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Immer das Gleiche - Widerspruch ALG I - Ablehnung Nahtlosigkeitsregelung

gingkobaum

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#1
Hallo, nach 78 Wochen AU musste ich mich nun bei der Arge arbeitslos melden. Antrag auf Nahtlosigkeitsregelung. Den Gesundheitsfragebogen habe ich ausgefüllt (mit Schweigepflichtsenbindungen, alten Rehaberichten -4 Jahre her, Befunden und Angabe aller meiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen - vielleicht zu viel des Guten ?) beim Amt abgegeben. Genau 7 Tage! später erhielt ich einen Bescheid
dass die Nahtlosigkeitsregelung bei mir nicht greift und ich dem Arbeitsmarkt noch mit einem Restleistungsvermögen zur Verfügung stehe -nach Aktenlage. Habe direkt einen Termin bei einem SB- Vermittlung bekommen, der mir alles Weitere erklären würde ?? Nun bin ich wie vor den Kopf gestossen. Ich bin 59 J, und habe einen GDB von 50. weiter AU und ungekündigt. Bin nicht der Meinung, dass ich mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann (psychische + physische Gründe-
auch durch meinen Neurologen belegt!) Wie verhalte ich mich jetzt? Welche Möglichkeiten habe ich ? Widerspruch einlegen ? - weitere aussagekräftige Befunde nachreichen? Die Zeit läuft. Termin nächste Woche schon. Was mache ich nur? War noch nie arbeitslos und gerate in Panik, was jetzt passiert.
 

Doppeloma

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#2
Hallo gingkobaum, :welcome:

habe mir erlaubt deine Anfrage als eigenes Thema zu verschieben, du hast dich an ein uraltes Thema geklemmt, kein Wunder, dass du noch keine Antworten bekommen hast.

Später mehr dazu aber ich denke mal hier werden sich auch noch andere User um dich kümmern, bitte schau auch mal in neuere Themen dazu rein.

Es hat sich schon Einiges geändert seit damals, was aber nicht bedeutet dass es nun besser geworden ist für die Ausgesteuerten. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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#3
Hallo gingkobaum,

dann nehme ich mir mal deinen ersten Beitrag in Ruhe vor ...

Hallo, nach 78 Wochen AU musste ich mich nun bei der Arge arbeitslos melden. Antrag auf Nahtlosigkeitsregelung.
Die "Arge" gibt es nicht mehr und die waren mal für Hartz 4 zuständig (heißen jetzt JobCenter), soweit ist es ja bei dir (zumindest noch) nicht.

Du hast bei der AfA (Agentur für Arbeit früher Arbeitsamt) auch nicht ALGI wegen "Arbeitslosigkeit" beantragt (du bist doch gar nicht arbeitslos), sondern wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld ...

Ob du gleichzeitig auch arbeitslos bist oder nicht ist erst mal EGAL, denn die "Nahtlosigkeit" (nach § 145 SGB III) hat in der Regel nur Bedeutung für Ausgesteuerte aus dem Krankengeld.

Den Gesundheitsfragebogen habe ich ausgefüllt (mit Schweigepflichtsenbindungen, alten Rehaberichten -4 Jahre her, Befunden und Angabe aller meiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen - vielleicht zu viel des Guten ?) beim Amt abgegeben.
Das gehörte NUR und DIREKT zum Med. Dienst und nicht in die Hände von Sachbearbeitern, aber das konntest du natürlich nicht wissen.

Mehrere alte Reha-Berichte waren schon mal überflüssig (wenn überhaupt hätte der Letzte gereicht) und die meisten Schweigepflicht-Entbindungen hatten deine Unterschrift wahrscheinlich auch gar nicht verdient.
Weißt du überhaupt selbst noch, wen du da so alles von der Schweigepflicht befreit hats, hast du Kopien davon bekommen ???

Ist dir bekannt, dass diese Schweigepflicht-Entbindungen volle 3 Jahre verwendet werden können, wenn du das nicht selber zeitlich begrenzt hast ???

Genau 7 Tage! später erhielt ich einen Bescheid
dass die Nahtlosigkeitsregelung bei mir nicht greift und ich dem Arbeitsmarkt noch mit einem Restleistungsvermögen zur Verfügung stehe -nach Aktenlage.
Ab wann genau bist du denn jetzt ausgesteuert, das wäre schon wichtig für das weitere Vorgehen, es ist nicht immer alles korrekt was man dir so dazu "sagt", die Aussteuerung bewirkt die Anwendung von § 145 SGB III, da können die erzählen was sie wollen.

Du solltest dir zunächst mal selbst DIREKT beim ÄD das komplette "Gutachten" (verlange Kopien davon, das steht dir zu) aushändigen lassen.
Es gibt 2 Teile, den Teil B bekommt auch der Arbeitsberater und im Teil A steht drin, wie man medizinisch dazu gekommen ist dich für voll Einsatzfähig zu halten für die Arbeitsvermittlung.

Habe direkt einen Termin bei einem SB- Vermittlung bekommen, der mir alles Weitere erklären würde ?? Nun bin ich wie vor den Kopf gestossen.
Kann ich mir gut vorstellen, ist denn der Termin nun schon gewesen und was wurde da besprochen ... hast du deinen kompletten ALGI-Antrag (mit allen Bescheinigungen dabei) schon abgegeben ???

Hast du bereits einen schriftlichen Bescheid bekommen, was "gesagt" wird ist nicht rechtsverbindlich, du musst einen schriftlichen Bescheid bekommen, ob du ALGI bekommen wirst (wie viel und wie lange) oder warum nicht, wenn das abgelehnt wird.

Ich bin 59 J, und habe einen GDB von 50. weiter AU und ungekündigt. Bin nicht der Meinung, dass ich mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann (psychische + physische Gründe-
auch durch meinen Neurologen belegt!) Wie verhalte ich mich jetzt?
Das mit den 3 Stunden hast du hoffendlich im Gespräch NICHT so deutlich gesagt, denn damit könnte man dir wirklich das ALGI komplett ablehnen, aber auch das MUSS schriftlich erfolgen, bitte teile mir mit, ob du dazu schon was schriftlich bekommen hast.

Ich weiß ja nicht welche Befunde / Berichte von deinen Ärzten du eingereicht hast bei der AfA aber ich denke mal, man wird sich sowieso eher an die alten (vermutlich positiven) Reha-Berichte gehalten haben ... dabei hätte der ÄD natürlich auch zu prüfen und zu beachten wie es dir JETZT nach der Aussteuerung gesundheitlich geht und nicht was vor Jahren in einer Reha mal gewesen sein soll.

Schon die Tatsache, dass du gar nicht in "Echt" arbeitslos bist beweist ja, dass es NUR um die Anwendung der Nahtlosigkeit gehen KANN bei dir.
Denn wer noch Arbeit hat, der bekommt ansonsten generell überhaupt KEIN ALGI, es sei denn aus dieser Sonderregelung nach der Aussteuerung.

Welche Möglichkeiten habe ich ? Widerspruch einlegen ? - weitere aussagekräftige Befunde nachreichen?
Wogegen willst du Widerspruch einlegen, das geht nur gegen einen Bescheid von der AfA aber nicht gegen ein "Gutachten" ...
Deine weiteren Befunde werden an der Ansicht des ÄD aktuell NICHTS mehr ändern, du schreibst doch es waren schon Befunde dabei.

Die Zeit läuft. Termin nächste Woche schon. Was mache ich nur? War noch nie arbeitslos und gerate in Panik, was jetzt passiert.
Es wäre nett wenn du nun beschreibst was in dem Termin gewesen ist und ob du bereits einen ALGI-Leistungsbescheid bekommen hast oder warum noch nicht.
Zudem wäre wirklich wichtig wann der Tag der Aussteuerung gewesen ist, denn es geht irgendwann auch um deine weitere Krankenversicherung dabei.

Die gesetzliche Nachversicherung gilt nur 1 Monat nachdem dein Krankengeld abgelaufen ist und dann sollte der Bescheid zum ALGI mal deutlich eingefordert werden, denn der sichert die weitere Versicherung bei der KK.

Zusätzlich wäre es natürlich interessant was du selbst weiter vor hast zu tun, willst du EM-Rente beantragen oder reicht der ALGI-Bezug bis du eine Rente für Schwerbehinderte in Anspruch nehmen könntest ... ???

Denn ernsthaft in (andere) Arbeit wird man dich ganz sicher nicht mehr bringen können, trotzdem solltest du niemals offen ablehnen "der Vermittlung zur Verfügung zu stehen" ...

MfG Doppeloma
 

gingkobaum

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#4
Hallo Doppeloma,
sorry, dass ich erst jetzt antworte. :sorry: Vielleicht stimmt bei mir die "Foreneinstellung" nicht. Dachte ich werde automatisch über jede Antwort per Mail informiert.
Aussteuerungsdatum war der 30.08. , meine persönliche Meldung dort am 14.08. / mit Wirkung per 31.08. /die medizinischen Befunde habe ich in einem verschlossenen Umschlag abgegeben /Schweigepflichtsentbindungen für Neurologe/Hausarzt/Orthopäde und Rentenversicherungsträger/Rehaklinik/Krankenkasse - habe Kopien der eingereichten Unterlagen gemacht. Kann man das noch widerrufen, und auf 3 Monate beschränken?
Gutachten Teil B habe ich erhalten. Teil A soll ich persönlich ! beim ÄD (Nachbarort 10 km Fahrt) mit Perso abholen.
Ich war jetzt bei einer SB aus der Vermittlung. Sollte angeben, wo meine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist - Restleistungsvermögen. Habe erstmal um Aufschub von weiterem Vorgehen gebeten (Beratungsgespräch beim VDK in der nächsten Woche), weil mir diese Nahtlosigkeitsregelung so wichtig ist und ich ggfls. über meine Ärzte weitere Befunde nachreichen wollte.
Antrag auf ALG muss ich morgen erst abgeben + Restleistungsvermögen besprechen (mit AG und KK Bescheinigungen) - nach Ihrem Muster ausgefüllt !
Dort soll auch die Höhe !! des ALG1 berechnet werden.
Meine SB riet mir auf meine Frage, die Variante ALG1 zu wählen. Der Versuch auf Nahtlosigkeitsregelung mit anschließender Reha/ Rentenantrag würde geringere Zahlungen bringen. Da angeblich das Arbeitslosengeld immer höher ist , als Rente. Ist aber nicht immer so. Hmmm ... nein einen Bescheid, dass ALG1 gezahlt wird habe ich noch nicht gesehen: SB hat nur darüber gesprochen bis jetzt, dass ich es kriege, wenn ich mich der Vermittlung stelle.
Im Gutachten des ÄD heißt es aber schwarz auf weiß "Voraussetzungen zur Anwendung der Nahtlosigkeitsregelung sind nicht erfüllt".
 

doppelhexe

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#5
... Ich war jetzt bei einer SB aus der Vermittlung. Sollte angeben, wo meine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist - Restleistungsvermögen.
ich denke, du hast das gutachten teilB? dann hat dein SB das auch, da steht alles zu deinem restleistungsvermöhgnd rin...du brauchst der sB nicht ihre arbeit zu machen und ihr (noch dazu schriftlich) erklären, was du noch arbeiten kannst... das ist ihr job!!!

Antrag auf ALG muss ich morgen erst abgeben ... nach Ihrem Muster ausgefüllt !
bitte? da würde ich mich aber nicht auf die richtigkeit verlassen, die tricksen gerne die leute aus...

Dort soll auch die Höhe !! des ALG1 berechnet werden.
glaub ich nicht, das macht die leistungsabteilung und sicher nicht deine SB ... und schon garnicht glaich vor ort bei abgabe des antrags...
die erzählt dir einen vom pferd, ich ahne schlimmes...

Meine SB riet mir auf meine Frage, die Variante ALG1 zu wählen. Der Versuch auf Nahtlosigkeitsregelung mit anschließender Reha/ Rentenantrag würde geringere Zahlungen bringen. Da angeblich das Arbeitslosengeld immer höher ist , als Rente.
na klar, ich wusste es... das ist ausgemachter schwachsinn... dein ALG1 ist versicherungsleistung nach deinen eingezahlten beiträgen von lohn und KG, da gibts keine unterschiede zwischen ALG1 und ALG1-nahtlosigkeit ...
übergangsgeld in der reha gibts in höhe des ALG1
und EM-rente - das kommt auf dein alter und deine eingezahlten beiträge an. bei vielen ist die auch höher als ALG1...

nein einen Bescheid, dass ALG1 gezahlt wird habe ich noch nicht gesehen: SB hat nur darüber gesprochen bis jetzt, dass ich es kriege, wenn ich mich der Vermittlung stelle.
ja, auch für die nahtlosigkeit musst du dich in deinem antrag "mit deinem restleistungsvermögen" dem arbeitsmarkt zur verfügung stellen...
bei einem normalen antrag auf ALG1 kannst du diese einschränkungen nicht machen, wenn du dein volles ALG1 haben willst. und darauf ist die liebe SB sicher aus, hat sie es dann doch leichter, dich in iwelche jobs zu pressen, ohne auf deine einschränkungen rücksicht nehmen zu müssen...

Im Gutachten des ÄD heißt es aber schwarz auf weiß "Voraussetzungen zur Anwendung der Nahtlosigkeitsregelung sind nicht erfüllt".
so, man meint also zumindest, das du mehr als 3 stunden arbeiten kannst. es müssen dort doch aber sachen angekreuzt oder beschrieben sein, die du machen kannst oder eben nicht, also einschränkungen von der arbeitszeit und auch der arbeitslast.

lies mal hier ein bissl, da hat doppeloma, zwar in einem anderen forum, aber trotzdem richtig, das wichtigste zum ANTRAG ALG1-nahtlosigkeit geschrieben... MUSTER-Antrag auf ALGI nach Aussteuerung !!! -

und gewöhn dir ab, deiner SB alles unreflektiert zu glauben und das schäfchen zu spielen... die tun alles um die ich irgendwelche fallen laufen zu lassen...
 

Doppeloma

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#6
Hallo gingkobaum,

sorry, dass ich erst jetzt antworte. :sorry: Vielleicht stimmt bei mir die "Foreneinstellung" nicht. Dachte ich werde automatisch über jede Antwort per Mail informiert.
Dann schau noch mal nach und stelle das richtig ein, wenn die Benachrichtigung nicht klappt aber du kannst ja auch so nach Antworten sehen, ich lasse mich dazu gar nicht benachrichtigen, da würde mein Mailfach täglich "platzen" ... :bigsmile:

Aussteuerungsdatum war der 30.08. , meine persönliche Meldung dort am 14.08. / mit Wirkung per 31.08.
Naja, die "Wirkung" (der Anspruchsbeginn) ergibt sich ja in diesem Falle automatisch, durch das Aussteuerungsdatum, das braucht man nicht extra vermerken.
Hast du denn den regulären Formular-Antrag zu Hause oder meint man wirklich, dass du das gemeinsam mit dem Arbeitsvermittler ausfüllen musst und händigt dir diese Formulare gar nicht erst aus ... :icon_kinn:

Wenn du das vorliegen hast, dann halte dich an den Musterantrag der dir schon von @doppelhexe verlinkt wurde, es ist DEIN Antrag und mit deiner Unterschrift darunter bestätigst du, dass alles stimmt, was da drin steht, den hat NICHT die AfA - SB auszufüllen. :icon_evil:

Zudem ist es wichtig, den ausgefüllt und unterschrieben noch VOR der Abgabe für sich selbst zu kopieren, damit da später keine Änderungen mehr vorgenommen werden, von denen du gar nichts weißt.

/die medizinischen Befunde habe ich in einem verschlossenen Umschlag abgegeben /Schweigepflichtsentbindungen für Neurologe/Hausarzt/Orthopäde und Rentenversicherungsträger/Rehaklinik/Krankenkasse - habe Kopien der eingereichten Unterlagen gemacht. Kann man das noch widerrufen, und auf 3 Monate beschränken?
WEM hast du das abgegeben, kannst du sicher sein, dass der Umschlag auch verschlossen beim ÄD angekommen ist ???

Natürlich kannst du die Schweigepflichtentbindungen widerrufen wozu willst du die noch begrenzen, das "Gutachten" ist doch fertig, der ÄD benötigt diese Unterlagen NICHT mehr.

Bei Bedarf muss man dich eben erneut um Schweigepflicht-Entbindungen bitten und dann solltest du besser aufpassen wer wie lange was irgendwo anfordern darf.

Gutachten Teil B habe ich erhalten. Teil A soll ich persönlich ! beim ÄD (Nachbarort 10 km Fahrt) mit Perso abholen.
Dann solltest du das tun und deinen Widerruf für die erteilten Schweigepflicht-Entbindungen direkt mitnehmen und gegen Eingangsstempel auf einer Kopie davon auch beim ÄD abgeben, so lohnt sich die Fahrt wenigstens ... es ist normal, dass du das NUR dort bekommen kannst, der Teil A unterliegt der Schweigepflicht und darf den SB gar nicht gegeben werden.

