Ich wurde von meiner Vermittlerin angeschrien und in eine sinnlose Maßnahme gesteckt. Wie soll ich am besten damit umgehen?

Saphirasorgen

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Hallo ihr Lieben, 😄

ich bin neu hier und hoffe, dass ich nichts falsch mache.

Zu meiner Person: Ich bin 30 und habe seit 10 Jahren Morbus Crohn (chronische Darmerkrankung) und daraus resultierende Folgeerkrankungen. Trotzdem war ich immer arbeiten und habe meinen Körper und meine Psyche leider kaputt gemacht. 2016 habe ich mich als Texterin nebenberuflich zusätzlich zu meinem damaligen Job als Sekretärin selbstständig gemacht. Leider wurde ich von meinem Ex-Chef gekündigt. Halt wieder mal wegen Morbus Crohn. Ich habe seitdem dennoch meine Selbstständigkeit weitergeführt und aufstockend ALG 2 bezogen. Eine vollkommene Selbstständigkeit war und ist wegen meiner Erkrankung nicht möglich. Auch Vollzeit zu arbeiten geht nicht, was amtsärztlich bescheinigt wurde.

Leider habe ich seit dem immer mal wieder Probleme mit dem Jobcenter und es laufen sogar schon Klagen. Da das JC aber sehr viele Fehler gemacht hat, sieht meine Vermittlerin nun ihre Felle davon schwimmen. Spontan rief sie mich gestern an um einen geplanten persönlichen Termin am heutigen Tage wegen Corona abzusagen. Plötzlich drehte sie aber ab und SCHRIE mich am Telefon an. Ich würde für sie unmotiviert, lustlos und durchtrieben wirken. (Obwohl ich mich regelmäßig bewerbe, zu Vorstellungsgesprächen gehe und trotzdem Absagen bekomme). Zudem hatte sie mir erst vor kurzem einen ihrer Meinung nach "mega Job" vorgestellt der für 2 Monate befristet ist damit ich mal wieder "richtig arbeite und nicht nur irgendwelche Sachen mache". Ich arbeite richtig und bekomme fast nix vom JC. Meine Vermittlerin machte meine Selbstständigkeit schon immer runter. Nun ja, ich hatte den 2 Monate Job abgelehnt, da ich Akkord arbeiten sollte da und ich in dieser Zeit mindestens 2 mal eine Infusion bekomme die mich komplett ausknockt. Ich brauche einen Arbeitgeber der um meine Krankheit weiß und sie akzeptiert und halt keine Akkord Arbeit für 2 Monate. Daraufhin hat meine Vermittlerin nur wahllos geschrien und gesagt, dass sie mir eine neue Maßnahme mit Bewerbungen schreiben aufgedrückt.

Ich komme allerdings gerade aus einem Bewerbungstraining. Leider gefällt meiner SB die erarbeitete Bewerbung nicht, schrie mich deswegen wieder an und meinte ich muss zukünftig jede Bewerbung noch mehr individuell gestalten. Außerdem meinte sie, ich soll mehr wie ein Hartz 4er leben und mir auf meine Selbstständigkeit nichts einbilden. (Was ich nicht tue).

Nun habe ich echt Bammel wie ich mit dieser schreienden Frau am besten zukünftig umgehen soll - Habt ihr da eine Idee? Nichts sagen und es so hinnehmen ist auf Dauer ja auch nicht gut. Außerdem weiß ich nicht wie ich das neue sinnlose Bewerbungstraining am besten ablehnen soll. Wisst ihr da vielleicht etwas?

Eine weitere Sache ist, dass ich einen Dozentenjob angeboten bekommen habe von dem letzten Bewerbungscoaching. Dafür brauche ich aber einen Ausbilderschein. Zudem würde ich erst einmal gern in den Job rein schauen. Meine SB aber verbaut mir das indem sie mich lieber laut ihrer Aussage in den "mega tollen wenn auch kurzen Jobs" sieht. Den Schein könnte ich noch selbst bezahlen, das geht. Allerdings brauch ich eine Genehmigung für das Reinschnuppern. Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich doch eine kurze Probearbeit beim JC durch bekommen könnte?

