Inkasso fordert Geld nach 8 Jahren?

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Niete

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Huhu,
ich schreibe das hier für eine Freundin.

Vor ca 8 Jahren hatte sie ihr Sparkassenkonto gekündigt. Unterlagen darüber existieren nicht mehr. Die Kündigung wurde damals angenommen und sie hat ihre EC Karte dort abgegeben. Dann nie wieder etwas von der Bank gehört.

Nun nach rund 8 Jahren schreibt ein Inkassounternehmen und fordert Geld, das Konto war damals angeblich um ein paar Euro überzogen gewesen. Da sie schiss hat, will sie eigentlich zahlen. Hat das Geld aber auch nicht auf einmal. Da ich hier immer brav regelmäßig mitlese :) habe ich ihr gesagt das sie das nicht zahlen muss. Nach 8 Jahren ist das ganze doch verjährt.

Bevor ich jetzt aber was falsch mache und sie irgendwie in die schei*e reite will ich doch lieber nochmal hier nachfragen.

Ich hab ein Musterschreiben für die Einrede der Verjährung herausgesucht. Ihre Daten dort eingetragen und erst mal so abgespeichert. Nun ist die gute aber am zweifeln. Das es um die 8 Jahre her ist... da ist sie sich absolut sicher. Das sie nie etwas von denen gehört hat auch. Aber sie meint nun, dass es ja wirklich sein kann dass das Konto damals im Minus war. Ich sagte ihr selbst wenn verjährt ist verjährt Pech gehabt. Nun zweifelt sie wieder daran das sie die ganzen Unterlagen von damals nicht mehr hat. Ist vor ca 3 Jahren umgezogen und hat alles darüber weggeschmissen gehabt.

Was wäre denn das beste nun? Trotzdem die einrede der Verjährung abschicken? Wenn ja, per Einschreiben oder normaler Brief? Nehme mal an Einschreiben ist besser.

Was mich jetzt selbst noch zweifeln lässt ist das sie keine Unterlagen mehr hat. Also vielleicht doch erst mal nachweise vom Inkasso anfordern? Und eventuell anschließend die Verjährung erwähnen? Oder doch gleich alles zusammen machen?

Sprich, die Verjährung erwähnen und gleichzeitig vorsichtshalber trotzdem Unterlagen darüber anfordern?

Wäre nett, wenn da mal jemand ein Tipp geben könnte. Will nicht schuld sein wenn ich falsch vorgegangen bin :)
 

axellino

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Hallo Niete :wink:

habe ich ihr gesagt das sie das nicht zahlen muss. Nach 8 Jahren ist das ganze doch verjährt.

So einfach ist das nicht.
Es wäre zu klären, ob sich die geschilderte Kontoüberziehung im Rahmen eines eingeräumten Dispositionskredites bewegt hat.

Ein Dispositionskredit wäre zugleich ein Verbraucherdarlehensvertrag, auf den § 497 BGB Anwendung findet und bei dem die Verjährung gemäß § 497 Abs. 3 BGB noch nicht eingetreten wäre.

Sofern es sich allerdings um eine anderweitige Überziehung außerhalb oder unabhängig von einem etwaigen eingeräumten Dispositionsrahmen handelt und die Bank bis zum Ablauf der Verjährungsfrist von drei Jahren § 195 BGB u. § 199 BGB keine verjährungshemmenden Maßnahmen eingeleitet hat (wovon ich nach deinen derzeitigen Schilderungen nicht von ausgehe) ist die Forderung verjährt und die "Einrede der Verjährung" ist einzulegen.
Diese würde gemäß § 404 BGB auch gegenüber den Inkasso gelten.

Das müsste deine Freundin doch ggfls. noch wissen oder irgendwie in erfahrung bringen können, ob sie damals ein eingeräumten Dispositionskredit auf den Konto hatte.
 

Niete

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Huhu axellino,
also gibt es doch noch einen Haken. Dachte ich es mir doch.... wegen Dispo muss ich dann erst einmal nachfragen weil das weiß ich jetzt nicht. Aber mal angenommen es wäre ein Dispokredit. Dann müsste sie doch aber die ganzen Inkassogebühren nicht bezahlen? Die Bank hätte ihr doch einfach einen Brief schicken können. Dann hätte sie das gekündigte Konto ausgeglichen.