Ich war jetzt bei einer SB aus der Vermittlung. Sollte angeben, wo meine Leistungsfähigkeit beeinträchtigt ist - Restleistungsvermögen.
Das sollte sie ja dem Teil B entnehmen können, dafür ist der ja da, wenn da NIX drauf steht womit sie für deine Vermittlung was anfangen könnte, muss sie das beim ÄD klären warum die so sparsam gewesen sind.

Gesundheitliche Dinge brauchst du NICHT mit den SB zu besprechen, dafür ist der ÄD zuständig und wenn die nicht ordentlich arbeiten ist das nicht dein Problem.

Dafür soll doch dieses "Gutachten" gemacht werden, damit der Vermittler (aus dem Teil B) weiß worin dein "Restleistungsvermögen" noch besteht und welche Tätigkeiten du noch ausüben könntest ...

Habe erstmal um Aufschub von weiterem Vorgehen gebeten (Beratungsgespräch beim VDK in der nächsten Woche), weil mir diese Nahtlosigkeitsregelung so wichtig ist und ich ggfls. über meine Ärzte weitere Befunde nachreichen wollte.
Der VDK hat davon auch keine Ahnung, die werden dir raten "alles zu machen was die AfA will" damit du dein Geld bekommst und dann sind die mit ihrem Latein am Ende.

Was ist dir denn so wichtig "an dieser Nahtlosigkeitsregelung", die besagt doch NICHTS weiter als, dass du Anspruch auf dein ALGI erheben kannst wenn du nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld noch weiter Leistungseingeschränkt bist und nicht arbeiten gehen kannst.

Du brauchst den AfA - ÄD nicht unnötig mit weiteren Arztberichten füttern, das interessiert die sowieso nicht sonderlich, wenn es Reha-Berichte gibt, dann richten die sich NUR noch danach ... du hast trotzdem den Anspruch dein Geld von der AfA zu bekommen, denn dafür hast du jahrelang Beiträge gezahlt.

Antrag auf ALG muss ich morgen erst abgeben + Restleistungsvermögen besprechen (mit AG und KK Bescheinigungen) - nach Ihrem Muster ausgefüllt !
Dort soll auch die Höhe !! des ALG1 berechnet werden.
Das (die Antrags-Abgabe) erfolgt in der Regel bei der Leistungs-Abteilung (dafür bekam ich damals auch einen Extra-Termin), den Antrag füllst du bitte aus wie DU das für richtig halten möchtest und über "Restleistungsvermögen" wird überhaupt nicht gesprochen oder diskutiert.

Das sollen die gefälligst mit dem ÄD klären, über deine Gesundheit sprichst du NICHT mit Arbeitsvermittlern, auch nicht mit der Leistungsabteilung sondern NUR mit einem Arzt ... dann muss der ÄD den Teil B präzisieren, dafür ist der "Wisch" doch da.

Meine SB riet mir auf meine Frage, die Variante ALG1 zu wählen. Der Versuch auf Nahtlosigkeitsregelung mit anschließender Reha/ Rentenantrag würde geringere Zahlungen bringen.
Die SB LÜGT, es gibt keine "Varianten" von ALGI wo man weniger bekommt, weil es einen anderen Namen hat, wie will sie denn die geringeneren Zahlungen begründen können, denen fällt auch immer mehr Unsinn ein den Ausgesteuerten das Leben schwer zu machen.

Geringere Zahlungen kann es nur dann geben wenn du dich für weniger als die letzte Arbeitszeit "zur Verfügung" stellen willst, weil du (selber) meinst dein "Restleistungsvermögen" reicht nicht mehr für die frühere Arbeitszeit.

Da redet man gerne mal auf die Leute ein und meint es doch "nur gut", bis sie dann unterschreiben, dass sie nur noch Teilzeit arbeiten wollen / können, obwohl sie ALGI für Vollzeit zu bekommen haben.

Dann gibt es allerdings NUR noch ALGI für diesen Teilzeit-Rahmen, das hat aber nichts mit der "Nahtlosigkeit" zu tun sondern mehr mit "Hinterlist" der AfA-SB... also achte darauf, dass du KEINE Unterschriften leistest auf Unterlagen, die du nicht zu Hause geprüft und in RUHE gelesen hast.

Die einzige Unterschrift, die wirklich nötig ist muss auf den ALGI-Antrag ...

Da angeblich das Arbeitslosengeld immer höher ist , als Rente. Ist aber nicht immer so. Hmmm ... nein einen Bescheid, dass ALG1 gezahlt wird habe ich noch nicht gesehen: SB hat nur darüber gesprochen bis jetzt, dass ich es kriege, wenn ich mich der Vermittlung stelle.
Wenn dein regulärer Leistungsantrag noch nicht mal bei der AfA abgegeben wurde, dann kannst du ja auch noch keinen Bescheid haben und dazu woraus sich ALGI und / oder ein EM-Rentenbetrag ergeben würde, hast du ja auch schon Infos bekommen.

Die tun ja gerade so als würdest du sofort eine EM-Rente bekommen, wenn du den Antrag an die DRV gestellt hast, zudem kann aus dem Betrag des ALGI überhaupt NICHT darauf geschlossen werden welchen Betrag Rente du (vielleicht) mal bekommen wirst, das geht die AfA-SB auch gar nichts an.

Im Gutachten des ÄD heißt es aber schwarz auf weiß "Voraussetzungen zur Anwendung der Nahtlosigkeitsregelung sind nicht erfüllt".
Ja und im Gesetz steht auch "schwarz auf weiß", dass man nach einer Aussteuerung ALGI zu bekommen hat wenn ein Anspruch darauf aus Beiträgen erworben wurde.

Was glaubst du hat mehr Wert, so ein "Aktenlage-Gutachten" von einem Arzt dem du nicht mal eine persönliche Untersuchung wert gewesen bist oder das Gesetz ... ???

Klammere dich nicht an diesen "Begriff", es ist wichtig, dass dein Antrag bearbeitet wird und du einen Bescheid bekommst, wo drin steht wie lange und wie viel ALGI dir die AfA zahlen wird, das kommt dann auch unter § 136 SGB III und es ändert sich NICHTS für dich so lange die AfA ZAHLEN wird ...

Du bist verfügbar im Zeit-Rahmen deiner letzten Tätigkeit und das aktuelle "Restleistungsvermögen" hatte der ÄD zu klären, wenn das (im Teil B) den SB nicht reicht was der dazu geschrieben hat, dann müssen sie eben dort nachfragen ... und dann sollen sie ihren Job machen und dich beraten was du damit am örtlichen Arbeitsmarkt anfangen könntest. :bigsmile:

Dabei sollen sie bitte auch immer die generelle Zumutbarkeit nach § 140 SGB III im Auge behalten, die gilt nämlich auch nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld, da wirst du schnell merken, dass denen nicht mehr viel einfällt dazu.

MfG Doppeloma
 

gingkobaum

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#7
Hallo Doppeloma, war heute mit dem ALG Antrag und den AG + KK Bescheinigungen bei der Afa. Eigentlich nur abgegeben, wurde nichts weiter dazu gefragt. Solle nun den Bescheid abwarten. Über die Höhe konnten die nichts sagen, ist wohl so 60 % vom letzten BruttoEK , falls dann genehmigt wird.
Werde mir Teil A ds Gutachtens nun morgen holen. Teil B sagt aus, dass ich vollschichtig ! maximal leichte körperliche Arbeiten verrichten kann. Es läge aber eine schwere Leistungsminderung vor, die Aussichten am Arbeitsleben teilzuhaben sei nicht nur vorübergehend wesentlich gemindert. Der zuletzt ausgeübte Beruf sei nicht leidensgerecht und könne nicht weiter verrichtet werden. Aber ! trotz der deutlichen Minderung der Leistungsfähigkeit ist eine regelmäßige Tätigkeit lt. des ÄD vollschichtig unter der Berücksichtigung der Einschränkungen möglich. Das verstehe wer will. :doh:

Nun zur Frage, warum ich so an der Nahtlosigkeitsregelung hänge. Falls die Ärzte der Meinung sind, dass ich nicht mehr als 3 Std. tgl. arbeiten kann und dies für mindestens 6 Monate greift diese doch . Oder? In diesem Falle kann man von mir verlangen, innerhalb von 4 Wochen EMRente und/oder Reha zu beantragen. Richtig? Jetzt meine Gründe: A - Meine zu erwartende EMRente wäre höher als das zu erwartende ALG1. B - Falls der Antrag abgelehnt wird, und falls dann vom VDK geklagt würde, bekäme ich weiter ALG1, längstens 2 Jahre dann. C - Man lässt mich in Ruhe !, was SB Gespräche, VV, Urlaubsregularien, Bewerbungsgeschichten, Abwesenheitsregeln usw. angeht . Sehe ich das alles richtig so? Ich kann doch eigentlich nichts verlieren, wenn ich Befunde an den ÄD nachreiche (Hausarzt zB.). Mehr als nein sagen, können die doch nicht. Mein Neurologe hat übrigens, wohl in Unkenntnis der Tragweite, versehentlich in seinen Bericht geschrieben, ich könne in meinem Beruf nicht mehr als 3 Std. arbeiten, anstatt den ganzen Arbeitsmarkt anzugeben. :icon_cry: Vielleicht kann er das ja auch noch nachreichen. Habe immer zu Angst mir ein Eigentor zu schießen, und wie ein anderes Forenmitglied so schön schrieb: "Man fühlt sich so hilflos + ausgeliefert, obwohl man im Recht ist."
Wie ist Ihre Sichtweise dazu ? Danke sehr.
 

Doppeloma

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#8
Hallo gingkobaum,

Hallo Doppeloma, war heute mit dem ALG Antrag und den AG + KK Bescheinigungen bei der Afa. Eigentlich nur abgegeben, wurde nichts weiter dazu gefragt.
Hast du dir den Eingang bestätigen lassen und dir (für deine private Akte) den kompletten, fertigen Antrag kopiert ???
Da siehst du es doch schon wieder, was geredet wird und dann wirklich gemacht wird, muss nicht genau das Gleiche sein.

Solle nun den Bescheid abwarten. Über die Höhe konnten die nichts sagen, ist wohl so 60 % vom letzten BruttoEK , falls dann genehmigt wird.
Das ALGI beträgt ca. 60 % vom letzten NETTO (ohne Schicht-Zuschläge oder solche Extras), wenn es kein unterhaltsberechtigtes Kind mehr im Haushalt gibt.

Man hätte dir das durchaus auch direkt "sagen" können (das ist deren "Tagesgeschäft"), mir wurde das sofort am PC damals ausgerechnet als ich meine Unterlagen dort abgegeben habe, aber eben mit festem Termin in der Leistungs-Abteilung.

Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf das Geld, also hat man das zu bewilligen und wenn es abgelehnt wird, muss das begründet werden (dafür sehe ich bisher aber keinen Grund) und man kann (und muss) Widerspruch einlegen.

Die können sich aber noch viel Zeit lassen, weil du das erste Geld von der AfA sowieso erst ENDE September bekommen wirst, rückwirkend FÜR den September.

Werde mir Teil A ds Gutachtens nun morgen holen. Teil B sagt aus, dass ich vollschichtig ! maximal leichte körperliche Arbeiten verrichten kann.
Dann KENNT doch der Arbeitsvermittler dein "Restleistungsvermögen", zumindest die Arbeitsschwere ist schon mal klar ...

Es läge aber eine schwere Leistungsminderung vor, die Aussichten am Arbeitsleben teilzuhaben sei nicht nur vorübergehend wesentlich gemindert. Der zuletzt ausgeübte Beruf sei nicht leidensgerecht und könne nicht weiter verrichtet werden.
Nun wäre wichtig (für den Vermittler) wo genau diese "Leistungsminderungen" sich negativ bemerkbar machen werden im realen Arbeitsleben, also welche Tätigkeiten / Körperhaltungen KONKRET deswegen generell zu vermeiden sind ... ???

Was du im letzten Beruf gemacht hast soll es also NICHT mehr sein, was konkret davon geht denn jetzt NICHT mehr und welche Alternativen sieht der ÄD (und der Vermittler) am aktuellen Arbeitsmarkt ???

Aber ! trotz der deutlichen Minderung der Leistungsfähigkeit ist eine regelmäßige Tätigkeit lt. des ÄD vollschichtig unter der Berücksichtigung der Einschränkungen möglich. Das verstehe wer will. :doh:
Das sollte natürlich präzisiert werden aber so unverständlich wie das bei dir gerade ankommt, ist das nun auch wieder nicht.
Man meint eben, dass du "nur" einen Arbeitsplatz brauchst, wo das alles (vom AG) berücksichtigt wird und dann kannst du trotzdem Vollzeit arbeiten.

Das ist natürlich vollkommen unrealistisch, weil es solche Arbeitsplätze nicht gibt, aber darum muss sich ja der ÄD keine Gedanken machen, es klingt sehr nach "Übernahme" aus einem Reha-Bericht, die formulieren das auch gerne so "Wischi-Waschi", um nicht bestätigen zu müssen, dass man eigentlich nicht mehr arbeiten KANN.

Wo das hergenommen wurde (aus welchen Berichten / medizinischen Unterlagen) sollte dann im Teil A stehen, viel mehr wirst du darin auch nicht finden aber es ist trotzdem nicht verkehrt sich auch diesen Teil abzuholen.

Nun zur Frage, warum ich so an der Nahtlosigkeitsregelung hänge. Falls die Ärzte der Meinung sind, dass ich nicht mehr als 3 Std. tgl. arbeiten kann und dies für mindestens 6 Monate greift diese doch . Oder?
Welche Ärzte bitte meinst du da gerade, für die AfA (und deine Behandlung / Bescheide dort) ist NUR maßgeblich was der ÄD "begutachtet" hat, ob du als Erwerbsgemindert anzusehen bist hat bei Bedarf (und nach Antragstellung) die DRV zu prüfen, das ist gar nicht die Aufgabe vom ÄD der AfA und was deine Ärzte dazu meinen hat dafür nur sehr geringe Bedeutung.

Die werden weder zum ALGI noch zu einer Berentung ein wirklich ernsthaftes Wort mitzureden haben.

Die "Nahtlosigkeit" greift bereits gesetzlich (das ist ja gerade die Sonderregelung des § 145), weil du aus dem Krankengeld ausgesteuert wurdest und noch immer krank (also leistungsgemindert) bist ...

Der ÄD hat das nun (FÜR die AfA) eingeschätzt und man erzählt dir "Mist", denn das ALGI hast du (wegen der Aussteuerung) trotzdem zu bekommen, auch wenn man dich nicht unter 3 Stunden Leistungsfähig sehen möchte beim ÄD.

In diesem Falle kann man von mir verlangen, innerhalb von 4 Wochen EMRente und/oder Reha zu beantragen. Richtig?
Soweit richtig ABER was hindert dich denn eine EM-Rente zu beantragen wenn du das selbst für sinnvoll halten möchtest, dafür brauchst du doch keine "Genehmigung der AfA" in Form bestätigter "Nahtlosigkeit", diesen Begriff gibt es rein rechtlich gesehen überhaupt NICHT.

Es gibt § 145 SGB III und der ist nach einer Aussteuerung anzuwenden, damit du deine beitragsbasierte Lohnersatzleistung (ALGI) bekommen kannst und musst.
Denn Lohnersatzleistungen sind vorrangig auszuzahlen wenn ein Anspruch darauf besteht, das kann auch der ÄD nicht verhindern, mit dem Hinweis "die Nahtlosigkeit" wäre nicht anzuwenden.

Die MUSS aber in der Sache angewendet werden, weil das so im Gesetz steht ... und wenn du meinst EM-Rente zu benötigen, dann stell den Antrag bei der DRV und warte ab was dabei herauskommen wird.
Das ist aktuell DEINE freie Entscheidung, dafür brauchst du keine Aufforderung von irgendeinem Amt abzuwarten. :icon_evil:

Jetzt meine Gründe: A - Meine zu erwartende EMRente wäre höher als das zu erwartende ALG1.
Das ist dafür NICHT relevant, die EM-Rente gibt es nur aus rein gesundheitlichen Gründen und nicht weil man damit finanziell "besser" dastehen würde als mit ALGI ...

Wenn du das als Antragsgrund bei der DRV (oder bei den Renten-Gutachtern) angibst, dann ist dir die Ablehnung sicher ... daran ändert auch die Bezeichnung deiner Leistung von der AfA überhaupt NICHTS.