Sorry für den langen Text und vielen Dank schon einmal im Voraus für eure Antworten und Aufmerksamkeit. :)

Lg
 

HermineL

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sehe ich anders, man sollte dagegen umgehend vorgehen, maßgebend für die 6 monatige Frist ist der Zeitpunkt ab Feststellung der Pflichtverletzung, heißt also in diesem Fall, wann SB die Info vom AG über das angebliche zu späte Bewerben bekommen hat.
Wie @Merse schon richtig schreibt steht das in Widerspruch zu § 31b Abs.1 Satz 5 SGB II
Wen man deinen Ausführungen folgen wollte könnte das Jokecenter auch noch nach 12 Monaten oder mehr ankommen und eine Sanktion aussprechen wenn sie dann erst die Pflichtverletzung festgestellt hätten.
§ 31b Abs.1 Satz 5 SGB II im Wortlaut:
(1) 1Der Auszahlungsanspruch mindert sich mit Beginn des Kalendermonats, der auf das Wirksamwerden des Verwaltungsaktes folgt, der die Pflichtverletzung und den Umfang der Minderung der Leistung feststellt. 2In den Fällen des § 31 Absatz 2 Nummer 3 tritt die Minderung mit Beginn der Sperrzeit oder mit dem Erlöschen des Anspruchs nach dem Dritten Buch ein. 3Der Minderungszeitraum beträgt drei Monate. 4Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, kann der Träger die Minderung des Auszahlungsanspruchs in Höhe der Bedarfe nach den §§ 20 und 21 unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls auf sechs Wochen verkürzen. 5Die Feststellung der Minderung ist nur innerhalb von sechs Monaten ab dem Zeitpunkt der Pflichtverletzung zulässig.
.....
 

Ghansafan

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Wusste ich nicht, §31b SGBII spricht vom "Zeitpunkt der Pflichtverletzung", ging daher davon aus, dass damit der Zeitpunkt der Pflichtverletzung gemeint ist, nicht deren Bekanntwerden.
Hast recht,nochmal geschaut, da lag ich falsch. Sorry.

Ich würde aber trotzdem gegen die Sanktion gleich vorgehen. Denn dieser Sanktionsbescheid alleine schon macht die Sanktion rechtswidrig.

Wie geschrieben, man müsste auch wissen, was in der Anhörung stand ( Überhaupt nicht beworben ?). Ebenso was in der Absage des AG steht. Darin müsste ja dann eigentlich u.a. stehen, dass die Bewerbung nicht mehr berücksichtigt wird, da das Bewerbungsverfahren zum 22.7. ablief.

Und stand das auch so überhaupt in dem VV.
 
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saurbier

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Irgend wie alles sehr suspekt, wenn man sich die Aussage der SB zur Anhörung anschaut und dazu dann die von Sophia das sie sich doch beworben hat.

Aber der Hammer ist doch, daß Sophia ja schreibt das die eine Absage vom AG erhalten hätte, also sorry aber da kann doch etwas nicht zusammen passen. Selbst wenn sie sich zu spät beworben hätte, dann hätte der AG ihr das doch mit Sicherheit in der Absage als Begründung mitgeteilt, oder.
Am 28.07.20 hatte ich mich per Mail beworben und vom Unternehmen kurze Zeit später eine Absage bekommen.
 

Duddel

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Was mich irritiert ist folgendes: In der Anhörung steht der Arbeitgeber hätte mitgeteilt: "Frau XXX hat sich nicht beworben bzw. vorgestellt".
Im Sanktionsbescheid hat der Arbeitgeber angeblich mitgeteilt: "Die Bewerbung wurde erst nach Abschluss der Bewerbungsfrist eingereicht".
Ich würde hier erstmal Akteneinsicht nehmen und überprüfen was wirklich mitgeteilt wurde. Vielleicht ist das auch alles nur heiße Luft...
 

saurbier

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Genau, so sehe ich das auch.

Dazu hat ja jetzt auch jetzt auch @daskleinegelb >hier< eine schöne Anleitung verfaßt nach dem man da verfahren kann - also sich die komplette E-Akte - holen, da kann man dann auch gleich mal sehen was so alles abgelaufen ist.

