In einer für mich sinnlosen Massnahme plus Bürgerarbeit!!

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Ivi0812

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Vieleicht kann mir hier einer was dazu sagen....
Also als erstes ich bin jetzt mittlerweile in der 7.Massnahme nennt sich Frida hier bei uns.
Zweitens vor lauter Angst vor Sanktionen hab ich zeitgleich einen Vertrag über das Projekt "Bürgerarbeit" unterschrieben.
Wie gesagt alles unterschrieben aus Angst vor Sanktionen...und natürlich habe ich Angst weil ich alleinerziehende Mutter von 2 Kindern bin.Und normal aus Angst mache ich was die sagen.Es ist doch so schon schwer genug....
Und für diejenigen die denken ich wäre faul....Nein das bin ich sicher nicht hab schon immer irgendwie, irgendwo gearbeitet.Für diejenigen die jetzt sofort auf Schwarzarbeit plädieren....Nein auch das nicht es war immer gemeldet...ich sag immer so, es wird mir zwar fast alles abgezogen bis auf 160Euro...aber 160,- haben oder nicht haben:biggrin:
Aber nun soll ich mich bewerben für sozial Jobs zwecks Bürgerarbeit weil normale Arbeitgeber einem so einen Job nicht geben.
Und ich soll mich weiterhin dazu bin ich nun verpflichtet um einen sozialpflichtigen Job bemühen.Klar normal...
aber ich muss auch an dieser für mich jetzt weil es die 7 Massnahme ist teilnehmen und ach ja stimmt ja diese Frau hat ja auch noch Kinder und einen Haushalt zu führen....Jaa das muss ich auch noch irgendwie da mit rein bekommen.Plus ich vergass sogennannte Privatarbeitsvermittler auch um die soll ich mich kümmern.
Hmmmm wo bleibe ich in dieser ganzen Sache???
Meine Arge weiss das ich unter starken psychischen Problemen allmählich leide z.B.Essstörungen oft ess ich nichts.Es kommt immer mehr an chronischen Krankheiten bei mir dazu...Asthma, Blasen und Nierenleiden chronische ständig wiederkommende Ohrentzündungen, Lungenfunktion liegt bei 55% seit der letzten Lungenentzündung.Das geilste ist wenn beide Ohren auf einmal entzündet sind...Es tut mir selber weh wenn meine Kinder sagen Mama warum bist du so oft krank oder warum müssen wir dich oft im KH besuchen.Nun gut anscheinend bin ich empflindlicher als andere Menschen.
Ich geh zwar zum Arzt aber habe oft das Gefühl das er hilfloser ist wie ich....
 

verona

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Vielleicht erstmal eine Zeit krankschreiben lassen, damit du etwas Ruhe hast. Dann konkret mit dem Hausarzt ggf. Facharzt sprechen. Ziel kann sein, dass bei dir Erwerbseinschränkungen vom Amtsarzt festgestellt werden. So kann dich das Amt nicht in jeden Job pressen.
 

wolliohne

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Ivi0812

woher kommst du?
Unbedingt zur nächsten Beratungsstelle oder zu uns.

Übrigens,sollten die kinder noch klein sein geniessen sie absolute Priorität vor jedem Job/Massname.

Verona hat es bereits gesagt,erst einmal krank schreiben lassen.
 
E

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Was beinhaltet denn die Maßnahme Frida? Vielleicht kannst Du sie aus gesundheitlichen Gründen gar nicht machen?

Da könnte evtl. schon der Hausarzt behilflich sein.

:icon_kinn:
 

gelibeh

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Wie gesagt alles unterschrieben aus Angst vor Sanktionen...und natürlich habe ich Angst weil ich alleinerziehende Mutter von 2 Kindern bin.Und normal aus Angst mache ich was die sagen.Es ist doch so schon schwer genug....
Und wenn Du nicht anfängst Dich zu wehren, wird das noch schlimmer, denn die meinen, die können alles mit Dir machen.
Ersteinmal krankschreiben lassen, damit Du zur Ruhe kommst. Haben die Dich beim Amt schon mal zum Amtsarzt geschickt um Deine Erwerbsfahigkeit feststellen zu lassen?
 

