Inkassoforderung für Toten

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hann1234

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Hallo,

ich hoffe, mir kann jemand einen Rat geben. Ich habe heute einen Brief der Bad Homburger Inkasso erhalten über eine Forderung von 130 Euro. Diese bezieht sich auf eine Rechtsschutzversicherung meiner Mutter, die bereits 2003 verstorben ist.
Ich hab vorher noch nie einen Brief oder eine Mahnung oder ähnliches des angebenen Gläubigers bekommen.

In dem Schreiben steht, dass ich als Erbe gemäß $1967 BGB dafür haften muss.

Wie muss ich da vorgehen, denn als ALG2-Empfänger habe ich das Geld einfach nicht, um das zu bezahlen.

Fernher ist vielleicht noch interessant, dass ich damals beim Tod meiner Mutter nichts geerbt habe und es auch keine Testamentseröffnung oder ähnliches gab. Ich hatte den Kontakt zu meiner Familie in der Folge abgebrochen, da ich angeblich am Tod meiner Mutter schuld wäre(Sie verstarb an Krebs).
Inwiefern das eine Rolle spielt, weiß ich nicht, denn es könnte ja sein, dass eine eventuelle Forderung des Gläubigers an die Adresse meiner Mutter zugestellt wurde, wo noch mein Bruder und mein Stiefvater leben. Kann ich dafür verantwortlich gemacht werden, wenn mich derartige Post nicht erreicht, wenn ich so verhasst bin in der Familie?

Vielen Dank für eine eventuelle Antwort. Vielleicht sind meine Fragen recht naiv, aber ich hatte in meinem ganzen Leben noch nichts mit offenen Rechnungen oder Forderungen oder dergleichen zu tun.

MfG
han
 

hann1234

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Erstmal schon mal Danke an EMRK für die PN. Direkt bedanken kann ich mich leider nicht, weil man erst ab 5 Beiträgen eine PN verschicken darf.

Freue mich aber trotzdem über weitere Antworten.
 

Doppeloma

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Hallo hann1234,

ich hoffe, mir kann jemand einen Rat geben. Ich habe heute einen Brief der Bad Homburger Inkasso erhalten über eine Forderung von 130 Euro. Diese bezieht sich auf eine Rechtsschutzversicherung meiner Mutter, die bereits 2003 verstorben ist.
Ich hab vorher noch nie einen Brief oder eine Mahnung oder ähnliches des angebenen Gläubigers bekommen.

Nach 10 Jahren ist das doch bereits verjährt, wenn es dazu keinen Titel gibt ... von wann stammt denn die Forderung, schreiben die was dazu ob es einen Titel gibt (der wäre ja 30 Jahre gültig) ... :icon_kinn:

Dann haben die ja erstmal die Berechtigung nachzuweisen, dass sie diese Forderung eintreiben dürfen /sollen ... also ich würde da erstmal gar nicht drauf reagieren, wahrscheinlich nur ein "Versuchsballon" ...

Es gibt viele "windige" Inkassofirmen, die versuchen unrechtmäßig Geld einzutreiben ... weil sie irgendwo Adressen "aufgekauft" haben, offenbar wissen die ja bereits dass deine Mutter verstorben ist ...

In dem Schreiben steht, dass ich als Erbe gemäß $1967 BGB dafür haften muss.

§ 1967 BGB Erbenhaftung, Nachlassverbindlichkeiten Bürgerliches

Das mag ja (rein theoretisch) erstmal so sein, aber doch nicht mehr 10 Jahre nach dem Tod und wenn du überhaupt NICHTS geerbt hast bist du sowieso nicht zuständig, man braucht solche Schulden (wenn überhaupt) nur aus dem "vorhandenen Erbe" zu begleichen und nach 10 Jahren dürften wohl entsprechnde Geld-Beträge längst "verbraucht sein" ... die kommen aber sehr spät auf solche Ideen ... :confused:

Vielleicht meldet sich @Inkasso noch dazu, aber ich persönlich würde darauf (bei dem Inkasso) überhaupt nicht reagieren, das könnten die als "Schuld-Anerkenntnis" auslegen und dann "lebt so eine Forderung praktisch wieder auf", selbst wenn sie eigentlich verjährt wäre ...

Diese Versicherung hast aber nicht du selber abgeschlossen und bei meiner Mutter kamen damals auch mal Mahnungen wegen kleinerer "Schulden" (direkt von den Firmen allerdings), denen habe ich mitgeteilt, dass meine Mutter verstorben ist und mir keine Vertragsunterlagen vorliegen, um die Berechtigung dieser Forderungen prüfen zu können, damit war das dann erledigt ...