So aber wurde ihr nur die EC Karte abgenommen die Kündigung akzeptiert und die hat nie wieder etwas von der Bank gehört. Wusste ja nicht mal das dort Minus war. Da sie es nicht wusste würde ich jetzt auch von kein Dispo ausgehen... aber ich werde sie morgen fragen. Nur um sicher zu sein :)

Danke erst mal

EDIT

Herrje Frauen, nun ist die Erzählung wieder eine ganz andere. Habe grade mit ihr Telefoniert. Also, die sind der Meinung das die gute vor 8 Jahren nicht gekündigt hat. Und fordern jetzt quasi die Kontoführungsgebühren für die ganzen ~8 Jahre ein. Das Konto war ein Guthabenkonto. Also gibt es dort kein Dispo und es waren auch keine Schulden drauf gewesen. Sie meinte als sie dort war zum Kündigen. Hatte das am Schalter gemacht... musste sie einige Euro hinlegen weil noch etwas abgebucht wurde und die das aus Kulanz überziehen lassen haben. Also glich sie das gleich am Schalter aus und danach nahmen die die Kündigung an.

Sprich damals um die 3€ ein bezahlt weil kurzzeitig Minus trotz reines Guthabenkonto. Dann Konto gekündigt.

Nun schreibt das Inkasso das man doch bitte das Konto ausgleichen soll und erwähnt auch das die Bank das Konto nun gekündigt hat. Was ja aber wieder Schwachsinn ist. Das Konto gab es doch gar nicht mehr.

Nun ist alles anders als am Anfang. Könnte man denn jetzt noch irgendwas unternehmen? Wie gesagt, Unterlagen sind nach 8 Jahren keine mehr vorhanden. Sie kann also nicht mehr beweisen das sie damals gekündigt hat. Alles was man nachweisen könnte wäre wohl dass das Konto seit gut 8 Jahren nicht benutzt wurde. Außerdem hätte in der Zeit ja dann auch die EC Karte mal gewechselt werden müssen. Die laufen doch nach x Jahren immer ab. Eine neue EC Karte kam aber auch nie per Post. Eigentlich kam nie etwas in der ganzen Zeit. Bis auf jetzt das Inkasso schreiben.
 

axellino

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Da mir jetzt leider die Zeit fehlt, um auf den neuen eingebrachten Sachverhalt konkret einzugehen, schlage ich erstmal vor, ihr nehmt persönlichen Kontakt zur Bank auf und versucht den Sachverhalt dort zu klären, NICHT mit den Inkasso.

Wenn die Bank dann sagt, es gab keine Kündigung und deine Freundin hat dazu keinerlei Unterlagen mehr, steht ebend Aussage gegen Aussage und man müsste überlegen, wie man weiter vorgehen könnte.

Was aber evtl. noch viel gravierender wäre, als die Hauptforderung, deren Rechtmäßigkeit natürlich erstmal zu klären wäre, wenn die Bank das Konto tatsächlich jetzt gekündigt hat, z. B. aufgrund von Vertragswidrigen Verhalten und dieses der Schufa gemeldet hat, dann wäre das nächste Problem da, was die Bonität deiner Freundin betrifft.

Wahrlich nich einfach jetzt, darum wuerde ich als erstes, das persönliche Gespräch mit der Bank suchen.

Gute Nacht erstmal :wink:
 

Inkasso

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Erst mal Einrede der Verjährung tätigen und abwarten was und wie die Gegenseite antwortet

Da das Konto gekündigt wurde (Eintrag Konto in Abwicklung) dürfte der score im extrem grottigen Bereich sein.Falls es also nicht verjährt ist hätte man sehr gute Vergleichsmöglichkeiten

Auf keinen Fall irgendwas unterschreiben (Schuldanerkennungs bzw Ratenzahlungsverträge)
 

axellino

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Hey @Inkasso :wink:

Erst mal Einrede der Verjährung tätigen und abwarten was und wie die Gegenseite antwortet

Das hat sich erstmal erledigt, siehe Beitrag 3, ab

EDIT
Herrje Frauen,
:wink:

Hier besteht erstmal Klärungsbedarf, was die Kündigung betrifft, der Inkassoladen kann ja nun wirklich viel behaupten und schreiben.

