Inkassobüro kontaktiert Nachbarin da Schuldner nicht erreichbar ist (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Disco Stu

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Wie bereits geschrieben, hat ein Inkasso Unternehmen (für eine Billigstromversorger tätig) versucht eine Forderung auf telefonischen Weg zu betreiben. Nachdem die Schuldnerin (88jähriges, behindertes Familienmitglied von mir) nicht per Telefon erreicht wurde, versuchte das Inkasso Unternehmen den telefonischen Kontakt über die Nachbarin herzustellen.

Das Inkassobüro bat die Nachbarin (auch Rentnerin) um Mithilfe. Sie fragte die Nachbarin ob sie nicht mal bei der Schuldnerin klingeln könne und die Schuldnerin ans Telefon holen könne. Die Nachbarin holte nichtsahnend dann die behinderte und 88 jährige Schuldnerin ans Telefon in ihre Wohnung. Die Schuldnerin musste dann ein Telefongespräch mit dem Inkassobüro in der Wohnung der Nachbarin über diese Forderung führen. Natürlich oberpeinlich!

Von der Sache überfordert teilte sie dem Inkassobüro nun die eigenen Telefonnummer mit, mit der sie erreichbar ist. Seitdem nervt das Inkassobüro die Rentnerin mit Forderungsanrufen und Drohungen, wonach demnächst der Stom abgestellt wird, wenn sie nicht die Restforderung einer Abschlussrechnung ihres ehemaligen Stromanbieters begleicht.

Das dreiste daran ist, dass die Schuldnerin inzwischen bei einem anderen Stromanbieter ist und die Forderung von dem vorherigen Stromanbieter herrührt. Und ein ehemaliger Stromanbieter kann sowieso keine Sperrung in die Wege leiten. Diese Drohung ist also sowieso unwahr.

Zu Klarstellung:
Die Rechtmäßigkeit der Restforderung des vorherigen Stromanbieters wird siet längerem angezweifelt und hierzu gibt es bereits einen regen Schriftverkehr inklusieve Widerspruch. Dennoch hat das Stromunternehmen das Inkassobüro eingeschaltet. Ein Mahnbescheid wurde noch nicht beantragt.

Nachdem ich von dem Vorfall der telefonischen Kontaktaufnahme des Inkassobüros über die Nachbarin erfahren habe, habe ich das Inkassobüro schriftlich aufgefordert, es zu unterlassen die Schuldnerin telefonisch zu kontaktieren bzw. zu belästigen und die Telefonnummer aus ihren gespeicherten Daten zu löschen. Ich verwies hier auf das Bundesdatenschutzgesetz.

Das Inkassobüro leitet mein Schreiben an ihr Anwaltsbüro weiter.
Der Anwalt des Inkassobüros lehnte die Löschung der Daten ab, da die Speicherung der Daten "für den Inkassoauftrag zweckmäßig wären".

Das Schreiben des Anwalts habe ich hier angehängt.

Für Kommentare zu dem Anwaltsschreiben und der dreisten Vorgehensweise des Inkasso- Unternehmens würde ich mich freuen. Eventuell hat ja noch jemadn Tipps, wie man gegen so was weiter vorgehen könnte.

P.S.
Das Inkassobüro vertritt ein bekannten Billigstromanbieter (e..... GmbH), der selbst mit dreisten Mitteln versucht sich mit zweifelhaften Gebühren zu berreichern. Daher rate ich von diesem Stromanbieter dringends ab.
 

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Es geht doch hier offensichtlich um die Löschung der Telefonnummer der unbeteiligten Nachbarin (!). Hast Du das mit Nachdruck geschildert?
 

benyago

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Hallo,
wenn Sie Disco Stu nicht als gesetzlicher Vertreter oder in Vollmacht der alten Dame handeln kommen Sie so nicht weiter. Die Nachbarin könnte allerdings sehr wohl Auskunft über und die Löschung ihrer Daten beim Inkasso verlangen.

Sie hätten auch zunächst Auskunft über die gespeicherten Daten beantragen müssen, um selbst zu prüfen, ob alle gespeicherten Daten für den Inkasso Auftrag notwendig sind und auch nur diese an das Inkasso vom Hauptgläubiger übergeben worden sind.

Was ich aber auf jedenfalls nun tun würde ist,

1. Falls berechtigte Zweifel an der Forderung bestehen, dieser vollumfänglich widersprechen und auf den Rechtsweg verweisen.