Gibt es denn diesen Versicherer überhaupt noch ???
Steht die Versicherungsnummer drin, unter der sie den Vertrag laufen hatte, da würde ich eher mal direkt eine "freundliche Anfrage senden", ob man die Forderung nicht ausbuchen will, da sie wohl verjährt sei und vom verstorbenen Vertragspartner keine Zahlungen mehr kommen werden.

Das Inkasso-Unternehmen XXX sollte man bitte entsprechend informieren, damit sei die Angelegenheit aus deiner Sicht als erledigt zu betrachten ... kannst ja eine Kopie dieses Inkasso-Schreibens mitschicken ... :icon_daumen:

Wie muss ich da vorgehen, denn als ALG2-Empfänger habe ich das Geld einfach nicht, um das zu bezahlen.

Das brauchst du auch nicht bezahlen und auf keinen Fall solltest du dieses Inkasso (oder auch diese Versicherungsgesellschaft) über dein privates und finanzielles Leben informieren, das geht die ALLES gar nichts an ...

Was haben die denn geschrieben, (Termin für die Zahlung/ was passieren soll, wenn du nicht zahlen wirst ???) auch um die Berchtigung dieser Forderung zu beweisen, man braucht nicht direkt was zu zahlen, nur weil einer sowas schreibt.

Was kann passieren, es könnte irgendwann ein gerichtlicher Mahnbescheid kommen (drohen die vielleicht sogar schon damit ???), den kann JEDER beim Gericht beantragen /ausstellen lassen auch wenn seine Forderung nicht berechtigt ist ...

Man bezahlt ein paar € Gebühr und schon hat man diesen Wisch in der Hand, da kontrolliert Keiner was ... bekommst du einen geshcickt, dann solltest du Widerspruch gegen diese Forderung einlegen weil sie nicht berechtigt ist und dann müßte das Inkasso Klage einreichen, hier wird aber erst vom Gericht geprüft, ob es überhaupt eine berechtigte Forderung gibt ...

Es kommt eigentlich nicht vor, dass ein Inkasso-Unternehmen wegen so einem geringen Betrag (ich weiß für dich ist es viel Geld) einen so kostspieligen Weg geht, zumal die ganze Forderung an dich schon rechtlich mehr als fraglich ist ... es genügt nicht ganz irgendeinen (zufällig passenden) § zu nennen, das Gericht würde die gesamten Umstände prüfen (müssen) ...

Also z.B. auch, ob nicht längst alles sowieso schon verjährt ist und warum das Inkasso überhaupt erst nach 10 Jahren diese Forderung an dich gerichtet hat ???
Wenn die dafür keine Erklärungen haben, wird das Verfahren eingestellt, aber wahrscheinlich wird es nie ein solches Verfahren geben.

Vor einem Mahnbescheid brauchst du keine Angst haben, du musst nur fristgerecht der Forderung darin widersprechen, dafür hast du dann 2 Wochen Zeit. :icon_daumen:

Deine sonstige Familiengeschichte interessiert in diesem Zusammenhang Niemanden ernsthaft, man kann dich schon auf Grund der langen Zeitspanne für NICHTS mehr verantwortlich machen, jedenfalls nicht für die Zahlung wegen einer uralten (vermutlich längst verjährten) Versicherungsschuld deiner Mutter ... die vor 10 Jahren schon verstorben ist ...

Ich halte da ganze für den miesen Versuch einer Inkasso-Firma, dich "abzuzocken" ... ob deine Restfamilie da was mit zu tun hat, kann ich nicht beurteilen und spielt auch dafür eigentlich keine Rolle ...

PN kannst du erst nach 13 Beiträgen senden, aber du kannst ja mal selber nach der Inkasso-Firma im Netz "gookeln", oft findet man schnell Hinweise zu besonders "windigen" Unternehmen dieser Branche.

MfG Doppeloma
 

Inkasso

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Perfekt !!:icon_daumen:

Man kann auch um das ganze abzukürzen vom Inkassoladen eine Kopie des Titels einfordern

"Sehr geehrtes Inkasso team,
zwecks Überprüfung der Forderungsangelegenheit bitte ich um Zusendung der Titelkopie "

Kommt nichts dann ist längst verjährt

Einrede der Verjährung kommt logischerweise immer vom Schuldner und nicht vom Forderungsinhaber :tongue:
 

hann1234

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Wow,

erstmal vielen herzlichen Dank für so eine ausführliche und verständliche Antwort. Wie man als Doppeloma soviel Zeit dafür aufbringen kann, ist mir direkt schleierhaft ;) Aber ich bin Dir sehr dankbar dafür.

