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Integrationsprojekt mit Praktikum so erlaubt?

kripoduisburg

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#1
Hallo zusammen. Im Moment bin ich bei dem Integrationsprojekt "Wege in den Job" bei Grone Schulen Niedersachsen gGmbH zwischengeparkt. Obwohl ich mir nach der Beschreibung dieser Maßnahme dachte, es wird schon nicht so schlimm werden, wurde ich eines Besseren belehrt. Es wurde alles so schöngeredet von meinem Arbeitsvermittler und von dem netten Herrn (Coach) bei Grone.


Hier ist eine Beschreibung dieser tollen Maßnahme:
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Sie wollen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt finden, doch da liegen noch ein paar Stolpersteine im Weg, wie z.B. fehlende Ausbildung oder Sprachschwierigkeiten. In unserem Projekt bieten wir Ihnen die Gelegenheit, neue Wege zu gehen.

Ein Integrationsprojekt für Arbeitsuchende in Teilzeit.

Bildungsart: Integrationsprojekte

Zielgruppe: Arbeitslose

Teilnahmevoraussetzungen: In Absprache mit Ihrer/Ihrem Arbeitsvermittler/in

Ziele: Nach dem Besuch von „Wege in den Job“ verfügen Sie über Bewerbungsunterlagen, Arbeitsmarktkenntnisse und Bewerbungsstrategien sowie verbesserte Deutschkenntnisse. Bei Eignung können Sie darüber hinaus im Rahmen des Praktikums Zusatzqualifikationen erwerben (siehe Inhalte)

Abschluss: Kein - Zertifikat/Teilnahmebestätigung

Inhalt

Arbeitsmarkt, Berufskunde und Stellenanalyse Erstellung von Bewerbungsunterlagen Training berufsbezogenes Deutsch und Rechnen Fachpraktisches Training in den Bereichen: HOGA/Elektro/Farbe Arbeitsplatzsuche

Im Rahmen der ersten beiden Monate kann ein Gesundheitszeugnis erworben werden. Im Rahmen des Praktikums hinaus können Sie darüber hinaus die Zusatzqualifikationen Helfer/in in der Pflege erwerben.

Individuelle Teilnahmedauer (Teilzeit) 6 Monate incl. 4 Monate betriebliches Praktikum. 30 Unterrichtsstunden wöchentlich. Laufender Zustieg zu jedem Monatsanfang.

Ablauf 1. und 2. Monat: Unterricht 3. bis 6. Monat : Praktikum

Praktikum 4 Tage pro Woche im Betrieb zu betriebsüblichen Zeiten 1 Tag pro Woche bei Grone
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Da währen nun die Punkte
1. Stolpersteine
Ich bin der deutschen Sprache mächtig und besitze zwei Ausbildungen (Automobilmechaniker (nur kurz den Beruf ausgeübt) und IT-Systemelektroniker (Umschulung 2010 beendet))

2. Fachpraktisches Training
Ich weiß nicht, was die aufgeführten Dinge mit meinem erlernten Beruf zu tun haben!

3. Berufsbezogenes Deutsch und Rechnen - berufsbezogenes Deutsch kam überhaupt nicht vor (wie auch, bei zig unterschiedlichen Leuten mit verschiedenen Berufen) und die Grundrechenarten waren bzw. sind mir auch noch geläufig.

Was mich aber besonders ärgert, ist der ständige Druck mit dem
Praktikum. Anfang März habe ich mit der Maßnahme begonnen und zum zweiten Mai sollten wir alle einen Praktikumsplatz haben. Hat natürlich nicht geklappt, trotz vieler Bewerbungen (74 bis zum 22.06.). Dazu ist jetzt auch meine Frage. Ist es richtig, dass ein entgeltfreies Praktikum nicht gefordert werden kann während einer Maßnahme, da dieses nur während einer Ausbildung bzw. Studium gesetzlich möglich ist? Ich habe schon ein wenig im Netz gesucht und auch etwas gefunden, allerdings nichts aktuelles. Vielleicht kann mir hierbei jemand weiterhelfen. Besten Dank schon mal.

Kripoduisburg
 

HimbeerTony

Elo-User/in

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#2
Hallo,

ich habe derzeit auch eine Maßnahme mit 6 monatigem "Praktikum" am Hals.
Die rechtliche Grundlage ist für diese Maßnahmen-Praktikas sehr schwammig, es ist schwer, da überhaupt etwas konkretes zu finden.

Ich werde die Maßnahmem nicht antreten, da ich der Meinung bin, dass unentgeltliches Probearbeiten prinzipiell nicht zulässig ist! Schon garnicht 6 Monate! Es handelt sich dabei auch nicht um ein Praktikum, sondern um Probearbeit, da erwartet wird, dass man voll arbeitet.

Schau mal hier, vielleicht hilft Dir das weiter:

Startseite - fairwork e.V.

Und natürlich gilt auch hier: Nichts unterschreiben ! Auch nicht den Maßnahmenvertrag, wenn man damit nicht einverstanden ist !
Haben sie erstmal deine Unterschrift, kommt man da so gut wie nicht mehr raus !

Grüße !
 
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