Ivi0812

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Also die letzte Massnahme hab ich von mir aus nach 4Monate abgebrochen.(war auch nicht zu übersehen das ich 16kg in 3 monaten abgenommen hatte) ich glaub da haben die Schiss bekommen.Muss dazu sagen das ich an dem Tag dort echt fast ausgerastet bin im Amt und es wurde stillschweigend genehmigt.Ich habe aber auch von vornherein gesagt das ich nicht glaube das diese massnahme mir liegt oder gut tut..Eigentlich ging die Massnahme 6Monate und in dieser Massnahme war ich an einer Schule tätig HS/RS und dort sollte ich mich um die Kinder kümmern die zum wiederholten Male Mist gebaut haben und in einen Raum geschickt wurden der sich RvD(Raum für verantwortliches Denken) Raum nennt ....HALLLOOOO!? Ich habe Verkäuferin gelernt und wurde dort auf einmal Sozialpädagogische Assistentin???Echt ohne exkrement so wurde ich von der Direktorin der Schule allen anderen vorgestellt.Ich empfand es als erniedrigend weil die Kollegen sicher wussten das ich nicht bin was die Direktorin sagt und von einigen wurde ich auch so behandelt.Und ja ich empfand die Zeit in der Schule als erniedrigend denn ich hab fast alles andere getan nur nicht das was in meinem Vertrag stand.Obwohl ich auch die zwei dreimal im RvD Raum als nicht richtig empfand denn ich habe zwar selber Kinder und oft weiss man auch als Mutter nicht wie soll man einem Kind etwas richtig erklären wenn es etwas falsch gemacht hat.?Und auf mal bin ich sozialpädagogische Assistentin und verdiene 1,50 die Std und soll für fremde Kinder die Verantwortung übernehmen??Nachher sind noch irgendwelche Eltern sauer über das was ich vieleicht in ihren Augen falsch gesagt habe??
Ja die nächste Massnahme da muss ich mich um Demenzkranke ältere Menschen kümmern...dann werd ich es tun und ausprobieren.
Aber wenn ich das so mitbekomme finde ich es doch erschreckend das eigentlich sozusagen jeder auf unsere Kinder losgelassen wird und zwar in verantwortungsvollen Positionen...
Weiss nicht mir fehlen grad echt die Worte....:icon_sad:
 

Ivi0812

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Ivi0812

woher kommst du?
Unbedingt zur nächsten Beratungsstelle oder zu uns.

Übrigens,sollten die kinder noch klein sein geniessen sie absolute Priorität vor jedem Job/Massname.

Verona hat es bereits gesagt,erst einmal krank schreiben lassen.

Was zählt unter klein?oder noch zu jung?
Gut mein ältester weiss ich selbst der ist 15...und mein jüngster ist 11
 

Ivi0812

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Was beinhaltet denn die Maßnahme Frida? Vielleicht kannst Du sie aus gesundheitlichen Gründen gar nicht machen?

Da könnte evtl. schon der Hausarzt behilflich sein.

:icon_kinn:

Mir kommen die Ärzte hier echt hilflos vor...ich glaub was psychische Probleme angeht sind sie auch hilflos:icon_sad:
Wollen einem ständig Medikamente andrehen die fühlen sich dabei besser und ich bin ruhiggestellt:biggrin: (so schlimm ist nicht) aber ständig müde und das hilft mir eben nicht.Und ich mag das Gefühl davon nicht.:icon_sleep::icon_sleep:
 

Berlin50

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Nun wie es im Leben nun mal so ist, wenn man etwas nicht tun will, wird auch meist nichts draus. Bei Dir liebe Ivi ist ganz deutlich zu erkennen, daß Du ein unsicherer und labiler Mensch bist. Nicht böse gemeint.

Wielange geht denn noch die Maßnahme? Es ist ziemlich schwierig herauszukommen, wenn man schon einige Wochen teilgenommen hat. Doch falls Du entschlossen bist, dann äußere Dich bei Deinem SB, daß Du diese Maßnahme nicht mehr durchhälst. Genau die Punkte ansprechen, die Du nicht mehr aushälst. Übe das im Spiegel. Ebenfalls darauf bestehen, daß Du ohne Sanktionierung/Bestrafung herauskommst. Manchmal erreicht man schon was durch ein Gespräch. Beziehe Deine Kinder mit ein. (Vernachlässigung usw.)

Natürlich ist ein Krankenschein besser, jedoch wenn in Deiner Gegend kein behilflicher ist, versuche es auf diesem Wege.

