IGM kündigt sämtliche Tarifverträge in der Leiharbeit

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TimoNRW

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Aktueller Stand der Dinge nach Scheitern der 5. Tarifverhandlung mit BAP/IGZ:

Mantel- und Entgeltrahmentarifvertrag BAP/BZA (jeweils vom 22. Juli 2003 idF vom 5. März 2010) und Mantel- und Entgeltrahmentarifvertrag iGZ (jeweils vom 29. Mai 2003 idF vom 30. April 2010) werden laut Vorstandsbeschluß vom 02.07.2013 gekündigt. Das die MTVs gekündigt werden, wurde von der Basis vehement gefordert. Das der Vorstand aber darauf eingeht und das komplette Paket kündigt, war so nicht unbedingt zu erwarten.

Also haben wir nach derzeitigem Stand in einigen Monaten keine gültigen Zeitarbeitstarifverträge mehr?
 

wolfmuc

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keine gültigen Zeitarbeitstarifverträge mehr?

nachdem wie bekannt - die Verträge - durch sog. Werksliefervertäge unterlaufen werden --- was bringts dann ...

( siehe Sendung dazu Stern TV / Daimler Benz ):icon_motz::icon_motz::icon_motz:

lg
 
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Gast
@TimoNRW

Kannst Du mal bitte eine Quelle für Dein Zitat posten?
 

TimoNRW

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Ja habe ich

Hallo,

der Vorstand der IGM hat am 02. Juli beschlossen zusätzlich zur Kündigung des Entgelt-TV auch die Manteltarifverträge sowie die Entgeltrahmen-TV mit BAP und iGZ zu kündigen.

Diese TV sind mit 6-Monatsfrist kündbar. Ist sich die DGB-TG einig wären alle TV mit den ZAF-Verbänden in einem gekündigten Zustand. Wie Verdi dazu steht ist mir momentan nicht bekannt.


Karl


Verfasst: 10.07.2013, 17:44

karla= Administrator
 

TimoNRW

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Weiter heisst es

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Alle Zeitarbeitstarifverträge von BAP/BZA und iGZ seitens der DGB-Gewerkschaften gekündigt, auch Mantel- und Entgeltrahmen-Tarifverträge!

Nachdem die Entgelttarifverträge in der Zeitarbeit von den DGB-Einzelgewerkschaften gegenüber dem iGZ und dem BAP (ehemals: BZA) bereits im April 2013 mit der in den Tarifverträgen festgelegten Kündigungsfrist von 6 Monaten zum 31.10.2013 gekündigt wurden, laufen derzeit Tarifverhandlungen in der Zeitarbeit; die nächste Tarifrunde soll im September 2013 stattfinden.
Da die Gewerkschaften darauf drängen, auch Regelungen in Mantel- und Entgeltrahmentarifverträgen von BAP/BZA und iGZ, wie beispielsweise. Arbeitszeitkonten und Eingruppierungen, zu ändern, sollen nun - laut Vorstandsbeschluss der IG Metall vom 02.07.2013 - auch Mantel- und Entgelttarifvertrag gekündigt werden, wie aus IG Metall-Kreisen bekannt wurde. Ver.di soll hier als zweite in den Zeitarbeitstarifgesprächen führende DGB-Einzelgewerkschaft mitziehen.

Somit haben die Vorstände der Gewerkschaften dem Druck der Basis nachgegeben, die Zeitarbeitstarifverträge komplett zu kündigen, um die Chance auf eine Neuverhandlung und den Verhandlungsdruck auf die Arbeitgeberverbänden zu erhöhen.
Mit der Kündigung der Mantel-/Entgeltrahmentarifverträge enden diese zum Ende Januar 2014. Danach taucht dann, sollte bis dahin keine Tarifeinigung erzielt sein, das Problem der so genannten "Nachwirkung" gekündigter bzw. beendeter Tarifverträge wieder auf; dieses besteht - mangels zeitnaher Einigung - auch ggf. für die Entgelttarifverträge iGZ und BAP/BZA bereits ab 01.11.2013.

Quelle: Facebook
 
E

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Gast
du willst doch nicht wirklich Facebook als quelle nutzen ?
da kannst auch genausogut bildzeitung lesen ist der selbe mist

und wenn das wirklich so sein sollte das alle verträge gekündigt werden
ist doch super
dann greift equal pay
werksvertrag muss kein elo unterschreiben da dieses eine scheinselbständigkeit ist
und zu sowas kann keine BA/JC einen zwingen

also auf auf Gewerkschaften löst die dinger uff
dann sehen wir mal weiter wie es in der ZA weiter geht^^
 
S

silka

Gast
Aktueller Stand der Dinge nach Scheitern der 5. Tarifverhandlung mit BAP/IGZ:
Also haben wir nach derzeitigem Stand in einigen Monaten keine gültigen Zeitarbeitstarifverträge mehr?
Das weiß man jetzt noch nicht.
Dann werden wohl eben andere TV ausgehandelt.
Das ist bei anderen Branchen und TV auch so.
Kommt halt was Neues---ob besser oder schlechter?
Was kann bei ZAF schlechter werden?
 