Da das Konto gekündigt wurde

Das behauptet und schreibt die Inkassobude, dass das Konto "jetzt" durch die Bank gekündigt wurde und wohl über 8 Jahre Kontoführungsgebühren aufgelaufen sind.

Demgegenüber steht die Aussage der Freundin des TE, dass das Konto von ihr, schon vor 8 Jahren gekündigt wurde.

Auf keinen Fall irgendwas unterschreiben

Richtig, derzeit gar kein Kontakt zum Inkasso.
Der richtige Ansprechpartner, wäre jetzt als erstes für mich, die damalige Bank, betreffend der damaligen Kündigung und je nachdem, was da rauskommt, müsste man weiter vorgehen.
 

rechtspfleger

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Wurden durch die Bank neue ec-/Maestro-Karten für das Konto übersandt? Wenn die fragliche Kündigung acht Jahre her ist, müsste das ja wegen der beschränkten Gültigkeitsdauer theoretisch geschehen sein, wenn die Bank seinerzeit das Konto nicht als gekündigt behandelt hat. Andererseits eben nicht ,wenn das Konto als gekündigt behandelt wurde?

Wurden in den letzten Jahren per Post Kontoauszüge (wegen Nichtabrufs am Kontoauszugdrucker) übersandt?

Gibt es für die Kündigung vor acht Jahren einen schriftlichen Beleg?
 

Niete

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So, ich hab das mal am Wochenende mit ihr durchgekaut. Das schreiben ist schon etwas über 2 Wochen alt. Sie hatte sich damals an die Bank gewendet. Die hat bis heute aber nicht reagiert. Wir haben jetzt nochmal ein schreiben an die Bank geschickt. Darauf hingewiesen, dass das Konto gekündigt wurde und um eine Auflistung gebeten woraus sich der Betrag denn bitte zusammensetzt.

Mal schauen was die Antworten bzw. ob die überhaupt reagieren. Auf ihre erste Anfrage vor 2 Wochen wurde nicht reagiert. Allerdings wurde die auch als normaler Brief abgeschickt. Den Brief vom Wochenende hatten wir vorab gefaxt und nun auch per Einschreiben auf den Postweg abgeschickt. Zumindest kann man nun nicht mehr behaupten das nichts gekommen wäre.

rechtspfleger, wie ich schon geschrieben hatte. Nach der Kündigung hat sich die Bank 8 Jahrelang nicht mehr gemeldet gehabt. Keine neuen EC Karten geschickt. Keine Kontoauszüge kein gar nichts. Erst jetzt nach über 8 Jahren fällt denen ein, dass das Konto angeblich nie gekündigt wurde.

Ein Beleg über die Kündigung gibt es aber nicht mehr. Diesen hatte sie damals vor 3 Jahren entsorgt gehabt.
 

Doppeloma

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Hallo Niete,

Nun nach rund 8 Jahren schreibt ein Inkassounternehmen und fordert Geld, das Konto war damals angeblich um ein paar Euro überzogen gewesen. Da sie schiss hat, will sie eigentlich zahlen. Hat das Geld aber auch nicht auf einmal. Da ich hier immer brav regelmäßig mitlese :) habe ich ihr gesagt das sie das nicht zahlen muss. Nach 8 Jahren ist das ganze doch verjährt.

Ergänze mal noch was mir dazu gerade so einfällt und auffällt ...

Was ist denn aus dem Schreiben an das Inkasso-Unternehmen geworden mit der "Einrede der Verjährung", wurde das (natürlich per Übergabe-Einschreiben) abgeschickt, gab es eine Reaktion darauf ???

Zunächst mal löst KEINE Bank ein Konto auf, wenn es da noch Außenstände gibt also wo bitte soll denn diese Überziehung hergekommen sein.
Ein Dispo ist an das Giro-Konto gebunden und wenn das Konto weg ist, dann ist auch der Dispo weg, um welchen Betrag geht es denn da aktuell (seitens der Bank angeblich und zusätzlich vom Inkasso) ???

