In der „EMMA“ ist ein offener Brief für jeden zum unterschreiben - offener Brief an Kanzler Olaf Scholz. Es geht um die Ukraine, nicht weiter zu eskalieren. Wurde jetzt auch als Petition bei change.org gestartet.

Leser in diesem Thema...

grün_fink

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Sehr geehrter Herr Bundeskanzler,

wir begrüßen, dass Sie bisher so genau die Risiken bedacht hatten: das Risiko der Ausbreitung des Krieges innerhalb der Ukraine; das Risiko einer Ausweitung auf ganz Europa; ja, das Risiko eines 3. Weltkrieges. Wir hoffen darum, dass Sie sich auf Ihre ursprüngliche Position besinnen und nicht, weder direkt noch indirekt, weitere schwere Waffen an die Ukraine liefern. Wir bitten Sie im Gegenteil dringlich, alles dazu beizutragen, dass es so schnell wie möglich zu einem Waffenstillstand kommen kann; zu einem Kompromiss, den beide Seiten akzeptieren können.

Wir teilen das Urteil über die russische Aggression als Bruch der Grundnorm des Völkerrechts. Wir teilen auch die Überzeugung, dass es eine prinzipielle politisch-moralische Pflicht gibt, vor aggressiver Gewalt nicht ohne Gegenwehr zurückzuweichen. Doch alles, was sich daraus ableiten lässt, hat Grenzen in anderen Geboten der politischen Ethik.

Es gibt keinen Button zum Drücken wegen der Unterschrift.
Im Text ist ein Link für eine Mail.
 

grün_fink

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Ich habe jetzt der EMMA ein Mail geschrieben, wo ich nicht nur gebeten habe, den Brief zu unterschreiben.
Ich habe auch einige Zeilen dazu geschrieben, wie es den Leistungsempfängern mit den Kosten geht und dass man selber je länger der Krieg dauert, es finanziell mehr als schwer hat und dass da nix groß geändert wird seitens der Politiker.

Kann nachgemacht werden und ist der Vorteil, wenn es keinen Button zum Unterschreiben gibt und man eh ein Mail schreiben muss, damit die Unterschrift erscheint.
 

bondul

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Ich empfehle Interessierten einmal das Lesen des Kommentars von Johannes Schneider auf 'Zeit Online'.

Zitat:
.. Wer zentral den "Irrtum" nennt, "dass die Verantwortung für die Gefahr einer Eskalation zum atomaren Konflikt allein den ursprünglichen Aggressor angehe und nicht auch diejenigen, die ihm sehenden Auges ein Motiv zu einem gegebenenfalls verbrecherischen Handeln liefern", der fügt sich nicht nur der Logik des Aggressors. Er betreibt auch präventiv eine Schuldumkehr, während er zugleich die Antwort offen lässt, wie der russische Siegfrieden oder ein russlandgemäßer Verständigungsfrieden denn nun aussehen möge. Und wer danach ganz souverän anzweifelt, "dass die Entscheidung über die moralische Verantwortbarkeit der weiteren 'Kosten' an Menschenleben unter der ukrainischen Zivilbevölkerung ausschließlich in die Zuständigkeit ihrer Regierung falle", der verlangt nicht nur Hoheit in fremdem Gebiet. Der unterstellt auch, ohne dafür Anhaltspunkte zu liefern, die ukrainische Regierung hielte ihr Volk in Geiselhaft eines von ihr fürderhin verantworteten (aussichtslosen) Krieges – und die moralische Position Deutschlands wäre, ihr dabei nicht mehr helfend unter die Arme zu greifen. ..
 

Gnolf

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ob der Bundestag die Petition behandelt?
Sie werden es, wenn überhaupt zur Kenntnis nehmen, erhoffen würde ich mir davon nichts.
Die Petition ist auf erhebliche Kritik gestoßen aus allen Richtungen.

