Internet mit Filter - Die Zensur hält Einzug (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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darkcloud

Gast
Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ist nach einem Gespräch mit Internetprovidern am Dienstag zuversichtlich, dass in sechs bis acht Wochen eine mehr oder weniger freiwillige Vereinbarung mit einem Großteil der deutschen Zugangsanbieter zur Blockade kinderpornographischer Webseiten steht.
Quelle : Heise.de

Damit wird ein Zwangsproxy für alle deutschen Internetanschlüsse eingeführt. Die Zensurmöglichkeiten werden damit installiert. Im Gespräch sind ist auch schon die nächsten Einsatzmöglichkeiten dieses Zensurwerkzeuges. Was kommt als nächstes? Vielleicht ein wenig Systemkritische Blogs? Vielleicht ein paar lästige Webseiten wie diese oder andere? usw. usf.

Ein sehr guter Kommentar im Heise Forum der meine Meinung dazu wiederspiegelt.
 

Arania

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Gegen Kinderpornographie kann das nur gut sein, oder?
 

nightmare

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Wenn es denn so wäre, okay, aber ich glaube, dass das nur der Anfang ist "UNS" nur das vorzusetzen, was das gemeine Volk wissen darf....hatten wir das nicht jüngst erst in China ?!
 
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darkcloud

Gast
Das ist die Falle in die ihr beide hineingetappt seit. Jeder der klar denken kann weis das Kipo böse ist. Und es ist wirklich schwer gegen diese Filterung zu argumentieren. Das Problem ist dabei das damit ein Werkzeug des Staates installiert wird das wie die Maut und anderes für andere Zwecke genutzt wird. Bitte lest denn Kommentar im Heise Forum dann wird meine Position klarer.
 

Arania

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Ist doch nichts Neues, es werden längst Seiten gesperrt, die wir von Deutschland aus nicht erreichen können, Nazi-Seiten zum Beispiel, und das natürlich zu Recht
Den Filter gibt es längst und was man damit aussperrt das werden wir eh nicht gänzlich erfahren

Aber hier ist die Massnahme sinnvoll
 
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darkcloud

Gast
Bis jetzt werden einzelne Webseiten per DNS und weiteren technischen Möglichkeiten geblockt. Das muss für jede Webseite einzeln genehmigt werden und ist jedesmal ein wenig Aufwand.

Was hier eingeführt wird ist ein Zwangsproxy an dem nichts vorbeigeht was er nicht erlaubt! Dazu dient eine Blocklist. Und diese Blocklist ermöglicht es deinem Provider jegliche weitere Kategorie (z.b. Nazisseiten, linkeextreme, kritische Blogs usw. usf. zu blocken). Und da der Gesetzgeber jegliche Verbrechen gleich behandeln muss, muss er im logischen Schluss diverse andere Webseiten auch sperren lassen. Ich hoffe du weißt jetzt worauf ich hinauswill.
 

Arania

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Ich wusste sofort worauf Du hinauswillst, aber ich behaupte das dieses schon längst genutzt wird, man hat es nur nicht öffentlich gemacht
 

Arania

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Wenn ich etwas behaupte ist es kein Wissen, sondern meine Behauptung, nichtsdestotrotz bleibe ich dabei das es bei kinderpornographischen Seiten sinnvoll ist
 
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darkcloud

Gast
Wenn ich etwas behaupte ist es kein Wissen, sondern meine Behauptung, nichtsdestotrotz bleibe ich dabei das es bei kinderpornographischen Seiten sinnvoll ist
:biggrin:

Und das unterscheidet uns in dieser Diskussion von der technichen Seite aus betrachtet. Ich weiß wovon ich rede! Das KiPo verhindert werden muss ist klar, wäre es aber nicht besser das KiPo erst gar nicht entsteht? Sollte man nicht die Verbrecher suchen und bestrafen die solchen Dreck herstellen?
 

Arania

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Und wie will man die in Russland oder den Fidschi-Inseln von Deutschland aus erreichen? Ihre Seiten sind im Netz aber für alle erreichbar
 
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darkcloud

Gast
Mit Verdrängung von Pennern vom Hauptbahnhof/Konsumzentren verschwinden sie zwar von der Bildfläche aber die Penner existieren weiterhin! Vergleich angekommen? Ein Verschweigen eines Problems läßt das Problem nicht verschwinden!
 