Dann sollte man sicherlich die Widersprücklichkeit zwischen - nicht beworben bzw. vorgestellt - und zu spät beworben und der eigenen Feststellung seiner Bewerbung wohl aufklären können. Im besonderen ob hier nicht nur ein Sanktionstatbestand konstruiert wurde.
 

daskleinegelb

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In Maßnahmen muss man sich nicht stecken lassen!
Es gibt keine Rechtspflicht, an einer Maßnahme teilzunehmen.
**UNTERSCHREIBT NIE ETWAS BEI EUREM SACHBEARBEITER**
Wenn ein Bescheid kommt:
Einfach einen Widerspruch schreiben. "Hiermit widerspreche ich dem Bescheid vom xx.yy.zz weil er rechtswidrig ist".
Reicht im Notfall.
Frist wahren 1 Monat, Nachweislicher Zugang (z.B. einwerfen, fax, email parallel).
 

daskleinegelb

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Erst mal Widerspruch einlegen, und **aufschiebende Wirkung** beantragen. Gleichzeitig Eilantrag beim Sozialgericht machen. Das Sozialgericht hat Amtsermittlungspflicht. Es schadet nicht, Widerspruch einzulegen, und zu klagen. Und wärenddessen kann man den ganzen Sachverhalt prüfen, was viel Zeit nimmt. Setze Dich in eine Jura-Bibliothek Deiner Uni-Stadt und recherchiere in Beck-Online. Ich weis nicht alles, bin auch kein Fachanwalt für Sozialrecht, aber Widersprücher schreiben und Klagen hilft schon mal, und Du gewinnst Zeit, denn ein Bescheid wird nicht rechtskräftig wenn er widersprochen ist. Und was nicht rechtskräftig ist, kann Dich nicht verpflichten.
 

TazD

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Und was nicht rechtskräftig ist, kann Dich nicht verpflichten.
So lange keine aufschiebende Wirkung angeordnet ist, bleibt die Verpflichtung des Verwaltungsakts bestehen. Rechtskraft hin oder her.

Ich weis nicht alles,...
Stimmt. Es mangelt schon an den Grundlagen was Widerspruchs- und Klageverfahren angeht. Aber hier durch die Themen rennen und Allgemeinphrasen ohne konkreten Themenbezug raushauen, die dann auch noch falsch sind.
 
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Saphirasorgen

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Hallo ihr lieben vielen Dank für eure Antworten. Heute habe ich eine korrigierte Sanktion erhalten mit einer Minderung von knapp 130 Euro also 30 Prozent für Januar bis März 21. Der letzte Bescheid ist laut diesem schreiben gegenstandslos. Ich hatte heute noch keine Zeit gehabt mit meiner Anwältin zu telefonieren und bin froh, dass ich noch etwas gewartet habe. Mittlerweile sehe ich darin echt nur noch Schikane. Zumal ich mich ja beworben habe und immer alles tue. Ich finde man kann auch einfach mit mir reden. Das JC sieht ja dass ich mich bemühe. Warum reicht das nicht? :(
 

Garamond

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So lange keine aufschiebende Wirkung angeordnet ist, bleibt die Verpflichtung des Verwaltungsakts bestehen. Rechtskraft hin oder her.
So verstehe ich das auch. Bei Rückzahlungsbescheiden hat ein Widerspruch meiner Erfahrung nach aufschiebende Wirkung. Solange der Widerspruch nicht entschieden ist, muss man also auch erstmal nicht zahlen. Bei einem Verwaltungsakt, mit dem eine Maßnahme oder auch eine EGV durchgesetzt werden soll, ist das meines Wissens nicht der Fall. Man kann also widersprechen, die Maßname wird aber dennoch quasi wirksam weil der Widerspruch keine aufschiebende Wirkung hat. Hiermit habe ich selbst allerdings auch noch keine Erfahrung, die ich die EGVs immer brav unterschrieben habe bislang.

@Saphirasorgen Zunächst einmal hast du offenbar nicht viel falsch gemacht. Der Arbeitgeber war der Meinung, dass du dich zu spät beworben hast und hat das dem Jobcenter gepetzt. So jedenfalls verstehe ich das ganze. Den würde ich von meiner Liste der potentiellen Arbeitgeber streichen. Außerdem würde ich ihm eine schlechte Bewertung im Web geben, also zum Beispiel bei kunuu. Das ist das, was du machen kannst. Sei froh, dass du da nicht arbeitest, denn offenbar greift der Arbeitgeber auf ziemlich fiese Methoden zurück, wenn man nicht nach seiner Bewerbungspfeife tanzt.
 
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Stauer

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Bei Rückzahlungsbescheiden hat ein Widerspruch meiner Erfahrung nach aufschiebende Wirkung. Solange der Widerspruch nicht entschieden ist, muss man also auch erstmal nicht zahlen.
Ein Rückzahlungsbescheid hat mit einem Sanktionsbescheid nichts zu tun. Deshalb ist die Vorgehensweise bei der Abwehr nicht die gleiche.
Das sind 2 Paar Schuhe. Vorsicht, nichts durcheinander bringen. :icon_evil: Verfahrensfehler werden vom JC gnadenlos bestraft.
Beim Sanktionsbescheid hat der Widerspruch keine aufschiebende Wirkung. Diese muß gleichzeitig beim SG beantragt werden. Bis das SG entschieden hat, gilt die Sanktion.
 

Garamond

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Ich hatte ja auch nur auf den Rückzahlungsbescheid hingewiesen sowie des Weiteren darauf, dass es meines Wissens bei Verwaltungsakten, die eine EGV festsetzen so ist, dass der Widerspruch im Gegensatz dazu keine aufschiebende Wirkung hat. Gut zu wissen, dass es sich bei Sanktionsbescheiden ähnlich verhält. Auch hiervon wurde ich bislang verschont. Keinesfalls wollte ich Verwirrung stiften!
 

Stauer

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Das JC sieht ja dass ich mich bemühe. Warum reicht das nicht? :(
Die sind nie zufrieden und je mehr Du Dich bemüßt, desto mehr schikanieren die Dich. Du kannst es denen nicht recht machen. Über die Frage habe ich vor Jahren auch schon gerätselt und kam zu dem Schluß, daß das nur Zeitverschwendung ist. Inzwischen ist mir das Schnuppe, ob denen das reicht oder nicht. Ich sehe nur zu, daß die keine Sanktionsfläche kriegen.
Ich hatte ja auch nur auf den Rückzahlungsbescheid hingewiesen ...
Um den geht es hier nicht. Der lenkt zu sehr vom Thema ab.
 

Ghansafan

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Rapunzeline

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Hallo und guten Abend,

mit mir wurde ähnlich verfahren. Ich habe mich angeblich auch nicht beworben, obwohl ich eine Absage erhielt. Ich habe jedoch eine Anhörung bekommen. Hat dieses Vorgehen jetzt neuerdings System?


Intermezzo...

Liebe Mitforisten,

langsam wird es lächerlich. Diese Brief habe ich heute erhalten.

Es besteht keine unterschriebene EGV.

Ich habe mich bei der genannten Firma beworben und die schriftliche Absage liegt in meinem Ablagekorb! Die Rückmeldung für den VV habe ich nachweisbar per Fax verschickt. (Ohne Anschreiben, am 26.08.2020)

Auch von einer Gelegenheit bis zum 08.09.2020 die Vorlage der Bewerbung nachzuholen ist mir nichts bekannt.

Es wäre zum Lachen, wenns nett so traurig wäre.
 

Saphirasorgen

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Hallo ihr lieben,

vielen Dank für eure Antworten. Heute habe ich meinen Bescheid für 2021 bekommen. Erhöht sich ab Januar 21 nicht der Regelbedarf? Meiner ist nämlich gleich geblieben 🤔
 

Stauer

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Da kommt noch ein Änderungsbescheid, ab Januar geltend. Die 14,- € Erhöhung gilt jetzt noch nicht, deshalb die jetzt gültige Höhe des Regelsatzes.
 

Saphirasorgen

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Danke Stauer für deine Antwort:) das wusste ich noch gar nicht.

Ich habe allerdings eine andere Frage an euch. Ich bin bis einschließlich Montag krank geschrieben. Eben gerade war ich noch einmal beim Briefkasten und wieder mal ein neuer VV am Start naja. Allerdings habe ich gerade eine SMS bekommen mit einer Terminerinnerung für morgen beim JC für einen persönlichen Termin um 9 Uhr. Eine schriftliche Einladung habe ich nicht erhalten. Das ist schon öfter passiert. Bislang bin ich einfach hin, da kein corona war und meine SB hat mir einfach VV ausgedruckt und tschüss.

Da ich nun krank geschrieben bin bis morgen kann ich ja eh nicht hin. Da auch corona ist, kann ich ja Dienstag nicht einfach so dahin oder? Gibt es eigentlich eine Verpflichtung ohne schriftliche Einladung und nur mit SMS dahin zu latschen? Im November dürfen doch im Moment keine persönlichen Termine sein oder? Ich überlege morgen anzurufen da ich ja auch nicht weiß was meine SB wieder von mir will. Meinen Krankenschein habe ich postalisch und per Mail zugeschickt. Damit bin ich doch sicher oder? Nicht dass es noch eine weitere Sanktion gibt. :(
 

abcabc

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Ich bin bis einschließlich Montag krank geschrieben.
Dann kannst du natürlich am Montag dort nicht erscheinen. Sonst wäre die Krankschreibung unglaubwürdig und man würde in Zukunft deine Krankschreibungen anzweifeln.
Gibt es eigentlich eine Verpflichtung ohne schriftliche Einladung und nur mit SMS dahin zu latschen?
Nein. Den Widerspruch würdest du sofort gewinnen. Aber dann könnte in Zukunft alles per Einschreiben kommen - könnte also sinnvoll sein den Joker aufzuheben für "schlimmere" Post. ;)

Im November dürfen doch im Moment keine persönlichen Termine sein oder?
Hängt vom JC ab - wenn die Hygieneregeln eingehalten werden, geht das.

