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Interessiert die Arge der Kündigungsgrund?

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Nachtschattengewächs

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Thematiker*in
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Ein Bekannter (ohne PC/Netz) hat als Aufstocker noch einen 400 Euro Job angenommen und ist damit aus dem Leistungsbezug.

Wie er unlängst erfahren hat, denkt der Arbeitgeber wohl nicht im Traume daran, ihn ordentlich anzumelden. Eine Lohnbescheinigung, geschweige denn schriftliche Abhandlung über die besprochenen Konditionen, hat er bis heute nicht bekommen. Dafür darf er gerne neun Stunden ohne Pause durcharbeiten, auch an Tagen, an denen aufgrund des Arbeitsaufkommens sonst immer zwei Leute vorgesehen waren.

Soweit ich das beurteilen kann, muß er den Job sogar kündigen, um nicht verbotswidrig schwarz zu arbeiten. Gehen die Gründe für diesen Schritt die Arge was an, wie kommt er wieder in den Bezug (erneuter Erstantrag?) und wie soll er dann sein Einkommen der letzten Monate ohne Abrechnung nachweisen?

Danke für Eure Tips auch in seinem Namen.
 

Rechtsverdreher

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Hat man ohne einen Arbeitsvertrag überhaupt eine Arbeit die man kündigen könnte. Oder wie muss man das verstehen?

Ich würde auch mal ein genaues Arbeitszeitprotokoll schreiben.
 

physicus

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ohne AV würde ich niergends arbeiten,das ist schwarzarbeit, ohne ordentliche anmeldung liegt das klar auf der hand.
ich würde ihm raten sofort einen rechtgültigen AV zu fordern ansonsten die arbeit einstellen.
der AG muss dich nach 3 tagen angemeldet haben, bei versicherungspflichtiger arbeit.

ich tippe mal er ist an einen abzocker geraten, wenn er zeugen hat das er dort gearbeitet hat, dann kann er auch scharf zurückschiessen.
er wartet bis zum ersten lohn, kommt der nicht mit ordentlicher lohnabrechnung, dann ab aufs arbeitsgericht, diese einfordern und gleichzeitig für die firma konkurs beantragen, dann bekommt er den lohn aus der konkursmasse.
ich denke mal soweit wird es der AG nicht kommen lassen wollen wenn er liquide ist.

Soweit ich das beurteilen kann, muß er den Job sogar kündigen, um nicht verbotswidrig schwarz zu arbeiten. Gehen die Gründe für diesen Schritt die Arge was an, wie kommt er wieder in den Bezug (erneuter Erstantrag?) und wie soll er dann sein Einkommen der letzten Monate ohne Abrechnung nachweisen?
er hat sogar das recht fristlos zu kündigen, das kann man nämlich auch als AN, dann bekommt er sicher keine 3 monatssperre bei den leistungen.
wenn doch, widerspruch gegen den bescheid und ab aufs SG.

mfg physicus
 

Nachtschattengewächs

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Thematiker*in
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Hatte mich da mal bei der Knappschaft schlau gemacht, weil es ja ein Mini-Job ist:

Die Frist zur Anmeldung beträgt wohl einen Monat (bei div. Gewerben ist die allerdings tatsächlich kürzer, aber nicht hier), es sei denn, es handelt sich um einen Job, der nur für einen (oder zwei?) Monate ausgeübt wird. Hier war jedenfalls von mind. drei Monaten die Rede, jedenfalls schließt der Betrieb dann den Standort.

Ein Arbeitsverhältnis liegt auch ohne Vertrag vor; es gelten dann die gesetzlichen Bestimmungen zu Urlaub usw. UND natürlich, daß er schriftlich zu kündigen hat. Leider auch, daß er sich schadensersatzpflicht machen könnte, wenn er einfach nicht auftaucht (dazu hat er momentan nicht übel Lust).

Die arbeitsrechtliche Seite wird er vermutlich mittels Beratungshilfe abklären lassen. Unsere Bedenken sind nur, wie die Arge reagiert, wenn er wieder auf der Matte steht, weil er von sich aus wegen der Pflichtverletzungen gekündigt hat. Naja, und eben, wie er wieder in den Bezug kommt (formloses Schreiben, neuer Erstantrag?).

Seine Kohle hat er übrigens täglich bekommen und von sich aus hin und wieder eine Quittung erteilt. Wenn das nicht nach Schwarzarbeit klingt...
 
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