Insgesamt 24 Monate Beschäftigungsverhältnis. Davon 12 Monate gearbeitet und 12 darauffolgende Monate in unwiderruflicher Freistellung. Anwartschaft?

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Tobiasch

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eine Frage, die mich gerade sehr beschäftigt. Jemand hat 24 Beschäftigung gehabt
davon 12 Monate gearbeitet und die darauf folgenden 12 Monate eine unwiderrufliche Freistellung gehabt.

Hat die Person (45 Jahre alt) die Anwartschaft auf 12 Monate ALG I erfüllt oder rutscht sie in 6 Monate ALG 1 ?
 

Realo

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Es zählt die Zeit in der du sozialversicherungsbeiträge abgeführt hast.. ob du gearbeitet hast oder dein Gehalt ohne Arbeit bekommen hast ist völlig irrelevant. In dem von dir genannten Beispiel würde das heißen dass du 24 Monate gearbeitet hast und dementsprechend ein Jahr lang ALG 1 beziehen würdest oder könntest
 

Tobiasch

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Es zählt die Zeit in der du sozialversicherungsbeiträge abgeführt hast.. ob du gearbeitet hast oder dein Gehalt ohne Arbeit bekommen hast ist völlig irrelevant. In dem von dir genannten Beispiel würde das heißen dass du 24 Monate gearbeitet hast und dementsprechend ein Jahr lang ALG 1 beziehen würdest oder könntest
bist du dir denn ganz sicher?

es geht um eine Freundin, die aufgrund von Mobbing eine Freistellung gemacht hat und sie meint sie würde nur 6 Monate bekommen. die 12 anderen Monate aufgrund von Freistellung würden nicht dazugerechnet werden
 

HartzVerdient

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Das Thema hat mich vorhin auch neugierig gemacht:

Arbeitslosengeld – Auswirkungen der unwiderruflichen Freistellung

Tatsächlich scheint es so zu sein, dass eine "unwiederrufliche Freistellung" dazu führt, dass die Arbeitsämter dazu angewiesen wurden, diese Zeiten nicht mehr im ALG1 zu berücksichtigen.

Ich wäre jedoch anders vorgegangen:

1) Mobbingberatungsstelle aufgesucht
2) Beim Hausarzt diesen Umstand mitteilen und darauf hinweisen, dass man darunter zu leiden hat. Man wird krank geschrieben
3) Bei den Versorgungsämtern auf den Umstand des Mobbings hinweisen: Denn der Arbeitgeber verstößt u.U, auf seine Pflichten, den Arbeitnehmer vor Versehrtheit zu schützen
4) Den Betriebsrat mit ins Boot holen (sofern vorhanden)
5) Antrag stellen auf "Wiedereingliederung" beim Arbeitgeber. Es muss dann geprüft werden, ob der MA nicht auf eine andere Stelle verfrachtet werden kann.

Auf jeden Fall hätte ich hier die Krankheitsschiene gefahren. Ansonsten wie im Link oben, wird anwaltlicher Hilfe angeraten.
 

Tobiasch

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Das Thema hat mich vorhin auch neugierig gemacht:

Arbeitslosengeld – Auswirkungen der unwiderruflichen Freistellung

Tatsächlich scheint es so zu sein, dass eine "unwiederrufliche Freistellung" dazu führt, dass die Arbeitsämter dazu angewiesen wurden, diese Zeiten nicht mehr im ALG1 zu berücksichtigen.

Ich wäre jedoch anders vorgegangen:

1) Mobbingberatungsstelle aufgesucht
2) Beim Hausarzt diesen Umstand mitteilen und darauf hinweisen, dass man darunter zu leiden hat. Man wird krank geschrieben
3) Bei den Versorgungsämtern auf den Umstand des Mobbings hinweisen: Denn der Arbeitgeber verstößt u.U, auf seine Pflichten, den Arbeitnehmer vor Versehrtheit zu schützen
4) Den Betriebsrat mit ins Boot holen (sofern vorhanden)
5) Antrag stellen auf "Wiedereingliederung" beim Arbeitgeber. Es muss dann geprüft werden, ob der MA nicht auf eine andere Stelle verfrachtet werden kann.

Auf jeden Fall hätte ich hier die Krankheitsschiene gefahren. Ansonsten wie im Link oben, wird anwaltlicher Hilfe angeraten.


ist schon zu spät

es geht aber um diese 24 Monate Beschäftigung die durch die Freistellung quasi halbiert würden

also aus 24 Monaten Beschäftigung sind durch Freistellung 12 Monate beschä#ftigung geworden. Obgleich in der Freistellung auch gehalt bezogen wurde und abgaben gemacht wurden.
 

