Integrationsfachkraft (1 Betrachter)

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Minimina

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Hallo Allerseits,

ich habe mal eine Anfrage bei der BA gemacht bez. der Definition der Integrationsfachkraft. Die folgende Antwort habe ich erhalten:

[FONT=&quot]Sehr geehrte/r Frau/Herr
[/FONT]



[FONT=&quot]für Ihr E-Mail danke ich Ihnen.[/FONT]

[FONT=&quot]der Begriff „Integrationsfachkraft“ ist nichts anderes als ein andere Funktionsbezeichnung für eine Vermittlungsfachkraft im Rechtskreis SGB II. Die Aufgaben unterscheiden sich nicht.[/FONT]
[FONT=&quot]Jeder Fallmanager oder Sachbearbeiter kann Integrationsfachkraft sein. Es braucht dafür keine gesetzliche Grundlage.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich hoffe, ich konnte etwas zur Klärung beitragen.[/FONT]

[FONT=&quot]Mit freundlichen Grüßen[/FONT]
[FONT=&quot]Im Auftrag[/FONT]



[FONT=&quot]1. Fachkraft[/FONT]
[FONT=&quot]Bundesagentur für Arbeit[/FONT]
[FONT=&quot]Service-Haus[/FONT]
[FONT=&quot]Kundenreaktionsmanagement[/FONT]
[FONT=&quot]Tel: 0911/179 4497[/FONT]
[FONT=&quot]Fax: 0911/179 2123[/FONT]

Ich kann mir kaum vorstellen, daß diese Aussage den Tatsachen entspricht. Sollte das tatsächlich so sein, warum wird dann zwischen Fallmanager, SB und Integrationsfachkraft unterschieden?


Wer weiß was?



LG MM
 

Solanus

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Weil es auch kein Zimmermädchen im Hotel sondern die Housekeeping Managerin jetzt gibt.

Genausowenig wie es eine Telefonistin noch gibt. Das ist jetzt ein Eidchend, Goll Senter Eidchend.

Lies doch nur das Schreiben.

Geantwortet hat die "1." Fachkraft. Nicht irgendeine Fachkraft, sondern DIE ERSTE von 96.000 Erste Fachkräfte!

Oder wie schreibt so schön die "Erste" Fachkraft?

Vermittlungsfachkraft, früher hieß dies Telefonistin.

Fallmanager, der managt die Fälle, Wasserfälle?

Genauso wie wir jetzt in das Servicehaus gehen und nicht in das Amt, weil die Sanktionen sind nämlich Service am Kunden.

Wir sind ja auch keine Arbeitslosen sondern Kunden, weil wir ja bei einem Kundenreaktionsmanagement anrufen. Da werden also unsere Reaktionen gemanagt.

Das heißt ja auch Kundenberater auf dem Jobcenter, weil die so viele Jobs haben im Center für ihre Kunden, dass die eine Beratung brauchen um den Richtigen zu wählen. Und wenn die Kunden nicht richtig wählen können, werden sie zu einer Trainingsmassnahme geschickt um die Jobwahl zu trainieren. Schneller, höher, weiter!
 

Rosarot

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"Denn sie wissen nicht, was sie tun..." :biggrin:
Jeder macht alles, alle können nichts... Oder wie war das noch?

Dieses Neusprech ist grässlich. Allein dass es Jobcenter heißt und nicht Arbeitszentrum... Warum das wohl so ist? Darüber lässt sich trefflich spekulieren, Arbeitszentrum klingt ja irgendwie "unschön" und weckt Suggestionen in Richtung "Arbeitslager", Jobcenter klingt dagegen schön englisch-international und man könnte es im großdeutschen äh großeuropäischen Expansionsdrang gleich in allen ehemaligen Nationalstaaten benutzen... :biggrin:
Diese betriebswirtschaftliche Terminologie mit all ihren Anglizismen, die jetzt auch noch den öffentlichen Verwaltungen übergestülpt wird und in alle Bereiche des öffentlichen Lebens hereinreicht, hat weder der Sprache, der Kultur noch der ganzen Gesellschaft gut getan.
Zwar kein Anglizismus, aber das Wort Statistiken kann ich bald nicht mehr hören... Auch Sanktion klingt fast schon euphemistisch gegenüber "Strafe" oder "Bestrafung". Und warum muss man in allen Lebensbereichen Verträge machen? Warum muss ein Hilfebedürftiger mit dem Staat einen Vertrag machen über die Bedingungen der Hilfeleistung für sein ihm eigentlich verfassungrechtlich zustehendes Existenzminimum?
Aber mittlerweile schließen ja sogar schon Eltern auf Anraten von Psychologen mit ihren Kindern Verträge z.B. über Schulleistungen oder gewünschtes Verhalten ab...
Hilfe, wo leben wir inzwischen eigentlich? Ende der Abschweifung... ;)