Es gibt leider auch genug Inkasso, die auf unseriöse Weise versuchen zu Geld zu kommen, obwohl der Betroffene gar keine Schulden hat irgendwo, kann sie sich denn vorstellen, dass da was "übrig" geblieben ist, also ich kann es mir nicht vorstellen ... wenn es kein Konto und keine Geldkarten mehr gibt, wie soll das bitte gehen. :icon_evil:

Ein Beleg über die Kündigung gibt es aber nicht mehr. Diesen hatte sie damals vor 3 Jahren entsorgt gehabt.

Zumindest sollte sie sich zukünftig die Unterlagen zu Kontoschließungen aufbewahren, dann hat sie wenigstens was in der Hand dazu, dass es dort keine Verbindlichkeiten mehr geben kann.

Hat sie mal eine Schufa-Selbstauskunft angefordert (1 Mal im Jahr bekommt man die kostenlos), darin müsste das Konto ja noch aufgeführt sein, wenn es angeblich nie geschlossen wurde ...

Auf diesem Wege habe ich kürzlich erfahren, dass ich angeblich (trotz PI wegen Kreditschulden bei genau dieser Bank) noch immer einen Rahmenkredit über 5000 Euro nutzen könne, ich staunte nicht schlecht, denn mir wurden ALLE Konto-Verbindungen bereits 2009 gekündigt eben wegen dieser Schulden.

Alle Karten wurden damals gesperrt und ich hatte also auch schon seit fast 8 Jahren keine Möglichkeit mehr diesen "Rahmenkredit" überhaupt irgendwie zu nutzen, trotzdem stand er in der Schufa und ich habe das dann "reklamiert" (nein, mit der Bank mochte ich mich dazu nicht mehr selbst auseinandersetzen :icon_evil:), zunächst schrieb man mir die Bank habe bestätigt, dass ich noch immer über diesen "Rahmenkredit" verfügen könne, darum werde der Eintrag auch nicht gelöscht ... :icon_dampf:

Habe dann erneut an die Schufa geschrieben und darauf hingewiesen, dass ich seit 2009 KEINE Geschäftsbeziehungen mehr mit dieser Bank pflege und schon lange bei einer anderen Bank meine Konten habe, ob man ernsthaft annehmen würde die Bank der ich mal viele Euros geschuldet habe, würde mir noch 5000 Euro "zur freien Verfügung" parat halten, ich verlange einen schriftlichen Nachweis zu dieser Aussage der Bank oder die Löschung dieses Eintrages.

Dann wurde der Eintrag gelöscht ... :biggrin:

Schon interessant wenn sich alle "Beteiligten" nun "tot stellen", allerdings weiß ich auch nicht ob die Idee so gut war die frühere Bank anzuschreiben und wie lange die solche Kundendaten überhaupt aufheben (dürfen) wenn das Konto mal ordnungsgemäß geschlossen wurde ...

Es wäre aus meiner Sicht jedenfalls die erste Bank die ohne "Konto- und Dispo-Ausgleich" die Geschäftsverbindung beendet und die Karten einzieht, das war immer zwingend wenn ich mal ein Konto aufgelöst habe, dass da ALLES restlos erledigt war ... da kann es eigentlich gar keine Schulden mehr geben, schon gar nicht nach 8 Jahren so "plötzlich" ...

Auf Raten aus einem sonstigen (separaten) Konsumentenkredit warten die in der Regel nicht so lange bis es Ärger gibt ... also irgendwas ist da "oberfaul" mit diesem Inkasso ... hast du schon mal im Netz geschaut, ob die schon öfter "aufgefallen" sind ???

Keinen Cent würde ich zahlen, so lange nicht klar ist, dass es wirklich eine berechtigte Forderung gibt ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Niete

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Wird ja immer lustiger das ganze. Beide haben geantwortet. Und das beste beide sagen etwas komplett anderes. Das Inkasso bezieht sich halt auf Kontoführungsgebühren weil das Konto angeblich nie gekündigt wurde. So steht es ja im Grunde auch im ersten Brief den sie bekam. Auch der Hinweis das man das Konto seitens der Bank jetzt gekündigt hat.