EDIT:
Zur INfo, es befinden sich bereits spezial Einheiten der US-Amerikaner und aus Groß Britannien in der Ukraine und auf deutschem Boden, um die Ukrainer auszubilden.
Wir sind bereits mitten im Boot.
Nach der Konferenz in Ramstein kam erst die Zusage auf schwere Waffen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Maddrax

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EDIT:
Zur INfo, es befinden sich bereits spezial Einheiten der US-Amerikaner und aus Groß Britannien in der Ukraine und auf deutschem Boden, um die Ukrainer auszubilden.
Wir sind bereits mitten im Boot.
Nach der Konferenz in Ramstein kam erst die Zusage auf schwere Waffen.
ich habe Angst vor der Zukunft.
Weniger wegen mir.
Ich bin nicht mehr Jung, habe eh nix mehr vom Leben zu erwarten, ausser Altersarmut.
Wenn ein Marschflugkörper mit Atomsprenkopf bald Richtung Deutschland fliegt, möchte ich nicht überleben und mit den Ratten um die letzten Nahrungsvorräten im Dreck kämpfen. müssen.
Sauberer Schnitt! Und weg !

Ich habe Angst um die Generation meiner Neffen (so zwischen 25 - 30), und wenn da einer überlebt. Das ist dann kein lebenwertes Leben mehr.
 

willi2001

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Vielleicht sollte Deutschland einfach aus der Nato und der EU austreten, dann als Neutrales Land sich präsentieren, um von niemanden mehr in eine Kriegshandlung reingezogen zu werden.

Mal schauen, wie lange das gut gehen würde.
 

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Sie werden es, wenn überhaupt zur Kenntnis nehmen, erhoffen würde ich mir davon nichts.
Es ist wichtig, etwas zu tun, das nach eigenem Erkennen richtig ist.
Nur nichts tun und sich seine Meinung BILDen zu lassen ist heute ähnlich einer Mitschuld.
Das Wichtigste überhaupt ist: Dass niemand später sagen kann, "man habe nichts gewusst".

Die Petition ist auf erhebliche Kritik gestoßen aus allen Richtungen.
Die Kritik ist gut und gehört zu einem lebendigen demokratischen System.
In der Zukunft werden aus jeweiligen Meinungen, Tatsachen.
 

Admin2

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Ich empfehle Interessierten einmal das Lesen des Kommentars von Johannes Schneider auf 'Zeit Online'.

Zitat:
.. Wer zentral den "Irrtum" nennt, "dass die Verantwortung für die Gefahr einer Eskalation zum atomaren Konflikt allein den ursprünglichen Aggressor angehe und nicht auch diejenigen, die ihm sehenden Auges ein Motiv zu einem gegebenenfalls verbrecherischen Handeln liefern", der fügt sich nicht nur der Logik des Aggressors. Er betreibt auch präventiv eine Schuldumkehr, während er zugleich die Antwort offen lässt, wie der russische Siegfrieden oder ein russlandgemäßer Verständigungsfrieden denn nun aussehen möge. Und wer danach ganz souverän anzweifelt, "dass die Entscheidung über die moralische Verantwortbarkeit der weiteren 'Kosten' an Menschenleben unter der ukrainischen Zivilbevölkerung ausschließlich in die Zuständigkeit ihrer Regierung falle", der verlangt nicht nur Hoheit in fremdem Gebiet. Der unterstellt auch, ohne dafür Anhaltspunkte zu liefern, die ukrainische Regierung hielte ihr Volk in Geiselhaft eines von ihr fürderhin verantworteten (aussichtslosen) Krieges – und die moralische Position Deutschlands wäre, ihr dabei nicht mehr helfend unter die Arme zu greifen. ..

Ich hoffe das richtig entschlüsselt zu haben und meine daher...

Der Autor sollte sich seiner Scheuklappen bewusst werden, denn nur genau so gesehen versteht man auch die zitierte Aussage.
Gerade solcherlei Tunnelblick sollte man meiden, was u.a. die Friedensbewegung auch macht.
Dann wiederum verwundern einen in dem Zitat auch Fragen danach, wie denn ein Frieden aussehen sollte, denn dies ist allein Sache der direkt an dem Konflikt beteiligten "souveränen" Staaten.

