Ich wohne zur Zeit auf Probe in betreutes Wohnen und beziehe Erwerbsminderungsrente, muß ich hierfür in einer Werkstatt arbeiten oder kann ich das ablehnen"?

GlobalPlayer

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Ich lebe zurzeit in einen stationär betreuten wohnen, wo es u. A. Auf dem Gelände auch Werkstätten, Gärtnereien usw gibt.

Kann man gezwungen werden, auf Basis eines verdienstes von ca. 100 Euro in der Werkstatt usw zu arbeiten? Ist dies rechtlich möglich, auch wenn man eine Erwerbsminderungsrente bekommt? (die man selber nicht erhält)?
 

GlobalPlayer

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Hallo GlobalPlayer, an die Forumsrunde,

der Leit(d)faden ist eben ein ... Prozessfaden mit den diesbezüglichen Kriterien ...,

Was jedoch noch nicht so klar wie Kloßbrühe ist:

... da zur Probe für eine Woche -->stationär betreutes Wohnen, du bist aber schon 3 bis 4 Wochen dort ...


Ja das müsste ich klären

Des. Bezugs Betreuers


1. Du hast keinen festgestellten Grad der Behinderung.
2. doch gewährte dauerhaft volle Erwerbsminderung
3. vom Obdachlosenunterkunft in betreutes Wohnen auf Probe
4. Finanzen - Schuldenabbau (wie ist das geregelt?) und wird im Zusammenhang
(von Betreuer/Bezugsperson der Wohngruppe/Aufnahmeverantwortlichen) mit der
Aufnahme einer Tätigkeit (Praktikum) in der WfbM (als integrierte Reha) notwendig?

Was ich nicht so richtig verstehe, ist die gewährte dauerhaft volle EMRente vs. WfbM?
Hier ggf. das Ziel des WfbM-Praktikums/Maßnahme einer wirtschaftlich verwertbaren Arbeitsleistung erreichbar sein müsse.


Das ist der 2 Arbeitsmarkt, aber es werden hier wohl alle die können, oder wollen?, da rein gesteckt.

Ich denke mal mit meiner Rente hat das nix zu tun das dies 2 Arbeitsmarkt ist....?

I'm schuldenabbau geht es hier. Nicht, es. Geht um Tagesstruktur und 109 Euro verdienen....
 
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Woodruff

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Woodruff

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OT

Hab mich mal nach meiner Beruflichen Reha u. a. beim LWL (Bereich Forensik) und auch bei den Alexianern für den Bereich Verwaltung beworben.

Leider habe ich von beiden eine Absage bekommen.

Da ich zu dem Zeitpunkt leider kein Auto besaß, hätte ich aber eine zeitlich hervorragende Zuganbindung gehabt.
 

ela1953

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Hallo @GlobalPlayer,

Ja genau man bekommt da ein Taschengeld.

Und es geht um die Tagesstruktur und darum sollen die Bewohner dann da auch ein wenig arbeiten,wenn die das können.

Du bist in einem Behinderten Wohngruppen Heim untergekommen.Da gibt es Behinderte Menschen/Leute die einen können etwas arbeiten und andere können das vielleicht gar nicht.

Mein halb Bruder wohnt auch in einer solchen Wohngruppe(aber nicht da wo du bist)da ist das auch so,er bekommt auch dieses Taschengeld.Und er hat vor Corona in einem Kaffee gearbeitet(da gibst es auch extra so Kaffee,wo diese Leute dann arbeiten) und er durfte sein Geld(das erzählte er mir)was er da Verdiente(das waren aber mehr wie 100 €) behalten.

Also,er bekam dann noch etwas von seinem Geld/Lohn,extra zu seinem Taschengeld und das andere kam/ist auf ein Sparbuch(wo er sich dann auch was kaufen darf,was er gerne möchte).Und sein Trinkgeld durfte er auch immer behalten und ausgeben.