Die Rentenkasse ist nicht "Wünsch dir was", die überprüfen nach Antragstellung knallhart deinen Gesundheits-Zustand, denn NUR daraus ergibt sich, ob du von der DRV als EM anerkannt wirst oder nicht.

Was die AfA dazu mal "begutachtet" hat interessiert die DRV dabei auch NICHT weiter :icon_evil:

Ich selbst hatte das ÄD-Ergebnis was du so vermisst (unter 3 Stunden Leistungsfähig für länger als 6 Monate = nicht mehr vermittelbar am allgemeinen Arbeitsmarkt) und wurde dann von der AfA schriftlich aufgefordert innerhalb 1 Monat eine EM-Rente zu beantragen.

Habe dieses Gutachten sogar (in Kopie) mitgeschickt bei der Antragstellung an die DRV, da glaubte ich auch noch daran, das müsse doch Wirkung haben, wenn die AfA das so einschätzt (ich wurde sogar noch gründlich vom ÄD-Arzt untersucht dafür 2009) ... :icon_kinn:

Aber es gab auch schon einen Reha-Bericht bei der DRV (von 2008) wo ich ähnlich beurteilt entlassen wurde wie du das oben geschildert hast = nicht mehr in der letzten Tätigkeit aber was ganz "Leichtes" Vollzeit am allgemeinen Arbeitsmarkt geht noch. :icon_neutral:

Die haben sich sogar noch die Mühe gemacht mich zu 2 Gutachtern (Internist und Psychiater) zu schicken, die "brav" aus dem alten Reha-Bericht abgeschrieben haben, was die DRV gerne lesen wollte, um den EM-Renten-Antrag dann ablehnen zu können (das ÄD-Gutachten der AfA wurde nicht mal erwähnt und meine Ärzte wurden auch NICHT angeschrieben).

Im DRV-Ablehnungsbescheid wurde dann auch sehr viel aufgezählt, was ich alles NICHT mehr machen sollte und zusätzlich (sehr deutlich) darauf hingewiesen, dass für die Vermittlung in entsprechende "andere" Arbeit die AfA zuständig sei und nicht die Rentenkasse.

Es sei auch unerheblich, ob es solche Arbeit gibt und ob ich die finden werde, meine gesundheitlichen Einschränkungen erfordern keine EM-Rente ... :icon_dampf:

Meine zu erwartende EM-Rente war übrigens deutlich niedriger als das ALGI und bei möglicher Rückkehr an den vorhandenen Arbeitsplatz hätte ich fast doppelt so viel wieder verdienen können, leider war das aber gesundheitlich NICHT mehr möglich.

Solche finanziellen Erwägungen macht die DRV gar nicht erst, es sei denn man weist selber darauf hin, dass man mit der EM-Rente "besser" dastehen würde.

B - Falls der Antrag abgelehnt wird, und falls dann vom VDK geklagt würde, bekäme ich weiter ALG1, längstens 2 Jahre dann.
Nach einer Ablehnung muss zunächst mal Widerspruch eingelegt werden und da sollte man besser bereits einen guten Anwalt für Sozialrecht an der Seite haben, vom VDK habe ich mich sehr schnell wieder getrennt, als die fast schon die Widerspruchsfrist verpasst hätten.

Zumindest in meinem Falle war der VDK vor Ort sein Geld NICHT wert, denn man hatte eigentlich schon "keinen Bock" auf den Widerspruch ...

Der Anwalt (in meinem Falle auf Beratungshilfe-Schein) hat das zum Glück anders gesehen und angepackt, so dauerte es wohl "seinetwegen" fast ein Jahr, bis auch der Widerspruch von der DRV abgelehnt wurde.

Mein ALGI (altersgemäß 1,5 Jahre Anspruch) war dann zu diesem Zeitpunkt (Klageeinreichung) bereits fast abgelaufen, wir mussten dann Hartz 4 beantragen.

C - Man lässt mich in Ruhe !, was SB Gespräche, VV, Urlaubsregularien, Bewerbungsgeschichten, Abwesenheitsregeln usw. angeht . Sehe ich das alles richtig so?
Das siehst du überhaupt nicht richtig, egal welchen "Namen das Kind auch haben wird" du bekommst Geld von der AfA und hast auch bei offizieller "Nahtlosigkeit" keinen Anspruch auf Verschonung, wie kommst du darauf ???

Wenn man dich einladen WILL, dann wird man das tun und da die AU für die ausgesteuerte Krankheit keinen Schutz mehr bietet, wirst du diese Termine auch wahrnehmen müssen, ob du die für sinnvoll halten willst oder nicht.

Bewerbungen werden ernsthaft eher gar nicht verlangt, das ist mehr ein "Sturm im Wasserglas" am Beginn denn man kann dir (vermutlich schon vom Einkommen her) NICHTS anbieten was der Zumutbarkeit nach § 140 SGB III gerecht werden könnte ... :idea:
DAS
ist deine wichtigste Waffe und nicht die "Nahtlosigkeit" als purer Begriff ...

"Urlaubsregularien" gibt es in der Form überhaupt nicht und längere Ortsabwesenheit hast du regulär IMMER zu beantragen wenn du Geld von der AfA bekommst (ganz gleich aus welchem Grund).

Du kannst gesetzlich 21 Kalendertage (nach Antrag und Genehmigung) OAW sein im Jahr unter Weiterzahlung des ALGI und dann werden die Leistungen eingestellt oder auch wenn du unerlaubt OAW gewesen bist.

Da du generell (auch während der "Nahtlosigkeit"), der Vermittlung zur Verfügung stehen musst, fehlt deine "Verfügbarkeit" wenn du einfach mal ne Weile verschwindest und die AfA garade was von dir will, (du hast für die AfA Erreichbar zu sein, zumindest per Post an deiner Meldeadresse).

Ob man deine "Verfügbarkeit" (mit dem Restleistungsvermögen auch wenn es UNTER 3 Stunden wäre) über Gebühr prüfen und nutzen wird hängt ganz von den örtlichen Arbeitsvermittlern ab ... einen Anspruch darauf "in Ruhe gelassen zu werden wegen Nahtlosigkeit" gibt es einfach NICHT.

Mich hat man damals bei der AfA noch soweit "in Ruhe" gelassen aber längere OAW hätte ich mich ohne Einverständnis und Kenntnis der AfA auch nicht getraut.

Zudem musst du ja auch immer mit Anfragen / Gutachter-Terminen der DRV rechnen wenn dort ein Antrag gestellt wurde, dafür musst (solltest) du ja auch zu Hause erreichbar sein...
Die fackeln nicht lange wenn man nicht reagiert wird der Antrag schon wegen mangelnder Mitwirkung bei der Klärung deiner Erwerbsfähigkeit abgelehnt.

Ich kann doch eigentlich nichts verlieren, wenn ich Befunde an den ÄD nachreiche (Hausarzt zB.). Mehr als nein sagen, können die doch nicht.
Die "sagen" dazu gar nichts mehr, für den ÄD ist dein "Gutachten" aktuell abgeschlossen, die interessiert es gar nicht wie es dir wirklich geht und was deine Ärzte dazu meinen ... die bekommen ihre Aufträge von den SB der AfA und nicht von den "Kunden" ... :icon_evil:

Mit deinem Vorhaben hast du also auch nichts zu "gewinnen", der ÄD kann von dir nicht verpflichtet werden seine Meinung zu ändern, weil du unverlangt deine Krankenakte dort anschleppst.

Stell doch einfach den Antrag auf EM-Rente, teile der AfA diese Antragstellung (schriftlich und nachweislich) mit und vielleicht veranlassen die dann eine erneute "Begutachtung" ... zumindest kannst du damit (wahrscheinlich) relative Ruhe bei der AfA erst mal reinbringen, weil die dann auch abwarten werden, was dabei nun rauskommen wird.

Aktuell solltest du vielleicht mal den angekündigten Leistungsbescheid abwarten, denn davon wird abhängen, ob du Ende September dein ALGI auf dem Konto haben wirst und nicht von irgendwelchen "Wortklaubereien" oder dem AfA-"Gutachten" ...

Mein Neurologe hat übrigens, wohl in Unkenntnis der Tragweite, versehentlich in seinen Bericht geschrieben, ich könne in meinem Beruf nicht mehr als 3 Std. arbeiten, anstatt den ganzen Arbeitsmarkt anzugeben. :icon_cry:
Woher willst du das so genau wissen, hat er dir schon bestätigt, dass er dich komplett nicht mehr für Erwerbsfähig hält, es macht durchaus einen Unterschied, ob man nur den letzten Beruf nicht mehr ausüben sollte / kann ODER überhaupt nicht mehr Erwerbsfähig ist aus gesundheitlichen Gründen für den "allgemeinen Arbeitsmarkt".

Die Entscheidungen dazu wird sowieso die DRV treffen wenn du EM-Rente beantragt hast und dann kann er das ja gerne für die DRV so bestätigen, das muss die aber auch nicht unbedingt überzeugen können. :icon_evil:

Vielleicht kann er das ja auch noch nachreichen.
Wo soll er das denn nachreichen, die AfA / der ÄD interessiert sich dafür aktuell NICHT mehr was deine Ärzte so denken und schreiben ... das kommt dann in die "Ablage" oder sogar in den Shredder, um dem Datenschutz Genüge zu tun.

Habe immer zu Angst mir ein Eigentor zu schießen, ...
Mit dem was du so vor hast wirst du dir jede Menge "Eigentore" schießen und was du für dein Recht hältst im Moment steht so auch in keinem Gesetz ...
Die AfA (und deren ÄD) macht was für die AfA "gut" ist und die DRV wird dann (mit einem gestellten Antrag von dir) machen "was für die DRV gut ist" (mit Unterstützung ihrer eigenen Gutachter) ...

FÜR DICH muss das alles noch lange nicht auch gut sein und alle handeln offiziell nach Recht und Gesetz ... wenn du den schriftlichen ALGI-Bescheid vorliegen hast und die Zahlen (Leistungsbetrag / Leistungsdauer) darin korrekt sind, dann bekommst du bereits was dir rechtlich zusteht ...

Wenn es NICHT so ist (oder kein Bescheid kommt wie angekündigt) muss man sich (mit schriftlichen Nachfragen oder Widerspruch) wehren und in Erinnerung bringen.

Aber manchmal muss man auch einfach mal geduldig abwarten können und wenn dein ALGI zunächst mal pünktlich jeden Monat auf dem Konto eingehen wird (ab Ende September), könnte sogar mal etwas Ruhe einkehren, wenn die AfA das so will ...

Wie ist Ihre Sichtweise dazu ?
Meine Sichtweise dazu ist, dass man durchaus kämpfen sollte, um sein Recht, sonst hätte ich meine EM-Rente wohl auch nicht bekommen und mein Männe seine auch nicht, dafür waren sogar 2 Anträge nötig (der 1. Antrag von ihm ist sogar noch am Gericht gescheitert) wir KONNTEN einfach NICHT aufgeben, weil es nicht mehr anders ging.

Man sollte aber auch nur dort seine verbliebene Kraft einsetzen, wo es sich LOHNT und sie nicht sinnlos verschwenden, wo es nur um völlig unwesentliche "Wortwahlen" und um eine gewisse "Rechthaberei" geht ...

Dein steiniger Weg zur EM-Rente hat noch nicht mal richtig begonnen, dafür solltest du zunächst mal einen Termin bei der DRV-Rentenberatung machen, den Antrag dort aufnehmen lassen und dann sehen wie es weitergehen wird bei der AfA und parallel bei der DRV ...

Auch im EM-Rentenverfahren gibt es genug Momente der "Ohnmacht" weil man nicht verstehen kann und will was da passiert ... und Andere darüber entscheiden, wie das eigene Leben und die finanzielle Existenz weiter gehen werden.

Auf EM-Rente hat man noch nicht mal einen echten "Rechtsanspruch" (wie auf ALGI nach der Aussteuerung), der Anspruch ist (bei EM-Rente) eher theoretischer Natur und wenn die DRV meint, dass man nicht krank genug dafür ist ... dann gibt es eben KEINE EM-Rente ... bis man letztlich selber das Gegenteil (medizinisch) beweisen konnte.

Dafür wirst du deine Ärzte und deren deutliche Berichte dann noch dringend benötigen ...

MfG Doppeloma
 

gingkobaum

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#9
Hallo Doppeloma, möchte mich nochmal melden. Habe inzwischen einen Leistungsbescheid erhalten und auch schon 3 x ALG 1 erhalten. Nun erzählte mir meine SB am Telefon, sie habe meinen Fall, wegen meiner Leistungseinschränkungen + GDB 50 an die dortige zuständige Rehaabteilung weitergegeben. Ich denke, sie wusste wohl so richtig nichts mit mir anzufangen, wohin sie mich eigentlich vermitteln kann. Nun flattert ein Brief bei mir zu Hause ein, in dem man feststellen will ob und in welchem Umfang eine Teilhabe am Arbeitsleben erforderlich ist. Man wolle dann prüfen, ob die Bundesagentur für Arbeit oder ein anderer Rehabilitationsträger für meine Leistungen zuständig ist. :doh: Hilfe ! Was heißt das nun schon wieder? Wollen die mich nun zu Umschulungen oder einer Reha schicken, oder will man, dass ich die EM Rente beantragen? Es sind wieder zwei Sätze Formulare beigefügt. Antrag auf Lesitungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und Zusatzfragebogen dazu. Wie gesagt: Ich bin nun seit 02.16 durchgehend krankgeschrieben und möchte auf jeden Fall 09.19 wegen meines GDB 50 Rente (mit 10,8%) und meiner Leistungseinschränkungen in Rente gehen. Bin ja Jahrgang 1958. Es geht da um weniger als zwei Jahre, die ich überbrücken muss. Wie verhalte ich mich nun bezüglich dieses Antrages?? Und was bedeutet das?? Danke für eine kurzfristige Rückäußerung, weil die mir einen Termin gesetzt haben.
 

saurbier

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#10
Hallo ginkobau,

na ja, da scheint man bei deiner AfA offensichtlich langsam mal aufgewacht zu sein.

Dieses wunderschöne Angebot ist natürlich nur eins für die AfA selbst, denn die möchten Kosten sparen.

Für deine 24 Monate ALG-I als Überbrückung in die Behindertenrente sehe ich allerdings schwarz.

Ich gehe ja mal davon aus, daß dir an einer Fortbildungsmaßnahme mit 58 sicherlich nicht mehr gelegen ist, denn mehr stellt LTA ja nicht dar. Da wären dann die medizinische und die berufliche Rehabilitation u.s.w..

Sagen wir es mal ganz einfach, man will dich am liebsten zu Lasten der DRV in die vorzeitige Rente schicken und das sollst du bitte jetzt anleiern.

Wie Doppeloma ja bereits ausführte, wärst du ggf. besser beraten einen Rentenantrag zu stellen um zu sehen wie die DRV es sieht. Ggf. würde die dich dann zuerst mal in eine Reha schicken um so abzuklären was du überhaupt noch beruflich kannst bzw. wofür man dich noch einsetzen könnte.

Dem grunde nach versucht die AfA jetzt nichts anderes.

Allerdings sollte die schon bewußt sein, daß deine SchwerB noch lange nicht bedeutet, daß du wegen dieser und deiner neuerlichen Erkrankung jetzt eine EMR bekommst.

Die DRV unterscheidet dar schon sehr genau, ob jemand noch zwischen 3-6 Std./tägl. oder gar mehr Leistungsfähig ist oder eben nur noch unter 3 Std./tägl. und somit die volle EMR bekommen kann. Dazwischen gibt es dann auch immer noch die Arbeitsmarktrente und als Krönnung dann entweder direkt die volle EMR oder nur eine zeitlich befristete.

Also Fallstricke ohne Ende.

Zu guter letzt falls ein fünkchen Hoffnung auf EMR vorhanden ist, könnte die DRV immer noch einen ihrer Gutachter zu Rate ziehen, von dessen wohlwollen man dann echt abhängig wäre.

Hier ist dann eben auch die Frage, wie alt ist z.B. dein letzter Rehabericht und was steht da zu beruflichen Leistungseinschränkungen drin.


Grüße saurbier
 

gingkobaum

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#11
Danke sauerbier :,
ich lese daraus, dass man prüfen möchte, wer jetzt für mich leistungspflichtig ist und nicht ob, eben weil meine gesundheitlichen Leistungseinschränkungen hoch sind. Rentenkasse oder eben Afa. Falls ich nun Rente beantragen soll (muss?), mit oder ohne Reha und diese vielleicht abgelehnt wird, kriege ich doch erstmal weiter ALG1 ? Sehe ich das richtig? Bin Mitglied beim VDK, die würden dann gegebenfalls für mich klagen, und während der ganzen Zeit liefe ALG1 weiter. Sollten die Ärzte bescheiden, dass ich doch mehr als 3 Stunden tgl. arbeitsfähig bin, muss ich mich eben weiter -so wie bisher -dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Das würde dann doch eigentlich so laufen, wie bei dieser Nahtlosigkeitsregelung, die mir am Anfang so wertvoll war. Auch dabei hätte ich doch innerhalb von 4 Wochen oder so, die Rente beantragen müssen.:doh: Grüße gingkobaum
 

gingkobaum

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#12
Hallo, soll ich den Beitrag vielleicht unter einem neuen Thema einstellen : Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben , oder so ?:icon_sad:
 

saurbier

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#13
NEIN - lass ihn hier, dann behält man den besseren Überblick.


