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Im Praktikum einer BPW vom Arbeitgeber fristlos gekündigt.

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Wuestenfuchs

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Hallo!
Ich wende mich hier an euch, weil meine Schwester mir den Tip gegeben hat, hier um Rat zu fragen:
Ich nehme seit dem 5.März an einer BPW( berufspraktischen Weiterbildung teil). Hierzu wurde ich von der ARGE aufgefordert. Diese BPW besteht aus Blöcken von ca 4 Wochen Unterricht( allgemeines Bewerbungstraining), 4 Wochen Praktikum, dann wider Unterricht, Praktikum. das ganze dauert 6 Monate lang und das Ziel ist eine Festanstellung in dem Praktikumsbetrieben bzw man kann auch mehrere Betriebe ausprobieren.
Ich habe also am 5.März meine Massnahme begonnen und weil man festgestellt hatte, daß ich bereits 2 Kaufmännische Ausbildungen und zahlreiche Weiterbildungen erfolgreich absolviert hatte, durfte ich bereits nach 3 Wochen in einen von mir selbst ausgesuchten Verbrauchermarkt ein Praktikum beginnen , laut Praktikumsvertrag als Einzelhandelskaufmann( meinem erlerntem Beruf). Normalerweise hätte man erst nach ca.7 Wochen in ein Praktikum gehen dürfen, aber bei mir waren alle Qualifikationen in Ordnung und man meinte, daß man mir nichts mehr beibringen könne.
In dem Verbrauchermarkt, wo ich mein Praktikum bis heute abgeleistet habe, konnte ich absolut selbständig arbeiten, wurde aber hauptsächlich im Lager eingestzt, um Pappe zu pressen, Leergut zu sortieren und ich durfte im Laden lokal Getränke und andere Waren packen.gezeigt wurde mir aber nichts-keine Weiterbildung.
Ich habe ohne zu meckern alle verschiedenen Schichten gearbeitet, habe mehr als die 35 Stunden ( von der arge vorgegeben=35 Stunden) gearbeitet, habe dafür kein frei verlangt.
Ich habe teilweise in 8,5 Stunden nur 20 Minuten Pause gemacht und eine Kiste Wasser nach der anderen geschleppt und gestapelt.
Ich habe alles mitgemacht, mußte nichts fragen . Überhaupt habe ich selten einen Vorgesetzten zu Gesicht bekommen.Mir wurden die Brocken schon zurechtgestelt, daß ich nur noch schleppen und packen brauchte.
Ich war sehr motiviert und dachte, daß ich wenigstens einen 400 Euro-Job im Anschluß der möglichen 6 Moante bekomme.
Dann nach 3 Wochen Arbeit hat mir der stellvertretende Marktleiter gesagt, daß man überhaupt keine Leute einstellen würde.
Ich habe daraufhin noch schneller und besser gearbeitet.Ich dachte, Leistung zeigen zählt und bringt doch vielleicht einen Job.
Dann nach einem harten Samstagabend mit ungefähr 6 Paletten Wasser kurz vor Feirabend konnte ich plötzlich kaum noch hören auf dem linken Ohr. Dies verschlimmerte sich bis Montagmorgens. Ich hörte nur noch Rauschen , das immer lauter wurde. also habe ich morgens um 6 uhr angerufen, daß ich zum Arzt müsse und daß ich vermutete, erneut einen Hörsturz bekommen zu haben. ( ich habe eine angeborene absolute Arrythmie am Herzen).Und mein rechter Oberschenkel ist seitdem (also diesem Samstag )immer taub.
Beim Haus-Arzt wurde ich 1 Woche lang krankgeschrieben, zum Ohrenarzt und dann zum Orthopäden geschickt. Hier wurde geröntgt und ein starker Abnutzungs-Schaden an der rechten Bandscheibe sowie irgendwelche Entzündungen der Wirbelsäule entdeckt.Übrigens war auch ein Nerv meines Gehöres eingeklemmt und entzündet und deswegen konnte ich nicht hören
Ich bekam daraufhin einTigger- Korsett, daß ich nun 3 Monate lang tragen muß, damit meine Wirbel abheilen und eine Therapie.Ich habe mit Absicht nicht nach einer weiteren Krankschreibung gefragt, weil ich meinen Praktikumsplattz nicht verlieren wollte.
Dann bin ich Montags wieder zur Arbeit und habe erzählt, was mit mir ist.
Leider war der richtige Marktleiter gerde in den Urlaub gegangen.
Dort wurde ich zuerst mal von einer bestimmten festangestellten Frau ( auch eine stellvertreterin)als Simulant hingestellt, der doch angeblich einen Hörsturz hätte und nun etwas am Rücken hat.
Ich habe daraufhin mein Korsett gezeigt. Ich habe weiterhin ohne zu murren geschleppt, bin hektisch von einer Seite des Marktes zur anderen gerannt. Ich habe keine Einschränkungen anmerken lassen. 2 mal die Woche wurde ich vor der Spätschicht vom Chiropraktiker wieder"einsatzfähig" gemacht.
Irgendwann kam meine Lehrerin der Maßnahme und man sagte ihr, daß ich sehr gut sei und man mir nichts neues beibringen könne.
Plötzlich alllerdings, ca 2 Tage später bemerkte ich, daß man ausgerechnet die Lagerangestellten feigestellt hatte, wenn ich im Dienst war. D.H. Ich war ganz alleine und mußte alles alleine entscheiden, auch das, was ich gar nicht wußte, wo ich nicht eingewiesen war.
Da ich vor 15 Jahrenan einer Staplerschulung teilgenommen habe( was auch in meinem Lebenslauf stand), sollte ich im Lager volle Paletten aus dem Hochregal holen , bzw dort einlagern.
Das habe ich mit anständigen Ton verweigert, da ich keinerlei Erfahrung mit Hochregalen, Training und Einweisung des Praktikumbetriebs hatte.
Mindestens 3 mal hat die obenerwähnte Frau und der Stellvertretene Marktleiter gesagt, ich müsse mit dem Stapler arbeiten, da ich einen Staplerschein hätte. Aber sogar meine Schule hat mir untersagt, fremde Fahrzeuge und Stapler aus Versicherungsgründe zu bedienen.
Und ich habe mich daran gehalten, bis auf Ausnahmen, wo ich lediglich eine leere palette oder einen Pappballen auf gerader Strecke von A nach B gefahren habe.
ok. also Mindestens 3 mal gab es Diskussionen wegen des Staplerfahrens.
Dann eines Tages komme ich mittags in meiner schmutzigen Lagerkleidung zum Dienst und soll aus Anlass eines Jubiläums Negerküsse und eine Zeitschrift an die Kunden im Markt verteilen.
... das habe ich auch freundlich und motiviert getan.
...als eine Frau mit 2 Kindern kam, gab es auch 3 Negerküsse.
Dann kam eine Frau mit 2 Kindern und bat mich, noch 2 Negerküsse mitzugeben für ihre 2 Kinder zu Hause. also habe ich 5 Negerküsse verschenkt.

Sofort mußte ich ins Büro. kommen und wurde von der obengenannten Frau scharf angesprochen, daß es nicht erlaubt sei, mehr als 1 Negerkuss zu verteilen.
Ich habe gesagt, daß ich es nicht besser wußte,und ich aber auch nicht in die Augen der Kinder sehen könne und ihnen keinen Negerkuss geben kann.
Die Vorgesetzte hat gesagt, daß ich ihr zu gehorchen hatte.1 Negerkuss pro Einkaufswagen, egal wieviele Leute dazugehören.

Ich habe mit schlechten Gewissen versucht, das so einzuhalten. Aber es kam dann eine Mitarbeiterin von mir und wollte 3 Negerküsse für sich und für ihre beiden Kinder haben.
Ich habe ihr gesagt, daß es mir leid täte und es mir verboten wurde. Sie glaubte mir nicht und lachte. Ich gab ihr dann doch 3 Stück und habe gesagt.
"Ist egal, was soll schon passieren, ich werde wohl nicht deswegen gekündigt.Ausserdem bin ich noch nichteinmal eingestellt worden, wie dann kündigen?."
Diese Aussage von mir hat obengennannte Vorgesetzte mitgehört und mir im scharfen Ton gedroht, ich sollle aufpassen, was ich sage.
Ich habe im freundlichem Ton geantwortet, daß sie bitte nicht in diesem Ton mit mir reden solle, da ich ein Mensch sei und kein Stück Vieh.
Ich habe gesagt, daß ich meine Meinung geäußert habe und , daß ich freiwillig in diesem Betrieb sei und sehr gut mitarbeiten würde, sogar die bezahlten Festangestellten vertreten würde, die ja alle zuhause seien.
Sie hat mich dann richtig agggressiv und böse anmgesprochen, das würde ich noch merken von wegen Meinungsfreiheit.
Ich habe im ruhigen und freundlichen Ton gesagt. "Bitte lassen sie mich zufrieden, ich habe Ihnen nichts getan"
Sie antwortete: "Das werden Sie schon noch merken" Dann habe ich beim Weggehen gesagt. Ich habe keine Angst vor Ihnen.
Anschließend habe ich mich beim Stellvertretenden Marktleiter beschwert, daß ich nicht so unwürdig behandelt werden möchte.
Dieser hat mich beruhigt und gesagt, ist alles weder ok. Aber ich solle doch tatsächlich nur 1 Negerkuss ausgeben...

Am nächsten Tag komme ich zur Spätschicht und alle 2 Lagerarbeiter sind weider nicht da.
Also arbeitete ich alleine, was ich schon kannte und konnte.
Abends gegen 18 Uhr verabschiedete sich der stellvertretene Marktleiter bei mir, gab mir Aufträge zum erfüllen und sagte, daß ich um 20 Uhr gehen könne, da ich ja auch jeden Tag länger machen würde.

Plötzlich gegen 19 uhr kam eine kleine unerwartete Warenlieferung und die obengennannte Frau war zu diesem Zeitpunkt die Ranghöchste im Markt.

Sie fing gleich wieder an, daß ich Gabelstapler fahren solle.

Ich habe das verweigert und gesagt, daß sie dann den Staplerfahrer anrufen möchte.
Dann hat sich mich hin-und hergehetzt, alles was ich angefasst habe, war falsch.
Ich habe trotzdem bis 20 :30 alle Aufträge ordentlich erledigt und sogar noch etwas Ordnung in das Lager gebracht.

