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Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis u.m

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#1
Praktikum:
Um ein Praktikum im eigentlichen Sinne handelt es sich nur dann, wenn das Praktikum von einer Prüfungsordnung zwingend als studien- bzw. ausbildungsbegleitend vorgeschrieben ist (Pflichtpraktikum). Die Praktikumstätigkeit hängt mit dem Studien- bzw. Ausbildungsziel zusammen und ist geprägt durch die Anforderungen der Prüfungsordnung. Es werden praktische Kenntnisse und Erfahrungen zur Vorbereitung auf einen Beruf vermittelt, die im Rahmen einer (meist akademischen) Ausbildung benötigt werden.

Einfühlungsverhältnis (Der Arbeitnehmer ist nicht zur Arbeitsleistung verpflichtet):
Vom Praktikum streng zu trennen ist auch das Einfühlungsverhältnis, das umgangssprachlich gerne als „Schnupperkurs“ oder unverbindliche Kennenlernphase bezeichnet wird und als „verlängertes Bewerbungsverfahren“ der Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses dienen soll.
Zweck ist nicht wie beim Probearbeitsverhältnis die Erprobung der Eignung des Bewerbers, sondern es soll lediglich dem potentiellen Arbeitnehmer die Möglichkeit gegeben werden, die betrieblichen Gegebenheiten kennenzulernen. Der Arbeitgeber hat im Gegenzug die Möglichkeit festzustellen, ob der Bewerber in den Betrieb passt. Beim Einfühlungsverhältnis bestehen keine gegenseitigen Verpflichtungen zur Leistung und Gegenleistung. Der Arbeitgeber hat kein Direktionsrecht. Die Arbeitsleistung des Bewerbers wird auf rein freiwilliger Basis erbracht. Auch muss der Bewerber keine bestimmte Arbeitszeit einhalten. Er ist einzig dem Hausrecht des Arbeitgebers unterworfen. Folglich entsteht hier kein echtes Arbeitsverhältnis. Wenn keine anderweitige Abrede getroffen wird, besteht kein Anspruch auf Arbeitsentgelt. Die Höchstdauer für ein solches Einfühlungsverhältnis beträgt maximal 7 bis 10 Tage.

Tipp: Wird ein solches Einfühlungsverhältnis vereinbart, muss dringend beachtet werden, dass Weisungen des Arbeitgebers nicht zulässig sind, da ansonsten Entgeltansprüche bestehen!

Probearbeitsverhältnis:
Unter einem Probearbeitsverhältnis versteht man ein zum Zwecke der Erprobung abgeschlossenes Arbeitsverhältnis, das unter dem Vorbehalt der Beendigung steht, sofern sich herausstellt, dass eine Zusammenarbeit auf Dauer nicht in Betracht kommt. Damit kann ein doppelter Zweck erreicht werden. Der Arbeitgeber kann so prüfen, ob der Bewerber für die in Aussicht genommene Stelle dauerhaft geeignet erscheint und dem Bewerber wird vor Augen gehalten, dass er sich erst bewähren muss, wenn er auf Dauer beschäftigt bleiben will. Davon zu unterscheiden ist die gesetzliche Probezeit des Kündigungsschutzgesetzes (KSchG), die den persönlichen Anwendungsbereich des KSchG von der sechsmonatigen Bestandsdauer abhängig macht.

Ein solches Probearbeitsverhältnis steht dem normalen Arbeitsverhältnis nahezu gleich. Es ergeben sich dieselben Rechte und Pflichten einschließlich der Pflicht zur üblichen Vergütung. Einzige rechtliche Besonderheit ist die Möglichkeit der leichteren Vertragsbeendigung durch die verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen. Als Faustformel für die maximale Dauer gelten sechs Monate. Bei längerer Probezeit besteht die verkürzte Kündigungsfrist nur in den ersten sechs Monaten. Die Befristung zur Erprobung ist im Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) als Sachgrund anerkannt.

Tipp: In diesem Zusammenhang gilt es unbedingt zu beachten, dass die Befristung zwingend schriftlich vereinbart werden muss und zwar vor Arbeitsantritt. Eine mündlich vereinbarte Befristung ist unwirksam. Hat der Arbeitnehmer ohne die schriftliche Befristungsvereinbarung auch nur ganz kurz gearbeitet, entsteht ein unbefristeter Arbeitsvertrag, der nur unter Beachtung des normalen Kündigungsrechts wieder beendet werden kann!

Anlernverhältnis:
Ein Anlernverhältnis liegt vor, wenn es Ziel der Zusammenarbeit ist, dass der Anlernling in einem enger begrenzten Fachgebiet eine Spezialausbildung erhält. Er soll innerhalb des Anlernverhältnisses erst die notwendigen Kenntnisse sammeln. Im Vergleich zum Auszubildenden ist die Dauer des Anlernens kürzer und die persönliche Bindung an den Anlernenden geringer. Der Unterschied zum Praktikum besteht darin, dass in der Regel bereits eher der Austausch von Arbeitskraft und Lohn im Vordergrund und nicht der Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten. Diese Schwerpunktsetzung ist ausschlaggebend für die rechtliche Einordnung. Überwiegt die Entgeltlichkeit, handelt es sich um ein normales Arbeitsverhältnis mit üblicher Vergütungspflicht. Wiegt dagegen der Kenntniserwerb stärker, gilt 26 BBiG und damit die Pflicht zur angemessenen Vergütung. Es besteht also in jedem Falle eine Vergütungspflicht.

Leitfaden für die Einordnung:

Anhand dieser Übersicht wird deutlich, dass die unentgeltliche Einstellung eines Praktikanten nur in äußerst begrenzten Fällen zulässig ist. Sollte eine Vertragsgestaltung gewählt worden sein, die nicht zu der jeweiligen Tätigkeit passt, kann sich der Arbeitgeber nicht auf den Vertrag berufen. Es gilt dann nicht das vertraglich Fixierte, sondern die gesetzlichen Regelungen des Vertragstyps, der dem typischen Erscheinungsbild der Tätigkeit, also dem „gelebten Praktikantenverhältnis“, entspricht. Um zu vermeiden, dass eine falsche rechtliche Einordnung vorgenommen wird, ist es also unverzichtbar, die jeweiligen Charakteristika und rechtlichen Grenzen zu beachten.

Zusammenfassend erleichtert es die rechtliche Einordnung und damit die Beantwortung der Frage nach der Vergütungspflicht eines „Praktikums“, wenn Sie bei Ihren Überlegungen in folgenden Schritten vorgehen:

1. Unentgeltliche Praktika sind nur dann möglich, wenn es sich um vorgeschriebene Praktika handelt.
Fragen Sie den Bewerber daher nach seiner Ausbildungs- bzw. Studienordnung.
2. Steht der Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten im Vordergrund, gelten die Besonderheiten des BBiG und ergänzend das allgemeine Arbeitsrecht. Der „Praktikant“ hat Anspruch auf angemessene Vergütung.
3. Bildet dagegen der Austausch von Arbeitsleistung und Entgelt den Schwerpunkt, ist stets allgemeines Arbeitsrecht anwendbar.
Es besteht ein Anspruch auf die übliche Vergütung.
IHK Darmstadt - Das Praktikum und seine Alternativen: Tipps zur Vermeidung typischer Fehler

„Generation Praktikum“ – hoher Einsatz, geringe Vergütung?

Ein Probearbeitsverhältnis ist ein „normales Arbeitsverhältnis“, das vom Arbeitgeber zu vergüten ist

Das Einfühlungsverhältnis ist unentgeltlich – eine Arbeitsleistung muss nicht erbracht werden
Im Gegensatz zum Probearbeitsverhältnis wird der zukünftige potentielle Arbeitnehmer in dem Unternehmen aber aufgenommen, ohne dass er irgendwelche Pflichten zu erfüllen hätte. Insbesondere muss er dem Unternehmen seine Arbeitskraft nicht zur Verfügung stellen oder sich an bestimmte Arbeitszeiten halten.

Auch bei einem Einfühlungsverhältnis bzw. „Schnupperpraktikum“ darf ein Praktikant nicht wie ein Arbeitnehmer eingesetzt werden. Denn ansonsten könnte auch hier – wie das obige Beispiel zeigt – schnell ein „normales Arbeitsverhältnis“ angenommen werden, mit der Folge, dass eine Vergütung zu zahlen ist.
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#2
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Wie ordnet man jetzt ein Praktikum als Teil einer verordneten Massnahme ein? Zum ALG2 werden dabei nur die Fahrkosten erstattet.
 

Mario Nette

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#3
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Wie ordnet man jetzt ein Praktikum als Teil einer verordneten Massnahme ein? Zum ALG2 werden dabei nur die Fahrkosten erstattet.
Gute Frage. Nimmt man mal die Position der argen ARGEn ein, könnten diese folgendermaßen argumentieren wollen: Maßnahmen beinhalten einen qualifizierenden und einen praktischen Anteil. Im praktischen Anteil soll das aus der Qualifizierung erworbene Wissens und die erworbenen Fähigkeiten unter Realbedingungen angewandt werden und zwar zum Zwecke des Lernens.

Dass dem überwiegend nicht so ist, braucht man ja in diesem Forum nicht wirklich erwähnen, hoffe ich.

Mario Nette
 
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#4
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Gute Frage. Nimmt man mal die Position der argen ARGEn ein, könnten diese folgendermaßen argumentieren wollen: Maßnahmen beinhalten einen qualifizierenden und einen praktischen Anteil. Im praktischen Anteil soll das aus der Qualifizierung erworbene Wissens und die erworbenen Fähigkeiten unter Realbedingungen angewandt werden und zwar zum Zwecke des Lernens.

Dass dem überwiegend nicht so ist, braucht man ja in diesem Forum nicht wirklich erwähnen, hoffe ich.

Mario Nette
Das stimmt allerdings. In der Regel kann man sich ja sein Praktikum selbst suchen oder man kriegt vom Maßnahmeträger eins zugewiesen. Aber zumindest bei einem zugewiesenen Praktikum ärgert es mich maßlos, daß die Maßnahmeträger in der Regel nichtmal *versuchen*, die Teilnehmer in ein Praktikum zu bringen,welches den zu vertiefenden Kenntnissen überhaupt auch nur ähnelt. Stattdessen werden die Teilnehmer zu den Firmen geschickt, "die schon immer" Praktikanten genommen haben...egal,ob das Praktikum inhaltlich zum vermittelten Stoff passt. Man ist halt froh,die Leute überhaupt vermittelt zu haben. Ob das nun pure Faulheit des Maßnahmeträgers ist oder ob das passiert,weil man sich mit den vermittelten Kenntnissen nicht blamieren will und deswegen die Leute fachfremd vermittelt,sei mal dahingestellt.....wahrscheinlich ein bißchen von beidem. Ist in meiner Maßnahme nicht anders: Von den 7 "Büroleuten" in meiner Maßnahme hat nur einer ein Praktikum,welches überhaupt irgendwas mit Büro zu tun hat (ich). Der Rest hängt auf irgendwelchen Bauhöfen etc. rum, auch wenn da der eigentliche Hintergedanke des Praktikums (eventuelle Übernahme in ein richtiges Arbeitsverhältnis) von vornherein ausgeschlossen ist. Diese Leute haben in diesem Praktikum NICHTS,wovon sie profitieren können: sie lernen nichts, sie können nichts gelerntes anwenden und übernommen werden sie natürlich auch nicht. Bin ja mal gespannt, wohin unser Maßnahmeträger diese Leute zum 2.Praktikum im Dezember 09 (bis Februar 10) vermitteln will,wenn die Bauhöfe dicht haben. Sein wir doch mal ganz ehrlich: Selbst wenn man sich im Praktikum den A*sch aufreißt,kommt keine Anstellung raus,denn der nächste Gratis-Praktikant wartet doch schon.Und damit die auch willig sind,wird durch die Firma immer mit der Möglichkeit zur Einstellung gewunken,aber natürlich immer unter den fadenscheinigsten Gründen verworfen. Wenn ich also schon mit 100%iger Gewissheit nicht eingestellt werde,möchte ich zumindest dahingehend von dem Praktikum profitieren, als daß ich die erworbenen Kenntnisse auch praktisch einsetzen kann...auf einem Bauhof kann man das als Büromensch eher nicht. Daß eine Einstellung faktisch unmöglich ist, wissen auch die Träger. Statt die Teilnehmer dann ersatzweise wenigstens fachverwandt in Praktika zu vermitteln, werden noch diejenigen unter Druck gesetzt,die schon ein solches Praktikum sicher haben, aber schon wissen,daß keine Übernahme möglich ist. Oder um es praktisch zu beschreiben: "Mein" Maßnahmeträger will nur dann einem 2.Praktikum in der selben Firma wie das 1.Praktikum zustimmen ,wenn diese Firma vorher eine Einstellungszusage abgibt. Oder nochmals anders gesagt: Der Maßnahmeträger würde den Praktikanten lieber zu irgendeinem Praktikantenausbeuter schicken, der schon seit Jahren mit Einstellung winkt, aber genausolange schon niemanden übernommen hat, als den Praktikanten in eine seriöse Firma zu schicken,bei der eine Einstellung aber schon von vornherein ausgeschlossen ist.
 