Grüße saurbier
 

saurbier

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#14
Lieber ginkobaum,

so wie ich das sehe, wird es wohl nicht mit einem über die Zeit retten.

Die AfA hat inzwischen wohl mehr oder weniger festgestellt, daß man dich nicht so einfach wieder ans arbeiten bringen kann.

Also kommt man mit LTA um zu prüfen ob nicht wohlmöglich doch lieber die DRV das ganze übernehmen sollte, denn dann bist du als Kostenverursacher weg.

Warum folgst du nicht dem Rat von Doppeloma und stellst einen Antrag auf EMR.

Dann darf die DRV in aller Ruhe feststellen ob man dich als Erwerbsunfähig sieht oder nicht.

Selbst wenn die DRV dazu käme dir noch eine Restleistungsvermögen zu attestieren (z.B. zwischen 3-6 Std./tägl.) dann wärst du Teil-EMR.

Als Teil-EMR einen adequaten Arbeitsplatz zu erhalten im Alter von 59 Jahren dürfte eher Wunschvorstellung als Realität sein.

Also bliebe der DRV ggf. nur der letzte Ausweg dir die Teil-EMR auf eine volle EM-Arbeitsmarktrente aufzustocken.

Nun gut, dann würden dir Lebenslang 10,8% deiner Rente verloren gehen, aber im Gegenzug wärst du immerhin viele Jahre früher in Rente und weg vom Ärger mit der AfA. Da wären dann höchstens noch die Verlängerungsanträge bei der DRV ca. alle 3 Jahre durch zu stehen.

Im besten Falle könnte es auch gleich schon die volle EMR aus rein gesundheitlichen Gründen geben, falls deine behandelnden Ärzte entsprechende Atteste zur Unterstützung schreiben würden.

Fragen solltest du dich aktuell mal, was erhoffst du dir bei einer LTA. Glaubst du wirklich mit einer Arbeitserleichterung (Hilfsmitteln) oder gar einer schulischen Aufbesserung (mehr dürfte man dir wegen dem Alter eh nicht bieten) wieder ans Arbeiten zu kommen. Ich befürchte mal - nein.

Also bliebe doch nur die Rente, selbst wenn es die zu bekommen sicherlich nicht einfach werden könnte.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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#15
Hallo gingkobaum,

ich lese daraus, dass man prüfen möchte, wer jetzt für mich leistungspflichtig ist und nicht ob, eben weil meine gesundheitlichen Leistungseinschränkungen hoch sind.
"Abschiebung" an die AfA-Reha-Abteilung ist "normal" wenn du einen Schwerbehinderten - Ausweis bekommen hast spätestens.

Deine Vermittlungsschancen (die ohnehin schon bei NULL liegen nach einer Aussteuerung) sinken noch weiter, denn KEIN AG möcht kranke / behinderte Leute mit 58 Jahren noch einstellen. :icon_evil:

Rentenkasse oder eben Afa. Falls ich nun Rente beantragen soll (muss?), mit oder ohne Reha und diese vielleicht abgelehnt wird, kriege ich doch erstmal weiter ALG1 ?
Diese Frage steht doch überhaupt NICHT zur Debatte, die AfA ist für Reha-Maßnahmen (also auch für LTA) bei dir überhaupt nicht mehr zuständig und das wissen die auch sehr genau, da braucht NICHTS mehr "geprüft" werden. :icon_evil:

Wenn man dich (schriftlich) auffordert LTA zu beantragen, dann geben die das also folgerichtig an die DRV weiter und fühlen sich dann nicht mal mehr für Erstattung von (eventuellen) Bewerbungskosten zuständig.

Ich kann dich nur warnen überhaupt eine LTA zu beantragen und verstehe eigentlich NICHT warum du noch keinen Antrag auf EM-Rente gestellt hast ... mit einem laufenden LTA-Antrag kannst du die Aussichten nur noch schlechter machen auf eine EM-Rente.

Eine Weiterbildung bekommst du auch von der DRV NICHT mehr bewilligt, aber die geben gerne eine LTA-Bewilligung als Zuschuss für einen AG, der bereit ist dich einzustellen "so wie du bist" ...

Das bringt DICH aber keinen Schritt weiter (denn das bringt DIR KEIN GELD), denn diese AG gibt es dann immer noch nicht, die sind nicht mal damit "zu locken", mein Männe hatte diesen Unsinn fast 4 Jahre von der DRV.

Das hat NUR dazu gedient, dass sein erster EM-Renten-Antrag sogar am Gericht fast abgewiesen wurde (er hat dann die Klage zurück genommen) und er einen 2. Antrag stellen musste, um endlich zu seinem Recht zu kommen.

Natürlich wurde die EM-Rente dann auch erst ab der 2. Antragstellung bewilligt, so hatte die DRV wenigstens noch einige Jahre die Zahlung der nötige EM-Rente aufschieben können.

Sehe ich das richtig? Bin Mitglied beim VDK, die würden dann gegebenfalls für mich klagen, und während der ganzen Zeit liefe ALG1 weiter.
Ich persönlich habe keine guten Erfahrungen mit dem VDK gemacht, die werden dir auch eher zur LTA als zum Antrag auf EM-Rente raten.

ALG I läuft (in jedem Falle) NUR genau so lange weiter, wie du Anspruch darauf hast aus deinen Beiträgen, dann ist Schluss, auch wenn zu deinem Antrag an die DRV noch nicht entschieden wurde.

Bei Bewilligung einer LTA (in der beschriebenen Form) passiert ja auch NICHTS was dir Geld bringen würde, also muss die AfA auch weiterzahlen, bis dein Anspruch abgelaufen ist.

Danach stehst du ohne Geld (oder mit Hartz 4) mit einer "beruflichen Reha-Leistung" der DRV da, denn es wird wohl kein Wunder geschehen, was die Umsetzung der LTA-Leistung bei einem AG betrifft.

Sollten die Ärzte bescheiden, dass ich doch mehr als 3 Stunden tgl. arbeitsfähig bin, muss ich mich eben weiter -so wie bisher -dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen.
Welche Ärzte meinst du denn gerade, die Ärzte (DRV-Gutachter ?) entscheiden NICHT, die geben nur ihre Stellungnahme ab und die Entscheidung wird dann bei der DRV getroffen.

Das würde dann doch eigentlich so laufen, wie bei dieser Nahtlosigkeitsregelung, die mir am Anfang so wertvoll war.
Du musst dich IMMER der Vermittlung mit deiner "Restleistungsfähigkeit" zur Verfügung stellen, ganz egal aus welchem Grunde dir ALGI gezahlt wird, das hast du scheinbar noch immer nicht verstanden. :icon_evil:

Auch dabei hätte ich doch innerhalb von 4 Wochen oder so, die Rente beantragen müssen.
Wenn du aktuell noch keinen Antrag bei der DRV laufen hast, dann kann es auch keine Begutachtungen dazu geben und (rein theoretisch) bist du auch NICHT in der "Nahtlosigkeit", denn die soll ja (eigentlich) eine Bearbeitungszeit bei der DRV überbrücken helfen ...

Es gibt ja keinen Antrag von dir bei der DRV, der aktuell DORT zu entscheiden wäre ... du musst aber auch NICHT eine solche Aufforderung abwarten, wie es dir schon mehrfach angeraten wurde, solltest du umgehend einen Antrag auf EM-Rente stellen und diese Antragstellung bei der AfA nachweisen.

Wenn du wartest bis man dich schriftlich konkret auffordert eine LTA zu beantragen kannst du auch schnell Probleme bekommen, wenn du dann statt dessen EM-Rente beantragst ... das muss die AfA dann nicht akzeptieren. :icon_evil:

Manche Schwierigkeiten kann man sich auch gut selber einhandeln, wenn man einfach nicht zur richtigen Zeit das Richtige auch macht ... :idea:

Der Antrag an die DRV bedeutet ja noch lange nicht, dass dir EM-Rente auch bewilligt wird, das kann sich trotzdem noch hinziehen, bis dein ALGI dann mal abgelaufen ist.

Eine LTA in der beschriebenen Form wird man dir ziemlich sicher und meist sehr schnell bewilligen, das "kostet" die DRV "nur ein Lächeln" und sonst nicht ernsthaft Geld ... Ausnahmen mag es geben aber ich habe davon noch nicht gelesen.

Zudem kannst du den Antrag auf EM-Rente auch jederzeit wieder zurücknehmen (das geht auch bei Widerspruch und Klage noch) und Rente für Schwerbehinderte in Anspruch nehmen, sofern deine Rechnung dazu stimmt ...

MfG Doppeloma
 

gingkobaum

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#16
Hallo.

Mein Anliegen bzw. Ziel war ja nach der Aussteuerung 2 Jahre ALG1 zu beziehen, und danach übergangslos meine vorzeitige Rente wegen Ewerbsminderung (10,8%) Abschlag zu beantragen.

Habe entsprechend auch alles angegeben, und mich arbeitswillig gezeigt.
Meine SB (da war ich nur einmal) glaubt wohl, wie saurbier schon sagt, nicht zuletzt aufgrund meines GDBs und meiner Leistungseinschränkungen, dass ich nicht zu vermitteln sei und erzählte schon damals was von Weiterleitung an Rehaabteilung.

Wie gesagt, habe dann vor drei Wochen einen Bewilligungsbescheid erhalten.
Der geht über genau die zwei Jahre !! Wäre ja alles gut gewesen.
Können die da nun plötzlich drüber weggehen?

Deren ärztlicher Dienst hat doch angeblich festgestellt, was ich kann und was nicht., Nun heißt es "Ihr Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" !!
Mit entsprechenden Formularsätzen.

Habe ich doch garnicht gestellt. Will ich nicht, kann ich auch nicht.
Man schreibt, dass eine fehlende Mitwirkung im Rehabilitionsverfahren Auswirkungen auf die Gewährung von Zahlungen haben kann.

Am liebsten würde ich da anrufen, und anfragen welchen Sinn dieses Anschreiben, dieser Antrag (Antragsformular hat) für mich haben soll- vor allem habe ich den garnicht gestellt.
Aber da würden Sie sicherlich von abraten, oder?

Muss ich also garnichts ausfüllen, zurückgeben, oder was droht mir dann?
Oder jetzt auf die Schnelle doch eine EM Rente beantragen? Habe nur Angst vor einem neuen Ärztemarathon!
, dass die mich wieder von Pontius zu Pilatus schicken und wohlmöglich eine Reha noch draufpacken.

Und das für 2 Jahre Überbrückung nach 40 Arbeitsjahren.
Bin ja nicht ohne Grund fast 2 Jahre au. und mir fehlt mittlerweile einfach die Kraft.
 
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doppelhexe

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#17
... Oder jetzt auf die Schnelle doch eine EM Rente beantragen? Habe nur Angst vor einem neuen Ärztemarathon!, dass die mich wieder von Pontius zu Pilatus schicken und wohlmöglich eine Reha noch draufpacken. Und das für 2 Jahre Überbrückung nach 40 Arbeitsjahren. Bin ja nicht ohne Grund fast 2 Jahre au. und mir fehlt mittlerweile einfach die Kraft.
nur weil du 40 jahre gearbeitet hast und nun schon 2 jahre AU bist wird dich die AfA aber nicht in ruhe lassen, die wollen für dich nicht zahlen.

und was "besser" wäre hat dir Doppeloma doch bereits geschrieben...

du wirst nicht drumrum kommen dich für rentenantrag oder LTA entscheiden zu müssen... sonst kann das ALG1 eingestellt werden, da immer vorrangige leistungen in anspruch zu nehmen sind... für die AFA gehörst du zum rententräger, PUNKT...

was an einer reha ist so schlimm? wenn du krank bist kannst du auch dort nur machen, wozu du in der lage bist, oder dein behandelnder arzt schreibt sich reha-unfähig...

und bis die DRV über deinen antrag entschieden hat ist auch ruhe bei der AfA ...

lies dir noch mal genau durch, was Doppeloma schreibt...
 

Doppeloma

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#18
Hallo gingkobaum,

Mein Anliegen bzw. Ziel war ja nach der Aussteuerung 2 Jahre ALG1 zu beziehen, und danach übergangslos meine vorzeitige Rente wegen Ewerbsminderung (10,8%) Abschlag zu beantragen.
Du hast dich wahrscheinlich verschrieben und meinst wohl die Rente für Schwerbehinderte, da komme ich aber auf ein anderes Datum wenn du 1958 geboren bist ... kannst du erst Anfang 2020 (mit 10,8 % Abschlag) in diese Rente gehen.

Wann (und ob) du eine EM-Rente (mit dem gleichen Abschlag lebenslang übrigens) bekommen würdest, ist ja noch gar nicht absehbar ... und irgendwie "planbar" ist das schon gar nicht.

Der erste Schritt dafür wäre allerdings die Antragstellung und wenn du das mal schaffen würdest, lässt dich die AfA vielleicht auch vorerst wieder in Ruhe.

Wenn die DRV dann (für die Klärung deiner Erwerbsfähigkeit) eine med. Reha haben will, dann machst du die eben oder dein Arzt schreibt dich "Reha-Unfähig", was in diesem Falle nur einen Aufschub bewirkt.

Eine LTA wird man bei der DRV auf diesem Wege sicher auch nicht mehr fordern, schon gar nicht mit Schwerbehinderten-Ausweis.

Meine SB (da war ich nur einmal) glaubt wohl, wie saurbier schon sagt, nicht zuletzt aufgrund meines GDBs und meiner Leistungseinschränkungen, dass ich nicht zu vermitteln sei und erzählte schon damals was von Weiterleitung an Rehaabteilung.
Deine SB "glaubt" von Beginn an an NICHTS mehr was deine Vermittlung betrifft, völlig egal ob du nun auch noch den Schwerbehinderten-Ausweis hast oder nicht.

Die müssen aber auch ihre Daseinsberechtigung beweisen und sollen dich trotzdem "fördern" ... zumindest bis zur DRV "befördern" wenn das irgendwie drin ist.

Es geht nicht darum was du dir so ausgemalt hast ... 2 Jahre "entspannt" ALGI bekommen und anschließend problemlos in (irgendeine) Rente wechseln ... :icon_evil:

Der geht über genau die zwei Jahre !! Wäre ja alles gut gewesen.
Können die da nun plötzlich drüber weggehen?
Du bekommst doch dein Geld, die offizielle "Nahtlosigkeit" gesteht man dir nicht zu, also MUSS was Anderes her, du stellst ja freiwillig KEINEN Antrag an die DRV, damit sich das ändern könnte ...

Die AfA ist NICHT dafür da, sich möglichst "gemütlich" auf den Renten-Eintritt einzurichten ... :icon_evil:

Deren ärztlicher Dienst hat doch angeblich festgestellt, was ich kann und was nicht., Nun heißt es "Ihr Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" !!
Ist doch (eigentlich) ganz einfach, EM-Rente hast du nicht beantragt, vermittelbar bist du aber auch nicht wirklich, also musst du "gefördert" werden, um (angeblich) deine Vermittlungs-Chancen zu verbessern ... :idea:

Mit entsprechenden Formularsätzen.
Habe ich doch garnicht gestellt. Will ich nicht, kann ich auch nicht.
Die richtigen Formulare gibt es in der Regel erst von der DRV, wenn du KEINE "LTA-Förderung" willst (was bei der AfA Niemanden interessieren muss), dann beantrage doch endlich die EM-Rente ... :icon_neutral:

Man schreibt, dass eine fehlende Mitwirkung im Rehabilitionsverfahren Auswirkungen auf die Gewährung von Zahlungen haben kann.
Das schreiben die immer, auch wenn du EM-Rente beantragst wird man dich darauf hinweisen, dass du bei der Klärung deiner Erwerbsfähigkeit mitzuwirken hast ...

Am liebsten würde ich da anrufen, und anfragen welchen Sinn dieses Anschreiben, dieser Antrag (Antragsformular hat) für mich haben soll- vor allem habe ich den garnicht gestellt.
Aber da würden Sie sicherlich von abraten, oder?
Ja, davon ist unbedingt abzuraten, besonders wenn du schon "so geladen" bist deswegen ... :doh:

Muss ich also garnichts ausfüllen, zurückgeben, oder was droht mir dann?
Das kann hier KEINER wirklich beurteilen, weil wir nicht wissen was man dir dazu sonst noch konkret geschrieben hat ... gibt es eine feste Frist bis wann du das (an wen ?) zurück senden sollst ???