Arania

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Natürlich werden sie weiter existieren, aber man sollte es ihnen doch schwerer machen, oder nicht? Natürlich wird man die Sperre irgendwie umgehen können, sicher wird man weiter diese Neigung haben, aber man sollte auf jeden Fall nicht schon durch Zufall auf solche Seiten stossen können und dadurch vielleicht animiert werden

Ich habe für das Problem an sich keine Lösung, ich habe schon einige Sexualtäter vor Gericht gehabt und weiss wie schwer es ist da zu einem gerechten Urteil zu kommen und die Geschichten die man da hört sind wirklich hart, aber es muss einfach alles versucht werden
 
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darkcloud

Gast
Es gibt zig Möglichkeiten Daten (Kipo) zu verbreiten. Die Webseiten sind dann nicht mehr erreichbar. Aber was ist mit Filesharing, Email Postfächern, Filehostern, VPN usw. usf. Die Verbrecher werden einfach auf andere Verbreitungswege umsteigen und die 99,999999 der Bevölkerung darf eine Zwangsfilterung seines Webverhaltens auferlegt werden. Es wird durch die Zwangsfilterung nicht ein Opfer weniger geben.
 
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darkcloud

Gast
Dieser Gedanke führt dich direkt zum totalitären Überwachungsstaat.
Was ist mit Postpaketen in denen CDs oder DVDs stecken? Auch jedes Paket öffnen und Inhalt der Medien überprüfen? Willst du das man jeden Dateianhang in einer Mail überprüft? Damit müßte man auch Emails auf Inhalt überprüfen! usw. usf. Was du da forderst ist die Totalüberwachung jeglicher Kommunikationsformen. Bitte denk darüber noch mal nach ;)

KiPo ist in fast allen Ländern eine Straftat und in den Ländern in denen so etwas keine Straftat ist sollte die Politik dafür sorgen das dies in diesen Ländern auch als schwerwiegende Straftat behandelt wird. Was spricht dagegen für Produzenten von KiPo eine lebenslange Haft zu fordern? Ich betrachte die sexuelle Misshandlung eines Kindes als Mord (seelischen). Man muss die Produzenten schnappen und das muss richtig weh tun wenn sie geschnappt werden. Desweiteren wäre es sinnvoll wenn ein Server mit KiPo identifiziert ist diesen sofort vom Netz nehmen zu lassen. Da KiPo strafbar ist dürfte damit auch die Grundlage gegeben sein die Betreiber von Paysites für dieses Verhalten abzustrafen. Die Strafandrohung muss die Produktion und Hosting so gefährlich und unrentabel machen das die Verbrecher die sowas produzieren oder hosten sich das 10x überlegen ob sie dafür lebenslang ins Gefängnis wollen. Damit würde sehr viel effektiver gegen die sexuelle Mißhandlung von Kindern vorgegangen und Opfer vermieden, denn hinter jedem KiPobild steht ein Opfer dessen Leben zerstört wurde.

Die Leute die KiPo konsumieren wollen werden Wege finden weiterhin an ihre Droge zu kommen. Die Zahl der Leute die zufällig auf KiPo stoßen, liegt wahrscheinlich unter 1%. Der Normalbürger darf dafür aber mit einer Komplettfilterung seines Internet rechnen während die Pädophilen weiterhin an den Dreck herankommen und die Zahl der Opfer dadurch nicht verringert wird. Nochmal: Ein Ausblenden eines Problems läßt das Problem nicht verschwinden.
 

Arania

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Es wird durch die Zwangsfilterung nicht ein Opfer weniger geben.
Und wenn es nur ein Opfer weniger dadurch gibt, hat es sich meiner Meinung nach schon gelohnt

Und von dem Zwangsfilter werden 99% der Bevölkerung überhaupt nichts merken, Du schreibst ja selber das man nur sehr selten zufällig auf solche Seiten stösst
 
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darkcloud

Gast
Die Dänische Zensurliste ist auf Wikileaks einsehbar und es haben Leute diese Liste auf KiPo untersucht. Ein Beispiel anhand der schedischen Filterliste:
Von 1047 Seiten sind :
Blau - die Site ist völlig unerheblich Anzahl: 9 / 1 % / Legal
Grün - Die Site hat nichst mit Kinderpornografie zu tun Anzahl: 879 / 84 % / Legal
Gelb
- die Site enthält (bekleidete!) posierende Kinder Anzahl: 46 / 4-5% / Legal
Orange- mindestens ein kleiner Teil des eigenen oder verlinkten Inhalts könnte als Kinderpornografie gesehen werden Anzahl: 28 / 2-3 % / unklar
Rot - Die Site enthält Material, das man kinderpornografisch nennen könnte Anzahl : 9 / < 1 % / ILLEGAL
Quelle und Artikel: Schutzalter
 

Rote Socke

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Das Internet ganz sperren, +dann gibt es nicht nur ein Opfer weniniger sondern garantiert auch 2-3 Opfer weniger.
 