Das Du die Bereitschaft zur Bürgerarbeit unterschrieben hast, ist natürlich auch ein Fehler und auf Deine Labilität zurückzuführen. Ich denke nicht, daß Du da herauskommst. Doch warte erst mal ab, bis eine Zuweisung kommt. Dann kannst Du hier immer noch mal nachfragen. Wie ich hier gelernt habe, kommt es immer auf das Schreiben selbst an.

Bist Du aus NRW? Habe hier gelesen, daß ab 2011 die Bürgerarbeit eingeführt wird. Trotz allem viel Glück. Lg.
 

Bing

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Liebe Ivi,

neben realen Freunden kannst du dich auch immer vor einer Unterschrift an uns im Forum wenden, damit wir dir Tipps geben, Mut machen oder dich aufbauen (dazu gibt es bestimmt auch noch psychologische Foren).

Du hast das Recht, vor einer Unterschrift die Unterlagen in Ruhe zuhause anzusehen. Nimm dir ggf. einen Beistand mit (aber nenne ihn nicht Zeugen, denn die dürfen verweigert werden, Beistände nicht). Oder mache gleich immer alles in Ruhe schriftlich, so wie ich. Wenn du mündlich zu labil oder die zu ausgefuchst sind.

Wenn du krank bist, bist du krank. Dann nix Arbeit.

Und zeige denen mal Krallen, du schaffst das. Ich kriege eine riesige Wut gegen das System und die Leute dort, die Leute wie dich ausnutzen und kaputtmachen. Wir helfen dir! Du mußt den Widerstand nur wagen.

Klar können die auch mal sanktionieren. Aber schrecke nicht vor einem Beratungsschein zurück, wo dir ein Anwalt hilft. Denn oft sanktionieren die unrechtmäßig! Es gibt auch Regelungen zur aufschiebenden Wirkung (bis nach Gericht mit Prozesskostenhilfe) einer Sanktion, besprich das dann mit dem Anwalt oder dem Forum. Bei der Prozesskostenhilfe riskierst du "lediglich" die gegnerischen Anwaltsgebühren. Also sorge dafür, dass du nix grundlegendes mehr mündlich machst und alles schriftliche am Empfang oder per Einschreiben bestätigen läßt. Hefte alles sauber ab. Im Zweifelsfall gib die ganze Akte einfach dem Anwalt und später bekommt das Gericht 2 Kopien davon (für das Gericht und für den Gegner, also die ARGE).

Besonders bei Kindern hast du auch Anrecht auf Lebensmittelgutscheine, wenn du sanktioniert werden solltest. Oder du fragst deine Bekannten nach einer Tüte Reis. ;) Ich hoffe, du hast noch Bekannte/ Freunde.

Und keine Angst, du holst dir Respekt, wenn du dich wehrst - die suchen sich dann lieber leichtere Opfer zum Gängeln. Es ist wie mit lauten Nachbarn: Wenn das Verhältnis eh schon im Eimer ist, kann man ruhig auch mal nachts die Polizei holen...

Psychisch wirst du das schon durchhalten. Da denkst du 3 Tage dran und dann ist wieder Alltag. Eigentlich. ;)

Wenn sie dich einlullen, dann sag einfach, dass du ab sofort nicht mehr alles mit dir machen läßt und dass du die Unterlagen bei deinem Anwalt prüfen lassen willst - und dann kommst du erst mal zu uns ins Forum. Kleine Notlüge. :D Den Anwalt dürften die dir nicht verweigern, laß dir keinen exkrement erzählen, sei einfach selbstsicher und besteh drauf. Die lügen einem da den ganzen Tag das Blaue vom Himmel. Die Maßnahme wäre passend/ toll usw. - die wissen ganz genau, was für ne Scheisse die da verzapfen. Außer die vielen unerfahrenen Umgeschulten. Die dann vielleicht auch noch gern aufmucken.

Hast du überhaupt eine Fallmanagerin oder nur normale Vermittlerin in der ARGE? Für harte Fälle sollen Fallmanagerinnen dafür sorgen, dass diese zarter angefasst werden. Beantrage das doch mal mündlich/ formlos (frag uns nach Begründungen), so kannst du auch andere Sachbearbeiter bekommen, falls du willst...
 

Spaghettirotweiss

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Vieleicht kann mir hier einer was dazu sagen....
Also als erstes ich bin jetzt mittlerweile in der 7.Massnahme nennt sich Frida hier bei uns.