2. Den Präsidenten des Landgerichts (dieser ist die Aufsichtsbehörde der Inkassofirmen) über den Vorgang mit dem Telefonat schriftlich informieren und um Stellungnahme bitten. Damit wird das vermutlich ein einmaliger Vorgang gewesen sein und eine Rüge zur Folge haben.

Beste Grüße
 

Inkasso

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2. Den Präsidenten des Landgerichts (dieser ist die Aufsichtsbehörde der Inkassofirmen) über den Vorgang mit dem Telefonat schriftlich informieren und um Stellungnahme bitten. Damit wird das vermutlich ein einmaliger Vorgang gewesen sein und eine Rüge zur Folge haben.
Würde ich auf jeden Fall auch empfehlen !

Zusätzlich wäre es auch sinnvoll den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten über den Vorfall in Kenntnis zu setzen - Ich denke da in erster Linie an die Weitergabe von Informationen an die Nachbarin - ( geht online Internetauftritt des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit)

Dieser Vorfall könnte auch für die Medien interesant sein !
Tenor :
Stromkonzern yx und Inkassobüro xy
Telefonterror gegen 88 Jährige behinderte Rentnerin
----------------
Auffallend an dem Schreiben des RAs ist das er expl erwähnt das
das Inkassobüro lediglich zum Forderungseinzug beauftragt ist !!
Die Forderung ist nicht abgetreten !
Der RA ist der RA des IBs !
Könnte es nicht so sein das der RA mit diesem Hinweis versucht etwaige Klagen gegen das IB abzuwürgen ?

Tenor : Meine Mandantin handelt ja nur im Auftrag des Stromkonzerns
 

Fairina

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Und den beteiligten RA über die zuständige Rechtsanwaltskammer abmahnen lassen.
 

Disco Stu

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Es geht doch hier offensichtlich um die Löschung der Telefonnummer der unbeteiligten Nachbarin (!). Hast Du das mit Nachdruck geschildert?
Nein, es geht um die Löschung der Telefonnummer der Schuldnerin, die das Inkassobüro beim Telefonat mit der Schuldnerin bei der Nachbarin dann in Erfahrung gebracht haben.

An die Telefonnummer der Nachbarin sind die selbst über einen Telefonbucheintrag gekommen. Die haben einfach versucht jemand im Mehrfamilienhaus der Schuldnerin zu erreichen, um so den Kontakt zur Schuldnerin herzustellen.
 

Disco Stu

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Hallo,
wenn Sie Disco Stu nicht als gesetzlicher Vertreter oder in Vollmacht der alten Dame handeln kommen Sie so nicht weiter.

Sie hätten auch zunächst Auskunft über die gespeicherten Daten beantragen müssen, um selbst zu prüfen, ob alle gespeicherten Daten für den Inkasso Auftrag notwendig sind und auch nur diese an das Inkasso vom Hauptgläubiger übergeben worden sind.

Was ich aber auf jedenfalls nun tun würde ist,

1. Falls berechtigte Zweifel an der Forderung bestehen, dieser vollumfänglich widersprechen und auf den Rechtsweg verweisen.

2. Den Präsidenten des Landgerichts (dieser ist die Aufsichtsbehörde der Inkassofirmen) über den Vorgang mit dem Telefonat schriftlich informieren und um Stellungnahme bitten. Damit wird das vermutlich ein einmaliger Vorgang gewesen sein und eine Rüge zur Folge haben.

Beste Grüße
Ich habe Vollmacht von der Schuldnerin erhalten.

Ich habe Auskunft über die gespeicherten Daten beantragt. Hatten mir dann mitgeteilt dass Name, Anschrift und die Telefonnummer der Schulderin (die haben sie erst seit kurzem erhalten - siehe Beitrag zuvor!) gespeichert sind.

Welcher Präsident welchen Landgerichts ist für das Inkassobüro zuständig?
 

Disco Stu

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Würde ich auf jeden Fall auch empfehlen !

Zusätzlich wäre es auch sinnvoll den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten über den Vorfall in Kenntnis zu setzen - Ich denke da in erster Linie an die Weitergabe von Informationen an die Nachbarin - ( geht online Internetauftritt des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit)

Dieser Vorfall könnte auch für die Medien interesant sein !
Tenor :
Stromkonzern yx und Inkassobüro xy
Telefonterror gegen 88 Jährige behinderte Rentnerin
----------------
Auffallend an dem Schreiben des RAs ist das er expl erwähnt das
das Inkassobüro lediglich zum Forderungseinzug beauftragt ist !!
Die Forderung ist nicht abgetreten !
Der RA ist der RA des IBs !
Könnte es nicht so sein das der RA mit diesem Hinweis versucht etwaige Klagen gegen das IB abzuwürgen ?

