Inkassogebühren zahlen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Andyy

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Hallo zusammen,

nach ausgiebiger Recherche war ich dabei nur die Hauptforderung zu zahlen, nicht das Inkasso-Unternehmen vor allem auf Grund dieses Threads:

https://www.elo-forum.org/schulden/114457-vorgerichtliche-inkassogebuehren-umgehen.html

Zu Meinem Fall:
EC-Zahlung Ikea 75,42€ (5.12.2014) wurde zurückgebucht mangels Deckung

nun bekomme ich ein Schreiben von Pöckl Inkasso:
HF: 75,42
Zinsen: 3,26
BRL: 11,60
Adressauskunftsgebühr der Bank: 10,00
Beabreitugsgebühr IKEA 11,00
=>111,28

+ Inkassokosten 54,00



Nun habe ich folgenden Thread gefunden:
Ikea Inkasso Plöckl keine Mahnung

####
Hallo, ich habe es durchgezogen bis zum Gerichtsprozess und das Urteil lautet: Es gibt keine Schadenminderungspflicht für Ikea. Ikea hat bei geplatzter Lastschrift das Recht ein Inkasso zu beauftragen und der Kunde muss das bezahlen. Der Kunde muss nicht darüber informiert werden, welche Kosten eine geplatzte Lastschrift verursachen würde. Da die Gerichte davon ausgehen, dass jeder seinen aktuellen Kontostand kennt und nur soviel kauft, wie er bezahlen kann. Nachdem die Lastschrift geplatzt ist, gibt es für IKEA auch keine Schadenminderungspflicht. Für den Kunden gibt es nach geplatzter Lastschrift keinerlei Möglichkeiten seine Schulden zu begleichen, weder an der Kasse auch die Kontonummer wird nicht herausgegeben. Eine Schadenminderungspflicht : bzw die Pflicht eine Möglichkeit zu bieten, dass irgendwie die Schuld bei geplatzter Lastschrift anders getilgt werden kann gibt es nicht. Ich verstehe unser Rechtssystem nichtmehr, es ist aber wahr. Der Kunde muss die Inkassogebühren zahlen. Es gibt nur noch zwei Wege für den Verbraucher: nie wieder bei Ikea mit EC Karte zahlen sondern nur bar und auch nur das kaufen was man braucht oder eben nicht bei IKEA kaufen. Bei der Zahlung hört bei IkEA Kundenservice auf. Was nicht funktioniert wird über IKANO INKASSO "vollstreckt. Erschreckend unser Land... Entscheidung Landgericht Kreuzberg 5.12.2014
####

Würdet ihr mir in meinem Fall empfehlen das Inkasso auch zu bezahlen (schließlich ist es einähnlicher Fall mit dem gleichen Inkassobüro)?

Wie könnt ihr die Entscheidung zugunsten des Inkassobüros erklären (soll doch zu 99% klappen nicht zu bezahlen...)

Viele Grüße und Danke vorab!
 

axellino

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Hallo Andyy,

hier im Forum gibt es schon sehr lange, eine vorgeschlagene und erfolgreiche Vorgehensweise, was explizit die unverschämt hohen Inkassokosten betrifft, von User @Inkasso, der ich mich auch mit angeschlossen habe.
Es gibt niemanden hier und mindestens einer hätte sich zumindest zurück gemeldet, der nach zweckgebundener Zahlung der Hauptforderung plus angemessener Mahnkosten direkt an den Gläubiger, explizit auf Zahlung der Inkassokosten verklagt wurde, es gibt keinen.

Entscheidung Landgericht Kreuzberg 5.12.2014
Gibt es hierzu auch ein Aktenzeichen, damit man dieses Urteil auch im Netz finden kann und den ganzen Zusammenhang des Urteils verstehen kann.
Ausserdem scheint das von Dir zitierte, jemand geschrieben zu haben, der mit einer offenen Hauptforderung in ein Prozess gegangen ist und die Aussage das Inkassokosten und dann auch in welcher Höhe zu zahlen sind, hätte ich gerne aus den angeblichen Urteil gelesen.

Für den Kunden gibt es nach geplatzter Lastschrift keinerlei Möglichkeiten seine Schulden zu begleichen, weder an der Kasse auch die Kontonummer wird nicht herausgegeben
Das stimmt in keinsterweise.
Alle Daten die man braucht stehen sicher in der Lastschriftrückgabe der Bank, auf dem Kontoausdruck bzw. in der Umsatzabfrage oder ggfls. lässt man sich von der Bank die Daten für die Rücdklastschrift geben (also Zahlungsempfänger und Verwendungszweck etc.).

