Ich würde gerne wissen, was bei Erwerbsminderung besser ist - Grundsicherung oder Hartz4? (1 Betrachter)

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totenkopf

Gast
Hallo,
mein erster Beitrag hat wohl nicht funktioniert.
Ich würde gerne wissen, was besser ist: Grundsicherung bei Erwerbsminderung oder Hartz4.
Ich bin seit 2015 voll erwerbsgemindert und möchte über das Arbeitsamt wieder in die Erwerbswirtschaft einsteigen. Beim Sozialamt ist dies nicht möglich und eine Wfbm lehne ich aufgrund negativer Erfahrungen kategorisch ab. Zur Zeit bin ich ohne Entgelt freiwillig beim Spielplatzbau tätig--5 Stunden täglich eine körperlich anspruchsvolle Arbeit. Vollschicht traue ich mir ohne weiteres zu, der Arbeitsmarkt ist aber hier bei mir nicht so glänzend für Hilfsarbeiter. Meine psychische Erkrankung ist laut meinem behandelndem Psychiater vollständig ausgeheilt. Ist es überhaupt möglich vom Sozialamt zum Arbeitsamt zu wechseln? Muss ich ein neues Gutachten zu meiner Erwerbsfähigkeit anstoßen(und wie)? Mit 42(m) auf dem Abstellgleis der Erwerbsunfähigkeit--das ist doch nicht alles, oder?
Danke.
 

Fabiola

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AW: Vergleich Grundsicherung--Hartz4

Ich würde gerne wissen, was besser ist: Grundsicherung bei Erwerbsminderung oder Hartz4.
Ich bin seit 2015 voll erwerbsgemindert und möchte über das Arbeitsamt wieder in die Erwerbswirtschaft einsteigen. (...) Ist es überhaupt möglich vom Sozialamt zum Arbeitsamt zu wechseln?
Die AfA oder Jobcenter brauchst Du für Deine Stellensuche nicht - die haben außer Sinnlosmaßnahmen, schlecht bezahlter Leih- oder Zeitarbeit i.d.R. nichts anzubieten. Zumal Du ja selbst schreibst:
... der Arbeitsmarkt ist aber hier bei mir nicht so glänzend für Hilfsarbeiter.
Such Dir selbst einen auskömmlichen Job (ohne die Drangsalierungen und Knebelungen der AfA/JC).

Wenn Du diesen gefunden hast (nach unterschriebenem Arbeitsvertrag), dann meldest Du die Tätigkeit bei der DRV und schon 'fliegst' Du aus der EM-Rente.
Wenn Du allerdings die Probezeit nicht überstehst, dann geräts Du sofort 'in die Fänge' von AfA/JC.

Denk also sehr gut darüber nach, wie hoch Deine Risikobereitschft geht.
Ob es vielleicht bei EM-Rente evtl. ein Wiedereinstiegsprogramm gibt, weiß ich nicht. Vielleicht wisen da andere User mehr dazu.

Und wenn Du bitte Deine Beiträge mit Absätzen etwas auflockerst, wäre das deutlich besser lesbar.
 

Curt The Cat

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AW: Ich würde gerne wissen, was ist bei Erwerbsminderung besser, Grundsicherung oder Hartz4?

Moinsen totenkopf und willkommen hier ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Vergleich Grundsicherung--Hartz4[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 
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Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Ich empfehle unbedingt die Grundsicherung zu behalten uns sie nicht aufs Spiel setzen.
Wenn du etwas machen möchtest dann versuche dir einen Minijob zu suchen wo du maximal 2h am Tag arbeiten kannst.
Wenn du das über einen längeren Zeitraum aushälst könntest du versuchen einen Vollzeitjob zu ergattern.
Das Risiko ist aber sobald du dann arbeitslos wirst biste wieder in der Tretmühle vom JC.
Und wir wissen ja - Jobs gibts wie Sand am Meer.