HartzVerdient

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also aus 24 Monaten Beschäftigung sind durch Freistellung 12 Monate beschä#ftigung geworden.
Mir stellt sich die Frage, ob sie überhaupt ALG1 bekommt!

Soweit ich mich erinnern mag gilt folgendes:

Innerhalb von 24 Monaten 16 Monate eine soz.vers. Tätigkeit = 8 Monate ALG1
Innerhalb von 24 Monaten 20 Monate eine soz.vers. Tätigkeit = 10 Monate ALG1
Innerhalb von 24 Monaten 24 Monate eine soz.vers. Tätigkeit = 12 Monate ALG1

Also um ALG1 überhaupt zu bekommen, müsste sie in den 24 Monaten mindestens 16 Monate eine soz. vers. Tätigkeit nachgegangen sein. Da sie aber nach 12 Monaten unwiederruflich freigestellt wurde, könnte das Arbeitsamt argumentieren, sie würde die 16 Monate mindest. nicht erfüllen und somit an das Jobcenter zwecks ALG2 verwiesen werden.
 

Kerstin_K

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HartzVerdient, an Deiner Tabelle stimmt irgendwas nicht. Ich weiss definitiv, dass man ALG I bekommt, wenn man 12 Monate versicherungspflichtig gearbeitet hat.
 

Tobiasch

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HartzVerdient, an Deiner Tabelle stimmt irgendwas nicht. Ich weiss definitiv, dass man ALG I bekommt, wenn man 12 Monate versicherungspflichtig gearbeitet hat.

schwieriger Fall oder?

zumindest gibt es bei mir da auch sowas ähnliches

ich habe letztes Jahr 12 Monate gearbeitet und 12 Monate Gehalt bezogen. Allerdings war die Stelle befristet und mein Chef hat mich 3 Monate vor Ende freigestellt. das heisst ich hab 9 Monate und aufgrund der 3 Monate Freistellung könnte es ja nun sein, dass ich überhaupt keine Anwartschaft erfülle oder?
 

Kerstin_K

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DAnke Bernd, das war genau das, was ich im Hinterkopf hatte.

Früher war es so, dass die zeiten der unwiederruflichen Freistellung nicht mitzählten, obwohl Beträge abgeführt wurden. Dem hat das Bundessozialgericht ein Emde gesetzt , so dass diese Zeiten jetzt woe normal gearbeitete Zeiten zählen.
 

HartzVerdient

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Eben nicht. Hdt du msl das angeehen, ws BerndB verlinkt hat?
Ich hatte meine Antwort bereits zwischenzeitlich korrigiert. Die Zeit muss man mir schon lassen, zumal ich erstmal seinen Sachverhalt aus dem Gesamtkontext dieses Beitrages hier nochmals erlesen musste. Wir behandeln hier gerade zwei Themen in einem Thread und das irritiert etwas.
 
G

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Gast
Bei der unwiderruflichen Freistellung ging es nur um das Bemessungsentgelt.

Die Anwartschaft wurde trotzdem erfüllt.

Btw.: Umgesetzt ist das Urteil in den Weisungen der Afa bis heute nicht!
 

HartzVerdient

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hier hat man zig Meinungen und Ansichten :-(
Das Problem ist, das du 2 Themen in einem Thread behandelst!

1) Oben im Eingangsthread ging es um eine Person, die 24 Monate angestellt war. 12 Monate davon freigestellt.

2) Weiter unten ging es plötzlich um dich, wo du 9 von 12 Monaten gearbeitet hattest und 3 Monate freigestellt wurdest.

Das irriterit *uns*
 

Tobiasch

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Das Problem ist, das du 2 Themen in einem Thread behandelst!

1) Oben im Eingangsthread ging es um eine Person, die 24 Monate angestellt war. 12 Monate davon freigestellt.

2) Weiter unten ging es plötzlich um dich, wo du 9 von 12 Monaten gearbeitet hattest und 3 Monate freigestellt wurdest.

Das irriterit *uns*
tut mir leid

habe auch meine Brille gerade nicht auf herrje

Na gut aber in beiden fällen geht es doch um die Frage ob Freistellung Auswirkungen auf Anwartschaft hat oder nicht
 
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