Ich will nur eine Beratung - Gesundheitsfragebogen nicht ausfüllen und Konsequenzen für die Zukunft?

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

maxmuster

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Dezember 2018
Beiträge
4
Bewertungen
1
Hallo,

ich gehe im Moment keiner Arbeit nach und beziehe keine Leistungen vom Staat. Ich habe gesundheitlicher Probleme und bin zur Arbeitsagentur gegangen mit der Bitte um ein Beratungsgespräch. Ich erhoffe mir von dem Gespräch Informationen darüber zu erhalten, welche Arten von Arbeit es abseits der für meine Qualifikation typischen Art von Arbeit gibt. Insbesondere solche, die zu meinem gesundheitlichen Zustand passen.

Bei der Arbeitsagentur hat man mir einen Termin mit einem Sachbearbeiter vereinbart und mir einen Gesundheitsfragebogen (inkl. Schweigepflichtsentbindung) mitgegeben, den ich ausgefüllt mit zum Gespräch mitbringen soll. Ich möchte diesen Fragebogen aber nicht ausfüllen. In dem Informationsblatt steht, dass es bei Nicht-Ausfüllen zu "Versagung oder Entziehung der Leistungen" kommen kann.

Meine erste Frage: Im Moment möchte ich ja gar keine Leistungen beziehen. Ich möchte nur ein Beratungsgespräch. Wenn ich den Gesundheitsfragebogen nicht ausfülle und zum Gespräch komme, können mir dann vorsorglich schon Leistungen entzogen werden, wenn ich diese in Zukunft beantragen sollte? Oder kann ich ohne Konsequenzen auch erst dann, wenn ich Leistungen beziehen möchte, den Gesundheitsfragebogen ausfüllen?

Meine zweite Frage: Insbesondere überlege ich einer speziellen Art von Arbeit nachzugehen, für die ich eigentlich überqualifiziert wäre, die mir aber keine gesundheitlichen Probleme bereiten würde. Ich habe jedoch gesehen, dass man für die Firma, die diese Arbeit vermittelt, einen Vermittlungs-/Aktivierungsgutschein braucht. Wisst ihr, ob die Arbeitsagentur einen Schein auch für jemanden ausstellt, der für die Arbeit eigentlich überqualifiziert ist? Ist dafür der Gesundheitsfragebogen notwendig?

Viele Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.162
Bewertungen
28.601
Das ausfuellen des Gesundheitsfragebogen ist freiwillig. Wenn du ihn ausfuellst, hat der nichts beim SB zu suchen, sondern geht direkt zum aerztlichen Dienst.

Das Problem an Deiner Beratungsanfrage: ein SB ist kein Arzt und kann nicht beurteilen, was du mit deinen gesundheitlichen Einschränkungen noch machen kannst und was nicht. Deshalb muss der śB den aerztlichen Dienst einschalten, bevor er dich beraten kann.
[>Posted via Mobile Device<]
 

maxmuster

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Dezember 2018
Beiträge
4
Bewertungen
1
Ist es wirklich ein "muss"? Oder ist das deine Vermutung?

So wie ich das sehe, kann er mich beraten, was es für Jobmöglichkeiten mit meiner Qualifikation grundsätzlich noch gibt. Was möglich ist, kann meiner Meinung nach ich am besten entscheiden.
 

DonOs

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Februar 2014
Beiträge
1.930
Bewertungen
3.639
"Hartz"lich :welcome: im Forum, Maxmuster

Sofern du überhaupt keine Leistungen in Anspruch nimmst, kann dich das Amt mal gerne haben, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Auch sind keine Konsequenzen zu befürchten, sollte man den Fragebogen nicht ausfüllen. Da ward ein SB wohl etwas übereifrig, ist man denn mit dem ärztlichen Dienst doch sehr sparsam.

Bei der Arbeitsagentur hat man mir einen Termin mit einem Sachbearbeiter vereinbart

Bei dem Termin einfach deine Fragen an den SB herantragen.
 

