Inkasso Verfahren wegen unbezahlter Bahncard - Hauptforderung überwiesen

chrisfarbe

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Hallo,

mein Name ist Chris, ich hätte gerne eine Einschätzung meines Falls mit der Deutschen Bahn, bzw. mit dem Inkasso Unternehmen Universum.

Ich hatte 2011 eine Bahncard, die sich für 2012 automatisch verlängert hat und eine Rechnung an meine Adresse zur Folge hatte. Ich bin dieser Rechnung aus Schluderigkeit nicht nachgekommen. Im Frühsommer 2014 habe ich Post von der Universum Inkasso GmbH bekommen mit einer Forderung über 120.87€. Ich habe darauf hin die Ursprüngliche Forderung i.Hv. 63,50€ zzgl. Verzugszinsen i.H.v. 4,02 € direkt an die Bahn überwiesen. Einen entsprechenden Nachweis zusammen mit der Bitte um Aufschlüsselung der Kosten und Zusendung der Abtretungsurkunde sowie den Inkassoauftrag habe ich an das Inkasso Unternehmen gesendet. Ich hatte mich bezüglich dem Umgang mit Inkasso Unternehmen damals etwas informiert und daraufhin so geantwortet.

Am 24.11.2014 habe ich nun wieder Post von der Universum GmbH erhalten. Man hat mir die Kostenaufschlüsselung zugesendet und beharrt weiterhin auf der Restforderung i.H.v. 53.35€. Ich würde gerne erfahren wie ich die Lage bezüglich einer Zahlung oder Verweigerung dieser einschätzen sollte.

Ich habe bereits über ähnliche Fälle gelesen, aber keinen gefunden der eine so hohe Ähnlichkeit aufweist, dass ich zuversichtlich auf meinen Fall schließen könnte.

Vielen Dank,
Chris

Anhang: Kostenaufschlüsselung der Universum GmbH, Anschreiben der Universum GmbH (geschwärzt).
 

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Ich habe darauf hin die Ursprüngliche Forderung i.Hv. 63,50€ zzgl. Verzugszinsen i.H.v. 4,02 € direkt an die Bahn überwiesen.
So wäre ich ebenfalls vorgegangen

Auf der Forderungsaufstellung wird angegeben das diese zahlung mit den Kosten verrechnet wurde

Dies spielt für Dich jedoch keine Rolle da Du zweckgebunden direkt an den Gläubiger überwiesen hast

Wäre der GL mit Deiner Verrechnung nicht einverstanden gewesen hätte Dieser das geld gem BGB § 367.2 retournieren müssen
BGB 367 . (2) "..Bestimmt der Schuldner eine andere Anrechnung, so kann der Gläubiger die Annahme der Leistung ablehnen..."

Forderung wurde im Vorfeld bereits schriftlich zurückgewiesen ?

Lies Dich auch mal hier ein:
https://www.elo-forum.org/schulden/114457-vorgerichtliche-inkassogebuehren-umgehen.html

Adressermittlungskosten von 15 € ? Bist Du umgezogen ?
 

chrisfarbe

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Hallo Inkasso,

danke für deine schnelle Antwort und das weiterführende Lesematerial.

Um auf deine Fragen einzugehen:

- Nein, ich habe der Forderung nicht widersprochen, und

- Ja, ich bin innerhalb dieser Zeit umgezogen in der gleichen Stadt.

Zu beidem siehe auch das als PDF angehangene Antwortschreiben. Zum Verständnis, seit diesem ersten Umzug bin ich erneut umgezogen. Das hat das Inkasso Unternehmen jedoch nicht ermittelt gehabt. Ich habe den Inkasso-Brief von meinem Nachmieter zugesendet bekommen. Ich weise das Unternehmen in dem Antwortschreiben auf die aktuelle Adresse hin.
 

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Die 14,99 sind lt Forderungsaufstellung am 27.12.13 entstanden
Dein Schreiben bezüglich des Zweiten (?) Umzuges ist vom 23.6.14

Hattest Du einen Postnachsendeantrag bei Deinem 1 Umzug ?

Mir gehts darum herauszufinden ob möglicherweise 6 oder 7 € an Adressermittlungskosten noch bezahlt werden müssten
 

chrisfarbe

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Nein, Ich hatte keinen Nachsendeaufrag erteilt. Diese Gebühren können durchaus gerechtfertigt sein.