Würdet ihr mir in meinem Fall empfehlen das Inkasso auch zu bezahlen (schließlich ist es einähnlicher Fall mit dem gleichen Inkassobüro)?
Nein und zu diesen sogenannten Fall, würde ich gerne mal dieses angeblich vorhandene Urteil in Einzelheiten lesen wollen.

Ich würde eine zweckgebundene Überweisung direkt an Ikea machen.
Im Verwendungszweck " Rechnungsnr. oder Referenznummer und Hauptforderung plus RLS/EMA Gebühren "
Hauptforderung/Zinsen + 6 Euro BRL + 6 Euro EMA Anfrage und grosszügig 2,50 Euro Mahmkosten, mehr nicht.
Sollten die sich melden das die Gebühren für die BRL und EMA zu gering sind, sollen Dir die einen Rechnungsnachweis über die Gebührenerhebung der Bank für die Rücklastschrift und der Adressauskunft zuschicken, damit Du das prüfen kannst.

Mein Vorschlag, warte aber mal was @Inkasso dazu schreiben wird.
 

axellino

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Entscheidung Landgericht Kreuzberg 5.12.2014
Also mal ganz ehrlich, wer auch immer das von Dir zitierte verfasst hat, schreibt nicht die Wahrheit oder hat sich selber da was zusammen geschustert, warum auch immer. Im Netz laufen genug Spezis rum, die einen weiss machen wollen, das Inkassogebühren immer und in voller Höhe zu zahlen sind, dies schreibt man natürlich nicht intressenlos in die Welt hinein.

Ich finde zu diesen angeblichen Urteil nur sowas,

LG Berlin, Urt. v. 05.12.2014, Az.: 15 O 144/14
Überhöhte Rücklastschriftpauschale (hier i.H.v. 10 €) und intransparente Verweisklausel auf „Gebührentabelle“

und das hat mit diesen allen überhaupt nix am Hut, aber auch gar nix und ist auch durch mehere Rechtssprechungen widerlegt worden.

Es gibt keine Schadenminderungspflicht für Ikea. Ikea hat bei geplatzter Lastschrift das Recht ein Inkasso zu beauftragen und der Kunde muss das bezahlen.
Der Kunde muss die Inkassogebühren zahlen
Die Tätigkeit des Inkassobüros erschöpft sich nur darin, den Schuldner zur Zahlung aufzufordern. Durch Einschaltung eines Inkassobüros entstehen demnach nur zusätzliche Kosten. Nach § 254 BGB hat der Gläubiger vielmehr sofort einen Rechtsanwalt einzuschalten (wie hier OLG Düsseldorf OLGZ 87, 494 ; OLG Karlsruhe Rechtspfleger 87, 422; OLG Dresden NJW-RR 94, 1939).

Dazu gibt es Urteile die besagen, das es ein Gläubiger durchaus selbst zuzumuten ist, seine Forderung selbst anzumahnen und auch ggfls. das Mahnverfahren selber einzuleiten und noch viele weitere. Den Thread von @Inkasso hierzu hast Du ja gelesen, denke ich.

Ich denke fast, das von Dir zitierte, hat einer aus der Branche verfasst:biggrin:
 

Andyy

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Ich denke fast, das von Dir zitierte, hat einer aus der Branche verfasst:biggrin:
Das habe ich auch in Erwähgung gezogen!

Vielen lieben Dank für deine Einschätzungen!


Ich würde eine zweckgebundene Überweisung direkt an Ikea machen.
Im Verwendungszweck " Rechnungsnr. oder Referenznummer und Hauptforderung plus RLS/EMA Gebühren "
Hauptforderung/Zinsen + 6 Euro BRL + 6 Euro EMA Anfrage und grosszügig 2,50 Euro Mahmkosten, mehr nicht.
Sollten die sich melden das die Gebühren für die BRL und EMA zu gering sind, sollen Dir die einen Rechnungsnachweis über die Gebührenerhebung der Bank für die Rücklastschrift und der Adressauskunft zuschicken, damit Du das prüfen kannst.
So werde ich das machen!

… und verspreche zu berichten, wie es ausgegangen ist!
 