Die Bank selbst hat aber nun auch geantwortet und da geht es gar nicht um Kontogebühren sondern das Konto war angeblich bei der Kündigung im Minus. Nun will man halt das Minus plus Zinsen für die 8 Jahre haben.

Allerdings hat die nun zumindest die Unterlagen von der Kontoeröffnung damals noch gefunden gehabt. Es war ein reines Guthabenkonto. Kann also kein Minus drauf gewesen sein. Und dann noch komplett unterschiedliche Aussagen von beiden Seiten. Der eine so, der andere so....

Ihre Schufa scheint aber auch dahin zu sein. Sie wollte vor einigen Tagen ein Handyvertrag abschließen. Wurde abgelehnt. Gesagt warum man sie nicht wollte haben die nicht. Wir hatten jetzt so eine kostenlose Schufa Auskunft angefordert. Mal schauen, was dann dort drin steht.

Außerdem haben wir die Forderung jetzt einfach erst mal als verjährt zurück gewiesen und auch gleich erwähnt das die sich besser absprechen sollten wenn man etwas fordert. Und wir wollten gerne die letzten Kontoauszüge bekommen.

Wenn wir das alles haben sehen wir mal weiter..


PS. ich hatte heute morgen im Internet etwas über so ein Ombudsmann gelesen. Der oder die sollen beim Streit mit Banken schlichten. Könnte sich meine Bekannte auch einfach an so jemanden wenden und ihre Sache dort vortragen?
 

Doppeloma

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Hallo Niete,

Wird ja immer lustiger das ganze. Beide haben geantwortet. Und das beste beide sagen etwas komplett anderes. Das Inkasso bezieht sich halt auf Kontoführungsgebühren weil das Konto angeblich nie gekündigt wurde. So steht es ja im Grunde auch im ersten Brief den sie bekam. Auch der Hinweis das man das Konto seitens der Bank jetzt gekündigt hat.

Die sollen sich zur Einrede der Verjährung äußern oder die Unterlagen schicken, die sie von der Bank als Auftrag für diese Forderung bekommen haben ...
Wenn die Bank das Konto jetzt erst gekündigt hat ist ja wohl der (angebliche) Kontoinhaber darüber (schriftlich) zu informieren, damit der das auch weiß.

Welche Kontoführungsgebühren kann es noch geben auf einem Konto wo seit Jahren NIX mehr passiert ist ???
Warum wurden diese Gebühren nie angemahnt wenn sie (angeblich) noch entstanden sind ...

Die Bank selbst hat aber nun auch geantwortet und da geht es gar nicht um Kontogebühren sondern das Konto war angeblich bei der Kündigung im Minus. Nun will man halt das Minus plus Zinsen für die 8 Jahre haben.

Bischen spät oder :icon_hihi:, wenn ihr dafür erst nachfragen müsst, um das zu erfahren und warum ist der Auszug nicht direkt dabei gewesen, wenn es denn so wäre ...

Allerdings hat die nun zumindest die Unterlagen von der Kontoeröffnung damals noch gefunden gehabt. Es war ein reines Guthabenkonto. Kann also kein Minus drauf gewesen sein. Und dann noch komplett unterschiedliche Aussagen von beiden Seiten. Der eine so, der andere so....

NaJa, auch ein Guthaben-Konto kann mal ins Minus geraten, nur ist es unwahrscheinlich, dass eine Bank dann 8 Jahre wartet, um das über ein Inkasso mal einfordern zu lassen.

Die Unterlagen der Bank sollte man wirklich mal an den Ombudsmann schicken und nachfragen was das soll, für das Inkasso sind die allerdings nicht zuständig, die sollen nur Probleme zwischen Bank-Kunden und der Bank "auf gütlichem Wege" klären helfen ...

Beschwerdestelle - Bankenverband

schau mal ob du damit was anfangen kannst, und immer daran denken die Forderung abzuweisen, weil nicht bekannt ist wo die her kommen soll ...

Ihre Schufa scheint aber auch dahin zu sein. Sie wollte vor einigen Tagen ein Handyvertrag abschließen. Wurde abgelehnt. Gesagt warum man sie nicht wollte haben die nicht. Wir hatten jetzt so eine kostenlose Schufa Auskunft angefordert. Mal schauen, was dann dort drin steht.