Also in dem Schreiben steht und ich zitiere:
in der oben genannten Nachlasssache bearbeiten wir im Auftrag der ÖRAG RV-AG eine noch offene Forderung, die der oben genannte (genannt ist meine Mutter) Erblasser bis zu seinem Tod nicht ausgeglichen hat.

Nach den uns vorliegenden Informationen sind Sie Erbe bzw. Miterbe geworden und haften gemäß $ 1967 BGB für die vom Erblasser begründeten Verbindlichkeiten.

Dis noch offene Gesamtforderung beläuft sich zurzeit auf
XXX,XX Euro
zuzüglich weiterer Verzugszinsen.

Sofern Sie die Erbschaft ausgeschlagen haben, bitten wir höflich um einen entsprechenden Nachweis. Wenn dies nicht der Fall ist, möchten wie Sie bitten, diesen Betrag bis zum 31.10.2013
an uns zu überweisen oder uns mitzuteilen, wie Sie den Ausgleich vornehmen möchten.

Sofern Sie Ratenzahlungen wünschen, lassen Sie uns bitte den begefügten Zahlungsvorschlag vollständig ausgefüllt und unterschrieben bis zur oben genannten Frist zukommen.

Mit freundlichen Grüßen

Tja und darunter halt der Name der Inkassofirma. Von einem Titel oder dergleichen steht dort nichts und ist auch nicht beigelegt. Und nein, abgeschlossen habe ich garnichts dergleichen. Weder für mich, noch für meine Mutter damals.
 

hann1234

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Oh,

da haben sich unsere Antworten überschnitten. Auch Dir vielen Dank für die Antwort. Dann werde ich mal ein Schreiben mit dem Text aufsetzen und schauen, was noch kommt.


Perfekt !!:icon_daumen:

Man kann auch um das ganze abzukürzen vom Inkassoladen eine Kopie des Titels einfordern

"Sehr geehrtes Inkasso team,
zwecks Überprüfung der Forderungsangelegenheit bitte ich um Zusendung der Titelkopie "

Kommt nichts dann ist längst verjährt

Einrede der Verjährung kommt logischerweise immer vom Schuldner und nicht vom Forderungsinhaber :tongue:
 

Doppeloma

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Hallo hann1234,

erstmal vielen herzlichen Dank für so eine ausführliche und verständliche Antwort. Wie man als Doppeloma soviel Zeit dafür aufbringen kann, ist mir direkt schleierhaft ;) Aber ich bin Dir sehr dankbar dafür.

Gerne geschehen, meine Enkel sind ja dort wo sie hingehören, bei ihren Eltern ... :biggrin:

in der oben genannten Nachlasssache bearbeiten wir im Auftrag der ÖRAG RV-AG eine noch offene Forderung, die der oben genannte (genannt ist meine Mutter) Erblasser bis zu seinem Tod nicht ausgeglichen hat.

Entschuldigung wenn das jetzt pietätlos klingt, aber die Ausdrucksweise ist doch schon lächerlich ... die haben doch mit keiner "Nachlasssache" was zu tun, wenn sie (angeblich) Geld für ihre Auftraggeber eintreiben ... :icon_kinn:

Nach den uns vorliegenden Informationen sind Sie Erbe bzw. Miterbe geworden und haften gemäß $ 1967 BGB für die vom Erblasser begründeten Verbindlichkeiten.

SoSo, wenn es nicht so "albern" wäre, hätte ich ja gerne mal Auskunft dazu woher genau die ihre Weißheiten (Informationen) so genommen haben ...
Vielleicht hätten sie sich besser mal zu den einschlägigen Verjährungsfristen informieren sollen ...

Dis noch offene Gesamtforderung beläuft sich zurzeit auf
XXX,XX Euro
zuzüglich weiterer Verzugszinsen.

Ist ja eigentlich "recht billig" bei dem Aufwand der getrieben wurde und Verzugs-Zinsen sind in den letzten 10 Jahren wohl auch nicht entstanden, da wird ja so ein (ehemals kleiner) Betrag üblicherweise schnell bedeutend höher ...

Woraus setzt sich diese "Gesamtforderung" zusammen (das ist aufzuschlüsseln!) und wieviel % Zinsen werden denn gerade so genommen ???