Couchhartzer

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 August 2007
Beiträge
5.550
Bewertungen
9.769
"
Sofern du überhaupt keine Leistungen in Anspruch nimmst
Normalerweise ist das so.
Allerdings schreibt TE, dass er eine Beratung möchte und das ist auch eine Leistung die vom Amt erbracht werden kann.
Und wenn man die Beratung dahingehend möchte, was man mit gesundheitlichen Beschränkungen noch machen könnte, dann ist die nächstmögliche vom Amt erbringbare Leistung, die vor die Beratung geschaltet ist, das Abklären durch den ÄD.

Und der Wunsch nach Beratung ist nunmal auch ein Anspruch den der TE laut Eigendarstellung hier geäußert hat.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
26.162
Bewertungen
28.601
Ist es wirklich ein "muss"? Oder ist das deine Vermutung?

Eigentlich ist ein SB verpflichtet, den äD einzuschalten, sobald er von gesundheitlichen Einschränkungen erfährt.

Ich erzähle Dir mal, was bei mir letztes Jahr war: Ich bin Rollstuhlfahrerin, GdB 100 von Geburt an. Ich weiss also auch ziemlich genau, was bei mir geht oder was nicht.

Ich hatte eine betriebsbedingte Kündigung, gegen die ich geklagt habe. Da sich da Kündigungsschutzverfahren etwas hinzog, nusste ich mich trotz 6-monatiger Kündigungsfrist erstmal arbeitslos melden. Ich kam zu einer SB in der Reha Abteilung. Die Frau sagte beim ersten (und einzigen) Termin gleich mal als erstes zu mir: "äD brauchen wir nicht, Sie brauchen einen Arbeitsplatz, wo Sie mit dem Rollstuhl an Ihren Schreibtisch kommen und wo es ein rollstuhlgerechtes Klo gibt, dann passt das." Ich habe das einfach so stehen lassen, weil die Dame eigentlich ganz vernünftig war und ich sehr sicher, dass ich den Kündigungsschutzprozess gewinne und an meinen Arbeitsplatz zurückkehren kann (was dann nach drei Monten auch geschah). ausserdem sagte sie, dass es in der Jobbörse sowieso keine passenden Jobs für mich gäbe und sie niemals VVs mit Rechtsfolgebelehrung verschicke. Also drohte auch von der Seite keine Gefahr. Auch ein Bewerbungstrainig oder so hielt sie in meinem Fall für überflüssig. Deshalb konnte ich Ihre Einschätzung zu meinen gesundheitlichen Einschränkungen einfach so stehen lassen.

Hätte meine Arbeitslosigkeit aber länger gedauert und ich mir ernsthaft einen neuen Job suchen müssen, hätte es durchaus Probleme gegen können. Denn die gute Dame lag mit Ihrer Einschätzung meiner Behinderung nicht so ganz richtig. Ein rollstuhlgerechtes Klo brauche ich schonmal nicht zwingend, denn in Innenräumen bin ich meistens zu Fuss unterwegs. Aber, und das ist der größere Haken, ich bin Spastikerin. Das heisst, meine Behinderung wirkt sich auf den ganzen Körper aus. Wenn Du Dir mal meine Beiträge hier im Forum anschaust, dann werden Dir zahlreiche Tippfehler auffallen. Ich versuche sie zu korrigieren, aber es gelingt mir nicht immer. Das hängt damit zusammen, dass ich behinderungsbedingtauch Probleme mit der Koordination der Hände habe. zwar nicht so extrem wie mit den Beinen, aber beim schnellen Tippen merkt man es dann doch. Das ist auch tagesformabhängig. Es gibt Tage, da klappt es gut, aber wenn ich sehr angespannt oder müde bin, kann es durchaus passieren, dass ich nichtmal mehr meine eigene Handschrift lesen kann.

Wenn also nun diese SB gekommen wäre, mir einen Job vorzuschlagen, wo es darauf ankommt, schnell fehlerfrei zu tipppen, oder wo man viel mit der Hand schreiben muss, oder irgendwas, wo man genau arbeiten muss wie Zeichnungen oder irgendwelche Basteleien, dann hätten wir sicher ein Problem miteinender bekommen, weil sowas einfach nicht die richtige Arbeit für mich ist.