Muss auch kein Anbieter erklären warum er keinen Vertrag abschließen will, es kann auch andere Gründe haben als die Schufa, es gibt mehr Stellen wo "Bonität" abgefragt werden kann und die Kommunikations-Unternehmen haben einen eigenen Pool wo "Problemkunden" gespeichert sind ...

Ist aber nie verkehrt sich da mal zu informieren was bei der Schufa gespeichert ist, ich hatte ja auch noch einen Eintrag von meiner (früheren) "Gläubiger-Bank", dass ich dort angeblich noch über einen Rahmen-Kredit verfügen könne, ist allerdings auch schon gute 8 Jahre her, dass man mich dort komplett "entsorgt" hatte also habe ich die Löschung verlangt, was im 2. Anlauf auch gemacht wurde.

Man konnte mir wohl den (angeblichen) Nachweis der Bank dazu nicht vorweisen, den ich verlangt habe als man mit mitteilte dieses Kreditangebot sei immer noch aktiv und könne daher nicht gelöscht werden habe die Bank angegeben ...

Außerdem haben wir die Forderung jetzt einfach erst mal als verjährt zurück gewiesen und auch gleich erwähnt das die sich besser absprechen sollten wenn man etwas fordert. Und wir wollten gerne die letzten Kontoauszüge bekommen.

Spätestens nach der nächsten Antwort sollte mal an die verlinkte Beschwerdestelle geschrieben werden ... bin mal gespannt ob da Auszüge geschickt werden, ich frage mich warum die das nicht gleich gemacht haben, wenn sie meinen es gibt eine berechtigte Forderung ...

PS. ich hatte heute morgen im Internet etwas über so ein Ombudsmann gelesen. Der
oder die sollen beim Streit mit Banken schlichten. Könnte sich meine Bekannte auch einfach an so jemanden wenden und ihre Sache dort vortragen?

Ja, das kann sie, Material habt ihr ja inzwischen auch so schon genug ... vielleicht noch die Schufa-Anfrage abwarten, falls da was drin steht kann man das gleich mit klären lassen.

Bitte melde dich wieder wenn es was Neues gibt, es könnte später mal Anderen Usern in ähnlichen Fällen helfen.

MfG Doppeloma
 

axellino

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Hallo Niete :wink:

aufgrund deiner weiteren Darlegungen, bin ich persönlich der Meinung, das die Forderung verjährt ist und die "Einrede der Verjährung" ist natürlich gegenüber der Bank einzulegen.

Die Bank bestätigt schriftlich die damalige Kündigung und somit gibt es auf das Inkassoschreiben nur eine Antwort, geklaut von User @Inkasso :wink:

„"...Sehr geehrtes Inkasso Team - ich weise die Forderung vollumfänglich zurück - weitere Briefe Ihres Hauses sowie Ihrer Vertragskanzlei werden zu keiner Zahlung führen - einen gerichtlichenMahnbescheid werde ich deshalb widersprechen - mit der Weitergabe meiner Daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden - ich untersage expl die Kontaktaufnahme per Telefon ..“

Die Freundin hat damals mit der Einzahlung von ein paar Euro, das Konto am Schalter gekündigt und hat hierzu, leider überhaupt keine Unterlagen mehr, laut ihrer Aussage.

Dem gegenüber steht nun diese Aussage der Bank,

Die Bank selbst hat aber nun auch geantwortet und da geht es gar nicht um Kontogebühren sondern das Konto war angeblich bei der Kündigung im Minus. Nun will man halt das Minus plus Zinsen für die 8 Jahre haben.

Auch wenn dies nun so gewesen sein sollte, betreffend des überzogenen Girokontos (Guthabenkonto), hätte die Freundin im Verhältins zur Bank, im Rechtssinne ohne Rechtgrund sich bereichert, so das der Bank gegen die Freundin ein Rückzahlungsanspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung gemäß § 812 BGB zusteht bzw. zugestanden hat. Dieser Anspruch der Bank wäre nach deiner Schilderung, zunächst im Jahre 2008 entstanden.