E

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Gast
Wenn der DGB erneut einen Tarifvertrag mit den Sklavenhändlern abschließt, dann kann es nur schlechter werden, weil dann der gesetzliche Equal Pay-Grundsatz (§ 9 Nr. 2 AÜG) garantiert ausgehebelt wird. Es gibt dann ein paar Peanuts statt Equal Pay. Und das mit der Nachwirkung ist ein vom DGB vorgschobenes Argument, um einen neuen Tarifvertrag rechtfertigen zu können.

https://www.openpetition.de/petitio...e-jetzt-kuendigen-equal-pay-fuer-leiharbeiter

Eine Gewerkschaft, der am Wohl der Leiharbeiter etwas liegt, dürfte überhaupt keine Tarifverträge mehr mit der Leiharbeitsbranche abschließen.
 
S

silka

Gast
Wenn der DGB erneut einen Tarifvertrag mit den Sklavenhändlern abschließt, dann kann es nur schlechter werden, weil dann der gesetzliche Equal Pay-Grundsatz (§ 9 Nr. 2 AÜG) garantiert ausgehebelt wird.
Na, du weißt schon viel mehr als alle anderen Verhandler.
Ich meinte eher, es geht nicht mehr schlechter, es kann nur besser werden.
Daß überhaupt keine TV mehr mit der ZA-Branche verhandelt und abgeschlossen werden, ist der fromme Wunsch von KleinHänschen, auch mal zum Mond fliegen zu dürfen.
Oder der Glaube an W-Mann und O-Hase.
 
E

ExitUser

Gast
Daß überhaupt keine TV mehr mit der ZA-Branche verhandelt und abgeschlossen werden, ist der fromme Wunsch von KleinHänschen, auch mal zum Mond fliegen zu dürfen.
Oder der Glaube an W-Mann und O-Hase.

Da hast Du allerdings Recht, dafür sind die DGB-Gewerkschaften viel zu korrupt.
 
E

ExitUser

Gast
Da hast Du allerdings Recht, dafür sind die DGB-Gewerkschaften viel zu korrupt.


sag ich auch immer
konnte man gut sehen wie der DGB mit der Unterschrift h4 verabschiedet hat

was Vertragsverhandlungen angeht mit Zeitarbeit
wird so ein vertrag geben der wie gesagt equal pay unterwandert+die Arbeitnehmer schlechter stellt
siehe aktuell zeitkonnten vom DGB
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Der-Personaldienstleister.de
Der Name dieser Seite sagt bereits deutlich, in wessen Auftrag dort geschrieben wird. Mit Informationen aus dieser Richtung sollte man vorsichtig umgehen, insbesondere wenn es um rechtliche Einschätzungen geht. Objektiv sind die m.A.n. nicht.
Danach taucht dann, sollte bis dahin keine Tarifeinigung erzielt sein, das Problem der so genannten "Nachwirkung" gekündigter bzw. beendeter Tarifverträge wieder auf; dieses besteht - mangels zeitnaher Einigung - auch ggf. für die Entgelttarifverträge iGZ und BAP/BZA bereits ab 01.11.2013.
Nun ja, im §9 AÜG heißt es:
2. Vereinbarungen, die für den Leiharbeitnehmer für die Zeit der Überlassung an einen Entleiher schlechtere als die im Betrieb des Entleihers für einen vergleichbaren Arbeitnehmer des Entleihers geltenden wesentlichen Arbeitsbedingungen einschließlich des Arbeitsentgelts vorsehen; ein Tarifvertrag kann abweichende Regelungen zulassen
Demnach ist Equal Pay laut Gesetz der Regelfall, der im Gesetz nachfolgend aufgeführte Tarifvertrag somit die Ausnahme.
Daß ein Ausnahmetatbestand (Tarifvertrag) welcher sich lediglich in der Nachwirkung befindet den gesetzlich festgelegten Regelfall (Equal Pay/Equal Treatment) außer Kraft setzen kann, klingt für mich sehr weit hergeholt.
Problematischer wird das bei den Werkverträgen. Die Leiharbeitstarifverträge sind dort zwar dann auch weg, Equal Pay gilt jedoch nicht. Erstens wegen fehlender gesetzlicher Regelung, zweitens wegen der dort nicht mehr vorhandenen Festangestellten deren Arbeitsbedingungen man als Referenz nehmen könnte.
 

kljfoai

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Was equal pay? Das werden die Gewerkschaften mit aller Macht verhindern!
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Selbstverständlich werden sie das. Aber ich vermute mal daß die neuen Tarifverträge erst nach der Bundestagswahl kommen. Bis dahin halten die DGB-Gewerkschaften den Ball wohl schön flach.
 
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