Im Zusammenhang mit menschlichen Schicksalen und realen Menschen von FALLmanagern und SACHbearbeitern zu sprechen, ist an sich schon pervers und menschenverachtend. Da klingt Integrationsfachkraft politisch korrekter, aber in der Praxis dürfte meistens wenig von "Integration" (wo hinein eigentlich? in den verschlossenen sogenannten 1. Arbeitsmarkt?), "fach" (im Sinne von Fachkenntnis) und "kraft" (im Sinne von Anstrengung) zu bemerken sein...
Im Zusammenhang von Hilfebedürftigen dann auch noch als "Kunden" zu sprechen, empfinde ich persönlich als reinen Hohn... :icon_neutral:
 
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Minimina

Gast
Hier geht es um mehr:

Da vor dem Abschluß einer EGV ein 4-Phasen-Profiling stattfinden soll ist die Unterscheidung zwischen Integrationsfachkraft und SB oder Fallmanager wichtig.

Denn in den Hegas steht nur im Bezug auf das 4PM das eine Integrationsfachkraft selbiges erstellen kann.

Deswegen kann man vor dem Abschluß einer EGV ein 4PM verlangen, daß nur von einer IFK gemacht werden kann. Zu Deutsch: Ohne 4PM durch eine IFK keine EGV :icon_wink:

Gegen VA kann man sich dann entsprechend wehren.

LG MM
 
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Gast
Hier geht es um mehr:

Da vor dem Abschluß einer EGV ein 4-Phasen-Profiling stattfinden soll ist die Unterscheidung zwischen Integrationsfachkraft und SB oder Fallmanager wichtig.

Denn in den Hegas steht nur im Bezug auf das 4PM das eine Integrationsfachkraft selbiges erstellen kann.

Deswegen kann man vor dem Abschluß einer EGV ein 4PM verlangen, daß nur von einer IFK gemacht werden kann. Zu Deutsch: Ohne 4PM durch eine IFK keine EGV :icon_wink:

Gegen VA kann man sich dann entsprechend wehren.

LG MM
Was ist ein 4-Phasen-Profiling?
Worin liegt der Unterschied zwischen FM, IFK und SB?
Wie überprüft ein Kunde, über welche Befähigung der AA-MA verfügt, um - Deiner Logik folgend - die Zusammenarbeit mit diesem ggf. verweigern zu können?
 
E

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Gast
Die Antwort ist einfach:

So wie die BA es geschrieben hat, ist es tatsächlich. Ich hab´s vor Jahren mal selbst recherchiert.

Wenn Menschen mit Behinderung an den Integrationsfachdienst "weitergegeben" werden, so versucht dieser mit seinen Integrationsfachkräften intensiv den Behinderten in Sozialversicherungspflichtige Arbei zu bringen.

Und nun die Antwort:

Hat das JokeCenter einen Behinderten an den IFD "abgegeben" dann ist dieser für die Dauer der Intensivbetreuung nicht mehr in der ELO Statistik.

Die Weitergabe an den IFD erfolgt über eine EGV.
 
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Was ist ein 4-Phasen-Profiling?
Worin liegt der Unterschied zwischen FM, IFK und SB?
Wie überprüft ein Kunde, über welche Befähigung der AA-MA verfügt, um - Deiner Logik folgend - die Zusammenarbeit mit diesem ggf. verweigern zu können?

Du kannst ihn fragen. Hab ich bisher auch immer gemacht. Komischerweise sind sie da Auskunftsfreudig.