Wer hat dir das gesagt,mit der Rente ? Warum ich dir das schreibe,

vielleicht solltest du mal ein Gespräch mit der Wohngruppenleitung suchen(nicht mit dem Gruppen-Betreuer)und mal nachfragen wo deine EM- Rente ist und was da genau mit gemacht wird(das würde ich mir dann aber schriftlich geben lassen).

Es kann sein,das dieses Geld/Rente vielleicht für dich gespart wird(das weiß ich aber nicht).Es kann aber auch sein das,das für deine Unterkunft/Essen dazu genommen wird.Du hast ja alles frei dein Zimmer,schlafen,Essen usw.

Ich weiß von jemandem, der mit ca
60 Jahren in betreutes Wohnen kam, um nicht obdachlos zu werden.
Er hatte auch einen Betreuer.
Da lief es über den LWL und ich sah mal so eine monatliche Abrechnung.
Ob seine Einnahme EMR oder nur Sozialhilfe war weiß ich nicht mehr.

Jedenfalls wurde davon alles mögliche abgezogen: Miete, Essen, Betreuung u.v.m..
Übrig blieben auch nur ca. 100 Euro, die in Teilbeträgen wöchentlich ausgezahlt wurden.
Davon musste alles bezahlt werden, auch Pflegeartikel, Tabak, Rezeptgebühr.....
Zu einer bestimmten Zeit musste er in der Unterkunft sein. Er meinte, dann würde abgeschlossen. Es wurde gesagt, dass er für immer da wohnen müsse.
Dort war zwar nichts mit Arbeiten, aber es wurden Bastelangebote und anderes angeboten.
Es sollte irgendwie niemand das Haus verlassen, denn die "Angebote" lagen vor und nach dem Mittagessen.
Aber er setzte sich darüber hinweg und schaffte es, sich eine Wohnung zu suchen.
Während der Zeit dort hatte er keinen Betreuer. Lief alles über den LWL
 

Woodruff

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Ich weiß von jemandem, der mit ca
60 Jahren in betreutes Wohnen kam, um nicht obdachlos zu werden.
Er hatte auch einen Betreuer.
Da lief es über den LWL und ich sah mal so eine monatliche Abrechnung.
Ob seine Einnahme EMR oder nur Sozialhilfe war weiß ich nicht mehr.


Wieviel Jahre ist das denn her, oder noch jüngeren Ursprungs?
 
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Ich weiß von jemandem, der mit ca
60 Jahren in betreutes Wohnen kam, um nicht obdachlos zu werden.
Er hatte auch einen Betreuer.
Da lief es über den LWL und ich sah mal so eine monatliche Abrechnung.
Ob seine Einnahme EMR oder nur Sozialhilfe war weiß ich nicht mehr.

Jedenfalls wurde davon alles mögliche abgezogen: Miete, Essen, Betreuung u.v.m..
Übrig blieben auch nur ca. 100 Euro, die in Teilbeträgen wöchentlich ausgezahlt wurden.
Davon musste alles bezahlt werden, auch Pflegeartikel, Tabak, Rezeptgebühr.....
Zu einer bestimmten Zeit musste er in der Unterkunft sein. Er meinte, dann würde abgeschlossen. Es wurde gesagt, dass er für immer da wohnen müsse.
Dort war zwar nichts mit Arbeiten, aber es wurden Bastelangebote und anderes angeboten.
Es sollte irgendwie niemand das Haus verlassen, denn die "Angebote" lagen vor und nach dem Mittagessen.
Aber er setzte sich darüber hinweg und schaffte es, sich eine Wohnung zu suchen.
Während der Zeit dort hatte er keinen Betreuer. Lief alles über den LWL
So ist das hier ungefähr auch, nur das es offen ist.
 

grün_fink

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Die "Heimkosten" werden eventuell übers SGB XII abgerechnet. Die Rente ist dann eben im Sinne des SGB XII Einkommen, was einzusetzen ist. Da kommt keine Rente in normaler Höhe mit.
Da würde es auch nicht helfen, das Ding als persönliches Budget zu erhalten, denn das ist genauso teuer. Man bekommt dann nur das Taschengeld, so oder so.

am Rande:
Manche Leuts mit psychischer Erkrankung nehmen lieber die Soziotherapie statt das betreute Wohnen, weil erstere von der Krankenkasse bezahlt wird (einkommensunabhängig) und letzteres im SGB XII angesiedelt ist (einkommensabhängig).
 