Zweitens vor lauter Angst vor Sanktionen hab ich zeitgleich einen Vertrag über das Projekt "Bürgerarbeit" unterschrieben.
Wie gesagt alles unterschrieben aus Angst vor Sanktionen...und natürlich habe ich Angst weil ich alleinerziehende Mutter von 2 Kindern bin.Und normal aus Angst mache ich was die sagen.Es ist doch so schon schwer genug....

da du den Vertrag über das Projekt "Bürgerarbeit" unterschrieben hast, bleibt dir jetzt nur noch die Möglichkeit, einen Versuch zu starten aus diesem Projekt wieder herauszukommen.
Bitte schreibe eine Kündigung an die ARGE.
Eine Kündigung ist nicht mit Sanktionen behaftet, deshalb keine Angst.

Der Vertrag zur Bürgerarbeit, den du unterschrieben hast, der nennt sich Eingliederungsvereinbarung? Andernfalls fügst du in deine Kündigung den genauen Wortlaut ein; und das Datum.

Keine Angst vor der Kündigung.
Mach dich nicht zum Opfer.
Du hast dann wenigstens versucht, dich zu wehren.








An ARGE:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich die Eingliederungsvereinbarung vom .. .. 2010.
Die Inhalte nicht frei vereinbart sondern vorgegeben und können auf meiner Seite bei einer Nichteinhaltung zu Sanktionen u. Schadensersatzansprüchen führen.
Gegen den geschlossenen Vertrag sind keine öffentlichen Rechtsmittel (Sozial- bzw. Verwaltungsgerichtsbarkeit) möglich, wie es bei einer Anordnung durch Verwaltungsakt der Fall wäre.
Ich bin verpflichtet und gezwungen eine Arbeitsgelegenheit aufzunehmen, auszuführen und fortzuführen, bei der ich keinen Anspruch auf an arbeitsrechtlichen, betriebsverfassungsrechtlichen oder tarifrechtlichen Gesichtspunkten orientierte Arbeitsbedingungen habe, insbesondere keine entsprechende Entlohnung erhalte.
Dieses ist ein nicht hinzunehmender Zwang in eine Arbeit. Diese Maßnahme widerspricht internationalen und in Deutschland ratifizierten Rechten und auch Art. 12 Abs. 2 und 3 GG.
Nach Art. 2 des ILO-Übereinkommens über Zwangs- und Pflichtarbeiten, ist “jede Art von Arbeit oder Dienstleistung, die von einer Person unter Androhung irgendeiner Strafe verlangt wird und für die sie sich nicht freiwillig zur Verfügung gestellt hat” verboten.

Bitte senden Sie mir eine Kündigungsbestätigung Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Datum/Ort Unterschrift






(doppelte Ausfertigung, eine für Arge und eine Kopie abstempeln lassen )






Wenn wir jetzt nicht aufwachen und uns dagegen nicht zur Wehr setzen, wird es kein Zurück mehr geben.
Die Frage dabei ist: Wie freiwillig ist das ganze letztlich? Denn das lässt sich noch nicht genau herauslesen.



Sollten Arbeitslose Angebote für „Bürgerarbeit“ ablehnen, würden dafür laut Arbeitsministerium im Grundsatz die gleichen Regeln gelten wie für andere Arbeitsangebote. Dies würde auch mögliche Sanktionen einschließen.
Zur Klarstellung: Es gibt in Deutschland keine Arbeitspflicht. Wer nichts tun will, braucht das auch nicht. Der Sozialstaat fängt so jemanden auf und leistet ihm eine Art von Grundsicherung. Diese Vorstellung mag manchmal vielleicht übel aufstoßen. Letztlich ist es aber nur eine weitere Ausgestaltung unserer Demokratie und muss hingenommen werden. Freiheit bedeutet auch, nicht arbeiten zu müssen, also gar nicht. Letztlich ist das gut so. Der Ansatz verpflichtender Tätigkeiten ist damit natürlich nur schwer in Einklang zu bringen. Die Kürzung sozialer Grundleistungen bei Verstoß gegen irgendwelche Obliegenheiten aber genauso wenig.



Der Bürgerarbeit geht ein sechsmonatiges Intensivtraining voraus in der eigens für den Abhängigen ein spezieller Coach zur Seite steht, man nennt es Aktivierungsphase, in dem die Hartz IV abhängigen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden sollen.

