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Inkassobüros - wie gehts jetzt weiter?

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Gentle

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#1
Hallo zusammen,

ich hab hier zwei Fälle und brauche Rat, wie es jetzt weitergeht - ich fasse mich möglichst kurz:

1. DID
es gab eine rückständige Forderung des Otto-Versands, schon mit Androhung der Weitergabe an ein IB. (HF €169,26, Mahngeb. € 9.00)
Wir haben die Hauptforderung beglichen, gewissermassen zeitgleich kam ein Schreiben vom DID mit einer Zahlungsaufforderung über € 240,31.
Meine Freundin hat leider tel. um Ratenzahlung gebeten, was zur Folge hatte, daß der DID zusätzlich zu den eh schon horrenden Gebühren eine "Einigungsvergütung" in Höhe von €53,33 berechnete.
Nachdem ich dann Eure (btw hervorragende) Seite gefunden hatte, habe ich erst einmal eine Vollmacht bzw Abtretungserklärung verlangt.
Diese ist nun in Kopie mit der Post angekommen. Der DID verweist auf einen Rückstand von € 119,25 ! Dieser setzt sich zusammen aus € 9.00 der Auftraggeberin und der Rest sind "Gebühren" und "Kosten" des DID.

Frage: lasse ich sie nun einfach gewähren und warte auf einen evtl Mahnbescheid, dem ich dann widerspreche, oder schreibe ich ihnen lieber einen bösen Brief ?

2. Bad Homburger Inkasso:

kurze Vorgeschichte..:

unser Konto bei der Spk Stormarn war über das DispoLimit hinaus, was in den vergangenen 7 Jahren schon einige Male passiert war jedoch nie ein Problem. Als am 21.1.09 die Visacard ohne Vorwarnung gesperrt wurde erhielten wir parallel dazu einen Brief, indem uns mitgeteilt wurde, wir haben das Kreditlimit von € 2100 um € 304,35 überschritten und sollen den Fehlbetrag ausgleichen.
Nach nie erhaltenen mehreren Schreiben wurde eine Frist bis zum 1.2. gesetzt, sonst drohe die Rechtsabteilung.
Wir riefen an und erhielten die Auskunft, das mit der Visacard sei wg der Überziehung passiert, stelle aber kein weiteres Problem dar, wenn der KtoStand wieder im Limit sei.
Am 9.2. kam dann ein Schreiben, in dem wir zum SOFORTIGEN Ausgleichs des Kontos aufgefordert wurden, mit rückwirkender Kündigung des Dispos und am 17.2. die sofortige Kündigung der Geschäftsbeziehung, mit gleichzeitigem Hinweis, daß die Bad Homburg Inkasso mit dem Einzug der Forderungen beauftragt wurde. Hierzu möchte ich anmerken, dass wir schon seit Ende Januar keine Möglichkeit mehr hatten, auf Kontodaten zuzugreifen, weder am Kontoauszugsdrucker, noch via Internet!
Bei einem sofortigen weiteren Telefonat stellte sich heraus, daß da bei der Bank "etwas völlig schiefgelaufen sei und man sich bemühe, den Auftrag an das Inkassobüro zurückzuholen und das Konto wieder in den vorherigen Stand zu versetzen" (O-Ton).
Zwei Tage später der Rückruf, daß dies "leider nicht mehr möglich" sei.
Nun will also das IB die HF von €2318,38, zusätzl. noch insgesamt €294,94 Kosten und Gebühren.
Als Hartz IV- Empfänger zahlt man ja sowas aus der Portokasse...

Frage: gleiches procedere, also Abtretungserklärung fordern und der Dinge harren? Oder gleich offensiv darauf hinweisen, daß man wg Verschuldens der Bank die HF anerkennt aber die Gebührenforderung nicht, aber trotzdem nicht zahlen kann?