Mario Nette

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#5
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Artikel 12 Grundgesetz

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.
Und das muss gerade bei einer unentgeltlichen Arbeit wie dem Praktikum doch wohl gelten.

Mario Nette
 

Erolena

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#6
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Wieso aber "unentgeltlich"? Zitat:
Praktikum: Um ein Praktikum im eigentlichen Sinne handelt es sich nur dann, wenn das Praktikum von einer Prüfungsordnung zwingend als studien- bzw. ausbildungsbegleitend vorgeschrieben ist (Pflichtpraktikum). Die Praktikumstätigkeit hängt mit dem Studien- bzw. Ausbildungsziel zusammen und ist geprägt durch die Anforderungen der Prüfungsordnung. Es werden praktische Kenntnisse und Erfahrungen zur Vorbereitung auf einen Beruf vermittelt, die im Rahmen einer (meist akademischen) Ausbildung benötigt werden.
...
2. Steht der Erwerb von Kenntnissen und Fähigkeiten im Vordergrund, gelten die Besonderheiten des BBiG und ergänzend das allgemeine Arbeitsrecht. Der „Praktikant“ hat Anspruch auf angemessene Vergütung. / Zitatende

Ist die AA-Maßnahme als so etwas wie eine Ausbildung mit Unterhaltsleistungen anzusehen? Wo ist dann das Ausb.-/Prüfungsordnung?
Oder betriebliches Praktikum zur Verbesserung der prakt. Fertigkeiten usw. Wo bleibt die angemessene Vergütung im Sinne Berufsbildungsgesetz?
Ich finde, der ganze Bereich der Arbeitsförderung ist bei der IHK Darmstadt zu unrecht ausgespart. Einfache Analogieschlüsse auf SGB-Maßnahmen, glaub ich, gehen rechtlich in die Irre. Es dürfte dann ggf. gar keine (unbezahlten) Praktika in der Arbeitsförderung geben, evtl. nur noch Ausnahmefall Umschulung?

Schade, dass die IHK Darmstadt mit dem Hinweis auf die akademischen Berufe gleich davon ablenkt, dass in den schulischen Ausbildungen zig Tausende umsonst in sozialen Einrichtungen arbeiten. Da müssen sie noch froh sein, Bafög zu bekommen und glücklich, wenn kein Schulgeld verlangt wird. Ebenso die Erzieherinnen. Aber immerhin ist das Kriterium erfüllt, dass die Praktika in den Ausbildungsordnungen / Prüfungsordnung vorgeschrieben sind.
 

ethos07

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#7
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Die IHK beruft sich in ihren Aufgliederung offenbar auf folgende Zuordnung der verschiedenen 'Praktika' zum Arbeitsrecht, Berufsbildungsgesetz und zu 'Rest'


Übersicht / Arbeitsrechtliche Vorschriften
Kein Arbeitsrecht § 26 BBiG Normales Arbeitsrecht
.....
Quelle

Hm, stellt sich mir die Frage: unterliegen die sinnlosMaßnahmen der ARGEn samt deren 'Praktikas' überhaupt irgendetwas davon?
Ich denke eher: Nein.
Weil ich vermute, dass das juristisch so gedreht wurde, wie bei den Ein-Euro-Job, die zwar Beschäftigung geben aber keine Arbeit, und damit auch nicht dem Arbeitsrecht unterliegen ( m.E.sind die Ein-Euro-Job in der Tabelle der IHK etwas irreführend plaziert , aber im link dann richtig beschrieben): Der Ein-Euro-Job untersteht überwiegend dem Sozialrecht und nur einzlene Bestimmungen aus dem Arbeitsrecht gelten auch für die Ein-Euro-Jobs.

Das dürfte hier für die 'Praktikas' der Maßnahmen auch in etwa zutreffen: was man als AlgII-Empfänger an sog. Qualifizierungs-Leistungen erhält, wird wohl eher dem SGB unterstellt sein.

Steht im SGB eigentlich irgendwo etwas zu den Pseudo-Praktikas bei 'Maßnahmen'?

edit:
Hier hat sich Verdi mal damit befasst -aber sehr aufschlussreich finde ich das auch nicht gerade:
Rechtsgrundlagen für sog. AlgII-Praktikas
Die so genannten Alg-II-Praktika können sowohl beim Arbeitslosengeld (Alg I)
als auch beim Arbeitslosengeld II (Alg II) eingesetzt werden. „0-Euro-Jobs“
dürfen nicht länger als 4 Wochen dauern. Die Rechtsgrundlagen sind im
Sozialgesetzbuch im Zweiten Buch (SGB II) und im Dritten Buch (SGB III) zu
finden.
Für alle, die Alg II (Hartz IV) bekommen, gründet sich die Zulässigkeit von Praktika
auf den 1. Absatz des § 16 des SGB II. Dort ist außer einem Verweis auf das SGB III
jedoch nicht viel zu finden: „Als Leistungen zur Eingliederung in Arbeit kann die
Agentur für Arbeit alle im ..., im ersten bis dritten und sechsten Abschnitt des Vierten
Kapitels, im ... des Dritten Buchs (= SGB III) geregelten Leistungen erbringen.“
Der als „Verbesserung der Eingliederungsaussichten“ betitelte zweite Abschnitt des
Vierten Kapitels des SGB III umfasst die Paragraphen 48 bis 52. ....
 

Erolena

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#8
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Ist wohl nicht ganz aktuell das Material, aus dem Du zitierst. Denn August 2009 heißt es im Gesetz


SGB III:
Viertes Kapitel
Leistungen an Arbeitnehmer (§§ 45 - 216b)



Zweiter Abschnitt
(weggefallen) (§§ 48 - 52)
 
E

ExitUser

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#9
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Die Hilfe zur Arbeit bei 'Maßnahmen für einen Arbeitgeber'::icon_wink:

MAG.pdf
 

ralfmjg

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#10
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Hallo zusammen.

Meine Freundin macht gerade eine Umschulung von der Arge mit.Sie arbeitete vorher auf 400 € Basis. Da Sie keine abgeschlossene Ausbildung hatte,wollte Sie durch die Umschulung eine Abgeschlossene Berufsausbildung erreichen. Sie mußte denn Job kündigen um an der Massnahme teilzunehmen,da ihr alter Arbeitgeber nicht bereit war Sie für nachmittags einzusetzten.Die Arge setzte Sie unter druck,das Sie sich einen Job für Nachmittags suchen solle. Sonst würde man ihr nicht die Umschulung bewilligen. Sie hatte nur eine frist von zwei Wochen und fand einen Job der 30KM von ihr entfernt war. Sie hat erfahren ,das ihr Fahrgeld von der Arge zusteht. Um zur Arbeit zu kommen leiht Sie sich immer ein Auto. Nur um die KM abzurechnen verlangt die Arge,das ein Fahrtenbuch angelegt wird. Nur wie soll sie es machen? Es ist nicht ihr Auto. Reicht es , wenn ihr Arbeitgeber ihr bescheinigt das Sie 2 mal in der Woche Arbeiten kommt? Das Auto wird sonst auch nicht steuerlich abgerechnet.

Zur ihrer Umschulung gehört auch ein Praktikum von einem halben Jahr. Wofür Sie kein Geld bekommt . Ist das richtig?

Sie mußte sich einen PC kaufen,da Sie keinen hatte. Weil Sie die für die Umschulung brauchte. Bekommt Sie die kosten erstattet?

Würde mich über eine Antwort freuen.
LG.Ralf
 

Akos

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#11
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Wie ordnet man jetzt ein Praktikum als Teil einer verordneten Massnahme ein? Zum ALG2 werden dabei nur die Fahrkosten erstattet.
:icon_neutral:ist es eigentlich rechtens, daß die arge nur noch km-pauschale bezahlt was für bus und bahn nicht reicht??? ich frag mich wovon man das auch noch zahlen soll...:confused:
 

Akos

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#12
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Ich denke,daß der einzige Grund von Praktikum für Arbeitslose auch wie bei vielen anderen Maßnahmen dazu dient ein paar Arbeitslose von der Statistik zu löschen um zu behaupten, daß weniger Arbeitslose da sind. Zudem sind das auch noch die billigsten Arbeitskräfte die es gibt.:icon_neutral:Kaufland steht so sehr auf Praktikanten, die sind sogar so frech zu versuchen ein Praktikum zu verlängern, obwohl sie schon 2 Wochen geschenkt bekommen haben. Eigentlich ist es ne sauerrei einen Menschen der eh schon unten ist auch noch dermaßen auszubeuten.:icon_dampf:
 

Reiner79

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#13
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Dies kann ich aus eigener Erfahrung in vollem Umfang bestätigen.

... In der Regel kann man sich ja sein Praktikum selbst suchen oder man kriegt vom Maßnahmeträger eins zugewiesen. Aber zumindest bei einem zugewiesenen Praktikum ärgert es mich maßlos, daß die Maßnahmeträger in der Regel nichtmal *versuchen*, die Teilnehmer in ein Praktikum zu bringen,welches den zu vertiefenden Kenntnissen überhaupt auch nur ähnelt. Stattdessen werden die Teilnehmer zu den Firmen geschickt, "die schon immer" Praktikanten genommen haben...egal,ob das Praktikum inhaltlich zum vermittelten Stoff passt. Man ist halt froh,die Leute überhaupt vermittelt zu haben.

... Ist in meiner Maßnahme nicht anders: Von den 7 "Büroleuten" in meiner Maßnahme hat nur einer ein Praktikum,welches überhaupt irgendwas mit Büro zu tun hat (ich). Der Rest hängt auf irgendwelchen Bauhöfen etc. rum, auch wenn da der eigentliche Hintergedanke des Praktikums (eventuelle Übernahme in ein richtiges Arbeitsverhältnis) von vornherein ausgeschlossen ist. Diese Leute haben in diesem Praktikum NICHTS,wovon sie profitieren können: sie lernen nichts, sie können nichts gelerntes anwenden und übernommen werden sie natürlich auch nicht.
In 2007 war ich als Büroassistent in einer "Qualifizierungsmaßnahme". In der Zeit von Ende April bis Ende August 2007 hat die Maßnahme dem Steuerzahler exakt 2119,41 EUR gekostet. Während dieser Zeit bekam ich lediglich ein Rechnungswesenbuch geliehen und musste als Ergänzung "der beim Bildungsträger erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten", so der Praktikantenvertrag, bei einem Autohaus Autos putzen.

Das Tolle an der Sache ist, dass zwar das Jobcenter / ARGE ein Praktikum wünscht, sich aber gar nicht dafür interessiert, wie es abläuft und ob es überhaupt den gewünschten Nutzen bringt.

Es kann doch nicht angehen, dass eine Qualifizierungsmaßnahme als Büroassistent in einem Autohaus als Putzkraft endet.

Es überrascht deshalb nicht, dass laut Der Spiegel; Ausgabe 01/2011 von 49 Milliarden Euro, die der Bund und die Kommunen für Hartz IV-Empfänger ausgegeben haben (drei Milliarden Euro mehr als im Jahr zuvor), nur 24 Milliarden Euro für die Betroffenen unmittelbar bestimmt sind.

Das heißt: Mehr als die Hälfte des Geldes wird für den aufgeblähten Apparat und unsinnige 'Qualifizierungsmaßnahmen' ausgegeben!!!
Der Anteil der Qualifizierungsmaßnahmen beträgt dabei für 2010 ca. 6.6 Milliarden Euro [lt. Soll-Planung].

Die fünf Euro mehr Hartz IV ab 01.01.2011 sind dagegen lächerlich. Ohne den bürokratischen Aufbau könnte man locker 100 Euro mehr Alg II ausbezahlen.

Nicht umsonst heißt es im Spiegel in der Bildunterschrift zum Jobcenter Berlin: "Zu 80 Prozent Blödsinn finanziert".

Ich persönlich arbeite gerade in der fünften Qualifizierungsmaßnahme, die dem Steuerzahler wieder eine Stange schlecht angelegtes Geld kosten wird.

Wenn also jede Maßnahme ca. 2000,00 EUR kostet (lt. meinem Arbeitsvermittler gibt es auch Maßnahmen die allein schon 10'000 Euro kosten), betragen die Gesamtausgaben für den Steuerzahler allein bei mir schon mehr als 10'000 Euro.
Nur, um die Statistik zu schönen!!! Dabei habe ich von den Maßnahmen keinen verwendbaren Berufstitel, den ich zur Arbeitssuche gewinnbringend einsetzen kann. Nur wertlose Zertifikate.