Nach dem ersten Umzug (innerhalb der selben Stadt, von Adresse 1 zu Adresse 2), habe ich Post, die noch an die alte Adresse (Adresse 1) gesendet wurde, regelmäßig abgeholt. Dabei habe ich den ersten Brief der Bahn (nicht Inkasso) bekommen, der mich auf die ausstehende Zahlung hinwies. Diese Zahlung habe ich vergessen vorzunehmen.

Im Frühjahr dieses Jahres bin ich erneut umgezogen, dieses mal weg aus der Stadt (zu Adresse 3). Der Brief des Inkassounternehmes ging aber noch an die Adresse 2. Diese Adresse haben sie wahrscheinlich finden müssen. Der Nachmieter der Adresse 2 hat mir den Brief dann an meine neue Adresse 3 gesendet.

Adresse 1 ist die Adresse, die die Bahn als meine Kontaktadresse hatte, und die ich nach dem Umzug zu Adresse 2 nicht aktualisiert hatte.
 

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OK - Wg den vorgerichtlicher Inkassogebühren wird mangels Erfolgsaussichtenh nicht geklagt

EMA Anfragen kosten ca 6 bis 7 € und keine 15

Dann würde ich sicherheitshalber noch gerundet 10 € überweisen

Und zwar an das Inkassobüro zweckgebunden : Verwendungszweck
"Mahngebühr/Adressermittlung" und die Inkasso AZ "xyz" Unangekündigt überweisen

verbraucherrechtliches... | Infos rund um's Verbraucherrecht
"...Oft tauchen in der Forderungsaufstellung auch sog. Adressermittlungskosten auf. Diese sind aber grundsätzlich nur dann zulässig, wenn der Schuldner umzieht, ohne seinen Gläubiger zu benachrichtigen. Bezüglich der Kosten muss das Inkassounternehmen im Zweifel die Höhe der Adressermittlungskosten nachweisen. Ersatzfähig sind dabei in der Regel nur die Kosten für eine Einwohnermeldeamtsanfrage (ca. 7,50 – 10 €). Mehr sollte man im Einzelfall ohne weitere Nachweise nicht akzeptieren......."

Dann auf den nächsten Inkasso Bettelbrief warten und erst dann die Forderung zurückweisen
 

chrisfarbe

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Und zwar an das Inkassobüro zweckgebunden : Verwendungszweck
"Mahngebühr/Adressermittlung" und die Inkasso AZ "xyz" Unangekündigt überweisen
Ok, das werde ich machen. Kannst Du mir erklären, was du mit 'Inkasso AZ' meinst? "xyz" hätte ich als den Namen des Inkassobüros verstanden.
 

Inkasso

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Ok, das werde ich machen. Kannst Du mir erklären, was du mit 'Inkasso AZ' meinst? "xyz" hätte ich als den Namen des Inkassobüros verstanden.
Die AZ Nummer des Vorgangs welche im Inkassobrief steht
Oder die Kundennummer /Rechnungsnummer - das die zahlung halt zugeordnet werden kann
 

chrisfarbe

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Aktenzeichen. Darauf hätte man kommen können. Vielen Dank.
 

chrisfarbe

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Hallo,

ich habe, wie vorgeschlagen, den Betrag für die Adressermittlung überwiesen. Heute habe ich erneut Post von Universum Inkasso erhalten, das Schreiben selbst wurde aber anscheinend bereits am 2. Dezember verfasst. (siehe Anhang).

Sie bestätigen den Eingang der Zahlung und fordern mich erneut auf den Restbetrag zu überweisen. Ich würde an dieser Stelle die Forderung "vollumfänglich" zurückweisen und die weitere Kontaktaufnahme untersagen!?

Chris
 

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chrisfarbe

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Danke.

Was ich bisher noch nicht berücksichtigt habe sind die Mahngebühren für die Briefe (1 € - 2,50 €). Ist es ratsam pro erhaltenen Brief den Betrag von 2,50 € zweckgebunden zu überweisen?
 

Inkasso

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Du hattest ja noch zusätzlich 10 € überwiesen ?
 

chrisfarbe

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Richtig, das hatte ich gemacht. Die Verbindung hatte ich nicht hergestellt.

Ich habe dem Inkasso Unternehmen die Ablehnung der Forderung mit dem Text, den ich unter deinen Links gefunden habe, zugesendet.

Vielen Dank für deine Hilfe bisher.
 

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OK - dann abwarten

Kann sein das Universum noch ein Schreiben der Masseninkassokanzlei Peter Neumeyer /FFM nachschiebt
 
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