Das muss im übrigen nicht schlecht sein. Ich habe durchaus gute Erfahrung mit dem IFD in Borken gemacht. Der Mitarbeiter (IFK) war ein wirklich netter junger Mann. Die Treffen gingen locker zu und er hakte bei potentiellen AG auch mal nach um die Fördegelder zu präsentieren. Alledings, nur dann wenn ich es wünschte. Es ging von ihm keinerlei Gängelung oder Druck aus.
 
M

Minimina

Gast
@ K. Lauer


§ 37 SGB III Potenzialanalyse und Eingliederungsvereinbarung
(1) Die Agentur für Arbeit hat unverzüglich nach der Ausbildungsuchendmeldung oder Arbeitsuchendmeldung zusammen mit der oder dem Ausbildungsuchenden oder der oder dem Arbeitsuchenden die für die Vermittlung erforderlichen beruflichen und persönlichen Merkmale, beruflichen Fähigkeiten und die Eignung festzustellen (Potenzialanalyse). Die Potenzialanalyse erstreckt sich auch auf die Feststellung, ob und durch welche Umstände die berufliche Eingliederung voraussichtlich erschwert sein wird.
4. Produkteinsatz im Kontext des 4-Phasen-Modells und des Förder-Checks

Weisungen:

Im Rahmen des Eingliederungsprozesses ist ein Profiling (Potentialanalyse i. S. d. § 37 SGB III) im Rahmen des 4-Phasen-Modells der Integrationsarbeit (4PM) zu erstellen. Auf Basis des Stärken- und Schwächenprofils legt die IFK fest, ob eine MAT für die weitere Eingliederungsstrategie notwendig und zielführend ist und auf welchem Wege der Zugang zur Maßnahme (Angebot oder AVGS-MAT) erfolgt.
aus: https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/HEGA-Internet/A06-Schaffung/Dokument/HEGA-03-2012-Gesetz-MAbE-Anlage-1.pdf

2. Das rechtskreisübergreifende Integrations-konzept der BA
2.1 Das 4-Phasen-Modell der Integrationsarbeit
Das 4-Phasen-Modell der Integrationsarbeit findet für sämtliche Kunden Anwendung, für die eine integrationsbegleitende Beratung und Vermittlung geleistet wird. Es handelt sich dabei um Kunden der Allgemeinen Vermittlung (erwerbsfähige Leistungsberechtigte, Arbeitslose, Arbeitsuchende – einschließlich von Arbeitslosigkeit Bedrohte nach § 38 Abs. 1 SGB III) sowie um jene schwerbehinderte Menschen und denen Gleichgestellte, die nicht Reha-Fälle sind. Alle übrigen Konstellationen werden durch das „Leitkonzept
Ein Modell für alle Kunden
Das rechtskreisübergreifende Integrationskonzept der BA
Leitkonzept
das gesamte 4-Phasen-Profiling/Potentialanalyse: https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/HEGA-Internet/A04-Vermittlung/Publikation/Leitkonzept-Arbeitsvermittlung-nicht-Reha.pdf

Worin liegt der Unterschied zwischen FM, IFK und SB?

Was ist ein 4-Phasen-Profiling?

Wie überprüft ein Kunde, über welche Befähigung der AA-MA verfügt?
Das waren genau meine Fragen an die BA und die Antwort von der BA (1.Fachkraft) steht oben.

Da die Antwort der BA meine Fragen nicht beantwortet, habe ich diesen Thread aufgemacht. Meine Meinung: Die wissen es selber nicht :icon_neutral:

LG MM
 

Rosarot

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Die Antwort ist einfach:

So wie die BA es geschrieben hat, ist es tatsächlich. Ich hab´s vor Jahren mal selbst recherchiert.

Wenn Menschen mit Behinderung an den Integrationsfachdienst "weitergegeben" werden, so versucht dieser mit seinen Integrationsfachkräften intensiv den Behinderten in Sozialversicherungspflichtige Arbei zu bringen.

Und nun die Antwort:

Hat das JokeCenter einen Behinderten an den IFD "abgegeben" dann ist dieser für die Dauer der Intensivbetreuung nicht mehr in der ELO Statistik.

Die Weitergabe an den IFD erfolgt über eine EGV.
Hier im Kreis haben wir nun als neue Optionskommune das Problem, dass der IfD hier im Kreis (der Träger ist der Landesverband) jetzt ordentlich Geld für die Betreuung des behinderten LBs vom Kreis verlangt (und eigentlich nur noch psychisch und geistig Behinderte betreut). Lösung des JCs, dass für die Abschiebung kein Geld ausgeben will: der LB stellt nach Aufforderung des JC einen Antrag auf Teilhabe bei der DRV oder der AfA, je nach individueller Zuständigkeit, und die bezahlen dann den IfD...:biggrin:
 
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Hallo Allerseits,

ich habe mal eine Anfrage bei der BA gemacht bez. der Definition der Integrationsfachkraft. Die folgende Antwort habe ich erhalten:


Ich kann mir kaum vorstellen, daß diese Aussage den Tatsachen entspricht. Sollte das tatsächlich so sein, warum wird dann zwischen Fallmanager, SB und Integrationsfachkraft unterschieden?


Wer weiß was?


LG MM
Ausbildung hier: https://www.sfs-research.at/projekte/P32-EQUAL QSI/basiscurriculumneu.pdf

Umfang: Ich denke ein Wochendkurs

Ich kenne IFK mit einem Dipl. in Biologie!
 
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@ K. Lauer...
Das waren genau meine Fragen an die BA und die Antwort von der BA (1.Fachkraft) steht oben.

Da die Antwort der BA meine Fragen nicht beantwortet, habe ich diesen Thread aufgemacht. Meine Meinung: Die wissen es selber nicht :icon_neutral:

LG MM
Ein 4-Phasen-Profiling gibt es nicht.
Der Unterschied zwischen FM, IFK und Sachbearbeitung:

IFK = reine Arbeitsvermittlung, Stufe vor dem FM
FM = betreut den Kunden mit mehreren Vermittlungshemmnissen als Fall ganzheitlich
Sachbearbeiter sind sie alle, FM und IFK sind Differenzierungen.
 
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Hier im Kreis haben wir nun als neue Optionskommune das Problem, dass der IfD hier im Kreis (der Träger ist der Landesverband) jetzt ordentlich Geld für die Betreuung des behinderten LBs vom Kreis verlangt (und eigentlich nur noch psychisch und geistig Behinderte betreut). Lösung des JCs, dass für die Abschiebung kein Geld ausgeben will: der LB stellt nach Aufforderung des JC einen Antrag auf Teilhabe bei der DRV oder der AfA, je nach individueller Zuständigkeit, und die bezahlen dann den IfD...:biggrin:

Hier im Kreis BOR ist der Träger das DRK. Und schlecht verdienen tun sie mit Sicherheit nicht dran. Der Kreis ist ja schuldenfrei, da kann er sich das erlauben. Das DRK hat nur für die Beratung eine extra Büroetage im Zentrum angemietet. Training und Schulungen werden in extra angemieteten Räumen angeboten.

Aber wie gesagt, ich hab´ da durchweg positive Erfahrung mit dem Mitarbeiter gemacht. Anfangs wurde ich von einer weiblichen Kraft "betreut". Die war nicht ganz ganz - Eher normales FM Niveau. Einer ihrer Vorschläge war, ich sollte doch den Busführerschein machen und Reisebusse fahren. Das war so ungefähr 1-2 Monate nach meinem Infarkt .... Also auch bei denen gibt es solche und solche ...
 
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Wenn Du wüßtest, was solche Brückenjobkoordinatoren verdienen, dann wäre das eher unter Soldat zuzuordnen!
Wenn Menschen ihr Geld damit verdienen, dass sie andere Menschen in unterbezahlte Jobs stecken und dabei noch reguläre Arbeitsplätze kaputt macht, haben sie nichts anderes verdient! :biggrin:
 
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Minimina

Gast
Ein 4-Phasen-Profiling gibt es nicht.
Ach o, Du wußtetst die Antwort schon bevor Du gefragt hast? War das dann eine rethorische Frage oder ein Provokationsversuch?

