Im Callcenter arbeiten besser als Zwangsmaßnahme?

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Stroganoff

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Ich muss in ein paar Wochen eine halbjährige Maßnahme machen. In dieser Maßnahme muss ich zudem mindestens zwei vier- bis achtwöchige unbezahlte Praktika absolvieren.

Wäre es da nicht besser mir schnellstmöglich einen Job im Callcenter zu suchen, wo man zumindestens das Hartz4-Geld aufstocken kann? Möglichst im Inboundbereich. Kann jemand vielleicht ein paar seriöse Callcenter (gibt es die???) hier nennen?

Die ersten 100 Euro, die ich hinzuverdiene, darf ich behalten, von allem was über 100 Euro hinausgeht darf ich dann 20 % behalten. Ist das so richtig?
 

avalon

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Ja, ist so richtig. Und irgendwie gabs da auch noch eine Versicherungspauschale von 30 Euro, die darfst Du auch behalten.

Inbound dürfte schwer zu kriegen sein! Eher Lotterielose an Omis und Opis verticken!

Andererseits, wenn selbst auf Cola-Dosen eine Hotline-nummer steht, die man bei Fragen anrufen kann, sollte es doch eigentlich auch Inbound-Center geben. Nur in fast allen Anzeigen, die man so liest, sind Outboundgauner gesucht!
 

Stroganoff

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Ja, ist so richtig. Und irgendwie gabs da auch noch eine Versicherungspauschale von 30 Euro, die darfst Du auch behalten.

Inbound dürfte schwer zu kriegen sein! Eher Lotterielose an Omis und Opis verticken!

Andererseits, wenn selbst auf Cola-Dosen eine Hotline-nummer steht, die man bei Fragen anrufen kann, sollte es doch eigentlich auch Inbound-Center geben. Nur in fast allen Anzeigen, die man so liest, sind Outboundgauner gesucht!

Im Outbound-Bereich werde ich sicher nicht arbeiten. Leute anrufen und ihnen irgendeinen Mist aufschwatzen ist echt nicht mein Ding, zudem habe ich im Gegensatz zu bestimmten Arge-Mitarbeitern soetwas wie ein Gewissen.

Ich weiss nur, dass auf der Jobbörse der Internetseite des Arbeitsamtes einige Callcenter in meiner näheren Umgebung aufgelistet sind die Leute im Inbound-Bereich suchen. Mehr als 7,50 Euro brutto die Stunde gibt es für diese Tätigkeit allerdings nicht.
 

Eierbecher

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Wer sowas mit seinem Gewissen vereinbaren kann, bitte schön.

Bei mir werden solche Anrufe immer gleich abgeblockt.
Und ich könnte sowas niemals machen.

Wie mache ich das der Arge klar?
 

catwoman666666

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Im Outbound-Bereich werde ich sicher nicht arbeiten. Leute anrufen und ihnen irgendeinen Mist aufschwatzen ist echt nicht mein Ding, zudem habe ich im Gegensatz zu bestimmten Arge-Mitarbeitern soetwas wie ein Gewissen.

Ich weiss nur, dass auf der Jobbörse der Internetseite des Arbeitsamtes einige Callcenter in meiner näheren Umgebung aufgelistet sind die Leute im Inbound-Bereich suchen. Mehr als 7,50 Euro brutto die Stunde gibt es für diese Tätigkeit allerdings nicht.


Gesucht wird Inbound, damit sich überhaupt noch jemand bewirbt. Dann wird erzählt, man müße erst mal 6 - 12 Monate Outbound telefonieren, um einen der begehrten Inbound-Plätze zu bekommen.
 
E

ExitUser

Gast
Ich muss in ein paar Wochen eine halbjährige Maßnahme machen. In dieser Maßnahme muss ich zudem mindestens zwei vier- bis achtwöchige unbezahlte Praktika absolvieren.

