In 5 Jahren keine Miet Nebenkostenabrechnung bekommen - Warmmiete bekommt der Vermieter vom Amt direkt überwiesen

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Nina89

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Ich bin ALG2 Bezieherin und seit 5 Jahren in meiner derzeitigen privat vermieteten Mietwohnung. Die Miete samt Nebenkosten zahlt das Arbeitsamt direkt an den Vermieter. Nun habe ich im Gespräch mit einer Freundin die vor einem Jahr umgezogen ist erfahren dass das Arbeitsamt von ihr die letzjährige Nebenkosten Abrechnung anfordert. Jetzt mach ich mir in meinem Falle Gedanken: Seit dem ich hier Wohne, in den 5 Jahren habe ich noch nicht einmal eine Nebenkostenrechnung bekommen. Ich habe mir nichts dabei gedacht da das Arbeitsamt ja dem Vermieter das Geld direkt überweist. Aber könnte ich jetzt Probleme mit der Arge kriegen? Also wenn sich der Vermieter in den letzten Jahren den Überschuss eingesteckt hat? Wie gesagt, ich weiß nicht ob ich mehr oder (wohl eher) weniger verbrauche. Bin ich verpflichtet bei sowas nachzuhaken auch wenn der Vermieter das Geld direkt bekommt und nicht ich? Eine Forderung vom Arbeitsamt kam in den 5 Jahren nie.
 

Nena

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Sind denn im Mietvertrag Abschlagszahlungen vereinbart? Oder vielleicht eine Pauschale?
Das wurde nie angepasst in fünf Jahren? Das klingt erst mal eher so, als würde Vermieter da Miese machen.
 

Nina89

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Nein, ist pauschal geregelt. Ich meine jetzt kam in 5 Jahren weder vom Vermieter was noch ne Forderung vom Arbeitsamt, aber nach dem Gespräch mit meiner Freundin bin ich hellhörig geworden. Wenn ich weniger heize etc. steckt sich dann ja der Vermieter die Kohle ein, da er das ja direkt vom Amt überwiesen bekommt, aber kann ich deswegen Ärger kriegen? Bin ich verpflichtet dahingehend sowas "anzufordern" oder nicht? Kurzum: Verhält sich mein Vermieter rechtswidrig und ich kann mich zurücklehnen oder verhalte ich mich rechtswidrig nichts zu tun?
 

Nena

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Nina89

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Wurde denn die Miete mal erhöht?

Nein nie... Und Wasserkosten sind auch in den Nebenkosten enthalten. Dahingehend kam auch nie was. Ich gehe davon aus dass gerade bei Heiz und Wasserkosten sowas fluktuiert. Ich bn sicher dass der Vermieter sich was einsteckt, aber hab ehrlich gesagt mich nie drum gekümmert.
 
G

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Gast
Ist ja nicht nur Heizung.

Die Nebenkosten werden nicht ohne Grund mittlerweile zweite Miete genannt.
Gerade bei den preiswerten Wohnungen.

Ich bn sicher dass der Vermieter sich was einsteckt, aber hab ehrlich gesagt mich nie drum gekümmert.
Gewagte These vor dem Hintergrund der gestiegenen Kosten für Müllabfuhr, Abwasser, Regenentwässerung, Grundsteuer etc.
Da brauche ich nur mal jetzt mit vor 5 Jahren vergleichen.
 

Nena

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Dann gibt es keine Jahresabrechnung. Ist so. Wobei ich, ehrlich gesagt, bezweifle, dass Du Dich richtig erinnerst.
 

Nina89

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Dann gibt es keine Jahresabrechnung. Ist so. Wobei ich, ehrlich gesagt, bezweifle, dass Du Dich richtig erinnerst.

Es gab damals auch probleme mit dem Jobcenter weil denen die Kostenaufgliederung im Mietvertrag zu ungenau war. Aber mit dem Vermieter hatte ich seit Einzug nie Kontakt mehr. Bei Neuanträgen fürs ALG2 gebe ich bei Mietkosten auch immer an "keine Änderung".

Edit: Den Mietvertrag hat das Arbeitsamt ja als Kopie daliegen. Ist auch das letzte Schriftstück das ich vom Vermieter erhalten hab.

Gewagte These vor dem Hintergrund der gestiegenen Kosten für Müllabfuhr, Abwasser, Regenentwässerung, Grundsteuer etc.
Da brauche ich nur mal jetzt mit vor 5 Jahren vergleichen.