Nicht der Regelsatz treibt die Kosten von Hartz IV in die Höhe, sondern eine Wirtschaft, die mit Hartz IV-Empfängern unfreiwillig ein Milliardengeschäft betreibt.

Es sind nicht nur die Banken, die immense Kosten verursachen, sondern auch Wirtschaftszweige, die auf Kosten des Staates leben.

Irgendwann geht dem Staat finanziell die Luft aus. Das Resultat kann man bereits an den Straßenverhältnissen deutlich erkennen. Auch werden keine Rentenversicherungsbeiträge mehr für Hartz IV-Empfänger bezahlt.

Erst wenn voraussichtlich ab 2016 die Schuldenbremse laut Grundgesetz greift, können vielleicht solche unsinnigen Maßnahmen endlich nicht mehr finanziert werden.

Gute Frage. Nimmt man mal die Position der argen ARGEn ein, könnten diese folgendermaßen argumentieren wollen: Maßnahmen beinhalten einen qualifizierenden und einen praktischen Anteil. Im praktischen Anteil soll das aus der Qualifizierung erworbene Wissens und die erworbenen Fähigkeiten unter Realbedingungen angewandt werden und zwar zum Zwecke des Lernens.

Dass dem überwiegend nicht so ist, braucht man ja in diesem Forum nicht wirklich erwähnen, hoffe ich.
Da gebe ich Dir vollkommen recht. Wenn schon der theoretische Teil unsinnig ist und gar kein Unterricht stattfindet, warum soll dann der praktische Teil besser werden, wenn ein Praktikum ins Blaue hinein abgeschlossen wird?

Würde man von 8:00 Uhr bis 15:45 Uhr in eine Justizvollzugsanstalt eingewiesen, anstatt in eine Qualifizierungsmaßnahme, hätte das denselben Effekt.
 

holunder

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#14
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Mir ist ähnliches passiert:
Ich bin ausgebildeter Elektroinstallateur. Mich hat die ARGE 2007 zu einer "Weiterbildungsmaßnahme" bei der DAA (Deutsche Angestellten Akademie) gezwungen. Und wie immer wurde es als freiwillig hingestellt, mit Vertragsunterschrift und allem, eben unter Drohung von Sanktionen. Zuerst gab es mehrere Wochen "theoretischen Unterricht" in den Geschäftsräumen der DAA, die eher provisorischen Charakter hatten. Zum Glück war unser Moderator (von der DAA beauftragter, selbständiger "Dozent") ein geistreicher Mensch.
Die theoretische Weiterbildung bestand aus dem Versuch, Basiswissen zum Thema Arbeitsrecht, Sozialkunde, Bewerbungserstellung zu vermitteln und dabei im Internet eine "Praktikumsstelle" zu finden. Als ich in dem Bereich, für den ich mich interessierte, keine fand, wurde ich von der Repräsentantin der DAA, die immer im Nebenraume anwesend war, aufgefordert, mich beim Globus Baumarkt zu bewerben, was ich dann auch tat, da ich dem Zwang seitens der ARGE unterlag, innerhalb des gesetzten Zeitplans eine Stelle zu finden, bei der ich dienen konnte.
Beim Globus Baumarkt war ich dann dem Servicebereich zugeordnet. Meine Mitarbeiter waren sehr freundlich und es hat eine wirklich gute Kollegialität geherrscht. Nun zum Thema: Arbeitsvergütung im Sinne von Lohn habe ich nicht erhalten. Der Globus Baumarkt war allerdings so gnädig, mir einmal täglich in der Mittagspause ein warmes Essen in der Kantine zu "spendieren".
Ich musste mir ein Auto leihen, um auf die Arbeit zu kommen. Die Fahrtkosten wurden IM NACHHINEIN (wie immer musste ich sie vorstrecken) von der DAA bar ausgezahlt, allerdings nach einem sehr geringen Satz und unter Zugrundelegung der kürzesten Strecke mit Routenplaner. Meiner Meinung nach ist diese Vorgehensweise dazu geeignet, den "Teilnehmer" an der Maßnahme scheitern zu lassen, denn wer kann schon so viel vorstrecken. Es kann sich auch nicht jeder monatelang jeden Tag ein Auto ausleihen.
Ich bekam noch ein Paar Arbeitsschuhe aus dem Globus Baumarkt Sortiment zur Verfügung gestellt. Das "Praktikum" dauerte zwei Monate, Dezember und Januar.
Im Rahmen dieses "Praktikums" wurde ich zu ganz gewöhnlicher Arbeit eingesetzt:
Finden und Reparatur eines Kurzschlusses im Stromkreis der Regalbeleuchtung
Aufbauen der Lampenausstellung inkl. Fräsen von hunderten Löchern zwecks Durchführung der Kabel
Aufbau von Regalen
Anfertigung einer nicht unbeträchtlichen Menge Ausstellungskisten für Schüttware im Bereich Holzzuschnitt
Mithilfe beim Einholen schwerer Spanplattenlieferungen, ungeachtet meiner Wirbelsäulenprobleme,
Hilfe, Autos von Kunden mit Steinen und Gipssäcken zu beladen
Deckung der "Dächer" mehrerer Holz"hütten" in der Ausstellung
usw usw

und jetzt kommts:
Installation und spätere Deinstallation der GESAMTEN Weihnachtsbeleuchtung des Globus Baumarktes ohne zugeteilten Mitarbeiter (also selbständig) über die gesamte Breite des Gebäudes. (Lichtvorhänge, Lichtschläuche)
Das beinhaltet natürlich auch Arbeiten am Rande eines Daches bei Wind und Wetter (Weihnachtsbeleuchtung). Ich konnte allerdings Bedenken äußern und wurde nicht gezwungen, mein Leben aufs Spiel zu setzen, wie gesagt, die Mitarbeiter waren schon in Ordnung.
Als ich vor diesen die Äußerung der ARGE und DAA wiederholte, dieses "Praktikum" diene dazu, eventuell eine Festeinstellung zu erreichen, haben sie sich nur angeschaut und gelacht. Man gab mir zu verstehen, ich sei nicht der erste Praktikant, ... und auch nicht der hundertste.

Ich habe das Gefühl, daß ich bei dieser Sache von der ARGE gezwungen wurde, kostenlos daran mitzuwirken, meinem eigenen Berufsbereich Schaden zuzufügen. Denn wenn ich nicht da gewesen wäre, hätte der Globus ja eine Firma beauftragen, oder jemand einstellen und bezahlen müssen (mich vielleicht?), der die Arbeit übernommen hätte. Meine Mitarbeiter im Service hatten selbst alle Hände voll zu tun.

Ich frage mich, wer wohl bezahlt hätte, wenn mir ein Arbeitsunfall passiert wäre.
Weiterhin frage ich mich, warum ausgerechnet der ärmste Mensch im Saarland (oder einer oder hundert von ihnen) gezwungen wird, ausgerechnet dem mit Abstand reichsten Mensch im Saarland (das haben Arbeiter bei Globus oft betont) quasi zwei Monate seines Lebens zu schenken. Umgekehrt würde eher ein Schuh draus, oder? (Mit Geld wäre es auch getan. Und nicht einmal geschenkt! Ganz gewöhnlicher L O H N hätte es auch getan!)
 

onkel hotte

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#15
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

p { margin-bottom: 0.21cm; } Ich habe jetzt auch eine toll-sinnfreie Maßnahme bekommen


REHA-Assessment - Berufswegplanung und Arbeitserprobung


Ich habe in einem BFW Bürokaufmann gelernt und kann mich im Bericht von Werniman sehr gut wieder entdecken.


Der erste Teil bestand aus Bewerbertraining, Word&Excel - nix außergewöhnliches. Ach ja die Realität haben wir auch simuliert.
Wir haben Firma gespielt - Bestellungen schreiben; Rechnungen stellen; Lieferscheine abheften usw.


Das Schönste ist immer, wenn man Punkt 7:00 nicht vor dem Rechner saß, gab's ganz doll Mecker vom Meister! Auf der echten Arbeit geht dat ja schließlich auch nisch!!!


Manchmal auch ganzen Tag Internetrecherche nach Praktikumsstellen - diese Tage im Bewerbungsgulag waren auch nicht gerade'ne Erfüllung.


Aber dann das "heiß" ersehnte "Praktikum" ...


Das erste Praktikum war im Straßen- und Tiefbauamt der Stadt und eine Festeinstellung natürlich ausgeschlossen.


Das Ganze hatte ja wenigstens noch ab und zu mit Büro zu tun.
Aber eigentlich hab ich Aufmaße machen dürfen, die zur Kalkulation von Winterdienstleistungen durch Fremdfirmen dienen sollten.


Mit dieser wunderschönen Aufgabe war man als Praktikant bei den Mitarbeiten, mit denen man da mitfahren sollte, beliebt wie Fußpilz!


Die Maßnahme wurde allgemein als sinnlos angesehen, da die meisten Werte schon vorhanden sind, bzw. die Messung eh ungenau wird weil keine genauen Angaben zum Anfangs- und Endpunkt der Messung vorhanden waren.


Ob die da mit den Messergebnissen sehr glücklich werden, wird wohl der nächste Winter zeigen.




Die drei 3 Monate "Praktikum" waren rum, also wieder in den Bewerbungsgulag!




Jetzt aber bin ich seit gut einer Woche in einem Großhandel, weil die Diplom Sozialpädagogin meinte den zuerst erlernten (Bau) Beruf und den umgeschulten Beruf Bürokaufmann verbinden zu müssen.


Eine Festanstellung ist natürlich ausgeschlossen.


Den Bürobereich sehe ich immer aus der Ferne, oder wenn ich wieder erwarten doch einmal zum Kopierer muss.
Einmal hab ich auch schon kurz darin verweilen dürfen um ein paar Rechnungen zu sortieren.


Die Kommissionierung von Waren hat ja noch einigermaßen Spaß gemacht, aber meistens heißt es:
die Palette muss hierhin; die Dosen kommen in das Regal; der Folienabfall muss zum Container usw.


Als sich heute dann die Putztante (oder was auch immer) in einem Tonfall beschwerte, wie ich doch die Kaffeetassen in den Schrank gestapelt habe:


„Die Henkel gehören nach vorn !!! Sie habe schließlich nicht die Zeit dafür die Tassen anders aus dem Schrank zu holen“
habe ich echt Mühe gehabt den Anstand zu wahren.


Den heutigen Tag habe ich mit mehr oder weniger sinnfreien Putzaufgaben verbracht, die Zeit verrinnt dann wie zäher Kaugummi, es ist einfach nur zum erbrechen!!


Den dämlichen Praktikumsvertrag noch gar nicht zum unterschreiben vorgelegt


Ich hoffe die Sozialpädagogin hat ein Einsehen, die 3 Monate halte ich dort so niemals aus! :icon_mued:





„god save the Hartz IV industry“
 
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#16
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

warum machst du nicht urlaub auf krankenkasses kosten^^
so einfach geht das ^^

ich hätt da kein problem mit
wenn mich da was ankotzen würde
 
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#17
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

@ onkel hotte

wer ist denn Dein Ansprechpartener im Betrieb? Gibt es einen Betriebsrat dort?

Ich würde vorschlagen mit dem Betriebsrat und dem Betriebsleiter ein Gespräch zu führen!

es grüßt, espps
 
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#18
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Einfühlungtage oder wie der Kram heißt.......ich frage mich nur die ganze Zeit, wer dem entsprechendem AG das Zertifikat und die Zulassung für die Zuweisung zur Maßnahme "Einfühlung" so auf die schnelle aus den Hut zaubert. Soweit ich durch die IHK weiß, sind solche Zertifizierungen für Maßnahmen mit bürokratischem Aufwand, Auflagen und Prüfungsverfahren verbunden.
 

Der Berater

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#19
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Hallo,

leider ist es oft so, dass sich die Sache mit den Praktika und den Maßnahmen insofern verfestigt, dass Maßnahme-Prakitkanten für einige Firmen bereits eine feste Größe geworden sind, um Personalkosten zu sparen, denn nach dem Rotationsprinzip lassen sich Praktikantenplätze leicht dauerhaft besetzen, eine Übernahmen gibt es nie, es werden aber reguläre Stellen eingespart. Dies passiert sehr oft mit Wohlwollen der AA und der Jobcenter.

Viele Grüße

Der Berater:cool:
 

Arbeitgeber

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#20
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Hallo alle zusammen,

warum seid Ihr alle so destruktiv, ist ja nicht zum Aushalten.
:icon_kotz:
Schließlich besteht durchaus die Möglichkeit durch ein Praktikum eine Festanstellung zu bekommen.