Der Stapler wurde übrigens gar nicht benötigt, da der Fahrer alles selbst abgeladen hat.
Gegen 20.30 wollte ich also gehen und worde plötzlich vom Packteam angehalten" ich müsse bis zum Schluss, ca 23-24 Uhr dableiben, bis alles gepackts ein)
Hiervon wußte ich überhaupt nichts und habe auch gesagt, daß ich seit 20 uhr Feierabend hätte und keine Überstunden machen darf.
Ich ging dann, meldete mich bei der obengenannten Frau ab und hatte Feierabend.
Und am nächsten Tag war ich wider alleine und plötzlich konnte ich nicht mehr aus dem lager gehen, ohne daß die Alarmanalage losheulte. ich fragte, was das solle und wie ich denn arbeiten solle so? Die Frau und der Stellvertretnde Marktleiter antwortete, ich hätte mich an und abzumelden,wenn ich aus dem lager nach draussen gehen will. Das gab es zuvor nicht. und dann habe ich es im Stress vergessen und die Sirene heulte erneut.Gleich kam sie nagerannt und hat mich zusammengeschissen, ob sie mir nicht etwas von wegen An-und Abmelden gesagt hätte.Ich habe mich entschuldigt, daß ich beim Türöffenen den alarm ausgelöst habe. Vorher war noch nie ein Alarm an. erst, seit ich dort alleine arbeitete.
danach passierte 2-3 Tage lang nichts mehr...kein ärger...gar nichts

Und nun zum Punkt:
heute kam der Chef zu mir, der seit Montag wieder aus dem Urlaub zurück ist. Es war 15:30 und ich hatte wieder knapp 30 Minuten länger gerabeitet, als ich mußte,...war gerade fertig.
Habe mich beim Chef höflich bis morgen verabschiedet.

Plötzlich forderte er mich auf, mit nach Oben zu kommen, da er mit mir sprechen müßte.
Ergebnis:
"Ich bin fristlos gekündigt, darf nichteinmal mehr die restlichen 2,5 Wochen dieses Praktikumblockes zuende machen"
Laut Marktleiter hat die obengenannte Frau beim Bezirksleiter( den ich nichteinmal kenne) Beschwerde eingereicht und ich bins sofort zu entlassen, weil ich in den letzten 2 Wochen gravierende Dinge gemacht haben soll, unteranderem vermehrt Anweisungen nicht befolgt haben soll.
.................Fristlos, keine Diskussion, keine Erklärung ..nichts.Nichteinmal eine Erklärung, weilche Anweisungen ich nicht befolgt haben soll.
Kein Schreiben nichts....nada..Kittel abgegeb und nach Hause...
Chef sagt, er hätte nichts gegen mich persönlich, könne die Sache nicht beurteilen, aber der Bezirksleiter wäre stinkesauer und hätte meinen Rausschmiss sofort verlangt...

Ich weiß jetzt nicht mehr weiter.Ich muß heute um 8 Uhr sofort bei der Schule anrufen und das melden. Ich habe große Angst , daß ich eine Sperre bekomme, weil ich ja schuld darn bin, daß man mich fristlos gekündigt hat.aber warum überhaupt???
Ich weiß nicht, wie ich meine Frau und 2 Kinder so kurzfristig ernähren soll, wenn ich eine Vollsperre bekomme. Ich weiß nicht, warum ich einfach ohne Abmahnung fristlos gekündigt wurde? Das kann doch nicht wegen der 3 Dinge sein, die ich oben erwähnt habe. alle diese Dinge waren doch OK. ich habe da doch nichst falsch gemacht? Bitte um Hilfe,was ich jetzt machen soll.
Ich bin fix und fertig..
 
E

ExitUser

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Rechtlich gesehen steht Aussage gegen Aussage, ergo kannst du nicht so ohne Weiteres sanktioniert werden! Aber... du kannst das was du hier geschrieben hast - in eine Erklärung sowohl für die Schule als auch für die ArGe (=zuständig?) einflechten.

Und zum Schluss noch ein Wort zu deiner Geschichte... für mich hast du die richtige Einstellung und wurdest einfach nur gemobbt - lass dich nicht entmutigen, du bist richtig so wie du bist!
 

Unwichtig

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Schicke diesen Brief doch mal an diesen Bezirksleiter, könnte sein das die Olle dann den Ärger zurückbekommt und die sich bei Dir entschuldigen muss.
Die hat da bestimmt Geschichten über Dich erzählt die nicht stimmen und sich total aufgeplustert. Das ist bestimmt so ein kleiner Emporkömmling aus dem Osten.

Wenn mir eine (sind immer nur Frauen) extrem dumm kommt, dann sage ich: Was wollen sie, passen sie auf was sie sagen. In so einem leisen unterschwellig agressiven Ton. Und der Gesichtsausdruck muss natürlich dazu passend gemacht werden, so als wenn man gleich Amok läuft. Dann sind die plötzlich gleich ganz freundlich, nachdem sie den Schock überstanden haben.

Eines haste nun aber sicherlich gelernt: Es lohnt sich nicht sich für irgendwelche Ärsche die Gesundheit zu ruinieren.
 
E

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Schicke diesen Brief doch mal an diesen Bezirksleiter, könnte sein das die Olle dann den Ärger zurückbekommt und die sich bei Dir entschuldigen muss.
Die hat da bestimmt Geschichten über Dich erzählt die nicht stimmen und sich total aufgeplustert. Das ist bestimmt so ein kleiner Emporkömmling aus dem Osten.
... ich bin zwar aus dem "Westen", dachte allerdings, wir hätten dieses Ost-West-Gesülz schon vor 10 Jahren entgültig begraben...

Wenn mir eine (sind immer nur Frauen) extrem dumm kommt, dann sage ich: Was wollen sie, passen sie auf was sie sagen. In so einem leisen unterschwellig agressiven Ton. Und der Gesichtsausdruck muss natürlich dazu passend gemacht werden, so als wenn man gleich Amok läuft. Dann sind die plötzlich gleich ganz freundlich, nachdem sie den Schock überstanden haben.
... das würdest du mit mir nur einmal machen - davon ab... woher dieses Schubladendenken "sind immer nur Frauen" =?

Eines haste nun aber sicherlich gelernt: Es lohnt sich nicht sich für irgendwelche Ärsche die Gesundheit zu ruinieren.
Das ist ein anderes Thema - aber sag mal... weißt du im Vorfeld, wie ein Unternehmen strukturiert ist? Ich meine... da steht ja nicht an der Eingangspforte "Ar sch-Betrieb". Davon ab... ein Praktikum verpflichtet irgendwie, nicht jeder gibt so schnell auf, von daher finde ich den Ehrgeiz des Fragestellers - wenn er denn damit leben kann - völlig ok.
 

Double

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Ist das nicht etwas müßig, jetzt über/mit Ost-West-"Problematiken" :icon_mad: oder Frauenfeinden :icon_tonne: zu diskutieren? Fakt ist, der Ausgangsposter hat große Probleme (jedenfalls gefühlte:icon_hug: ). Aber da kommen wir zum Punkt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es, wenn er seinem Sachbearbeiter gegenüber den Vorgang so schildert wie hier, mit Sanktionen rechnen muss. Ich bewundere sein Durchhaltevermögen und wer ihn deswegen sanktioniert, muss vor Gericht gezerrt werden.....

Lass Dich nicht unterkriegen. Ich wünsche Dir (und denke mir), dass Du das gut über die Runden bringst. Vielleicht kannst Du Dich ja im Vorfeld schon mit dem Leiter der Maßnahme "verbünden".....?

LG double (ehemals rom22)
 
E

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Gast
Und wieso betonst Du dann aus dem Westen zu kommen?
Um damit zum Ausdruck zu bringen, das es mir als sog. "Wessi" völlig egal ist ob jemand aus dem Osten, Süden, Westen oder Norden kommt - sollte eigentlich jeder Mensch so sehen - die Betonung liegt dabei auf Mensch.

Aber... back to the roots - ich sehe es wie der Vorposter, sollte hier eine Sanktion folgen, mit allen Mitteln wehren und siegen!
 

eAlex79

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Wobei die Bayern ja ein bissel aus der Rolle fallen *fg*

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x Alex.
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gerda52

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Ich sehe das jetzt mal so: Du hast zwar die Praktikumsstelle verloren, doch der Vertrag mit dem Maßnahmeträger besteht ja weiterhin. Versuche eine neue Praktikumsstelle zu finden und vergiss den Zauber, den Du hinter Dir hast.

Du schreibst selbst, dass Du Ausbildungsabschlüsse usw. vorweisen kannst, mach Dich also nicht kleiner als Du bist.

Für Deinen weiteren Weg :icon_daumen: viel Erfolg.
 

Wuestenfuchs

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Hallo erneut.
Ich habe heute lange telefoniert mit meinem Massnahmeträger. Ich muß jetzt sehr schnell für 2,5 Wochen einen neuen Praktikumsplatz finden.Oder ich müßte eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für diese Zeit vorlegen.
Sonst Sperre.
Der Tag, den ich heute schon zu Hause war, gilt als unentschuldigt und muß der Arge spätestens Montag gemeldet werden.
Morgen will meine Lehrerin zum Verbrauchermarkt gehen und fragen, was wirklich los gewesen ist.
Ob sie da die richtige Wahrheit erfährt, kann ich nicht glauben.
Eher etwas negatives , gegen mich gerichtetes.
Heute traf ich einen anderen Praktikanten der mir mitteilte, daß angeblich sogar der mir unbekannte Bezirksleiter bei einem "Vorfall" persönlich als Zeuge anwesend gewesen sein soll. Davon weiß ich nichts.
Jedoch am Tage der Negerkussgeschichte saß ein fremder Mann gelegentlich mit im Büro.
Also warscheinlich nicht mehr Aussage gegen Aussage, sondern meine Aussage gegen viele andere...

Ok.ich mußte etwas tun..
Ich habe mir sofort einen Termin beim Orthopäden geholt,weil mein Rücken heute trotz Voltaren auch stark schmerzt und mein Bein immer schlaffer und tauber wird.
Es haben sich schon 3 dunkle Flecken gebildet.
Dort bin ich um 15 Uhr gewesen und der Arzt hat gesagt, daß mein Schaden an der Lendenwirbelsäule etwas schlimmer geworden ist, aber sofort von aussen sichtbar wäre.
"Sie sind auf jedem Fall kein Simulant-Wir müssen sofort eine Behandlung beginnen"
Als er mich fragte, wo ich arbeitete, habe ich meine Geschichte erzählt und er sagte, daß ich überhaupt nicht im Lager arbeiten darf und gedürft hätte.
Aber er sagte auch, er dürfe mich nicht krankschreiben( Grund war irgendetwas mit der Arge).
Ich habe dann eine Bescheinigung bekommen ( 5 Euro Gebühr), die an das "Arbeitsamt gerichtet ist und kurz bestätigt, daß ich an einer schwer beeinflussbaren Lendenwirbelsäulenstörung leide und nicht in der Lage sei, schwere Arbeiten zu verrichten,überwiegend zu stehen,nicht im Bücken zu arbeiten,keine schweren Teile heben darf und keine Zwangshaltung ??? einnehmen darf.
Dies soll ich nun beim "Arbeitsamt" vorlegen. Ab Montag bekomme ich jeden 2. Morgen eine Behandlung.