Wie man darauf kommen kann, dass jemand, der unzählige Todesopfer, die NUR deshalb entstehen, weil sich ihr Staat die weitere Eskalation stützend einmischt, Hoheit über fremdes Gebiet fordert, entzieht sich völlig meinem Verständnis, denn auch die so an den Haaren herbeigezogene und damit konstruierte Unterstellung, dass man damit der ukrainischen Regierung unterstellen würde, ihr Volk in Geiselhaft zu halten ist geradezu lächerlich.
Es geht einzig und allein darum, unschuldige Menschenleben nicht zur Ware gemeinsamer (politischer) Interessen Außenstehender verkommen zu lassen, was hier explizit der Fall ist. Weitergehend geht es dabei auch nicht alleine um die Ukraine, sondern auch um jene, die bereits jetzt und noch ohne Ausweitung des militärischen Konflikts auf andere Länder, unter den Folgen dieser Einmischung zu leiden haben.

Im Übrigen wäre für mich ein Anhaltspunkt der "Geiselhaft" bereits derlei:
18- bis 60-Jährige dürfen Land offenbar nicht verlassen
Nach ukrainischen Behördenangaben dürfen zudem männliche Staatsbürger im Alter von 18 bis 60 Jahren das Land nicht verlassen. Man werde sie nicht über die Landesgrenze lassen, teilte der Leiter der ukrainischen Zollbehörde in Lemberg, Danil Menschikow, mit.

Des Weiteren stimmt zumindest mich bedenklich, ohne das jetzt zu interpretieren, dass die im Stahlwerk Mariupols gefangenen Zivilisten (in den Medien gezeigte Frauen und Kinder) das Stahlwerk nicht bereits mit den sich ergebenden Soldaten verlassen haben.

In den ersten Tagen des rechtswidrigen Angriffs ging es auch nach Ansicht von Fachleuten nur um einen tagelangen Konflikt, und damit - wenn überhaupt - relativ wenige unschuldige Tote.
Der ehemalige deutsche Brigadegeneral Erich Vad geht von einem baldigen Ende des Ukraine-Krieges aus. "Militärisch gesehen ist die Sache gelaufen. Und meine Bewertung ist, dass es nur um ein paar Tage gehen wird und nicht mehr", sagte der frühere militärpolitische Berater von Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "maybrit illner Spezial".
Quellen für vorangegangene Zitate...

Dann angesetzte Sanktionen gegen Russland, die Putin auf das Niveau Nordkoreas bringen würden, hätten immerhin schon heute mehreren 10.000en Menschen das Leben gerettet sowie auch Flüchtlingsströme vermieden.
Das aber ist und war offensichtlich nie gewollt.

Stattdessen erlebte man eine nie dagewesene und in bisher ungekannter Heftigkeit losgetretene Medienhysterie, die eher einem Amokläufer glich, als seriöser Berichterstattung.
Es wird aber nicht allzu lange dauern, bis das Bashing gegen Friedensbewegungen und anderer, die gegen Waffenlieferungen Dritter sind, abgenutzt ist und andere Fragen laut werden - sofern diese Fragen dann noch einen Sinn haben.
 

willi2001

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Wenn man diese Zahl einmal hochrechnet
Wo sieht denn eine solche Hochrechnung aus?

82.000.000 Bürger in Deutschland.
66.700 Unterzeichner bisher.

Wären dann 0,08% der Bürger.

nehmen wir an, dass es sogar 1.000.000 werden, wären es dann eben 1,22%.
Was genau wird nun in diesem Zusammenhang mit der Lügenpresse bewirkt?
 

Merzen

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Wenn man diese Zahl einmal hochrechnet und im Kontext mit der von den Medien allseits behaupteten Zustimmung sieht....