Tenor : Meine Mandantin handelt ja nur im Auftrag des Stromkonzerns

Erst mal danke für die Tipps. Werde ich machen und hier weiter berichten.

Was ist denn so auffallend daran, dass der RA erwähnt das das Inkassobüro lediglich zum Forderungseinzug beauftragt ist???

Und was ist an der Aussage des RAs "Meine Mandantin handelt ja nur im Auftrag des Stromkonzerns" zweifelhaft???

Gruss
 

alpha666

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die recherche der rufnummer über die nachbarin war legitim, selbstverständlich darf aber mit der nachbarin nicht über den vorgang selbst gesprochen werden. die einfache bitte, die rufnummer der betroffenen mitzuteilen oder die betroffene ans telefon zu holen ist völlig unproblematisch. die nachbarin hätte dieser bitte schließlich nicht nachkommen müssen.

ein löschungsanspruch bzgl. der telefonnummer zum jetzigen zeitpunkt besteht nicht. (wäre ja zu einfach, wenn ich meine gläubiger einfach auffordern könnte, meine kontaktdaten zu löschen, und schwupps! wären die ihrer möglichkeiten beraubt.
aber keine angst, wenn das inkasso merkt, dass die mit der nummer nix erreichen können hören die anrufe ganz schnell auf...

an dem schreiben des anwalts ist auch nichts "abmahnwürdig". kann es sein, dass der explizite hinweis auf die nicht erfolgte abtretung sich auf dein vorangegangenes schreiben bezieht, in dem du evtl. eine abtretung vermutet hattest?
 

Sprotte

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die recherche der rufnummer über die nachbarin war legitim, selbstverständlich darf aber mit der nachbarin nicht über den vorgang selbst gesprochen werden. die einfache bitte, die rufnummer der betroffenen mitzuteilen oder die betroffene ans telefon zu holen ist völlig unproblematisch. die nachbarin hätte dieser bitte schließlich nicht nachkommen müssen.

ein löschungsanspruch bzgl. der telefonnummer zum jetzigen zeitpunkt besteht nicht. (wäre ja zu einfach, wenn ich meine gläubiger einfach auffordern könnte, meine kontaktdaten zu löschen, und schwupps! wären die ihrer möglichkeiten beraubt.
aber keine angst, wenn das inkasso merkt, dass die mit der nummer nix erreichen können hören die anrufe ganz schnell auf...

an dem schreiben des anwalts ist auch nichts "abmahnwürdig". kann es sein, dass der explizite hinweis auf die nicht erfolgte abtretung sich auf dein vorangegangenes schreiben bezieht, in dem du evtl. eine abtretung vermutet hattest?

:icon_lol: ......selten so gelacht.
 

alpha666

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freue mich immer, wenn ich meine mitmenschen amüsieren kann... jeden tag eine gute tat... :icon_hug:
 

Ahanit

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zum betreiben der Forderung reicht die Postadresse vollkommen aus, genau genommen sollte man auf die Schriftliche auseinandersetzung mit der Forderung bestehen, da IB wie das JC gern mal am Telefon schwachsinn redet.....

ALLES Schriftlich, die Telefonnummer ist nicht notwendig und sollte mdamit auch gelöscht werden...

Hätte die Dame kein Telefon wäre sie ja auch nur per Post erreichbar und das die Nachbarn angerufen werden find ich ja mal dreist, was erlauben die sich denn... wollen sich wohl das Porto für die Post sparen!!!!!!
 