Wäre es da nicht besser mir schnellstmöglich einen Job im Callcenter zu suchen, wo man zumindestens das Hartz4-Geld aufstocken kann? Möglichst im Inboundbereich. Kann jemand vielleicht ein paar seriöse Callcenter (gibt es die???) hier nennen?
Wäre es nicht besser, dir auch dann schnellstmöglich einen Job zu suchen, wenn keine Maßnahme ansteht?
 

Stroganoff

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Wäre es nicht besser, dir auch dann schnellstmöglich einen Job zu suchen, wenn keine Maßnahme ansteht?

Natürlich wäre es das und stelle dir vor, das habe ich auch die letzten Jahre seit meiner Arbeitslosigkeit versucht. Aber merkwürdigerweise scheint es nicht für alle Menschen in Deutschland, die Arbeit suchen auch wirklich Arbeit vorhanden zu sein.:icon_sad:

Um etwas mehr Einblick über meinen Ärger mit der Arbeitswelt und mit dem Arbeitsamt zu erfahren. Guckst du hier:

https://www.elo-forum.org/weiterbil...eine-unbezahlten-praktika-tun.html#post351095
 
E

ExitUser

Gast
Kann jemand vielleicht ein paar seriöse Callcenter (gibt es die???) hier nennen?

Kann nur abraten in einem Callcenter zu arbeiten - habe es am eigenen Leib erfahren dürfen und ich war zuletzt auch in einem "seriösen" Callcenter (nachdem ich keine Chance hatte irgendetwas anderes zu finden. Bin eine hochqualifizierte kaufmännische Fachkraft gewesen. Bis ich krank wurde). Es war trotzdem die Hölle!

Wo wohnst Du denn?

LG
 

McMurphy

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Meine Nachbarin (gelernte Köchin, zwei Kinder, alleinstehend) wurde von der ARGE in ein Callcenter gesteckt letztes Jahr.

Nach einem Monat hatte sie wegen der miesen Bedingungen einen Nervenzusammenbruch, sie musste "Neukunden" mit Vorsatz und unter Angabe von falschen Namen (Frau Müller etc.) belügen.

Vom Amt gab es dann Sanktionen (10% Kürzung) und ab zum psychologischem Dienst!
 

Stroganoff

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Kann nur abraten in einem Callcenter zu arbeiten - habe es am eigenen Leib erfahren dürfen und ich war zuletzt auch in einem "seriösen" Callcenter (nachdem ich keine Chance hatte irgendetwas anderes zu finden. Bin eine hochqualifizierte kaufmännische Fachkraft gewesen. Bis ich krank wurde). Es war trotzdem die Hölle!

Wo wohnst Du denn?

LG

Ich komme aus Ostfriesland.:cool:
 

Stroganoff

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Dort gibts das "seriöse" Callcenter wo ich (mich u.a. auch auf-) gearbeitet habe (leider) nicht.

Überlegs Dir gut!

LG

Ja, ich überlege schon die ganze Zeit, was ich machen soll. Ich will nicht wieder in unbezahlten Praktika den Hampelmann machen.

Vielleicht sollte ich die Maßnahme in ein paar Wochen gar nicht erst antreten und dann halt für 3 Monate auf 30 % sprich auf 300 Euro Hartz4 verzichten. Wäre zwar hart, aber dann schränke ich mich halt ein.

Aber dann haben die mich vom Amt wohl erst Recht auf dem Kieker und gängeln mich noch mehr.

Wie man es macht, man macht es falsch.
 
E

ExitUser

Gast
Ja, ich überlege schon die ganze Zeit, was ich machen soll. Ich will nicht wieder in unbezahlten Praktika den Hampelmann machen.

Hab da noch was für Dich. Vielleicht hilfts ... :icon_smile:

Zweckverband muss Lohn für vermeintlichen Praktikanten nachzahlen - Wird der Praktikant als volle Arbeitskraft eingesetzt, muss er auch so bezahlt werden ...
Wird der Praktikant als volle Arbeitskraft eingesetzt, muss er auch so bezahlt werden. Arbeitsgericht Kiel - Urteil vom 19.11.2008 - AZ: 4 CA 1187d/08


und auch hier: Der arbeitnehmerähnliche Einsatz von Mitarbeitern verpflichtet zu entsprechender Bezahlung. Auf den Abschluss eines Praktikantenvertrages kann sich der Arbeitgeber nicht berufen, wenn Ausbildungs- und Arbeitszeit nicht in einem angemessenen Verhältnis zueinander stehen. .... https://www.arbeitsrecht.de lohnwucher_bei_praktikantenverguetung
 

Stroganoff

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Ja, von diesem Fall habe ich auch mal gehört und mir auch schon überlegt, wenn ich in so ein Ausbeutungspraktikum lande, danach Geld einzuklagen, weil ich als vollwertige Arbeitskraft eingesetzt wurde.. Irgendwann reicht es nämlich.
 

avalon

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Das würde mir gefallen!

Je mehr Praktikanten-Ausbeuter auf diese Weise auf die Nase fallen, desto höher die Chance, dass sich das auch unter AG rumspricht! Vielleicht dämmt das ja irgendwann die Praktikums-Flut ein!
 

physicus

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hm ich hatte als anleiter mal eine abm zu erfüllen, die leute in dieser abm musste auch 4 wochen unentgeldlich ein praktikum machen bei verschiedensten firmen, das wurde unter dem mantel "viell. werden sie ja dort übernommen" abgehandelt....
irgendwie auch lachhaft, zumindest hätte einer der leute sofort dort anfangen können (schwarz für 200,- euro die woche).
keine ahnung was man sich davon verspricht, viell. macht ers ja...

mfg physicus
 

McMurphy

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Hier ein paar gute Links zum Thema:

Praktikanten aller Branchen vereinigt euch! | sciencegarden - Magazin für junge Forschung

Was ist ein Praktikant?


"Bei einem Praktikantenverhältnis steht nicht der Austausch von Arbeitsleistung gegen Entgelt, sondern der Ausbildungszweck im Vordergrund", sagt das Arbeitsgericht Berlin (Az.: 36 Ca 19390/02). Das Bundesarbeitsgericht sagt es etwas komplizierter: "Praktikant ist, wer sich für eine vorübergehende Dauer zwecks Erwerb praktischer Kenntnisse und Erfahrungen einer bestimmten betrieblichen Tätigkeit und Ausbildung, die keine systematische Berufsausbildung darstellt, im Rahmen einer Gesamtausbildung unterzieht, weil er diese für die Zulassung zum Studium oder Beruf, zu einer Prüfung oder anderen Zwecken benötigt" (Az. 6 AZR 564/01). Die Vorstellung des Arbeitsrechts lautet also: Der Arbeitnehmer arbeitet, der Praktikant lernt.


Quelle zum Artikel: Praktikanten: Generation mutlos - Arbeitsrecht - Beruf und Chance - FAZjob.NET


Generation Praktikum - Welche Rechte Praktikanten haben - Seite 2 - Job & Karriere - sueddeutsche.de
 

Stroganoff

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Am Montag hat eine Frau vom Callcenter Vivento angerufen, die haben meine Nummer von der Arge und mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte bei denen zu arbeiten. Da sie meinte, dass ich da die nächsten Tage noch was Schriftliches von der Arge bekomme habe ich erstmal mit "ja" geantwortet. Ansonsten würden die mir sicher noch eine Sanktion reindrücken, wenn ich nein gesagt hätte.

Ich müsste Kunden anrufen und ihnen was zu bestehenden Verträgen erzählen. Habe ein ungutes Gefühl bei der Sache.

Freitag soll ich mich dort im Callcenter vorstellen. Bin ich eigentlich verpflichtet diesen Job anzunehmen, falls sie auf die Idee kommen mich einzustellen?
 

keinherdentier

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Solltest Du einen sehr starken regionalen Akzent haben, dann nutze ihn. Somit disqualifiziert Du dich selber, für solch eine Art von "Arbeit". Und dafür kann mir auch Dir (zumindest rechtlich) auch keine Sanktionen aussprechen.
 

