INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

gila

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AW: WICHTIG - INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

...

von daher hätte dir die Mitarbeiterin der KK auch antworten müssen, dass sie ohne Nennung der Diagnosen eine Leistungsbewilligung nicht aussprechen kann.
GANZ GENAU - und ich hatte das ja auch explizit so thematisiert.
Dennoch kann sie es nicht "abwägen".

Nun habe ich gerade mit einer anderen Kundenbetreuerin gesprochen, die den Fall auch kennt und vertretungsweise involviert war.
Sie sagte aber auch, dass es sein kann, man benötigt Diagnosen und Befunde, die dann aber IM VERSCHLOSSENEN UMSCHLAG an den MD gesendet werden sollten!

Ich habe ihr alles eingehend geschildert. Auch unsere Verzweiflung, dass wir uns fühlen, wie MÄUSE, denen man an einer Schnur den Käse vor die Nase hält, und immer wenn man meint, jetzt hat man ihn, zieht einer an der Schnur.
Und das es nicht sein KANN - trotz aller "Vorschriften", dass mitten im Spiel die Regeln immer wieder "angepasst" werden, nur weil der Patient jetzt in einer Klinik ist und nicht vor Ort.
Es fehlt hier dann an der Grundsätzlichkeit einer Entscheidung.

Wir KÖNNEN nicht jeden Therapeuten nehmen. Und ich bin nicht bereit, nur um einer "Verfügbarkeitsquote" genüge zu tun, wieder mit der Telefoniererei von vorn zu beginnen. Und der Patient kann auch nicht immer von vorn anfangen - von einem Therapeuten zum anderen reisen, bis es passt - oder er in Hoffnungslosigkeit versinkt. Wie stellt man sich das bei einem schweren chronischen Leiden mit Mehrfachdiagnosen eigentlich vor?

Das ist nach all den Jahren und dem Leidensweg (auch für die Familie!!) nicht mehr zumutbar. Es kann auch nicht sein, dass ICH - nur weil ich die schriftlichen Dinge in Abwesenheit erledige - der Ansprechpartner dafür bin, nun für meine Tochter wieder von vorne zu suchen und telefonieren.

Der Ansprechpartner ist und bleibt der Patient!

Und DER ist jetzt nicht verfügbar. Und an dessen Vermögen oder Unvermögen muss man seine Antworten ausrichten.
Nicht daran, was die olle Mutter ja jetzt schnell noch leisten könnte ...

Im schlimmsten Falle läge die Post bis zur Entlassung da, wie bei vielen Menschen, die eben niemand haben, der ihnen hilft, und dann kommt er aus der Klinik und fällt ins Bodenlose.
Das kann so nicht sein - man muss das in der Entwicklung über Jahre sehen und in der Gesamtheit.
Die neue Therapeutin hat das als Spezialgebiet - zufällig. Sie ist motiviert und interessiert - wer ist das wirklich? Sie rechnet auf Kasse ab - wo ist das Problem?

Es ist einfach die Grenze einer ZUMUTBARKEIT auf den zu prüfenden Einzelfall erreicht.

Da die Dame nun auch MEINEN ganzen Stress damit abbekommen hat und gesehen, dass auch ich damit am Ende bin, wurde versprochen, dies mit der SB und dem Abteilungsleiter genauer zu besprechen.
Ich habe deutlich gemacht, dass ich nicht mehr KANN und es unerträglich wäre, wenn meiner Tochter dann auch noch diese Perspektiven geraubt würden.
Und WENN ich hier in Widerspruch gehen müsste, dass es dann sicher "hässlich" wird.

:icon_sad:
 

Anna B.

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Hallo,

das war sehr gut, dass nun auch noch eine zusätzliche SB und der Abteilungsleiter informiert sind....
ich drücke dir so sehr die Daumen, dass da nun mal endlich kundenfreundlich entschieden wird und nciht wieder zwischendrin die "Spielregeln" geändert werden...

ich nehm dich mal virtuell in den Arm..umärmel dich mal ganz herzlich und bewundere dich, mit welcher Tatkraft du für deine Tochter alles meisterst..
 