Morgenfrüh habe ich ausserdem noch einen Not-Termin beim Hautarzt, da meine Schuppenflechte( warscheinlich wegen des Ärgers) praktisch über Nacht Teile meines Körpers befallen hat, wo sie noch nie zuvor gewesen ist. Hände am Blühen, Rücken befallen, Füße am Blühen. sogar rechtes Auge, Nase.stark an beiden Ellenbogen, rechtes Knie.-Wie in Pockenkranker. Rechter Zeigefinger ist entzündet und kann nicht mehr krummgemacht werden.

Ich würde am liebsten hingehen zur Arge und sagen, daß sie mich komplett abmelden sollen. Ich will nichts mehr damit zutun haben. Nur Ärger.

Aber leider hindern mich die Vernunft( wenn es überhaupt vernünftig ist)eine Frau und 2 Kinder daran. Übrigens meine Frau befindet sich seit 2 Wochen auch in solch einer Massnahme , allerdings Teilzeit und 9 Monate lang.Also beide Ehepartner wurden eingezogen.

Das hat hier zu Hause auch schon ganz schönen Ärger verursacht, weil ja praktisch niemand mehr da ist, und der Haushalt leidet. Der kleine Junge (8) ist nach der Schule bei seiner Oma und wird dort betreut.
Der Große rennt auf sich alleingestellt durch die Weltgeschichte, da er bereits 14 Jahre alt ist und von Oma nichts sagen läßt.
Und ich würde am liebsten alles hinschmeissen. Lieber mit wenig Geld aus Gelegenheit-Jobs überleben, als sich wie ein Strafgefangener ohne Rechte zu fühlen.
Also seit gestern möchte ich gar nicht mehr aufwachen. Hätte ich bloß meinen Mund im Praktikum gehalten.
Ich habe jetzt gespürt, wie schnell man seine Freiheit verlieren kann....und ich begreife langsam, wie unsicher man doch in unserem Staate ist.
Ein Fehler eine falsche Äußerung und man ist ganz unten durch.
 
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Also Wuestenfuchs, bitte nicht böse sein für das, was ich Dir jetzt sage (ist auch nur meine Meinung):

1. Meines Erachtens ist dieser "Maßnahmenträger" absolut unseriös. Die Aufgaben, die die Dir dort zugemutet haben, obwohl man von Deinen Einschränkungen wusste, das hättest Du m.E. gar nicht machen dürfen.

2. Du hast Dir m.E. von Anfang an viel zuviel sowohl von der Arge als auch von den Leuten beim Maßnahmenträger und bei der Praktikumsstelle gefallen lassen. Als ich Dein erstes Posting gelesen habe, hab ich sofort gedacht: mein Gott, was einige aber auch mit sich machen lassen. Einerseits hab ich dafür Verständnis, weil Du die Hoffnung hast, daraus ließe sich auf dem 1. Arbeitsmarkt etwas machen. Andererseits, wenn Du gut informiert gewesen wärest, wüsstest Du, dass solche "Maßnahmenträger" meistens nur Verarscher- und Abzockerbuden sind und es mit einer regulären Arbeitsstelle meist nichts wird. Diese Buden machen´s mit den Leuten, die es mit sich machen lassen.

Auch wenn das etwas scharf klingt, ich bin absolut auf Deiner Seite und sehr wütend darüber, das so etwas Schlimmes immer wieder passiert.

Ich würde Dir empfehlen, wie es oben schon mal gesagt wurde, schicke Dein erstes Posting als Brief an den Leiter Deiner Arge und bitte darum, zu einem anderen Maßnahmenträger zu wechseln, weil Du das Verhalten der Leute dort als unseriös empfindest (dass die Dich da nur verarschen, sieht man daran, dass die Dir ´ne Sperre androhen, wenn Du Dir nicht innerhalb ´ner bestimmten Zeit einen neuen Praktikumsplatz besorgst. Die Verantwortung für das, was die eigentlich tun sollten und was beim Praktikumsplatz geschieht, wird voll an Dich abgeschoben). Außerdem halte ich es für absolut unfassbar, dass Eure Kinder teilweise unbeaufsichtigt sind, nur damit Ihr beide in irgendwelche Maßnahmen gesteckt werdet, um nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik zu erscheinen.

Ich würde außerdem den Arzt wechseln. Wenn er Dich bei diesen Beschwerden nicht krankschreiben "darf", obwohl Du nur unter Schmerzmitteln arbeiten kannst, dann ist das unterlassene Hilfeleistung. Wenigstens hat er Dir ein Attest ausgestellt, mit dem Du so schwere Arbeit nicht mehr machen musst.

Für die Zukunft kann ich Dir nur empfehlen zu lernen, zu versuchen, Dich besser gegen die Ansprüche anderer Menschen abzugrenzen (das zeigt m.E. auch Deine Schuppenflechte - habe selbst einige damit in der Familie, und bei ihnen gibt es auch immer wieder Schwierigkeiten, sich gegen ungerechtfertigte Ansprüche anderer und ungerechtfertigt hohe Erwartungen zu wehren) und vor allem auch zu lernen, dass auch Du Ansprüche stellen und Dich gegen mobbende Krokodile behaupten kannst!!!

Ich wünsche Dir alles Gute! Würde mich freuen, wenn Du mal berichtest, wie es weiter gegangen ist.
 

Kaulquappe

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(...)Ob sie da die richtige Wahrheit erfährt, kann ich nicht glauben.
Eher etwas negatives , gegen mich gerichtetes.
Heute traf ich einen anderen Praktikanten der mir mitteilte, daß angeblich sogar der mir unbekannte Bezirksleiter bei einem "Vorfall" persönlich als Zeuge anwesend gewesen sein soll. Davon weiß ich nichts.
Jedoch am Tage der Negerkussgeschichte saß ein fremder Mann gelegentlich mit im Büro.
Also warscheinlich nicht mehr Aussage gegen Aussage, sondern meine Aussage gegen viele andere...

Ok.ich mußte etwas tun..
Ich habe mir sofort einen Termin beim Orthopäden geholt,weil mein Rücken heute trotz Voltaren auch stark schmerzt und mein Bein immer schlaffer und tauber wird.
Es haben sich schon 3 dunkle Flecken gebildet.
Dort bin ich um 15 Uhr gewesen und der Arzt hat gesagt, daß mein Schaden an der Lendenwirbelsäule etwas schlimmer geworden ist, aber sofort von aussen sichtbar wäre.
"Sie sind auf jedem Fall kein Simulant-Wir müssen sofort eine Behandlung beginnen"
Als er mich fragte, wo ich arbeitete, habe ich meine Geschichte erzählt und er sagte, daß ich überhaupt nicht im Lager arbeiten darf und gedürft hätte.
Aber er sagte auch, er dürfe mich nicht krankschreiben( Grund war irgendetwas mit der Arge).
Es wäre gut zu erfahren WAS. Da war doch was, vor einiger Zeit las ich irgendwo, dass die uns nicht oder nicht richtig krankschreiben "sollen." :mad:

Ich habe dann eine Bescheinigung bekommen ( 5 Euro Gebühr), die an das "Arbeitsamt gerichtet ist und kurz bestätigt, daß ich an einer schwer beeinflussbaren Lendenwirbelsäulenstörung leide und nicht in der Lage sei, schwere Arbeiten zu verrichten,überwiegend zu stehen,nicht im Bücken zu arbeiten,keine schweren Teile heben darf und keine Zwangshaltung ??? einnehmen darf.
Dies soll ich nun beim "Arbeitsamt" vorlegen. Ab Montag bekomme ich jeden 2. Morgen eine Behandlung.

Morgenfrüh habe ich ausserdem noch einen Not-Termin beim Hautarzt, da meine Schuppenflechte( warscheinlich wegen des Ärgers) praktisch über Nacht Teile meines Körpers befallen hat, wo sie noch nie zuvor gewesen ist. Hände am Blühen, Rücken befallen, Füße am Blühen. sogar rechtes Auge, Nase.stark an beiden Ellenbogen, rechtes Knie.-Wie in Pockenkranker. Rechter Zeigefinger ist entzündet und kann nicht mehr krummgemacht werden.

Ich würde am liebsten hingehen zur Arge und sagen, daß sie mich komplett abmelden sollen. Ich will nichts mehr damit zutun haben. Nur Ärger.

Aber leider hindern mich die Vernunft( wenn es überhaupt vernünftig ist)eine Frau und 2 Kinder daran. Übrigens meine Frau befindet sich seit 2 Wochen auch in solch einer Massnahme , allerdings Teilzeit und 9 Monate lang.Also beide Ehepartner wurden eingezogen.

Das hat hier zu Hause auch schon ganz schönen Ärger verursacht, weil ja praktisch niemand mehr da ist, und der Haushalt leidet. Der kleine Junge (8) ist nach der Schule bei seiner Oma und wird dort betreut.
Der Große rennt auf sich alleingestellt durch die Weltgeschichte, da er bereits 14 Jahre alt ist und von Oma nichts sagen läßt.
Und ich würde am liebsten alles hinschmeissen. Lieber mit wenig Geld aus Gelegenheit-Jobs überleben, als sich wie ein Strafgefangener ohne Rechte zu fühlen.
Also seit gestern möchte ich gar nicht mehr aufwachen. Hätte ich bloß meinen Mund im Praktikum gehalten.
Ich habe jetzt gespürt, wie schnell man seine Freiheit verlieren kann....und ich begreife langsam, wie unsicher man doch in unserem Staate ist.
Ein Fehler eine falsche Äußerung und man ist ganz unten durch.

Ein Paradies für Sadisten und allerlei **schl*cher ist diese Situation, in die man uns hinein gezwungen hat !

Habe in den letzten Tagen bei der Zwangsarbeit auch Einiges erleben müssen, was mich sehr mitgenommen hat. Habe mich gut wehren können, dieses Mal, aber es wird nicht besser, es bleibt so oder es wird sogar schlimmer !

