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Insolvenz

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Albengio

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#1
Hallo,

ich überlege, ob ich eine Insolvenz einleiten soll, besser gesagt mir bleibt ja gar nichts anderes übrig.

Dazu muß ich ja erstmal Forderungsaufstellungen beantragen, dazu habe ich jetzt einige Fragen:

Was ist, wenn ich nicht weiß ob die sache verjährt ist?

Kann ich mit einer Aufstellung auch gleichzeitig ein Ruhen der Kontopfändung beantragen?

Was passiert mit einem Gläubiger, bei dem Ich schon vor Jahren (3J 4M) einen Vergleich geschlossen habe und den auch seitdem artig bezahle(habe jetzt halbzeit)?

Vielleicht kann mir jemand diese Fragen beantworten.
Danke im vorraus.
Ciao
 

Silvia V

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#2
Hallo Albengio,


verlange von allen Dir bekannten Gläubigern eine Forderungsaufstellung.
Egal ob Deiner Meinung nach verjährt oder nicht,so bist Du auf der sicheren
Seite.Die Forderungen werden später nochmal von Deinem Treuhänder/Insolvenzverwalter geprüft,also ist das jetzt nicht Dein Ding.
Auch Gläubiger an welche Du noch zahlst kommen mit auf die Liste.
Laß keinen aus,das könnte Dir später auf die Füße fallen!!!Ein Ruhen der Kontopfändung kannst Du ansprechen,aber kein Gläubiger
ist verpflichtet darauf einzugehen.
Das wird dann später relevant,wenn Du mit dem Insolvenzantrag den vorläufigen Vollsterckungsschutz beantragst.



Bis dahin..

Gruß
Silvia
 

Albengio

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  Th.Starter/in  
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#3
Auch Gläubiger an welche Du noch zahlst kommen mit auf die Liste.



Brauche ich von Gläubiger noch eine Forderungsaufstellung oder einfach nur die Zahlungsvereinbarung?

Ciao Alex
 

Martin Behrsing

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#4
Du brauchst von allen eine Forderungsaufstellung. Dazu sind die auch verpflichtet.

Hier ein mögliches Musterschreiben
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie darüber in Kenntnis setzen, dass ich aufgrund von Arbeitslosigkeit (ALG-II Höhe ...€) auf absehbare Zeit leider nicht in der Lage sein werde, die bei Ihnen offenen Forderung wie vereinbart zu begleichen. Jedoch beabsichtige auf der Grundlage der Insolvenzordnung eine Schuldenbereinigung zu erreichen. Als vorrangige Lösung soll, wie vom Gesetz vorgesehen, zunächst eine außergerichtliche Einigung mit allen Beteiligten erreicht werden, um ein für alle Beteiligten zeit-, arbeits-und kostenaufwendiges gerichtliches Verfahren zu vermeiden, was auch in meinem eigenen Interesse . Hierbei werde ich natürlich Ihre berechtigten Interessen angemessen berücksichtigen und Ihnen einen Vorschlag im Rahmen meiner finanziellen und persönlichen Möglichkeiten unterbreiten, der sicher höher ausfällt, als in einem gerichtlichen Verfahren, da die Kosten des Verfahrens, der Insolvenzverwaltung und die Boni nach § 292 Abs. 1 S.3 InsO nicht anfallen und Ihnen als Gläubiger zu Gute kommen. Ein Termin bei einer Schuldnerberatungsstelle ist beantragt.
Um diesen Vorschlag vorzubereiten, muss ich zunächst alle bestehenden Forderungen erfassen, da sich mein Vorschlag an dem Anteil Ihrer Forderung an meiner Gesamtverschuldung richten wird. Ich bitte Sie deshalb um Überlassung folgender Unterlagen:
- Forderungsaufstellung (aufgeschlüsselt nach § 497 Abs. 3 bzw.
§367Abs. 1 BGB)
- Kopie des Titels
- Benennung geltend gemachter rechtsgültiger Sicherheiten (Art
der Sicherung, Kopie der Urkunde,
- Datum, Höhe der gesicherten Forderung).

Sollte die o.g. Forderung nicht (mehr) bestehen oder Sie auf die Forderung verzichten, so bitte ich Sie, mir eine entsprechende schriftliche Mitteilung zukommen zu lassen, damit ich notfalls die Aufstellung einer vollständigen Forderungs-und Gläubigerübersicht im gerichtlichen Verfahren nachweisen kann. Sollten Sie weitere Forderungen gegen mich geltend machen, bitte ich ebenfalls um Überlassung der o.g. Unterlagen. Für die Dauer des außergerichtlichen Einigungsverfahrens bitte ich, auf Zwangsvollstreckungsmaßnahmen zu verzichten und die Forderung vorläufig zu stunden. Weiterhin bitte ich schon eingeleitete Vollstreckungsmaßnahmen vorläufig zurück zu nehmen. Nicht nur dass zur Zeit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen derzeit keinen Erfolg haben würden, würden sie auch meine Bemühungen um eine gütliche Einigung gefährden.

Ich danke für Ihr Verständnis und Ihre Kooperationsbereitschaft. Für Ihre Rückantwort habe ich mir eine Frist bis zum .. (ca. 4 Wochen) notiert. Es würde den Fortgang des Einigungsversuches auch in Ihrem Interesse sehr nützen, wenn mir bis dahin die erbetenen Unterlagen vorlägen.
Mit freundlichen Grüßen
 
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