Besser wäre Ehrenamt. Sucht dir auf jeden Fall etwas das dir Spass macht.
 

Doppeloma

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Hallo totenkopf,

Ich bin seit 2015 voll erwerbsgemindert und möchte über das Arbeitsamt wieder in die Erwerbswirtschaft einsteigen.
Wer hat das mal beschlossen und bestätigt, dass du voll (auf Zeit oder "unbefristet" ?) erwerbsgemindert sein sollst ... das JC oder die Rentenkasse (DRV) ???

Beim Sozialamt ist dies nicht möglich und eine Wfbm lehne ich aufgrund negativer Erfahrungen kategorisch ab.
Meiner bisherigen Kenntnis nach, ist es auch generell freiwillig in einer WfBM zu arbeiten und durchaus nicht Jedermanns Sache.

Zur Zeit bin ich ohne Entgelt freiwillig beim Spielplatzbau tätig--5 Stunden täglich eine körperlich anspruchsvolle Arbeit. Vollschicht traue ich mir ohne weiteres zu, der Arbeitsmarkt ist aber hier bei mir nicht so glänzend für Hilfsarbeiter.
Dann solltest du mal reguläre Bezahlung dafür einfordern und dich nicht so schamlos ausnutzen lassen, es zeugt ja davon, dass du zumindest körperlich sehr hoch belastbar bist.

Für wen übst du denn diese Tätigkeit aus, was heißt hier es "sieht nicht glänzend aus für Hilfsarbeiter", Arbeit gibt es ja offenbar genug, aber wohl nur wenn man sich unbezahlt ausnutzen lässt ??? :doh:

Warum bekommst du keinen Lohn wenn du täglich 5 Stunden richtig arbeitest, warum werden keine Beiträge in die Sozial-Kassen einbezahlt für dich ... :icon_neutral:

Das "stinkt doch zum Himmel", die sollen dir einen Arbeitsvertrag geben und dich anständig bezahlen für deine tägliche Arbeit, ansonsten wirfst du denen den Kram vor die Füße, wo leben wir denn eigentlich ???

Bewirb dich auf Stellen wo du bezahlt wirst, dann stellt das Amt sowieso die Leistungen ein, sobald du genug Geld verdienst.

Du bist "geheilt" schreibst du lt. deinem Psychiater, da habe ich aber meine Zweifel wenn ich so was lese, dann arbeitet man nicht OHNE Bezahlung und Versicherung ... :icon_evil:

25 Wochenstunden sind bereits ein regulärer Teilzeit-Job und der Mindestlohn beträgt inzwischen fast 9 € pro Stunde auch für "Hilfsarbeiter" ... das wären fast schon 1000 € Brutto im Monat die du damit verdienen könntest.

Bekommst du so viel vom Amt, dass es sich für dich "lohnt" umsonst zu arbeiten, ich fasse es nicht, irgendwas läuft völlig FALSCH in deinem Leben ... ??? :sorry:

Hartz 4 bekommt man NICHT wenn man (lt. DRV) voll erwerbsgemindert ist aber dann KANN man ( in der Regel) auch nicht 25 Wochenstunden schwer körperlich arbeiten ...:icon_evil:

MfG Doppeloma
 
T

totenkopf

Gast
Hallo, Doppeloma,

meine dauerhafte volle Erwerbsminderung wurde 2015 von der Deutschen Rentenversicherung festgestellt.
Die derzeitige Tätigkeit übe ich für die Stadt aus, also öffentliche Hand. Ich wollte einfach nicht untätig zu Hause herumsitzen.
Eine EMR erhalte ich aufgrund fehlender Vorversicherungszeiten nicht( waren nur 35 Monate statt 36 Monate in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung--hat leider auch das Gericht so gesehen). Knapp daneben ist eben auch vorbei.
Vor der Feststellung der vollen Erwerbsminderung erhielt ich seit 2 Monaten Arbeitslosengeld 1.
Bin so zusagen abgeschoben worden, wegen Zweifeln an meiner Erwerbsfähigkeit.
Bei regulären Arbeitgebern habe ich mich überall beworben und wenn ich Glück hatte, dann erhielt ich eine schriftliche Absage(selten), die anderen meldeten sich nicht einmal.
Die Grundsicherung beträgt insgesamt mit Miete 702, 55 Euro.
Nach einem regulären Arbeitsvertrag habe ich bereits gefragt, aber die verantwortlichen Stellen bei der Stadt sagen, dafür wäre leider kein Geld da und ich soll doch froh sein, das ich was nützliches für die Gesellschaft tun kann und nicht wie ein Hartzer faul in den Tag lebe( O-Ton des Meisters, nicht meine Worte!!) .
Körperlich schwer arbeiten kann ich, wie ich jeden Tag beweise.
Problem ist nur, ich habe keinen Führerschein und Qualifikationen, wie Gabelstaplerschein, sind teuer und werden vom Sozialamt eben nicht bezahlt. Das Arbeitsamt bezahlt das aber, oder?
Und mit meinen 702, 55 Euro ist das kaum zu stemmen.
Das ist ein Abstellgleis, diese Grundsicherung, und weg kommt man auch nicht davon. Habe schon alle Arbeitgeber abgegrast, keiner will mich einstellen.
Ich weiß, das, was ich gerade tue, hört sich total bescheuert an, aber, liebe Doppeloma, was tun?
Ohne was zu tun, das kann ich mir nicht vorstellen.
Ich bin erst 42 Jahre alt und als Mann sollte man doch arbeiten.
Aber die Idee von swavolt mit dem Ehrenamt ist sehr
interessant. Alte Leute begleiten und ihnen das Leben leicht machen, das wäre eigentlich das, was mir passen würde. Da schaue ich mal.

MlG
totenkopf

PS: Das mit den Hartzern hat der städtische Meister so gesagt, das sind nicht meine Idee und Worte!
 

Gollum1964

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Nach einem regulären Arbeitsvertrag habe ich bereits gefragt, aber die verantwortlichen Stellen bei der Stadt sagen, dafür wäre leider kein Geld da und ich soll doch froh sein, das ich was nützliches für die Gesellschaft tun kann und nicht wie ein Hartzer faul in den Tag lebe( O-Ton des Meisters, nicht meine Worte!!) .
moin,

als ich das gelesen habe, ist mir die Kaffeetasse ausgerutscht.
Die faulen Hartzer natürlich wieder.
Ich hätte da die Gegenfrage gestellt, ob es sozial vertretbar ist, jemanden für lau jeden Tag 5 Stunden arbeiten zu lassen, so dass dieser trotzdem der Allgemeinheit auf der Tasche liegt. Möchte der Meister auch gerne seine Arbeit für lau verrichten und trotzdem der Allgemeinheit auf der Tasche liegen?
Hieran erkennt man wieder, wie das perfide Herrsche und Teile Prinzip funktioniert. Man nutzt dich meines Erachtens aus und versucht dir als Feindbild für deine Misere den "faulen" Hartzer schmackhaft zu machen.
Man lenkt von den eigentlichen Tätern ab, die da heissen Arbeitgeber und Politik und Armutsindustrie. Von dem systemisch bedingten Arbeitskräftemangel und der zukünftigen Verschärfung durch Industrie 4.0 will ich gar nicht erst reden.
 