Wann wehren wir uns endlich gemeinsam ?!

Habe manchmal die Befürchtung, dass die, an sich tolle, Möglichkeit, in OnlineForen zu kommunizieren, auch eine Kehrseite hat: dass unsere mehr als legitime Wut beim Tippen verraucht, statt sich dahin zu richten, wo sie hingehört.
 

gerda52

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Was mich am meisten bei diesen Berichten wie diesem von dir ärgert ist die Dreistigkeit, mit der den Firmen per Zwangsverordnung Arbeitssklaven zur Verfügung gestellt werden. Die Arbeit, die du verrichtet hast, wird dann in Kürze der Nächste antreten usw. Und alle spielen das Spielchen mit. :icon_motz:

Aber das hilft dir jetzt nicht weiter. Es ist dumm, dass der Orthopäde dich nicht krankgeschrieben hat. Versuch die Nerven zu behalten.

Wuestenfuchs schrieb:
Ich würde am liebsten hingehen zur Arge und sagen, daß sie mich komplett abmelden sollen. Ich will nichts mehr damit zutun haben. Nur Ärger.
Kann ich verstehen, aber lass das mal lieber. Dein Nickname gefällt mir übrigens. Zeig uns doch mal, dass er zu dir passt. :smile:

Und noch eins: Nenne die Frau von der Maßnahme nicht Lehrerin, Du bist kein Schulkind und sie steht nicht über Dir.
 

münchnerkindl

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Such Dir einen Orthopäden der Dich krankschreibt.

Im Moment bist Du nicht 3 Stunden regelmässig arbeitsfähig so lange diese Rückengeschichte nciht stabilisiert ist. Du musst immerhin jeden2. Tag zur Therapie..

Lass Dich also erstmal vom Hausarzt krankschreiben.
 

Wuestenfuchs

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Guten Morgen!
Ich habe mir für gleich 9:15 Uhr einen Termin beim Hausarzt besorgt und will nach einer Krankschreibung fragen, da ich jetzt die nächsten 1,5-2 Wochen( keine Ahnung wie lange) ja um 8 Uhr zum Orthopäden muß und um 12Uhr zur Chiropraktik. Dann muß ich auf jedem Fall zusätzlich öfter zum Hautarzt und bekomme Bestrahlungen. Also eigentlich ist dazwischen nicht sehr viel Zeit übrig.
Unten habe ich in namentlich unkenntlich gemachter Form mein Attest hier eingesetzt und wollte fragen, ob es überhaupt von der ARGE in dieser Form anerkannt wird?
Viel Grüße Wüstenfuchs.
PS: Die Schule hat sich auch per Mail in positiver Art bei mir gemeldet:
"Habe die Email erhalten. Alles ok. Es wird keine Sperre geben, da Sie für
den gestrigen und heutigen Tag mit entschuldigt eingetragen werden. Heute
sind Sie ebenfalls entschuldigt, da Sie ja Arzttermine haben.
Gegebenenfalls lassen Sie sich heute von den Ärzten ebenfalls eine
Bescheinigung geben.
Die Termine bei Ihrem Manualtherapeuten sollten Sie wahrnehmen. Es ist für
Ihre berufliche Zukunft wichtig, Ihre Lendenwirbelstörung auszuheilen.
Ich wünsche Ihnen eine gute Besserung.

Mit freundlichen Grüßen
xxxxx
- pädagogische Mitarbeiterin -

"
 

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gerda52

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Gute Besserung

Guten Morgen Wuestenfuchs

... und wollte fragen, ob es überhaupt von der ARGE in dieser Form anerkannt wird?
In Verbindung mit Deiner Einsatzstelle und den dort zu verrichtenden Arbeiten wird der Arge nichts anderes übrig bleiben. :biggrin:

Ich freue mich für Dich, dass zumindest diese Last von Dir genommen ist.

Entspanne Dich und kurier Dich aus. In diesem Sinne wünsche ich Dir auch ein stressfreies Wochenende.
 

Wuestenfuchs

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Hallo.
Ich wollte mitteilen, daß ich heute vom Hausarzt für vorerst 2 Wochen arbeitsunfähig geschrieben.
Danach werde ich bis zum Praktikumszeitraum-Ende verlängert.
der Orthopäde hatte von gestern auf heute einen Brief an meinen Hausartzt geschickt!
Eine schriftliche Befund-Kopie( siehe Kopie -unkenntlich) für das Arbeitsamt( Med-Dienst) habe ich jetzt auch. Und dort steht einiges drin, unteranderem ein Bandscheibenvorfall L5-S1, sowie eine zufällig beim Röntgen entdeckte Aortensklerose.
Ich bin jetzt wieder etwas aufgeheitert und hoffe, daß ich vielleicht jetzt sogar eine Chance habe, in einen Bürojob vermittelt zu werden. Das kann doch als Kaufmann nicht soo schwierig ein.
Bisher hatte ich nur Knüppeljobs bekommen, als Gärtner, Hausmeister, und schon zum 2.mal im Lager im Einzelhandel.
Ich muß dazusagen, daß ich bereits beim ersten Mal im Einzelhandel wegen Rückenproblemen aufhören mußte, dann als Gärtner (1 Euro Job)eingesetzt wurde(Aftervorfall), jedoch der Med Dienst der ARGE ohne weitere Untersuchungen nur anhand eines 4 Jahre alten Vermessungsbild meiner Wirbelsäule, das ich mal anfertigen lassen habe, entschieden hat, daß ich nur eine leichte Wirbelsäulenverkrümmung habe und überall mit Einschränkungen einsetztbar wäre.Diese Einschätzung war falsch, was für mich heute bewiesen wurde
Ich hoffe, daß ich nun endlich mal eine Stelle bekomme, wo ich ohne Schmerzen sein und mich auf die Arbeit konzentrieren kann.
Auf jedem Fall werde ich mir hier weitermelden, was Sache ist. Alleine schon als Dank für die Unterstützung von allen hier.

Zum Schluß möchte ich mal andeuten: "Was mag wohl für eine Reaktion kommen, wenn sich hier der erste ehemalige Sachbearbeiter einer Arge als Neuerwerbsloser hilfesuchend meldet???"
Ich glaube, das Folgende soll sogar in Oldenburg gewesen sein:
Ich bekam eine Information, daß in einigen Bereichen die Arbeitsverträge der Sbs nicht mehr verlängert wurden und demnächst auslaufe, weil die öffentlichen Mittel für Gehälter nicht bezahlt wurden. Dann nämlich werden auch viele von ihnen zwangsläufig ALGI, bzw ALG II Empfänger.
 

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animas

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hallo Wuestenfuchs
ich würde zum Arbeitsgericht gehen.
Sprich mit einem Rechtspfleger.
Nach Deinem Bericht, wenn er so stimmt und für mich ist er auch aufgrund ähnlicher eigener Erfahrungen glaubhaft, hattest Du gar keinen Praktikumsplatz.
DU HATTEST EINEN AREBEITSPLATZ.
Deshalb steht Dir auch der übliche Lohn zu.
Ohne Lohn sich auch noch mobben zu lassen ist der Gipfel.
Sicher werden noch andere Opfer dieser Firma auffindbar sein. Dann solltet Ihr gemeinsam gegen diese Firma vorgehen.
Wenn Du Probleme mit der ARGE bekommst, dann ab zum Sozialgericht und eine "Einstweilige Anordnung". Der Rechtspfleger dort muss Dir helfen.
Ich glaube, man hat Dich bei der ARGE in einen besonderen Topf getan.
Nun solltest Du denen zeigen, dass sie einen Fehler gemacht haben.
Arbeit gibt es eh keine, darum kämpfe wenigstens um Deine Rechte.
In diesem und anderen Foren sind viele Beispiele, die Dir Mut und Kraft geben können.
 

Wuestenfuchs

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hallo Wuestenfuchs
ich würde zum Arbeitsgericht gehen.
Sprich mit einem Rechtspfleger.
Nach Deinem Bericht, wenn er so stimmt und für mich ist er auch aufgrund ähnlicher eigener Erfahrungen glaubhaft, hattest Du gar keinen Praktikumsplatz.
DU HATTEST EINEN AREBEITSPLATZ.
Deshalb steht Dir auch der übliche Lohn zu.
Ohne Lohn sich auch noch mobben zu lassen ist der Gipfel.
Sicher werden noch andere Opfer dieser Firma auffindbar sein. Dann solltet Ihr gemeinsam gegen diese Firma vorgehen.
Wenn Du Probleme mit der ARGE bekommst, dann ab zum Sozialgericht und eine "Einstweilige Anordnung". Der Rechtspfleger dort muss Dir helfen.
Ich glaube, man hat Dich bei der ARGE in einen besonderen Topf getan.
Nun solltest Du denen zeigen, dass sie einen Fehler gemacht haben.
Arbeit gibt es eh keine, darum kämpfe wenigstens um Deine Rechte.
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Hallo!
Genau das habe ich bereits am 2.Tag so gefühlt. Das es dem Betrieb nämlich scheißegal ist, daß jemand als Praktikant dort ist, um sich zu verbessern. Das habe ich nach den ersten 4 Wochen auch meiner "Betreuerin"der Maßnahme so gesagt.
Aber sie erwiderte, daß man auf der Praktikumssuche wohl kaum Firmen findet, die keine finanziellen Interessen an Praktikanten haben.Sonst
würde man keinen Praktikumsplatz finden.
Mein Bauchgefühl sagt mir:
Es gibt meiner Meinung nach selten Arbeitgeber, denen es am Herzen liegt, neben ihrem harten Tagesgeschäft auch noch einen de-sozialisiertem Hartz IV Empfänger , der sein halbes Leben lang unter der schützenden Käseglocke der Bundeswehr auf Kosten der Gemeinschaft gelebt hat, mit seiner Kraft zu fördern und zu unterstützen.
Und ich glaube, daß diese ganzen Bewerbungstrainingsmaßnahmen( getarnt als berufspraktische Weiterbildungsmassnahmen) mit Praktikum nichts als Lüge und Ruhigstellerei sind.
Ich weiß von meiner Klasse nur von 1 jungen Mann, der warscheinlich von einem Großunternehmen übernommen wird.
Ich bin gespannt, was ich alles so am 29.05.07, wenn der Schulblock wieder anfängt,erfahre.
Besonders möchte ich mal wissen, wie es den andern Teilnehmern so ergangen ist.
Bei meiner Frau, die sich seit 3 Wochen in der gleichen Massnahme in 9 Monate Teilzeit befindet, geht alles noch viel krasser ab. 1 Woche Idiotentest, um ein Profil zu erstellen. Ich meine wörtlich "Idiotentest"
...ein Haus hat eine Wand gen Süden ( hat übrigens jedes Haus). Welche Farbe hat der Bär, der von der anderen Seite kommt,usw...

Mein Frau mußte sich bis heute eine Praktikums-Stelle suchen.

Sie hat es gestern auf dem letzen Drücker ohne eine Bewerbung reinmündlich geschafft.
Bei Woolworth angefragt und sofort angenommen ohne irgendwelche Nachfragen.
Meine Frau hat also ohne den ganzen Bewerbungsaufwand der letzten 3 Wochen, also ohne Hinzutun des Massnahmeträgers, ein Praktikum bekommen. Der Massnahmeträger aber bekommt für sie ca 3000 Euro von der ARGE.
Was mich nicht wundert, ist ( nach meiner Erfahrung, die ich jetzt habe), daß Woolworth einfach so einen Praktikanten einstellt.
Ich werde es dann ab Juni sehen, ob es tatsächlich ein Praktikum ist, oder ob man meine Frau als kostenlose "Aushilfe" ansieht.
Ich halte diese Weiterbildungs-Qualifizierungsmassnahmen für einen dummen Bauernfang.
Es wird nicht weitergebildet und vorallem nicht qualifiziert.
Natürlich gibt es auch Menschen, die so gefördert werden müssen, daß sie ersteinmal lernen, ihren Namen richtig zu schreiben. Das sehe ich ein.
Aber solche armen Menschen steckt man dann nicht in Gruppen zusammen mit Ingenieuren, russischen Kinderärzten, Informatikern und anderen hochqualifizierten Leuten.
Ich habe mitbekommen, wie bei uns eine bildungsstandniedrige Frau einfach rausgegangen ist. Sie wollte als Beruf eine Schafherde anführen und hat das wirklich ernst gemeint. Der Rest der Klasse hat sich an den Kopf gefasst. Diese Frau hat in ihrem Leben nichts anders gelernt, als Schafe zu hüten , dann geheiratet und war einige Jahre im Haushalt tätig. Sie hatte keinerlei Bildungsabschlüsse und überhaupt keine Chance in unserer Gruppe mitzukommen.
Dann gab es bei uns einen Jungen Mann aus Jugoslawien, der seit 10-15 Jahren arbeitslos ist, mit Ausnahme von regelmäßig wiederkehrenden 1 Euro-Jobs bei verschiedenen Bauhöfen. Dieser Junge kann zwar deutsch reden und verstehen. Ist aber Analphabet in unseren lateinischen Buchstaben.Er schreibt und ließt nur Kyrillisch.Als er überhaupt nichts an Bewerbungen und Übungen auf seinem Laptop hatte, bekam er großen Ärger von der Lehrerin und anschließend wegen Arbeitsverweigerung von der Arge.
Ich persönlich habe dann erst festgestellt, daß er unsere Schrift nicht kennt und der Leitung weitergemeldet. Ich habe für Ihn dann seinen Lebenslauf angefertigt. Ich habe für ihn eine Praktikumsbewerbung geschrieben.. Die Lehrerin fand das zwar menschlich gut , wollte das aber in Zukunft nicht wieder sehen.

Zwischenfrage: was schickt die Arge diesen jungen Mann überhaupt in solch eine teure Massnahme hinein???
Er hat doch gar keine Chance, wenn er unsere Sprache nicht lesen und schreiben kann..


Es ist also warscheinlich alles nur Geldrausschmiss und Verschwendung ?

Zu meiner Person: Ich bin Einzelhandelskaufmann mit Abschluss.Ich habe einen Facharbeiterabschluss als It-Fachkraft für Wirtschaftsintegration vor 4 Jahren nach der Bundeswehr erworben.Danach ein Bewerbungstraining an der VHS. Ich habe noch während der vorherigen Dienstzeit eine Ausbildung als Vermessungshelfer in Deutschland und in den USA absolviert und bestanden, dazu noch Mechanikerlehrgänge , Computerlehrgänge usw...
Als man mich wegend des Eingliederungsvertrages zur Arge bestellte, sprach man von einer bevorstehnden Weiterqualifizierung, wo alles möglich sei..Also untetrschrieb ich freudestrahlend!
Möglichkeiten des:
z.B Wiedereinstieg in den öffentlichen Dienst oder eine Weiterbildung zum Betriebswirt, Handelsfachwirt usw...
Gelandet bin ich beim Bewerbungstraining.
Da die Zeit kanpp war und es kaum Praktikumspklätze bei uns gab( Einzugsbereich ist vorgeschrieben), hatte ich die erstbeste Stelle im Einzelhandel als Kaufmann angenommen. Wo ich wirklich gelandet bin, kann ja nun jeder hier mitlesen.
Nun hoffe ich wieder, daß ich in einen anderen geeigneten Bereich hineinkomme und das ich dort angestellt werde.Ist noch ein Rest bis August an Zeit vorhanden.
Aber ich behaupte mal ganz feierlich, daß ich VOR dieser Massnahme nichts anderes an Bestrebungen gemacht habe, wie IN dieser Massnahme und das 2500 Euro Massnahmekosten ohne Fahrgeld sehr viel Geld ist, mit dem man schon ein halbes Studium an der Fachhochschule/Volkshochschule hätte finanzieren können.
Jedoch konnte ich vor der Massnahme noch legal ohne Abzüge etwas Geld dazuverdienen.( 120 Euro im 1,20 Euro-job) und 100 Euro in einer Fabrik ( 3 Tage im Monat arbeiten) Was jetzt zeitlich nicht mehr geht, bzw was nun mit meinem kaputten Rücken erstmal total abgeschrieben ist.
Und jetzt fährt man zur Schule oder zum Praktikumsplatz durch die Weltgeschichte und bekommt von der Arge soviel Fahrgeld, daß man sich nichteinmal eine verbilligte Monatskarte für Bus/Bahn leisten kann.
ich weiß es nicht...???
 

burki

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Hi Wuestenfuchs,
wenn ich das so lese, kann ich
Wölfin nur zustimmen:
Du scheinst Dich wesentlich "kleiner zu machen", als Du in Wirklichkeit bist.

Die einzigste Chance wirklich aus dem ganzen Dilemma herauszukommen, ist eben von ALGII möglichst vollständig unabhängig zu werden, d.h. z.B. einen entsprechenden Job zu finden.
Ich denke immer, dass auch bei der Unmenschichkeit von Hartz IV das eigene Selbstbewusstsein mitbestimmt, ist, "was mit einem wirklich passiert".
Ausser rechtlichen Beistand täte ich mir (sorry für den Vorschlag) an Deiner Stelle auch in diesem Bereich etwas helfen lassen.
Gruss
burki
 
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DAs Wichtigste

Das Wichtigste fehlt. So ein Praktikantenverhältnis ist im Prinzip auch nur ein Arbeitsvertrag. Und bei dieser Art Verträge bedarf die Kündigung der Schriftform. Und eine fristlose bedarf der Begründung.
Ein Flurförderfahrzeug ohne Einweisung und Genehmigung zu bewegen verstößt gegen die UVV. Das entfällt schon mal als Kündigungsgrund; das Auslösen der Alarmanlage hat der Vorgesetzte? grob fahrlässig selbst verschuldet. Bleiben noch die Lebensmittelverteilungen. Bist Du im Besitz eines gültigen Gesundheitszeugnisses und hat Dein toller Vorgesetzter Einsicht genommen? Da bleibt am Ende nur die Jobangst noch Beschäftigter und eventuell ein Schadensersatzanspruch und Schmerzensgeld.
Wenn der Betrieb sich schon das Direktionsrecht eines ordentlichen Arbeitgebgers erdreistet, insbesondere die Zuteilung der Arbeitszeit, dann könnte man das Praktikantendienstverhältnis auch umdeuten.
Genaues weis der Anwalt oder die Gerkschaft.
Wenn Du Dich nicht wehrst, kann deine liebe ARGE Dir eine berechtigte Sanktion reindrücken. Mündlich ist keine Arbeitsvertragskündigung rechtswirksam. Wenn Du die trotzdem akzeptierst, reicht das schon für eine Sperrzeit/Kürzung.
 

Debra

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Wenn Du Dich nicht wehrst, kann deine liebe ARGE Dir eine berechtigte Sanktion reindrücken.
Das kann man so pauschal nicht sagen. Das kommt darauf an, was für einen Vertrag er hat. In meinem Praktikumsvertrag stand drin, beide Seiten können von einem Tag auf den anderen kündigen (ob es der Schriftform bedarf, kann ich nicht mehr erinnern, aber ich hab mich nur telefonisch abgemeldet, nachdem ich auf dem 1. Markt eine Tätigkeit gefunden hatte.)

Auch steht ja noch der "Träger" dazwischen. Er ist schließlich nicht aus der Maßnahme geflogen! Der Träger wird kein Interesse daran haben, dass er aus der gesamten Maßnahme fliegt wegen dem Kopfgeld, das er kassiert. Außerdem ist er jetzt ja erst mal krank geschrieben und wird danach wohl wieder zu dem Träger zum "Unterricht" gehen. Ich sehe da keine Grundlage für Sanktionen.

Ich bin z.B. auch in einem EEJ gemobbt worden. :icon_lol: Schon am 1. Tag, die lieben "Kollegen" mochten mich wohl nicht, besonders die andere EEJobberin nicht, sie mischte sich in eine Auseinandersetzung die ich dort mit 'ner richtig angestellten "Kollegin" hatte, und meinte, was ich mir einbilden würde, ich sei dort nur eine Ein-Euro-Kraft! (Muss man sich mal vorstellen, EEJobber hacken auf andere EEJobber ein!)
Nach dem 2. Tag brauchte ich nicht mehr zu kommen (und wollte auch gar nicht, da es für mich reine Zeitverschwendung war) und der Träger fragte besorgt, ob ich das der ARGE gemeldet hätte. Hatte ich nicht. Da waren sie froh und ich hatte erst mal meine Ruhe, bis sie mir das Praktikum vermittelten.
 

Debra

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Hallo!
Genau das habe ich bereits am 2.Tag so gefühlt. Das es dem Betrieb nämlich scheißegal ist, daß jemand als Praktikant dort ist, um sich zu verbessern. Das habe ich nach den ersten 4 Wochen auch meiner "Betreuerin"der Maßnahme so gesagt.
Aber sie erwiderte, daß man auf der Praktikumssuche wohl kaum Firmen findet, die keine finanziellen Interessen an Praktikanten haben.Sonst
würde man keinen Praktikumsplatz finden.
Dies kann man gar nicht oft genug versuchen, Aussenstehenden klarzumachen. Dieses Gesetz, dass berufserfahrene Menschen zwingt, umsonst arbeiten zu müssen und die Arbeitslosen selber noch dazu beitragen müssen, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen zu vernichten - also das einzige, was ihnen helfen würde, wieder eine Zukunft ohne ARGE zu haben - ist ein Verbrechen.

Und ich glaube, daß diese ganzen Bewerbungstrainingsmaßnahmen( getarnt als berufspraktische Weiterbildungsmassnahmen) mit Praktikum nichts als Lüge und Ruhigstellerei sind.
Natürlich sind sie das. Tragen aber dazu bei, dass die ganzen Träger ihr Personal bezahlen können und diese somit nicht arbeitslos sind.

Ich halte diese Weiterbildungs-Qualifizierungsmassnahmen für einen dummen Bauernfang.
Es wird nicht weitergebildet und vorallem nicht qualifiziert.
Natürlich gibt es auch Menschen, die so gefördert werden müssen, daß sie ersteinmal lernen, ihren Namen richtig zu schreiben. Das sehe ich ein.
Aber solche armen Menschen steckt man dann nicht in Gruppen zusammen mit Ingenieuren, russischen Kinderärzten, Informatikern und anderen hochqualifizierten Leuten.
Sehr richtig. Daran erkennst Du die Qualität dieser "Quali". Ohne Rücksicht auf Vorbildung/Kenntnisse werden Arbeitslose in einen Topf geworfen. Die qualifizierteren Arbeitslosen dürfen das Ergebnis von verfehlter Bildungs- und Integrationspolitik ausbaden. Da kann nichts Gutes bei rauskommen und nützt niemandem was, außer dem Träger.

Die Lehrerin fand das zwar menschlich gut , wollte das aber in Zukunft nicht wieder sehen.
Seltsam. Müssen DIE ihm nicht helfen, seine Bewerbungen zu erstellen bzw. müssen die nicht ein "Profiling" machen, wo das bekannt ist und er sinnvoll gefördert wird, z.B. durch Deutschkurs?

Zwischenfrage: was schickt die Arge diesen jungen Mann überhaupt in solch eine teure Massnahme hinein???
Tja, irgendwem muss doch das an den Arbeitslosen gesparte Geld in den Rachen geworfen werden! :icon_party:

Aber ich behaupte mal ganz feierlich, daß ich VOR dieser Massnahme nichts anderes an Bestrebungen gemacht habe, wie IN dieser Massnahme und das 2500 Euro Massnahmekosten ohne Fahrgeld sehr viel Geld ist, mit dem man schon ein halbes Studium an der Fachhochschule/Volkshochschule hätte finanzieren können.
Bei mir war es noch schlimmer. Die unsinnige Maßnahme hat mich davon abgehalten, dass zu tun, wozu ich verpflichtet bin: Mir eine Tätigkeit auf dem 1. Markt zu suchen. O-Ton einer "Arbeitsvermittlerin" dort: "Für Bewerbungsgespräche bekommen Sie nicht den ganzen Tag frei, sondern nur ein paar Stunden." (7:30 Uhr bei der Maßnahme, mittags für Vorstellungsgespräch 1.5 Std. frei, danach zurück in Maßnahme - Fußmarsch über 1.5 km zur nächsten Haltestelle). Um dann dort zu hören, dass "ein gutes Bewerbungsanschreiben mitunter 8 Std. dauert", "Zeitarbeitsfirmen der Wiedereinstieg sind" und "dass man sich sehr gut auf Vorstellungsgespräche vorbereiten muss." Wie soll man Letzteres machen, wenn der Träger selbst das sogar sabotiert? :icon_eek: Die werden also belohnt dafür, die Arbeitslosigkeit zu fördern :icon_eek:, dass die kein Interesse daran haben, dass Arbeitslose wieder in Arbeit kommen, ist doch klar, schließlich leben sie ja von ihnen! Aber dass so FRECH und arrogant den Arbeitslosen auf die Nase binden... ist allerhand, finde ich.

Des weiteren: nur 1 Std. am Tag Internetzugang, telefonisch tagsüber nicht erreichbar für Arbeitgeber, keine Möglichkeit von dort ungestört zu telefonieren. Fazit: Verschwendung von Steuergeldern durch ARGE/Träger, reine Schikane meiner Person (nichts gelernt, was ich nicht sowieso schon wusste), Lücke im Lebenslauf und 1 Jahr weitere Arbeitslosigkeit verursacht...
 

Wuestenfuchs

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Das Wichtigste fehlt. So ein Praktikantenverhältnis ist im Prinzip auch nur ein Arbeitsvertrag. Und bei dieser Art Verträge bedarf die Kündigung der Schriftform. Und eine fristlose bedarf der Begründung.
Ein Flurförderfahrzeug ohne Einweisung und Genehmigung zu bewegen verstößt gegen die UVV. Das entfällt schon mal als Kündigungsgrund; das Auslösen der Alarmanlage hat der Vorgesetzte? grob fahrlässig selbst verschuldet. Bleiben noch die Lebensmittelverteilungen. Bist Du im Besitz eines gültigen Gesundheitszeugnisses und hat Dein toller Vorgesetzter Einsicht genommen? Da bleibt am Ende nur die Jobangst noch Beschäftigter und eventuell ein Schadensersatzanspruch und Schmerzensgeld.
Wenn der Betrieb sich schon das Direktionsrecht eines ordentlichen Arbeitgebgers erdreistet, insbesondere die Zuteilung der Arbeitszeit, dann könnte man das Praktikantendienstverhältnis auch umdeuten.
Genaues weis der Anwalt oder die Gerkschaft.
Wenn Du Dich nicht wehrst, kann deine liebe ARGE Dir eine berechtigte Sanktion reindrücken. Mündlich ist keine Arbeitsvertragskündigung rechtswirksam. Wenn Du die trotzdem akzeptierst, reicht das schon für eine Sperrzeit/Kürzung.

Hallo Dieter: Alles, was du aufgeführt hast, ist zutreffend. Ganz im Gegenteil. Ich bekam keine Unfallverhütungseinweisung oder weiteres.
Ich habe mich da vorgestellt und wurde sofort angenommen und Vertrag wurde sofort unterschrieben. Das war es schon. 1 Woche später begann das Praktikum. Zugesicherte Arbeitszeiten im mündlichen Gespräch betrugen 8 Uhr bis 16 Uhr( inklusive Pausen).Am 1.Tag brauchte ich erst um 9 Uhr anfangen.
Am zweiten Tag mußte ich ins Büro und habe mir aufgeschrieben, daß ich von nun an immer um 7 Uhr anfange und um 15 Uhr gehe. Jeden 2.Samstag sollte ich von 11-20 Uhr arbeiten. Dafür am jeden 2. Donnerstag jeweils ein freier Tag.
Diese Regelung war gut.Denn man hattte um 15 Uhr( offiziell leider15:30-ca 17Uhr, je nach Arbeitsvolumen) Feierabend.

Bereits nach der ersten Woche wurde wieder etwas verändert: als ich Dienstags nach Hause wollte( gegen 15:30) hieß es aufeinmal" Morgen um 6 Uhr".
Ok, dann bin ich um 6 Uhr gekommen und etwas eher gegangen.

Nächsten Tag aber wiederum andere Arbeitszeiten, um 7 Uhr anfangen,( immer so, wie das Personal zur Verfügung stand, denke ich mir).
Irgendwann bin ich wohl auch einmal um 7 Uhr gekommen, weil ich gar nicht wußte, daß ich um 6 bereits da sein sollte.
Hatte ja niemand etwas zu mir gesagt..???
Es hat praktisch NIE jemand etwas zu mir gesagt. Ich habe da alleine herumgeschustert und wurde lediglich mal vom Stelle von meiner Arbeit weggerufen, um dessen Pappe aus dem Markt zu holen, bzw um mal für Kunden die schweren Blumenerdesäcke ins Auto zu tragen.
Mein Ansprechpartner und Vorgesetzter( wenn im Dienst) war ein Lagerist, der schon etwas länger eingestellt war. Der jedoch auf meine Fragen hin selten eine Antwort gegeben hat. meistens nur:" Das ist jetzt nicht so wichtig. Packe lieber erst mal die Getränke weg."
Dann irgendwann, als der Chef weg war im Urlaub und ich nach 1 Woche Krankheit wieder zum Dienst kam, mußte ich ab sofort im 2 Schichsystem arbeiten, also 13:30 bis 20 Uhr.
Nachdem ich alle meine Arzt-Termine umgestellt hatte, klappte dies auch. Aber leider wurde auch hier wieder Arbeitszeit dazugeschummelt.
So daß ich erst zwischen 20:30 und 21 Uhr herausgekommen bin, obwohl ich meine Pausen so reduziert hatte, daß ich nicht länger machen muß.
Ausbildungen und Unterweisungen:
Mir wurde am Anfang 2 mal gezeigt, wie die mechanische Papppresse geleert wird und einmal wurde mir geholfen, weil ich beim Leeren einen Fehler gemacht habe.
Auf den Stapler habe ich mich einmal selbst gesetzt, weil ich vor lauter leeren Paletten und gepressten Pappballen nicht mehr weiterwußte.
Ich habe diese dann, ca 50m weit aus dem Lager zu einem Container gebracht. Es war aber nichst gefährliches dabei, keine Ware oder Arbeiten im Hochregal. Letztere Arbeiten habe ich ja verweigert,weil ich mir es nicht zutraute, ohne Übung auf engsten Raum bis zu 6 m hoch volle Palleten zu bewegen. Solche Arbeiten mit dem Stapler habe ich auch vor 15 Jahren bei der Bundeswehr nicht geübt, sondern nur das Auf-und Absetzen von 2 Körben auf der Landebahn auf einem mit Pillonen begrenzten Raum.
Ich habe dort geknüppelt und NIE ein negatives Feedbeack bekommen. Ich war sehr schnell im Packen ( das hat sogar der anspruchsvolle Stelli gesagt) und durfte deshalb alle Getränke packen. Zuletzt mit Mischkisten drauf habe ich 6 Paletten in 1 Stunde geschafft. Das sind ungefähr 4-5 Minuten pro Palette . Rest der Zeit fürs Herschieben und Wassertrinken und natürlich Leergutabteilung dazwischen, wenn es mal voll wurde.
Das hat mir nach einiger Zeit sogar Spaß gemacht, weil die Zeit dann schneller herumgeht.
Ich habe am 26.April noch 89 Kg gewogen. Dieses Gewicht schleppe ich trotz Diäten seit Jahren mit mir herum. Aber jetzt wiege ich knapp 80kg( trotz normalem Essen und Schokolade). Das war die einzige Motivation , die ich fand. Nämlich auf diese Weise noch etwas abzunehmen. Ich konnte früher nicht schwer heben aus Ungewohntheit.
Der Chiropraktiker hatte sogar gesagt, daß schon 5 kg in 3 Wochen fast zuschnell abgenommen ist.Und ich habe sogar 9 kg verloren.
Also 75 kg zu erreichen hätte ioch mit Sicherheit bis zum Ende des Praktikums geschafft.
Jetzt schaffe ich eine Kiste mit 12 vollen Wasserflaschen oder eine volle 27er Kiste Haake Beck spielend mit 1 Hand hoch zuheben. Das ist Wahnsinn.
Zu Begin des Praktikums habe ich das mit 2 Händen nur mühsam geschafft.