Kerstin_K

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Mit den Diagnosen, dass sehe ich ähnlich wie Anna B.

Ich kenne keine Verordnung, auf der nicht die Diagnose steht, zumindest als ICD Schlüssel.
 

gila

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AW: WICHTIG - INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

Danke - ein bissel "umärmeln" tut gut :icon_knutsch:

Man hatte ja nach den "medizinischen Gründen" gefragt, die eine Wartezeit nicht rechtfertigen. Das sind jedoch noch lange keine Diagnosen. Außerdem liegt die Krankheitsgeschichte doch seit nun schon ihrem 12. Lebensjahr auf dem Tisch :icon_sad:

Ich habe auch darauf beharrt, dass man mir mit dem "Entschuldigungsschreiben" in Aussicht gestellt hatte, dass "selbstverständlich alle Angaben und Tatsachen bei der Anspruchsprüfung berücksichtigt werden". Dies ist eben einfach nicht geschehen - obwohl ich nun wirklich bis zum Erbrechen alles geschildert hatte an besonderen Umständen.

Es ist irgendwie mal wieder so, als ob heutzutage KEINER mehr richtig liest und etwas ganzheitlich anschaut :icon_sad:
Immer muss man sich das notwendige Gehör erkämpfen.
Aber ich hab ja grad sonst "nix" zu tun ...
 

gila

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AW: WICHTIG - INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

So ... was lange währt ... :icon_daumen:

Nachdem ich zwischendrin mehrfach gemotzt und gemailt habe, wurde für Anfang Januar eine Entscheidung über den Abteilungsleiter in Aussicht gestellt - paralell jedoch empfohlen, den Widerspruch fristgerecht einzureichen.

Dies hatte ich gemacht - mit den immer widergekäuten Argumenten ... nun habe ich nochmal "gedrängelt", weil Tochter nach 2 Monaten nun aus der Klinik kommt und umgehend ambulant aufgefangen werden muss.

Darauf bekam ich heute die zunächst telefonische Zusage, dass dem Widerspruch stattgegeben wird und sie zu ihrer Therapeutin kann. Das schriftliche folgt ... wir können nun weitermachen.

Begründung war u.a. noch, dass die Kasse nun selbst die Kassenärztl. Vereinigung angerufen habe und die zuletzt genannten "freien" Therapeuten selbst abtelefoniert habe und sich überzeugt, dass auch sie derzeit die Therapie zeitlich nicht unterbringen würden.
Es müsse zuerst sichergestellt sein, dass auch die KV hier keine ausreichende Deckung durch Therapeuten erreicht habe - diese würde dies jedoch nicht zugeben ...

Aufgrund DIESER Tatsache könne man nun dem Antrag stattgeben :icon_neutral:, denn WIR hätten ja keine konkreten Namen und Ergebnisse der Kontakte genannt.

*seufz* darauf konnte ich auch nur noch sagen, dass man TROTZ wortreicher Ausführungen meinerseits und Benennung von diversen Adressen einiger Institutionen und Zentren, die wir über das notwendige Maß an Anfragen bei Therapeuten HINAUS ja kontaktiert haben, den Kern nicht verstanden hat.

Wenn man monatelang sucht und WEISS es schlicht nicht, dass man diese Ausnahmemöglichkeit HAT und man hierzu jeden Anruf dokumentieren SOLLTE, dann hat man schlicht so eine Liste eben nicht, sondern erst ab dem Zeitpunkt, wo man es WEISS.

Außerdem ist lt. bekanntem Gerichtsurteil NICHT der Patient derjenige, der sich auch noch mit der Kassenärztlichen Vereinigung darum prügeln muss, ob es genügend Therapeuten gibt oder nicht.

Es ist in der Verantwortung der KASSEN, hierfür zu sorgen, dass das Mitglied eine Therapie bekommt. Das Urteil ist hier eindeutig.