T

totenkopf

Gast
Hallo,

ich habe mich gestern und heute Vormittag mal umfassend informiert, auch in diesem Forum. Auch die vorgehenden Antworten waren für mich sehr interessant. Wenn ich es recht bedenke: Die Behörden halten sich doch für unfehlbar.
Und nach Meinung der Behörden bin ich voll erwerbsgemindert,
also kann keine drei Stunden am Tag arbeiten.
Also werde ich danach handeln. Bereits morgen(Montag) werde ich nicht mehr zu dieser Beschäftigung hingehen, denn ich kann ja nicht arbeiten.
Die Arbeitssachen sind sowieso meine, also bleibt nichts zurück und wie ich gelesen habe, passiert mir als erwerbsunfähigen Grundsicherungsempfänger nichts, wenn ich nicht arbeite.
Doppeloma hat recht, ich bin total bekloppt, wenn ich mich so ausbeuten lasse. Das hat ab morgen ein Ende.
Ich werde erst einmal ausschlafen und dann die Woche mal mich in Richtung Ehrenamt umschauen. Vielleicht gibt es ja eine gemeinnützige Organisation, bei denen man alte Menschen begleiten kann und etwas unter die Arme greifen kann, sowie mit denen reden, damit sie nicht so alleine sind.
Das würde mir Spaß machen.
Das Unternehmen "Übergang zu Hartz4" wird auf Grund der hier im Forum gesammelten Informationen abgebrochen.
Jetzt kann der Meister seine Arbeit alleine machen, mit mir nicht mehr!!
Ich möchte mich herzlich bei Doppeloma und den anderen Schreibern für die Aufklärung bedanken.
Die Grundsicherung nach SGB XII ist doch nicht so schlecht, wie ich erst dachte. So, jetzt leg ich mich mal ins Bett und hole den Schlaf nach.

Mit lieben Grüßen
totenkopf

:idea:
 

Gollum1964

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Das Unternehmen "Übergang zu Hartz4" wird auf Grund der hier im Forum gesammelten Informationen abgebrochen.
Jetzt kann der Meister seine Arbeit alleine machen, mit mir nicht mehr!!

Die Grundsicherung nach SGB XII ist doch nicht so schlecht, wie ich erst dachte.

:idea:
Hallo totenkopf,

ich wünsche dir für deinen Schritt viel Glück und Mut, da du jetzt über deinen Schatten springen musst.
Was ALG2 ggü. Sozialhilfe angeht, sehe ich als einzigen Nachteil im SGB12 an, dass gerade für ältere Leistungsbezieher der Vermögensfreibetrag bei Sozialhilfe (5000 EUR) etwas niedriger ausfällt als bei ALG2.
Wenn du eine leidensgerechte geringfügige Beschäftigung suchst, ist es besser, du machst dieses aus eigenem Antrieb im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, als wenn jemand im Jobcenter dich unter Sanktionszwang in irgendetwas reinzwängen möchte, was der Psyche nicht immer gut tut.
 

Doppeloma

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Hallo totenkopf, :peace:

Doppeloma hat recht, ich bin total bekloppt, wenn ich mich so ausbeuten lasse. Das hat ab morgen ein Ende.
Eben, was wollen die dir denn tun können, du hast keinen Arbeitsvertrag bekommst keinen Lohn, Urlaub gab es vermutlich auch noch nie, weil du ja kein "richtiger Angestellter" bist ... keine Rentenversicherung, keine Arbeitslosenversicherung ... wenn du krank bist kein Krankengeld ...

Ach so "vergessen" du bekommst ja Grundsicherung aus dem SGB XII (gute 700 €, wo deine Arbeit schon fast 1000 € wert gewesen wäre), sollst dafür noch "dankbar sein" ... die müssten dir die "Füße küssen" für soviel naive "Dummheit" :icon_dampf:

Die Stadt / Gemeinde hat kein Geld dafür ... JETZT hast DU KEINE Zeit mehr dafür, musst dich um deine Gesundheit kümmern ... kannst ja lt. DRV-Entscheidung nicht mal 3 Stunden täglich arbeiten ... :biggrin:

Ich werde erst einmal ausschlafen und dann die Woche mal mich in Richtung Ehrenamt umschauen. Vielleicht gibt es ja eine gemeinnützige Organisation, bei denen man alte Menschen begleiten kann und etwas unter die Arme greifen kann, sowie mit denen reden, damit sie nicht so alleine sind.
Pass bloß auf mit den "gemeinnützigen Organisationen", die sind auch nicht besser und erwarten oft mehr als du bieten (und verantworten) kannst im Umgang mit den älteren Menschen.