Es existieren nicht nur schwarze Schafe bei den Arbeitgebern, die unbezahlte Kräfte für Lücken ausnutzen, auch in Firmen arbeitet der eine oder andere Mensch/Personaler mit einem ethischen Gewissen. Zudem kann man bei der Praktikumsplatzsuche selbst aktiv sein und gleich bei Firmen anfragen die aktuell Mitarbeiter suchen.


Weg von dieser einseitigen Sicht und Fremdbestimmtheit, negative Gedanken = negative Handlungen = miese Ausstrahlung = niemals einen Job!!!

Wäre schön, wenn da mal in dem gesamten Forum auch positive Ansätze Erwähnung finden würden, nicht schon im Voraus immer alles ablehnen und gleich die Rechte mitteilen, wie ich Hilfsangebote und Chancen umgehen kann!
 
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#21
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Schließlich besteht durchaus die Möglichkeit durch ein Praktikum eine Festanstellung zu bekommen.
Diese Ablehnung gegenüber Praktika hat seinen Grund.Denn die Praxis sieht nunmal in aller Regel anders aus als die Vorstellungen der Allgemeinheit.. Man muss schon sehr spezialisiert in seinem Beruf sein,damit eine Übernahme wirklich wirklich klappt. Doch leider sind das nunmal die meisten Menschen nicht,d.h. sie sind beliebig austauschbar. Und das wird in der Praxis schamlos ausgenutzt.


Es existieren nicht nur schwarze Schafe bei den Arbeitgebern, die unbezahlte Kräfte für Lücken ausnutzen, auch in Firmen arbeitet der eine oder andere Mensch/Personaler mit einem ethischen Gewissen. Zudem kann man bei der Praktikumsplatzsuche selbst aktiv sein und gleich bei Firmen anfragen die aktuell Mitarbeiter suchen.
Und du glaubst,auf die Idee ist vor dir noch keiner gekommen ? Irrtum. Auch Firmen,die angeblich Leute suchen, spielen dieses Spielchen mit. Oftmals wird gerade diese "Wir suchen Leute!"-Masche dazu ausgenutzt, besonders engagierte Praktikanten zu finden,die sich in der Hoffnung auf eine Übernahme den A.... aufreißen. Versetz dich mal in die Lage eines Praktikanten: Wo würdest du dich mehr reinknien: In einen Job,bei dem die Übernahme unwahrscheinlich/ausgeschlossen ist oder einen,bei dem von Anfang an die Übernahme in Aussicht gestellt wird ? Spätestens nach dem 2.Praktikum ist man dahintergestiegen,daß solche Versprechungen nur hohle Phrasen sind.
Schon allein die gängigen Absagen,warum man nicht übernommen wird, schreien zum Himmel. Hier ein paar Beispiele:
-"Deine Leistungen reichen nicht aus!"...Ahja,deswegen hat auch nie einer was gesagt,daß man zu langsam ist. Und die Laufzettel sprechen auch eine andere Sprache.
-"Du bist nicht qualifiziert genug, eigenverantwortlich zu arbeiten!"...Ahja.Aber um wochenlang eine komplizierte Maschine im Wert eines Ferraris zu bedienen hat die Qualifikation seltsamerweise gereicht..."
-"Du fügst dich nicht ins Kollektiv ein!"...Klar,wenn man als Praktikant nur die kostenlose Urlaubsvertretung in der Nachtschicht ist, sind auch wahnwitzig viel "Kollegen" da, bei denen man sich einbiedern könnte.


nicht schon im Voraus immer alles ablehnen und gleich die Rechte mitteilen, wie ich Hilfsangebote und Chancen umgehen kann!
Ich kann dir nur dringend empfehlen, mehr in diesem Forum zu lesen,dann wirst du mitkriegen,wieso die Einstellung hier so negativ ist.
Die meisten User hier haben solche Maßnahmen usw schon mehrfach gemacht und wissen daher,wie der Hase läuft. Sie fallen ganz einfach nicht mehr auf die Versprechungen rein,die mit irgendwelchen Maßnahmen,Praktika etc einhergehen. Solche Maßnahmen sind in keinster Weise dazu gedacht, Leute in Arbeit zu bringen...das ist nur ein netter Nebeneffekt,so es zufällig wirklich mal klappt.Und das ist selten genug Vielmehr dienen solche Maßnahmen ausschließlich dazu, die Statistiken zu schönen. Es ist auch vollkommen egal,ob die Teilnehmer mit den offiziell zu erlernenden Kenntnissen wirklich was anfangen können...Hauptsache sie sind aus der Statistik. Oder kannst du mir sagen,was z.B. eine langjährige Putzfrau mit einem Kurs für Rechnungsführung soll ? Oder was ein Maschinenschlosser mit einem Excel-Einführungskurs soll ? Und wenn ein 62jähriger Maurer mit Bandscheibenschaden keinen Job mehr findet,liegt das mit Sicherheit auch nicht daran,daß er nicht up to date ist,wie eine Bewerbung aussehen muss. Oder das Gegenteil: Was soll eine Bürokauffrau mit einer Excel-Einführung ? Oder wieso soll ein 50jähriger Tischergeselle nochmal lernen,wie man 2 Bretter verleimt ? Und ein studierter IT'ler will im PC-Einführungskurs bestimmt auch gerne nochmal lernen,wozu denn dieses Ding mit den vielen Tasten und der "Fernseher" vor ihm da ist.
Und nun versetz dich mal in die Lage eines Teilnehmers hinein. Beim 1.Mal lässt man sich sowas vielleicht noch gefallen...aber in den wenigsten Fällen bleibt es ja dabei. Spätestens wenn er zum 3. oder 4.Mal in so eine Maßnahme hineingedrückt wird, bekommt JEDER so eine pessimistische Einstellung. Auch du.
 
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#22
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Ja ja, da kann ich auch ein Lied von singen. Mir wurde auch nach dem Studium eine Stelle in Aussicht gestellt, also bin ich umgezogen, einen Großteil meiner Ersparnisse investiert (Umzug, Kaution, Courtage -> fast 2000 Euro). Vorher war abgeklärt, dass ich NUR umziehe, wenn das unbezahlte Praktikum in eine Festanstellung mündet.. klar, kein Thema. Nach 2 Monaten dann nachgefragt "ja nee, wir wollten nie wen einstellen?! Habe ich nie gesagt."

Und dann sitzt man in einer neuen, teureren Stadt, zahlt das doppelte an Miete und darf vom JC aus keine weiteren Praktika mehr machen, weil unnötig. Irgendwann gehts einfach nicht mehr.

Ich mache so etwas nur noch, wenn ich es schriftlich habe. Geht auch nicht anders, da es von Seiten des Jobcenters anders nicht mehr erlaubt ist.
 
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Gast
#23
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

hallo ihr lieben,

ich habe selbst in einem großen betrieb gearbeitet, wo es gang und gäbe war und immer noch so ist. praktikas. ganze abteilungen würden ohne die praktikanten gar nicht funktionieren, weil das stammpersonal überlastet ist und es sparzwänge gab und gibt. dabei wurden noch nichtmal spezielle anforderungen an praktikanten gestellt, die spezialisierten arbeiteten ja schließlich schon in festen anstellungen. für bestimmte berufe sind diese art der praktika auch notwendig, weil der nachweis innerhalb der ausbildung dazu erbracht werden muß - also praktische erfahrung, diese machen ihren sinn. aber der rest der ganzen praktika? über die tatsache wer eine ausbildung oder eine festanstellung erhielt, entschieden zu guter letzt zeugnis und werdegang. d. h. für 10 ausgeschriebene stellen und deren besetzung rangelten im prinzip 100 praktikanten. so spart man echt personal.

ich denke das ist auch anderswo nicht anders, ohne praktikanten wären wohl so einige betriebe voll aufgeschmissen. :icon_dampf:

liebe grüße von barbara
 

gast_

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#24
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Hallo alle zusammen,

warum seid Ihr alle so destruktiv, ist ja nicht zum Aushalten.

Nicht zum Aushalten ist, wenn jemand das erste Post schreibt und uns aufgrund dieses Themas für destruktiv erklärt!

Nicht zum Aushalten ist, daß man unentgeltlich arbeiten soll !!!

Wozu gibt es die Probezeit? Oder Einfühlungsverhältnisse?

Ein Praktikum macht man nur, wenn man nicht weiß, ob die Tätigkeit überhaupt etwas für einen ist... vor oder während der Berufsausbildung! Freiwillig!

:icon_kotz:

Schließlich besteht durchaus die Möglichkeit durch ein Praktikum eine Festanstellung zu bekommen.

Eine Festanstellung kann man noch immer genauso gut ohne bekommen - und dann haben Arbeitnehmer und Arbeitgeber in der Probezeit die Möglichkeit, zu entscheiden, ob man zusammen paßt!

Bei Arbeitgebern, die Menschen umsonst arbeiten lassen wollen, möchte ich ganz sicher nicht eingestellt werden...


Es existieren nicht nur schwarze Schafe bei den Arbeitgebern, die unbezahlte Kräfte für Lücken ausnutzen, auch in Firmen arbeitet der eine oder andere Mensch/Personaler mit einem ethischen Gewissen.

Richtig - und die stellen ein - und vergeben keine Praktika!


Zudem kann man bei der Praktikumsplatzsuche selbst aktiv sein und gleich bei Firmen anfragen die aktuell Mitarbeiter suchen.

LOL

Das empfahl ich meinen Kindern - in der Zeit der Berufswahl!


Weg von dieser einseitigen Sicht und Fremdbestimmtheit, negative Gedanken = negative Handlungen = miese Ausstrahlung = niemals einen Job!!!

Wenn man sich nicht ausbeuten lassen will, hat man Rückrat... und bekommt viel eher einen Job!

Wäre schön, wenn da mal in dem gesamten Forum auch positive Ansätze Erwähnung finden würden, nicht schon im Voraus immer alles ablehnen und gleich die Rechte mitteilen, wie ich Hilfsangebote und Chancen umgehen kann!

Dein Beitrag ist ganz sicher kein Hilfsangebot...ein Hifsangebot wäre ein konkretes Stellenangebot...vernünftig bezahlt.


Schon mal versucht?
 
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#25
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

so und was versteht man im ARGE-Deutsch unter betriebliche Erprobung?
 
E

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#26
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

so und was versteht man im ARGE-Deutsch unter betriebliche Erprobung?
Förderungsfähiger Personenkreis

Das Angebot richtet sich an Jugendliche und
Erwachsene, die aufgrund einer Behinderung
besondere Unterstützung zur Eingliederung in
das Berufsleben benötigen und zum Zeitpunkt
der Teilnahme an Unterstützter Beschäftigung
keine Aus- bzw. Weiterbildung absolvieren
/können.

.
.
.

- Orientierungsphase:
Suche nach geeigneten Qualifizierungsplätzen
und betriebliche Erprobung

- Qualifizierungsphase:
Unterstützte Einarbeitung und Qualifizierung
im Betrieb

- Stabilisierungsphase:
Festigung im betrieblichen Alltag mit dem Ziel
der dauerhaften sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigung im Betrieb
http://www.arbeitsagentur.de/zentra...Unterstuetzte-Beschaeftigung-Arbeitnehmer.pdf

Nachtrag: Mglw. gibts da noch mehr.
 

Roter Bock

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#27
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Hallo "Arbeitgeber"

Du versteckter Massnahmen Coach! Soll ich mich mal bei Dir bewerben - ich habe eine "positive" Ausstrahlung und bin absolut wild drauf bei Dir zu arbeiten! :icon_klatsch:

Gut als Praktikant gehöre ich in andere Altersklasse so als gut abgehangener 50er, der leicht humpelt mit meinen Kreuzschaden - aber ich habe viel Humor, (brauch ich auch um so jemanden wie Dich zu ertragen).

Ich bin sogar "gebildet" Abitur 77, Diplom 84, IHK Abschluss 90 und 30 Jahre Berufserfahrung-

Na wie wär's den Kleiner.

Is doch ne Lachnummer oder?

Roter Bock
 

gast_

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#28
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Wieso aber "unentgeltlich"? Zitat:
Praktikum: Um ein Praktikum im eigentlichen Sinne handelt es sich nur dann, wenn das Praktikum von einer Prüfungsordnung zwingend als studien- bzw. ausbildungsbegleitend vorgeschrieben ist (Pflichtpraktikum).
Eine Einstiegsqualifizierung ist auch ein Praktikum...und nicht zwingend vorgeschrieben....
 
