Inkasso vom Jobcenter erhalten, obwohl mit 17 Jahren aus der Wohnung der Mutter ausgezogen,wie jetzt verhalten?

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Milalu

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Hallo ihr lieben,

Es geht darum das ich mit 17 bei meiner Mutter ausgezogen bin und zu meiner Oma gezogen bin das war 2014.

Als ich in dem Jahr 18 geworden bin, habe ich von dem Inkasso vom JobCenter ein Schreiben bekommen wo ich aufgefordert wurde über 800€ zu zahlen (ich glaube aus dem Jahr 2011).

Ich natürlich meiner Mutter bescheid gegeben und sie meinte sie kümmert sich darum und ich habe mir darüber auch keinen Kopf mehr gemacht, weil es nicht mein Verschulden war und von dem Geld hab ich auch nie was gesehen.

Sie musste übrigens auch für meinen Bruder und für sich was zurück zahlen, was sie auch gemacht hat, nur natürlich nichts von mir...naja gut.

Ich bin dann Mitte 2015 in meine eigene Wohnung gezogen und hatte plötzlich wieder so einen Brief bekommen und das zog sich bis letztes Jahr hin.

So doof wie ich natürlich war, hab ich immer meiner Mutter bescheid gegeben bzw ihr die Briefe auch persönlich überreicht und hab gedacht die wird das schon regeln.

Ich hab auch bis gestern nicht mehr drüber nachgedacht und plötzlich schoss es mir wieder in den Kopf und jetzt mache ich mir die ganze Zeit Gedanken.

Gestern habe ich meine Mutter angerufen und mal nachgefragt... Sie meinte das sie wohl letztes Jahr ein Schreiben fertig gemacht wo sie um eine Ratenzahlung gebeten hat aber es hat sich bis jetzt wohl immer ich keiner gemeldet.

Ich hab seit letztes Jahr auch keinen Brief mehr bekommen, nur hab ich 1. Angst einen Schufa Eintrag bekommen zu haben 2. Das irgendjemand vor meiner Tür steht :icon_cry:

Wie verhalte ich mich denn jetzt?

Ich sehe es irgendwie nicht ein das ich das alles klären muss?

Aber was ich wohl machen sollte damit ich Klarheit habe.
Problem ist nur ich habe grade kein Einkommen und könnte sowieso nichts bezahlen und möchte ich auch gar nicht, weil es nicht meine Schulden sind. :icon_frown:

Ja ich weiß, da wir eine Bedarfsgemeinschaft waren wird das wohl unter allen aufgeteilt :icon_dampf: aber trotzdem seh ich das irgendwo nicht ein!

Ich würde mich freuen wenn mir jemand helfen könnte.

Lg:cheer2:
 

Seepferdchen 2010

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Hallo @Milalu:welcome:

Bitte nicht zweimal dein Anliegen hier in das Forum stellen.

Für die Zukunft solltest Du berücksichtigen, daß die hier anwesenden Nutzer ihre Hilfestellungen in ihrer Freizeit geben und nicht rund um die Uhr online sind. Ein wenig Geduld wäre deshalb schon angebracht.

Dies Forum funktioniert nicht wie eine Jukebox, bei der nach Knopfdruck umgehend die gewünschten Antworten kommen.

Ich wünsche weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Seepferdchen 2010

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So nun mal langsam @Milalu:

Als ich in dem Jahr 18 geworden bin, habe ich von dem Inkasso vom JobCenter ein Schreiben bekommen wo ich aufgefordert wurde über 800€ zu zahlen (ich glaube aus dem Jahr 2011).

Ich vermute mal auf Grund deiner Schilderung, das es um die anteiligen Kosten der Unterkunft geht usw.?

Nächste Frage du schreibst:

zu meiner Oma gezogen bin das war 2014.

Wovon hast du in diesem Zeitraum gelebt, welche Leistung
hast du ggf. erhalten, Kindergeld usw.?