Trotzdem ist die Idee einfach SUPER, es gibt viele einsame (meist alte Menschen), die sich freuen wenn einfach mal Jemand mit ihnen redet, ihnen zuhört oder was vorliest mit ihnen spazieren geht ... oder sie im Krankenhaus besucht ...

Das würde mir Spaß machen.
Macht auch den Eindruck, aber pass auf dich auf, dass man nicht wieder beginnt dich auszunutzen für Pflegearbeiten, die von Fachleuten zu machen sind, die auch dafür bezahlt werden müssen. :idea:

Das Unternehmen "Übergang zu Hartz4" wird auf Grund der hier im Forum gesammelten Informationen abgebrochen.
In Hartz 4 nimmt dich ohnehin Keiner mehr, wenn du schon von der DRV "abgeschrieben wurdest", du kannst wohl tatsächlich nur selber "beweisen", dass auch die DRV sich irren kann, wenn sie meint Jemand sei (schon auf Dauer) nicht mehr Erwerbsfähig.

Jetzt kann der Meister seine Arbeit alleine machen, mit mir nicht mehr!!
Ich möchte mich herzlich bei Doppeloma und den anderen Schreibern für die Aufklärung bedanken.
Kein Problem, immer wieder gerne und wenn der "Meister" jetzt weinen sollte, weil du nicht mehr unbezahlt "malochen" willst, dann soll er dir doch einen anständigen Arbeitsvertrag (aber schriftlich bitte !!!) anbieten, was du KANNST weiß der ja zumindest schon, also auch ohne "Probezeit" ... :cheer2:

Das SGBXII würde ohnehin schnell die Leistungen einstellen wenn du richtiges Geld damit verdienst und vielleicht kommst du auf diesem "Umweg" doch mal wieder raus aus der Sozial-Hilfe.

Wie lange hast du das jetzt schon gemacht, ich denke immer noch darüber nach was sich doch offizielle Stellen so erlauben können, mit Menschen die sich nicht zu wehren wissen ...

Ich bin echt STOLZ auf deine Entscheidung und finde es furchtbar, dass es offenbar so sauschwer ist, aus dem SGB XII "Sozial-Bereich" wieder herauszukommen, wenn man sich dafür wieder stark genug fühlt richtig zu arbeiten.

Kann man nicht mehr nach vielen Arbeitsjahren wird man unter Druck gesetzt, dass man "zu können hat" ... damit die DRV (möglichst) KEINE EM-Rente zahlen muss ...

Es war aber leider schon immer so, dass die DRV gerne (und schnell) Menschen für voll EM auf "Dauer" erklärt hat, die keine Renten-Ansprüche aufbauen konnten, damit hofft man sie dann in das SGB XII los zu sein für alle Zeiten ... und es scheint ja leider auch zu funktionieren.

Es ist echt eine Schande, was in D so alles möglich ist inzwischen ... viel Erfolg bei deinen neuen Plänen :)))

MfG Doppeloma
 
T

totenkopf

Gast
Guten Morgen,

ist eine interessante und erholsame Zeit für mich.
Es gab wohl kurze Zeit ein arges Gerenne und der Meister hatte fast Tränen über seine Wangen laufen, aber ich blieb hart, da er und seine Vorgesetzten sich weiterhin weigern, mir einen Arbeitsvertrag zu geben.
Ohne Preis eben kein Fleiß! :icon_evil:

Aber untätig blieb ich nicht, denn ich betrieb Geschichtsforschung.
Und da habe ich mir von der Rentenversicherung mal mein Gutachten zur Erwerbsfähigkeit plus sozialmedizinischer Beurteilung schicken lassen. :icon_hihi:

Als ich das gelesen habe, fühlte ich mich, als ob ein T-72 mich überrollt hätte!!! :mad:

Jetzt verstehe ich auch, warum das Arbeitsamt mich so schnell schon nach 2 Monaten los geworden ist.