Dieser Coach der den Harz IV- abhängigen ständig auf Schritt und Tritt begleitet, also eine Kontrollfunktion ausübt, hat die Aufgabe sie ständig zur Rechenschaft zu zwingen ob sie auch alles ausreichende tun um sich in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. Sollte dieser Coach der Meinung sein dass ihre Anstrengungen nur ungenügend oder gar mangelhaft sind droht die allseits bekannte Sanktionspeitsche.

Wenn diese sechs Monate erfolglos verrichtet wurden, also wenn sie nicht in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden konnten, folgt die Bürgerarbeit, und die sieht folgendes vor:

* Die Dauer der Bürgerarbeit drei Jahren, nach diesen drei Jahren besteht kein Anspruch auf Arbeitslosengeld, sondern sie landen direkt wieder in Hartz IV.
* Auch wenn sie in der Bürgerarbeit sind, haben sie dieselben Pflichten und Aufgaben zu erfüllen, denn sie müssen weiterhin Eingliederungsvereinbarungen unterschreiben, und müssen sich weiterhin bewerben auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie dies nicht tun drohen weiterhin Sanktionen. Es ändert sich durch die Bürgerarbeit absolut nichts, sie müssen weiterhin ihre Termine bei ihrem Jobcenter wahrnehmen.
* Kündigen können Sie die Bürgerarbeit auch nicht, und wenn der Verdacht aufkommt das eine Pflichtverletzung vorliegt, zum Beispiel: Mangel an Leistungsbereitschaft ist dies eine Pflichtverletzung und führt zu Sanktionen/Lohnabzug.
* Bei Kündigung oder Verweigerung der Bürgerarbeit, werden alle Leistungen seitens des Jobcenters eingestellt, sie bekommen nichts mehr.
* Da sie ja offiziell inoffiziell nicht im Leistungsbezug des SGB II sind sondern vielmehr als Bürgerarbeiter gelten, steht ihnen auch die GEZ- Befreiung sowie die Belastungsgrenze zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr zu.
* Bürgerarbeitern werden die Heizkosten auch nicht übernommen, auch der Heizkostenzuschuss ist für Bürgerarbeiter nicht einklagbar.

Man hat über die Bürgerarbeit es geschafft aus mündigen Bürgern, unmündige zu machen, sie stehen ab nun den Kommunen zur Verfügung, ob sie wollen oder nicht.

Das ist Sklaverei.

Viele die einen solchen Platz bekommen, werden ohne jeden Zweifel sehr froh darüber sein, endlich wieder arbeiten zu dürfen und im Idealfall auch soziale Anerkennung zu erfahren. Auch das ist sehr gut. Sie werden sich nicht mit Fragen von Arbeitspflicht, Zwangsarbeit und ähnlichem auseinandersetzen.

TP: Mit Fördern, Fordern und Zwang in den Niedriglohnjob



Bürgerarbeit, hört sich gut an, heißt aber nichts anderes, als Null-Euro-Jobs




mfg
 

Ivi0812

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Dankeschön das wusste ich gar nicht...
Auch was in deiner vorgeschriebenen Kündigung steht hört sich ziemlich gut und vor allem legal oder wie sagt man?
Ich würde es gern tun ich brauche nur etwas Mut um das dann durchzusetzen.Irgendjemand schrieb hier ja ich würde unsicher und labil rüberkommen ;-))
Ohh ja das bin ich auch also bin ich wohl eins der sogenannten Opfer....aber ich mach so gut wie alles was die sagen aus Angst vor Sanktionen.
Und wie du mir das hier erklärt hast versteh ich jetzt besser was Bürgerarbeit bedeutet und was auf mich zukommt.Mein Sachbearbeiter ist ein NoNo und ich voll die Dumme weil ich ihm noch gesagt habe das ich Angst habe die Egv zu unterschreiben.Er meinte mir könne ja nichts passieren.Durch euch weiss ich ja jetzt ich kann auch ne Nacht drüber schlafen bevor ich unterschreibe.
Diesmal waren es ja zwei Egv die ich unterschrieben habe.Einmal Projekt Frida und das Projekt Bürgerarbeit.Inder einen Egv stand sogar drin das wenn ich durch Eigenverschulden aus der massnahme geworfen werde ich Schadenersatz i.h. von 180,- zu zahlen habe.Das erste mal das ich sowas da drin stehen habe.
Also ist das im Prinzip nichts anderes wie der 1,-euro Job den ich hatte.Da bekam ich nicht mal Fahrtkosten obwohl ich ca.die Hälfte von dem was ich verdiente für Sprit ausgeben musste damit ich jeden Tag von einem Ende der der Stadt zum anderen Ende fahren konnte.
Was mich an dieser Bürgerarbeit jetzt schon nervt ist:
Dieser Coach der den Harz IV- abhängigen ständig auf Schritt und Tritt begleitet, also eine Kontrollfunktion ausübt, hat die Aufgabe sie ständig zur Rechenschaft zu zwingen ob sie auch alles ausreichende tun um sich in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. Sollte dieser Coach der Meinung sein dass ihre Anstrengungen nur ungenügend oder gar mangelhaft sind droht die allseits bekannte Sanktionspeitsche.