E

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Gast
#29
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

:icon_kinn:DANKE!Gerade die Erklährung zum Praktikum und den Umgang damit hat mich Nachdenklich gestimmt!Werde ich gut gebrauchen können ,-
für meinen letzten Rechtsstreit gegen das JOBCENTER!:biggrin:Und ich werde es bei der Gerichts-Verhandlung auch verwenden!:biggrin:
 

Mariann

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#30
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Mein Mann hatte eine Massnahme (8 Wochen Bewerbungstraining), für die restlichen 4 Wochen musste er sich eine Praktikumsstelle suchen. Ich habe den Vertrag mal angehängt.
Bei Nichtunterschrift wäre wohl eine Sanktion gekommen.
Klar hatte der Inhalt der Massnahme rein garnichts mit dem Praktikum zu tun. Da wurde nichts vertieft. Er wurde nur als kostenlose Arbeitskraft missbraucht. Wie auf Blatt 1 eine Massnahme nach §46 Abs.1, Satz 1 Nr.2 der lautet:
2.Feststellung, Verringerung oder Beseitigung von Vermittlungshemmnissen
Mein Mann ist 55 hat also ein schwerwiegendes Vermittlungshemmnis!
 

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#32
Praktika und Probearbeit boomen

Gerade wieder jetzt zur Weihnachtszeit boomen sogenannte Probearbeitsverhältnisse. Viele Betriebe vor allem im Dienstleistungssektor wie Kurierdienste, Versand, oder aber auch kleinere Handwerksbetriebe lassen sich ihr Geschäft nochmals richtig vergolden durch kostenlose Arbeitskräfte. Wie das? Bewirbt sich jemand zum Beispiel auf eine Aushilfsstelle oder Arbeitsstelle zum Beispiel bei verschiedenen namenhaften Kurierdiensten ist aufgefallen, das man gerne zur einer kostenlosen Probearbeit für ca. eine Woche eingeladen wird. Da es sich hier nicht um besonders Hochkomplexe Tätigkeiten handelt, wie Pakete zu scannen, sie zu verladen und eventuell zu den Adressaten zu überführen wundert es doch das so viele Bewerber erstmal Probearbeiten sollen und das kostenlos. Hier wird dann, da ja die meisten voneinander nichts wissen gerne vertröstet oder nach einer Woche gesagt, das man sich angeblich für einen anderen Kandidaten entschieden hat. Komischerweise tauchen dann ein paar Tage später wieder diese Stellenanzeigen auf und man verweist erstmal wieder auf die Probearbeit um zu schauen wie sehr sich ein Kandidat eignet. Klar sagt der Gesetzgeber was ganz anderes wenn es um erbrachte Arbeitsleistung geht, doch zwischen Gesetz und Einhaltung von Gesetzen besteht ein gewaltiger Unterschied. Wenn man dann noch auf sein Recht pocht und entlohnt werden möchte, dann hat man halt Pech gehabt. Es gibt genügend die gerne zur kostenlosen Probearbeit kommen möchten. So kann man in Spitzenzeiten ganz legal sein Geschäft überbrücken und zahlt am Ende nicht einen Cent dafür. Und sowas wird sehr oft praktiziert und findet immer mehr Nachahmer. Praktikumsstellen und billige Stellen, bei denen zum Beispiel Diplomanden sich einer hochkomplexen Aufgabenstellung widmen die den Unternehmen so gut wie gar nichts kosten, aber satte Profite beschert, auch das wird zusehends immer mehr. Und solange in Deutschland nur Gesetze dazu da sind um die Unternehmer zu schützen wird sich dahingehend auch nichts ändern.:icon_neutral:
 
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#33
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Mein Mann hatte eine Massnahme (8 Wochen Bewerbungstraining), für die restlichen 4 Wochen musste er sich eine Praktikumsstelle suchen. Ich habe den Vertrag mal angehängt.
Eigentlich ist das Ziel so einens Praktikums ja,daß man das vorher Erlernte vertieft bzw mal praktisch anwenden kann. Ich frag mich gerade, wie denn wohl ein Praktikum für ein Bewerbungstraining auszusehen hat ? :icon_kinn: Daß dieses Praktikum überhaupt existiert, zeigt selbst dem Dümmsten, daß hier was nicht stimmt und ist ein Zeichen dafür, wie sehr die Abzockmenthalität der "Bildungseinrichtungen" immer noch zunimmt.
Derartig sinnlose Praktika haben für den Maßnahmeträger gleich mehrere Vorteile:
a) die dem Maßnahmeträger während des Praktika entstehenden Unkosten (Dozentenhonorare etc.) liegen genau bei 0,
b) die Kohle für die Teilnahme fließt trotzdem vom Amt,
und c) im unwahrscheinlichen Fall einer Übernahme kann sich der Maßnahmeträger dies auch noch als eigenen Ermittlungserfolg auf die Fahnen schreiben,was vom JC auch noch mit einem 4stelligen Betrag honoriert wird. Und das meines Wissens nach sogar noch bis 1 Jahr nach Beendigung der ganzen Maßnahme.
 

DirkH

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#34
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Schon vom Kieler Arbeitsgericht-Urteil gehört:

Wann Sie auch für einen Praktikanten Lohn zahlen müssen - Arbeitsrecht

Interessant für alle die bereits Praktika absolviert haben.

Auch wenn es zur Ausbildung gehört (z.B. Altenpflegehelfer) muss die Ausbildung im Vordergrund stehen und nicht das selbstständige Arbeiten als normale Arbeitskraft nur um Lohnkosten zu sparen (in der Altenpflege standart selbst bei Kommunalen Trägern!). Hatte dazu vor kurzem eben wegem dem Kieler Urteil einen langen Artikel gelesen, und da hat ein Anwalt das so ähnlich erklärt.

Dirk
 

caromotte

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#35
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Hallo,

mein Maßnahmeträger (Bewerbungstraining) will mich auch unbedingt in ein 4-wöchiges Praktikum stecken. Aus den Erfahrungen anderer Teilnehmer weiss ich, dass es hierbei schlichtweg um kostenloses Arbeiten handelt, nix mit Reinschnuppern oder lernen. Das mit den Praktika kriegt man schon seit dem ersten Tag ständig unter die Nase gerieben.
Wir müssen uns von Anfang an gleich für Praktika bewerben.
Da hilft nur eins, gleich ab zum Arzt und AU einreichen.
Ich hebe im Prinzip nichts gegen ein vernünftiges Praktikum, wenn es dann was bringt. Aber ich lasse mich nicht ausbeuten und ich brauche nach 30 Jahren Berufserfahrung auch kein Praktikum in meinem erlernten und lange ausgeübten Beruf.Und schon gar nicht, damit der Maßnahmeträger mit mir noch richtig Kohle macht.Ich finanziere doch nicht durch meine Arbeitskraft deren Jobs !

LG Caromotte
 

DirkH

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#36
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Hmm, hatte da nicht jemand auf Lohnzahlung geklagt und letztlich musste nicht der AG sondern die ARGE den Lohn nachzahlen weil sie mist gebaut hat? Weis das leider nicht mehr genau, aber google mal danach.
 

Mariann

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#37
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Man sollte sich mal das letzte Blatt der Anhänge durchsehen.
Man sei in den Betriebsablauf des Betriebes eingegliedert und unterliegt den Weisungen des Betriebs. Im Praktikumsvertrag ist davon nicht die Rede!
 
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#38
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Nur dann, wenn keine Verpflichtung zur
Erbringung einer Arbeitsleistung besteht – so genanntes
Einfühlungsverhältnis -, ist die Unentgeltlichkeit nicht zu
beanstanden. Entscheidend für die Abgrenzung von
Probearbeitsverhältnis und Einfühlungsverhältnis ist der
Umstand, ob der Betreffende dem Direktionsrecht des
Arbeitgebers unterliegt.

Der
Schutzzweck des Arbeitsrechts verbiete Vereinbarungen,
wonach der Arbeitnehmer Leistungen ohne Gegenleistung des
Arbeitgebers erbringen muss.
Nur bei einem
„Einfühlungsverhältnis“, das für die Vertragsparteien eine
unverbindliche Kennenlernphase darstelle, gelte etwas
anderes: Hier bestehe keine Verpflichtung zur Erbringung der
Arbeitsleistung. Derjenige, der den Betrieb kennen lernen soll,
unterliege keinem Direktionsrecht des Arbeitgebers und müsse
auch keine festen Arbeitszeiten einhalten oder Arbeiten
verrichten.
 

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Reiner79

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#39
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Hallo,

Ich habe im Prinzip nichts gegen ein vernünftiges Praktikum, wenn es dann was bringt. Aber ich lasse mich nicht ausbeuten und ich brauche nach 30 Jahren Berufserfahrung auch kein Praktikum in meinem erlernten und lange ausgeübten Beruf. Und schon gar nicht, damit der Maßnahmeträger mit mir noch richtig Kohle macht. Ich finanziere doch nicht durch meine Arbeitskraft deren Jobs !

LG Caromotte
Ich selber habe schon meine fünfte Bildungsmaßnahme absolviert und habe schon viele Praktikas abgeleistet.

Meine persönliche Erfahrungen, die ich gemacht habe sind die, dass sich die Jobcenter (und auch früher die Arbeitsagentur) gar nicht dafür interessieren, wie die Praktikas verlaufen sind. Es wurde beim nächsten Ladungstermin seitens meines Arbeitsvermittlers noch nie angesprochen, wie das Praktikum verlief - auch wurde nie über den Sinn- und Zweck darüber gesprochen.

Es ist meiner Meinung nach kontraproduktiv, Arbeitslose einfach in Praktikas zu stecken. Auch nach der Ableistung eines sog. Ein-Euro-Jobs ist es fraglich, das Argument zum "Testen der Arbeitsfähigkeit" anzuführen, obwohl man doch bereits in einer Anstellung dieser Beschäftigungsmöglichkeit tätig gewesen ist und somit gezeigt hat, dass man auch arbeiten kann.

Es ist schlichtweg Leistungsmissbrauch seitens der Behörde, einen arbeitsfähigen Leistungsberechtigten (früher erwerbsfähigen Hilfebedürftigen) über steuerfinanzierte unentgeltliche Praktikas zu beschäftigen! Das ist nicht der gesetzliche Vermittlungsauftrag!

In § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB II heißt es: "Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen."

Dies aber gelingt mit der Verpflichtung durch Aufnahme eines kostenlosen Praktikums seitens des Jobcenters nicht, weil eben nicht die Möglichkeit besteht die Hilfebedürftigkeit zu verringern oder gar zu beenden!

Die Behörde zahlt zwar weiter den Regelsatz und die Unterkunftskosten, die Unternehmen werden aber staatlich davon abgehalten die eigentlich zu vergütende Tätigkeit [angemessen] zu entlohnen! Sie werden hier letztlich sogar rechtsmissbräuchlich subventioniert!

Wenn als Druckmittel Leistungskürzung in Verbindung zur Aufnahme einer unentgeltlichen Tätigkeit (auch wenn man es mit der Definition Praktikum gerne schmückt) gegeben ist, kann § 138 BGB (sittenwidriges Rechtsgeschäft) vorliegen. Dies hat dann zur Folge, dass die Anordnung oder gar die Beschäftigung nichtig ist. Es liegt kein gültiges Beschäftigungsverhältnis vor. Aber immerhin besteht ein Vergütungsanspruch gegen den Arbeitgeber für die geleistete Arbeit. Das bedeutet, dass das tarifliche oder immer das ortsübliche Entgelt [sei es auch wie eine Ausbildungsvergütung zu bemessen] eingeklagt werden kann. Da es sich hier um eine komplexe Materie handelt, ist ein Rechtsanwalt dringend zu empfehlen! Vor allem auch, gegen wen der Vergütungsanspruch entstanden ist (Jobcenter oder Arbeitgeber; hängt auch maßgebend von der Vertragsgestaltung ab).

Als Hartz IV-Empfänger kann man Beratungshilfe bei i.d.R. dem für den Wohnort zuständigen Amtsgericht beantragen. Dies habe ich auch schon gemacht.

Die Freibeträge der Tätigkeit (des bezahlten "unentgeltlichen" Praktikums) dürfte man dann behalten. Der Rest dient zur Minderung der staatlichen Aufwendung zur Sicherung des Lebensunterhaltes. Überschlagen gerechnet mit der sehr niedrigen Entgeltvariante von 5,00 EUR die Stunde [nur der Verdeutlichung der Berechnung wegen!] ergäbe sich bei einer 40-Stunden-Woche ein Bruttovergütungsanspruch von 200,00 EUR. Bei i.d.R. 2-wöchigen Tätigkeit sind das dann schon 400,00 EUR brutto! Diese Anrechnungsmöglichkeit [unter Berücksichtigung der Freibeträge] ließe sich die Behörde entgehen!

Man hat also auch als Arbeitsloser etwas für die Allgemeinheit getan.
 