Da kommt es dann darauf an, ob ein SB Dir das glaubt, wenn Du sagst, dass das nicht geht oder nicht. Wenn er es nicht glaubt, bleibt nur der Weg über den äD.

Und wenn Du irgendwelche Förderungen von der AfA haben willst, wird vermutlich auch nichts ohne äD gehen, denn die AfA will sich schon absichern, dass Du die Weiterbildung oder was auch immer auch durchhälst und nicht auf halbem Weg gesundheitlich schlapp machst, bevor sie viel Geld für Dich ausgibt.
 

Onkel Tom

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2006
Beiträge
3.632
Bewertungen
8.806
Hallo,
...
Ich habe jedoch gesehen, dass man für die Firma, die diese Arbeit vermittelt, einen Vermittlungs-/Aktivierungsgutschein braucht.
...
Viele Grüße

Jo, :welcome:

Da Du die Tätigkeit nur mit "Förderung" bekommen kannst, bringst Du bereits den "Autistischen Gang"
der AfA / JC in Bewegung.

Hast Du dich über Wehwechien dort schon geäußert ?

Bevor Du überhaupt eine "Förderung" bekommst, will das Amt erst mal wissen, ob es einer "Förderung"
bedarf.. Anbei müssen beim Erwerbslosen "Vermittlungshemmnisse" vorliegen. Dafür gehören auch
"Gesundheitliche Einschränkungen" und schon wollen SBs "prüfen", was Du noch gesundheitlich kannst
und was nicht mehr.. ( Zumutbarkeitsregelung § 10 SGB II ).

Da Du ja nix weiteres als eine Beratung haben willst, würde ich mich nur auf das konzentrieren, was man
wissen möchte.

Weiter würde ich mich vorher genauer darüber informieren, warum diese FA auf Förderung nicht
verzichten will.. Stellenangebote deren Art muffeln leider oft hinter ihrer Fassade..

:wink:
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo Onkel Tom,

langsam bitte und erst mal richtig lesen, worum es überhaupt geht ...

Der TE hat bei der AfA eine Beratung eingefordert und NICHT beim JC und er hat bereits darauf hingewiesen, dass er seit längerer Zeit (wie lange ist bisher unbekannt) KEINE Leistungen bezieht und von seinen Ersparnissen lebt ...

Hast Du dich über Wehwechien dort schon geäußert ?

In Grenzen wohl schon, er möchte ja Beratung haben was er mit seinen Einschränkungen (bisher zumindest uns auch unbekannt) noch am aktuellen Arbeitsmarkt anfangen könnte ...

Bevor Du überhaupt eine "Förderung" bekommst, will das Amt erst mal wissen, ob es einer "Förderung"
bedarf..

Bevor er eine Förderung bekommt (bekommen könnte) müsste er zumindest "im Leistungsbezug" sein, sonst gibt die AfA kein Geld aus für Förderung und es wird auch keinen "Vermittlungsschein" geben. :icon_evil:

AG (eher PAV) die das zur Bedingung machen sollte man direkt "den Rücken kehren", die wollen nur selber verdienen ...
Wenn ich Jemanden einstellen möchte weil er mir (für eine offene Stelle) geeignet erscheint, dann brauche ich keinen Vermittlungs-Gutschein oder sonstige "Förderung" vom Amt dafür. :icon_evil:

Anbei müssen beim Erwerbslosen "Vermittlungshemmnisse" vorliegen.

Für einen Vermittlungs-Gutschein im ALGI müssen keine "Vermittlungs-Hemmnisse" vorliegen ABER der aktive Leistungsbezug muss vorliegen, damit die AfA das begründen kann dafür Geld auszugeben und im Grunde dient das nur der "Abschiebung" an private Arbeitsvermittler.

Und die "schieben dann weiter" an die nächste ZAF ...

Ein Beratungs-Fall (ohne Leistungs-Anspruch) bekommt keinen "Fördergutschein", wozu soll das gut sein ... selber eine (auch gesundheitlich) "passende" Arbeit suchen kann man sich am Besten OHNE die AfA ...

( Zumutbarkeitsregelung § 10 SGB II ).

Das gilt aber nicht für ALGI (dort wäre das § 140 SGB III) und ist irrelevant wenn man den Erstbeitrag liest, der TE legt gar keinen Wert auf eine qualifikationsgerechte Arbeit und die entsprechende Bezahlung kann er dann auch kaum verlangen ...

Da Du ja nix weiteres als eine Beratung haben willst, würde ich mich nur auf das konzentrieren, was man
wissen möchte.

Das hat er ja versucht und SB hört nur was von "Einschränkungen" und möchte den Gesundheitsfragebogen haben ... der ÄD wird den "Auftrag" auch ablehnen wenn es gar kein Leistungsbezieher ist ...

Man könnte ja auch erst mal ohne konkrete medizinische Angaben zu erwarten nach den konkreten Einschränkungen fragen, dafür braucht man nicht unbedingt den ÄD und einen Arzt beauftragen.

Für eine solche "unverbindliche Beratung" würde es doch schon genügen Vorschläge mit geringer Arbeitsschwere / geringen Stress-Anforderungen /ohne Schicht-Dienst z.B. zu machen, sofern es da am umliegenden Arbeitsmarkt Nachfrage gibt.

Man hat zwar (angeblich) jederzeit Anspruch auf Beratung durch die AfA aber wer mit denen schon zu tun hatte weiß, dass er mit dieser "Beratung" auch nicht weiter kommen wird ...
Das schaffen die ja nicht mal besonders erfolgreich für arbeitslose Leistungsbezieher, die keine besonderen "Vermittlungs-Hemmnisse" haben... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo maxmuster, :welcome:

Bei der Arbeitsagentur hat man mir einen Termin mit einem Sachbearbeiter vereinbart und mir einen Gesundheitsfragebogen (inkl. Schweigepflichtsentbindung) mitgegeben, den ich ausgefüllt mit zum Gespräch mitbringen soll.

Man hat offenbar nicht verstanden was du wirklich willst und nur was von "gesundheitlichen Problemen" ist "hängen geblieben" und fertig ...

Ich möchte diesen Fragebogen aber nicht ausfüllen. In dem Informationsblatt steht, dass es bei Nicht-Ausfüllen zu "Versagung oder Entziehung der Leistungen" kommen kann.

Musst du ja auch nicht, wie du schon richtig bemerkt hast beziehst du ja keine Leistungen die man dir verweigern oder entziehen könnte und hast die auch aktuell NICHT beantragt ... :icon_evil:

Zudem sind Gesundheits-Unterlagen und Schweigepflicht-Entbindungen IMMER freiwillig, dazu kann man dich also nicht mal im Leistungsbezug wirklich zwingen.

Das "Informationsblatt" ist genau das was drauf steht, ein Informations-Blatt und darauf können die gerne schreiben was sie wollen, das muss noch lange nicht rechtlich auch so möglich sein.

Meine erste Frage: Im Moment möchte ich ja gar keine Leistungen beziehen. Ich möchte nur ein Beratungsgespräch.

Dann sage diesen Termin dankend ab, denn was du gerne wissen möchtest wird man dir bei der AfA NICHT erzählen (können), das wäre auch mit ausgefülltem Gesundheitsfragebogen nicht anders ...

Der wird nur benötigt wenn du für die reguläre Arbeitsvermittlung untersucht werden musst, damit man dir keine unzumutbaren Stellen-Vorschläge machen darf ... die dir gesundheitlich schaden könnten.

Das hat aber ALLES nur Bedeutung, wenn du auch Geld von der AfA bekommst ... hast du keinen ALGI-Anspruch (mehr) oder hast du darauf mal verzichtet und der ist inzwischen verfallen ???
Auf Förderung hast du allerdings auch nur einen gewissen Anspruch (das meiste sind "KANN"-Leistungen) wenn du im Leistungsbezug bist oder wenigstens "offiziell" als Arbeitsuchender "Nichtleistungsbezieher" gemeldet.

