In der Falle (neu im Thema ZAF und Arbeitslosigkeit allgemein) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Aras

Priv. Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
17 Juni 2012
Beiträge
590
Bewertungen
104
Hallo Gemeinde,

meine nette AfA interessiert sich nicht für Absprachen (dass ich erst mal keine ZAF machen brauche), das ärztliche Attest bezüglich der gesundheitlichen möglichen Probleme durch ZAF und ähnliche Sachen habe ich noch nicht. Die VV kommen von irgendwem, den ich nicht kenne. Und jetzt hab ich auch noch einen Callcenter VV von einer fremden AfA (wtf???). Und Callcenter, da dreh ich durch und schrei nach 30 Sekunden einen entsprechend schlechtgelaunten Anrufer zusammen, wenn ich mich provoziert fühle. Meine Serviceorientierung hält sich in Grenzen. Da sitze ich lieber im Keller und jongliere mit Zahlen.

Prinzipiell habe ich einige Möglichkeiten, gefahrlos aus so einem Job schnell wieder raus zu kommen. Es ist ja nun auch nicht so, dass ich nicht arbeiten will. Nur will ich die größten Fallen vermeiden. Mit noch weniger Geld als bei den ZAFs zu Hause rumzugammeln ist auf Dauer irgendwie auch nicht so das tollste.

Also ich lese hier im Forum ja schon länger, aber jetzt gerate ich gerade in Panik. Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben arbeitslos. Ich hatte die letzten Jahre neben der Krankenkasse auch die AfA als Hauptansprechpartner, jedoch in anderem Kontext.

Wegen den Vergütungsgruppen. Also unter EG3 steig ich nicht aus dem Bett. Ich habe zwei dreijährige Ausbildungen. Die aktuelle aber jetzt erst abgeschlossen. Ich hab mir mal diese Broschüre von Verdi durchgelesen. Da sind einige berufstypische Tätigkeiten EG4 zugeordnet. EG4 erfordert eigentlich Berufserfahrung. Aber die Einstufung ist ja auch abhängig von der Beschäftigung. Wenn da nun in der Stellenbeschreibung was steht, was entsprechend der Verdi-Infos eher in Richtung 4 geht, wie krieg ich das irgendwie durch? Andererseits wie verhindere ich eine geringere Einstufung (EG2), wenn ich eigentlich überqualifiziert bin und die Arbeiten nach Einweisung auch jeder ungelernte machen könnte? Wenn man einmal in so einer EG dring hängt kommt man da ja nimmer raus.

Ich meine, ich bin gerade dabei, in der Realität anzukommen... oder ich weiß nicht. Ich hab jahrelang im ÖD gearbeitet und vor einigen Jahren auch einen unbefristeten Vertrag dort gekündigt :icon_neutral: ... da ticken die Uhren halt anders und der Sklavenhandel heutzutage ist eine neue Sache für mich.

Wie sieht das mit diesen Zeitkonten aus? Es gibt ja diese zwei Haupttarifverträge. Im Einkommen unterscheidet sich das nicht, aber ich glaube in den Zeitkonten. Man wird ja an den Entleiher angepasst. Dadurch entstehen normalerweise Plusstunden. In der Industrie liegt die Arbeitszeit in dem Bereich der ZAF, im Dienstleistungsbereich doch eher bei >38. Wenn man gekickt wird, dann würden die Stunden dann mit der Freistellung verrechnet. Kann man das ggf. durch eine Krankmeldung verhindern, so dass es ausbezahlt werden muss?

Wie entstehen denn Minusstunden? Das kann doch nur doch die fehlende Möglichkeit eines Einsatzes kommen - oder irgendwelcher illegaler Geschichten (Minus statt krank usw), oder? Wenn man nun hingeht und sagt "Ich will arbeiten, setzen Sie mich ein", dann ist das Annahmeverzug des Arbeitgebers und müsste eigentlich als Arbeitszeit zählen?! Und außerdem wird man den Job so schneller los.

Sollte ich in die Verlegenheit geraten, einen AV zu bekommen, wo kann ich den vorm Unterschreiben mal prüfen lassen? Hier kennen sich die meisten ja auch ganz gut aus, zudem bin ich schon seit tausend Jahren Verdi-Mitglied (so viel zum Thema "aus dem Job rauskommen", außerdem Schwerbehinderung und noch körperliche Sachen, und dann auch noch Lohnpfändung, die ich ggf. noch in den Ring werfen kann)

Allgemeines:

Darf ich im Bereich des SGB III Jobangebote ablehnen, obwohl sie meiner Ausbildung (weitestgehend) entsprechen? Ich kann im Prinzip jeden Bürojob machen, daher ist das schwer abzugrenzen. Oder gibts dann Sanktionen?

Bewerbung:

Kann mir der Hinweis auf (nicht nachweisbare, da es ja nicht im Zeugnis stehen darf) Betriebsratstätigkeit oder Gewerkschaftsmitgliedschaft im Lebenslauf als Negativbewerbung ausgelegt werden? :biggrin:
Im SGBII ist das ja mit den Negativbewerbungen schon mal so eine Sache, was ich hier öfter lese, wie siehts im IIIer aus?

Ach ja, noch was:
Muss ich alle Arbeitszeugnisse mitschicken? Das mache ich gerne bei Bewerbungen, die ich mir selbst rausgesucht habe oder sonstwie interessant sind, aber bei diesem ZAF Gesindel bin ich mir da nicht so sicher. Ich habe Praktikumszeugnisse aus der letzten Ausbildung sowie meine aktuellen Prüfungs- und Berufsschulzeugnisse. Das muss doch reichen?!
 
Oben Unten