Turtleman

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Hi,
hast Du eventuell eine OP gehabt ??
Ansonsten wäre nämlich fraglich, ob/wann Du wieder "Arbeitsfähig" bist.
Bezüglich Jobcenter/Arbeitsamt, wärest Du AB 3 Stunden (wieder) Arbeitsfähig.
Ich weiss ja nicht, was in deinem Rentenbescheid steht(Zuverdienstmöglichkeiten, Arbeitszeit)
aber man sollte nicht unbedingt seine Rente gefährden.

Auf der anderen Seite wäre eine "soziale Beschäftigung" in kleinem Umfang bei DIR sicherlich sinnvoll. Hast Du weniger Zeit "Mist zu bauen".

Gruss
 

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Ich hatte das eine Praktikum ja beendet.

jetzt bin ich aber wieder von einem Betreuer woanders angemeldet worden.
ich will da nicht arbeiten.

das nicht antreten ist folgenlos?
 

Woodruff

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Wenn Du mit Betreuer einen "gesetzlichen Betreuer" meinst, (weiß ich ja nicht, ist ein erheblicher Unterschied), dann kannst Du beim Betreuungsgericht einen Betreuerwechsel beantragen.

Betreuerwechsel – “Sie sind nicht chancenlos”​


Quelle:
Reik Kutschewenko
Rechtsanwalt
Hegelstraße 20
39104 Magdeburg
 

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Wenn Du mit Betreuer einen "gesetzlichen Betreuer" meinst, (weiß ich ja nicht, ist ein erheblicher Unterschied), dann kannst Du beim Betreuungsgericht einen Betreuerwechsel beantragen.

Betreuerwechsel – “Sie sind nicht chancenlos”​


Quelle:
Reik Kutschewenko
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ich meine den Betreuer in der wohngruppe.
 

Woodruff

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jetzt bin ich aber wieder von einem Betreuer woanders angemeldet worden.
ich will da nicht arbeiten.

das nicht antreten ist folgenlos?

Ich finde da ist ein persönliches Gespräch mit Dir und deinem Gesetzlichen Betreuer/in und dem Betreuer/in der Wohngruppe mehr als überfällig!


Der Gesetzliche Betreuer hat nach § 1901 Abs. 2 BGB ….
Der Betreuer hat nach § 1901 Abs. 2 BGB …. die Angelegenheiten des Betreuten so zu besorgen, wie es dessen Wohl entspricht. Zum Wohl des Betreuten gehört auch die Möglichkeit, im Rahmen seiner Fähigkeiten sein Leben nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. Dieses bedeutet, dass der Betreuer nicht nach eigenen Vorstellungen das Leben des Betreuten bestimmen kann. Sondern die Wünsche und Vorstellungen des Betreuten sind zu berücksichtigen, sowie die Umsetzung dieser Bedürfnisse nicht zum Nachteil für den Betreuten sind.

§ 1901 Abs. 3 BGB hat der Betreuer Wünschen des Betreuten zu entsprechen, soweit dies dessen Wohl nicht zuwiderläuft und dem Betreuer zuzumuten ist. Ehe der Betreuer wichtige Angelegenheiten erledigt, bespricht er sie mit dem Betreuten, sofern dies dessen Wohl nicht zuwiderläuft. Der Betreuer kann also nicht über den Betreuten bestimmen wie er möchte, sondern ist an deren Willen und Wünschen grundsätzlich gebunden.

Quelle: https://www.curendo.de/pflege/was-darf-ein-betreuer-alles-alleine-entscheiden/
 
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