Gibt es eine ordentliche Rechtsfolgenbelehrung (mit §§ dabei), oder ist es nur das "übliche Bla-Bla" ohne Rechtsgrundlagen ...

Ein Antrag auf EM-Rente könnte ja längst schon laufen ...

Habe nur Angst vor einem neuen Ärztemarathon!
, dass die mich wieder von Pontius zu Pilatus schicken und wohlmöglich eine Reha noch draufpacken.
Das wird wohl nicht zu vermeiden sein und ob man dich überhaupt zur Reha schicken will wirst du ja dann merken, mit einer bewilligten LTA hast du noch nicht mal die geringste Aussicht mal eine EM-Rente zu erreichen ...

Denn wer LTA beantragt WILL ja arbeiten und NICHT in Rente ... :icon_evil:

Und das für 2 Jahre Überbrückung nach 40 Arbeitsjahren.
Bin ja nicht ohne Grund fast 2 Jahre au. und mir fehlt mittlerweile einfach die Kraft.
Wie dir schon geschrieben wurde hast du keinen Anspruch auf "bedingungslose Überbrückung" bei der AfA, auch nicht nach 40 Arbeitsjahren ... :icon_evil:

Theoretisch sollst du für die Rente noch bis 2025 arbeiten und Beiträge in die Rentenkasse zahlen ... :idea:

Ich war fast 4 Jahre AU und Männe fast 5 Jahre, wo wir letztlich die Kraft für fast 8 Jahre gemeinsamen EM-Rentenkampf hergenommen haben wissen wir auch noch immer nicht ... aber auch das übersteht man wenn es keinen anderen Weg mehr gibt ... :sorry:

MfG Doppeloma
 

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#19
Hallo ginkobaum,

ich kann mich da nur Doppeloma voll und ganz anschließen.

Stell so schnell wie möglich endlich den Antrag auf EMR bei der DRV.

Nur so kommst du aus deinem Dilemma heraus.

Wenn die AfA die LTA Unterlagen erst mal bei der DRV eingereicht hat, dürfte es mit deiner EMR gelaufen sein.

Die DRV wird mit Sicherheit den kostengünstigsten Weg suchen und der liegt eben bei einer LTA, zumal dann auch noch all das berufliche Risiko dann auf dich abgeladen werden kann.

Sich gemütlich hinüber retten, diese Zeiten sind seit vielen Jahren bereits vorbei. Wer sowas noch vor hat, der muss schon lange im Voraus planen und nicht so kurzfristig wie jetzt bei dir.

Du hast inzwischen leider schon soviel Zeit verstreichen lassen, daß hier echt das Risiko besteht, das die Rehaabt. der AfA schneller ist als du.

Du willst doch eh in die SchwerB-Rente und da werden dir so oder so die 10,8% abgezogen, also was solls. Hier noch etwas ALG-I mitzunehmen wäre unsinnig.

Die AfA wird durch die BA gezwungen ihre Kosten zu reduzieren, da ist man keineswegs mehr gewillt dir freiwillig 2 Jahre dein ALG-I zu zahlen.

Also stell den Antrag auf EMR (am besten heute und schick in morgen per Einwurfeinschreiben ab, die Unterlagen kann man Online bei der DRV runter laden R100/R210) und lege der AfA den Nachweis dafür vor, damit man seitens der Rehaabt. auf LTA verzichtet (am besten der SB persönlich vorzeigen und Quittieren lassen).


Grüße saurbier
 

gingkobaum

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#20
Hallo.

Nur nochmal zusammenfassend zu meinem Fall. Die Rente wegen Schwerbehinderung bekomme ich (dann mit 61 auf Antrag) 08.2019 - weil ich 07.58 geboren bin und einen GDBvon50 habe.

Mein Anspruch auf ALG1 würde genau dann enden. Also übergangslos.
Die Sache mit der Zurverfügungstellung, bzw. Mitwirkung habe ich schon verstanden, und auch so gesagt da.
Ist, wie ich jetzt merke aber wohl nur was für Hartgesottene, bin nicht hartgesotten :(, kann auch leicht in Psychoterror ausarten (gerade mit au), wie ich jetzt merke.

Wegen eurer Nachfrage: Das Schreiben mit dem Antrag für berufliche Reha kommt von der Rehaabteilung der Afa und dort sollte er auch zurück.
Hat wohl meine SB wohlwollend angeleiert.

Vielleicht würde der ja sowieso abgelehnt, wenn ich Glück habe - möchte ihn aber freiwillig garnicht stellen.
Und was könnte mir passieren, bei einer Zusage, in meinem Fall ? :doh:

Und was kommt dann? Medizinische Reha, oder was?
Dort steht übrigens sinngemäß, die Leistungen würden nach Sozialgesetzbuch IX erbracht, um meine Teilhabe am Arbeitsleben zu sichern.

Man will feststellen, ob und ggfl. in welchem Umfang die Leistungen erbracht werden. Ich soll den Antrag ausfüllen.
Man will prüfen, ob die BundesagenturfürArbeit oder ein anderer Träger für mich zuständig ist. Fehlende Mitwirkung im Rehaverfahren könne
Auswirkungen haben (SGB II + SGB III).

Dies ist doch für meine Situation total sinnfrei.
Musste ja bei SB anrufen und um Terminverschiebung bitten, :( wegen VDK Termin -der jetzt endlich ansteht.

SB meinte, wenn ich den Antrag nicht stellen würde, müsse ich halt in der Vermittlung mit bis zu 2 Bewerbungen pro Woche!!!!!!! rechnen.

Obwohl Sie meine Situation doch genau kennt. Für mich ist das mit einer Drohung, bzw. Schikane gleichzusetzen.
Sie wolle mir auch gerne einen Termin beim Teamleiter !! machen, der könne mir das dann nochmal erklären.

Mit dem Thema EMRente :doh: (ich weiß- ihr ratet mir dringend zu einer Beantragung :sorry:), ich will aber abwarten, was VDK sagt- auch wenn es aus eurer Sicht falsch ist zu zögern.

Da warten die doch nur drauf, von wegen Kostenträger!!

Bin mal gespannt, habe mittlerweile auch den Eindruck, dass der VDK immer den einfachsten Weg vorschlägt.
Nach dem Motto :"Machen Sie am besten was die wollen, das läuft schon. Ball flach halten und so"

Ich warte jetzt 4 Wochen auf einen Beratungstermin da. Tut mir leid, aber für mich ist alles neu, unabsehbar,undurchsichtig und ich fühle mich total ausgeliefert, hin und hergeschoben zwischen irgendwelchen Kostenträgern und Befindlichkeiten von SBs.

Dabei bin ich jetztgerade mal bei Monat 3 im ALG1.
Deshalb melde ich mich auch erst jetzt nochmal wieder im Forum .:sorry:

War sozusagen in "Schockstarre", die ganze Zeit und mache mir eben von morgens bis abends Sorgen.
Sollte ich nicht, weiß ich, ist aber leider so.:flame:

Danke schonmal für eure Nachsicht.
 
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Doppeloma

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#21
Hallo gingkobaum,

mal wieder habe ich deinen Beitrag etwas "aufgeräumt" denn so ein unsortierter Block ist eine Zumutung für die Leser von denen du doch eigentlich Antworten und Unterstützung erhoffst ... :sorry:

Nur nochmal zusammenfassend zu meinem Fall. Die Rente wegen Schwerbehinderung bekomme ich (dann mit 61 auf Antrag) 08.2019 - weil ich 07.58 geboren bin und einen GDBvon50 habe.
Wurde im Prinzip bereits verstanden, dein genauer Geburtsmonat war ja nicht bekannt, daher "fiktiv" mit 12/58 ausgerechnet.

Mein Anspruch auf ALG1 würde genau dann enden. Also übergangslos.
Was nichts daran ändert, dass die AfA deiner privaten Planung dazu bis dahin nicht folgen muss, und offenbar WILL die AfA das auch nicht, wie du ja aktuell schon feststellen musst.

Die Sache mit der Zurverfügungstellung, bzw. Mitwirkung habe ich schon verstanden, und auch so gesagt da.
Ist, wie ich jetzt merke aber wohl nur was für Hartgesottene, bin nicht hartgesotten :(, kann auch leicht in Psychoterror ausarten (gerade mit au), wie ich jetzt merke.
Es ist deine Pflicht wenn du Geld von der AfA haben willst, der Vermittlung zur Verfügung zu stehen, für bedingungslose "Renten-Vorbereitung" sind die nicht zuständig, das hast du (leider) noch immer nicht wirklich verstanden. :icon_evil:

Es ist egal was du ihnen dazu erklärt hast, die WOLLEN trotzdem (möglichst) NICHT zahlen müssen, bis dein Anspruch abgelaufen ist, damit du nahtlos in die Rente für Schwerbehinderte gehen kannst.

Der Grund ist recht einfach, aus dieser Rente hat die AfA keine Erstattungen mehr zu erwarten, wie das z.B. bei einer EM-Rente noch sein könnte ... wenn die mal rückwirkend in die ALGI-Zeit reichen würde.

Wegen eurer Nachfrage: Das Schreiben mit dem Antrag für berufliche Reha kommt von der Rehaabteilung der Afa und dort sollte er auch zurück.
Hat wohl meine SB wohlwollend angeleiert.
Das ist überhaupt NICHT "wohlwollend", welche Rechtsgrundlagen stehen drauf und welche konkrete Rechtsfolgen - Belehrungen gibt es, wenn du das nicht machst ???

Ich meine nicht das "allgemeine Bla-Bla" von der Mitwirkungspflicht, ich meine konkret angegebene Gesetze und §§ ...

Vielleicht würde der ja sowieso abgelehnt, wenn ich Glück habe - möchte ihn aber freiwillig garnicht stellen.
Und was könnte mir passieren, bei einer Zusage, in meinem Fall ?
Was passiert wenn du LTA beantragst (und die wird dir bewilligt, garantiert), das habe ich dir oben schon lang und breit beschrieben ... :icon_neutral:

Und was kommt dann? Medizinische Reha, oder was?
Dort steht übrigens sinngemäß, die Leistungen würden nach Sozialgesetzbuch IX erbracht, um meine Teilhabe am Arbeitsleben zu sichern.
Übersetzt = du sollst arbeiten gehen und dafür wird ein AG (über LTA) von der DRV finanziell unterstützt ... den Arbeitsplatz / AG musst du dir selber suchen, wenn die AfA was anzubieten hätte wärst du ja dort schon kein "Problemfall" mehr ...

Man will feststellen, ob und ggfl. in welchem Umfang die Leistungen erbracht werden. Ich soll den Antrag ausfüllen.
Man will prüfen, ob die BundesagenturfürArbeit oder ein anderer Träger für mich zuständig ist. Fehlende Mitwirkung im Rehaverfahren könne Auswirkungen haben (SGB II + SGB III).
Noch besteht ja KEIN Reha-Verfahren also brauchst du auch nicht "mitwirken", wer zuständig ist in deinem Falle habe ich dir oben auch schon geschrieben und das ist der AfA durchaus auch schon bekannt ... das ist GELABER ... :icon_laber:

Mit dem SGB II hast du bisher NICHTS zu tun also gelten die dortigen Bestimmungen auch nicht für dich. :icon_evil:

Dies ist doch für meine Situation total sinnfrei
Dass du dich weiter weigerst einfach die EM-Rente zu beantragen ist genau so sinnfrei ... 10,8 % weniger Rente sind dir in JEDEM Falle sicher, also WO ist dein Problem damit ???

Musste ja bei SB anrufen und um Terminverschiebung bitten, :( wegen VDK Termin -der jetzt endlich ansteht.
Was für einen Termin hast du telefonisch verschoben, man telefoniert NICHT mit der AfA, schon gar nicht verschiebt man Meldetermine (???) telefonisch oder war das nur der Abgabetermin für den Reha-Antrag (mündlich oder schriftlich erhalten nach § 309 SGB III) ???

SB meinte, wenn ich den Antrag nicht stellen würde, müsse ich halt in der Vermittlung mit bis zu 2 Bewerbungen pro Woche!!!!!!! rechnen.
Das hat sie dir am Telefon erzählt oder wie ... und du glaubst das auch alles unbesehen ???
Mit nachweislich laufendem Antrag auf EM-Rente würde man sicher vorerst KEINERLEI Bewerbungen mehr verlangen ...

Obwohl Sie meine Situation doch genau kennt.
Deine Situation ist der AfA und den SB sche**egal falls du das immer noch nicht gemerkt haben solltest, was die am Telefon erzählt kann dir allerdings auch vollkommen EGAL sein ...

Für mich ist das mit einer Drohung, bzw. Schikane gleichzusetzen.
Sie wolle mir auch gerne einen Termin beim Teamleiter !! machen, der könne mir das dann nochmal erklären.
Wenn das alles telefonisch war, würde ich da ein großes "faules Ei drüber schlagen", nun weißt du hoffendlich, dass Telefonate mit den SB keinen Sinn ergeben, du regst dich nur auf und fühlst dich "bedroht", sie hat ihr (vermeintliches) Ziel erreicht dir zu zeigen wer der "Herr im AfA-Hause ist".

Fakt ist, dass du Geld von der AfA bekommst und wenn du keinen Antrag auf EM-Rente stellst, dann bist du verpflichtet dich um Arbeit zu bewerben, das ist keine Drohung sondern eine gesetzliche Tatsache.

Deine Gefühle dabei kann ich durchaus nachvollziehen, mein Männe sollte sich auch bewerben, er war lt. AfA-ÄD zwischen 3 und 6 Stunden als Leistungsfähig begutachtet worden, er wurde dafür sogar noch zu einem ambulanten Orthopäden geschickt.

Sein 1. Antrag auf EM-Rente war inzwischen schon am Gericht und dank KK hatte er auch eine LTA (bei der DRV) beantragen müssen und bewilligt bekommen.

Seine AfA-SB war auch eine besonders "Nette", sie verlangte, dass er sich (3 mal monatlich) auf Minijobs als Pförtner bewerben sollte.
Obwohl er noch immer Vollzeit bei einer Sicherheitsfirma (für die gleiche Tätigkeit) angestellt war (also ruhendes Arbeitsverhältnis), die sich schon sehr gewundert hätte, wenn er dann wo anders im Minijob diese Arbeit machen könnte, für die er schon seit Jahren AU geschrieben war.

Daran war auch NICHTS "logisch", denn er sollte als Pförtner schon gesundheitlich gar nicht mehr arbeiten (müssen), das interessierte die Dame aber 15 Monate lang nicht im Geringsten.

So spielte er dieses "Trauerspiel" mit, bis sein ALGI abgelaufen war, wir brauchten ja das Geld, sonst hätten wir auch gerne anders gehandelt.
Wir klebten ihr brav für jeden Monat Zeitungs-Anzeigen mit entsprechenden Angeboten auf ein Blatt Papier, sie schaute dann im Termin (alle 4 - 6 Wochen musste er bei ihr antanzen = jede Einzel-Fahrt 1 Stunde mit dem Bus, egal wie es ihm gerade ging) kurz drüber und gab ihm die Zettel wieder zurück ...

Wirklich beworben hat er sich auf keine einzige Stelle aber sie hatte ihm (meinte sie) gezeigt "wo der Hammer hängt" ... leider konnte er nach den 15 Monaten noch nicht in Rente gehen, die Klage musste zurück genommen werden.

Wir mussten dann bald noch Hartz 4 beantragen ... nach 35 / 40 Jahren Arbeit und NUR wegen langer Krankheiten hatten WIR uns das auch nicht so vorgestellt. :icon_evil:

Da warten die doch nur drauf, von wegen Kostenträger!!
So ein Quatsch, für EM-Rente gibt es NUR die DRV, auf welchen Kostenträger soll die AfA denn da warten, für LTA steht der auch fest, du hast das "Spiel" noch lange nicht durchschaut ...

Bin mal gespannt, habe mittlerweile auch den Eindruck, dass der VDK immer den einfachsten Weg vorschlägt.
Nach dem Motto :"Machen Sie am besten was die wollen, das läuft schon. Ball flach halten und so"
Dazu kannst du ja schon genug hier nachlesen, die haben von AfA nach der Aussteuerung sowieso keine Ahnung aber auch das wurde dir schon geschrieben, für diese Auskunft hättest du keinen Termin beim VDK benötigt.

Deine eigenen Entscheidungen für DEIN Leben können die dir auch nicht abnehmen, im Moment bestimmt aber noch die AfA wo es lang gehen wird für dich.

