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Instandhaltungskosten fürs Eigenheim - Toilette

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Susisonnenschein

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Hallo,

unsere Toilette war laufend verstopft. Zuerst dachte ich, es würde an den total veralteten Rohren liegen, aber dann wurde, als ich jemanden bestellt hatte, festgestellt, dass wegen Urinstein der Toilettentopf nicht mehr benutzbar ist.

Ich brauchte also zum Glück nur eine neue Toilette.

Gehören die anfallenden Kosten nun zu den Instandhaltungskosten, die das JobCenter übernimmt? Gibt es einen Pragraphen dazu und kennt ihn jemand hier so auf Anhieb?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Petra
 

wolliohne

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Nein !

sollte genau so sein wie bei den zur Miete Wohnenden,
ist aus dem Leistungssatz zu bezahlen.

bzw.Kleinreparaturen bis 150,-€ sind vom Mieter zu übernehmen.

Nichtsdestotrotz kannst Du natürlich einen formlosen Antrag stellen!
 

pixelfool

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Würde das auch so sehen, wobei natürlich die Frage ist, was eine neue Schüssel inklusive fachmännischer Montage denn kostet - denn ein Laie dürfte damit wohl überfordert sein!
 

Gast

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Gehören die anfallenden Kosten nun zu den Instandhaltungskosten, die das JobCenter übernimmt? Gibt es einen Pragraphen dazu und kennt ihn jemand hier so auf Anhieb?

Vielen Dank für Eure Hilfe

Nach § 22 Abs. 1 Satz 1 SGB II werden Leistungen für Unterkunft und Heizung in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Hierbei ist zu beachten, dass sich Besonderheiten dann ergeben, wenn der Hilfesuchende Unterkunfts-kosten für eigengenutzte Eigenheime oder Eigentumswohnungen geltend macht. Zu den Unterkunftskosten für eigengenutzte Eigenheime oder Eigentumswohnungen zählen alle notwendigen Ausgaben, die bei der Berechnung der Einkünfte aus Vermietung und Ver-pachtung anzusetzen sind. Zu den notwendigen Ausgaben zählen damit u.a. die Heizkosten wie bei Mietern, der Erhaltungsaufwand und sonstige Aufwendungen zur Bewirtschaftung des Haus- und Grundbesitzes, nicht darunter fallen aber wertsteigernde Erneuerungsmaß-nahmen (vgl. Münder u.a. SGB II, § 22, Rdnr. 20; Eicher/Spellbrink, SGB II, § 22, Rdnr. 26). Die Abgrenzung von wertsteigernden Erneuerungsmaßnahmen zum Erhaltungsauf-wand ist an der am Kriterium der Notwendigkeit zu messen: Ist die Maßnahme notwendig und entspricht sie den Grundsätzen von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit (§ 3 Abs. 1 Satz 3 SGB II), handelt es sich um einen Erhaltungsaufwand. Alle anderen Erneuerungs-maßnahmen sind wertsteigernd.


Stelle einen Antrag auf Übernahme der Kosten gemäß § 22 Abs. 1 SGBII,denn diese Kosten gehören zum Erhaltungsaufwand eines Eigenheimes. ;)

Ein Kostenvoranschlag ist mit einzureichen und ein Verwaltungsakt seitens der Arge zu erlassen,damit du in den Widerspruch und Klage gehen kannst,falls Ablehnung.
 

Susisonnenschein

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Danke, lieber Gast, für diese Auskunft,...

....denn dieser Paragraph war genau der, den ich suchte. Ich war mir nämlich sicher, mal etwas darüber gelesen zu haben.

Einen Kostenvoranschlag kann ich leider nicht mehr nachreichen, denn bei einer verstopften Toilette :kotz: war Eile geboten. Ich werde, wenn ich die Rechnung habe, diese an mein zuständiges JobCenter schicken. Mal sehen, was passiert.

Nochmals vielen Dank für die Hilfe.

Petra
 
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