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Im Hamsterrad

desmona

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14.08.2014 / Inland
Im Hamsterrad

Jung, gebildet, behindert – arm: Eine Frau kämpft gegen die Mühlen des »Sozialstaats« und läßt sich nicht unterkriegen

Dana K. hat keine andere Wahl: Sie ist seit ihrer Kindheit halbseitig spastisch gelähmt. Ihren linken Arm kann sie nicht benutzen. Daß sie mittels einer Schiene laufen und überhaupt allein wohnen kann, verdankt sie zahlreichen Operationen, Rehabilitationsmaßnahmen, vor allem aber ihrem starken Willen. Was ihr fehlt? »Eigenes Geld, ein Arbeitsplatz – irgendwas mit Menschen«, meint sie. Daß sie keinen Job finden kann, nagt an ihr. So wie Hartz IV.
Nun fällt sie unter Hartz IV: Bewerbungen und Ortsanwesenheit sind Pflicht, Job*angebote darf sie unter Androhung von Sanktionen nicht ablehnen. Ihr erster Besuch im für sie zuständigen Jobcenter des brandenburgischen Oder-Spree-Kreises in Erkner endete mit Tränen. »Als ich am Empfang nach dem Weg fragte, wurde ich gleich angefahren«, berichtet sie. Freunde haben ihr danach geraten, nie wieder alleine diese Behörde aufzusuchen.
Dana K. hat im Juli Arbeitslosengeld II beantragt. [...]Geld vom Jobcenter hat Dana K. seit ihrem Antrag bisher nicht gesehen.
»Für die individuellen Probleme unserer Klienten sind die Gesetze leider nicht ausgelegt«, grübelt Behördensprecher Irmer laut. Aber für viele Entscheidungen gibt es Ermessensspielräume, beschwichtigt er. Die Sachbearbeiter müßten nicht jeden Regelverstoß und jede Ablehnung einer Stelle sanktionieren. Das heißt zugleich: Betroffene sind auf die Gunst des Arbeitsvermittlers angewiesen.
14.08.2014: Im Hamsterrad (Tageszeitung junge Welt)
 

libertad

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Da kann man nur noch zum Zyniker werden, mit Stammtischparolen, aber ich verkneifs mir. :icon_kratz:
 

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»Für die individuellen Probleme unserer Klienten sind die Gesetze leider nicht ausgelegt«, grübelt Behördensprecher Irmer laut. =>


Auszug:

§ 1 Abs. 2 Nr. 5 SGB II Aufgabe und Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende

(2) Die Grundsicherung für Arbeitsuchende soll............ Die Gleichstellung von Männern und Frauen ist als durchgängiges Prinzip zu verfolgen. Die Leistungen der Grundsicherung sind insbesondere darauf auszurichten, dass


5.
behindertenspezifische Nachteile überwunden werden
,



Wenn es nicht so traurig wäre: :icon_lol:


Den Absatz 1 habe ich gleich weggelassen, denn das mit der "Würde" wäre hier zu zynisch.
 

USERIN

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Die Dame kann noch froh, sein, dass sie keine Eingliederungshilfen benötigt. Dann unterläge sie auch dem strengeren Vermögensgrenzwerten des SGB XII und dürfte 75 % ihres Einkommens über dem Freibetrag an den Sozialhilfeträger abtreten.

So lohnt es sich für viele Schwerbehinderte überhaupt nicht zu arbeiten.

http://www.change.org/de/Petitionen/recht-auf-sparen-und-gleiches-einkommen-auch-für-menschen-mit-behinderungen-2600
Wo hast du denn 75% über dem Freibetrag her?

Zur Zeit könnte ihr durchaus Eingliederungshilfe zustehen und damit auch ggf. weitere Mehrbedarfe.

Da die Betroffene seit längerem den SGB II Bezug "genießt" kann man wohl naheliegend davon ausgehen, dass entsprechende Vermögen kaum noch vorhanden sein dürften bzw. sind.
 
E

ExitUser

Gast
Wo hast du denn 75% über dem Freibetrag her?

Zur Zeit könnte ihr durchaus Eingliederungshilfe zustehen und damit auch ggf. weitere Mehrbedarfe.

Da die Betroffene seit längerem den SGB II Bezug "genießt" kann man wohl naheliegend davon ausgehen, dass entsprechende Vermögen kaum noch vorhanden sein dürften bzw. sind.
Damit sind keine Eingliederungshilfen im Sinne des SGB II gemeint, sondern betreutes Wohnen, persönliche Assistenz etc. Die verlinkte Seite gibt dazu einen Überblick. Vermögen kann trotz Arbeit dann niemals aufgebaut werden.
 

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Damit sind keine Eingliederungshilfen im Sinne des SGB II gemeint, sondern betreutes Wohnen, persönliche Assistenz etc. Die verlinkte Seite gibt dazu einen Überblick. Vermögen kann trotz Arbeit dann niemals aufgebaut werden.
Ich war auch eher im SGB XII unterwegs. Wenn RV, KK, BG, etc. nicht leisten, bleibt den Betroffenen ja kaum etwas anderes als beim Sozialamt die Hosen runterzulassen.

P.S.

Woher kommen wohl die Betragsgrenzen wie z.B.€ 2600?
 
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