Institut: Hartz IV zerstört Vollzeitjobs nicht

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

yellowgirl

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Februar 2010
Beiträge
621
Bewertungen
11
Hartz IV und andere Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Regierung haben nach Einschätzung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nicht zum Abbau von Vollzeitstellen geführt. Wie schon zehn Jahre zuvor hätten auch 2008 unverändert vier von zehn Menschen im erwerbsfähigen Alter unbefristet und Vollzeit gearbeitet, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Montag in Berlin und wandte sich damit gegen andere Darstellungen.

Die Linksfraktion warf dem IW "Zahlentrickserei" vor, um die Verdrängung regulärer Arbeitsplätze durch Billigjobs zu verschleiern. Die Ergebnisse des Instituts widersprächen allen Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit, sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin Sabine Zimmermann.
DETAILS
Die Zahl der Frauen in Vollzeitjobs ging in den vergangenen zehn Jahren trotz steigender Erwerbsbeteiligung um 640.000 zurück. Zugleich nahm die Zahl der Teilzeitjobs um 1,13 Millionen zu, die der Minijobs seit 2003 um 930.000, berichtet die "Frankfurter Rundschau" unter Berufung auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag./vs/DP/bf

=> Institut: Hartz IV zerstört Vollzeitjobs nicht <=
 
E

ExitUser

Gast
nach Einschätzung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)

die Arbeitgeber werden wohl kaum zugeben, das sie ihre Vollzeitjobs durch Teilzeitjobs ersetzt haben.

Ein Gefälligkeitsgutachten, mehr nicht.
 

peter_S

Elo-User*in
Mitglied seit
15 Februar 2006
Beiträge
471
Bewertungen
19
:icon_party:

Also besonders erstaunlich finde ich eine Erkenntnis in dem Gutachten:

Allerdings seien Arbeitslose mehr als jede andere Gruppe von Armut bedroht.

Und dafür muß man in Deutschland studieren ? Und ein Lobby-Institut beauftragen ?

Bin mal gespannt wie die Politik auf diese sensationelle Erkenntnis reagiert.
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
Mitglied seit
2 Juli 2008
Beiträge
12.811
Bewertungen
6.324
Direktor ist Professor Zimmerman gleichzeitig Chef des DIW. Zimmermann posiert gerne in Anzeigen für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Er hat für die neoliberale Gleichschaltung des DIW gesorgt.
„Policy Fellow“ ist u.a. der geschasste Bundesagentur-Chef Florian Gerster und heutige Headhunter und Vorsitzender des Investitionsbeirats des Private-Equity-Unternehmens Fortress, Präsident des selbst ernannten Arbeitgeberverbandes Neue Brief- und Zustellerdienste (AGV-NBZ) und Unterstützer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.
NS
 

Woodruff

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
25 Juni 2006
Beiträge
3.312
Bewertungen
2.384
Jobvernichter oder Sprungbrett in den Arbeitsmarkt? Hartz IV und andere Arbeitsmarktreformen der rot-grünen Regierung haben nach Einschätzung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nicht zum Abbau von Vollzeitstellen geführt. Die Linksfraktion wirft dem Institut "Zahlentrickserei" vor.

Institut: Hartz IV zerstört Vollzeitjobs nicht


"Des arbeitgebernahen Instituts" - dann kann man sich ja darauf verlassen :icon_party:
 

yellowgirl

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
18 Februar 2010
Beiträge
621
Bewertungen
11
Keine Gefahr durch Billigjobs

Die Beschäftigtenstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg zeigt ein etwas anderes Bild. Danach gab es im Juni vorigen Jahres 22,17 Millionen sozialversicherungspflichtige Vollzeitstellen. Im Juni 1999 waren es noch 23,8 Millionen - dies sind die ältesten vergleichbaren Daten. In derselben Zeit stieg die Anzahl der sozialversicherten Teilzeitjobber von 3,7 Millionen auf 5,2 Millionen.

Immer weniger Normale

Berechnungen des Statistischen Bundesamts zeigen außerdem, dass es in Deutschland immer weniger Menschen gibt, die ein normales Arbeitsverhältnis haben. Danach sank in den vergangenen zehn Jahren die Quote der normal Beschäftigten von 72,6 auf 66 Prozent, während der Anteil der untypisch Beschäftigten stieg.
Normal ist ein Arbeitsverhältnis, das voll sozialversicherungspflichtig ist, mit mindestens der Hälfte der üblichen vollen Wochenarbeitszeit und einem unbefristeten Arbeitsvertrag ausgeübt wird. Zeitarbeit, Teilzeitbeschäftigungen mit weniger als 20 Stunden Arbeit in der Woche, 400-Euro-Jobs und befristete Arbeitsstellen zählt das Statistische Bundesamt nicht dazu.

Arbeitsmarkt - Unangreifbare Vollzeitjobs - Job & Karriere - sueddeutsche.de
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten