Co2 Bilanz...

1_5_Grad-Ziel_CO2_Ausstoss_Tabelle_grau.jpg

 

Diplomjodler

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Ein anderes und höchst interessantes Beispiel, wie CO2-Bilanzen massiv verzerrt werden können, ist Luxemburg. Die haben pro Kopf fast den doppelten Ausstoß wie Deutschland. Die sind sogar in der EU der Spitzenreiter. (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/date...n-der-europaeischen-union#pro-kopf-emissionen)

Da muss man sich dann erstmal fragen: woher kommt das? Hat dieses kleine Land eine solch energieintensive Schwerindustrie? Irgendwie bekannt dafür ist Luxemburg nicht gerade, und das ist auch nicht der Fall.

Was ist also der Grund dafür? Ganz einfach: Tanktourismus (https://gouvernement.lu/de/actualit...terviews/2021/01-janvier/14-turmes-revue.html). Alle Nachbarn fahren gerne kurz nach Luxemburg und machen sich billig den Tank voll. Ausgestoßen wird der Treibstoff dann meistens woanders, aber es wird in Luxemburg bilanziert.

Deswegen hat Luxemburg zum 1.1.2021 eine CO2-Steuer eingeführt.
 

pagix

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Bei Quarks im WDR lief gestern ein ganz interessantes Experiment zur CO2 Bepreisung im Feldversuch mit einer "Standardtfamilie".

 

Diplomjodler

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Die Familie ist guter Mittelstand, die können sich das leisten. Das ist längst nicht bei allen der Fall.

Die Hauptidee der CO2-Besteuerung ist ja, dass man massive Einsparungen durch die Einpreisung der CO2-Kosten erreichen will, so dass der Verbraucher diese tragen muss. Der handelnde Mensch soll eben ökonomisch handeln lernen: fahre ich nun mit dem Auto, oder nehme ich mal lieber den Bus? Die Bahn? Oder lasse es ganz bleiben?

Fleisch oder Salat? Tomaten aus Spanien, oder lieber doch nur Kartoffeln vom Acker nebenan? Sowas eben. Nur kann nicht jeder Haushalt alle Stellschrauben mal eben so umstellen. Wer zur Miete wohnt, wird wohl kaum mal eben von Erdöl auf Wärmepumpe umsteigen können.

Das Problem fängt nun damit an, wenn der Staat anfangen sollte in gewissen Bereichen Hilfen einzuführen, z.B. Aufstockung der Penderpauschale. Das kann häufig den gewünschten Lenkungseffekt abmindern bis zerstören.

Ohne einen grundlegenden Wandel unseres Lebensstils sind diese Einsparungen sowieso nicht zu erreichen. Und ich bin mir sicher für HartzIV-Empfänger wären solche Verteuerungen auf breiter Front absolut katastrophal, wenn der Staat nicht zeitgleich den Regelsatz massiv aufstocken würde.

Es gibt übrigens von der ETH Zürich dazu ein interessantes Modell zur CO2- und Energieeinsparung, die sog. 2000-Wattgesellschaft. Aktuell benötigen die Schweizer ständig eine Leistung von ca. 5000 Watt, und das soll reduziert werden. 2000 Watt ist nach Angaben der ETHZ der typische Wert, den man in den 60ern hatte.

Einige Städte in der Schweiz machen da vollständig, oder wenigstens mit einigen Stadtteilen mit, wie z.B. Zürich.

 

Fusselsieb

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Der handelnde Mensch soll eben ökonomisch handeln lernen: fahre ich nun mit dem Auto, oder nehme ich mal lieber den Bus? Die Bahn?
Dann müssen auch auf dem Land diese Möglichkeiten gegeben sein.
Denn wir brauchen uns diese Frage gar nicht stellen, wir sind aufs Auto angewiesen.
 

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Ein berechtiger Punkt, und genau aus diesem Grund wird von der Politik nun die Elektromobilität so stark gefördert.

Ein weiterer und einfacher Grund ist, dass uns in diesem Jahrhundert wegen Peak Oil das billige Erdöl ausgehen wird. Früher oder später werden wir also von Erdöl als Energieträger auf andere Energieträger umsteigen müssen, dazu unsere Infrastruktur anpassen/umbauen. Da ist es besser, man fängt bereits früh damit an und nicht erst dann, wenn die Preise durch die Decke steigen.

Das ist übrigens nicht der erste Umstieg auf einen anderen Energieträger in der Geschichte. Zunächst war es Holz, mit dem Anfang der Industrialisierung schwenkte man um auf Kohle. Von der Kohle dann im 20. Jahrhundert in vielen Bereichen massiv auf Erdöl, und nun steht der nächste Wechsel an. Vermutlich aber auch einer der letzten.
 
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