Da gibt's nix zum hochrechnen, das wäre nur bei einer Meinungsumfrage sinnvoll. Wer die Petition nicht unterschreibt ist dagegen. Punkt.
 

bondul

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Ich hoffe das richtig entschlüsselt zu haben ...
Der Kommentar ist leider bereits hinter der Bezahlschranke verschwunden, im folgenden Spoiler jedoch lesbar:

Einen Krieg gewinnt man mit Waffen, die bevorzugte Waffe im Reden über ihn ist in Deutschland derzeit das willkürliche Verkürzen konträrer Positionen. Dabei hilft es nicht weiter, jegliche Zurückhaltung der Bundesregierung bei Panzerlieferungen und Energieembargos als rücksichtslosen Wirtschaftsegoismus zu deuten. Und es hilft ebenso wenig weiter, all jenen einen Naivmoralismus zu unterstellen, die mehr von der Regierung erwarten als das derzeit Gebotene.

Wie bitte, das waren jetzt auch schon wieder zwei Verkürzungen, die dem Selbstbestimmungsrecht osteuropäischer Völker einerseits und der Gefahr eines Atomkriegs andererseits zu wenig Rechnung tragen? Ja, es ist halt schwierig. Umso erstaunlicher, wenn der Hang zum Vereinfachen auch bei jenen sichtbar wird, die sich mit Komplexität doch eigentlich bestens auskennen: Dass nun diverse Geistesgrößen und scharfe Denkerinnen einen offenen Brief in der Emma unterzeichnet haben, der Olaf Scholz zu militärischer Zurückhaltung in jeglicher Hinsicht ermahnt, ist an sich natürlich legitim. Ebenso legitim ist die Einzelmahnung des Philosophen Jürgen Habermas vor einer nicht zuletzt von "aufwühlenden Bildern" und durch "gekonnte Inszenierung" seitens der Ukraine hervorgerufenen Kriegsfreude in der Süddeutschen Zeitung. Allein was da jeweils zwischen den Zeilen als vermutete Gegenposition erkennbar wird, lässt doch die Frage aufkommen: Ja, wer will das denn überhaupt?

Dass es in einem offenen Brief appellativ und vereinfachend zugeht, mag dabei auch der Form geschuldet sein. Andererseits: Wer zentral den "Irrtum" nennt, "dass die Verantwortung für die Gefahr einer Eskalation zum atomaren Konflikt allein den ursprünglichen Aggressor angehe und nicht auch diejenigen, die ihm sehenden Auges ein Motiv zu einem gegebenenfalls verbrecherischen Handeln liefern", der fügt sich nicht nur der Logik des Aggressors. Er betreibt auch präventiv eine Schuldumkehr, während er zugleich die Antwort offen lässt, wie der russische Siegfrieden oder ein russlandgemäßer Verständigungsfrieden denn nun aussehen möge.

Und wer danach ganz souverän anzweifelt, "dass die Entscheidung über die moralische Verantwortbarkeit der weiteren 'Kosten' an Menschenleben unter der ukrainischen Zivilbevölkerung ausschließlich in die Zuständigkeit ihrer Regierung falle", der verlangt nicht nur Hoheit in fremdem Gebiet. Der unterstellt auch, ohne dafür Anhaltspunkte zu liefern, die ukrainische Regierung hielte ihr Volk in Geiselhaft eines von ihr fürderhin verantworteten (aussichtslosen) Krieges – und die moralische Position Deutschlands wäre, ihr dabei nicht mehr helfend unter die Arme zu greifen.

Eine andere, ebenfalls wenig schmeichelhafte Lesart für diesen Satz: Bei dem kleingeschriebenen "ihre" handelt es sich um einen Schreibfehler und es richtet sich, demnach als "Ihre", direkt an Olaf Scholz und ermahnt ihn, sich als deutscher Bundeskanzler nicht gar zu verantwortlich zu fühlen für die Leiden der ukrainischen Zivilbevölkerung.