(Nebenbei bemerkt kamen die 3 zuletzt Benannten schon aufgrund der fehlenden Qualifikation nicht infrage ... was ja auch ein FAKT ist, den ich schon selbst recherchiert hatte)

FAZIT: es ist nicht einfach - aber letztlich geht es doch!
 

Anna B.

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Hallo Gila,

ich vermute einfach mal...das Ganze ist nur "Gesichtwahrend"...die wollten bewilligen, aber mußten dir noch kurz eins mitgeben...mehr ist das nicht..

Mini-Aufstand von Nichtwissenden...

nimm es jetzt gelassen an...freue dich..und achte genau drauf, wie es weitergeht...
 

gila

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Ja, Anna, genau so sehe ich es auch.
Es wurde ja auch zwischengemeldet, dass man noch "Unterlagen" prüfen müsste. Dies stellte sich dann als Eigenrecherche bei 3 benannten "freien" Therapeuten heraus.

Ich habe schon noch einmal drauf gesetzt, dass eine die Quali für die Mehrfachdiagnosen nicht hat, eine andere Allgemeinmedizinierin ist mit Zusatz und hier auch von Hause aus nicht infrage kommt und der Dritte eben "Mann" ist - was schon gar nicht geht.

Da wurde entgegnet, dass man das doch erst herausfinden müsse und nicht von vorne herein ausschließen könne ... DOCH ... war meine Antwort ... und WIE man das mitbestimmen könne und müsse, wenn Traumaarbeit sich gerade um spez. Themen da dreht. :icon_neutral:
Ergo: keine Ahnung - nur Etatverwaltung.

Man merkt immer wieder, dass selbst KLARE Ansagen nicht wirklich gelesen werden ... geschweige denn verstanden.

Vielleicht bin ich da pingelig - denn ich meine mal, ich spräche verständliches Deutsch und bin in der Lage, Fakten klar widerzugeben.

Evlt. muss ich mal meine "Erwartungshaltung" überprüfen? :icon_kinn: Ommmmm...
 

Muzel

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AW: WICHTIG - INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

Gila, wie ist das eigentlich mit der Aussage vieler freier Therapeuten, dass sie gern helfen, wenn es Schwierigkeiten mit der Kasse gibt? Dummes Gschwätz?
 

gila

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Hallo Muzel!

Ich denke mal, die haben ja auch ein (finanzielles :biggrin:) Interesse, ihre Praxen zu füllen ...
Unsere Therapeutin hat sich SEHR engagiert, mit der Kasse telefoniert, mit der KV, sogar angeboten, ihre ganzen Qualifikationen der Kasse schriftlich einzureichen ...
wobei ich ihr hier gesagt habe: Stopp! Es ist eben unter den festgelegten Kriterien ein RECHT des Patienten - ich habe auf die Qualifikationen hingewiesen und auch ihre Webseite genannt ... wenn die Kasse näheres wissen will, sehe ich das als HOLSCHULD.

Es war nervig - aber es hat sich gelohnt. Mein Kind ist heute zurück und kann gleich weiter machen - sonst wäre wirklich alles umsonst gewesen!
 

gila

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...
Darauf bekam ich heute die zunächst telefonische Zusage, dass dem Widerspruch stattgegeben wird und sie zu ihrer Therapeutin kann. Das schriftliche folgt ... wir können nun weitermachen.
:icon_party: Pustekuchen!

Es ist nicht zu fassen ... ICH habe auf meinen WIDERSPRUCH an die Widerspruchsstelle zwar zunächst die mündliche und dann Emailzusage, dass meine Tochter die außervertraglichen Therapiestunden DOCH bekommt - aber ein ordnungsgemäßer Widerspruchsbescheid ist mir noch nicht zugegangen.

Nun bekommt meine Tochter auf den Antrag der THERAPEUTIN an die BKK zwar die Kostenzusage für 25 Therapiestunden - in Höhe des KASSENSATZES (den die Therapeutin FREUNDLICHERWEISE als Entgegenkommen angeboten hat!!!) - gleichzeitig wird ihr mitgeteilt, dass dies eine Einzelfallentscheidung sei und nicht bindend für die Zukunft und sie soll weiterhin SUCHEN UND SICH AUF WARTELISTEN SETZEN LASSEN!

