Im ALG II-Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch JC? (1 Betrachter)

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UpToNorth

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Hi und Tach liebe Leute!

Ich frage heute einmal im Namen meines Bekannten nach.

Er ist im ALG II - Bezug und nun schon mehr als sechs Wochen durchgehend vom Arzt krank geschrieben worden. Warum das so ist, ist irrelevant. Die aktuelle AU geht noch bis zum 24.04.2015.

Durch die SuFu bin ich nun schon soweit informiert, dass er sein ALG II weiter gezahlt bekommt und sich nicht mit seiner KK in Verbindung setzen muss.

Was mir aber trotzdem Sorge bereitet, ist sein JC.

Kann er trotzdem noch Stress mit seinem JC bekommen, aufgrund dass er nun schon so lang durchgehend krank ist? Sprich, könnten die auf die Idee kommen, seine Arbeitsfähigkeit komplett zu überprüfen und versuchen, ihn zu irgendeinen Amtsarzt zu zitieren? Oder mache ich mir grundlos Sorgen?

Besten Dank, für eure hilfreichen Antworten!
 

Anna B.

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AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

Hallo,

wichtig ist, dass er die AU-Meldungen auch bei der KK einreicht.!!

das JC hat die Möglichkeit, bei "berechtigten Zweifeln" an der AU ihn zum med. Dienst der KK zu schicken.
Seit ein paar Jahren gibt es eine Vereinbarung zwischen MDK/AFA,JC und KK zwecks ÜBerprüfung der AU auch bei ALG II-Empfängern.

Das JC schickt ein Formular an die KK..die muß überprüfen, ob überhaupt AU bei der KK gemeldet ist...wenn das nicht der Fall ist, dann gehen KK und JC davon aus, dass keine AU vorliegt und somit Arbeitsfähigkeit anzunehmen ist.

Sollten AU - Meldungen bei der KK vorliegen, dann teilt die KK das dem MDK mit und der prüft dann, ob noch Arbeitsunfähigkeit gegeben ist
 

UpToNorth

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AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

wichtig ist, dass er die AU-Meldungen auch bei der KK einreicht.!!
Hat er gemacht! KK ist auf dem laufenden Stand bei seiner AU.

das JC hat die Möglichkeit, bei "berechtigten Zweifeln" an der AU ihn zum med. Dienst der KK zu schicken.
Seit ein paar Jahren gibt es eine Vereinbarung zwischen MDK/AFA,JC und KK zwecks ÜBerprüfung der AU auch bei ALG II-Empfängern.

Das JC schickt ein Formular an die KK..die muß überprüfen, ob überhaupt AU bei der KK gemeldet ist...wenn das nicht der Fall ist, dann gehen KK und JC davon aus, dass keine AU vorliegt und somit Arbeitsfähigkeit anzunehmen ist.
Echt jetzt? Holy Sh...t! Du liebes Bisschen, die nehmen wohl immer den schlechtesten Fall an, oder? Na hoffentlich bleibt da sein SB weiter geschmeidig und wird nicht aus seiner Komfort-Zone geholt. Muss nicht sein, dass mein Bekannter sich jetzt noch mit seinem JC, bzw. seinem SB rumärgern muss.

Sollten AU - Meldungen bei der KK vorliegen, dann teilt die KK das dem MDK mit und der prüft dann, ob noch Arbeitsunfähigkeit gegeben ist
Okay, KK wäre jetzt das kleinere Übel. Die weiß ja schon einen großen Teil seiner gesundheitlichen Laufbahn...

Und ein :dank: für deine hilfreiche Antwort!
 

ZynHH

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AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

Ich würde mir da keine Gedanken machen, solange er AU ist.

Und ja, es kann passieren, das das JC ihn zur Untersuchung schickt.
Das ist ja aber kein Nachteil und auch nicht weiter schlimm.
Meist geben die sich ja mit Berichten der behandelnden Ärzte zufrieden, es sei denn man möchte das anders und will diese Untersuchung durch den Amtsarzt um Ruhe vor dem JC zu haben.
 