Disco Stu

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die recherche der rufnummer über die nachbarin war legitim, selbstverständlich darf aber mit der nachbarin nicht über den vorgang selbst gesprochen werden. die einfache bitte, die rufnummer der betroffenen mitzuteilen oder die betroffene ans telefon zu holen ist völlig unproblematisch. die nachbarin hätte dieser bitte schließlich nicht nachkommen müssen.

ein löschungsanspruch bzgl. der telefonnummer zum jetzigen zeitpunkt besteht nicht. (wäre ja zu einfach, wenn ich meine gläubiger einfach auffordern könnte, meine kontaktdaten zu löschen, und schwupps! wären die ihrer möglichkeiten beraubt.
aber keine angst, wenn das inkasso merkt, dass die mit der nummer nix erreichen können hören die anrufe ganz schnell auf...

an dem schreiben des anwalts ist auch nichts "abmahnwürdig". kann es sein, dass der explizite hinweis auf die nicht erfolgte abtretung sich auf dein vorangegangenes schreiben bezieht, in dem du evtl. eine abtretung vermutet hattest?
Es wurden bei dem Inkassobüro nicht die Löschung der Kontaktdaten gefordert, sondern nur die Löschung der Telefonnummer. Es wurde das Inkassobüro aufgefordert nur noch auf schriftlichem Weg zu kommunizieren.

Eine Telefonnummer hat nichts mit einem Forderungszweck zu tun. Man kann Geld schlecht über eine Telefonleitung übergeben.
Daten die für einen Forderungszweck nicht notwendig sind, werden nicht benötigt. Somit besteht kein Grund zur Speicherung von Telefonnummern.
"die einfache bitte, die rufnummer der betroffenen mitzuteilen oder die betroffene ans telefon zu holen ist völlig unproblematisch."
Diese Anmerkung nehme ich mal als verfrühten Aprilscherz auf.
 

alpha666

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so gesehen bräuchte man noch nicht mal eine postadresse, denn wer pflegt schon geld postalisch zu übergeben??

selbstverständlich kannst du das iku auffordern, die nummer zu löschen. tun müssen die das noch lange nicht. ebensowenig, wie die omma sie hätte angeben müssen...

der gesetzgeber sieht kein formvorschrift für eine mahnung vor, diese kann schriftlich, mündlich, per fax / mail / telefon / zeitungsanzeige / buschtrommel erfolgen. entscheidend ist im endeffekt, dass sie als mahnung verstanden wird und dass man nötigenfalls des zugang nachweisen kann (sofern dies erforderlich ist).

btw: was ich sage meine ich in der regel ernst, insofern kannst du davon ausgehen, dass es sich NICHT um einen aprilscherz handelt... :icon_knutsch:
 

Disco Stu

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@alpha666
so gesehen bräuchte man noch nicht mal eine postadresse, denn wer pflegt schon geld postalisch zu übergeben??

Ist zumindest physikalisch möglich. Per Telefon schon mal gar nicht.

selbstverständlich kannst du das iku auffordern, die nummer zu löschen. tun müssen die das noch lange nicht. ebensowenig, wie die omma sie hätte angeben müssen...

Informationen bzw. Daten die nach vertragsabschluss freiwillig an eine Inkassobüro gegeben wurden, sind selbstverständlich wieder zu löschen, wenn man das wünscht bzw. fordert.

der gesetzgeber sieht kein formvorschrift für eine mahnung vor, diese kann schriftlich, mündlich, per fax / mail / telefon / zeitungsanzeige / buschtrommel erfolgen.

Genau! "schriftlich, mündlich, per fax / mail / telefon / zeitungsanzeige / buschtrommel", jedoch an den betreffenden Schuldner. Aber nicht an eine wildfremde Person (Nachbarn, Hausmeister, etc.)

entscheidend ist im endeffekt, dass sie als mahnung verstanden wird und dass man nötigenfalls des zugang nachweisen kann (sofern dies erforderlich ist).

btw: was ich sage meine ich in der regel ernst, insofern kannst du davon ausgehen, dass es sich NICHT um einen aprilscherz handelt... :icon_knutsch:

Ich fasse es aber dennoch als Aprilscherz auf.
:icon_party:
 
E

ExitUser

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Isses auch. Eine dritte Person damit zu nötigen, ist völlig illegitim. Das ist schon Verstoß gegen Datenschutz, zumal die Daten der dritten - unbeteiligten - Person recherchiert wurden. Die Dame hat mit der Forderung gegen die alte Frau nichts zu tun. Somit darf das Inkassobüro auch gar nicht an sie heran treten.
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde diesen Fall,wirklich mal dem Präsidenten des Landesgerichts schildern,unglaublich wie hier mit den rechten eines betagten Menschen rumgesprungen wird(ES IST AUFJEDENFALL UNPROFESSIONIONELL)!:icon_eek::icon_eek::icon_eek:
Im welchem Verhältniss stehst Du zu dieser Person,wenn Du Dich Verantwortlich fühlst,
dann übernehme doch direkt die gesetzliche Betreuung um Ihre Rechte weiterhin zu wahren!
Dieser Fall grenzt nämlich auch schon an Rufmord und Verleumdung und Verletzung der eigene Privatsphäre,wenn man noch nicht einmal mehr das Recht hat,-
seine eigenen Sachen so zu regeln wie man es selbst für richtig hält!
:icon_kinn::icon_kinn::icon_kinn:
 

Disco Stu

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Sowohl den Präsidenten des Landesgerichts, als auch den Datenschutzbeauftragten werde ich anschreiben und den Fall schildern.