Inkasso

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Zu Meinem Fall:
EC-Zahlung Ikea 75,42€ (5.12.2014) wurde zurückgebucht mangels Deckung

nun bekomme ich ein Schreiben von Pöckl Inkasso:
HF: 75,42
Zinsen: 3,26
BRL: 11,60
Adressauskunftsgebühr der Bank: 10,00
Beabreitugsgebühr IKEA 11,00
=>111,28

+ Inkassokosten 54,00
Der Lastschriftstorno ist über 1 Jahr (!) her und Du bekommst erst jetzt Post ?
Keine Mahnungen erhalten ?
Es fand immerhin eine Adressauskunft bei deiner Bank statt
Abgesehen davon hattest Du genügend zeit die HF zu begleichen denn die Kontonummer inkl Rechnungsnummer steht immer auf dem Rücklastschriftbeleg

Ich würde deswegen etwas mehr an Verzugskosten bezahlen :

10 € für eine Adressauskunft durch die Bank (keine EMA ) bei einer gepl EC Zahlung ist im grünen Bereich
BRL Kosten würde ICH 5 € maximal enerkennen ( siehe auch Landgericht Potsdam Az. 2 O173/13)
Bearbeitungsgebühr durch IKEA würde ich 5 € anerkennen
Zinsen 3,26
Inkassogebühren würde ich anerkennen 15 € plus 6 € Auslagenpauschale
Siehe die Gebührenliste hier : https://www.schuldnerberatung-schickner.de/news/inkassokosten-zulassig-oder-nicht-/

Alles zweckgebunden überweisen

Kurios der User @Hmm68 aus dem anderen Forum
Hat sich extra am 16.12.2014 registriert nur um eine Antwort zu geben und die auch am 16.12.2014
Vorher und nachher kam NULL
 

axellino

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@Inkasso

EC-Zahlung Ikea 75,42€ (5.12.2014) wurde zurückgebucht mangels Deckung
Darauf habe ich im ersten Augenblick gar nicht drauf geachtet.

Darum würde mich auch intressieren,

Der Lastschriftstorno ist über 1 Jahr (!) her und Du bekommst erst jetzt Post ?
Keine Mahnungen erhalten ?
Sollte es so sein, dann würde ich Dir soweit zustimmen,

10 € für eine Adressauskunft durch die Bank (keine EMA ) bei einer gepl EC Zahlung ist im grünen Bereich
BRL Kosten würde ICH 5 € maximal enerkennen ( siehe auch Landgericht Potsdam Az. 2 O173/13)
Bearbeitungsgebühr durch IKEA würde ich 5 € anerkennen
Zinsen 3,26
jedoch die Inkassokosten würde ich nicht anerkennen und zahlen, auch keinen Teilbetrag davon. Zweckgebundene Zahlung ausführen und das danach folgende Inkassoschreiben widersprechen und das ganze aussitzen.
Meine Meinung nach hat ein Schuldner nämlich grundsätzlich nur die notwendigen Auslagen des Gläubigers zu tragen und überzogene Inkassokosten sind garantiert nie notwendig.
Muss natürlich der TE selber entscheiden, wie er weiter verfahren möchte und wie stark sein Nervenkostüm, beim pokern um die überhöhten und in dieser Höhe sowieso nicht durchsetzungsfähigen Inkassogebühren ist.
Wichtig ist ebend, die Hauptforderung plus angemessener Mahnkosten muss vom Tisch, dann wäre abzuwarten, wie weit die Gegenseite gehen wird, explizit mit ihren überzogenen und zum teil unverschämt hohen Inkassokosten. Gerichtlich durchsetzen lassen die sich in dieser Höhe hier, ganz sicher nicht.
 

Inkasso

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Im anderen Forum (gutefrage.de) hat auch jemand etwas knapp die Verzugskosten nach einem ec Lastschriftstorno (auch Ikea) kalkuliert

Die Schuldnerin hat zudem 3 Monate nach dem Rückläufer gewartet und vermutlich gehofft das wäre vergessen ( hier sind es sogar 12 (!) Monate)

Die HF wurde inkl einem Verzugsschaden von 15 € zweckgebunden nach Einschalten des Inkassoladens zweckgebunden überwiesen
Bei dem anschließenden MB wurden expl die Inkassokosten eingefordert
Dem MB wurde vollumfänglich widersprochen und es kam anschließend tatsächlich eine Klagebegründung (hab sie selbst gesehen)

Die Schuldnerin hat dann aus angsttechnischen Gründen gezahlt

Meine Empfehlung : Hat man bei einer ec Zahlungrückgabe zu viel Zeit ins Land gehen lassen sollte man zusätzlich die von RA Schickner empfohlenen Gebühren bezahlen ( 15 plus 20 % Auslagenpauschale)
 

axellino

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Im anderen Forum (gutefrage.de) hat auch jemand etwas knapp die Verzugskosten nach einem ec Lastschriftstorno (auch Ikea) kalkuliert

Die Schuldnerin hat zudem 3 Monate nach dem Rückläufer gewartet und vermutlich gehofft das wäre vergessen ( hier sind es sogar 12 (!) Monate)