Anna B.

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AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

Hallo

bei der Überprüfung einer AU wird man nicht zum Amtsarzt geschickt, sondern zum Med. Dienst der KK..!!!!

wenn man zum Amtsarzt geschickt wird oder zum ÄD der Arbeitsagentur, dann handelt es sich um die Überprüfung der Erwerbsfähigkeit..!!!

das sind zwei völlig verschiedene Schuhe...

bitte nicht immer verwechseln..

Wenn jemand ein Bein gebrochen hat, kann er AU sein, aber mit Sicherheit nicht erwerbsunfähig..da er nach spätestens 8 Wochen wieder arbeiten kann (im normalen Genesungsprozeß)..

wenn jemand im Rollstuhl sitzt, wegen einer Querschnittlähmung..kann er au sein, aber auch erwerbsgemindert...
aber genau so gut, kann er voll erwerbsfähig sein..und nur zwischendurch mal kurz au wegen Grippe oder so etwas..

da muß man aufpassen, welche Konstellation denn nun gemeint ist..

und hier in diesem Thread geht es schlicht um eine Arbeitsunfähigkeit und deren evtl. Überprüfung durch den MD-Krankenkasse...
 

ZynHH

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AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

und hier in diesem Thread geht es schlicht um eine Arbeitsunfähigkeit und deren evtl. Überprüfung durch den MD-Krankenkasse...
Ich bin nicht durcheinander gekommen. :wink:

UpToNorth tipselte: "seine Arbeitsfähigkeit komplett zu überprüfen und versuchen, ihn zu irgendeinen Amtsarzt zu zitieren? "
 

UpToNorth

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AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

Ich bin nicht durcheinander gekommen. :wink:
Auch du hast Recht! Aber mir geht es auch um den Weg, der gegangen werden wird - den richtigen Weg.

Ergo, ist der MDK der KK erster Ansprechpartner, oder läuft es gleich über ÄD des JobCenters? :wink:
 

Anna B.

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AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

wenn es um Zweifel an der aRbeitsfähigkeit geht, dann ist der MD der KK zuständig ...

d.h. das ist der 1. Weg..

wenn es Zweifel an der Erwerbsfähigkeit geht, dann ist der Amtsarzt zuständig...

das JC muß genau benennen, was es will...
 

UpToNorth

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AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

das JC muß genau benennen, was es will...
:dank:

Ah, dankeschön! Dann müssen mein Bekannter und ich jetzt schauen, welche Post vom JC kommt und welche Pläne der SB, in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit meines Bekannten hat.
 

ArNoN

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AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

das JC hat die Möglichkeit, bei "berechtigten Zweifeln" an der AU ihn zum med. Dienst der KK zu schicken.
soweit ok...

/QUOTE]Seit ein paar Jahren gibt es eine Vereinbarung zwischen MDK/AFA,JC und KK zwecks ÜBerprüfung der AU auch bei ALG II-Empfängern.

Das JC schickt ein Formular an die KK..die muß überprüfen, ob überhaupt AU bei der KK gemeldet ist...wenn das nicht der Fall ist, dann gehen KK und JC davon aus, dass keine AU vorliegt und somit Arbeitsfähigkeit anzunehmen ist.[/QUOTE]Moooment, nur weil ich die AUB nicht an die KK sende, bin ich trotz aerztlich festgestellter AU arbeitsfaehig?

Hast Du eine Quelle fuer Deine Behauptung?
 

Anna B.

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AW: Im ALG II-Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch J

hab den Link doch gesetzt...

hier noch das vereinbarte Formulare zwischen JC, KK und MDK:..

2 Seiten..

https://altonabloggt.files.wordpress.com/2013/03/auftrag_kk_mdk.pdf

es ist ja so, dass die KK dem JC dann mitteilt, dass keine AU vorliegt...also wird das JC dann davon ausgehen, dass eben keine AU vorlag...und schon geht der Ärger los..also immer ist es geschickter auch der KK einen AU-Nachweis zukommen zu lassen. Als man noch Arbeitnehmer war, hat man das ja auch gemacht...weil es sonst kein KG gegeben hätte.
 
P

Pichilemu

Gast
AW: Im ALG II-Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch J

Als man Arbeitnehmer war, hatte man auch noch Geld für das Porto, um die AU der KK zukommen zu lassen. Das hat man als ALG II-Empfänger nicht.
 

Dark Vampire

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AW: Im ALG II-Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch J

Na solche Fälle dass das JC durch den MDK die AU prüfen lässt ist mir noch keiner bekannt, hier im Forum auch nicht.Eher wird der Amtsarzt eingeschaltet.
 

Anna B.

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AW: Im ALG II-Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch J

Der Amtsarzt darf aber die AU nicht beurteilen..er darf nur bei Überprüfung der Erwerbsfähigkeit eingeschaltet werden..

aber für JC ist es natürlich bequem, wenn sie das über den Amtsarzt machen und der ALG iI - Empfänger sich davon einschüchtern läßt..
 
E

ExitUser

Gast
AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

wichtig ist, dass er die AU-Meldungen auch bei der KK einreicht.!!
Die AU Meldung an die Krankenkasse kann man sich bei Alg II ersparen. Das zweite (große) Blatt ist nur für die Lohnfortzahlung interessant, die beim Alg II entfällt.
Geregelt ist das im § 49 Abs. 1 Nr. 5 SGB V.

Als ich ein Jahr krank geschrieben war, bestätigte mir das auch meine Krankenkasse so.

Im Bedarfsfall ist das Jobcenter berechtigt, die Krankmeldung an die Krankenkasse zu übermitteln. Dafür gibt es Regelungen zwischen Jobcentern und Krankenkassen.
.
 
R

Rübennase

Gast
AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

Hi UpToNorth,

wurde die AU denn überhaupt schon angezweifel? 6 Wochen AU ist nun wirklich keine Seltenheit. Oder geht es darum was eventuell passieren könnte?
 

Dark Vampire

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AW: Im ALG II-Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch J

Der Amtsarzt darf aber die AU nicht beurteilen..er darf nur bei Überprüfung der Erwerbsfähigkeit eingeschaltet werden..

aber für JC ist es natürlich bequem, wenn sie das über den Amtsarzt machen und der ALG iI - Empfänger sich davon einschüchtern läßt..


Klar darf der die AU nicht beurteilen.


Also mir ist der Amtsarzt lieber, erstens kann er die AU nicht aufheben, und zweitens eben die Einschränkungen festlegen für die Zukunft, ich sehe da keine Nachteile drin.
 

UpToNorth

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AW: Im ALG II - Bezug & länger als sechs Wochen krank geschrieben. Konsequenzen durch

Hi UpToNorth,

wurde die AU denn überhaupt schon angezweifel? 6 Wochen AU ist nun wirklich keine Seltenheit. Oder geht es darum was eventuell passieren könnte?
Hi!

Bisher wurde die AU noch nicht angezweifelt. Da aber mein Bekannter nun schon so lange krank geschrieben ist, ist meine Frage rein präventiv. Er ist ja schon unter normalen Umständen nicht so einfach zu vermitteln (Alter, Ausbildung, Qualifikation etc.), daher wird's mit der langen AU auch nicht besser.

Und wie ich sagte, ich weiß nicht, wie lange sein SB noch geschmeidig bleibt, bevor der aus seiner Komfort-Zone geholt wird und meinen Bekannten mit Maßnahmen und anderem Schwachsinn daherkommt.

Es ist schlicht und einfach reine Prävention!
 
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