Wie bitte auf Schritt und Tritt?Was soll das denn??
Davon hat mir mein Vermittler nix gesagt er meinte nur er und ich hätten die nächsten Wochen intensiveren Kontakt Sprich alle 4 wochen muss ich erscheinen und ihm zeigen wo ich mich überall beworben habe.Einen Coach hat er nicht erwähnt???
Oh man da hab ich mich ja in was reingeritten....
 

Berlin50

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Also liebe Ivi,

ich versteh gar nicht, was manche Ämter des AA so drauf haben. Für so eine Bespitzelung haben die Geld? Ich denke, die wollen einsparen!

Also wirklich. Wehre Dich, das geht eindeutig zu weit. Genauso wie Du schreibst, daß Du alle 4 Wochen hin mußt und Arbeitsbemühungen nachweisen mußt. Da scheint ja Dein SB zu wenig Kunden zu haben.

Und schreibe baldigst diese Kündigung. Sonst ist es vielleicht zu spät. Ein Versuch ist es wert, auch wenn es meiner Ansicht nach nichts bringen wird. Doch in jedem Falle machen. Es kommt dann auf den SB an, der vielleicht auch mal ins Zittern kommt. Wer weiß?

Und liebe Ivi, bei allem was Du machst, denke nicht gleich an Sanktionen. So schnell geht das auch wieder nicht. Es gehört immer ein schriftlicher Briefwechsel dazu. Lg.
 

Jenna S

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Soweit ich weiss, verdient man in der Bürgerarbeit 900€ Brutto bei ner 30 St/Woche.

BÜRGERARBEIT

Aber rechnet euch das mal aus..die fallen ja nich aus dem Bezug raus, sondern sind auch wieder "Aufstocker".

Die jetzige Regierung blockiert weil ansonsten die AG Sturm laufen. Der tolle angebliche Aufschwung und die angebliche reduzierung der Arbeitslosen ist doch alles Augenwischerei. Die Statistik der Arbeitslosen sollte heißen "Zahl der Hilfeempfänger" und schon sieht man die Lage der Nation. Es gibt immer mehr Hilfeempfänger dank Hungerlöhne und Minirenten von denen keiner mehr leben kann.

Für die Hungerlöhner gibt es Grundsicherung nach dem SGB II und für die Menschen die eine Hungerrente beziehen gibt es Grundsicherung nach dem SGB XII. Mir leuchtet nicht ein wie Deutschland so die Ausgaben reduzieren will, die Politiker produzieren eine stetig ansteigende Zahl von Leistugsbezieher und reden uns etwas vom Aufschwung ein. Hauptsache die Arbeitslosenstatistik gibt schöne Zahlen ab...

Aber lass dich da mal nicht unterkriegen Ivi..:icon_smile:
 

Spaghettirotweiss

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Ivi0812 Dankeschön das wusste ich gar nicht...
Auch was in deiner vorgeschriebenen Kündigung steht hört sich ziemlich gut und vor allem legal oder wie sagt man?
Ich würde es gern tun ich brauche nur etwas Mut um das dann durchzusetzen. Schlaf eine Nacht drüber und wäge bitte ab, ob du wirklich 3 Jahre unter der Knute stehen möchtest.
Es geht jetzt nur um die Vereinbarung Bürgerarbeit.
So, wie du deine augenblickliche Verfassung schilderst, wäre es nicht gesund, sich so einen unüberschaubaren Klotz an's Bein zu binden.
Schau, du bist von deinem SB nicht gut aufgeklärt worden, nun hast du dir alles noch einmal richtig überlegt und kommst zu der Erkenntnis, dass du an diesem Projekt nicht teilnehmen möchtest.
Die Kündigung ist inhaltlich 'legal' , keine Sorge.