Die HF wurde inkl einem Verzugsschaden von 15 € zweckgebunden nach Einschalten des Inkassoladens zweckgebunden überwiesen
Bei dem anschließenden MB wurden expl die Inkassokosten eingefordert
Dem MB wurde vollumfänglich widersprochen und es kam anschließend tatsächlich eine Klagebegründung (hab sie selbst gesehen)

Die Schuldnerin hat dann aus angsttechnischen Gründen gezahlt

Meine Empfehlung : Hat man bei einer ec Zahlungrückgabe zu viel Zeit ins Land gehen lassen sollte man zusätzlich die von RA Schickner empfohlenen Gebühren bezahlen ( 15 plus 20 % Auslagenpauschale)

Hierzu müsste man die genauen Einzelheiten von Anfang bis Ende kennen, nebst der formulierten Klagebegründung der Gegenseite.
Ich "persönlich" bleibe dennoch dabei, hier vorerst keine Inkassogebühren zu bezahlen. Die überzogenen und in dieser Höhe nicht durchsetzungsfähigen 54 Euro nicht und auch vorerst keine 15 Euro plus 20 % Auslagenpauschale, wie von RA Schickner empfohlen. Man kann immer noch rechtzeitig die Füsse einziehen, wenn es ebend hart auf hart kommen sollte, was explizit die Inkassogebühren betrifft. Hierzu gibt es ebend keine eindeutige Rechtsgrundlage und Rechtsprechung zu. Darum stellt sich immer die Frage, welche Daseinsberechtigung hat ein Inkassobüro und seine überzogenen Gebühren. Ausser zweifel ist hier, das man hier natürlich in Verzug geraten ist und ein Verzugsschaden verursacht hat und diese tatsächlich entstandenen Kosten samt Hauptforderung sind an den Gläubiger zu zahlen.

Auch wenn eine Antwort des TE aussteht, ob es hier jemals nicht schon Post gab, ist es ein Konzern wie Ikea durchaus zuzumuten seine Forderung selbst anzumahnen und auch ggfls. das Mahnverfahren einzuleiten, dessen Kosten wären dann natürlich vom Schuldner zusätzlich mitzutragen.
Desweiteren hätte hier schon längst ein Rechtsanwalt eingeschaltet werden müssen, dessen Gebührenerhebung nach den RVG bezahlt werden müssten.

Inkassogebühren würde ich anerkennen 15 € plus 6 € Auslagenpauschale
Sollte sich der TE dafür entscheiden, wofür ich vollstes Verständnis hätte und auch wenn er die vollen 54 Euro Inkassokosten zahlen würde, um ggfls. weiteren Stress und Ärger und Kosten aus den Weg zu gehen. Hierzu würde ich dann aber empfehlen, die 15 Euro plus Auslagenpauschale, "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" zu überweisen.
 

Andyy

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Hallo zusammen und danke erst mal, dass ihr euch so viel Zeit für mich nehmt!

Ja, es ist ein Jahr her und ich habe vorher nie Post bekommen.

Auch dachte ich, dass im Falle einer Rücküberweisung das entsprechende Unternehmen noch mal die Abbuchung anstößt und ich somit nichts weiter zu tun brauche (war schon mal bei einem anderen Abbuchung der Fall, und dachte das wäre standtard). Jetzt bin ich auf jeden Fall schlauer!

@ Inkasso:
verstehe ich deine Empfehlung wie folgt richtig:
HF: 75,42
Zinsen: 3,26
BRL: 5
Adressauskunft:10
Bearbeitungsgebühren IKEA 5

@Inkasso
15Euro ans inkasso + 20% Auslagenpauschale (20% von welchem Betrag, du schreibst 6€)?

Also zusammen 119,68

Wenn es wirklich die 15+6 Euro sind, tendiere ich einfach zu bezahlen und mir die Nerven und Zeit zu sparen...

Überweise ich dann auf das Konto vom Inkassobüro?
 

axellino

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Vielen Dank @Inkasso:wink:

Der Ausgang des ganzen, wäre hier ungewiss gewesen.
Du kennst die Urteile alle selber, da wurden Inkassogebühren ganz gestrichen oder bis auf 3 Euro zusammen gestrichen. Was diese Bearbeitungsgebühren betrifft, kann ich jetzt nix zu sagen, damit habe ich mich bis jetzt, noch nicht ausgiebig mit befasst. Wie die sich zusammensetzen und in welcher Höhe sie angemessen wären usw.