Hast Du die Hega´s gelesen oder schreibst Du nur so auf was Dir grade in den Sinn kommt? Die Hega´s wurden von der BA herausgegeben die das 4PM als Begriff eingeführt haben und in den Hega´s wird sich mehrfach auf das 4PM bezogen und darauf verwiesen?

Was meiner Meinung nach eine SB, FM oder IFK ist kann ich Dir auch sagen, das tut aber nicht viel zur Sache, denn um als "Kunde" zu überprüfen ob der Gegenüber der zuständige Entscheidungsträger ist, muß darüber erst mal eine rechtlich hieb- und stichfeste Definition her.

Also wenn Du Belege hast für die Anführung Deiner Thesen kannst Du sie ja zu unser aller Nutzen einstellen.

LG MM
 

Hamburgeryn1

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Ein 4-Phasen-Profiling gibt es nicht.
Irrtum! Die BA hat selbst das Leitkonzept festgelegt.

Das 4-Phasen-Modell der Integrationsarbeit.................................... 8
2.1.1. Erste Phase: Profiling durchführen ........................................ 9
2.1.2. Zweite Phase: Ziel festlegen................................................ 12
2.1.3. Dritte Phase: Strategie bzw. Strategiebündel auswählen .... 14
2.1.4. Vierte Phase: Umsetzen und Nachhalten ............
https://www.bvaa-online.de/obj/Arbeitsmarktneu/331
 
X

xyz345

Gast
Hier geht es um mehr:

Da vor dem Abschluß einer EGV ein 4-Phasen-Profiling stattfinden soll ist die Unterscheidung zwischen Integrationsfachkraft und SB oder Fallmanager wichtig.

Denn in den Hegas steht nur im Bezug auf das 4PM das eine Integrationsfachkraft selbiges erstellen kann.

Deswegen kann man vor dem Abschluß einer EGV ein 4PM verlangen, daß nur von einer IFK gemacht werden kann. Zu Deutsch: Ohne 4PM durch eine IFK keine EGV :icon_wink:

Gegen VA kann man sich dann entsprechend wehren.

LG MM
@Minima
Gute Frage. :icon_daumen:
Dass die offensichtlich auch keine Antwort parat haben, wundert mich nicht.
Ich hatte es bisher so verstanden, dass die Integrationsfachkräfte diejenigen sind, die sich jetzt verstärkt als Maßnahmeträger zur Eingliederung in Arbeit präsentieren.
Also die, die nicht zum Jobcenter gehören und bei denen sich die Elos - per EGV/VA zugewiesen - zu melden haben.

Dein Zitat: "Deswegen kann man vor dem Abschluß einer EGV ein 4PM verlangen, daß nur von einer IFK gemacht werden kann. Zu Deutsch: Ohne 4PM durch eine IFK keine EGV :icon_wink:"

Das sehe ich NICHT so.
Nö. Zuweisung per EGV/VA. Danach 4PM von I-Fachkraft beim Maßnahmeträger.

Bitte um Begründung, wie du zu deiner Meinung kommst.
 
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Minimina

Gast
Nö. Zuweisung per EGV/VA. Danach 4PM von I-Fachkraft beim Maßnahmeträger.

Bitte um Begründung, wie du zu deiner Meinung kommst.
Die Vermittlung in Arbeit erfolgt mittels einer EGV soll nach einer "Standortbestimmung" d.h. Eignung und Vorbildung erfolgen. Diese Standortbestimmung soll nach Vorgabe der BA durch das 4-Phasen-Profiling festgestellt werde.

In der Vergangenheit war es meistens so, daß diese Standortfeststellung durch das JC (wegen der Kosten/Personalaufwand an Massnahmenträger ausgelagert worden, aber eigentlich war das Konzept so angedacht, daß es die JC selber machen sollen.


Weisungen


Im Rahmen des Eingliederungsprozesses ist ein Profiling (Potentialanalyse i.S.d. § 37 SGB III) im Rahmen des 4PM zu erstellen. Auf Basis des Stärken- und Schwächenprofils können sich konkrete Hinweise für die Notwendigkeit einer Förderung durch AGH ergeben. Die Integrationsfachkraft legt fest, ob eine AGH für die weitere Eingliederungsstrategie notwendig und zielführend ist.
"Im Rahmen des Eingliederungsprozesses..." kann meiner Meinung nach zwar auch "durch" die allererste Eingliederungsvereinbarung die LE schließt heißen, das würde aber bedeuten, daß wenn eine Standortbestimmung (Profiling d.h. Potentialanayse) nicht in der allerersten EGV durchgeführt wurden, alle folgenden EGV`s rechtswidrig sind, da sie nicht auf Basis des Stärke- und Schwächeprofils basieren.