Meinen Krankenschein habe ich postalisch und per Mail zugeschickt. Damit bin ich doch sicher oder? Nicht dass es noch eine weitere Sanktion gibt.
Mail und normaler Brief können verschwinden (ist aber unwahrscheinlich). Falls eine Anhörung kommt, kannst du den einfach nochmal nachweisbar(!) per Fax mit qualifiziertem Sendebericht o.ä. hinschicken. Und schon ist es unmöglich dich zu sanktionieren.
 

saurbier

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Ich bin bis einschließlich Montag krank geschrieben.
Also würde deine AUB ja auch nur noch für Montag gültig sein.

Demzufolge wird sich eine bereits zugeschickte Termineinladung auf den Folgetag auswirken (so stets leider in den meisten Einladungen/Vorladungen), also Achtung hier.

Da ich nun krank geschrieben bin bis morgen kann ich ja eh nicht hin. Da auch corona ist, kann ich ja Dienstag nicht einfach so dahin oder?
Doch wenn du schon eine schriftliche Einladung für den termin am Montag erhalten hattest, wovon man eigentlich ausgehen sollte wenn du jetzt sogar per SMS daran erinnert wurdest.

Meinen Krankenschein habe ich postalisch und per Mail zugeschickt. Damit bin ich doch sicher oder?
Welche AU meinst du denn jetzt damit. Die welche bis Montag gültig ist, oder hast du gar eine weitere neue mit der du noch weiter AU bist.

Wenn du eine neue AU hast die über den Montag hinaus gültig wäre, dann ist der Termin eh hinfällig, ansonsten gilt er, incl. möglicher Sanktion wenn du nicht hin gehst.

Allerdings könntest du ja auch am Montag nochmals zum Arzt gehen und dir ggf. eine neue AU holen, wer weis. Dann schickst du die umgehend an das JC/SB und hättest auch weiterhin einen Grund dort nicht erscheinen.
 

Saphirasorgen

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Hallo abc,

vielen Dank für deine Antwort. :) Ja ich glaube das alles ist wieder einmal weitere Schikane. Ich habe eine Lesebestätigung per Mail erhalten. Das ist doch auch in Ordnung oder? Bin seit Freitag krank geschrieben denn mittlerweile schlägt mir das alles echt auf den Magen:(


Hallo saubier,

vielen Dank für deine Antwort. Das mit der Einladung für den Folgetag wusste ich gar nicht. Wie gesagt bekomme ich öfter Einladungen nicht. Ich wurde sogar schon einmal von einem securiry Typen am Eingang gebeten meine Einladung zu zeigen. Da ich aber nur die SMS hatte konnte ich das nicht. Die am Empfang schauten dann in den PC und ich durfte trotzdem hoch zur SB. Ich habe WIRKLICH keine schriftliche Einladung hier. Einmal wurde ich sogar angemotzt dass ich meine Eigenbemühungen nicht zusätzlich schriftlich mitgebracht habe von meiner SB. Ich schicke diese aber auch immer doppelt. So hatte meine SB die auch zuvor per Mail und ich verwies darauf. Schließlich wusste ich nicht was meine SB von mir wollte und bin da einfach nur wegen der SMS hin.

Eine weitere AU ab Dienstag habe ich nicht. Ich habe am Mittwoch auch ein Vorstellungsgespräch und Dienstag wieder Zahnarzt Termin und normale Arbeit. Also muss ich dadurch. Mittlerweile schlägt mir das echt alles auf den Magen das kannst du mir glauben:( außerdem steht in der Erinnerung vom JC kein Raum. Nur datum und Uhrzeit. Deswegen dachte ich, dass wäre ein Datenfehler oder so. Ich rufe da nachher mal an beim JC. Ich würde auch da am Dienstag hin gehen. Unterschreiben werde ich aber nix.
 
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