Du schreibst oben von ca. 130 € (Gesamtforderung), das entspricht (aktuell) so ca. dem üblichen Jahresbeitrag für eine RSV, mir kommt das immer unseriöser vor ... man hofft wohl du würdest den (vermeintlich geringen) Betrag lieber (ohne weitere Nachfragen) zahlen, um "Ärger" aus dem Wege zu gehen ... das ist leider inzwischen eine weit verbreitete Masche Leute unberechtigt abzuzocken ...:icon_neutral:

Wo sind denn die (sonst üblichen) horrenden Inkasso- / Nachforschungs-Kosten und "Verwaltungskosten" ... und was denen sonst noch so einfällt, um "richtig wichtig" und teuer daherzukommen ... ???

Sofern Sie die Erbschaft ausgeschlagen haben, bitten wir höflich um einen entsprechenden Nachweis.

Ganz ehrlich hätte ich nichts in der Hand (außer die Adresse vom zuständigen Nachlassgericht :icon_rolleyes:), denn einen schriftlichen Nachweis für die Ausschlagung des Erbes haben wir damals ALLE nicht bekommen ...

Wenn dies nicht der Fall ist, möchten wie Sie bitten, diesen Betrag bis zum 31.10.2013
an uns zu überweisen oder uns mitzuteilen, wie Sie den Ausgleich vornehmen möchten.

Wenn das nicht der Fall ist, heißt das ja noch lange nicht, dass man was geerbt hat ... :icon_kinn:

Sofern Sie Ratenzahlungen wünschen, lassen Sie uns bitte den begefügten Zahlungsvorschlag vollständig ausgefüllt und unterschrieben bis zur oben genannten Frist zukommen.

Nein, du möchtest den Ausgleich nicht vornehmen und wünschst auch keine Ratenzahlung, wenn du dem "Zahlungsvorschlag" zustimmen würdest, dann ist das ein "Schuld-Anerkenntnis" und macht eine Verjährung hinfällig ...

Mach ein kurzes Anschreiben wie von @Inkasso empfohlen und verlange den Nachweis, dass sie überhaupt berechtigt sind irgendwelche Forderungen für diese Firma "einzutreiben" ...

Habe mal Ausschau gehalten, leider konnte ich nicht genau herausfinden seit wann es diese Versicherung überhaupt gibt, im Handelsregister geht es nur bis 2007 zurück ... :confused:

Natürlich bin auch ich neugierig wie die Sache weitergehen wird ...

MfG Doppeloma
 

hann1234

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Vielen Dank nochmal für deine Antwort. Sie bestätigt mich in meiner ersten Vermutung, dass an der ganzen Sache etwas faul sein muss. Ich schreibe Anfang der Woche mal einen Brief als Einschreiben/Rückschein und schaue mal, ob von denen noch ein Nachweis kommt oder nicht.
Ich melde mich dann, wenn es etwas neues gibt.

Wirklich toll, dass es so ein Forum gibt.
 

hann1234

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Ich wollte mich nochmal melden. Bis heute kam noch keine Antwort auf mein Schreiben. Da ich es per Einschreiben hingeschickt hatte, weiß ich, dass diese Inkassofirma mein Schreiben am 28.10. in Empfang genommen hat.
Die genannt Versicherung hatte ich auch angeschrieben und nach der Forderung gefragt und von denen kam bis jetzt auch noch keine Rückmeldung.
 

Doppeloma

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Hallo hann1234,

Ich wollte mich nochmal melden. Bis heute kam noch keine Antwort auf mein Schreiben. Da ich es per Einschreiben hingeschickt hatte, weiß ich, dass diese Inkassofirma mein Schreiben am 28.10. in Empfang genommen hat.

Dann kann es ja nicht so eilig sein, wie man es zunächst gemacht hat ... hebe dir alles gut in der "Ablage" auf und warte einfach ab, ob die sich überhaupt noch mal melden werden ...

Die genannt Versicherung hatte ich auch angeschrieben und nach der Forderung gefragt und von denen kam bis jetzt auch noch keine Rückmeldung.

Auch nachweislich per Einschreiben ???

Verfahren wie beim Inkasso-Unternehmen würde ich sagen ... abwarten und gemütlich :icon_pause: Kaffeee trinken !