Und wie du mir das hier erklärt hast versteh ich jetzt besser was Bürgerarbeit bedeutet und was auf mich zukommt. Das war Sinn der Sache. Bürgerarbeit wird "schöngeredet", das bittere Erwachen kommt erst hinterher.

Mein Sachbearbeiter ist ein NoNo und ich voll die Dumme weil ich ihm noch gesagt habe das ich Angst habe die Egv zu unterschreiben.
Nun kannst du ihm mal zeigen, dass du eine Meinung hast.
Er meinte mir könne ja nichts passieren. Durch euch weiss ich ja jetzt ich kann auch ne Nacht drüber schlafen bevor ich unterschreibe.

Diesmal waren es ja zwei Egv die ich unterschrieben habe.Einmal Projekt Frida und das Projekt Bürgerarbeit
formuliere in deinem Schreiben so:
hiermit kündige ich die Eingliederungsvereinbarung für das Projekt Bürgerarbeit vom .. .. 2010.

Inder einen Egv stand sogar drin das wenn ich durch Eigenverschulden aus der massnahme geworfen werde ich Schadenersatz i.h. von 180,- zu zahlen habe.Das erste mal das ich sowas da drin stehen habe. Versuch einfach da raus zu kommen. Das Projekt Bürgerarbeit ist ne harte Nummer und nicht angelegt, um Arbeitslose glücklich zu machen.

Also ist das im Prinzip nichts anderes wie der 1,-euro Job den ich hatte. Da bekam ich nicht mal Fahrtkosten obwohl ich ca.die Hälfte von dem was ich verdiente für Sprit ausgeben musste damit ich jeden Tag von einem Ende der der Stadt zum anderen Ende fahren konnte.
Was mich an dieser Bürgerarbeit jetzt schon nervt ist:
Dieser Coach der den Harz IV- abhängigen ständig auf Schritt und Tritt begleitet, also eine Kontrollfunktion ausübt, hat die Aufgabe sie ständig zur Rechenschaft zu zwingen ob sie auch alles ausreichende tun um sich in den ersten Arbeitsmarkt einzugliedern. Sollte dieser Coach der Meinung sein dass ihre Anstrengungen nur ungenügend oder gar mangelhaft sind droht die allseits bekannte Sanktionspeitsche.

Wie bitte auf Schritt und Tritt?Was soll das denn??
Schritt und Tritt besagt nur, dass dieses Projekt in totaler Kontrolle ausartet. Der SB steht natürlich nicht wirklich neben dir.
Davon hat mir mein Vermittler nix gesagt er meinte nur er und ich hätten die nächsten Wochen intensiveren Kontakt Sprich alle 4 wochen muss ich erscheinen und ihm zeigen wo ich mich überall beworben habe. In dieser Art gestaltet sich das sechsmonatige Intensivtraining. Willst du dir das wirklich antun?

Einen Coach hat er nicht erwähnt??? Er ist jetzt der Coach.
Oh man da hab ich mich ja in was reingeritten....





Berlin50
Und schreibe baldigst diese Kündigung. Sonst ist es vielleicht zu spät. Ein Versuch ist es wert, auch wenn es meiner Ansicht nach nichts bringen wird.

Es ist ein Versuch.
Was nicht wünschenswert wäre ist, dass der Kündigung nicht entsprochen wird mit der Begründung: die Kündigung einer Eingliederungsvereinbarung ist nicht vorgesehen § § .

Meine Überlegung geht aber in die Richtung , ... das Projekt Bürgerarbeit startet jetzt erst und man befindet sich noch in der Phase der Rekrutierung. Ivi, du bringst mit der Kündigung klar zum Ausdruck, dass du das Projekt ablehnt und nicht daran teilnehmen möchte. Wenn du Glück hat, kannst du als 'ungeeignete Kandidatin' wieder aussteigen.
Wer jetzt zu Beginn schon so rumzickt, wird wohl kaum ein geeignetes Opfer für dieses Projekt darstellen. Wenn der SB zu diesem Ergebnis kommt, hat er sicherlich genug Handlungsspielraum, deine Eingliederungsvereinbarung aufzuheben.