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#40
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Es wurde beim nächsten Ladungstermin seitens meines Arbeitsvermittlers noch nie angesprochen, wie das Praktikum verlief - auch wurde nie über den Sinn- und Zweck darüber gesprochen.
Das ist nicht nur bei dir so,sondern wohl bei allen Leuten,die ein solches Zwangspraktikum machen mussten. Dem JC (und den Maßnahmeträgern) ist es piepegal,ob das Praktikum sinnvoll ist, ob es überhaupt den eigenen Qualifikationen oder gar dem Maßnahmeziel entspricht. Das eigentliche Ziel ist bekannt: Leute mit dem Ziel der Statistikbereinigung eine Zeit lang los zu sein. Daß ein Job daraus resultiert ist da nur ein seltener, aber gern gesehener Nebeneffekt.Insbesondere für den Maßnahmeträger,der dann auch noch den Vermittlungsgutschein abgreift.


Es ist meiner Meinung nach kontraproduktiv, Arbeitslose einfach in Praktikas zu stecken.
Natürlich sind Praktika nur Augenwischerei.Das weiß der Hartzer,daß weiß der Maßnahmeträger und das weiß auch der Fallmanager,der den Mist veranlasst hat.


Auch nach der Ableistung eines sog. Ein-Euro-Jobs ist es fraglich, das Argument zum "Testen der Arbeitsfähigkeit" anzuführen, obwohl man doch bereits in einer Anstellung dieser Beschäftigungsmöglichkeit tätig gewesen ist und somit gezeigt hat, dass man auch arbeiten kann.
Hach ja...das schöne Märchen vom "Testen der Arbeitsfähigkeit" und der "Gewöhnung an einen regelmäßigen Tagesablauf". Dumm nur,daß das Klischee des rumgammelnden Hartzers bei den meisten Leuten wirklich nur ein Klischee ist. Ein Großteil der Hartzer hat irgendwelche Beschäftigungen, die einen mehr oder minder regulären Tagesablauf erfordern. Wer z.B. einen Minijob hat, ein Ehrenamt ausübt oder Kinder hat, der ist durchaus in der Lage, pünktlich zu sein und seinen Pflichten nachzukommen. Damit ist m.E. genug bewiesen,daß man kein "Training" dieser "Fähigkeiten" benötigt. Trotzdem werden auch sie mit dem Argument der "Gewöhnung an einen regelmäßigen Tagesablauf" zu 1€-Jobs verdonnert. In der Praxis werden 1€-Jobs eher nach dem Gießkannenprinzip vergeben,obwohl der 1€-Job rechtlich gesehen den Qualifikationen des Teilnehmers entsprechen muss, da sonst nicht erfolgversprechend.
Manchmal ist es schon arg abenteuerlich,was für mögliche Berufswege manche Fallmanager für ehemalige 1€-Jobber "planen". Wenn ich mal von mir ausgehe: Weil ich im 1€-Job in allererster Linie Rasen gemäht habe, "plant" meine Fallmanagerin nun für mich eine "Karriere" in der Hausmeisterservice-Branche. Ein Kumpel,der die meiste Zeit Holzbänke gestrichen hat,soll jetzt nach dem Willen seiner Fallmanagerin als Maler&Lackierer arbeiten. Welche Firma stellt eigentlich jemanden ein,der gerade mal einen Bruchteil der erforderlichen Kenntnisse der Branche hat ?


Es ist schlichtweg Leistungsmissbrauch seitens der Behörde, einen arbeitsfähigen Leistungsberechtigten (früher erwerbsfähigen Hilfebedürftigen) über steuerfinanzierte unentgeltliche Praktikas zu beschäftigen! Das ist nicht der gesetzliche Vermittlungsauftrag!
Wie ich schon sagte: Ziel ist es allein, die Leute eine Weile aus der Statistik zu kriegen. Wenn es in Ausnahmen tatsächlich aufgrund so einer Maßnahme zu einer Beendigung der Hilftbedürftigkeit kommt,ist das eher ein netter Nebeneffekt.



In § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB II heißt es: "Erwerbsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen."
Tja..da ist das Problem: Obwohl es mittlerweile ja nun schon einige Studien gibt,die das Gegenteil beweisen, halten die Jobcenter noch immer an der grauen Theorie fest,daß eine Maßnahme oder ein Praktikum zu einer Einstellung führt. Und solange sich das nicht ändert,werden die Jobcenter weiter derartige Maßnahmen weiterhin mit besagtem Paragraphen rechtfertigen.



Dies aber gelingt mit der Verpflichtung durch Aufnahme eines kostenlosen Praktikums seitens des Jobcenters nicht, weil eben nicht die Möglichkeit besteht die Hilfebedürftigkeit zu verringern oder gar zu beenden!
Wie ich gerade schrieb: In der Theorie ist eine Einstellung nach einem Praktikum üblich. Und deswegen ist ein Praktikum in den Augen der Jobcenter als Vorbereitung der Beendiung/Verringerung der Hilfsbedürftigkeit geeignet.


Sie werden hier letztlich sogar rechtsmissbräuchlich subventioniert!
Praktikumsfirmen werden indirekt dadurch staatlich subventioniert, andere Firmen durch 1€-Jobs vom Markt gedrängt. Wozu dienen denn 1€-Jobs ? Der Zusätzlichkeit doch wohl in den seltensten Fällen. Primär soll damit die klamme Kommunalkasse saniert oder zumindet geschont werden. Sprich: reguläres Personal wird abgebaut und durch 1€-Jobber ersetzt. Oftmals geben sich der Arbeitnehmer und der 1€-Jobber förmlich die Klinke in die Hand. Da ist es offensichtlich,daß der 1€-Jobber der Ersatz des Arbeitnehmer ist...und das ist nunmal illegal.Oft reden sich die Kommunen dann damit raus,daß das Personal auch ohne die Existenz von 1€-Jobs rausgeschmissen worden wäre,weil die Kassen leer sind. In dem Fall wären aber die unabdingbaren Arbeiten an private Unternehmen gefallen. Und da 1€-Jobs keine Konkurrenz für die normale Wirtschaft sein dürfen, sind diese auch an dieser Stelle illegal.
 

Hamburgeryn1

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#41
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Schon vom Kieler Arbeitsgericht-Urteil gehört:

Wann Sie auch für einen Praktikanten Lohn zahlen müssen - Arbeitsrecht

Interessant für alle die bereits Praktika absolviert haben.

Auch wenn es zur Ausbildung gehört (z.B. Altenpflegehelfer) muss die Ausbildung im Vordergrund stehen und nicht das selbstständige Arbeiten als normale Arbeitskraft nur um Lohnkosten zu sparen (in der Altenpflege standart selbst bei Kommunalen Trägern!). Hatte dazu vor kurzem eben wegem dem Kieler Urteil einen langen Artikel gelesen, und da hat ein Anwalt das so ähnlich erklärt.

Dirk
Ich frage mich beim lesen, ob diese Regelung auch bei den sog. Schulpraktikas greift. :icon_kinn:

Hier in Hamburg sind die Schulen vielfach dazu übergegangen, dass Schüler an drei Tagen die Woche über einen Zeitraum von mehreren Monaten (id.R. 3-6 Monate) in Hinsicht auf einen Ausbildungsplatz ein Praktikum absolvieren müssen.
I.d.R. sieht es dann so aus, dass die jungen Leute täglich bis zu acht Stunden malochen - um am Ende wegen irgendwelcher angeblicher Auffälligkeiten nicht eingestellt zu werden (Unpünktlichkeit, Widerworte, mangelnder Teamgeist, fehlendes Engegament, usw). Selbstverständlich werden die "Mängel" erst zum Ende des Praktikum thematisiert. Mit den Lehrern ist da kein Reden - selbstverständlich hat der Jugendliche sich als unzureichend erwiesen und daher zu Recht den erhofften Ausbildungsplatz nicht erhalten,......:icon_kotz:

Mir gehen diese Schulpraktikas ungemein auf den Geist.
Für mich stellen sie einfach eine ideale Ausbeutungsgrundlage dar, schließlich ist ein 16jähriger, der an drei Tagen die Woche jeweils für 8 Stunden für mindestens 3 Monate in den Betrieb kommt, eine ideale Hilfskraft. Und dazu kostenlos!
Und dazu die vertane Zeit. In diesen Monaten hätte man schon in der Ausbildung sein können. Doch von seiten der Schule wird immer wieder argumentiert, dass die Betriebe in Ruhe prüfen wollen, ob der Kandidat wirklich als Azubi geeignet ist. Und dazu braucht es drei, vier, sechs und z.T. zwölf Monate????? :icon_dampf:

Meine Töchter machen diesen Unfug jetzt schon eine Ewigkeit mit, rausgekommen ist bis heute nichts weiter als Frust, und die Erkenntnis, dass die geleistete Arbeit nicht die geringste Anerkennung erfährt.
Ich hätte jedenfalls kein Problem den jeweiligen Betrieb in welchem meine Tochter als Praktikantin in Hinsicht auf eine Ausbildunsgsstelle arbeiten musste, auf Lohn zu verklagen.

Ehrlich - es muss doch einen Weg geben diesen Praktkumsunsinn ein für alle mal zu unterbinden!
Das einzige was Jugendliche lernen, ist, dass ihre Arbeit sowenig wert ist, dass sie nicht einmal einer anständigen Bezahlung würdig ist.
Und mit diesem Wissen werden sie dann ins Leben geschickt..... Die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen. :cool:
 

Mariann

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#42
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Ich frage mich: Wenn mein Mann diesen Vertrag #31 einfach nicht unterschrieben hätte, was hätten die gegen Ihn ins Feld führen können?
Abbruch der Massnahme weil Praktikum Bestandteil davon ist?
 

gast_

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#43
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Ich frage mich beim lesen, ob diese Regelung auch bei den sog. Schulpraktikas greift. :icon_kinn:
Nein.

Das ist der einzige Grund, ein unbezahltes Praktikum zu machen... um in einem Beruf, den man lernen möchte, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
 
E

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Gast
#44
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

... um am Ende wegen irgendwelcher angeblicher Auffälligkeiten nicht eingestellt zu werden (Unpünktlichkeit, Widerworte, mangelnder Teamgeist, fehlendes Engegament, usw).
Das ist aber nicht nur in Schülerpraktika so,sondern die Standardfloskeln in allen Praktika, wo eigentlich niemand wirklich gesucht wird. Unpünktlichkeit ist nicht zu entschuldigen, der Rest hingegen ist Ansichts- und Auslegungssache. Letztendlich kann man's dem Chef sowieso nicht Recht machen,weil seine Meinung sowieso schon feststeht,egal wie gut oder schlecht man wirklich war. Sagt man seine Meinung zu irgendeiner Sache,wirds als Widerworte ausgelegt....sagt man nix, heißt es "fehlendes Engagement". Macht man jede Zigarettenpause der Kollegen mit, heißt es auch schon wieder "fehlendes Engagement"....macht man die Kippenpausen nicht mit,heißt es "mangelnder Teamgeist".

Selbstverständlich werden die "Mängel" erst zum Ende des Praktikum thematisiert.
Das ist eine echte Sauerei. Wenn man z.B. wochenlang ganz allein an eine Maschine im Wert eines Ferraris gestellt wird und dann plötzlich hören muss,daß man für den Job zu dämlich ist,dann riecht das nicht nur nach Ausrede, das stinkt sogar danach.


Das einzige was Jugendliche lernen, ist, dass ihre Arbeit sowenig wert ist, dass sie nicht einmal einer anständigen Bezahlung würdig ist.
Tja..leider ist das so. Da wunderts einen auch nicht mehr,daß in den Köpfen vieler Jugendlichen als Zukunftsvision ein Leben in Hartz IV herumschwirrt. Wer kann es ihnen verdenken ? Auch Jugendliche kapieren,daß einer der arbeitet, mehr Geld in der Tasche haben sollte als einer,der nicht arbeitet. Indem man ihnen suggeriert,daß ihre Arbeit sowieso nichts wert ist, zwingt man sie förmlich in die Hartz IV-Schiene hinein, die "Geld ohne Arbeit" verspricht.
 

Hamburgeryn1

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#45
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Nein.
Das ist der einzige Grund, ein unbezahltes Praktikum zu machen... um in einem Beruf, den man lernen möchte, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.
Ich kann mich ja noch damit arrangieren, wenn eine Praktikumsdauer von maximal vier Wochen verabredet wird, damit beide Seiten herausfinden, ob der Betreffende für diesen Beruf geeignet ist, bzw. in den Betrieb passt.

Schließlich hat einer meiner Söhne auch über ein Praktikum einen Ausbildungsplatz erhalten - zwei Wochen sollte es dauerm, doch bereits nach Ende der ersten hatte der Meister seine Entscheidung getroffen, und die Ausbildung begann.