Wenn sich was bewegen sollte, meldest du dich einfach wieder hier damit, bloß keine voreiligen Aktionen ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

hann1234

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Hallo Doppeloma,

nein, keine Sorge, eure Ratschläge haben mich ganz gut beruhigt und letzlich können die mir eh nichts, weil ich mir erstens nichts vorzuwerfen habe und zweitens gibts bei mir eh nichts zu holen.
Kaffee trinken werde ich zwar nicht, aber dafür einen Tee ;-)

MfG
han
 

Inkasso

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Na ja - nach der Aufforderung die Titelkopie vorzulegen konnte das IB ja ersehen das der Sünder über den Verjährungssachverhalt infomiert sein muß

Man spart sich halt die Briefmarke
 

hann1234

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An dieser Stelle will ich mich auch nochmal an den User Snickers wenden, der mir eine PN gesendet hat. Direkt anworten kann ich mit meiner Beitragsanzahl noch nicht.

Hallo Snickers,

Danke für den Hinweis. Den Link hab ich mir gleich mal abgespeichert. Hatte ich mir auch schon irgendwo inzwischen gedacht, dass Verträge eigentlich mit dem Tode enden müssten.

LG
han
 

hann1234

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Hallo,

es gibt mal wieder etwas Neues in meinem Fall. Ich habe heute einen neuen Brief der Inkassofirma bekommen, dass ich bis zum 16.12. zahlen soll.

In dem Brief ist auch eine Aufstellung beigelegt, aus der hervorgeht, dass wohl eine Rechtsschutzversicherung auf den Namen meiner Mutter besteht, die ja 2003 schon verstorben ist.
Die offenen Beträge sind aber wohl erst 2012 angefallen. Bis dahin hat wohl mein Stiefvater die Versicherung wohl weiterhin bezahlt und genutzt. Dann hat er wohl einfach nicht mehr bezahlt, weil er wohl kündigen wollte(?).

Für mein Laienverständnis heißt das wohl, dass ich wohl erst recht nichts mit der Sache zu tun habe oder? Oder hänge ich jetzt mit dadrin, weil er einfach irgendwas weiter hat laufen lassen ohne Rücksprache mit mir zu halten?
Ich denke mal nicht, aber genau weiß ich das nicht.

Ich habe zumindest morgen einen Termin beim Rechtsanwalt, um meine Möglichkeiten zu erörtern, um mich von dieser Familie komplett loszusagen und auch zu klären, was es mit dem Erbe auf sich hat.
Es war leider nicht so ganz einfach, einen Beihilfeschein vom Amtsgericht zu bekommen, weil die meinten, dass mein Erbe sowieso schon verjährt wäre, weil ich nichts unternommen hätte, um Geld zu bekommen.
Letzendlich hat sich die Dame dort dann doch erbarmt und hat mir so einen Schein nach etlichem Hin und Her ausgestellt.

Liebe Grüße
han
 

Inkasso

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Also zusammengefasst

Mutter 2003 gestorben und die Beiträge von 2004 bis 2011 sind vom Stiefvater bezahlt worden
Bis dahin hat wohl mein Stiefvater die Versicherung wohl weiterhin bezahlt und genutzt.
War es eine Familienrechtschutzversicherung ?
 

hann1234

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Nein, die Versicherung meinte, dass es eine Rechtsschutzversicherung für selbstgenutzes Wohneigentum ist, sprich das Haus, welches damals meiner Mutter gehörte. Wusste ich auch nicht, dass es extra nur für ein Haus so etwas gibt.
 

Inkasso

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Und der Stiefvater lebt noch ?

Versicherungsnehmer war expl Deine Mutter und Wohnungseigentümer ist jetzt der Stiefvater bzw die Schwester ?





Ich hatte den Kontakt zu meiner Familie in der Folge abgebrochen, da ich angeblich am Tod meiner Mutter schuld wäre(Sie verstarb an Krebs).

Selbst die glücklichsten und ausgeglichensten Menschen erkranken daran - wenn Du nicht grad heimlich Asbestpulver in den Kaffee der Mutter gestreut haben solltest bist Du absolut schuldlos.
 

hann1234

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Richtig, der lebt noch. Versicherungsnehmer war meine Mutter und Eigentümerin des Hauses.. Tja, ich bin mir da nicht sicher. Mal heißt es, dass ich einen Pflichtteil besitze, mal wieder nicht. Ich hab ja nie irgendein Schreiben von einer offiziellen Stelle bekommen, dass ich mich erklären soll oder dass ich halt etwas geerbt habe. Daher weiß ich das nicht.