Vielen Dank für Eure Mühe!
LG
Jörg
 

Kerstin_K

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#2
Zu Fall 2: Schade, dass ihr die Aussage, dass da was schiefgelaufen sei von der Bank nicht schriftlich habt. Trotzdem würde ich genau da versuchen anzusetzen. Aber nicht telefonieren. Ich würde entweder das persönliche Gespräch suchen, am beten mit Termin und nicht so zwischen Tür und Angel oder denen einen geharnischten Brief schreiben. In der Bank läuft was schief und Ihr sollt darunter leiden? SO geht das nicht.

Übrigens würde ich mir ganz schnell ne andere Bank suchen und sobald das bereinigt ist die Geschäftsverbindung zu diesem Chaosverein abbrechen. Aber nichts vorher erwähnen.
 

Inkasso

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#3
Fragen :

Wir haben die Hauptforderung beglichen,
Hoffentlich an Otto direkt und nicht aufs DID Inkassokonto ?
Warum und wegen was wurde um Ratenzahlung gebeten wenn doch die komplette Hauptforderung schon bezahlt wurde (Schulterzuck hoch 10)

gewissermassen zeitgleich kam ein Schreiben vom DID mit einer Zahlungsaufforderung über € 240,31.
Meine Freundin hat leider tel. um Ratenzahlung gebeten, was zur Folge hatte, daß der DID zusätzlich zu den eh schon horrenden Gebühren eine "Einigungsvergütung" in Höhe von €53,33 berechnete.
Aber hoffentlich nichts unterschrieben oder gar an DID bezahlt ?

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2. Bad Homburger Inkasso:

kurze Vorgeschichte..:

unser Konto bei der Spk Stormarn war über das DispoLimit hinaus, was in den vergangenen 7 Jahren schon einige Male passiert war jedoch nie ein Problem. Als am 21.1.09 die Visacard ohne Vorwarnung gesperrt wurde erhielten wir parallel dazu einen Brief, indem uns mitgeteilt wurde, wir haben das Kreditlimit von € 2100 um € 304,35 überschritten und sollen den Fehlbetrag ausgleichen.
Nach nie erhaltenen mehreren Schreiben wurde eine Frist bis zum 1.2. gesetzt, sonst drohe die Rechtsabteilung.
Wir riefen an und erhielten die Auskunft, das mit der Visacard sei wg der Überziehung passiert, stelle aber kein weiteres Problem dar, wenn der KtoStand wieder im Limit sei.
Am 9.2. kam dann ein Schreiben, in dem wir zum SOFORTIGEN Ausgleichs des Kontos aufgefordert wurden, mit rückwirkender Kündigung des Dispos und am 17.2. die sofortige Kündigung der Geschäftsbeziehung, mit gleichzeitigem Hinweis, daß die Bad Homburg Inkasso mit dem Einzug der Forderungen beauftragt wurde. Hierzu möchte ich anmerken, dass wir schon seit Ende Januar keine Möglichkeit mehr hatten, auf Kontodaten zuzugreifen, weder am Kontoauszugsdrucker, noch via Internet!
Bei einem sofortigen weiteren Telefonat stellte sich heraus, daß da bei der Bank "etwas völlig schiefgelaufen sei und man sich bemühe, den Auftrag an das Inkassobüro zurückzuholen und das Konto wieder in den vorherigen Stand zu versetzen" (O-Ton).
Zwei Tage später der Rückruf, daß dies "leider nicht mehr möglich" sei.
Nun will also das IB die HF von €2318,38, zusätzl. noch insgesamt €294,94 Kosten und Gebühren.
Als Hartz IV- Empfänger zahlt man ja sowas aus der Portokasse...

Frage: gleiches procedere, also Abtretungserklärung fordern und der Dinge harren? Oder gleich offensiv darauf hinweisen, daß man wg Verschuldens der Bank die HF anerkennt aber die Gebührenforderung nicht, aber trotzdem nicht zahlen kann?