Dann unterstehst du aber auch allen Bewerbungs- und Meldepflichten wie ein Arbeitsloser im Leistungsbezug.
Selbst dann hast du kaum eine Chance einen Vermittlungs-Gutschein zu bekommen, der bringt dich auch nicht wirklich in eine gute / deinen Vorstellungen entsprechende Arbeit sondern nur zur nächsten "privaten Arbeitsvermittlung" (PAV) die daran (an deiner Vermittlung) dann 2000 - 3000 € verdienen kann.

Die bekommen ihr Geld dann von der AfA, ganz gleich in welchen miesen Job man dich für eine gewisse Zeit "vermitteln" konnte ...

Das zahlen die aber auch nicht für reine "Beratungs-Kunden" ... da hast du (eigentlich) gar nichts zu erwarten und die SB gehen deine konkreten Gesundheitsprobleme NICHTS an. :icon_evil:

Oder kann ich ohne Konsequenzen auch erst dann, wenn ich Leistungen beziehen möchte, den Gesundheitsfragebogen ausfüllen?

Wenn du mal Leistungen in Anspruch nehmen möchtest / musst, dann stellst du den entsprechenden Formular-Antrag auf ALGI und den aktuellen Fragebogen kannst du entsorgen ... (bei echtem Erfordernis einer ÄD-Begutachtung bekommst du dann sicher einen Neuen), der würde sowieso nur DIREKT zum ÄD gehören aber auch dafür wird man jetzt auch kein Geld ausgeben ... :icon_evil:

Meine zweite Frage: Insbesondere überlege ich einer speziellen Art von Arbeit nachzugehen, für die ich eigentlich überqualifiziert wäre, die mir aber keine gesundheitlichen Probleme bereiten würde.

Welcher Arbeit du gerne nachgehen möchtest bleibt aktuell komplett DIR überlassen, passe deinen Lebenslauf entsprechend an, dass du nicht gleich so "überqualifiziert" rüber kommst, das bleibt doch auch komplett dir überlassen.

Wenn du jetzt länger raus bist aus der aktiven Berufstätigkeit wird es schwer genug werden überhaupt eine Stelle zu finden, wer "lange raus ist" wird nicht mehr als besonders gut "auf dem Laufenden" angesehen von den AG ...

Zu gesundheitlichen Problemen tauscht man sich auch nicht mit einem (potentiellen) AG aus (und schon gar nicht mit einer PAV), erkunde selbst bei den Stellen-Angeboten, in Vorstellungsgesprächen, ob das für dich (auch gesundheitlich) geeignet sein kann oder nicht.

Ich habe jedoch gesehen, dass man für die Firma, die diese Arbeit vermittelt, einen Vermittlungs-/Aktivierungsgutschein braucht.

Was die PAV so anbieten (um an einen Vermittlungs-Gutschein zu kommen) solltest du gar nicht in Erwägung ziehen, das sind meist "Lock-Angebote", die dann "leider" schon weg sind wenn du dich dort bewerben möchtest.

Aber es gibt ja noch genug "andere" Möglichkeiten, besonders mit den ZAF (Zeitarbeitsfirmen) arbeiten die sehr eng und erfolgreich zusammen ... manchmal "teilt" man sich auch "brüderlich" die Vermittlungs-Prämie von der AfA ...

Wirst du zum ersten Mal krank und vom Arzt AU geschrieben, bekommst du ganz schnell die Kündigung ... dann bist du wieder da wo du jetzt auch bist ... das kann aber auch ohne AU schnell passieren, wenn man keinen "Einsatz" für dich hat ...

Soll Alles so nicht sein aber die Realität sieht genau so aus und mit deiner "jüngsten Vergangenheit" (länger ohne JOB) wird man dir bei der AfA auch keine besseren "Angebote" machen ...

Wisst ihr, ob die Arbeitsagentur einen Schein auch für jemanden ausstellt, der für die Arbeit eigentlich überqualifiziert ist?

Unter den aktuellen Umständen bekommst du den Schein überhaupt NICHT, die AfA hat keinen Grund Geld für dich auszugeben, du kostest ja die AfA im Moment auch NIX, dass man dich damit vielleicht (aus dem Leistungsbezug) schneller los werden könnte.

Ist dafür der Gesundheitsfragebogen notwendig?

