Inkasso wegen 3,82€ (1 Betrachter)

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McMurphy

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Vieleicht könnt ihr mir helfen?

Ich habe im Dezember eine Mahnung in Höhe von 3,82€ für ein paar Abzüge bekommen, und diese inklusive Mahngebühr von 5,00€ an meinen Provider beglichen .

Zwei Tage später bekomme ich Post von einem Inkasso Unternehmen und werde unter den üblichen Drohungen aufgefordert zu Bezahlen.

Ich habe den Überweisungsträger und ein nettes Schreiben per Fax geschickt wo mitgeteilt wurde das das ganze schon erledigt sei.

Heute wieder ein Brief vom Inkasso inklusive genauer Aufstellung der Zinsen, Gebühren usw.:

"In der obigen Angelegenheit haben sie aufgrund unserer Zahlungsaufforderung zwischenzeitlich Zahlungen geleistet und somit sowohl die Forderung selbst, als auch den Zahlungsverzug eindeutig anerkannt.

Die dem Gläubiger entstandenen Verzugskosten einschließlich der geforderten Zinsen (20,15€) , sind von Ihnen jedoch noch zu begleichen.

Sollten Sie die Zahlungsfrist nicht einhalten, werden wir bzgl. der Restforderung das gerichtliche Mahnverfahren durch unsere Rechtsanwälte einleiten."


Sollte/muss ich die 20,15€ noch bezahlen, die ursprüngliche Forderung ist doch schon mit Mahngebühren direkt an den Gläubiger beglichen worden?

Die ursprüngliche Zahlungsaufforderung/Mahnung durch den Provider (nicht durch das Inkassobüro) war ja erledigt durch die Zahlung.

Danke!
 
R

Rounddancer

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Üblicher Einschüchterungsversuch des Inkassounternehmens.

Du hast denen ja nachgewiesen, daß Du auf die Mahnung hin Betrag plus Mahngebühren bezahlt hast,- hoffentlich in der von der Mahnung gesetzten Frist plus üblicher Banklaufzeit (?),-

an Deiner Stelle würde ich die Belege plus Schriftverkehr aufheben,- und eventuell eingehenden Schriftverkehr dahingehend prüfen, ob da ein gerichtlicher Mahnbescheid eines Amtsgerichts auftaucht. Auf den würde ich reagieren,- nicht aber auf irgendwelche weitere Mahnungen des Inkassobüros.

Ich würde aber genau aufpassen, daß man mir keine Mahnung des Inkassobüros unterjubelt, der optisch fast wie ein richtiger Mahnbescheid aussieht. Gibts nämlich leider auch.

Infos zum Mahnbescheid:

https://www.callnrw.de/broschuerenservice/download/78/Mahnbescheid.pdf

Reaktion auf einen unberechtigten Mahnbescheid ist der (Achtung: Frist einhalten!) Widerspruch.
 

McMurphy

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Die Frist der Mahnung war schon abgelaufen, der Zahltag (Überweisungstag) an den Gläubiger, war der Tag, auf dem das Schreiben des Inkassobüros datiert ist, dieses kam aber erst drei Tage später per normaler Post.:icon_neutral:

Daher bin ich mir nicht sicher, ansonsten steht ja bereits vieles zu dem Thema hier im Forum.
 
E

ExitUser

Gast
Die Frist der Mahnung war schon abgelaufen, der Zahltag (Überweisungstag) an den Gläubiger, war der Tag, auf dem das Schreiben des Inkassobüros datiert ist, dieses kam aber erst drei Tage später per normaler Post.:icon_neutral:

Daher bin ich mir nicht sicher, ansonsten steht ja bereits vieles zu dem Thema hier im Forum.
Eventuellen Gerichtlichen Mahnbescheid abwarten und in voller Höhe widersprechen. Alle beweiskräftigen Unterlagen dennoch fein säuberlich aufheben, für den Fall des Falles. Fertig aus.

Emily
 

McMurphy

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Wegen der Frist habe ich Bauchweh, ich habe das noch mal genau geprüft, der Tag der Überweisung an den Gläubiger war auch der Tag an dem das Schreiben vom Inkasso ankam. Das hatte ich mit einer anderen Geschichte verwechselt, so ein Mist.....

Wie sicher ist das in die Tonne treten von weiteren Schreiben des Inkassobüros?
 

penelope

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Wenn ein Mahnbescheid kommen sollte ( W E N N !!!),
dann Kreuzchen bei Komplettwiderspruch und pünktlich zurück zum Gericht:icon_twisted:
 

Inkasso

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Nebenbei : Es wäre das 1 Inkassobüro das umgehend aufgibt ;)

Ich würde mich aber hier nicht von dynamisch formulierten Bausteinmahnbriefe beeindrucken lassen.
Mir ist bisher kein einziges expl wg nicht beglichener Inkassogebühren eines extern beauftragten Inkassobüros erfolgreich durchgeführtes Gerichtsverfahren bekannt.

ICH würde folgendes FAX ans Inkassobüro schicken :

Ich weise die Forderung vollumfänglich zurück und stelle Ihren Aufttraggeber sollte er anderer Meinung sein - den Rechtsweg anheim
Mit der Speicherung und Weitergabe meiner Daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden.
Ich untersage hiermit ebenfalls die Kontaktaufnahme Ihres Call Agenten per Telefon


Ich bin mit dieser Vorgehensweise immer gut gefahren
2 oder 3 Bausteinmahnbriefe des IB bzw des angeschlossenen RA könnten trotzdem noch kommen
 

Inkasso

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Üblicher Einschüchterungsversuch des Inkassounternehmens.

Du hast denen ja nachgewiesen, daß Du auf die Mahnung hin Betrag plus Mahngebühren bezahlt hast,- hoffentlich in der von der Mahnung gesetzten Frist plus üblicher Banklaufzeit (?),-
Im Grunde genommen eigentlich Nebensache da Inkassogebühren des extern vom GL beauftragten IBs i.H.v 20,15€ wohl kaum durchsetzungsfähig sind.

lg
 

CyLord

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AW: Inkasso wegen 3,82€

Dein Ansprechpartner ist Dein Provider, kein Inkassobüro. Sie sind nicht Dein Vertragspartner.
 

Inkasso

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Wegen der Frist habe ich Bauchweh, ich habe das noch mal genau geprüft, der Tag der Überweisung an den Gläubiger war auch der Tag an dem das Schreiben vom Inkasso ankam. Das hatte ich mit einer anderen Geschichte verwechselt, so ein Mist.....

Wie sicher ist das in die Tonne treten von weiteren Schreiben des Inkassobüros?
Es spielt keine Rolle ob die zahlung 2 Tage früher oder 5 tage später auf dem Kto des Gl gutgeschrieben wurde
Es gibt m.W kein einziges erfolgreich durchgezogenes Gerichtsverfahren expl wg Inkassogebühren eines extern beauftragten IB sofern die HF an den GL beglichen ist !!
HF plus Mahngebühr ist Deinerseits an den GL direkt überwiesen worden
Eine Verrechnung gem BGB 367 ist ebenfalls nicht mehr möglich
Du bist aus dem Schneider
Cool bleiben bitte :)
 

Inkasso

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Hier wurde mal der Versuch gemacht expl Inkassogebühren einzuklagen :


AG Wiesbaden 92 C 3458/07 - 22 - vom 15.11.2007 zur Erstattung von Inkassokosten
(Klägerin war hier die DPM Presse- und Medienverlag GmbH) "Die Klage war hinsichtlich der geltend gemachten Inkassokosten in Höhe von 130,50 € abzuweisen. Innkassokosten sind dann nicht erstattungsfähig, wenn der Gläubiger geschäftserfahren ist und die Sache aus der Sicht zum Zeitpunkt der Einschaltung des Dritten zu Inkassozwecken keine besonderen Schwierigkeiten aufwies. Eine Erstattungspflicht für eigene Aufwendungen des Gläubigers besteht nur insofern, als ein wirtschaftlich denkender Mensch bei der Betrachtung ex ante (im Zeitpunkt der Einschaltung des Inkassobüros) diese für notwendig halten durfte. Das Überwachen von Zahlungspflichten und die Übersendung von Mahnungen sind einfachste kaufmännische Tätigkeiten, die zum eigenen Pflichtenkreis der Klägerin gehören. Ein beachtenswertes Interesse, diese Tätigkeiten auf eine andere Rechtsperson zu verlagern und so im Ergebnis eine Erstattung der Aufwendungen zu erlangen, bestehen nicht."
 

McMurphy

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Hier wurde mal der Versuch gemacht expl Inkassogebühren einzuklagen :


AG Wiesbaden 92 C 3458/07 - 22 - vom 15.11.2007 zur Erstattung von Inkassokosten
(Klägerin war hier die DPM Presse- und Medienverlag GmbH) "Die Klage war hinsichtlich der geltend gemachten Inkassokosten in Höhe von 130,50 € abzuweisen. Innkassokosten sind dann nicht erstattungsfähig, wenn der Gläubiger geschäftserfahren ist und die Sache aus der Sicht zum Zeitpunkt der Einschaltung des Dritten zu Inkassozwecken keine besonderen Schwierigkeiten aufwies. Eine Erstattungspflicht für eigene Aufwendungen des Gläubigers besteht nur insofern, als ein wirtschaftlich denkender Mensch bei der Betrachtung ex ante (im Zeitpunkt der Einschaltung des Inkassobüros) diese für notwendig halten durfte. Das Überwachen von Zahlungspflichten und die Übersendung von Mahnungen sind einfachste kaufmännische Tätigkeiten, die zum eigenen Pflichtenkreis der Klägerin gehören. Ein beachtenswertes Interesse, diese Tätigkeiten auf eine andere Rechtsperson zu verlagern und so im Ergebnis eine Erstattung der Aufwendungen zu erlangen, bestehen nicht."
Das ist gut, Danke! Ich schreibe jetzt die restlichen Gläubiger an und teile denen mit das aktuell nichts geht und hoffe das ich schnell einen Termin bei einer Schuldnerberatung finde. Zur Zeit ist alles noch überschaubar und mit normalen Einkommen (noch) bezahlbar.

Pervers ist, dass mir noch über 1.000€ an ALG I zustehen seit 2008 - naja geht jetzt an das Gericht, vieleicht finde ich da ja Recht. Mit dem Geld könnte ich vieles bezahlen und wäre den meisten Ärger los.
 

noodles99

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Inkassokosten können erfolgreich vor Gericht eingeklagt werden! Allerdings nehmen die Richter zur Bemessungsgrenze die üblichen Sätze der Rechtsanwälte, die fast in ähnlicher Höhe sind. In vielen Fällen werden von Inkassounternehmen höhere Sätze berechnet, die nach Durchführung des streitigen Verfahrens abgewiesen werden.

Bei so einer geringen Forderung ist es sowieso lächerlich ein Inkassounternehmen zu beauftragen! In der Regel haben die Unternehmen die Möglichkeit binnen 10 Tagen die Fälle wegen Zahlungsüberschneidung zu schliessen, in den meisten Fällen wird dann kulanterweise auf die Kosten verzichtet.
 

Inkasso

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Inkassokosten können erfolgreich vor Gericht eingeklagt werden! Allerdings nehmen die Richter zur Bemessungsgrenze die üblichen Sätze der Rechtsanwälte, die fast in ähnlicher Höhe sind. In vielen Fällen werden von Inkassounternehmen höhere Sätze berechnet, die nach Durchführung des streitigen Verfahrens abgewiesen werden.

Bei so einer geringen Forderung ist es sowieso lächerlich ein Inkassounternehmen zu beauftragen! In der Regel haben die Unternehmen die Möglichkeit binnen 10 Tagen die Fälle wegen Zahlungsüberschneidung zu schliessen, in den meisten Fällen wird dann kulanterweise auf die Kosten verzichtet.
Wenn das Unternehmen - wie z.b einige stromversorger - über eine interne Inkassoabteilung verfügt hat passiert das gelegentlich das expl Inkassogebühren eingeklagt werden
Sobald die Forderung jedoch an ein externes inkassobüro abgegeben wird dürften die Klage Ambitionen auf Null sinken.
Dann wird wohl eher aus finanztechnischen Gründen und nicht aus Kulanz ausgebucht

lg
 

McMurphy

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Wenn das Unternehmen - wie z.b einige stromversorger - über eine interne Inkassoabteilung verfügt hat passiert das gelegentlich das expl Inkassogebühren eingeklagt werden
Sobald die Forderung jedoch an ein externes inkassobüro abgegeben wird dürften die Klage Ambitionen auf Null sinken.
Dann wird wohl eher aus finanztechnischen Gründen und nicht aus Kulanz ausgebucht

lg

Ich werde es wie angeraten darauf ankommen lassen und notfalls bei einem gerichtlichem Mahnbescheid Widerspruch einlegen.
 

Tobiasle

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Nagut, ich hatte ein paar mehr sachen, sowie ca. 2400 EUR bei einer Bank, die jedoch ein externes Inkassounternehmen beauftragt hat, als ich mit dem Inkasso fertig war, ging es zum Rechtsanwalt der gerichtliche Schritte angedroht hat wenn ich mich nicht melde, was ich getan habe. Nun der Mahnbescheid, Inkasso-/Rechtsanwalts-/Gerichtsgebühren widersprochen. Seitdem habe ich nichts mehr gehört.

Habt ihr erfahrungen wie lange soetwas dauert? Das ist schon über ein Monat her.
 
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Rounddancer

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Wenn Du dem Mahnbescheid fristgemäß widersprachst, dann bekommt der, der den Mahnbescheid initiert hat, vom Gerichtscomputer die Information, daß Du dem Mahnbescheid fristgerecht widersprachst. Und dann ist es seine Entscheidung, ob er die Klage einreicht,- oder ob er entscheidet, daß

a) er zwar im Recht ist, aber "dem schlechten Geld nicht noch gutes nachwerfen mag/kann/will", -weil bei Dir eh nix zu holen ist, und so nur noch mehr Kosten auf ihn zukämen,
oder
b) die Anspruchsgrundlage (die er dann ja erstmals dem Gericht gegenüber beweisen müßte) nicht wirklich vorhanden ist,-


und dann gar nix mehr macht.

Will er klagen, oder hat er beim Antrag auf den Mahnbescheid gar schon angekreuzt, daß er im Falle eines Widerspruchs automatisch klagen will, dann findet er im Brief des Gerichts eine Zahlungsanweisung,- dann muß der Gläubiger nämlich erstmal einen Gerichtskostenvorschuß an das Gericht leisten. Und erst wenn er das tat,- dann geht das Verfahren weiter. Sonst nicht.
 

Inkasso

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Nagut, ich hatte ein paar mehr sachen, sowie ca. 2400 EUR bei einer Bank, die jedoch ein externes Inkassounternehmen beauftragt hat, als ich mit dem Inkasso fertig war, ging es zum Rechtsanwalt der gerichtliche Schritte angedroht hat wenn ich mich nicht melde, was ich getan habe. Nun der Mahnbescheid, Inkasso-/Rechtsanwalts-/Gerichtsgebühren widersprochen. Seitdem habe ich nichts mehr gehört.

Habt ihr erfahrungen wie lange soetwas dauert? Das ist schon über ein Monat her.
RA sowie die Gerichtsgebühren sind im Gegensatz zu den Inkassogebühren
allerdings durchsetzungsfähig
Hier ein interesanter Beitrag von STIFTUNG WARENTEST zu diesem Thema

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