Inkassokosten müssen vom Schuldner nur ersetzt werden, wenn der Gläubiger diese auch tatsächlich an das Inkassounter.... (1 Betrachter)

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axellino

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AG Esslingen, 18.05.2018 - 5 C 234/18

Leitsatz 1 (formuliert von RA Matthias Butenob)

Ein Gläubiger kann Inkassokosten – unabhängig von der Frage, in welcher Höhe sie angemessen sind – nur dann vom Schuldner ersetzt verlangen, wenn er darlegt, dass er zur Zahlung dieser Kosten an das Inkassounternehmen aufgrund eines Dienstleistungsvertrages oder einer sonstigen vertraglichen Vereinbarung verpflichtet ist oder diesen Betrag tatsächlich gezahlt hat.
Leitsatz 2 (formuliert von RA Matthias Butenob)

Einem Gläubiger steht es frei, ob er das gerichtliche Mahnverfahren durch einen Rechtsanwalt oder ein Inkassountemehmen durchführen lässt. Eine Verpflichtung im Sinne einer Schadensminderungspflicht gemäß § 254 Abs. 2 BGB, das Mahnverfahren durch ein Inkassobüro betreiben zu müssen (§ 4 Absatz 4 Satz 2 EGRDG), besteht nicht.
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Inkasso

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AW: Inkassokosten müssen vom Schuldner nur ersetzt werden, wenn der Gläubiger diese auch tatsächlich an das Inkassounter

Die in Deinem Link enthaltene Info über das AG Gütersloh Urteil vom 04.05.2018, Az.: 10 C 1099/17 sind ebenfalls sehr interesant. Ich habs mal hervorgehoben damit es nicht untergeht

https://www.infodienst-schuldnerberatung.de/inkassokosten-fuer-automatisiertes-inkassoverfahren-sind-nur-kosten-analog-einer-05fachen-gebuehr-nach-vv-rvg-zu-rechtfertigen/

Leitsatz : Eine Inkassoleistung im Massengeschäft, die komplett automatisiert und ohne einzelfallbezogene Prüfung erfolgt, rechtfertigt keinen höheren Gebührensatz als einen 0,5-fachen analog Nr. 2300 VV RVG.
 
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