Der ist aktuell für GAR NICHTS notwendig ... :icon_evil:

Du kannst dir nur selber helfen und dich gezielt auf Stellen bewerben (DIREKT beim AG auch initiativ, wo du dir die Tätigkeit auch zutrauen würdest ... ob du dann eingestellt wirst ist abzuwarten, das hat auch nicht die AfA zu entscheiden ...

So wie ich das sehe, kann er mich beraten, was es für Jobmöglichkeiten mit meiner Qualifikation grundsätzlich noch gibt.

Berate und informiere dich mal lieber SELBER ... dafür kannst du z.B. (ohne AfA-SB-Druck) trotzdem die AfA-JobBörse und das "BerufeNet" mit nutzen, um herauszufinden in welchen Bereichen deine Kenntnisse anwendbar sind und wo man dich vielleicht gebrauchen könnte.

https://jobboerse.arbeitsagentur.de...?aa=1&m=1&kgr=as&vorschlagsfunktionaktiv=true

https://berufenet.arbeitsagentur.de...i0uBVMFRdh8ne4Rz2C-sCW2-!1571221991?path=null

Schau z.B. in Fachzeitschriften und in die Tagespresse, halte deine Augen und Ohren offen wenn sich irgendwo das "Passende" bieten könnte ... dann bewirb dich (schriftlich / persönlich) und preise die Kenntnisse an, die dort auch vom AG erwartet werden, für genau diese Stelle...

Man darf auch höhere Qualifikationen gerne für sich behalten, wenn die gar nicht erforderlich sind für diese Stelle ...

Was möglich ist, kann meiner Meinung nach ich am besten entscheiden.

Genau so ist es und das kannst du wenn überhaupt am Besten ALLEINE schaffen ...
Da erwartest du ohnehin zu viel von einer solchen AfA-Beratung.

Viel Erfolg!

MfG Doppeloma
 

maxmuster

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Dezember 2018
Beiträge
4
Bewertungen
1
Vielen Dank für die Rückmeldungen und die nützlichen Informationen. Dass die AfA keinen Grund hat, mir einen Vermittlungsschein auszustellen, leuchtet mir ein...
 

Agent

Elo-User*in
Mitglied seit
12 April 2016
Beiträge
423
Bewertungen
286
Es gibt tatsächlich einen Anspruch auf die Ausstellung eines Vermittlungsgutscheins, wenn man Arbeitslos gemeldet ist (egal ob mit oder ohne Leistungsbezug) und innerhalb der letzten 3 Monate mindestens 6 Wochen arbeitslos war.

Das hat er ja versucht und SB hört nur was von "Einschränkungen" und möchte den Gesundheitsfragebogen haben ... der ÄD wird den "Auftrag" auch ablehnen wenn es gar kein Leistungsbezieher ist ...

Man könnte ja auch erst mal ohne konkrete medizinische Angaben zu erwarten nach den konkreten Einschränkungen fragen, dafür braucht man nicht unbedingt den ÄD und einen Arzt beauftragen.

Beim "SB" war er doch überhaupt noch nicht. Bisher nur in der Eingangszone und dort hat er von gesundheitlichen Problemen gesprochen, sodass ihm ein Gesundheitsfragebogen mitgegeben wurde.

@TE: Nimm doch einfach den Beratungstermin wahr. Wenn dir das Ganze nicht gefällt, kannst du immer noch dankend ablehnen und dich wieder abmelden.
Ob der Ärztliche Dienst eingeschaltet wird oder nicht entscheidet immer noch der SB beim Termin. Es kann also gut sein, dass du auch ohne diesen Fragebogen einige brauchbare Tipps erhältst. Und vielleicht macht ein ÄG ja auch tatsächlich Sinn. Der Ärztliche Dienst lehnt sowas im übrigen nicht ab - wenn er einen Auftrag erhält arbeitet er auch...

Viele Grüße
Agent
 

maxmuster

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Dezember 2018
Beiträge
4
Bewertungen
1
Danke für die Info, Agent! Ja, ich denke, so werde ich es machen.

Arbeitlos bin ich bisher noch nicht gemeldet, lediglich arbeitssuchend. Ich muss mich da noch genauer über die Konsequenzen informieren.
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten