Info: Seit 17.01.2017 neue KdU-Fachanweisung: Bruttokaltmiete auch in HH (1 Betrachter)

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kerstin2

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Hallo,

ich bin letzte Woche darüber gestolpert: Seit 17.01.17 gelten auch in HH Bruttokaltmieten.
Fachanweisung zu § 22 SGB II - hamburg.de
Arbeitshilfe zu § 22 SGB II und § 35 SGB XII - hamburg.de

(Wieso eigentlich informiert das JC mich (wohl auch sonst niemanden) von neuen Richtlinien?
Ich hab bisher noch meine KdU-Nachweise auf Nettokaltmieten aufgebaut, hat niemand angemeckert, ging durch. Immerhin.)

Nach einem ersten Überblick scheint sich die Situation damit verschlechtert zu haben, bin aber nicht ganz sicher. Dieses WE jedenfalls fällt schon mal eine SAGA-Wohnug weg, die zwar nach Nettokalt drin wäre, aber dann zu hohe Betriebskosten hat. Und es gibt in HH viele ältere SAGA-Wohnungen, auf die das zutrifft.

Gruß von Kerstin
 

Heidschnucke

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Das Arbeiten mit den Bruttokaltmieten ist vieler Orts Üblich und ist leider auch als gängige Praxis bei den JC anerkannt aber leider nicht bei den Vermietern.

Das wirtschaftliche „Risiko“ wird hier schön auf die Mieter abgewälzt und der ELO unter Druck gesetzt, denn die Bruttokaltmiete setzt sich bekanntlich zusammen aus Nettokaltmiete und Nebenkosten, was alles als Nebenkosten abgerechnet werden darf ist gesetzlich geregelt, hier bin ich unter anderen auf das wirtschaftliche Handeln des Vermieters angewiesen, und anderseits auf Preis und Gebührengestaltung der Gemeinden z.B. bei Steuer und Gebühren, dreht die Gemeinde hier an der „Schraube“ legt das der Vermieter auf die Miete um was er ja auch darf, aber nun kann die Wohnung zu teuer werden. Auch durch die Zusammenfassung der beiden Posten Nettokaltmiete und Nebenkostengeht die Vergleichbarkeit und Transparenz verloren.

Das alles hat nur den Sinn der Optimierung auf der einen Seite der Mieteinnahmen und auf der anderen Seite der KDU.
 
S

schnuckelfürz

Gast
Hallo,

ich bin letzte Woche darüber gestolpert: Seit 17.01.17 gelten auch in HH Bruttokaltmieten.

Ich hab bisher noch meine KdU-Nachweise auf Nettokaltmieten aufgebaut, hat niemand angemeckert, ging durch. Immerhin.)
Bestandskunden sind erstmal nicht davon betroffen. Erst wenn man ein halbes Jahr raus ist aus Hartz IV Bezug oder man zieht um, dann gilt die neue Regelung.

Ja, leider hat sich das verschlechtert. Vor allen Dingen frage ich mich auch, ob Bestandskunden jetzt auf alle Ewigkeit auf die alte Richtlinie festgenagelt sind. Erhöhen sich auch da mal die KDU Kosten? Wenn nicht, ist das echt mies.
 
E

ExitUser

Gast
ja, das wäre echt mies. Die Frage ist, wo ist der neue Mietspiegel für Hamburg seit 2015? Bundesweit gibt´s neue, nur für HH nicht?
 
E

ExitUser

Gast
Herr Scholz, Sie wollen doch Herrn Schulz dabei unterstützen, dass er 2030 immernoch dann seit 12 Jahren Bundeskanzler sein wird. So wie er selbst sagt.

Wie kommt es denn dann, dass es für Ihr zu vertretendes Bundesland seit 2015 immer noch keinen neuen Mietspiegel gibt? Sollte es da etwaige Berechnungslücken geben oder etwaige "Missverständnisse"? Die Leute hier wollen leben und wohnen und nicht nur hausen und überleben.

Die Preise explodieren hier seit geraumer Zeit (G20), wie Ihnen bekannt sein dürfte, werter Herr Scholz.

Für eine verbindliche Antwort bedanke ich mich im Voraus.

MfG





hab ich noch nicht rausgeschickt.
 

kerstin2

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Bestandskunden sind erstmal nicht davon betroffen. Erst wenn man ein halbes Jahr raus ist aus Hartz IV Bezug oder man zieht um, dann gilt die neue Regelung.
Darf ich mal fragen, ob es dafür eine rechtliche Grundlage gibt? Ich habe nämlich jetzt eine Information erhalten, dass ich ab jetzt die Nachweise auf Bruttokalt aufbauen muss.
Das gibt für mich natürlich wieder Mehrarbeit: Bei immoscout/net stehen ja of die Betriebskosten und zu den Heizkosten dann "inklusive". Für das Aueinanderrechnen muss ich dann anrufen - und wie wohl alle wissen, sind die Telefonleitungen ja immer belegt... Toll. :-/

Gruß von Kerstin
 

ArNoN

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zumal, wie ich anderswo schon sagte, es auch Kosten gibt, die Du nicht beeinflussen kannst - Muellabfuhr zB, wenn da viel falsch eingeschmissen wird wird's richtig teuer :( Oder Fahrstuehle - wenn Du den gesundheitlich brauchst, hast Du es ja schlechter als ein "gehender" Mensch, der in den 2. Stock laufen kann...
 
S

schnuckelfürz

Gast
das heisst dann, dass die ganze Rechnerei wieder von vorne losgeht und die derzeitigen Grenzwerte schon wieder ueberholt sein werden?!
Keine Ahnung, aber sieht wohl so aus. Aber erstmal muss der Mietenspiegel raus kommen. Im rotgrünen Hamburg geht wohl alles im Schneckentempo.
 
S

schnuckelfürz

Gast
das heisst dann, dass die ganze Rechnerei wieder von vorne losgeht und die derzeitigen Grenzwerte schon wieder ueberholt sein werden?!
Zur Info:

Neuer Mietenspiegel: Kostensenkungsverfahren ausgesetzt - hamburg.de

Kostensenkungsverfahren ausgesetzt

Die Angemessenheitsgrenzen sind entscheidend dafür, in welcher Höhe Mieten vom Jobcenter oder von den Fachämtern für Grundsicherung und Soziales übernommen werden können.

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration hat deshalb unmittelbar nach Veröffentlichung des Mietenspiegels Jobcenter team.arbeit.hamburg und die Fachämter für Grundsicherung der Bezirke gebeten, laufende Kostensenkungsverfahren auszusetzen.

Mieter müssen also nicht fürchten, dass bei der Bewilligung ihrer Leistungen eine Miethöhe berücksichtigt wird, die nicht mehr der aktuellen Entwicklung entspricht. Auch wenn das Kostensenkungsverfahren bereits begonnen hat, wird es bis zur Neuberechnung der Angemessenheitswerte nicht weiter betrieben.

Ausgenommen von der Aussetzung sind lediglich Fälle, bei denen die Bruttokaltmiete die individuellen Angemessenheitsgrenzen, also einschließlich eventueller Mietzuschläge, um 20 Prozent und mehr überschreitet.
 
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