Doch in jedem Falle machen. Es kommt dann auf den SB an, der vielleicht auch mal ins Zittern kommt. Wer weiß?

ich wünsche dir Erfolg

mfg




 

Blitzgedanke

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Ach Ivi, nun laß mal die Öhrchen nicht hängen, sonst muß ich sie Dir womöglich antackern am Köppchen?! So wie ich Dich hier erlebe, wird der Gang zum Arzt wohl die beste Wahl sein. Nur was kommt nach der Krankschrift? Nöööööööö, sowas kommt für mich nicht in die Tüte! Habe mir hier im Forum und andererseits Rat eingeholt und abgeglichen. Natürlich sind die Meinungen wie immer nicht ganz identisch. Natürlich könntest Du es mit der Kündigung versuchen, es ist nicht ganz aussichtslos, aber die Chancen stehen schlecht. Mit der Kündigung verschießt Du Dein ganzes Pulver schon am Anfang, machst Dich seelisch nackig und Du zeigst, dass Du die Bürgerarbeit gar nicht willst. Willst Du das wirklich? Ich habe mich für einen gaaaaaaaaanz anderen Weg entschieden. Ich konzentriere mich auf meine Bewerbungen und sammle Beweise. Du weißt was und wie ich meine? ****liebguck**** denk doch mal in eine ganz andere Richtung. Wieso sollst Du!!!! Dir eine Stelle für die Bürgerarbeit suchen? Bitte deinen SB lieb um Hilfe, vielleicht brauchst Du auch noch Bildung, beantrage diese, sende E-mails, Fax und wenn es mit Deiner Maßnahme vereinbar ist, fahre beim Amt so oft wie möglich vorbei (Beweise nicht vergessen) und frage den SB, was er für Dich tun kann, ob er etwas Neues an Arbeit akquiriert hat, Dir passende Angebote unterbreiten kann, Ideen und Verbesserungsvorschläge für Deine Bewerbungen hat, welche neuen Wege er Dir aufzeigen kann, schließlich ist er der Profi oder warum hat er ein professionelles Profiling gemacht?! Protokoll hast Du? Und dann wie immer die Ergebnisse der Arbeit des SB fein dokumentiert Lad doch mal die EinV's hoch, habe noch mehr Ideen ****grien****
Ich habe noch gar keinen Plan, was die Bürgerarbeit bringt, ich bin einfach gespannt, was man mir unterbreiten wird. Wieso soll man etwas ablehnen, was man gar nicht kennt? Siehste, wieder ein Pluspunkt für den "angeblichen Verlierer". Und ein gaaaanz wichtiger Aspekt wenns knüppelhart kommt in Anbetracht der 2 EinV, oder hat man Dir die Bürgerarbeit in der EinV konkretisiert?
 

verona

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.......
Zur Klarstellung: Es gibt in Deutschland keine Arbeitspflicht. Wer nichts tun will, braucht das auch nicht. Der Sozialstaat fängt so jemanden auf und leistet ihm eine Art von Grundsicherung. Diese Vorstellung mag manchmal vielleicht übel aufstoßen. Letztlich ist es aber nur eine weitere Ausgestaltung unserer Demokratie und muss hingenommen werden. Freiheit bedeutet auch, nicht arbeiten zu müssen, also gar nicht. Letztlich ist das gut so. Der Ansatz verpflichtender Tätigkeiten ist damit natürlich nur schwer in Einklang zu bringen. Die Kürzung sozialer Grundleistungen bei Verstoß gegen irgendwelche Obliegenheiten aber genauso wenig.
..................
Das ist Sklaverei.

mfg


Stimmt leider nicht ganz so. Ich kann mich an Diskussionen zu Anfang Harzt IV (2005) in Bezug auf Eurojobs erinnern. Diese wurden u.a. von Rechtsanwälten als Zwangsarbeit angesehen und mit dem GG als nicht vereinbar betrachtet. Das wurde niedergeschmettert.
Niemand würde gezwungen Harzt IV zu beziehen. Werden die Gelder jedoch genutzt muss man gewisse Forderungen akzeptieren. Mit den €jobs wird davon ausgegangen, Möglichkeiten auf dem 1. Arbeitsmarkt zu bekommen usw..... Folglich könne man nicht von Zwangsarbeit sprechen.

Meine Meinung ist durchaus anders, aber aber....
 
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