Meine Jüngste stellte innerhalb eines einwöchigen Praktikums fest, dass der bisherige Wunschberuf doch nicht das richtige für sie ist.

Meine Zweitälteste besuchte eine berufsbildende Schule, und da war Teil des Ausbildungsplans mehrere berufsbezogene Praktika zu absolvieren - um eine Ausbildung erfolgreich zu beenden.

Ich halte es für unglaubwürdig, dass es angeblich Monate braucht um herauszufinden ob der Jugendliche ausbildungsfähig, berufsgeeignet, ect., ist.
Monatelang arbeiten die jungen Leute in Betrieben, stets mit der vagen Aussicht, dass ihnen am Ende der ersehnte Ausbildungsplatz winkt - doch am Ende kommen die immer gleichen Beschwerden über die mangelnde Kooperationsereitschaft des Jugendlichen, ect.pp.

Auffällig ist hierbei auch, dass es den Betrieben durchaus gestattet ist, durch monatelang zu "prüfen", ob er den Jugendlichen künftig in den Betrieb übernimmt.
verhält es sich, wenn der Jugendliche nach zwei, drei Wochen feststellt, dass die Berufssparte überhaupt nichts für ihn ist, und abbrechen möchte/abbricht.
Da hagelt es seitens der Schule sofort Briefe, es gibt Konferenzen, Hinweise, über die Gefährdung eines Schulabschlusses, usw.

Ich kann das so nicht akzeptieren. Meiner Ansicht nach dürften auch Schulpraktika nicht länger als vier Wochen dauern, und es sollte vorher seitens der Schule festgestellt werden, ob der Betrieb tatsächlich einen künftigen Azubi sucht. Meine Jüngste machte bereits in zwei Betrieben ein mehrmonatiges Praktikum, wo sich am Ende herausstellte, dass man gar nicht ausbilden wollte. Ein Betrieb hatte kurz vor der Pleite gestanden, und schnell noch einen billigen Handlanger gesucht, der die bereits gekündigten AN ersetzen sollte, um die letzten Aufträge abzuarbeiten.
Daher sollte verbindlich festgelegt werden, dass der Schüler in ein Ausbildungsverhältnis übernommen wird, wenn er es erfolgreich abschließt.

Anders kann man diesen Mißbrauch doch gar keinen Einhalt gebieten!
 

Reiner79

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#46
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Ich kann mich ja noch damit arrangieren, wenn eine Praktikumsdauer von maximal vier Wochen verabredet wird, damit beide Seiten herausfinden, ob der Betreffende für diesen Beruf geeignet ist, bzw. in den Betrieb passt.

Schließlich hat einer meiner Söhne auch über ein Praktikum einen Ausbildungsplatz erhalten - zwei Wochen sollte es dauerm, doch bereits nach Ende der ersten hatte der Meister seine Entscheidung getroffen, und die Ausbildung begann.

Meine Jüngste stellte innerhalb eines einwöchigen Praktikums fest, dass der bisherige Wunschberuf doch nicht das richtige für sie ist.
...
Nichts gegen ein freiwilliges von sich aus gewünschten Praktikum an sich.

Aber wenn ein Praktikum zur Arbeitserprobung anstatt dem zielgerichteten unterstützenden Bildungsauftrag unter Androhung von Leistungskürzung gemacht werden muss, dann ist das staatlich geförderter Leistungsmissbrauch. Im Arbeitsrecht gibt es die sogenannte Probezeit. In dieser kann der Arbeitgeber (natürlich bezahlt) erkennen, ob er die betreffende Person auch einstellen möchte.

In der Regel fällt die Probezeit im Arbeitsverhältnis nicht weg, auch dann nicht, wenn dem Arbeitsverhältnis ein Praktika vorausgegangen ist. Es liegt doch auf der Hand, dass Praktikas auf dem Gebiet des Sozialrechts überflüssig sind, da man für die Zeit des Praktikas Geld dazuverdienen hätte können (wenn das Praktika nichts mit dem Bildungsauftrag zu tun hat).

Für sogenannte "Bildungsmaßnahmen" sind auch immer Praktikas vorgesehen. Das ist ein Praktika in Blaue, da von Amts wegen gar keine Zielrichtung vorgesehen ist.

Ich absolvierte einmal eine Qualifizierungsmaßnahme (eine von vielen!!) als Büroassistent mit dem Schwerpunkt Buchhaltung. Der Bildungsträger aber hat mich zum Praktikum als Autowäscher verdonnert! Sollte ich das nicht machen, drohen leistungsrechtliche Konsequenzen. Was bitte schön hat das gewerbliche Autoputzen mit der begleitenden Bildungsmaßnahme gemeinsam? Ich hätte vielmehr ein Unternehmen gebraucht, in diesem ich in der realen Praxis die Buchungsvorgänge z.B. über Lexware erklärt bekomme.

Das schließt natürlich ein, dass sich der Arbeitgeber auch die Zeit nimmt, die Schritte zu erklären. Schließlich möchte man auch etwas dazulernen und einmal für den weiteren Bewerbungsprozess gebrauchen.

Der Autoputzservice übrigens hat mich nicht genommen (die typischen Ausreden: zu langsam; hätte mehr Autos putzen können etc), obwohl man für etwas zur Gewinnmaximierung beigetragen hat. Während der Maßnahme erfuhr ich, dass der Bildungsträger schon vor mir Arbeitslose zu diesem unseriösen Betrieb geschickt hat und keiner genommen wurde, weil man ja kostenlos arbeitet! Weiter so Deutschland...

Garantier ist aber: Der Staat zahlt sinnlose und fragwürdige Bildungsmaßnahmen und verhindert somit die Aufnahme einer Beschäftigung.

Zum Thema Arbeitserprobung: Die findet ja auch nur für den Arbeitgeber statt. Wenn der Arbeitgeber etwas auszusetzen hat, dann kann er sofort und ohne Konsequenzen das Praktikum beenden. Anders verhält es sich wenn ein Arbeitsloser für sich die Erkenntnis gewonnen hat, dass ihm die Tätigkeit oder der Arbeitgeber (Arbeitsumfeld) etc. nicht liegt, so macht er sich einer Sanktion (Leistungskürzung) strafbar. Von der Arbeitserprobung profitiert der Arbeitgeber - nicht der Arbeitnehmer! Und hier liegt das eigentliche Problem.

Dieses System ist für die Wohlhabenden und Reichen geschaffen. Die Ziele der Armen spielen überhaupt keine Rolle. Man kann nicht einmal während des Leistungsbezuges etwas ausprobieren und bei Nichtgefallen ein Praktikum beenden, da man immer damit rechnen muss, sanktioniert zu werden. Derjenige, der von sich aus ein Praktikum machen möchte, muss das ja dem Jobcenter vorher anmelden.

Ein freies Land, in dem man etwas ausprobieren, sowie auch frei von Angst und staatlichen Repressalien leben kann, sieht anders aus.
 

friedhof

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#47
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Hallo ralfmjg

na da hat deine freundin ja mal so richtig die ********* karte gezogen :icon_klatsch::icon_klatsch:
also das mit dem fahrten buch ist absoluter nonsens... ihr stehen die vollen fahrt kosten zu und das ohne nachweise... auch vollkommen egal ob es ihr eigener pkw ist oder geliehen.. wenn sie mit bus oder bahn fahren müßte, würde das ja auch bezahlt... aber die versuchen es halt immer wieder... leider gibt es auch genug die nicht dagegen angehen und somit wird viel geld gespart...
was das praktikum betrifft ist es leider so das es rechtens ist... ein praktikum ist unentgeltlich.. manche betriebe zahlen am ende einen kleinen betrag auf freiwilliger basis...
den pc kann sie steuerlich absetzen (natürlich nur mit beleg) genauso wie eventuell angeschaffte bücher oder sonstiges lernmaterial..
 
E

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#48
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Aber wenn ein Praktikum zur Arbeitserprobung anstatt dem zielgerichteten unterstützenden Bildungsauftrag unter Androhung von Leistungskürzung gemacht werden muss, dann ist das staatlich geförderter Leistungsmissbrauch. Im Arbeitsrecht gibt es die sogenannte Probezeit. In dieser kann der Arbeitgeber (natürlich bezahlt) erkennen, ob er die betreffende Person auch einstellen möchte.
Stimmt genau.


Für sogenannte "Bildungsmaßnahmen" sind auch immer Praktikas vorgesehen. Das ist ein Praktika in Blaue, da von Amts wegen gar keine Zielrichtung vorgesehen ist.
Grundgedanke eines Praktikums ist es, das Erlernte zu vertiefen und auch mal praktisch anzuwenden. Heißt im Endeffekt: Sinnlose "Bildungsmaßnahme" ohne Lerneffekt-->kein Praktikum notwendig.


Ich absolvierte einmal eine Qualifizierungsmaßnahme (eine von vielen!!) als Büroassistent mit dem Schwerpunkt Buchhaltung. Der Bildungsträger aber hat mich zum Praktikum als Autowäscher verdonnert!
Das ist ein wunderbares Beispiel dafür,wie sehr die Maßnahmeträger an der tatsächlichen Einsetzbarkeit im "erlernten" Beruf interessiert sind.



. Was bitte schön hat das gewerbliche Autoputzen mit der begleitenden Bildungsmaßnahme gemeinsam?
Nichts. Vielmehr zeigt es,daß auch die Maßnahmeträger wissen,daß der vermittelte "Beruf" auf dem regionalen Arbeitsmarkt nicht zu gebrauchen ist. Wenn schon keine Praktikumsstellen in dem Bereich da sind, wo sollen dann erst Jobs herkommen ? Und solange der Teilnehmer anwesend ist,kriegt der Maßnahmeträger auch Kohle vom Amt,weswegen es ihm piepegal ist, was der Teilnehmer nun im Praktikum wirklich macht. In manchen Fällen dürften wohl auch private Verflechtungen zwischen Maßnahmeträger und Praktikumsfirma der Grund für derartige Sinnlos-Praktika sein.


Ich hätte vielmehr ein Unternehmen gebraucht, in diesem ich in der realen Praxis die Buchungsvorgänge z.B. über Lexware erklärt bekomme.
Das schließt natürlich ein, dass sich der Arbeitgeber auch die Zeit nimmt, die Schritte zu erklären. Schließlich möchte man auch etwas dazulernen und einmal für den weiteren Bewerbungsprozess gebrauchen.
Viel Erfolg! Ich hab schon etliche Praktika gemacht...aber wirklich was gezeigt hat mir nur höchst selten mal jemand etwas. Als Praktikant ist man meist voll in die Gewinnkalkulation mit eingeplant, da ist nichtmal Zeit dafür einkalkuliert,daß dir jemand mal was beibringt.


Der Autoputzservice übrigens hat mich nicht genommen (die typischen Ausreden: zu langsam; hätte mehr Autos putzen können etc), obwohl man für etwas zur Gewinnmaximierung beigetragen hat.
Und das wundert dich ? Als Praktikant arbeitet man kostenlos und wird fast nahtlos durch den Nachfolger ersetzt. Als Festangestellter kostet man hingegen Geld.


Garantier ist aber: Der Staat zahlt sinnlose und fragwürdige Bildungsmaßnahmen und verhindert somit die Aufnahme einer Beschäftigung.
Ich hab auch schon Maßnahmen gemacht,die mir Spaß gemacht haben,nur lernt man in 6 Monaten halt nicht viel, geschweige denn kann man sich auf irgendwas spezialisieren. Wenn man wirklich eine (wenn auch geringe) Chance in dem Beruf haben will, muss eine tiefergehendere Weiterbildung her, nicht der oberflächliche Mist wie bisher. Ich hab schon 2x probiert,sowas zu bekommen,wurde beides abgelehnt...angeblich ist dafür kein Geld da. Dafür durfte ich die (noch teurere) nächste Sinnlosmaßnahme ohne Zukunftsperspektive machen.
 

margotsch

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#49
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Genau, so sehe ich das auch. Wozu gibt es eine Probearbeitszeit? Einen Probezeit vor der Probezeit ist absolut überflüssig!
 

Minimina

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#50
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Da der erste Link von #1 nicht mehr verfügbar ist, quotiere ich mal die wichtigsten Teile des zweiten Links von #1, da ich annehme dieses Thema wird uns noch einige Zeit beschäftigen:

„Generation Praktikum“ – hoher Einsatz, geringe Vergütung?