Ich warte jetzt 4 Wochen auf einen Beratungstermin da. Tut mir leid, aber für mich ist alles neu, unabsehbar,undurchsichtig und ich fühle mich total ausgeliefert, hin und hergeschoben zwischen irgendwelchen Kostenträgern und Befindlichkeiten von SBs.
HIER wurde ja zumindest versucht dir etwas Klarheit zu verschaffen, du wirst doch gar nicht hin- und hergeschoben, dein Geld bekommst du aktuell von der AfA und da ist auch KEIN anderer Kostenträger zuständig zu machen im Moment. :icon_evil:

Eine LTA wäre eine "Mogelpackung" der DRV aus der DU auch KEIN Geld bekommst und die AfA muss trotzdem weiter zahlen, die DRV zahlt dir erst Rente wenn es soweit ist ODER vielleicht eine EM-Rente wenn du dich doch mal dafür entscheidest den Antrag zu stellen.

Du bist mit ganz falschen Erwartungen zur AfA gekommen, hast auf Verständnis für deine persönliche "Planung" gehofft und die AfA "spielt" nicht mit, je mehr du dich dagegen (mit den falschen Mitteln) wehrst umso intensiver wird man dich in die "Bewerbungs-Mangel" nehmen (wollen) ...

War sozusagen in "Schockstarre", die ganze Zeit und mache mir eben von morgens bis abends Sorgen.
Es ist immer blöd, wenn man feststellen muss, dass eine Behörde ihre Aufgaben anders umsetzen möchte, als man sich das selber "ausgemalt" hatte, davor haben wir dich aber seit deinem ersten Beitrag hier gewarnt ... :sorry:

MfG Doppeloma
 

gingkobaum

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#22
Hallo. Erstmal Danke für die schnelle Rückmeldung. :bigsmile: Das Telefonat mit der SB war wegen meines Wunsches, den mir gesetzten! Rückgabetermin dieses LTA Antrages zu verschieben -eben wegen dieser VDK Beratung vorher. Ich hatte übrigens einen verantwortugsvollen, qualifizierten, auch recht gut bezahlten Job. Von daher dürfen die mich doch sowieso nicht in irgendeine! Arbeit vermitteln, erstmal. Da gibt es doch Paragraphen. :idea:
Abgesehen davon nimmt mich wohl eh keiner mehr, mit 59,5+au+GDB50+berufsunfähig+ungekündigt+1Jahr vor Rente. Wenn die (mündlich) droht, ich müsse mich zweimal die Woche bewerben, dann möge man mir doch bitte Adressen nennen, oder? Mit den Eigenbemühungen?:doh: ist das doch auch so eine Sache. Die meisten in meinem Alter, die ich kenne, wurden tasächlich in Ruhe gelassen, bis auf ein paar pro forma Gespräche da, prophezeite mir auch am Anfang der VDK für meine Situation. Ich bin doch nur lästig und mache unnötige Arbeit ohne Aussicht. Ist vielleicht ja alles heiße Luft und die wollen mich nur einschüchtern- hat ja geklappt wie du schon sagtest. Melde mich gerne nächste Woche, was der "VDK Mann" nun tatsächlich rät. Bin höchst gespannt. Die Frage ist ja auch, wenn ich der Afa einen Rentenantrag vorlege, ob die mich dann wirklich in Ruhe lassen. Auf jeden Fall haben die dann gewonnen. Mit Kostenträger meinte ich, ... die Afa (ALG1) will nicht zahlen und wollen mich zur DRV(Rentenantrag) abschieben, die auch nicht zahlen wollen.
 

gingkobaum

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#23
Hallo, ich möchte mich nochmal melden. Inzwischen war ich beim DRV und habe dort, wie mir auch von euch schon lange empfohlen, :idea: einen Rentenantrag gestellt. Kopie der Antragsstellung jetzt zur Afa geschickt. Ich hoffe, die sehen das als Mitwirkungspflicht an und lassen mich jetzt ertmal in Ruhe.:doh: Wie sind eure Erfahrungen? Nun hat man mir beim DRV noch Formulare mitgegeben, die ich ausfüllen und hinterherschicken soll. R 210 und R 215. Gibt es da im Forum vielleicht Ausfüllhilfen? Möchte nicht zu viel reinschreiben, oder etwas Falsches. Komische Fragen wie, "haben Sie sich in den letzten zwei Jahren arbeitsunfähig gefühlt und sind trotzdem arbeiten gegangen?" "Haben Sie familiäre Probleme" oder "Was schätzen Sie, wieviel Stunden Sie noch arbeiten können."
 

Bitas

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#24
Hallo,

R210 füllst du einfach wahrheitsgemäß aus.
R215 ist freiwillig, (ich habe ihn gar nicht ausgefüllt) und zählt nicht zur Mitwirkungspflicht.
Das heißt, du schreibst was du vertreten kannst oder läßt ihn halt auch weg.

Gruß
Bitas
 

saurbier

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#25
Na endlich bist du nun unserem Rat gefolgt.

Also Formular R210 ist ja die Anlage zum Rentenantrag zur Feststellung der Erwerbsminderung, gehört also unbedingt zum eigentlichen Rentenantrag R100.

Da werden neben der beruflichen Qualifikation dann auch alle Ärzte und Kankenhausbehandlungen u.s.w. lediglich abgefragt.

Da sollte man schon so präzise wie möglich Auskunft geben, denn jeder Arzt oder jedes Krankenhaus da dich da mal behandelt hat, kann da auch wohlmöglich deinen Gesundheitszustand präzisieren, wenn die DRV dort wohlmöglich eine Abfrage nach medizinischen Unterlagen vornehmen sollte.

Falls - was wir mal nicht hoffen wollen, es zu einer Ablehung kommen sollte, dann müsstest du die Begutachtungsunterlagen von der DRV anfordern (steht dir rechtlich zu) um dann zu schauen, ob die DRV tatsächlich alle Unterlagen von den von dir angegebenen Ärzten etc. auch wirklich zur Abklärung angefordert hat. Das würde dir dann die notwendige Munition im Widerspruchs/Klageverfahren geben, denn zumeist fordert die DRV überhaupt keine ärztlichen Unterlagen an und stüzt ihre Entscheidung eher auf den letzten vorliegenden Rehabericht. Ist der wie du schreibst dann echt älter als 4 Jahre dürfte das Ergebnis daraus wohlmöglich auch nicht gerade besonders positiv ausfallen.

Das Formular R215 ist ein freiwilliges, dann kannst du dann deine Gesundheitseinschränkungen aus deiner eigenen Sicht den Herrschaften etwas näher bringen. ich hab es damals bei meiner Antragstellung zwar auch ausgefüllt, aber viele hier raten eher davon ab. Das bleibt eher deiner eigenen Entscheidung überlassen - ist eben freiwillig.

Noch eins möchte ich aber schon sagen, mit dem Rentenantrag ist noch nicht entschieden, dass dir die DRV nun auch tatsächlich eine Rente bewilligt. Zumeist kommen da eher im ersten Anlauf Ablehnungen heraus.

Auch könnte die DRV in deinem Fall auf die Idee kommen, es nochmals mit einer Rehabilitation zu versuchen, denn dort gilt nach wie vor der Grundsatz - Reha vor Rente -, zumal die DRV dann auch noch eine eigene medizinische Beurteilung aus der Hand ihrer eigenen Ärzte zur Verfügung hätte.

In deinem Fall ist es eher etwas verzwickt, denn in etwas mehr als einem Jahr könntest du zwar die SchwerB-Rente in Anspruch nehmen, allerdings hättest du auch noch weitere 6 reguläre Jahre in Arbeit vor dir bis die reguläre Altersrente greifen würde, was du allerdings gar nicht beabsichtigst.

Zwar hoffen wir immer aufs beste, aber dennoch sollte man im Hinterkopf sich auch Möglichkeiten vorbereiten, die einem eben nicht gefallen. Hier wäre sowas z.B. dann, wenn die DRV tatsächlich deinen Rentenantrag ablehnen würde.

Dann bliebe dir eben leider nur der Weg über den Widerspruch
und ggf. einer Klage.

Hier wäre dann für dich zumindest das Problem mit der AfA beseitigt, denn im Falle eines Rentenantrages lässt die die Mehrzahl der Antragsteller bis zu einer entgültigen Entscheidung der DRV in Ruhe.

Also warten wir nun einmal in Ruhe ab, welche Entscheidung die DRV treffen wird und schauen dann ggf. gemeinsam weiter.

Bis dahin wünsche ich dir erst mal alles gute.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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#26
Hallo saurbier,

das hast du schon sehr gut alles aufgeführt und erklärt. :idea:

Da sollte man schon so präzise wie möglich Auskunft geben, denn jeder Arzt oder jedes Krankenhaus da dich da mal behandelt hat, kann da auch wohlmöglich deinen Gesundheitszustand präzisieren, wenn die DRV dort wohlmöglich eine Abfrage nach medizinischen Unterlagen vornehmen sollte.
Soweit auch völlig richtig, allerdings sollte man sich auf die Rentenrelevanten medizinischen Unterlagen beschränken, nicht alles was man früher mal hatte (und als ausgeheilt anzusehen wäre) ist dafür wirklich wichtig.

Recht aktuelle Arzt-Befunde und Klinikberichte sollte man besser in Kopie direkt dem Antrag beifügen (so aus den letzten 2 - 3 Jahren je nach Umfang der Unterlagen), denn wie du schon selbst festgestellt hast, hält sich der Fleiß der DRV in sehr engen Grenzen sich das selber alles zu besorgen.

Falls - was wir mal nicht hoffen wollen, es zu einer Ablehung kommen sollte, dann müsstest du die Begutachtungsunterlagen von der DRV anfordern (steht dir rechtlich zu) um dann zu schauen, ob die DRV tatsächlich alle Unterlagen von den von dir angegebenen Ärzten etc. auch wirklich zur Abklärung angefordert hat.
Das mussten wir leider auch erst lernen, dass man sich darauf besser nicht verlassen sollte und die wichtigste medizinische "Munition" besser selber schon mit einreicht bei der Antragstellung, damit muss sich dann nämlich deren Med. Dienst schon im Antragsverfahren befassen und NICHT erst im Widerspruch.

Das würde dir dann die notwendige Munition im Widerspruchs/Klageverfahren geben, denn zumeist fordert die DRV überhaupt keine ärztlichen Unterlagen an und stüzt ihre Entscheidung eher auf den letzten vorliegenden Rehabericht.
So hat man doch etwas mehr Aussichten und ist nicht unbedingt darauf angewiesen, dass die DRV schon machen wird, was eigentlich auch ihre Pflicht wäre.

Ist der wie du schreibst dann echt älter als 4 Jahre dürfte das Ergebnis daraus wohlmöglich auch nicht gerade besonders positiv ausfallen.
Reha-Berichte oder bereits vorliegende DRV-Gutachten werden IMMER mit einbezogen, die dürfen auch gerne noch älter als 4 Jahre sein ... :icon_neutral:

Ein ganz extremes Beispiel habe ich bei einer guten Bekannten erlebt (ohne Einsicht in die Original-Unterlagen von ihr hätte ich gemeint: "Das gibt es doch gar nicht" :icon_evil:), sie bekam ihren Ablehnungsbescheid nach genau 9 Kalendertagen, man habe ihren Gesundheitszustand "gründlichst" geprüft ...

Im fristwahrenden Widerspruch wurde dann Akteneinsicht gefordert und es kam doch tatsächlich EIN Reha-Bericht der schon 7 Jahre alt war, damit war bereits ihr erster EM-Renten-Antrag abgelehnt worden.

Besonders unglaublich war aber der Inhalt dieses Reha-Berichtes, es wurde bereits zu dieser Zeit von einem "komplett aufgehobenen Leistungsvermögen" für den allgemeinen Arbeitsmarkt geschrieben und eine Besserung der Erwerbsfähigkeit für die Zukunft als eher sehr unwahrscheinlich angesehen ... :icon_dampf:

Der Widerspruch wurde auch sehr schnell und unprofessionell abgelehnt, die beauftragte (psychiatrische) Gutachterin lehnte eine Begutachtung rigoros ab als freundlich gefragt wurde, ob der Beistand mit dabei sein darf.
Postwendend kam der Widerspruchsbescheid, abgelehnt wegen verweigerter Mitwirkung ... bei der Klärung ihrer Erwerbsfähigkeit. :doh:

Sie musste also trotzdem noch (wieder) bis zum Gericht mit diesem 2. Antrag, dort war der Richter dann aber mal sehr schnell mit einer neuen Begutachtung, dann bekam sie endlich die EM-Rente (unbefristet) bewilligt.
Allerdings erst ab dem Tag der gerichtlichen Begutachtung wurde von der DRV die bestehende EM anerkannt ...

Das Formular R215 ist ein freiwilliges, dann kannst du dann deine Gesundheitseinschränkungen aus deiner eigenen Sicht den Herrschaften etwas näher bringen.... Das bleibt eher deiner eigenen Entscheidung überlassen - ist eben freiwillig.
Das sehe ich etwas anders, denn meine persönliche Einschätzung hat in dem ganzen Verfahren nie Jemanden von der DRV wirklich interessiert und ich empfinde diesen "Selbsteinschätzungs-Bogen" eher als Blick in die Glaskugel ...

Wer das später (vielleicht) mal zu meinem Nachteil ausnutzen könnte was ich darin für Angaben mache, das weiß auch keiner wirklich, Generationen brauchten solchen Mist NICHT auszufüllen um EM-Rente zu bekommen, warum also neuerdings diese Papierverschwendung ???

Ich selbst habe das verweigert, kam erstmalig mit dem Verlängerungsantrag, ging direkt in meine Altpapier-Kiste ...
Zumindest sollte man nicht versäumen das ausgefüllte Formular für sich zu kopieren, damit man später auch noch weiß, was man da so alles geschrieben (und für seine berufliche Zukunft so geplant) hatte ...

Geschadet hat es mir offenbar auch nicht, meine EM-Rente (es war sogar eine "Arbeitsmarktrente" vorher) wurde ohne Probleme auf "unbefristet" (als reguläre EM-Vollrente) verlängert.

MfG Doppeloma
 

saurbier

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#27
Hallo Doppeloma,

dank für die Präzisierung meiner Ausführungen, womit hoffentlich nun jeder den Vorgang der Antragstellung besser verstehen wird/dürfte.

Soweit auch völlig richtig, allerdings sollte man sich auf die Rentenrelevanten medizinischen Unterlagen beschränken, nicht alles was man früher mal hatte (und als ausgeheilt anzusehen wäre) ist dafür wirklich wichtig.
Im Bezug auf alte allgemeine medizinische Unterlagen sehe ich das auch und geb dir natürlich recht. Was nicht mit dem Rentenantrag in zusammenhang steht, braucht auch nicht beigefügt werden.

Richtig ist natürlich, dass man als Antragsteller am besten gleich die aktuellen Befunde in Kopie beifügen sollte (mitunter leider nicht jedem möglich mangels Kopiermöglichkeit), hab ich z.B. damals ja auch so gemacht.

Reha-Berichte oder bereits vorliegende DRV-Gutachten werden IMMER mit einbezogen, die dürfen auch gerne noch älter als 4 Jahre sein ...
Nun ja, dass war/ist mir schon klar, weshalb ich ja auch schrieb, das ich so meine Bedenken habe wenn bereits alte Reha-Unterlagen existieren. Da wird sich die DRV im jetzigen Antrag allzugerne drauf stürzen und nur zu gerne berufen, vor allem wenn da wohlmöglich eine volle Verfügbarkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt attestiert sein sollte.

Da wäre es dann im Falle einer möglichen Ablehnung eben unter Berufung auf den alten Rehabericht ggf. angeraten im Widerspruchsverfahren auf eine neue Reha zur Abklärung zu bestehen, denn wie wir ja alle wissen kann sich in 4 Jahren gesundheitlich sehr viel ändern. (Nur so als Empfehlung)

Der Widerspruch wurde auch sehr schnell und unprofessionell abgelehnt, die beauftragte (psychiatrische) Gutachterin lehnte eine Begutachtung rigoros ab als freundlich gefragt wurde, ob der Beistand mit dabei sein darf.
Postwendend kam der Widerspruchsbescheid, abgelehnt wegen verweigerter Mitwirkung ... bei der Klärung ihrer Erwerbsfähigkeit.
Na ja, dass ist doch auch nichts neues.

Ich denke da nur an meinen letztmaligen Rentenantrag aus 2012, damals kam auch ganz schnell die Ablehnung des Widerspruches - Tenor man halte sich an das Urteil des BSG -.