Die Gutachterin, eine Leitende Regierungsmedizinaldirektorin, hat mich auf eine Art beschrieben und so meine Fähigkeiten auf Null geschätzt, das dem Arbeitsamt gar nichts anderes übrig bleiben konnte, als mich zu SGB XII abzuschieben.

Nach ihrer Einschätzung war ich nicht einmal in der Lage leichte Tätigkeiten 3 Stunden lang auszuführen!
Also kann ich keine Straßen kehren, keine Regale mit 1-Euro Artikel füllen und auch keine Mülleimer leeren--dies 3 Stunden am Tag.

Und das ganze kann ich mein ganzes restliches Arbeitsleben nicht, nach diesem DRV- Gutachten, welches für alle Leistungsträger bindend ist!!

Wie man sieht, völlig konträr zu den Fähigkeiten, die ich gut sichtbar und nutzbringend für die Stadt gezeigt habe und davor in der Wfbm-- da war ich Leistungsträger in Bereich Demontage von elektronischen und mechanischen Geräten, darunter komplizierte Maschinen und das in Vollzeit !! :sorry:

Das ist ein Gefühl in der Magengrube, welches ich nicht meinem ärgsten Feind wünsche.

Auf die Weise kann der Staat natürlich gutes Geld sparen und ich bin auf dem Abstellgleis zum Versauern auf Sozialhilfeempfängerbasis!! :doh:

Aber, nun gut, da ich keine Hilfe vom Staat erwarten kann, gilt nun die Losung " Selbst ist der Mann" ! :idea:

Ich denke, das 2018 besseren Rat weiß und für mich gute Dinge bereithalten wird. Wie sagt der Kaiser: "Schaun mer mal!" !

MlG
totenkopf
 
M

Mitglied 61702

Gast
Ist es denn nicht einfach möglich, sich einen sozialversicherungspflichtigen Job zu suchen, für 3-6 Stunden am Tag, und wenn das Geld dann nicht reicht, erneut ALGII zu beantragen?

Wenn du offiziell nachgewiesen 3+ Stunden arbeitest, dann liegt das Gutachten doch falsch, oder kapiere ich hier was nicht?
 

Fabiola

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Wow, gut gemacht totenkopf!
Es gab wohl kurze Zeit ein arges Gerenne und der Meister hatte fast Tränen über seine Wangen laufen, aber ich blieb hart, da er und seine Vorgesetzten sich weiterhin weigern, mir einen Arbeitsvertrag zu geben.
Fragt sich jetzt, wie lange die Herren brauchen, um sich einen 'ahnungslosen' Elo für einen 1-Euro-Job gefügig zu machen. Behalte das doch mal im Auge ...
 
E

ExitUser

Gast
Verkehrte Welt...:eek:

Die Mehrzahl der Menschen die wirklich Krank sind, nicht mehr können, unter Umständen jahrelang um die Anerkennung als Erwerbsgemindert kämpfen müssen wären froh wenn sie solch ein Gutachten bekommen würden...

Warum setzt du dich nicht mit der DRV in Verbindung mit den ganzen Angaben deiner Tätigkeiten welche du vor kurzem ausgeübt hast (5 Stunden täglich körperlich anspruchsvolle Arbeit beim Spielplatzbau, Leistungsträger in einer WfbM in Vollzeit...)
und bittest um erneute Begutachtung/Feststellung deiner Leistungsfähigkeit da die erstere wohl ein Irrtum war und lt. deinem Arzt deine Erkrankung vollständig ausgeheilt ist...