Also wegen meiner Einsatzbereitschaft kann sich niemand beschweren.

Lebensmitteltauglichkeit??? -Danach wurde nicht gefragt. Diese liegt bei mir zurück seit Juli 1988.
Na ja, eine Sperre soll ich ja laut meiner Betreuerin nun nicht bekommen.
Ein neues Praktikum muß ich erst besuchen, wenn ich wieder gesundgeschrieben bin.
Ich werde auch diesmal Jobs im Einzelhandel Lebensmittel ablehnen.
Ich möchte gerne ins Büro, oder in einen Wachdienst, oder als Kontrolleur in die Kunststoffproduktion gehen. Genau weiß ich es jetzt nicht, weil mir zur Zeit noch der Kopf brummt.Ich nehme seit vorletztem Mittwoch jedem Tag 100mg Diclofenac gegen Rücken-Nacken-Kopfschmerzen ein. Seit Freitag bekomme ich Naproxen, weil die Diclofenac nicht mehr richtig wirken.
 

Wuestenfuchs

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Hallo Debra: Ich meinem Praktikumsvertrag steht drin, daß der Praktikumsbetrieb mich jederzeit aus Dringenden Gründen kündigen kann, ich aber kann wohl kaum kündigen.
Ich habe hier mal meinen Praktikumsvertrag eingestellt und alle daten unkenntlich gemacht. Achtet mal besonders auf die Stelle am Schluß, wo es um die Versicherung/Haftung geht!!!
Das heißt nämlich, daß ich für allle im Praktikumsbetrieb verursachten Schäden selbst haften muß.
 

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animas

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Hallo,
Dieser Vertrag ist in meinen Augen Sittenwidrig, denn der Praktikannt hat nur Pflichten, keine Rechte und wird nicht entlohnt.
Das ganze Papier sollte als Beweis dienen können, mit dem ein guter Anwalt die Firma erfolgreich verklagen kann. Hier geht es eindeutig um die kostenlose Ausnutzung von Arbeitsleistung eines Menschen der in einer NOtlage ist und zum Vertragsabschluss genötigt wurde.
Da muss doch was zu machen sein.
nenn mir doch bitte die Firma.
 

Unwichtig

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Hallo Debra: Ich meinem Praktikumsvertrag steht drin, daß der Praktikumsbetrieb mich jederzeit aus Dringenden Gründen kündigen kann, ich aber kann wohl kaum kündigen.
Ich habe hier mal meinen Praktikumsvertrag eingestellt und alle daten unkenntlich gemacht. Achtet mal besonders auf die Stelle am Schluß, wo es um die Versicherung/Haftung geht!!!
Das heißt nämlich, daß ich für allle im Praktikumsbetrieb verursachten Schäden selbst haften muß.
Da steht doch das der Träger haftet, Du bist nicht der Träger.
 

Wuestenfuchs

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Da steht doch das der Träger haftet, Du bist nicht der Träger.
Hallo!
Nein , es steht doch dort "... jedoch nicht für vom Praktikanten /von der Praktikantin während des Praktikums verursachte Schäden"

Das hast du viellicht überlesen?
Unten extra rot unterstrichen.
Der Träger haftet nur für Schäden während des Unterrichtes.

Das heißt für mich: Knalle ich eine Palette Getränke kaputt oder zerstöre die Gabel des Gabelstaplers oder schmeiße irgendetwas anderes um, dann zhale ich dafür, nicht der Träger.
 

eAlex79

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Ich kann mir nicht vorstellen dass so eine Regelung bestand hat! Du machst doch Sachen in Auftrag, der Veranstalter des Praktikums MUSS doch versichert sein?????

x
x Alex.
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Wuestenfuchs

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Ich kann mir nicht vorstellen dass so eine Regelung bestand hat! Du machst doch Sachen in Auftrag, der Veranstalter des Praktikums MUSS doch versichert sein?????

x
x Alex.
x
Es steht doch so im Vertrag, siehe im Anhang etwas weiter unten, 2.Seite unten, rot unterstrichen. Posting Nummer #25
Ich habe es jetzt als Ausschnitt nochmal hierherein gehängt.
 

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eAlex79

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Ich kann in einem Vertrag auch schreiben das ich das Recht erwebe jemanden zu schlachten auf aufzuessen wenn er das Wort "und" sagt.

Dass heisst aber noch lange nicht das dieses irgendeine gültig erlangt.

Wer weiss dazu mehr????? Hat so eine Regelung bestand (nein, nicht die die ich als Beispiel genannt habe..)

x
x Alex
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Borgi

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Hier mein Senf dazu:

Praktikanten werden immer wieder gerne für Sklavenarbeit genommen. Die haben gefälligst die Schnauze zu halten, wenn sie schon kein Geld verdienen.

Ich hatte mich mal für eine Stelle beworben. Es wurde eine Lagerfachkraft mit guten Fleischkenntnissen als Lagerleiter gesucht. Als gelernter Fleischer und angehender geprüfter Meister für Lagerwirtschaft war es die ideale Stelle für mich. Dort wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen und wurde für 2 Wochen als Praktikant eingestellt mit der hoffnungsvollen Aussicht auf Festanstellung. Und jetzt der Brüller: Mir wurde gesagt, dass niemand über meine Zukunft als Lagerleiter bescheid wisse und ich würde als Praktikant eingeführt werden. Weil diese Arbeitsstelle weiter entfernt war, wurde mir das (billige) Hotel bezahlt, in dem Mitarbeiter (Praktikanten) regelmäßig untergebracht wurden. Wegen der zu hohen Belastung (Vollzeitjob, Meisterschule und Nebenjob) kündigte ich meinen seit 9 Jahren ausgeübten Nebenjob. Zwei Wochen nachdem ich dort angefangen hatte, wurde ich nach "oben" gerufen. Dort wurde folgende Aussage Sinngemäß in Kurzfassung (das Gespräch dauerte 1,5 Stunden) getroffen: "Herr B....., Herr F... (Chef der Firma) und ich haben Sie in den letzten 14 tagen beobachtet. Herr F... hat von Ihnen Anweisungen erwartet, die aber nicht von Ihnen kamen. Auch dem jetzige Lagerleiter ist aufgefallen, das Sie zu wenig Befehle geben, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Vorgestern hatten wir Besuch von 4 hochrangigen Kunden, aber Sie haben sich nicht dieser Gruppe zu Gesprächen angeschlossen. Herr B…., wir wollten einen Ferrari und keinen Golf!"
Da war ich platt, wo doch niemand wusste, dass ich der zukünftige Lagerleiter bin. "Doch, alle wussten darüber bescheid!" Lange Rede kurzer Sinn, ich wurde entlassen.

Dieser Vorgang hat mich maßlos verärgert, und ich habe einen sehr gut bezahlten Nebenjob verloren. Diese Firma meldete ich persönlich einem Sachbearbeiter des Arbeitsamtes. Zusätzlich schilderte ich diesen Fall schriftlich, mit der nachdrücklichen Bitte, diese Firma mit dieser Vorgehensweise zu überprüfen. Ich äußerte mein Bedenken, dass diese Firma vermutlich in der Vergangenheit des Öfteren "Praktikanten" mit Bezahlung durchs Arbeitsamt einstelle, um sie nach Praktikumsende zu feuern. Diese Firma wurde überprüft, und ca. 2 Wochen nach Arbeitsende rief mich das Arbeitsamt an, um sich bei mir zu bedanken.

Zugegeben, es ist ein etwas anderer Fall, aber vom Prinzip her die gleiche Machart. Praktikanten werden mit der Hoffnung auf Festanstellung eingestellt, um sie später aus fadenscheinigen Gründen nicht zu übernehmen.
 

Kerstin_K

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Warum Praktikum

Hallo Borgi,

solche Geschichten kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Warum bitte lasst Ihr Euch immer wieder auf unbezahlte Praktika ein?:icon_kinn:

Wenn ein Arbeitgeber sich nicht sicher ist, ob der Bewerber geeignet ist, hat er in der Probezeit genug Möglichkeiten, ihn zu testen und sich ggf. wieder von ihm zu trennen. Deshalb heißt es Probezeit.

Eine Führungskraft im Praktikum, sorry, aber für mich riecht das förmlich nach Abzocke ....
 

Wuestenfuchs

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Hallo Borgi,

solche Geschichten kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Warum bitte lasst Ihr Euch immer wieder auf unbezahlte Praktika ein?:icon_kinn:

Wenn ein Arbeitgeber sich nicht sicher ist, ob der Bewerber geeignet ist, hat er in der Probezeit genug Möglichkeiten, ihn zu testen und sich ggf. wieder von ihm zu trennen. Deshalb heißt es Probezeit.

Eine Führungskraft im Praktikum, sorry, aber für mich riecht das förmlich nach Abzocke ....
Hallo Kerstin.
wenn du mal in die Praktikumsverträge der Arge, bzw deren angeschlossene Maßnahmeträger siehst, dann fällt dir sofort auf, daß der Praktikumsbetrieb die gesamte Praktikumsdauer als Probezeit zur Verfügung hat.Der Praktikant dagegen hat keine Möglichkeit, ohne eine Leistungssperre auszusteigen.
Währe ich z.B alleinstehend, wäre es überhaupt nicht diskutabel gewesen, in solch eine Qulifizierungsmaßnahme zu gehen. Ich hätte sofort bei der Arge alles abgelehnt, wäre viellicht komplett herausgeflogen. Und ich sage mal , höchstwarscheinlich wäre es mir möglich den Betrag von 400 Euro im Monat irgendwie zusammenzujobben., sei es durch Flaschensammeln.
Problem aber ist, eine vorhandene Familie: Steige ich aus, werden alle bestraft----Bedarfsgemeinschaft.
Ich selbst habe schon bei meiner FM angerufen und nachgefragt, ob ich nicht aussteigen könne, um mir mit einem Kleingwerbe meinen Anteil selbst zu verdienen. Ihr Antwort war ein NEIN. Entweder alle steigen aus oder keiner.Bzw wenn ich aussteige, dann fallen alle Leistungen weg.
 