Kann man SOWAS noch nachvollziehen?
Dem dem komplexen und 10000 mal geschilderten Krankheitsbild?
MITTEN in einer Traumabehandlung, die nun begonnen hat?
Und WARUM? Bei außervertraglicher Therapie fallen normalerweise die Stundensätze der PRIVATÄRZTE an - HIER geht es aber um eine Privatärztin, die für lächerliche 81 Euro Kassensatz arbeitet!

Ich überlege, was nun zu tun ist.
1. Sachstandsanfrage wo mein BESCHEID auf den Widerspruch bleibt und
2. Erneut WIDERSPRUCH gegen diesen Bewilligungsbescheid
3. Geschäftsleitung

:confused:

 

Hamburgeryn1

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AW: WICHTIG - INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

Ich habe wirklich überlegt, ob ich dir für deinen Post ein "Danke" geben soll, oder ob du es als Angesichts des Schreibens als Verhöhnung betrachten könntest. :icon_smile:

Doch in Anbetracht deiner Mühe, die du dir auf der Suche nach Hilfe für deine Tochter machst, musste ich meiner Anerkennung irgendwie Ausdruck verleihen. :icon_daumen: :icon_klatsch:
Ich verfolge deinen interessanten und sehr informativen Thread schon eine ganze Weile. :icon_daumen:

Schließlich befinde ich mich mit meiner Tochter selbst auf der Odyssee nach einem Therapeuten für meine Tochter, und weiß wie frustrierend es ist - obwohl wir noch ganz am Anfang stehen.

Zuletzt wurden wir von einer Tagesklinik abgelehnt, weil meine Tochter altersmässig nicht in die Gruppe passt.
Und dann noch ihr Krankheitsbild - dabei gibt es z.Zt. lediglich eine Vordiagnose - und überhaupt.....

Kommende Woche geht es ins UKE, mal sehen, was da herauskommt. :icon_sad:
 

gila

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AW: WICHTIG - INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

Danke, liebe Hamburgeryn ... ich hab das schon richtig aufgefasst :biggrin:

ich bin ja schon ziemlich "hartgesotten" - aber langsam kommt man an die Grenzen seiner Kräfte - und es ist einfach nicht mehr zu fassen!

Mein Kind wurde jetzt auch noch - kaum aus der Klinik und noch immer gilt ja das alte Gutachten "leistungsunfähug" - schon mit einer Einladung zu einem "beschäftigungsorientierten Fallmanagement" vorgeladen.

Was das ist: Beschäftigungsorientiertes Fallmanagement - www.arbeitsagentur.de

Da diese Termine regelmäßig mit Sanktionen bewehrt sind - und bei (noch) u25 ganz besonders, kann man nur vorn VORladung und nicht von Einladung sprechen.

Was das im hinreichend und amtsbekannten Fall meiner Tochter nun soll, erschließt sich mir nicht! :icon_kotz:

Aber die Folgen: Tochter kriegt Krise, hinterfragt das, fühlt sich verarscht, verfolgt, nicht ernst genommen, BEDROHT ... den ganzen Tag wieder Diskussionen, Beruhigung, runter fahren, Ängste nehmen ... will zum Arzt rennen, eine AU holen. VOLLE PANIK wieder.

Nun gehe ich erst einmal höflicherweise davon aus, dass die neue Dame da vielleicht keinen umfassenden Blick in die Akten getätigt hat und bleibe freundlich.
Daher gab es eine (noch) freundliche Email mit allen Fakten, und dass es für UNS nur EIN Ziel gibt: Stabilisierung und Gesundheit. Und dann wohl erstmal Grusi, damit sie zur Ruhe kommt.

ALLES andere kann uns am Ar... vorbei - so zwischen meinen Zeilen deutlich zu lesen. AU gibt es NICHT, Gerenne gibt es nicht, Sanktionen gibt es auch nicht, weitere Drohungen und Post: VERBOTEN.