So oder so transportiert das mit gewaltigem Zug zur Deutungshoheit allerlei Unterstellungen über jeweils andere Positionen – sei es nun jene der ukrainischen Zivilbevölkerung, der ukrainischen oder der deutschen Regierung. Das teilt der Brief mit der Intervention von Jürgen Habermas, die ebenfalls durchzogen ist von Strohmannkonstruktionen, Argumenten also, die eine Gegenposition behaupten, in der sich so niemand erkennen kann. Jene "Selbstgewissheit, mit der in Deutschland die moralisch entrüsteten Ankläger gegen eine reflektiert und zurückhaltend verfahrende Bundesregierung auftreten", hätte man ja schon gern mal am Beispiel belegt. Nur so ließe sich schließlich überprüfen, ob der von Habermas konstatierte aggressiv-selbstgewisse "Tenor", mit dem "wer" den Bundeskanzler immer weiter "vorantreiben will", nicht eventuell eher ein wütender oder verzweifelter ist, resultierend aus einer mutmaßlichen Vorantreibungsbedürftigkeit, die die Regierungspartei SPD in Putin-Fragen ausstrahlt. Das weiß man ja bei so einem "Tenor" nicht, der ist schließlich ohnehin erst mal wohlfeile Behauptung statt klarer Analyse.

Auch die Mahnung, man möge bei Putin über das "Persönlichkeitsbild eines wahnhaft getriebenen Geschichtsnostalgikers" nicht den "Lebenslauf des sozialen Aufstiegs und der Karriere eines im KGB geschulten rational kalkulierenden Machtmenschen" vergessen, wirft die Frage auf, wer diese Seite inzwischen komplett verdrängt hat. Ganz abgesehen davon, dass der rational kalkulierende Machtmensch doch eigentlich eine eher geringe atomare Bedrohung darstellen sollte. Das wirft wiederum die Frage auf, warum man nun derartig scharf-unscharf gegen eine gewiss große und gewiss im deutschen öffentlichen Diskurs eher neue Gruppe schießen muss, die angesichts der veränderten Weltlage drastische militärische Mittel mit humanitären und humanistischen Motiven befürwortet.

Baerbock als "Ikone": Das ist frech
Die trifft man schließlich so gar nicht: Die unterstellte Naivität ist schnell entkräftet, das Monolithische zerfällt bei näherem Hinsehen in diverse Submilieus. Da sind schließlich auch diejenigen, die vor militärisches Engagement erst einmal eine energiepolitische Umkehr stellen wollen – und mit denen Wirtschaftsminister Robert Habeck gerade 1.000-mal besser kommuniziert als der von Habermas verteidigte und vom offenen Brief adressierte Olaf Scholz mit den Bellizistinnen. Und da sind schließlich auch diejenigen, die nicht erst im Februar schockhaft auf Russland als Aggressor aufmerksam wurden. Dass ausgerechnet Annalena Baerbock von Habermas als "Ikone" der neuen Kriegsbegeisterung identifiziert wird, "die unmittelbar nach Kriegsbeginn mit glaubwürdigen Gesten und einer bekenntnishaften Rhetorik der Erschütterung einen authentischen Ausdruck" verlieh: Das ist definitiv frech beziehungsweise gäbe es zu Baerbock zumindest noch etwas mehr zu sagen. Als wäre die Fachpolitikerin nicht mit ihren Warnungen vor russischen Umtrieben im vergangenen Jahr beschmunzelt und bekopfschüttelt worden in Runden mit professionellen Russland-Verstehern.