Selbst jetzt auf meinen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X für den sich die DRV doch ein ganze Jahr ließ, kam nur eine banale Begründung hervor, dergestalt wie die Rechtslage eben eine Aufhebung und Rückforderung vorschreibt. Auf den Umstand dass die Rechtslage (Aufhebung der bisherigen BU-Rente und neuer Bescheid mit Arbeitsmarktrente, trotz ungekündigter Arbeitsstelle) vollkommen falsch angewandt wurde ging man nur dergestalt ein, dass ich dafür einen extra Überprüfungsantrag zu stellen hätte - was für ein unfug. Ich sag dazu nur Kausalität.

Das sehe ich etwas anders, denn meine persönliche Einschätzung hat in dem ganzen Verfahren nie Jemanden von der DRV wirklich interessiert und ich empfinde diesen "Selbsteinschätzungs-Bogen" eher als Blick in die Glaskugel ...
Na ja, das mag ich von hier vielleicht ein wenig anders beurteilen. Klar weiß niemand, welche Auswirkungen solch eine Eigeneinschätzung nun hat und ob sich sowas überhaupt ein Endscheidungsträger bei der DRV anschaut.

Ich hab den Bogen auch nur bei der ersten Antragstellung beigefügt. Bei den bisherigen Verlängerungen lag der den Unterlagen eh schon nicht mehr bei.

Ich hab deshalb ja auch geschrieben, dass es jedem selbst überlassen bleibt. Es mag ja Leute geben, welche auch eine überzeugende Darstellung ihrer bereits medizinisch attestierten gesundheitlichen Einschränkungen im Bezug auf ihren täglichen Alltag sehr gut beschreiben können.

Wer sich sowas nicht zutraut, der sollte es dann besser lassen.


Vom Grundsatz her gilt aber für jeden Antragsteller,
1. sich alle Befunde vorab für seine eigenen Akten zu Kopieren,
2. von allen ausgefüllten Antragsformulare vor dem Absenden selbst eine Zweitschrift zu den Akten zu legen,
3. jedes wichtige Behördenschreiben (Anträge/Widersprüche/Klageschriften) auf sicherem Weg zu versenden (Einschreiben, Einschreiben mit Rückschein), denn wir wissen ja, wie selten Anträge und plötzlich Widersprüche bei den Behörden ankommen und sei es nur um Fristen einhalten zu können.


Grüße saurbier
 

gingkobaum

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#28
Hallo nochmal.

Hatte ja nun meinen DRV Antrag verschickt. Nun ca. 8 Wochen später erhalte ich schon einen Termin bei einem Gutachter (Psychologe, Psychiater, Neurologe). :doh:
Von mir aus hätten die sich noch Zeit lassen könne.

Der Termin ist in 14 Tagen. Lese da ja wahre Horrorgeschichten, was da manchmal abgeht bei den Gutachtern, und was das oft für Typen sind.
Meiner hat recht üble Bewertungen. Soll 3 Stunden Zeit mitbringen. Hilfe. :/ Ich habe nun schon einigens an Befunden beigefügt. Trotzdem steht im Anschreiben nun, ich solle alles mitbringen, was mir so an Befunden und CDs etc. vorliegt.

Denke, die haben im Vorfeld weiter nichts eroriert. :( Manche sagen, man soll zuhause schon mal vorab einen Tagesablauf (was schreibt man da??) und nochmal alle Beschwerden in Bezug auf das was man nicht mehr kann aufschreiben und zum Gutachtertermin mitbringen.

Kann mir aber vorstellen, dass der gute Mann da keinen Wert drauflegt, sauer wird und der Schuss nach hinten losgeht.
Nach dem Motto, "wenn der Patient noch seitenweise Abhandlungen schreiben kann, ist der auch noch arbeitsfähig." :rolleyes:

Auf der anderen Seite hab ich Sorge, wichtige Punkte vor Aufregung und Unsicherheit bei dem Termin zu vergessen.
Was ist eure Meinung dazu?

Noch was: Ich bekommer seit einigen Monaten Tabletten verschrieben (Psyche).
Nehme die aber nicht gerne- Nebenwirkungen, helfen nicht - und habe sie zuletzt weggelassen.
Erkennt der Psychologe das, bei einem etwaigen Bluttest?

Wenn ich nämlich angebe, dass ich die Tabletten nicht nehme, kann es wiederum als mangelnde Mitwirkungspflicht ausgelegt werden, oder?

Ps. Von der Afa habe ich zumindest seit dem Rentenantrag nichts mehr gehört.
Danke euch für kurze Tipps zu meinen Fragen.

MfG
 
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Doppeloma

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#29
Hallo gingkobaum,

bitte schreibe nicht so "kompakte Blöcke", das lesen viele User gar nicht erst, besonders denen, die dir sinnvoll antworten könnten, ist das meist zu anstrengend ... DANKE

Hatte ja nun meinen DRV Antrag verschickt. Nun ca. 8 Wochen später erhalte ich schon einen Termin bei einem Gutachter (Psychologe, Psychiater, Neurologe).
Von mir aus hätten die sich noch Zeit lassen könne.
Daraus alleine kann man noch keine besonderen Schlüsse ziehen wollen, hast du denn deine Ärzte mal gefragt, ob sie angeschrieben wurden nach der Antragstellung von der DRV ?

Der Termin ist in 14 Tagen. Lese da ja wahre Horrorgeschichten, was da manchmal abgeht bei den Gutachtern, und was das oft für Typen sind.
Meiner hat recht üble Bewertungen.
Dann höre auf das im Internet herausfinden zu wollen, wie der das wohl bei einer Begutachtung zur EM-Rente halten wird kannst du dort sowieso nicht erfahren. :icon_evil:
Was Patienten mit psychischen / neurologischen Problemen so geschrieben haben, weil es nicht so lief wie erwartet, das solltest du nicht so ernst nehmen.

Zu meinen DRV-"Gutachtern" habe ich damals im Netz gar nichts gefunden, du solltest versuchen da ganz "neutral" heran zu gehen, wie man es von einem Gutachter (eigentlich) auch erwarten darf.

Soll 3 Stunden Zeit mitbringen. Hilfe. :/ Ich habe nun schon einigens an Befunden beigefügt. Trotzdem steht im Anschreiben nun, ich solle alles mitbringen, was mir so an Befunden und CDs etc. vorliegt.
Das steht (fast) immer drin in den Einladungen, inzwischen scheinen schon alle davon auszugehen, dass jeder seine Krankenakte zu Hause vorliegen hat.
Eigentlich ist der Auftraggeber (also die DRV) durchaus verpflichtet dem Gutachter die bereits vorhandenen medizinischen Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

Sonst kann der ja komplett "nur im Nebel stochern", das geht aber auch nur wenn die DRV sich überhaupt schon näher nach deinen aktuellen Gesundheits-Problemen irgendwo informiert hat.

Denke, die haben im Vorfeld weiter nichts eroriert.
Soweit das deine Ärzte betrifft kannst du das ja dort selber erfragen, zudem wird ja auch hier immer wieder empfohlen schon dem Antrag wichtige medizinische Unterlagen beizufügen, eben weil die DRV das meist nicht umfassend genug selbst erledigt.

:( Manche sagen, man soll zuhause schon mal vorab einen Tagesablauf (was schreibt man da??) und nochmal alle Beschwerden in Bezug auf das was man nicht mehr kann aufschreiben und zum Gutachtertermin mitbringen.
Ich selbst habe das nie gemacht, es gab da auch nicht viel aufzuschreiben, einen sogenannten "geregelten Tages-Ablauf" hatte ich ja krankheitsbedingt gar nicht mehr ... :icon_evil:

Genau das habe ich auch geantwortet wenn ich direkt danach gefragt wurde ... selbst dann kann noch jedes Wort "im Munde umgedreht" werden ...

Was ich so mache den Tag über wurde schon gefragt und ich habe erklärt, dass ich meist NICHTS mache, weil ich mich nicht aufraffen (antriebslos bin) kann, obwohl ich weiß und auch SEHE was zu tun wäre ...
Ich sitze dann herum (ich zumindest bin nie komplett im Bett geblieben) und starre auch mal stundenlang auf den TV (anstatt an die Wand), ohne zu wissen was da gerade läuft (weil es mich auch nicht interessiert) und warte "dass auch dieser Tag wieder vergeht" ...

Im Gutachten stand dann geschrieben: " gibt an, viel fernzusehen" ... ja klar, dafür braucht man schließlich Zeit und die EM-Rente ... so war das jedenfalls sinngemäß formuliert ... was für mich eher ein total schrecklicher Zustand war ... :doh:

Kann mir aber vorstellen, dass der gute Mann da keinen Wert drauflegt, sauer wird und der Schuss nach hinten losgeht.
Nach dem Motto, "wenn der Patient noch seitenweise Abhandlungen schreiben kann, ist der auch noch arbeitsfähig."
Richtig und wer den Tag vor dem TV verbringt fühlt sich durch berufliche Verpflichtungen nur daran gehindert seinen eigentlichen persönlichen Interessen nachzugehen ... :doh:

Ich hatte allerdings im gesamten psychiatrischen "Gutachten" nicht den Eindruck, dass andere Antworten irgendwas am Ergebnis geändert hätten ...

Die Praxis des Psychiaters war überfüllt (vermutlich nicht nur an diesem Tage), als Arzt war der vielelicht sogar "beliebt", mich hat er nur noch kurz körperlich untersucht, nach dem langen Gespräch mit seiner Assistenzärztin.

Er hatte also alles nur aus "2. Hand" und hat sich an ihren Notizen (und ihrem persönlichen Eindruck von mir) orientiert dabei, dass es so gar nicht zulässig war, wußte ich damals auch noch nicht. :icon_evil:

Auf der anderen Seite hab ich Sorge, wichtige Punkte vor Aufregung und Unsicherheit bei dem Termin zu vergessen.
Was ist eure Meinung dazu?
Mach dir ruhig einen kleinen "Spickzettel", den kannst du ja in der Tasche lassen wenn du den Eindruck hast, es wäre nicht angebracht den zu Hilfe zu nehmen und medizinische Unterlagen solltest du dir noch mal aktuell bei deinen Ärzten ausdrucken lassen.

Auch in Kopie mitnehmen und bei Bedarf / Interesse zur Ergänzung dort lassen, würde ich aber erst im Untersuchungszimmer dem Arzt direkt anbieten, nicht schon an der Anmeldung abgeben.

Du wirst da etwas "aus der Situation heraus" agieren müssen, also versuche trotzdem einen möglichst klaren Kopf zu behalten, auch wenn ich weiß wie schwer das umzusetzen sein wird.

Noch was: Ich bekommer seit einigen Monaten Tabletten verschrieben (Psyche).
Nehme die aber nicht gerne- Nebenwirkungen, helfen nicht - und habe sie zuletzt weggelassen.
Na-Ja, verschreiben alleine bringt ja nichts, wenn du mit deinem Arzt nicht mal offen über Wirkungen und Nebenwirkungen sprichst ... :icon_evil:

Wie lange hast du die denn überhaupt regelmäßig eingenommen, es dauert meist mehrere Wochen, bis man da überhaupt was merkt ob die helfen oder nicht.
Die Nebenwirkungen der ersten Tage muss man dabei meist (versuchen) zu tolerieren, jedenfalls wenn das möglich ist ...

Sonst sollte das Präparat lieber gewechselt werden, es bringt besonders DIR jedenfalls NICHTS "so zu tun, als ob" und die verordneten (meist teuren) Medikamente dann gar nicht zu nehmen.

Ich bin ganz gewiss KEIN Fan von Psychopharmaka, habe selbst nur einen "Test" (meinem DOC zum Gefallen) gemacht und nach einigen Wochen (und 15 Kilo schwerer) dankend darauf verzichtet.

Denn eine Verbesserung meiner Psyche konnte ich nicht feststellen, es wurde eher noch schlimmer durch die ungewohnten "Fress-Attacken" und die schnelle Zunahme, die ich gar nicht an mir kannte.

Habe ich aber auch bei meinem Psychiater offen angesprochen, dass ich die abgesetzt habe und auch keine weiteren Experimente mehr machen werde.
Hat er dann akzeptieren (müssen) zumal auch meine Kardiologen nicht "begeistert" waren vom Ergebnis ... für meine Herzbelastung.

Erkennt der Psychologe das, bei einem etwaigen Bluttest?
In der Regel machen die dort keine Blut-Abnahmen, erkennen kann man allerdings dabei, ob verordnete Medikamente auch (regelmäßig) genommen wurden.

Ein Orthopäde (auch DRV-Gutachten) hat bei Männe mal Blut abnehmen lassen, nur zu diesem Zwecke, um später in das Gutachten zu schreiben, dass die bisherige Dosis (aus seiner Sicht) zu gering "scheint" und Männe mit mehr (und höher dosierten) Opiaten auch in der Lage sei (ohne "unzumutbare" Schmerzen) Vollzeit zu arbeiten ... :doh:

Damit hätte er wahrscheinlich gar nicht mehr aufstehen können, denn es gab ja auch noch umfassende internistische Probleme, die den aber gar nicht interessiert hatten dabei. :icon_evil:

Wenn ich nämlich angebe, dass ich die Tabletten nicht nehme, kann es wiederum als mangelnde Mitwirkungspflicht ausgelegt werden, oder?
Es gibt KEINE Mitwirkungspflicht Tabletten einzunehmen, die man nicht verträgt und/ oder deren heilsamen Wirkungen man selbst kein ausreichendes Vertrauen entgegen bringen KANN ...

Dazu gibt es hier auch oft sehr kontroverse Diskussionen aber man muss schon selbst wenigstens die Hoffnung haben, dass es helfen könnte, sonst kommen auch Nebenwirkungen schon (fast) wie "auf Bestellung" ...

Das ist ein medizinischer "Eingriff in den Körper", ebenso wie eine OP, zu der man auch Niemanden zwingen KANN, denn für das "gewünschte" (positive) Ergebnis kann letztlich auch KEIN Arzt die Garantie übernehmen ... :icon_evil:

Das Risiko trägt alleine der Patient als der Betroffene ... darum ist das auch eine SEHR wichtige Grenze der Mitwirkung und sogar gesetzlich geregelt ... in § 65 SGB I

Es gibt Menschen, die ohne solche Medikamente gar nicht "lebensfähig" wären (kenne ich auch persönlich Welche) aber ich selbst zähle mich auch nicht dazu und habe mir sehr oft sagen lassen müssen: "Dann wird es so schlimm nicht sein und du wirst nie EM-Rente bekommen" ... :doh:

Das waren meist Menschen die mich gar nicht gut genug kannten, um das wirklich beurteilen zu können, leider gehören auch besonders viele DRV-Gutachter in diese Kategorie ...

Ich würde trotzdem besser bei der Wahrheit bleiben und nicht angeben bestimmte Medikamente zu nehmen wenn das nicht stimmt, du kannst ja zugeben, dass du wegen heftiger Nebenwirkungen abgesetzt hast und man nun weiter überlegen muss ... :icon_evil:

Dass die AfA dich aktuell in Ruhe lassen wird war anzunehmen, spätestens nach einem Bescheid von der DRV werden die auch wieder "munter" ...

MfG Doppeloma
 

gingkobaum

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#30
Hallo,
war nun beim Gutachter (vor ca. 4 Wochen) und warte jetzt auf den Bescheid der DRV.
Eine Bitte: Wollte gerne eine Frage zu einem neuen Thema einstellen. Wie macht man das? :idea:

Thema: Seit 2016 arbeitsunfähig, dauerhaft au, ausgesteuert, arbeitslos gemeldet, ungekündigt, Rentenantrag gestellt.

Wo kann ich was zu den aufgelaufenen Urlaubsansprüchen finden? Erhalte dazu und lese die unterschiedlichsten !! Auskünfte. :doh:
Mein Arbeitgeber hat wohl auch nicht wirklich die Ahnung. Geht wohl in Richtung Arbeitsrecht - Bundesurlaubsgesetz und so. VDK weiß wieder mal nichts Genaues. Welche Stelle ist da wirklich zuständig und kann mir eine rechtssichere (kostenfrei) Auskunft geben -ohne, dass ich mir direkt einen Anwalt nehmen muss? Kann ja wohl nicht ein so großes Geheimnis sein.
Danke euch für einen konkreten Rat.

PS : Mir ist klar:Anspruch habe ich wohl erst, nach Beedigung des Arbeitsverhältnisses. Rente oder Kündigung.
 

Doppeloma

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#31
Hallo gingkobaum,

war nun beim Gutachter (vor ca. 4 Wochen) und warte jetzt auf den Bescheid der DRV.
Welchen Eindruck hattest du von der Begutachtung, hast du ein Gedächtnisprotokoll zum (möglichst genauen) Ablauf geschrieben ?

Wäre schon nett (und für andere Betroffene interessant) wenn du dazu etwas mehr berichten würdest ...

