Insolvenz, (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

raim792

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Juni 2008
Beiträge
415
Bewertungen
15
Hallo,

Ich weiss nicht warum aber bei mir wachen jetzt nach 15 - 20 Jahren die ganzen Gläubiger auf. Vorweg P-Konto habe ich schon.

Meine Frage. Ich bin als Kurier Fahrer tätig und fest seit 2 Jahren eingestellt. Ich habe hier immer nur gelesen das bei Privat Insolvenz unweigerlich Auto sofort weggenommen wird.

Wie ist das jetzt in mein Fall? Berufstätig als Kurier Fahrer auf mein Auto angewiesen. Chefin weiss bescheid und würde Bescheinung ausstellen.

Wird der Wagen trotzdem weggenommen und Insolvensverwalter sagt ich mach Dich damit wieder ganz Arbeitslos?

Die Gebühren wären kein Problem Insolvenz.

Lohnt sich eine Überprüfung ob Glaübiger überhaupt noch Rechte haben nach 15 - 20 Jahren an Schulden? Ich selbst habe gelesen gehabt das auch wen Titel da ist und 30 Jahre gültig, ein Schulder durchaus nach so und soviel Jahren gegen klagen kan wen der Gläübiger nichts getan hat?

Noch, wens hoch kommt habe ich 6 Gläubiger, mit Zinsen und das vermute ich beläuft sich auf 30000 Euro.

Auch wen ich die Gebühren für Privat sofort bezahlen könnte, das andere kann ich aber nicht bezahlen.
 

raim792

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
20 Juni 2008
Beiträge
415
Bewertungen
15
Weiss das keiner hier? Wie das ist wen man Arbeiten tut Auto dafür braucht. Kann der eingesetzte Insolvensverwalter einfach sagen Auto weg , mach Dich wieder Arbeitslos????
 

rechtspfleger

Foren-Moderation
Mitglied seit
17 April 2011
Beiträge
921
Bewertungen
321
Ein zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit benötigtes Auto ist unpfändbar (§ 811 Abs. 1 Nr. 5 ZPO). Das gilt auch in der Insolvenz, da unpfändbare Gegenstände nicht zur Insolvenzmasse gehören (§ 36 InsO).

Wenn ein Gläubiger 1) über einen langen Zeitraum seine Forderung nicht geltend macht und 2) der Schuldner damit rechnen durfte, dass "nichts mehr kommt", kann man über die sog. Verwirkung reden. 1) ist einfach zu beantworten, 2) kommt sehr auf die Umstände des Einzelfalls an. Eine Voraussetzung wäre m.E. etwa, dass wirklich überhaupt nichts passiert ist, also auch keine vergebliche Zwangsvollstreckung bzw. eV-Abgabe oder irgendwelche Briefe von Inkassounternehmen mit "Erinnerungen" o.ä. an offene Forderungen.

Da Du selbst schreibst, dass es keine Perspektive gibt, die Forderungen zu tilgen, wäre es sicherlich angebracht, wenn Du Dir einen Termin bei einer Schuldnerberatungsstelle beschaffst.
 
Oben Unten