Dass die deutschen Freunde eines rational-irrationalen und wie auch immer beherrschbaren Russlands nun nach zweimonatiger Schamfrist zurück in den Vordergrund streben und dabei auch vor der Fremdbestimmung ukrainischer Interessen aus der Studierstube nicht Halt machen, ist psychologisch verständlich. Psychologisch verständlich ist auch, dass sie sich nun von Kriegstreiberinnen umstellt sehen und glauben, ein Gegengewicht liefern zu müssen. Eventuell lesen diejenigen, die sich so hervortun, auch zu viel waffenlieferungsbefürwortende veröffentlichte Meinung. Man weiß es ja nicht, weil der Adressat nicht klar benannt wird, sondern nur ein waberndes Unbehagen mit einer vermuteten Sorglosigkeit gegenüber der Gefahr eines Welt- oder Atomkriegs. Es fällt aber doch etwas schwer, sich damit zu identifizieren.
Quelle

Hier ein Link zu einem Interview mit Putin-Berater Sergej Karaganow, das helfen kann, die wahren Ziele Russlands zu verstehen. Putin bestimmt die Weise, wie er gedenkt, Freiheit, Demokratie, Selbstbestimmung, Menschenwürde etc. in Westeuropa "auszumerzen". Er bestimmt auch die Mittel der Wahl:
 

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Putin bestimmt die Weise, wie er gedenkt, Freiheit, Demokratie, Selbstbestimmung, Menschenwürde etc. in Westeuropa "auszumerzen". Er bestimmt auch die Mittel der Wahl:

Ohne das jetzt gelesen zu haben, ich bin in der westlichen Ansicht über Putin fasst völlig bei diesen Ansichten.
In der Wahl der Mittel bei der Begegnung solcher Staatsführer hingegen sehe ich einiges völlig anders.

Ich bin gegen Gewalt bei der Kindererziehung genauso wie gegen Gewalt als Antwort auf Gewalt.
Beides hat in der Regel nur den "Erfolg", immer neue Gewalt heraufzubeschwören und neue Fronten aufzureißen.

Letzlich ist beides auch eine Bankrotterklärung der Intelligenz und nützt nur den Profiteuren auf beiden Seiten.
Im letztgenannten liegt bei der aktuellen Krise wohl der Hase im Pfeffer.

Hier auch noch etwas Lesestoff fürs Wochenende :)
 

willi2001

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gegen Gewalt als Antwort auf Gewalt
Damit ich das besser nachvollziehen kann...wie kommst du aus einer Situation heraus, bei dem dein Gegenüber dir mit Gewalt droht und sein reines Interesse drin besteht, nicht nur etwas von dir zu bekommen (z.b. dein Geld, dein Handy) sondern dich zu unterwerfen, zu demütigen und dich dann dennoch zu erschlagen/-stechen/-schießen.
In der realen Welt gibt es Menschen, die Lieben Gewalt. Sie lieben es anderen das erdenklich Schlimmste an zutuen, um sich selbst damit zu befriedigen. Was machst du also? Er bedroht sich, will dein Geld. Du gibst ihm das Geld. Er will dein Handy, du gibst ihm das Handy. Nun schlägt er dir ins Gesicht. Deine Reaktion? Er schlägt dich nochmals. Deine Reaktion? (In unserem Szenario ist er größer und Stärker als du, ein Kampf würdest du NICHT gewinnen - hast allerdings auch keine Möglichkeit abzuhauen, da du in einer Ecke stehst. also höchsten an ihm irgendwie vorbeizukommen....was machst du? Er sticht gerade auf dich ein....was machst du?
Übrigens, da stehen zwei andere große Kräfte Personen in Sichtnähe und schauen zu...die wollen aber nicht helfen, denn sie haben Angst, dass sie auch erstochen oder erschossen werden könnten. Die Polizei wollen die natürlich auch nicht rufen, obwohl sie es könnten...aber sie wurden bedroht, wenn sie das machen, wird er sie auch umbringen. Was machst du?
 

truedevil

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was ich da tue, weiß ich...​

Strafgesetzbuch (StGB)​

§ 32 Notwehr​

(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

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der rest ist nonsens und jeder, der glaubt, dieser krieg liese sich auf diplomatische weise klären ist mehr als naiv..
legt diesen glauben endlich ab. die grünen haben ihn schon abgelegt.
oder wollt ihr putin den finger zeigen und schimpfen, du du böser?!
 
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