Auf Basis des Stärken- und Schwächenprofils legt die IFK fest, ob eine MAT für die weitere Eingliederungsstrategie notwendig und zielführend ist
Dieser Satz bedeutet aber, daß erst durch die Bestimmung des Profils herausgefunden werden kann, ob eine Massnahme (MAT) in Frage kommt, d.h. das Profiling muß vor der Massnahme stattgefunden haben, da erst durch das Profiling festgestellt wird ob eine Massnahme für die Eingiederung in Frage kommt.

Durch die beiden o.a. Zitate/Weisungen haben wir also 2 Mal die Vorgabe, daß ein Profiling "vor" einer AGH (Arbeitsgelegenheit=1 Euro Job) und "vor" einer MAT (Massnahme bei einem Träger) stattzufinden hat!

Mit dieser Argumentation habe ich auch schon mehrere EGV´s gekippt.

Die Frage die mir auf den Nägeln brennt wurde für mich aber noch nicht befriedigend beantwortet: Was ist ein Integrationsfachkraft?


LG MM
 

gelibeh

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Der Maßnahmeträger macht kein Profiling. Das hat laut Weisungen der BA jemand vom Jobcenter zu machen. Ob der/die nun IFK heißt, ist für mich unerheblich, weil das für mich nur eine Bezeichnung ist. Da hätte auch was anderes stehen können.
 
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Minimina

Gast
Der Maßnahmeträger macht kein Profiling. Das hat laut Weisungen der BA jemand vom Jobcenter zu machen. Ob der/die nun IFK heißt, ist für mich unerheblich, weil das für mich nur eine Bezeichnung ist. Da hätte auch was anderes stehen können.
Das ist eben nicht unerheblich!

Denn wenn SB einfach mal schnell 5 Fragen abhakt oder wie wir es alle kennen sagt: "Dann erzählen Sie mal..." und dann behauptet das sei ein 4-Phasen-Profiling, worauf hin SB den LE in eine 1 Jahr lang dauernde Massnahme schicken will oder zu Bewerbungsbemühungen als nackte Putzfrau den Nachweis in einer EGV oder VA zwingt, dann kann LE sich dagegen wehren, indem er/sie ein von der BA "vorgeschriebenes" Profiling verlangen kann, durch eine Integrationsfachkraft und nicht SB, da Nacktputzen nicht zu den Stärken gehört.

In dem Fall ist eine EGV oder VA nämlich rechtswidrig.

gelibeh, grade Du solltetst es doch besser wissen. Du warst doch selber dabei, als das Thema letztes Jahr erfolgreich vom Tisch war :confused:

LG MM
 

Hamburgeryn1

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Der Maßnahmeträger macht kein Profiling. Das hat laut Weisungen der BA jemand vom Jobcenter zu machen. Ob der/die nun IFK heißt, ist für mich unerheblich, weil das für mich nur eine Bezeichnung ist. Da hätte auch was anderes stehen können.
So sieht es aus. Das Profiling soll von einer Integrationsfachkraft durchgeführt werden.

Im Rahmen des Eingliederungsprozesses ist ein Profiling (Potentialanalyse i. S. d. § 37 SGB
III) im Rahmen des 4-Phasen-Modells der Integrationsarbeit (4PM) zu erstellen. Auf Basis
des Stärken- und Schwächenprofils legt die Integrationsfachkraft (IFK) fest, ob eine MAG für
die weitere Eingliederungsstrategie notwendig und zielführend ist und auf welchem Wege
der Zugang zur betrieblichen Maßnahme (Angebot oder AVGS-MAG) erfolgt.
https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/HEGA-Internet/A06-Schaffung/Dokument/HEGA-03-2012-Gesetz-MAbE-Anlage-2.pdf
 
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