Ich habe aber heute um 11 einen Termin beim Anwalt und der wird mir hoffentlich was verbindliches sagen können bezüglich des Erbes.
 

hann1234

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Ich komme grade vom Anwalt wieder und ich stehe tatsächlich im Grundbuch drin. Sprich ein Viertel des Hauses und des Grundstückes gehören mir. Freuen konnte ich mich nicht darüber.
Ich sagte dem Anwalt, dass ich gerne den ganzen Anteil einem Tierheim oder einer anderen gemeinnützigen Einrichtung schenken würde, aber davon riet er mir ab, da das Jobcenter mich wohl sonst in die Haftung nehmen würde.

Was das nun in Bezug auf diese Rechtsschutzversicherung genau heißt, weiß ich nicht. Er sagte, dass ich halt zu einem Viertel jetzt an dem Vertrag beteiligt bin und daher auch ein Viertel der Forderung begleichen muss. Gut wenn mir dann ein Viertel des Hauses zusteht, ist das wohl in Ordnung, denn es ist eine objektgebundene Versicherung und erlischt daher wohl nicht mit dem Tod.

Der Anwalt riet mir dann dazu, eine Auseinandersetzung anzustreben, damit ich von den Miterben(Bruder und Stiefvater) ausbezahlt werde. Da ich in all den Jahren keine Vorteile aus dem Haus hatte und es auch nicht wusste und daher keine Auszahlung vorher anstreben konnte, steht mir auch noch für die 10 Jahre eine Nutzungsgebühr zu. Er nannte dies anders, aber trifft im wesentlichen zu.

Für mich heißt das jetzt abwarten. In so einem klaren Fall wird das ganze wohl in 3-6 Monaten abgewickelt sein. Dann kann ich mich vom Jobcenter abmelden und auch wegziehen, um nicht mehr meiner Familie ausgesetzt zu sein. So gesehen hat das ganze ein gutes Ende für mich, auch wenn ich immer noch nicht verstehe, warum man nicht benachrichtig wird, wenn ein Erbe anfällt.

Wenn jetzt ein völlig Unbekannter verstirbt und mir nur Schulden hinterlässt, dann bin ich letzendlich dafür verantwortlich, wenn man nicht innerhalb von 6 Wochen das Erbe ausschlägt. Toll... Mit anderen Worten, man hat jeden Tag das Risiko völlig zu verarmen.

Absolut unfassbar das ganze für mich. Ebenso habe ich heute erfahren, dass mein Stiefvater 2003 einen Erbschein bei dem gleichen Anwalt geholt hat und mich einfach nicht darüber informiert hat, dass ich was geerbt habe.

Das heißt für mich jetzt endgültig, dass ich mich nach Ende dieses Verfahrens von meiner Familie lossagen und auch den Namen ändern werde. Genug Gründ habe ich wohl inzwischen hoffentlich.

Sorry, dass ich jetzt so ausführlich geschrieben, aber das ganze ist schon irgendwo belastend.

Liebe Grüße
han
 

Inkasso

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Die Argumentation des RAs klingt einleuchtend

Möglicherweise hat der Stiefvater finanzielle Probleme da die zahlungen seinerseits eingestellt wurde

Dadurch hast Du ja letzten Endes erfahren das Dir überhaupt ein Teil zusteht

Das heißt für mich jetzt endgültig, dass ich mich nach Ende dieses Verfahrens von meiner Familie lossagen und auch den Namen ändern werde.
Evtl könnte man ja einen letzten Versuch zur Aussprache machen
Möglicherweise gab es Missverständnisse etc
 

hann1234

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Mißverständnisse wohl kaum. Ich wurde mit Gewalt bedroht und mir wurde schon Ausbildung und Studium kaputtgemacht. Letzlich alles, weil meine Familie einen Riesenhass auf meinen leiblichen Vater hat... Sehr lange Geschichte, aber ich habe nach 6 Jahren endlich die Chance erhalten in einer anderen Stadt neu anzufangen. Hätte nicht gedacht, dass es solange dauert, eine Wohnung zu finden.
In der Zwischenzeit wurd mir noch zweimal Prügel angedroht und auch ein versuchter Einbruch...
Von der Inkassofirma kam bis jetzt nichts wieder und ich habe mittlerweile eine Zwangsvollsreckung gegen meine Familie in die Wege geleitet. Da wird zwar letzlich wohl nicht viel überbleiben, weil das Haus total verwohnt ist und auch recht alt, aber zumindest ist es ein Gefühl von Gerechtigkeit, was ich empfinden kann.

Wollte nur noch mal den aktuellen Status melden...
 
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