Unwichtig

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Hallo!
Nein , es steht doch dort "... jedoch nicht für vom Praktikanten /von der Praktikantin während des Praktikums verursachte Schäden"

Das hast du viellicht überlesen?
Unten extra rot unterstrichen.
Der Träger haftet nur für Schäden während des Unterrichtes.

Das heißt für mich: Knalle ich eine Palette Getränke kaputt oder zerstöre die Gabel des Gabelstaplers oder schmeiße irgendetwas anderes um, dann zhale ich dafür, nicht der Träger.
Ok, sorry, falsch verlesen. Da steht aber nicht das Du haftest, sondern nur das der Träger nicht haftet. Daraus kann man nicht den Schluss ziehen das Du haftest. Der Betrieb bleibt auf dem möglichen Schaden sitzen.
 

Kerstin_K

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Praktikum Während einer Maßnahme

Hallo Wüstenfuchs,

bei einem Praktikum während einer Maßnahme sehe ich das ein bißchen anders, weil ja wohl in der Regel das Praktikum das in der Maßmahme teoretisch gelernte in die Praxis übertragen soll. Solche einseitigen Verträge halte ich allerdings für rechtlich kaum haltbar.

In der Regel wird ein Praktikum wärend einer Maßnahme ja wohl seltentst zu einem Arbeitvertrag führen. In dem Von Borgi beschriebenen Fall sieht das anders aus. ER braucht keine Praxiserfahrung mehr, oder eine Orientierung, ob er für die Arbeit geeignet ist, wie z. B. ein Schüler oder so.

Da ist etwas ganz fuchtbares Mode geworden in diesem Land..
 

Debra

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Hallo Wüstenfuchs,

bei einem Praktikum während einer Maßnahme sehe ich das ein bißchen anders, weil ja wohl in der Regel das Praktikum das in der Maßmahme teoretisch gelernte in die Praxis übertragen soll.
Aber was für einen Abschluss erhält er nach der Maßnahme? Ein Papier, worauf steht, dass er an einem "Projekt" namens "berufspraktischen Weiterbildung" teilgenommen hat? Was nützt ihm das, um einen Job zu finden? Kann nicht jeder als Lagerarbeiter in einem Supermarkt angelernt werden, einen Staplerschein erwerben etc.? - Ich hab von dem dämlichen Träger auch das ein oder andere "Zeugnis" ... äh ... Papier bekommen, wo drauf steht: Hat am Modul "Büroorganisation" (4 Std.) erfolgreich teilgenommen (Thema: Pisa-Studie). Was für ein Schwachsinn, glaubst Du, dass schindet Eindruck bei potentiellen Arbeitgebern? Ich nicht.

@Wüstenfuchs
Du hast noch Anspruch auf ein Zeugnis von dem Praktikum ... (ich hab bis heute keins von dem tollen Praktikum gekriegt, wo ich war. Vielleicht möchte der Typ das ganz gern "vergessen", weil er jetzt Karriere gemacht hat und es nicht rauskommen soll?- Ich musste dort jedenfalls eine Verschwiegenheitsverpflichtungserklärung unterschreiben, d.h. ich darf überhaupt nichts darüber erzählen, was dort passiert ist - in Zusammenhang mit seinem Namen, glaub ich.). Und lass Dich nicht vom Träger verscheißern, so lange Du nicht aus der gesamten Maßnahme geflogen bist und entschuldigt fehlst, wenn Du denn fehlst, brauchst Du keinen Stress mit der ARGE zu fürchten.
Du bist bestimmt nicht der erste Teilnehmer, der Probleme im Praktikum hat, da gibt's ganz sicher jede Menge Leute! - Ehrlich gesagt, gönn ich es den Leuten aber, die Praktikanten einsetzen. Vielleicht haben sie dann ja bald die Schnauze voll von Praktikanten und bieten lieber wieder sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze an. :biggrin:

Sei bloß froh, dass Du nicht mit dem Stapler am Hochregal und so gearbeitet hast! Mann, da muss man noch 'ne Haftpflichtversicherung für ein Praktikum mitbringen, oder wie?
 

nightangel

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Ein Praktikum ist doch eigentlich dazu gedacht praktische Erfahrungen in einem Beruf zu erlangen den man bisher nur aus der Theorie kennt. Wer also eine Ausbildung in diesem Beruf hat und/oder darin schon gearbeitet hat, hat diese praktischen Erfahrungen schon. Für den Fall gibt es wie schon jemand erwähnte dann die Probezeit ob man für den Betrieb geeignet ist.

Als Praktikum wird innerhalb der Personalwirtschaft eine Tätigkeit bezeichnet, die im Rahmen der beruflichen Ausbildung (auch Studium) praktische Erfahrungen im künftigen Beruf vermitteln soll. Ein Praktikum kann im Rahmen eines Betriebspraktikums bei einem Betrieb stattfinden, in Hochschulen kann dies auch im Rahmen eines Kurses der Fall sein. Praktika sind auch Bestandteil einer von der Bundesagentur für Arbeit angebotenen Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW) im Rahmen des SGB III.

Der weit verbreiteten Auffassung, dass Praktikanten unentgeltlich zu arbeiten haben, widerspricht die Rechtsprechung. So hat das hessische Landesarbeitsgericht bereits 1999 in einem entsprechenden Verfahren festgestellt, dass Praktikanten gemäß Berufsbildungsgesetz (BerBiFG) grundsätzlich einen Anspruch auf angemessene Bezahlung haben (Link unten). Dies gilt insbesondere, wenn der Praktikant Arbeiten verrichtet, die berufstypisch für eine reguläre Fachkraft gelten. Die entsprechende Entlohnung hat sich dann theoretisch an den verkehrsüblichen Gehältern zu orientieren. Oft bemisst sie sich nach dem Lebensalter des Praktikanten.

Bei zunehmender Arbeitslosigkeit ist das oft Theorie. Viele sind letztlich froh, überhaupt genommen zu werden und Praktikantenvergütungen verglichen mit vor zehn, zwanzig Jahren gekürzt oder entfallen: und das ohne vergleichbare Chance auf nachfolgende Beschäftigung / Anstellung - trotzdem oft wohl ein kleineres Übel. Inzwischen ist in Deutschland deshalb von einer "Generation Praktikant" die Rede.

Praktikanten, die Unterhaltssicherungsleistungen der Arbeitsagentur erhalten, haben während eines Betriebspraktikums im Rahmen von öffentlich finanzierten Umschulungs- und Fortbildungsmaßnahmen keinen gesonderten Anspruch auf eine Vergütung, da der Lebensunterhalt für ihre berufliche Bildung bereits finanziert wird.

Am 8. Januar 2003 entschied das Arbeitsgericht Berlin (AZ 36 Ca 19390/02), dass ein Arbeitsverhältnis sich nicht nach der Bezeichnung, sondern nach dem Inhalt qualifiziert. Das Bundesarbeitsgericht kam in einer Entscheidung vom 13. März 2003 (6 AZR 564/01) zu dem Schluss: "Praktikant ist, wer sich für eine vorübergehende Dauer zwecks Erwerb praktischer Kenntnisse und Erfahrungen einer bestimmten betrieblichen Tätigkeit und Ausbildung, die keine systematische Berufsausbildung darstellt, im Rahmen einer Gesamtausbildung unterzieht, weil er diese für die Zulassung zum Studium oder Beruf, zu einer Prüfung oder anderen Zwecken benötigt."
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Praktikum

Es ist eine echte unsitte geworden mit den Praktikanten, viele nutzen dieses aus um kostenlose Arbeitskräfte zu bekommen, ist die Zeit rum, darf der/die gehen und der nächste Praktikant wird eingestellt. Eine wirkliche Festanstellung kriegt man danach nur selten. Wozu dann noch für Probezeiten bezahlen? Obwohl ich dazu sagen muss das ich das Glück mal hatte, durch eine Maßnahme mit anschl. 3 Monate Praktikum eine Anstellungen bekommen zu haben, erst als Aushilfe dann Vollzeit danach, warum erst Aushilfe ist eine etwas komplizierte Geschichte. Aber wie gesagt das sind dann die seltenen Ausnahmen wo man viel Glück haben muss.

LG
nightangel
 

burki

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Hi,
Warum bitte lasst Ihr Euch immer wieder auf unbezahlte Praktika ein?:icon_kinn:
gerade im Zuge von Hartz IV wird doch soetwas massivst gefördert bzw. als Betroffener bleibt einem häufig keine Wahl.
Es sind ja auch nicht nur die "Praktika", sondern auch z.B. das immer beliebtere "Probearbeiten" (natürlich umsonst) oder auch die ganze Sparte der Zeitarbeit.

Hatte hier ja schon in einem anderen thread darüber geschrieben, wie meine Erfahrung im Vergleich zu heute und zu z.B. vor 10-20 Jahren ist.
Dabei zieht sich diese Politik durch fast alle Berufsbereiche und Qualifizierungen.

Warum soll der Arbeitgeber mit "viel Aufwand" gleich jemanden einstellen, wenn er stattdessen mindest ebenso qualifizierte Leute für umsonst oder (bei der Zeitarbeit) für z.T. eines Bruchteils des Lohnes bekommen kann?
Warum soll er sich mit Kündigungsfristen (die eben auch in der Probezeit vorhanden sind) herumschlagen, wenn er stattdessen immer wieder "frisches und (not)williges Fleisch" bekommt?

So unterwürfig wie Wuestenfuchs würde ich mich zwar nicht verhalten, doch trotzdem habe ich gerade in den letzten Monaten soviele Tests, Probearbeiten, Produktlösungen hinter mir, wie in meiner gesamten (über 10 Jahre währende) Selbstständigkeit nicht, nur um einen ganz normalen Job in der Entwicklung zu bekommen.
Noch vor ein paar Jahren hätte ich mit diesem Arbeitsaufwand locker eben auch ein paar Monate richtig gut leben können, während ich jetzt das Ganze noch vom Regelsatz "rausschneiden" durfte, um es machen "zu dürfen".
Gruss
burki
 
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