Arania

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Ich hätte auch nicht gedacht das von Dir mal ein konstruktiver Beitrag kommt
 

avalon

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Ein Ausblenden eines Problems läßt das Problem nicht verschwinden.
Es geht nicht um das ausblenden eines Problems, sondern um ein unterbrechen eines Vertriebswegs.

Bin auch aus der IT-branche, und verstehe schon, was Du meinst: diese
Filtertechnologie ist -rein technisch betrachtet- nix anderes als das, was z.B China für die Internetzensur einsetzt. Dementsprechen lässt sich diese Technologie auch dazu nutzen, wenn sie mit der Begründung "Kinderpornographie" ersteinmal installiert ist. Das ist ein ganz anderes Kaliber als die Sperrung einzelner Seiten, auf die Arania anspielt!

Trotzdem muss eine Bekämpfung dieser widerwärtigen Art von Kriminalität auch im Internet möglich sein. Eine Strafverfolgung der Anbieter scheitert meist daran, dass sie Domains irgendwo ausserhalb des Zugriffsereichs der Justiz registriert und gehostet werden.

Mit dem Argument, dass sich KiPo auch anders verbreiten lässt, kommt man nicht weit! Man kann ja schlecht einen Lastwage mit Kinderpornogaphischen Magazinen auf der A3 unbehelligt fahren lassen, weil auf der A42 auch einer fahren könnte!

Eine Lösung ist schwierig. Ein Tranzparenzgebot für die eingesetzten Filter
wäre vielleicht ein Anfang!
 
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darkcloud

Gast
Es geht nicht um das ausblenden eines Problems, sondern um ein unterbrechen eines Vertriebswegs.
...
Und genau dieser Vertriebsweg wird nicht unterbrochen sondern es werden andere Wege gesucht und gefunden werden mit dem Dreck weiterhin Geld zu verdienen. Beispiel gefällig?

Der KiPoverbrecher erstellt eine Webseite die keinerlei KiPo enthält. Den Zugang bekommt man nur wenn man jemand von der Webseite kennt (eine Art Bürge). Die Mitglieder dieser Webseite bezahlen eine monatliche Gebühr und bekommen dann monatlich einen Link zu einem Freehoster wo sie sich eine Passwortgschütztes RarArchiv von 100MB (Das sind rund 10000 Bilder) runterladen. Das Passwort für das RarArchiv erhalten sie per Mail oder in einem geschlossenen Forum.

Die Konsequenz ist das sich die Vertriebswege ändern, die Opferzahlen werden durch eine Filterung der Webseiten nicht weniger werden.
 

Arania

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Es geht nicht um das ausblenden eines Problems, sondern um ein unterbrechen eines Vertriebswegs.

Bin auch aus der IT-branche, und verstehe schon, was Du meinst: diese
Filtertechnologie ist -rein technisch betrachtet- nix anderes als das, was z.B China für die Internetzensur einsetzt. Dementsprechen lässt sich diese Technologie auch dazu nutzen, wenn sie mit der Begründung "Kinderpornographie" ersteinmal installiert ist. Das ist ein ganz anderes Kaliber als die Sperrung einzelner Seiten, auf die Arania anspielt!

Trotzdem muss eine Bekämpfung dieser widerwärtigen Art von Kriminalität auch im Internet möglich sein. Eine Strafverfolgung der Anbieter scheitert meist daran, dass sie Domains irgendwo ausserhalb des Zugriffsereichs der Justiz registriert und gehostet werden.

Mit dem Argument, dass sich KiPo auch anders verbreiten lässt, kommt man nicht weit! Man kann ja schlecht einen Lastwage mit Kinderpornogaphischen Magazinen auf der A3 unbehelligt fahren lassen, weil auf der A42 auch einer fahren könnte!

Eine Lösung ist schwierig. Ein Tranzparenzgebot für die eingesetzten Filter
wäre vielleicht ein Anfang!
Das kann ich unterstreichen, aber gar kein Filter ist für mich nicht der richtige Weg
 
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