So wie du schreibst, liegt hier ein Versäumnis deiner Mutter vor,
weil sie die Veränderung nicht dem JC mitgeteilt hat, also den
Auszug aus der Wohnung.

Auch hier die Frage hast du dem JC etwas schriflich mitgeteilt?

Da du zum Zeitpunkt noch nicht Volljährig warst, gibt es keine
Sippenhaftung, so heißen deine Mutter war hier voll verantworlich.
 

Milalu

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Genau darum ging es in dem Schreiben.. anteiligen Kosten der Unterkunft etc

Meine Mutter meinte das die Schulden wohl dadurch entstanden sind, als sie wieder anfing zu arbeiten und der Arbeitgeber am Anfang nicht zahlte, sie zum Jobcenter ging und darum gebeten hat das die bitte zahlen sollen bzw ob die das machen würden. Das Jobcenter hat wohl zugestimmt und nach ein paar Monaten wollten die das Geld plötzlich wieder haben.

Glaub ich nicht wirklich das es so stimmt, da ich davon ausgehe das sie das wusste und bestimmt ein Darlehen genommen hatte.
(da ich es auch mal so machen musste)

Als ich bei meiner Oma gewohnt habe war ich auch wieder beim Amt gemeldet da mein Opa Alg2 bekommt.

Ich hab dann Kindergeld und das was mir halt zustand vom Amt bekommen.


Ich hab alles dem Amt gemeldet und meine Mutter musste nichts melden da sie da schon kein Alg2 mehr bezogen hat.


Ich hätte vielleicht noch erwähnen sollen das es sich in dem Schreiben um Kosten von 2011 handelt.Sorry :icon_frown:
 
E

ExitUser

Gast
Genau durchlesen und Anwalt hinzuziehen. Wäre mein Rat.

https://sozialberatung-kiel.de/2012/04/27/zur-beschrankung-der-minderjahrigenhaftung-im-sgb-ii/
Zur Beschränkung der Minderjährigenhaftung im SGB II
Bei der Prüfung eines Aufhebungs- und Erstattungsbescheides ist zu beachten, dass sich der vertretene minderjährige Leistungsberechtigte die Erklärung seiner Vertreter (Eltern) sowie dessen Kenntnis und Kennenmüssen bestimmter Umstände zurechnen lassen muss, §§ 164, 166 BGB. Ein Verschulden des Vertreters (Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit) wird regelmäßig dem Vertretenen zugerechnet, wenn ein gesetzlicher Vertreter (insbesondere die Eltern für ihre minderjährigen Kinder) gehandelt haben, § 278 BGB.

Dem Erstattungsanspruch des Jobcenters gegen minderjährige Leistungsberechtigte gemäß § 50 Abs. 1 Satz 1 SGB X kann aber die Beschränkung der Minderjährigenhaftung entgegenstehen.

Danach ist die Haftung des ehemaligen Minderjährigen und nun volljährig gewordenen für Verbindlichkeiten, die Personen im Rahmen ihrer Vertretungsmacht mit Wirkung für den Minderjährigen begründet haben, beschränkt auf den Bestand des Vermögens des Minderjährigen bei Eintritt der Volljährigkeit.
 
E

ExitUser

Gast
Ups, hab ich ja erwähnt das es sich um Kosten von 2011 handelt.

Sorry bin etwas durch den Wind. :icon_rolleyes:

Mein Beitrag #5 war relativ parallel zu deinem. Evtl. hast du das nicht lesen können.

Deine Mutter hat die Schulden ja anscheinend inzw. anerkannt indem sie Ratenzahlung beantragte.
Da sollte deine Muttter dich auf Stand bringen.
Wenn das Amt sich an dich wendet, einfach auf Minderjährigenhaftung hinweisen.
Inwieweit die Forderung an dich dann zu spät wäre wegen der Fristen, weiß ich nicht.

EDIT: Schwierig wäre auch evtl. festzustellen, wie hoch dein Vermögen mit 18 war.
 

Milalu

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Mein Beitrag #5 war relativ parallel zu deinem. Evtl. hast du das nicht lesen können.

Deine mutter hat die Schulden ja anscheinend inzw. anerkannt indem sie Ratenzahlung beantragte.
Wenn das Amt sich an dich wendet, einfach auf Minderjährigenhaftung hinweisen.
Inwieweit die Forderung an dich dann zu spät wäre wegen der Fristen, weiß ich nicht.


Falls Sie das wirklich gemacht hat, hätten die sich vom Inkasso Service nicht schon längst gemeldet?

Also damit die eine Ratenzahlung vereinbaren können?

Ich bin selbst verwundert das ich keinen Brief mehr von denen erhalte.
 
E

ExitUser

Gast
Falls Sie das wirklich gemacht hat, hätten die sich vom Inkasso Service nicht schon längst gemeldet?
Hmm, die verbumbeuteln vielleicht auch mal was?
Evtl. wurde eine Mahnsperre wegen Widerspruch eingetragen?
Aber seltsam ist das schon.

Also damit die eine Ratenzahlung vereinbaren können?
Wenn deine mutter das nachweislich beantragt hat, wäre es jedenfalls erst mal positiv.

Ich bin selbst verwundert das ich keinen Brief mehr von denen erhalte.
Könnte darauf hin deuten, dass deine Mutter das doch geklärt hat, oder der Vorgang nach unten gerutscht ist und Wiedervorlage erst später gesetzt ist.

Wegen der Schufa kannst du jährlich eine kostenlose Auskunft verlangen.

https://www.meineschufa.de/index.php?site=11_3

Aber beim Ausfüllen von Formularen aufpassen, die tricksen und dann wird es doch kostenpflichtig.
Oder es formlos machen, das geht auch.
https://www.vzbv.de/mediapics/auskunfteien_musterschreiben_03_2010.pdf

EDIT: Oder du hast die Kontoauszüge noch.
Banken lassen sich alte Ersatzauszüge meist teuer bezahlen.
Da gibt es Grenzen, was die verlangen dürfen. also auch da aufpassen und Gebühren genau prüfen. Im Netz findest du Urteile, was die maximal verlangen dürfen.
 

Milalu

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Ich bin nie in Widerspruch gegangen da ich mich ehrlich gesagt dafür nicht interessiert habe und mir drüber keine Gedanken gemacht habe.

Das war ja denk ich auch ein Fehler von mir das ich darauf nicht reagiert habe?


Also wird wohl noch was auf mich draufzukommen?
 
E

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Gast
Ich bin nie in Widerspruch gegangen da ich mich ehrlich gesagt dafür nicht interessiert habe und mir drüber keine Gedanken gemacht habe.
Aber evtl. deine Mutter?
Was da wie gelaufen ist kann eigentlich nur dein Mutter beantworten.
Du solltest schauen, dass du alle Schreiben zusammen suchst, deine mutter auch und dann alles aufdröseln.

Das war ja denk ich auch ein Fehler von mir das ich darauf nicht reagiert habe?
Klar, wenn du eine Zahlungsaufforderung bekommst, musst du dich darum kümmern. Du hast alles deiner Mutter übergeben und darauf vertraut, dass sie das regelt.
Daher musst du nun klären, was und wie das gelaufen ist.

Also wird wohl noch was auf mich draufzukommen?

Kann ich leider nicht einschätzen. Bin da kein Spezialist.
Auch scheint vieles zum Sachverhalt unklar, was wann gemacht wurde (Ratenzahlung) wann genau welche Schreiben kamen und die Fristen.
Ich hatte eigentlich nur vorsorglich auf die Minderjährigenhaftung hinweisen wollen, da das vielen nicht bekannt ist.
 

Milalu

Elo-User*in
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EDIT: Oder du hast die Kontoauszüge noch.
Banken lassen sich alte Ersatzauszüge meist teuer bezahlen.
Da gibt es Grenzen, was die verlangen dürfen. also auch da aufpassen und Gebühren genau prüfen. Im Netz findest du Urteile, was die maximal verlangen dürfen.

Ich mag nicht nerven :sorry:
Ich weiß auch grade nicht richtig wie ich das erklären soll.

Ich hab nachgeschaut in meinen Kontoauszügen
und einen Kontoauszug vom 17.11.2014 gefunden und am 3.11 hab ich Geburtstag. Am 10.11 hab ich das erste mal in dem November 2014 was abgehoben und davor den Monat das letzte mal am 30.10. soo.. Keine Ahnung ob es dumm ist zusagen was oben war aber es waren dann nach dem 30.10 nur noch 19,30€ auf dem Konto und wie gesagt am 10.11 hab erst wieder Geld abgehoben und dazwischen aber auch nichts überwiesen bekommen.

Also wenn ich jetzt richtig denke dann müsste ich eigentlich anstatt über 800€ nur 19,30€ bezahlen da das der Betrag ist den ich an meinem 18 Geburtstag besaß? :feiern:
 

axellino

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Also wird wohl noch was auf mich draufzukommen?

Eine Glaskugel haben wir hier nicht und vielleicht solltest Du dich mal mit deiner Mutter intensiv zusammensetzen und auch mal mit ihr allen Paperkrams hierzu durchforsten, damit hier Licht ins dunkel kommt und daraufhin könnte man dann weiter sehen.

Damit ggfls. überhaupt etwas von Dir zurück gefordert werden könnte, müsste ja ein explizit gegen dich damals als minderjähriger gerichteter Aufhebungs- und Erstattungsbescheid vorliegen, ja, nein und was gibt es hierzu noch alles schriftliches :idea:

nur hab ich 1. Angst einen Schufa Eintrag bekommen zu haben

Die Bundesagentur für Arbeit ist kein Mitglied der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung). Mitglieder sind Banken/Sparkassen, Telefongesellschaften, Kreditkarteninstitute etc. Da geht es um Verbrauchergeschäfte.
 
E

ExitUser

Gast
Die Bundesagentur für Arbeit ist kein Mitglied der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung). Mitglieder sind Banken/Sparkassen, Telefongesellschaften, Kreditkarteninstitute etc. Da geht es um Verbrauchergeschäfte.
Das ist sehr interessant.
Das bedeutet, dass Schulden bei Behörden dort gar nicht eingetragen werden?
Auch nicht bei den anderen gängigen "Auskunfteien"?

Milalu meinte:
Also wenn ich jetzt richtig denke dann müsste ich eigentlich anstatt über 800€ nur 19,30€ bezahlen da das der Betrag ist den ich an meinem 18 Geburtstag besaß?

Ja, das siehst du richtig. Kommt - soweit ich das richtig verstehe - auch darauf an, wann wem der Bescheid korrekt zugegangen ist. Und dass im Bescheid selbst keine Fehler sind, wie und wann auf den Bescheid reagiert wurde.....
Steht im Link.
Daher -> in solchen Dingen rate ich zu Anwalt statt Forum.
 

axellino

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Das ist sehr interessant.
Das bedeutet, dass Schulden bei Behörden dort gar nicht eingetragen werden?
Auch nicht bei den anderen gängigen "Auskunfteien"?

Eine öffentlich-rechtliche Forderung, Nein.
Aber, z.B. aus ein bestandskräftigen Erstattungsbescheid könnte ja nunmal auch vollstreckt werden. Sollte es zu einer Zwangsvollstreckung kommen und diese wäre z.B. fruchtlos, dann könnte natürlich auch die Abgabe der Vermögensauskunft verlangt werden und damit würde es auch einen Eintrag im Schuldnerverzeichnis bei Gericht geben und damit wären wir dann, Eintrag Schufa und ggfls. andere Auskunfteien, Ja.
 
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