Eine Bitte: Wollte gerne eine Frage zu einem neuen Thema einstellen. Wie macht man das?
Thema: Seit 2016 arbeitsunfähig, dauerhaft au, ausgesteuert, arbeitslos gemeldet, ungekündigt, Rentenantrag gestellt.
Das würde ich dir nicht empfehlen, das gehört doch alles zusammen, du kannst deine Fragen dazu gerne hier weiter stellen ... so findet jeder Leser gleich den Zusammenhang.

Deinegeplante Überschrift enthält ja gar keine Frage ... :bigsmile:
Im Prinzip kannst du in jedem Forenbereich ein (passendes / neues) Thema eröffnen (immer auf der "Startseite" oben links), bei Fragen die mit deiner langen Krankheit und dem Rentenantrag zu tun haben, solltest du besser HIER bleiben ...

Wo kann ich was zu den aufgelaufenen Urlaubsansprüchen finden? Erhalte dazu und lese die unterschiedlichsten !! Auskünfte.
Dazu gibt es hier im Bereich auch schon einige Fragen und Antworten, im Moment ist das noch völlig unwichtig für dich, denn das hat erst Relevanz wenn dein Arbeitsverhältnis mal beendet wird.

Mein Arbeitgeber hat wohl auch nicht wirklich die Ahnung. Geht wohl in Richtung Arbeitsrecht - Bundesurlaubsgesetz und so.
Dein AG wird schon "Ahnung" haben, wenn es nicht gerade ein kleiner "Einzelunternehmer" ist, der noch nie jemanden als Mitarbeiter hatte, der länger krank wurde und direkt daraus in eine Rente gegangen ist. :bigsmile:

Von "Urlaubsabgeltung" sollte er trotzdem schon mal was gehört haben, denn die muss auch gezahlt werden wenn man jemanden entlässt (oder der selber geht) und der Urlaub noch offen war (z.B. auch wegen Krankheit bis zum Ende der Kündigungsfrist oder bei einem Aufhebungsvertrag).

VDK weiß wieder mal nichts Genaues.
Der VDK weiß nie was "Genaues" wenn es um Arbeitsrecht geht, der weiß auch nicht viel wenn es um ALGI nach einer Aussteuerung geht ... :icon_evil:

Welche Stelle ist da wirklich zuständig und kann mir eine rechtssichere (kostenfrei) Auskunft geben -ohne, dass ich mir direkt einen Anwalt nehmen muss? Kann ja wohl nicht ein so großes Geheimnis sein.
Ist ja auch kein Geheimnis, kostenfreie Auskünfte (aus eigenen Erfahrungen damit) kannst du dazu HIER reichlich bekommen, "rechtssicher" gibt es NUR gegen Bezahlung vom Anwalt ... :icon_hihi:

Mir ist klar:Anspruch habe ich wohl erst, nach Beedigung des Arbeitsverhältnisses. Rente oder Kündigung.
Das ist richtig, denn erst zu diesem Zeitpunkt steht ja fest, dass du deine Urlaubsansprüche auf dem üblichen Wege nicht mehr nutzen KANNST (du machst Urlaub und der AG bezahlt dich in der Zeit) ...

Es bleibt also zunächst mal abzuwarten, ob und wenn ja ab WANN genau dir eine EM-Rente bewilligt wird, bis dahin "ruht" dein Arbeitsverhältnis, wenn es von keiner Seite (gemäß Arbeitsvertrag) ordentlich gekündigt wird.

Dann wird noch wichtig sein, ob deine EM-Rente befristet bewilligt wird, in diesem Falle bleibt ein bestehendes Arbeitsverhältnis (meist) weiter "ruhend" bestehen, um die Möglichkeit offen zu halten, dass du nach Ablauf der Befristung dort (vielleicht) wieder arbeiten könntest.

Das führt also noch nicht zwingend zum Ende des Arbeitsvertrages, du selbst solltest zumindest deinen Arbeitsplatz nicht freiwillig (durch Eigenkündigung oder Aufhebungsvertrag) beenden, dein Urlaubs-Anspruch geht dir trotzdem nicht verloren.

Du bekommst allerdings nicht Jahre rückwirkend dann ausgezahlt sondern (immer) die letzten 15 Monate vor dem Ende des Arbeitsvertrages gelten als Anspruch ...

Das ist jetzt nur eine grobe Erklärung, genau kann man das erst berechnen wenn klar ist, ab wann du welche EM-Rente (befristet oder unbefristet) beziehen wirst und ab wann dein Arbeitsverhältnis deswegen beendet sein wird.

Ich selbst war auch noch fest angestellt über die erste EM-Rente mit Befristung, mein Arbeitsverhältnis hat weiter "geruht", wie seit der Aussteuerung aus dem Krankengeld.

Bei der ersten Verlängerung wurde mir dann "unbefristet" (bis zum Eintritt in die Altersrente) weiter bewilligt und damit wurde mein Arbeitsverhältnis dann OHNE Kündigung beendet (wegen der EM-Dauer-Rente aufgelöst lt. Arbeitsvertrag).

Zusammen mit der (schriftlichen / nachweislichen) Information zu diesem EM-Rentenbescheid habe ich dann bei meinem AG die Auszahlung der Urlaubsabgeltung nach Ende des Arbeitsvertrages beantragt, entsprechend der gesetzlichen Regelungen.

Es gab bis dahin mehrere gesetzliche Änderungen dazu und ich konnte / wollte mich nicht auf eine bestimmte Anzahl von "offenen" Urlaubstagen festlegen.

Auch aktuell kann es noch zwischen gesetzlichen Urlaubstagen (also lt. Bundes-Urlaubsgesetz) und Urlaub nach Tarif / Arbeitsvertrag schwanken, der Mindest - Urlaub nach Gesetz ist aber zwingend "abzugelten", der Urlaub "verfällt" also NIE komplett. :icon_evil:

Meine Firma war dann doch recht großzügig und hat wohl den Tarif-Urlaub ausgezahlt, man sollte das auch unbedingt (beim AG) dann schriftlich / nachweislich einfordern, sonst kann das schnell unter die Verjährung von "offenen Lohnansprüchen" fallen.

Teilweise werden wohl Dauerkranke auch deswegen nicht einfach entlassen, weil das eben mindestens die "Urlaubs-Abgeltung" fällig werden lässt ... im "ruhenden" Arbeitsverhältnis hat man noch keinen Anspruch darauf. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

gingkobaum

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#32
Hallo Doppeloma...

Danke für deine ausführliche Antwort.
Beim Gutachter (Psychiater, Neurologe) war ich zum Termin tatsächlich die angegebenen 3 Stunden.
Bin püntlich zum Termin mit allen meinen Unterlagen hin (wurde gebracht).

Zuerst ultrakurzes Arztgespräch, warum ich da sei und um was es genau geht.

Dann wieder Wartezimmer. Nach einer halben Stunde wieder aufgerufen. Es wurde ein EEG gemacht.
Das hat schon gedauert. Dann wurden, weil ich unter Schwindel und HWS Syndrom leide noch Nervenmessungen vorgenommen.

Wieder Wartezimmer und dann noch ein Konzentrationstest (Buchstaben in mehreren Reihen ankreuzen in bestimmter Zeit). Jetzt, das Wartezimmer leerte sich mittlerweile ging es zum Gutachtergespräch.
Ich wurde kurz gefragt, welche Beschwerden ich hätte, und der Grund meiner Krankschreibung ergefragt.

Dann wurden mir in loser Reihenfolge ziemlich zügig hintereinander kurze Fragen gestellt.
Über Dauer der Krankschreibung, Schulbildung, Familienstand, Kinder, wie ich wohne, Hobbys!, was ich so den Tag über mache, ob ich mit dem Auto bin, welche Beschwerden ich habe und bei welchen Ärzten ich in Behandlung bin.

Bei allem wurde Zeiten und Namen, etc. abgefragt - obwohl dem Arzt ja alles vorlag!!
Ich musste eigentlich garnicht viel erzählen, sondern eigentlich nur Antworten geben.
Der Arzt kritzelte alles auf ein Blatt Papier. Ziemlich unstrukturiert, wie meine.

Dann folgte eine Untersuchung - neurologischer Art. Wo ich Schmerzen hätte, mit Hämmerchen geklopft, auf einem Bein hüpfen usw. Zack -
- waren drei Stunden um und ich konnte gehen.

Fazit: Habe heute Post erhalten. Rente wird abgelehnt.
Könnte noch mehr als 6 Stunden arbeiten.

Da ich vor 1961 geboren bin hieß es in einem Nebensatz gleichzeitig, ich sei auch nicht berufsunfähig und könnte also in meinem alten Beruf arbeiten.
So ist diese teilweise EM Rente bei Berufsunfähigkeit für die auch vom Tisch. :icon_eek:

Obwohl der ärtzliche Dienst vom AA und ein Neurologe mir unabhängig voneinander bescheinigt haben, ich sei berufsunfähig. - heul - :(

Und nun? Wollte morgen direkt beim VDK anrufen. Natürlich auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Aber da krieg ich bestimmt keinen Termin so schnell.

Jetzt geht alles wieder von vorne los. Was hab ich nun erfahrungsgemäß vom Arbeitsamt zu erwarten.
Laden die mich jetzt direkt wieder ein?
Nach dem Motto, "da können Sie ja wieder arbeiten gehen."

Oder sind die in der Regel erstmal beruhigt, wenn ich einen Widerspruch vorlege?
 
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gingkobaum

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#33
Hallo Doppeloma. Entschuldigung, werde versuchen nicht immer in Blöcken zu schreiben. :sorry: Danke fürs Auflockers meines Textes.


Ich war inzwischen beim VDK , hatte Glück mit dem Termin, dort hat man in meinem Namen einen Widerspruch an die DRV gefaxt. Habe dem VDK Handlungs- und Einsichtsvollmacht in meiner Sache gegeben. Kopien des Gutachtens sind angefragt. Meine Stellungnahme, bzw. Widerspruchsgründe sollen dann später nachgereicht werden.


Fraglich ist erstmal, wie lange es dauert, bis die Unterlagen eintreffen. Zweitens , was soll ich dann nachreichen? Eine eigene Stellungnahme meiner Beschwerden und Beeinträchtigungen, die vielleicht nicht genug gewürdigt wurden? Habe hier im Forum jedoch oft gehört, das die DRV daran garnicht interessiert ist - was man persönlich meint, wie es einem geht ?! :doh:


Bei meinen Ärzten wurde nicht angefragt, wie es aussieht. Muss ich nun nochmal Berichte bei den Ärzten anfordern, oder macht das die DRV dann im Rahmen des Widerspruchs automatisch?


Ich kann jetzt schon sagen, dass der Gutachter einiges nicht wirklich gewürdigt hat, bzw. als genügend therapiert (Krebsleiden wurde bestrahlt ist aber noch nicht geheilt) ansieht. Die psychologische Seite (Hauptgrund für meinen Rentenantrag) wurde damit wohl auch gleich abgehakt, nach dem Motto : Jetzt muss es ja wieder besser gehen. Mein Hausarzt hat mich zuletzt mit Anpassungstörungen und Lymphom (Diagnoseschlüssel) au geschrieben.


Vielleicht sollte er diesen ändern/anpassen (Depressionen- etc. s.o.), oder kriege ich dann Probleme mit der AfA . Da soll man die au doch einreichen, sagen die, wenn sich die Diagnose ändert.


Bandscheibenschäden (NPPs), Schmerzen, Fibromyalgie, soziale Phobien, Angststörungen, Depressionen, Agrophobie, Anpassungsstörungen , Schwindel, Tinnitus ... und und weswegen ich schon 2 Mal in Rehas und war, wurden da wohl mal eben vom Tisch gefegt oder als nicht so schlimm angesehen. :doh:


Hab mich beim Gutachtertermin vielleicht auch nicht richtig vehalten, oder blöd geantwortet. Geht mir jetzt seit Wochen durch den Kopf, was der so gefragt hat und wie ich reagiert bzw. geantwortet habe. :doh: Ging alles nach Schema F als ich da war, war total durch den Wind. :icon_laber:


Ich hoffe nur, ich kann das noch heilen durch diesen Widerspruch und meinen und den Erläuterungen/Bericht (was schreibt man da ?) des Hausarztes- ... , der mich schon seit Jahren in meiner Krankengeschichte begleitet.


Danke !!!! schonmal für Antwort oder Erläuterungen dazu.
Muss da ja langsam was vorbeiten zum Widerspruch, träume schon jede Nacht davon. :( :idea:
 

Kerstin_K

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#34
Wass die als Widerspruchsbegründung abgibst kannst Du erst wissen, wenn Du das sozialmedizinische Gutachten kannst.

DAs Deine Ärzte nicht angeschrieben wirden ist wieder mal typisch DRV. Ih fage mich echt, wozu man denen noch eine Schweigepflichtentbindung erteilt.

Der AfA eine Änderung der Diagnose auf Deiner AUB mitzuteilen, das lass mal schön bleiben, das geht die gar nichts an.

Du könntest aber schonmal anfangen, aussagekräftige Unterlagen von Deinen Ärzten einzusameln. Nichts, was die jetzt extra schreiben,sodern das, was se eh in der Krankenakte haben. DAs solltest Du dann der Widerspruchsbegründung beilegen.
 
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#35
Zitat:
Habe direkt einen Termin bei einem SB- Vermittlung bekommen, der mir alles Weitere erklären würde ?? Nun bin ich wie vor den Kopf gestossen.

Hallo was ist eine SB-Vermittlung? Wo gibt es die? Danke und Gruß.
 

gingkobaum

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#36
Hallo . Mit SB Vermittlung meinte ich:
Sachbearbeiter von der Afa aus der Vermitlungsabteilung. :icon_mrgreen:
 

gingkobaum

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#37
Vielleicht liest das jemand -Doppeloma oder so, der mir eine Antwort geben kann. Danke.

Habe nun Widerspruch gegen den abgelehnten Rentenbescheid eingelegt. Bin im Bezug von ALG1. Was passiert, bzw. wie wird es mit dem ALG1 verrechnet, falls ich im Widerspruchsverfahren eine BU Rente (teilweise EM Rente für 1961 geborene) zugesprochen bekäme?
 

Doppeloma

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#38
Hallo gingkobaum,

Habe nun Widerspruch gegen den abgelehnten Rentenbescheid eingelegt.
hast hoffendlich auch eine schriftliche Bestätigung darüber, um der AfA deinen eingelegten Widerspruch nachzuweisen ?

Was ist nun mit der Begründung deines Widerspruches, hast du Arztberichte besorgen und beifügen können ???

Bin im Bezug von ALG1. Was passiert, bzw. wie wird es mit dem ALG1 verrechnet, falls ich im Widerspruchsverfahren eine BU Rente (teilweise EM Rente für 1961 geborene) zugesprochen bekäme?
Das wissen wir ja schon, dass du im Rahmen der "Nahtlosigkeit" ALGI bekommst.
Was war denn nun bei deinem Termin der Arbeitsvermittlung oder kommt der erst noch ?

Warte doch erst mal ab was überhaupt passiert mit deinem Widerspruch, so schnell bekommt man auch keine BU-Rente von der DRV bewilligt, nur weil man Widerspruch eingelegt hat. :icon_evil:

Im Ablehnungsbescheid sollte ja dazu schon was drin stehen, warum man dir auch keine DRV-BU-Rente zahlen wird, das wird ja immer mit geprüft bei den noch berechtigten Jahrgängen, dazu ist die DRV verpflichtet.

Nachträglich war ich jedenfalls froh, dass man diese BU-Rente auch abgelehnt hatte (weil ich keinen "Berufsschutz" mehr hatte im aktuellen Job, der war "angelernt") und es viel zu lange her war im Beruf tätig gewesen zu sein.

Damit kann man nämlich nicht viel anfangen, weil man zur "halben" Rente dann noch Vollzeit arbeiten können soll, am "Allgemeinen Arbeitsmarkt", es besteht also auch KEIN Anspruch auf die "Arbeitsmarkt-Rente" ... :icon_evil:

Wie das dann bei der AfA geregelt wird weiß ich nicht, dazu gibt es (vermutlich) auch nicht viele Erfahrungen, über solche Dinge kannst du dir den Kopf zerbrechen wenn es FAKTEN gibt und das wäre ein Bescheid von der DRV über die Bewilligung einer EM-Rente NUR wegen Berufs-Unfähigkeit, oder welcher auch immer.

Es bringt dich nur noch mehr durcheinander wenn man jetzt versucht dir alle erdenklichen Varianten von EM-Rente zu erklären und wie die AfA damit dann umgehen könnte ... und dann kommt nur der Bescheid zur Ablehnung des Widerspruches ... was leider am wahrscheinlichsten ist. :icon_cry:

Bei Bewilligung einer Vollen EM-Rente wird ALGI sofort eingestellt, das ist das Einzige was wirklich sicher ist ... alles Andere ist abzuwarten und wäre aktuell ein Blick in die Glaskugel.

MfG Doppeloma
 
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