Ich bin mir fast sicher das neue Gutachten wird dann völlig anders aussehen und schwuppdiwupp bist du dann wieder im SGBII...

liesa
 

Fabiola

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Warum setzt du dich nicht mit der DRV in Verbindung (...) und bittest um erneute Begutachtung/Feststellung deiner Leistungsfähigkeit da die erstere wohl ein Irrtum war und lt. deinem Arzt deine Erkrankung vollständig ausgeheilt ist...
Wozu?
Aus der EM-Rente heraus kann sich @totenkopf doch in aller Ruhe und eigenem Tempo eine passende Arbeit suchen. Dazu braucht es kein JC mit all den Sinnlosbewerbungen, Sinnlosmaßnahmen, Sanktionsandrohungen etc..

Die DRV kann ihm nicht verbieten, wieder zu arbeiten. Eine Mitteilung an die DRV, sobald er einen Arbeitsvertrag hat, reicht aus.
Da muss kein JC dazwischen geschaltet werden.
 
T

totenkopf

Gast
Gute Kaffeezeit,

diese Jahr mache ich sowieso nichts mehr.
Und nächstes Jahr werde ich sehen, was auf mich zukommt.
Vielleicht Ehrenamt oder ganz in Ruhe Suche nach einem Job,
der mir passt.
Ich weiß, das mich einige für seltsam halten, aber mal ehrlich gesagt: ist es nicht besser, das die wirklich Kranken und Hilfebedürftigen schnell und ohne Probleme Ihre EMR erhalten
würden und diejenigen, die noch arbeiten können und vor allem wollen, einen auskömmlichen Arbeitsplatz besetzen könnten?

Und dies, nach den ganzen Informationen, die ich über Hartz4 sammeln konnte, auch hier im Forum, ist mir die Lust
auf dieses Hartz4 sehr gründlich vergangen.

Die Ämter halten sich für unfehlbar, also warum diese Illusion zerstören? Die rund 700 Euro Grundsicherung kriege ich ohne
was zu tun. Also brauche ich nicht zu rennen und mich zu hetzen, denn ich bin ja nicht belastbar.
Ich werde schon was zur gegebenen Zeit finden.

Nur fluchenswert ist es, das Menschen, die eine EMR not haben, weil sie nicht mehr arbeiten können, solange kämpfen müssen. Das ist nicht richtig.
Und eben das Verhalten der Jobcenter mit den Hartz4-Empfängern, die ja eigentlich die Arbeitgeber der Jobcenter-Mitarbeiter sind. Denn ohne Hartzer keine Sachbearbeiter und kein Jobcenter.

Deshalb spreche ich hiermit meine vollste Hochachtung und Anerkennung diesem Forum und seinen Betreibern aus. Hut ab vor Euch!

Einen schönen Nachmittag
totenkopf
 

Die7Zwerge

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Also ich bin erwerbsunfähig bzw. kann nur unter sehr speziellen Bedingungen arbeiten. Aber weder Jobcenter noch Sozialamt waren mir da irgendeine Hilfe. Die wussten schlicht nicht wie man so jemanden wie mich in Arbeit kriegen könnte.

Wenn du dir aber Vollzeit zutraust verstehe ich deine Frage nicht, dann bist du doch nicht erwerbsgemindert.

Das Arbeitsamt ist für dich aber nicht zuständig.
 
T

totenkopf

Gast
Wow, gut gemacht totenkopf!

Fragt sich jetzt, wie lange die Herren brauchen, um sich einen 'ahnungslosen' Elo für einen 1-Euro-Job gefügig zu machen. Behalte das doch mal im Auge ...
Hallo,

vorgestern bin ich mal vorbeigeschlendert und was sehen meine nicht mehr ganz so jungen Augen?

Richtig, ein alter Kumpel von mir mit Hartz4 arbeitet unter meisterlicher Anleitung im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit mit MAE an dem weiter, wo ich aufgehört habe.

Ich unterhielt mich über den Zaun mit dem guten Mann und schlug ihm vor, es mir gleich zu tun. Jedoch geht das bei Hartz4-Empfängern nicht, wegen Sanktionsgefahr. Sagt er jedenfalls.

So ist das.

MlG

totenkopf
 
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