Vielen Dank für Eure Mühe!
LG
Jörg
Die Inkassogebühren des externen Inkassobüros sind sicherlich nicht durchsetzungsfähig da die Bank über eure finanzielle Situatuin bereits im Bilde war - an der HF ist leider nicht zu rütteln
Das Einfordern der Gläubigervollmacht verschafft nur einige Tage Zeitgewinn.
Frage : Wie sieht die Schufa aus ?

lg
 

Gentle

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#4
Danke erstmal für die Antwort!

Die Hauptforderung wurde natürlich direkt an Otto bezahlt - zu der Zeit bestand ja auch keine andere Veranlassung.
Natürlich nichts unterschrieben und bisher keinen Cent an DID.

Die tel. Bitte um Ratenzahlung kam daher: meine Freundin war der Schuldner in Sachen Otto, nur kümmer ich mich um die Finanzen und der DID bestand bei deren Anruf darauf, mit meiner Freundin (als Rechnungsnehmer) zu sprechen. Da stand halt ein Betrag im Raum und sie fühlte sich (vllt tel. etwas überrumpelt und ohne Chance einer Rücksprache mit mir) erstmal zu nichts anderem in der Lage, als sich ein Ratenzahlungsangebot unterbreiten zu lassen...

Jetzt will der DID "nur noch" seine "Gebühren" in Höhe von € 119,25
Die Frage ist: schreibe ich die jetzt an (etwas rabiat bzw offensiv) oder warte ich ab und lasse alles auf mich zukommen ?

bzgl Schufa müssten wir mal eine Selbstauskunft einholen - ich weiß nicht, wie das jetzt nach der Kto-Kündigung aussieht und was der DID in dieser Richtung schon unternommen hat. Eigentlich müsste die sauber sein.

Dass an der HF des BH-Inkasso nichts zu machen ist, ist eig klar - ist ja Geld, das wir definitiv erhalten hatten, das Problem ist natürlich, daß kein Geld für die Rückführung des "Kontos" da ist/war, sonst hätten wir den Dispo nicht ausgeschöpft.
Dann werde ich also dem IB mal einen schlauen Brief schreiben - evtl mit einem Vergleichsangebot...
aber es wäre schon eine angenehmere Aussicht, wenn die Gebühren nicht durchsetzungsfähig wären.

LG
Jörg

PS: die tel Aussage der Bank, daß da etwas schiefgelaufen ist, habe ich am Telefon mitgehört, aber das tut wahrscheinlich nichts zur Sache, oder?
 

Inkasso

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#5
Jetzt will der DID "nur noch" seine "Gebühren" in Höhe von € 119,25
Die Frage ist: schreibe ich die jetzt an (etwas rabiat bzw offensiv) oder warte ich ab und lasse alles auf mich zukommen ?
Es ist nichts unterschrieben die Raten Zahlungs Vereinbarung wurde lediglich mit dem Call Agenten ( TelefonInkasso) des Inkassoladens getroffen ?
DANN würde ICH dieses Gespräch als nicht existierend erachten und unangekündigt die restlichen 9 € Mahngebphren direkt auf das Konto von Otto überweisen (natürlich Kundennummer von Otto nicht die von DID ;) auf dem Überweisungsträger unter Verwendungszweck )
Dann würde ICh auf den kommenden Bausteinmahnbrief von DID warten und die Forderung - ohne auf den 1 Brief einzugehen ) vollumfänglich mangels Vorlage der Gläubigervollmacht zurückweisen und gleichzeitig mitteilen das es keine offenen Forderung gibt und auf den rechtsweg verweisen

Am Besten Du postest dann nochmal hier

Die Freundin soll sich nicht vom Call Agenten ( 8,50 Stundenlohn) weichklopfen lassen sondern bei dem nächsten Anruf einfach auflegen !!