Wie meinst du das? Bin ich jetzt in der Misere oder brauch ich mir keine Sorgen zu machen? BZW: Kann der Vermieter alles was in den letzten 5 Jahren mehr angefallen ist auf einmal fordern? Falls mehr angefallen ist...
 

Nina89

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Ich such nochmal den Mietvertrag. Jetzt bin ich ehrlich gesagt nicht mehr sicher je länger ich mir darüber Sorgen mache. Aber ich hab ja wie gesagt in den 5 Jahren weder vom Vermieter Jahresabrechnungen bekommen noch von Versorgern mit Abschlägen (außer Strom natürlich, aber das hat ja damit nix zu tun).
 

RA16

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Eine Pauschale auf BK ist möglich, bei zweifelsfreier Vereinbarung im Mietvertrag kann das JC keine Abrechnung der BK verlangen.

Das gilt für Heizkosten ( HK ) aber nur, wenn deine Wohnung in einem 2-Fam.-Haus ( oder 1-Fam.Haus mit Einliegerwohnung ) liegt und die andere Wohnung vom Vermieter bewohnt wird ( § 2 Heizkostenverordnung ).
Wohnt dein Vermieter also nicht in der anderen Wohnung, ist eine HK-Pauschale unwirksam.

Wenn das JC eine Abrechnung will, gehe zu deinem SB, erzähle von den 5 Jahre ohne BK/HK-Abrechnung und frage ihn aus, wie genau du diese BK/HK-Abrechnung beschaffen sollst. Zumutbar für dich ist ein Aufforderungsschreiben an den Vermieter mit Fristsetzung und nachweisbarem Zugang. Das JC ist verpflichtet, dich zu beraten ( B 14/11b AS 63/06 R ). Dokumentiere dir für alle Fälle, welche Vorgehensweise dir von welchem JC-Mitarbeiter an welchem Tag zu welcher Uhrzeit empfohlen wird ( falls dir das JC deine Leistungen streicht, weil du angeblich nicht mitgewirkt hast und du deshalb vor Gericht gehen mußt ).
 

Kerstin_K

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Wenn man keine Nebenkostenabrechnung hat, kann man dese dem JC uch nicht voirlegen, ganz einfach. Und ih kenne auch ekine Rechtsgrundlage, nach der man verpflichtet wäre, dese einzufordern.

Der Vermieter hat nach Ende des Abrechnungszetraumes ein Jahr Zeit, die Abrechnung vorzulegen. Tut er das nicht, muss man auch bichts mehr nachzahlen. Isofern scheidet eine Nachzhlung für die letzten 5 Jahre auf einen Schlah schonmal aus.
 

romeo1222

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Und ein mögliches Guthaben gehört einem schon bzw. dem Jobcenter. Dieses verjährt nicht so schnell, wie die Ansprüche vom Vermieter.

Wohne seit 2,5 Jahren in der Wohnung und bisher gab es auch keine Nebenkostenabrechnungen, obwohl mietvertraglich vereinbart. Da ich wegen dem Lärm usw. hier schnellstmöglich rauswill, hatte ich dem Vermieter geschrieben was alles schief läuft, z.B. er nie die Nebenkostenabrechnungen geschickt hätte. Er meinte er hätte es, aber Nachbarn, die hier seit über 10 Jahren wohnen, haben nie eine erhalten.

Da ich mich aktuell mit einem Anwalt gegen den Vermieter zur Wehr setze, hatte ich in den Beratungshilfeantrag auch mitreingeschrieben, dass es nie Nebenkostenabrechnungen gab. Die Anwältin meinte dann, dass sie dieses nicht verfolgen wird, da das JC auch bisher keine gefordert hat und es womöglich eine Nachzahlung geben würde, da diese Nebenkosten nur 50€ (ohne Heizung) beantragen. Sollte also das JC die doch aufeinmal fordern, würde ich für die vergangenen Zeiträume keinen Beratungshilfeschein mehr bekommen, da ich ja einen erhielt, auch wenn die Anwältin dagegen nichts machen will. Dann habe ich wohl die Popo-Karte. Wobei ich ja nachweisen kann, dass ich alles erdenklich mögliche getan habe, um an die Nebenkostenabrechnungen zu kommen...
 
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