Noch kam nicht mal ne Lesebestätigung. ICH kümmer mich da nicht drum. Die Mail ist direkt und offiziell. Wenn am Montag keiner erscheint und es gibt evtl. Anhörung dann staubt es aber sowas von!
:icon_dampf::icon_dampf:

 

gila

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AW: WICHTIG - INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

DIE machen UNS Frust - das kann ich auch!
Erste Amtshandlung Email an die "Kundenberaterin" und das Beschwerdemanagement,
und das mal so richtig emotional, wie es eben IST:

Guten Tag Frau XXX

DAS IST JA WOHL NICHT IHR ERNST, was Sie per Bewilligungsbescheid meiner Tochter, die soeben aus der Klinik kommt und
nun eine umfassende TRAUMABEARBEITUNG abzuleisten hat, mitteilen!


Zum einen wurde mein WIDERSPRUCH vom 2.1.13 bisher nicht beschieden – zum Anderen hatte ich VOLLMACHT vorgelegt,
um in der Sache hier handlungsbefugt zu sein, damit meine Tochter eben nicht gleich wieder mit einem derartigen MIST belastet wird,
weil dies nämlich gesundheitsgefährdende und lebensbedrohliche Folgen hat.


Dann werden ihr zwar endlich 25 außervertragliche Therapiestunden bei Frau Dr. xxxxxx bewilligt – gleich jedoch mit der Auflage,
dass sie sich SCHON WIEDER um andere Therapeuten bemühen solle und sich in Wartelisten aufnehmen lassen soll.


Das ist ja wohl alles nicht mehr nachzuvollziehen – die Therapeutin arbeitet zum KASSENSATZ – dies aus reiner Gutmütigkeit
und um meiner Tochter zu HELFEN, die nach langer Suche eben keine GEEIGNETEN Therapeuten findet - bei einer außervertraglichen
Psychotherapie sind im Normalfall durchaus die anfallenden tatsächlichen Kosten zu übernehmen – und dann soll sie
trotzdem mitten in einer Langzeittherapie mit brisanten Thematiken wieder auf die Suche gehen und von vorne beginnen?


Will die XXXXX BKK mein Kind mit Gewalt an den Rand der Verzweiflung bringen?

WIE will die XXXXX BKK das rechtssicher rechtfertigen, dass eine hochqualifizierte Therapeutin, die sowieso zum KASSENSATZ
bezahlt wird, DENNOCH zu wechseln ist?
Und dies dann MITTEN in einer Behandlung?


Schon einmal hatte ich darauf hingewiesen, wie problematisch es ist, mit bestimmten Mehrfachdiagnosen überhaupt Therapeuten finden,
die nicht nur geeignet und fähig sind, sondern auch noch damit arbeiten WOLLEN und das hier
Therapie kein „Plauderstündchen“ ist, das man mit beliebig wechselnden Leuten führen kann.


WIE will die XXXX BKK hier die Verantwortung für ein Menschenleben übernehmen?

Will die XXXX BKK hier ihren „guten Namen“ und diese ganzen langsam als UNGEHEUERLICH zu bezeichnenden Vorgänge um einen schwer
chronisch kranken jungen Menschen, dem JAHRELANG über Psychiater und Kliniken die Einflößung von chemischen GIFTEN für
TAUSENDE EURO ANSTANDSLOS finanziert wurde, in der PRESSE wiederfinden – oder besser noch im INTERNET – wo der Fall in diversen Foren
bisher anonym – sowieso schon seit Monaten reges Interesse findet und diskutiert wird?


Ich werde mich nun an die Geschäftsführung wenden. Ebenso erwarte ich auf meinen Widerspruch vom 2.1.2013 einen rechtsmittelfähigen Bescheid
und lege gegen Ihre Bewilligung von 25 Therapiestunden auch noch förmlich und mit gesonderter Post Widerspruch ein.