Die Hauptforderung besteht also hier, nur noch in den merkwürdigen Bearbeitungsgebühren und Inkassokosten. Ich sehe hier mehere Faktoren die die Gegenseite ermuntert hat, nach widersprochenen MB, Klage einzureichen und diese ggfls. auch aus eigener Sichtweise erfolgreich zu bestreiten.

Hier gibt es zwei Stornos an einen Tag. Ich will jetzt nicht von Vorsatz sprechen, der müsste auch bewiesen werden, aber ein Richter würde hier sicher mit argwohn schon mal draufschauhen. Dann diese Bearbeitungsgebühren, wozu ich jetzt nix genaues zu sagen kann, aber vielleicht hätte man sich vorab ein wenig genauer darüber informieren sollen und ggfls. für die zwei Stornos eine angemessene zweckgebundene Zahlung nachlegen sollen. Diese Mail als Widerspruch auf Inkassokosten und Bearbeitungsgebühr, hätte ich so nicht formuliert.

"Inkassokosten gegen die Schadensminderungspflicht verstossen und somit nicht erstattungsfähig sind und somit wird die Zahlung aller weiterer Gebühren abgelehnt".

Liegt Verzug vor, „so kann der Gläubiger Ersatz des hierdurch entstehenden Schadens verlangen“ (§ 280 BGB).

Betreffend der Schadensminderungspflicht.
Gläubiger versuchen natürlich, schlicht alle (Inkasso-) Kosten und in den meisten Fällen, in völlig überzogener Höhe, die mit dem Forderungseinzug verbunden sind, als zu erstattenen Verzugsschaden geltend zu machen. Dies ist aber nicht zulässig. Der Gläubiger ist nach § 254 Absatz 2 BGB verpflichtet, den Schaden möglichst gering zu halten (sog. „Schadensminderungspflicht“). Daher gibt es wichtige Einschränkungen, die Details sind leider aber rechtlich sehr umstritten, z.B.
- Begrenzung der Kosten auf vergleichbare Rechtsanwaltsvergütung
- 25 Euro-Grenze beim Mahnverfahren
- Aussichtsloser Inkassoauftrag
- Kosten für Mahnschreiben
- Kontoführungsgebühren
- Adressermittlungskosten usw. usw.
Details hierzu lasse ich jetzt mal weg.
Ich sehe somit die Kernaussage dieser Mail, das Inkassokosten aufgrund der Schadensminderungspflicht, generell gar nicht zu erstatten sind, als nicht korrekt an. Hinzu kommen ja hier auch noch, wie schon geschrieben, diese Bearbeitungsgebühren, deren Erstattungsfähigkeit ich nicht genau zuordnen kann derzeit.

Nun gut, man kann nur spekulieren, was die Gegenseite hier ermuntert hat, auch mit der Aussicht auf Erfolg, Klage einzureichen und wie das ganze im endeffekt ausgegangen wäre. Die Schuldnerin ist ja dann leider oder musste, nach Erhalt der Klagebegründung einknicken.

Nochmals Danke, das ist die erste Klagebegründung die ich zu sehen bekommen habe, was explizit nur die Inkassokosten betrifft und ebend hier noch dazu, diese komischen Bearbeitungsgebühren.
 

Inkasso

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@axelino
Ich bin überzeugt das ein Teil der Kosten gestrichen worden wäre
Stichwort : Stornogebühren für den Rückläufer
Auch bei den Inkassogebühren wäre vermutlich dezimiert worden auf 0,3 bis 0,8 rvg (Stw Masseninkasso /geschäftserfahrenes Unternehmen)
Dementsprechend wäre auch die Kostenaufteilung 50/50 oder 60/40
Bei der Klageerwiderung hätte die frau profesionell formulieren müssen

Erstaunlich jedoch das die Gegenseite anscheinend einen Beleg für die 17 € Adressauskunft der Bank vorlegen kann



@andy
Ich würde 2 zweckgebundene Überweisungen ans Inkasso machen
1 Überweisung HF: Nur 75,42 Zinsen: 3,26 (insg 78,68)
2 Überweisung : 5 € BRL,Adressauskunft,Mahngebühr 15 € , IKU/aslp 21 € (insg 41)
 

Andyy

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Hallo zusammen,

habe wieder ein Brief vom Inkassounternehmen bekommen.

Jetzt schreiben die auch, dass ikea 2 mal versucht hat das Geld abzuheben und es stimmt :-(.

Die fordern weitere 45,71 (54Euro Inkassogebühren, 21 habe ich ja bereits überwiesen)

heisst das ich sollte noch weitere 5Euro (BRL) + 5Euro (Bearbeitungsgebühren IKEA) überweisen?

LG
 
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