ILO fordert beschäftigungsorientierte Politik zur Bekämpfung der Eurokrise

wolliohne

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Die Sparpolitik in der EU geht die Hauptursachen der Krise nicht an. Insbesondere gelingt es ihr nicht, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren.
Quelle: Internationale Arbeitsorganisation (ILO) passend dazu: Deutschlands Lohnpolitik: Sprengsatz für die Eurozone
In der Eurozone brodelt es: Massenarbeitslosigkeit, Angst vor Geldverlust, antideutsche Hasstiraden. Und die deutsche Politik trägt Mitschuld an der europäischen Abwärtsspirale: Mit Billiglöhnen, Werkverträgen und osteuropäischen Subunternehmen drückt Deutschland die Preise, so dass die europäischen Nachbarn kaum noch mithalten können. Neben belgischen Schlacht- und französischen Agrarbetrieben, lagern selbst Branchen mit höherem Lohnniveau zum großen Nachbarn nach Deutschland aus – auf Kosten der heimischen Arbeitsplätze. Ökonomen warnen vor einem Zerbrechen des Euros. Sollte Deutschland nicht bald seine strikte Weigerung zum gesetzlichen Mindestlohn aufgeben und seine Löhne nicht deutlich stärker an die hohe Produktivität anpassen, käme die Massenarbeitslosigkeit bald auch im vermeintlichen Musterland Deutschland an.
Quelle: Monitor
 
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