Eine Vollmacht habe ich, da es sich um ein direktes Familienmitglied handelt.


Ich werde hier weiter berichten.
 

Inkasso

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die recherche der rufnummer über die nachbarin war legitim, selbstverständlich darf aber mit der nachbarin nicht über den vorgang selbst gesprochen werden. die einfache bitte, die rufnummer der betroffenen mitzuteilen oder die betroffene ans telefon zu holen ist völlig unproblematisch. die nachbarin hätte dieser bitte schließlich nicht nachkommen müssen.

ein löschungsanspruch bzgl. der telefonnummer zum jetzigen zeitpunkt besteht nicht. (wäre ja zu einfach, wenn ich meine gläubiger einfach auffordern könnte, meine kontaktdaten zu löschen, und schwupps! wären die ihrer möglichkeiten beraubt.
aber keine angst, wenn das inkasso merkt, dass die mit der nummer nix erreichen können hören die anrufe ganz schnell auf...

an dem schreiben des anwalts ist auch nichts "abmahnwürdig". kann es sein, dass der explizite hinweis auf die nicht erfolgte abtretung sich auf dein vorangegangenes schreiben bezieht, in dem du evtl. eine abtretung vermutet hattest?
Der RA ahnt das da was Unangenehmens in Bewegung gesetzt werden könnte !
Es geht eigentlich nicht um den berechtigten oder nicht berrechtigten Löschungsanspruch
Nochmal die Stichworte :
Stromkonzern , Inkassobüro , 88 jährige behinderte Rentnerin ,
permanente Telefonanrufe, ältere Nachbarn belästigt

Selbst wenn Du recht hast und die Angelegenheit tatsächlich so freundlich abgelaufen sein sollte könnte ich mir vorstellen das gewisse Medien den Fall gerne ausschlachten würden
Es handelt sich beim Auftraggeber ja nicht um eine der vielen schnöden Abzockbuden sondern um ein größeres seriöses Unternehmen
aber keine angst, wenn das inkasso merkt, dass die mit der nummer nix erreichen können hören die anrufe ganz schnell auf...
Eine 88 Jährige hat selbst bei einem rethorisch schwachen Call Agent welcher das Telefoninkasso macht kaum eine Chance
 

Inkasso

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Erst mal danke für die Tipps. Werde ich machen und hier weiter berichten.

Was ist denn so auffallend daran, dass der RA erwähnt das das Inkassobüro lediglich zum Forderungseinzug beauftragt ist???

Und was ist an der Aussage des RAs "Meine Mandantin handelt ja nur im Auftrag des Stromkonzerns" zweifelhaft???

Gruss
Nichts ist davon zweifelhaft - aber warum erwähnt er dies ungefragt ? ;-)))
 

Fairina

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In den 70igern - späten 80igern sind einige RA und ihre Inkassofirmen so vorgegangen, das sie drohten und auch wohl taten, die Nachbarschaft und Verwandschaft über die Schulden zu informieren im Auftrage von Versandhäusern. Der Schuss ging gründlich nach hinten los. Etliche Gerichte haben da entsprechend geurteilt und die Versandhäuser haben damals - wenn ich mich recht entsinne - auf eine weitere Beitreibung ihrer Kosten, Schulden usw. verzichtet. Auch der sogenannte "schwarze mann" hat vielen Handwerkern die gemeint hatten, daß sie so ihre Schuldner zum Zahlen bringen könnten, nichts als Kosten gebracht.

Wie zuvor gesagt wurde: Gerichtspräsidenten des Inkassos und die Anwaltskammer des RA sowie den Datenschutz und ggfls. die Verbraucherberatung benachrichtigen. Ach so und sollte das Inkasso im Bundesverband der Inkassofirmen sein, dann würde ich die auch benachrichtigen über die Praxis.
 
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