Das Schlagwort „Generation Praktikum“ belegte 2006 bei der Wahl zum Wort des Jahres den zweiten Platz. Dies verdeutlicht, dass ein oder mehrere Praktika für Berufsanfänger – vor allem für Hochschulabsolventen – mittlerweile oftmals Vorraussetzung für den Einstieg in das Berufsleben sind. Wie hoch die Anzahl von Praktikanten tatsächlich ist, war lange Zeit unbekannt. Eine vom DGB und der Hans-Böckler-Stiftung in Auftrag gegebene Studie nennt nun erstmals Zahlen. Danach absolvieren 37 % der Hochschulabsolventen ein unbezahltes oder bezahltes Praktikum. Dies gibt Anlass, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, ob der Arbeitgeber ein so genanntes Einfühlungs-, Praktikums- oder Probearbeitsverhältnis zu vergüten hat.


Bei der Frage einer Vergütungspflicht des Arbeitgebers sind zunächst die Begrifflichkeiten und inhaltlichen Anforderungen eines Einfühlungs-, Praktikums- und Probearbeitsverhältnisses zu unterscheiden:


Ein Probearbeitsverhältnis ist ein „normales Arbeitsverhältnis“, das vom Arbeitgeber zu vergüten ist

Die überwiegende Anzahl der Berufstätigen kennt die Vereinbarung einer Probezeit aus ihren Arbeitsverträgen. Ein Probearbeitsverhältnis verfolgt den Zweck, sowohl dem Arbeitgeber wie auch dem Arbeitnehmer die Möglichkeit zu geben, die Voraussetzungen der Zusammenarbeit zu klären, bevor eine endgültige Bindung herbeigeführt wird. Bei einem Probearbeitsverhältnis vereinbaren die Parteien daher einen kalendermäßig bestimmten Zeitraum als Probezeit, der in der Regel bei sechs Monaten liegt. Wird das Probearbeitsverhältnis über die Dauer der Probezeit hinaus fortgesetzt, verlängert sich das Arbeitsverhältnis. Charakteristisch an einem Probearbeitverhältnis ist, dass sich der Arbeitnehmer – aufgrund des Arbeitsvertrages - vom ersten Tag seiner Beschäftigung an zur Erbringung seiner Arbeitsleistung verpflichtet. Er hat dabei den Weisungen des Arbeitgebers zu folgen und wird organisatorisch in die Arbeitsabläufe des Unternehmens eingebunden. Es handelt sich daher bei einem Probearbeitsverhältnis um ein ganz „normales Arbeitsverhältnis“. Ein Arbeitsverhältnis aber ist, selbst wenn eine Vergütung nicht vereinbart wurde (§ 612 I BGB), stets angemessen zu bezahlen.


Das Einfühlungsverhältnis ist unentgeltlich – eine Arbeitsleistung muss nicht erbracht werden
Das Einfühlungsverhältnis oder auch „Schnupperpraktikum“ verfolgt einen ähnlichen Zweck wie das Probearbeitsverhältnis. Auch hier soll dem „Arbeitnehmer“ Gelegenheit gegeben werden, sich mit den betrieblichen Verhältnissen und den Arbeitsabläufen des Unternehmens vertraut zu machen. Im Gegensatz zum Probearbeitsverhältnis wird der zukünftige potentielle Arbeitnehmer in dem Unternehmen aber aufgenommen, ohne dass er irgendwelche Pflichten zu erfüllen hätte. Insbesondere muss er dem Unternehmen seine Arbeitskraft nicht zur Verfügung stellen oder sich an bestimmte Arbeitszeiten halten. Er unterliegt auch nicht dem Direktionsrecht des Arbeitgebers, sondern nur dem Hausrecht. Das Einfühlungsverhältnis ist somit kein echtes Arbeitsverhältnis, sondern ein so genanntes „loses Rechtsverhältnis eigener Art“. Demzufolge besteht hier auch kein Anspruch auf eine Vergütung.


Der Vergütungsanspruch der Praktikanten
Nach dem Bundesarbeitsgericht ist Praktikant, wer sich einer bestimmten Tätigkeit und Ausbildung in einem Betrieb unterzieht, weil er diese im Rahmen einer Gesamtausbildung, z. B. um die Zulassung zum Studium oder zur Hochschulreife zu erlangen, nachweisen muss. Kennzeichnend ist also, dass der Praktikant nur vorübergehend im Betrieb tätig ist und der Ausbildungszweck im Vordergrund steht.

Eine Vergütungspflicht des Arbeitgebers besteht, zumindest nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts dann nicht, wenn die Praktikanten bestimmte Praktika im Rahmen ihrer universitären Ausbildung ablegen müssen. Auf diesen Bereich soll das Arbeitsrecht keine Anwendung finden. In der Praxis zahlen Unternehmen trotzdem oftmals eine Vergütung in Höhe einer Aufwandsentschädigung oder einer Beihilfe zum Lebensunterhalt.

Ein Praktikant hat allerdings dann einen Vergütungsanspruch, wenn er in dem Unternehmen eingestellt wurde, um berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten oder Erfahrungen zu erwerben, ohne dass es sich um eine klassische Ausbildung handelt. Auf derartige Praktikantenverhältnisse bestehen nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) Vergütungs- und auch Urlaubsansprüche.

Als Fazit lässt sich somit festhalten, dass ein Probearbeitsverhältnis immer und ein Praktikumsverhältnis in der Regel zu vergüten ist. Nur bei einem Einfühlungsverhältnis bzw. „Schnupperpraktikum“ im obigen Sinne, ist es dem Arbeitgeber freigestellt, eine Vergütung zu entrichten.


Was sollten die Parteien bei der Vereinbarung von Praktikums- oder Einfühlungsverhältnissen beachten?
Bei der Vereinbarung von Praktikumsverhältnissen sollten die Parteien beachten, dass der für das Praktikumsverhältnis prägende Ausbildungszweck, Ziel der Zusammenarbeit sein sollte. Wird dieser Ausbildungszweck mit dem Praktikum tatsächlich nicht verfolgt, kann es sich um ein normales Arbeitsverhältnis halten, dass entsprechende Vergütungszahlungen auslöst. Dies gilt insbesondere dann, wenn der Praktikant tatsächlich Aufgaben wahrnimmt, die ansonsten von Vollzeitarbeitskräften des Unternehmens erledigt werden. In diesem Zusammenhang hatte das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein bereits in 2005 eine interessante Entscheidung erlassen. Dort hatte ein Speditionsunternehmer mit einem LKW-Fahrer ein „unentgeltliches Praktikum“ vereinbart. Nach einer zweitägigen Einweisung, übernahm der LKW-Fahrer auf Weisung des Speditionsunternehmers ganztägig Liefertouren. Nach etwa zwei Wochen wurde ihm mitgeteilt, dass er nicht mehr eingesetzt werde. Der Fahrer klagte daraufhin auf Gehaltszahlung. Das Gericht gab dem Fahrer Recht und ließ dabei offen, ob zwischen den Parteien vorab ein „unentgeltliches Praktikum“ vereinbart worden war. Denn laut Gericht handelte es sich um ein „normales“ Arbeitsverhältnis: Der Fahrer hat während der zwei Wochen eine vollständige Arbeitsleistung auf einem Vollzeitarbeitsplatz erbracht und er war weisungsabhängig und unter Beachtung des Direktionsrecht des Speditionsunternehmers tätig.


Auch bei einem Einfühlungsverhältnis bzw. „Schnupperpraktikum“ darf ein Praktikant nicht wie ein Arbeitnehmer eingesetzt werden. Denn ansonsten könnte auch hier – wie das obige Beispiel zeigt – schnell ein „normales Arbeitsverhältnis“ angenommen werden, mit der Folge, dass eine Vergütung zu zahlen ist.


Martin Gottschewsky ist Partner der Kanzlei GM-Rechtsanwälte in Hamburg (www.gm-rechtsanwaelte.de). Er leitet dort das zivilrechtliche Dezernat und hat sich insbesondere auf Unternehmens- Marken-, Wettbewerbs- und Arbeitrecht spezialisiert.



Letztes Update 10/10/2007 - 11:11 AM
 
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#51
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Ich mußte leider auch zwei sinnlose Praktika im Einzelhandel machen während jeweils einer Maßmahne. Hat es mir was gebracht? Antwort: Nein.:icon_motz:
Habe ich dadurch Arbeit bekommen? Antwort: Nein!
Oh ja, doch. Es hat doch etwas bewirkt! :icon_daumen: :icon_daumen:
Und zwar: Einen Arbeitslosen in der Statistik weniger. :icon_klatsch:
Ist das nicht toll!??
Wunderschön war das, wie damit durch das SGB II das Grundgesetz ausgehebelt wurde. Ich könnte vor lauter "Freude" :icon_kotz2:...

Seitdem habe ich beschlossen: Sollte man mir wieder so ein Maßnahme anbieten mit dem Zwang zur Praktikumssuche, werde ich eben keins finden.
Sollte man mir ein Praktikum gegen meinen Willen aufzwingen mit solchen Sprüchen wie "Da wird Ihre Arbeitsleistung und Ihr Willen dafür getestet", "Um die Arbeitsabläufe in einem Betrieb anzuschauen" etc. - nun, da werde ich mich nicht scheuen, den Arzt aufzusuchen und mir ein "Rückenleiden" diagnostizieren zu lassen.
Und wenn die mir mit einem vom Amt gestellten Arzt kommen - sollen sie doch!
Dannn werde ich erneut meinen Hausarzt aufsuchen. Denn wenn man krank ist, ist man krank!
Alles andere entspräche einer gewissen Form von Erpressung und Zwang!!!
(Das reimt sich sogar - ist aber ungewollt)...
 

dummwiebrot

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#53
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Ich habe bei meiner letzten Sinnlosmaßnahme gelernt, das auch ein Praktikum was gutes haben kann. Das obligatorische Praktikum hat mir quasi das Leben gerettet, denn:
Ohne Praktikum hätte ich keine AU gebraucht, wäre also nicht zum Arzt gegangen und der Krebs hätte sich in aller Ruhe weiter ausbreiten können.


Im Übrigen leb(t)e ich bei zwangsangeordneten Praktika, Ein-Euro-Job, Probearbeiten etc. nach dem Motto:
Wie die Verpflegung, so die Bewegung!
 

lola montez

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#54
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Das scheint überall bei den Arbeitgebern beliebt zu sein.
Hatte letzte Woche so einen Probetag als Telefonistin in einem Kleinbetrieb.
Arbeitszeit von 9Uhr bis 21 Uhr.
Am Anfang hat es mir Spass gemacht, doch später war es stressig.
Und dann 12 Stunden an einem Stück. Die Zeit zog sich wie Gummi.

Gestern war ich wieder dort, musste auch noch für meine "Chefin" Wäsche waschen, wenn Leerlauf war.
Dann habe ich zuviel Termine angenommen, was von meiner Seite gut gemeint war wegen des Umsatzes. das war aber ihr nicht recht. :icon_sad:
Kurz nach 21 Uhr durfte ich Feierabend machen und bekam meine "Gage".
50€ Festgeld und 16€ Provision. War meiner Meinung nach zu wenig, ich muss noch 25 km nach hause fahren.
Am kommenden Samstag will sie mich anrufen, wegen weiterer Tage.
Ehrlich gesagt, bin ich mir nicht sicher, ob ich mir das auch noch mal antue.
Soll ein Minijob draus werden, gebrauchen könnte ich schon das Geld.
Doch die 12 Stunden sind eine lange Zeit und die Fahrt.
Die Nacht habe ich wie eine Tote geschlafen, war gestern Abend totmüde.
 
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#55
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

lola montez;1462303Kurz nach 21 Uhr durfte ich Feierabend machen und bekam meine "Gage". 50€ Festgeld und 16€ Provision. War meiner Meinung nach zu wenig sagte :
Zu wenig? Verdammt wenig sogar. Da würd nicht mal ein Schwein für arbeiten! :icon_cry:
Und das für 12 Stunden am Tag!? Ich glaub es hackt... :icon_motz:
Die nutzen Dich da ganz schön aus. :tongue:
Dann sollen die Dir zumindest noch das Benzingeld oder die Fahrkarte erstatten, vorher würd ich da nicht mehr antreten...

Und als Minijob bei der miesen Bezahlung würde ich es auch nicht machen. Dann sollen die eben halt einen Teilzeitvertrag anbieten, wo Du auch noch Probezeit hast. Alles andere wäre sinnlos...
 

lola montez

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#56
AW: Info´s zu: unentgeltliche Praktika, Einfühlungsverhältnis, Probearbeitsverhältnis

Die "Chefin" hat mich auch nicht mehr gestern angerufen.
Ich glaube ich war nicht so das Wahre, ins Bezug auf vemasselten Termin.
Egal, es war zu wenig Geld und dann die Fahrerei, 12 Stunden sind eine sehr, sehr lange Zeit.
Einen Minijob würde ich trotzdem gerne machen, aber es müssen die Konditionen stimmen.
Doch mir scheint, so einfach findet man das nicht.
Alles Betrüger und Ausbeuter, die die Menschen ausnutzen.
 
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