Ihr Schreiben an meine Tochter mit der Aufforderung, sich trotz laufender Behandlung zum Kassensatz weiterhin auf Wartelisten setzen zu lassen
und nach den Stunden zu wechseln hat sie in TIEFE Verzweiflung gestürzt – sie ist nach dem Klinikaufenthalt
MOTIVIERT und mit einiger Zuversicht nach Hause gekommen.


Eigentlich grenzt so eine Behandlung an Körperverletzung und ist einfach nur noch skandalös!

.

 

Anna B.

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AW: WICHTIG - INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

Hallo Gila,

manchmal muss man die Emotionen sprechen lassen...

du solltest den gleichlautenden Brief auch an die Geschäftsführung senden..mit der gleichen lauten Drohung alles öffentlich zu machen..

die sind ja wohl völlig aus dem Ruder gelaufen..

die sollen froh sein, dass die Therapeuten sich bereit erklärt hat, den KK_Stundensatz anzurechnen und nciht den Privatsatz..der ihr durchaus zustehen würde...

ich hab dir eine PN geschrieben...

werde auch noch versuchen, mich mal bzgl. einer solchen Zusage und zugemuteter Behandlungswechsel schlau machen..

hast du das schon gesehen?

Kostenübernahme gesetzliche Krankenkasse

vielleicht kannst du auch hier noch Argumente für dich entnehmen..

https://www.g-ba.de/downloads/62-492-544/PT-RL_2011-04-14.pdf

desweiteren sei gesagt, dass eine erstmalige Bewilligung sowieso nur 25 Stunden umfasst..
wenn die Behandlung länger dauern muss, muß der Therapeut eine Begründung schreiben und das geht dann an den MDK und der entscheidet..
steht auch so in der Richtlinie...
in den meisten Fällen (so wie ich sie bislang kenne..nur ein paar..) wurde ohne weiteres verlängert...

sei mal lieb gedrückt...
 

gila

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Danke Euch! Ja momentan hab ich nen richtig dicken Hals - was sich auch in erhöhtem Blutdruck niederschlägt :icon_sad:

KLARO habe ich das am gleichen Tag an das Beschwerdemanagement gefaxt und auch die Geschäftsführung bleibt nicht verschont.

Ich gebe bis Ende der Woche Zeit für eine Reaktion (damit ich mein Feuer nicht unnütz versprühe) - bevor ich a) Widerspruch einlege gegen diese Bewilligung von 25 Stunden GEKOPPELT mit der Aufforderung, sich wieder auf die Suche zu machen und den Therapeuten dann gegen einen "zugelassenen" :eek: zu wechseln... und b) sollte DIES ja die Antwort auf meinen Widerspruch sein.

Sehe ich nicht so, daher fordere ich auf MEINEN Widerspruch auch eine Antwort gesondert ein.

:icon_smile: mag sein, dass man dann da etwas ins Schleudern kommt, denn die ausführlichen Gründe im Widerspruch müssen ja berücksichtigt werden - eine Antwort: ja, 25 Stunden und dann nix mehr ist def. KEINE Antwort auf DIESEN begründeten Widerspruch, sondern ein ABSPEISEN und TÄUSCHEN!

Nach meinem Verständnis geht ein Widerspruch an eine Rechtsstelle und wird von dieser beantwortet. Mit einem BESCHEID. Und an den, der den Widerspruch geführt hat: ICH mit Vollmacht.
Ein Bewilligungsbescheid an meine Tochter, dass der Antrag der THERAPEUTIN bewilligt wurde und gleichzeitig diese Einschränkung für mein Kind - DAS ist für mich kein ordnungsgemäßer Widerspruchsbescheid auf MEINEN Widerspruch.

Außerdem bekam ich telefonisch vorab die Zusage von der Bewilligung, erstmal 25 Stunden und KEIN WORT darüber, dass TROTZ aller angeführten Argumente dann abgebrochen und neu gesucht werden soll.