Gemäß § 195 BGB verjähren auch solche bereicherungsrechtliche Ansprüche der Bank innerhalb der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren, welche gemäß § 199 BGB mit dem Schluss des Jahres zu laufen beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist. Dies wäre hier im Jahre 2008, so das mit Beendigung des Jahres 2011, bereits Verjährung eingetreten ist.

Den Ombudsmann könnte man natürlich auch einschalten, jedoch würde ich erstmal abwarten, wie die Bank auf den Verweis der Verjährung reagiert und ggfls. danach sind weiteren Schritte zur Forderungsabwehr zugehen.

Sollte die Schufa-Auskunft ergeben, das es hierzu ein ungerechtfertigten Eintrag gibt, muss man natürlich auch dagegen vorgehen.

Gruss
axellino
 

Niete

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Was eine schwere Geburt... aber nun ist nach ewigen hin und her fast alles erledigt.

Die Langform des ganzen:

Es dauerte ewig bis mal was von der Schufa Auskunft gekommen ist. Wir mussten da mehrmals anrufen und es hieß immer Ferien, Urlaub... blablabla. Und man könne ja auf die Variante des Bezahlens zurück greifen. Dann würde das ganz schnell gehen. Nach einigen hin und her und dann die Aussage das wir uns beschweren werden weil das so nicht gehen kann... kam dann doch endlich die Auskunft an. Die Bank hatte das Konto als "In Abwicklung" eingetragen. Soweit die Suche im Internet damals sagte, wäre das ganz schlecht. Der Score war/ist auch ziemlich bescheiden. Damit wäre dann auch geklärt, warum die ihr kein Handyvertrag geben wollten.

Während dessen hatten wir auch immer wieder Kontakt mit der Bank. Die wollten oder konnten irgendwie keine richtigen Belege vorlegen. Wenn etwas kam dann nur ein Schreiben wo der Gesamtbetrag genannt wurde. Aber nichts wie der sich zusammen setzt oder warum der überhaupt zustande gekommen sein soll.

Als dann endlich das schreiben der Schufa da war sind wir letzte Woche dann direkt mit samt den Unterlagen die soweit noch da waren zur Bank gefahren. Dort ging es auch drunter und drüber. Die Frau am Schalter schien ziemlich überfordert mit allem zu sein. Vor allem als ich ihr sagte, sie müsse sich entscheiden. Entweder war das Minus da während der Kontokündigung. Oder aber das Minus ist da weil das Konto angeblich nie gekündigt wurde... in den schreiben von denen gab es ja immer die beiden Varianten die benutzt wurden. Als wir ihr das so sagten und auch auf den entsprechenden Briefen zeigten... wollte sie kurz zum Vorgesetzen gehen und das mit ihm bereden.

Als sie wieder kam hieß es nur da könne man nichts machen es wäre ja auch in ihrer Pflicht gewesen einfach alle Unterlagen aufzuheben. Wenn die verschludert werden könne die Bank ja nichts dafür. (Aber scheinbar hatten die ja selber nichts mehr :p) Mir war das dann irgendwann einfach alles zu blöd. Ich hab der Frau dann gesagt, dass die aber die wären die ihre Ansprüche im fall der fälle vor Gericht auch beweisen müssten. Hab dann angefangen die ganzen Unterlagen wieder zusammen zu suchen und der Bekannten zu geben. Dann meinte ich zu meiner Bekannten, lass und zum Copy Shop gehen und alles kopieren. Dann lassen wir das alles den Ombudsmann zukommen und dann soll der entscheiden.

Auf einmal wollte die gute am Schalter das wir nochmal warten. Sie verschwand wieder... dann kam sie zurück und wir wurden nach hinten gebeten. Der war dann übertrieben freundlich... am ende hieß es wir sollten nochmal eine Woche warten er würde sich darum kümmern.

Nun ja, vorhin hat mich die bekannte dann angerufen. Sie hat ein schreiben der Bank bekommen. Das ganze wäre ein Missverständnis und man hatte einfach ein Systemfehler drin gehabt. Auch wurde ihr dort mitgeteilt das man veranlasst hat das der Eintrag bei der Schufa wieder gelöscht wird.

Wir lernen daraus... am ende sind immer die bösen Computer schuld... und nie die Mitarbeiter ^^
 
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