Wenn man die 9 € abzieht bleiben ca 110 € Inkassogebühren für eine HF von €169,2.
Es ist leider rechtlich ok derartige Gebühren zu verlangen ( freie Marktwirtschaft)
Diese Gebühren sind jedoch vor Gericht nicht mal ansatzweise durchsetzungsfähig. Aus diesem Grund bin sehr sicher das es - bei Negierung dieser Gebühren - zu keinem Gerichtsverfahren kommen wird
Die 9 € Mahngebühren sollten aber vom Tisch sein :cool:

Dann werde ich also dem IB mal einen schlauen Brief schreiben - evtl mit einem Vergleichsangebot...
Du redest aber jetzt nicht von der obigen DID Sache ????
bzgl Schufa müssten wir mal eine Selbstauskunft einholen - ich weiß nicht, wie das jetzt nach der Kto-Kündigung aussieht und was der DID in dieser Richtung schon unternommen hat.
Steht bestimmt schon in der Schufa
 

Ralsom

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#6
Wegen Eintrag bei der Schufa würde ich mir erstmal keinen Kopf machen - der Verein ist sowieso nicht durchschaubar und da steht ja wahrscheinlich schon jeder drin, der irgendwann mal ein Konto hatte, oder Verträge abgeschlossen hat ...:icon_kotz: Glücklicherweise kann man auch mit negativer Schufa-Auskunft überleben...:icon_twisted:
Beim Lesen deines Beitrages habe ich vor allem immer wieder gelesen, dass ihr so viel telefonisch macht. Das würde ich erstmal ändern. Alles nur noch schriftlich.
Ansonsten - bin leider nicht so fit wie andere, die immer gleich den richtigen Link zur Verfügung stellen können - dürfen Unternehmen ihre Forderungen nicht sofort an ein Inkasso-Büro geben, die dann horrende Foderungen haben für die Eintreibung des offenen Betrages. Es gilt für Gläubiger der Grundsatz, dass sie Forderungen so klein wie möglich halten und die Forderungen nicht maßlos in die Höhe treiben dürfen. Meiner Meinung nach gibt es hier immer noch das Prinzip Zahlungserinnerung,1. Mahnung, 2. Mahnung - und mit den jeweiligen Mahngebühren. Erst wenn diese Schritte vom Schuldner nicht beantwortet werden, kann der Gläubiger ein gerichtliches Mahnverfahren einleiten. Die Einsetzung von Inkasso-Unternehmen umgeht dieses Prinzip, in dem der Gläubiger auf den Rechtsweg verzichtet, sich die Forderung vom Inkasso-Dienst abkaufen lässt und dieser statt dessen die Forderung durchzusetzen versucht. Die Deutsche Bahn macht es genauso wie der Otto-Versand. Habe die Erfahrung gemacht, dass man es getrost aussitzen kann, wenn man die Hauptforderung samt Mahngebühr bezahlt (an den Hauptgläubiger) und darauf dem Inkasso Unternehmen schriftlich mitteilt, dass man die Schuld bezahlt hat. Mit dem Hinweis, dass sie keine unnötigen Mehrkosten verursachen dürfen. Es kommen dann ab und an noch mal Schreiben, in denen sie Ratenzahlung vorschlagen (Vorsicht vor dem Kleingedruckten - wenn man unterschreibt und zurückschickt, dann erkennt man die Schuld an!!!). Bei mir landen diese Schreiben in der Ablage-P, gleich Papierkorb.
 

jeremias

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#7
Das Prinzip Zahlungserinnerung, 1. Mahnung, 2. Mahnung gibt es so nicht. Je nach AGB des Gläubigers kommt man nach einer definierten Anzahl von Tagen, in der Regel 30 Tage in Verzug - d.h. ab dann kann der Gläubiger im worst case ohne weitere schriftliche Zahlungsaufforderung das gerichtliche Mahnverfahren einleiten - oder aber seine forderung an ein Inkassobüro abtreten. Gläubiger, die mit 1. und 2. Mahnung arbeiten, tun dies freiwillig, nicht aus Rechtsanspruch des Schuldners heraus.
 
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