Sumseline

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Schau dich um nach seriösen Call-Centern. Es gibt nicht nur diese Outboundgeschichten. Man muss sich nur umschauen. In Versandhäusern gibt es Servicecenter, wo die Kunden anrufen. Bei Telefonanbietern, Kreditkartenanbietern, Banken und Versicherungen. Man muss halt in den beratenden Bereich reinkommen, dann kann das auch durchaus viel Spaß machen.

Ich bin zur Zeitarbeit und habe denen gesagt, dass ich dringend Arbeit brauche, weil ich sonst in Harz4 falle, dass ich auf gar keinen Fall Outbound mache und das ich zwingend Kundenkontakt möchte. Das erste Angebot war Barclaycard... dort habe ich mich vorgestellt. Es war absolut in Ordnung. Es ging darum, dass mit säumigen Kreditkartenkunden eine Regelung gefunden werden sollte, wie sie ihre Differenzen begleichen. Wie gesagt absolut in Ordnung die Geschichte aber vom Charakter her bin ich halt nicht der "Geldeintreiber", deswegen habe ich den Job abgelehnt. Der 2. Job war in einer großen ortsansässigen Versicherung. Servicecenter ... die haben Leute eingestellt für eine Sonderaktion. Es ging 3 Monate über die Zeitarbeit für miese 7,38 EUR (vorher verdiente ich mal mehr als das doppelte aber die Zeiten ändern sich und der Markt ist nicht grade übersättigt an freien Arbeitsstellen) und am Ende wurde 3 von den Zeitarbeitskräften fest eingestellt. Es geht hier rein um Service .. sprich die Kunden rufen an und haben Probleme mit ihren Verträgen und man versucht ihnen zu helfen und erläutert ihnen die Sachverhalte. Hierfür erhielten wir eine umfassende Schulung.

Ich würde an deiner Stelle ausschau halten, welche Unternehmen sind bei dir ansässig, wo es mit Sicherheit einen Kundenservice gibt (Stromanbieter, Wasserwerke, etc. pp.) und schauen, ob dort grade gesucht wird. Eventuell mit klaren Vorstellungen direkt zur Zeitarbeit und dort den Suchauftrag abgeben.
 

Stroganoff

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Schau dich um nach seriösen Call-Centern. Es gibt nicht nur diese Outboundgeschichten. Man muss sich nur umschauen.

Es ist aber leider so, dass ich einen Vermittlungsvorschlag von der Arge (lag heute im Briefkasten) bekommen habe und mich dementsprechend bei Vivento im Outboundbereich bewerben muss.

Naja, morgen muss ich mich da erstmal vorstellen. Ich sehe mich da jetzt schon sitzen und reihenweise genervte Menschen anrufen.
 

Sumseline

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Naja ich sag mal so .... man muss keinen Job kriegen den man nicht will ;) hängt ja immer auch vom Auftreten ab. Wenn ich einen Job nicht will, dann sorge ich dafür, dass man mich nicht will.
 

Stroganoff

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Naja ich sag mal so .... man muss keinen Job kriegen den man nicht will ;) hängt ja immer auch vom Auftreten ab. Wenn ich einen Job nicht will, dann sorge ich dafür, dass man mich nicht will.

Das ist schon klar. wenn ich mich absolut unfähig gebe, dann würden sie mich wohl nicht einstellen. Aber andererseits bin ich seit ein paar Wochen in so einer Maßnahme vom Arbeitsamt in denen später auch kostenlose Praktika absolviert werden müssen. Dafür gibt es keinen Cent extra.

Wenn ich die Stelle im Callcenter kriege, dann bin ich zumindestens aus der Maßnahme raus und habe zudem noch mehr Geld in der Tasche. Zudem ist die Callcenterstelle auch nur für ein halbes Jahr befristet und endet ungefähr zu dem Zeitpunkt, wo auch diese hirnrissige Maßnahme vorbei ist.

Es ist schlichtweg die Wahl des kleineren Übels. Entweder Maßnahme oder Callcenter oder Sanktionen oder den Schwerstdepressiven beim Arzt geben.
 
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