Inwieweit darf ein Arbeitgeber bei einem Vermittlungsvorschlag dem Jobcenter Auskünfte über Inhalte des Vorstellungsgesprächs geben ?

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Schildkröte1976

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Hallo,

meine Frau hat einen Vermittlungsvorschlag erhalten.
Sie soll sich dort bis zum 19.03. bewerben.
Sie möchte die Arbeit auch gern haben, allerdings erst ab Mai.

Natürlich will das JC, dass sie sofort eine Arbeit bekommt.

Darf der Arbeitgeber dem JC bei einem VV darüber Auskunft geben, was beim Vorstellungsgespräch besprochen wurde (Stichwort Datenschutz) ?

Ich verstehe nicht so ganz, inwieweit JC und AG bei einem VV miteinander vernetzt sind.
 

gila

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Eigentlich sind die Inhalte eines Vorstellungsgespräches mit einem AG vertraulich.
DENNOCH kommt es vor, dass, wenn man über einen VV zum Gespräch geht, hier "gepetzt" wird.

Ist die Stelle denn für 1.4. ausgeschrieben? Dann ist die Bewerbung eh was knäpplich ...
Gibt es einen guten Grund für einen verstäteten Beginn?
Außerdem hat sie sich ja nicht mal beworben und WEISS nicht, OB sie überhaupt einen Vorstellungstermin bekommt.
 

gila

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Sie möchte die Arbeit auch gern haben, allerdings erst ab Mai.

Für die Fragestellung spielt es eigentlich keine Rolle ob ein vv mit RFB oder nicht ausgewiesen ist. Sie will den Job ja im Grunde haben. Und viele Arbeitgeber verständigen sich mit dem Jobcenter hinter dem Rücken und darauf hat man wenig Einfluß.
Daher kann man vielleicht nur an den Gründen arbeiten, warum erst zum 1.5. und versuchen für ein mögliches Vorstellungsgespräch gerüstet zu sein und das so ablaufen zu lassen dass man daraus keinen großen Nachteil hat.
 

Schildkröte1976

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Ich frage nur vorsorglich.

Der VV ist mit RFB.

Die Stelle ist verfügbar "ab sofort".

Also OBWOHL es bei einem VV manchmal vorkommt, darf eigentlich nichts "gepetzt" werden, richtig ?

Dann könnte man den AG beim Vorstellungsgespräch ja auffordern, sich an die gebotene Vertraulichkeit zu halten.

Sie will ja den Job, aber im April ist eine Reise geplant ..
 

gila

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Dann könnte man den AG beim Vorstellungsgespräch ja auffordern, sich an die gebotene Vertraulichkeit zu halten.

Das würde ich mir SO oder SO ausbitten!
Es wird des öfteren bekannt, dass Arbeitgeber bzw. deren "Personaler" petzen, besonders wenn es um negative Merkmale
im Gespräch geht.
Wenn eine Reise geplant ist, müsstet ihr Ortsabwesenheit beantragen - da kommt es auf den SB drauf an, ob er das tut, wenn
gleichzeitig ein Job angenommen werden KÖNNTE. Leider hat man keinen "Urlaubsanspruch" und VOR einer konkreten Planung
wäre das Einholen einer OA-Erlaubnis schlau gewesen.

Aber nun wartet mal ab, ob es überhaupt einen Termin gibt ...
 

Schildkröte1976

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Das mit der Ortsabwesenheit ist mir klar, und eigentlich hier jetzt auch nebensächlich.

Mich interessiert halt, wie das mit der Weitergabe vertraulicher Daten gehandhabt wird, wo doch heutzutage der Datenschutz so hochgehängt wird.
 

vidar

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Dann könnte man den AG beim Vorstellungsgespräch ja auffordern, sich an die gebotene Vertraulichkeit zu halten.
Die Vertraulichkeit sollte für beide Seiten normalerweise selbstverständlich sein. Ob es dann auch wirklich eingehalten wird, steht auf einem anderen Blatt. Einen gegenteiligen Nachweis zu erbringen wird sicherlich nicht so einfach sein. Der Jobanbieter wird wahrscheinlich sowieso an das Jobcenter eine Rückmeldung auf das entsprechende Formular des erhaltenen Bewerbervorschlags darüber machen, welches Resultat das Vorstellungsgespräch abschließend gehabt hat. Es heißt deshalb ja noch lange nicht, dass deine Frau auch den Job bekommt.
Sie will ja den Job, aber im April ist eine Reise geplant ..
Da die angebotene Tätigkeit sofort zu besetzen wäre, würde ich es aber vermeiden dem Arbeitgeber meine Tätigkeit erst ab dem Mai anzubieten, nur weil ich im April erst einmal meine Reise antreten möchte. Sollte der Arbeitgeber nämlich diese Einschränkung dem JC mitteilen, könnte es durchaus zu Sanktionen für deine Frau kommen.
Unabhängig davon, hat ein neuer Job Vorrang vor einer privaten Reise. Hier wäre es dienlich, wenn bereits vorher die geplante Ortsabwesenheit mit dem JC abgeklärt gewesen wäre.
 

Schildkröte1976

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Gut.

Dann noch eine letzte Frage dazu:

wie schnell bekommt man eine Sanktion ?

Sagen wir, am 18.03. geht die Bewerbung beim AG ein, und am 22.03. wäre das Vorstellungsgespräch.
Meine Frau sagt dann, dass sie erst im Mai anfangen will.
Würde das JC dann noch eine Sanktion verhängen, bevor das Geld für den April raus ist ?
Oder dauert sowas in der Regel länger (Stichwort Anhörung) ??
 

vidar

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Würde das JC dann noch eine Sanktion verhängen, bevor das Geld für den April raus ist ? Oder dauert sowas in der Regel länger (Stichwort Anhörung) ??
Erst gibt erst eine Anhörung. Sollte die Abwesenheit (Reise) dann zusätzlich auch noch ohne Genehmigung des JC erfolgen, gibt es wohl auch noch einen "oben drauf".
Soll heißen, komplette Regelleistungskürzung inkl. Rückforderung des Krankenkassenbeitrags für diesen Zeitraum. Wenn es ganz hart kommen sollte könnte es auch noch ein Bussgeld zur Folge haben.
 

gila

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Leider ist meiner Glaskugel gerade der Saft ausgegangen ... und alles weitere wäre reine Spekulation.
Das dürfte Euch aber kaum hilfreich sein.
Wie man aus Tausenden Beiträgen hier sieht, KANN das mal ratzfatz gehen - KANN aber auch dauern.
VOR einer Sanktion haben die Allwissenden jedoch eine ANHÖRUNG gesetzt.

Bei Bewerbungen meist Standard-Textbaustein: ... Sie haben durch Ihr Verhalten verhindert ......

Tja und ob die dann hören wollen: ich hab nix verhindert - nur verschoben, weil ich in Urlaub bin ...
darüber mag ich lieber nicht spekulieren.

Also "meineeine" würde sicher versuchen, wenn der AG furzbegeistert von mir ist, mit ihm zu "kungeln" und ihn auf die Vertraulichkeit
dieses Gespräches hinweisen, dass ich ja soooo gerne und dolle und voll im Einsatz ab 1.5. bei ihm anfangen werde - richtig frisch
aus dem Urlaub - aber wenn das JC erfährt, dass über den verschobenen Beginn verhandelt wurde, ich richtig Ärger bekommen würde.

Aber sowas erfordert viel Fingerspitzengefühl und eine absolute Sympathieebene.
Auf jeden Fall sollte eine OA beantragt werden, sonst kann es richtig auf die Mütze geben!
 
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