Dies ließ ich mir mit Email bestätigen :biggrin: - und auch da: KEIN Wort davon, dass die Bewilligung an diese Bedingung verknüpft ist - DAS kam erst gut 10 Tage später.
Hätte die mir das am Telefon bereits nur VERSUCHT zu erklären und unterzujubeln, hätte ich mich glatt ins Auto gesetzt und wäre ein paar Hundert Kilometer bis an deren Schreibtisch gefahren!

Somit fühlen wir uns obendrein getäuscht und in keiner Weise ernst genommen. Dies ist für mich zudem ein Verstoß gegen den Grundsatz von "Treu und Glauben".
Dies ist auch Bestandteil meines nächsten Widerspruches - der wirklich "kurz" sein wird :icon_twisted: da ich erwarte, dass der GESAMTE bisher geführte Schriftverkehr zur Beurteilung beigezogen wird.

SO kann es keinesfalls gehen. Das ist ja außerdem eine nicht folgenlose Vorgehensweise für den Patienten!
 

gila

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AW: WICHTIG - INFO über Psychotherapie und Therapeutensuche!

Nun teilt mir die Therapeutin mit, sie habe "aufgrund der Schwere der Symptome" eine Langzeittherapie beantragt, mind. 45 Stunden.
Dies wurde lediglich mit einer Kopie des Bewilligungsschreibens an meine Tochter "beantwortet".

KEINE Begründung, warum eine SB der Meinung ist, hier auf 25 Stunden zu begrenzen und noch dazu der gewünschte Therapeutenwechsel!

Das von der Therapeutin im verschlossenen Umschlag beigefühte Gutachten (für Prüfung durch den MD, was üblich ist bei Langzeit) wurde "mit Dank ungeöffnet" zurück geschickt!

Werte ich das nun als "Selbstherrlichkeit" oder was? :icon_dampf::icon_dampf:

Lt. Info der Therapeutin gibt es ein MINUS in München von mind. 400 Sitzen bei Kassenzulassung. Aber München sei "gesperrtes Gebiet" - in der Praxis bedeutet das, dass die Kassen IMMER MEHR außervertragliche Psychotherapie bezahlen MÜSSEN (und zwar zum Normalpreis!), da der Bedarf nicht gedeckt werden kann.

Skandalös - mein Widerspruch/Beschwerde wird sehr umfangreich sein.
Das Schlimme: meiner Tochter, die voll motiviert aus der Klinik kam, schwindet jetzt schon der Mut, da sie nicht weiß, wie sie sich öffnen und arbeiten soll mit der Tatsache vor der Nase, dass sie bald wieder aufhören müsste.
Eine Unverschämtheit - das grenzt direkt an "Körperverletzung".

Wenn ich nur wüsste, ob man diese außervertragliche Leistung (die ja nun bewilligt wurde, wenn auch nicht in der notwendigen Form und Umfang) per EA über das SG entscheiden lassen kann? :icon_kinn: Der Kranke Mensch muss doch Handlungssicherheit bekommen!
.
 

Anna B.

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hier vielleicht noch für deine Argumentation:

SGB 5 - Einzelnorm

im übrigen ist es eine Frechheit von deiner KK den Arztbericht nicht dem MDK vorzulegen...
die SB hätte das ohne weiteres machen können...

hast du mal die kassenärztliche Vereinigung angefragt?
 

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Hallo Anna - das werde ich sicher auch noch tun!
Habe auch mit der UPD gesprochen - Unabhängige Patientenberatung Deutschland - eine sehr kompetente Beraterin dort - deren offenen Mund hat man durchs Telefon direkt sehen können.

Danke für den § - der ist sehr nützlich!
 

gila

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HA! Man schaue sich auch mal die SATZUNG seiner Krankenkasse an ... da heisst es:

§ 4 Widerspruchsausschuss
I. Die Entscheidung über die Widersprüche und der Erlass von Widerspruchsbescheiden
wird drei Widerspruchsausschüssen übertragen. ...

Tja - dann dürfte die SB ja ein wenig daneben liegen, wenn mein WIDERSPRUCH
eben nicht durch den Ausschuss beschieden wurde ... :icon_twisted:
 
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