Ich weiß mit Rehaantrag und Erwerbsminderungsrente nicht weiter und bitte um Hilfe

Kathi20

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Hallo liebes Forum,

wie soll ich mich nun verhalten? Ich bin seit 27.09.2019 in der Nahtlosigkeit. Habe einen Rehaantrag vor der Nahtlosigkeit gestellt, der per Widerspruch von der DRV mit Gutachten vom 16.09.2019 wegen fehlender Belastbarkeit abgelehnt wurde.
lt. Gutachten kann ich in meinem Beruf 3 bis unter 6 Stunden in meinem Beruf arbeiten(werde in einem Monat 62 Jahre). Nach weiterer Therapie sind 6 Std. Und mehr auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt möglich. Ich befinde mich derzeit noch in therapeutischer Behandlung und mein Zustand hat sich weiterhin nicht gebessert. Soll ich nun erneut einen Antrag auf Reha stellen oder gleich die EM-Rente beantragen.
 

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Krautkopf

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Puuh kaum zu glauben. Mit psychiatrischen Einschränkung sollst Du bald vollschichtig arbeiten?????
Leider sieht es aber so aus dass ein Antrag auf EM-Rente so auch nicht durch geht. In dem Gutachten steht ja dass Du auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nach Therapie tätig sein kannst.
Vielleicht ist es besser zu warten und in dieser Zeit neue Befunde zu sammmeln.
Mehr kann ich dazu leider nicht sagen aber sicher melden sich auch noch andere aus dem Forum.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Kerstin, dass Gutachten hat doch schon festgestellt dass keine EM-Renten-Gründe bestehen.
Erklär mir Deinen Rat.
 

Kathi20

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Ich muss vielleicht noch hinzufügen ,dass ich bereits seit Dez.2018 erneut zusammengebrochen bin.Zuvor 2017 in Reha und eine Wiedereingliederung gemacht habe. meine Psychiaterin schreibt mich immer noch krank, da ich nicht in der Lage bin zu arbeiten.Bin in ungekündigter Stellung, mein alter Arbeitsplatz wurde nun neu besetzt. Nun weiß ich einfach nicht wie es weiter geht. Bei der Gutachterin war ich maximal eine Viertelstunde.
 

Allimente

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Ich würde es mit einem erneuten Reha-Antrag versuchen. Wahrscheinlich tut Dir eine Reha ganz gut und vielleicht stellen die Dir ja da ein Gutachten aus, dass Du frühzeitig in EM-Rente gehen kannst. So war es jedenfalls bei meiner Frau.
 

saurbier

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Hallo Kathi20,

also zuerst einmal die Frage gehe ich recht in der Annahme das dies eine DRV-Gutachterin war, dann wäre die Frage wie deine behandelnden Ärzte das ganze beurteilen.

Falls noch nicht geschehen solltest du dich schnellstmöglich mit diesen in Verbindung setzen und das klären. Sollten deine behandelnden Ärzte die Sache gänzlich anders beurteilen dann würde ich jetzt direkt einen EMR-Antrag stellen. Sollte die DRV diesen infolge des Gutachtens ablehnen, bliebe dir nur der Weg über Widerspruch und Klage und da dann die Hoffnung das ein Gerichtsgutachter die Sachlage ganz anders, also im Sinne deiner behandelnden Ärzte beurteilt. Hier kommt es echt auf die Unterstützung als auch Einschätzung deiner behandelnden Ärzte an.

Letztendlich sagt dieses Gutachten ja selbst aus, daß du derzeit nicht leistungsfähig bist und dies erst in geraumer Zeit wieder möglich sein könnte (Betonnung liegt auf könnte). Daher kann dir die DRV für diesen Zeitraum durchaus auch eine befristete volle EMR bewilligen.

Das aber hängt auch von den Umständen ab, ob du ggf. mit 63 Jahren bereits in die vorgezogenen Regelaltersrente nach 45 Berufsjahren gehen könntest, oder ggf. sogar in eine SchwerB-Rente, sowas sollte man in die Überlegungen mit einbeziehen.

Nur sollte dir schon klar sein, daß ein Kampf um die EMR meist ein Nervenkrieg ist, sofern man keinen 1a Fachanwalt an seiner Seite hat, denn die DRV spielt immer auf Zeit.


Grüße saurbier
 

grün_fink

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Wenn ich die Faken zusammen anschaue, sieht das für mich danach aus, als ob die DRV bis zur Regelaltersrente das ganze aussitzen möchte. Aufgrund der Nähe zur Regelaltersrente möchte die DRV eventuell nichts mehr investieren, weil es sich aufgrund der kurzen Zeit, die vom Arbeitsleben noch übrig bleibt und der Schwere der Symptomatik und dem bisherigen Krankheitsverlauf nicht mehr rentieren wird, da viel zu investieren.

Ich gehe mal davon aus, dass bei der Tätigkeit der Sekretärin der Verdienst nicht so schlecht gewesen ist, dass man sich nicht schonmal die Rente ausrechnen lassen könnte.
Danach würde ich dann strategisch vorgehen. Also Rente oder Reha beantragen. Es geht auch darum, Hartz IV zu vermeiden mit seinem Sanktionssystem, das viele Nerven kostet und eventuell auch Erspartes. Es geht aber auch um die Gesundheit, die es einem wert sein sollte.

Ich würde lieber etwas Erfreulicheres schreiben.
 

deori1

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Hallo,
die halten Dich für voll erwerbsfähig (über 6 Stunden mit Einschränkungen),was Deine Ärzte sagen interessiert die DRV nicht (eventuell ein Richter vom SG aber nicht die DRV ).
Ich würde einen Rentenantrag stellen und abwarten was passiert ,falls abgelehnt Widerspruch einlegen und einen sehr guten ,aber wirklich einen sehr guten Fachanwalt nehmen,am besten für Medizin und Sozialrecht(sowas gibt es muss man aber Googeln).
Ich wünsche Dir Viel Erfolg.
 

Kathi20

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Hallo Saurbier,

ja es ist richtig, dass das Guthaben durch die DRV wegen einer REHA erstellt wurde. Ich finde es nur ziemlich krass, dass eine Gutachterin binnen 15 Minuten feststellen kann, wie lange ich arbeiten kann. Meine Ärztin ist der Meinung, dass ich es nicht mehr schaffe und betreut mich nun seit 17 Monaten.

Ich bin Jahrgang 58 und arbeite seit meinem 15. Lebensjahr durchgängig mit Ausnahme der Erziehungszeit, also kann man nicht sagen dass ich mich vor der Arbeit drücke. Ich hatte 2017 bereits eine Reha wegen dieser Sache und habe eine Wiedereingliederung versucht, die ja leider 2018 wieder in die Hose gegangen ist.

Vielen Dank für deine Antwort
 

Kathi20

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Ich sollte noch hinzufügen, dass ich mit 63 mit Abschlag und mit 64 ohne Abschlag in Rente kann. Ich habe von 1973 bis 1991 in Vollzeit gearbeitet nach der Erziehungszeit nur noch in Teilzeit bis heute. Ich bin also durch eine Teilzeitbeschäftigung erkrankt.
 

Kathi20

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Ich sollte noch hinzufügen, dass ich mit 63 mit Abschlag und mit 64 ohne Abschlag in Rente kann. Ich habe von 1973 bis 1991 in Vollzeit gearbeitet nach der Erziehungszeit nur noch in Teilzeit bis heute. Ich bin also durch eine Teilzeitbeschäftigung erkrankt.
Guten Tag Kathi20

ich habe deinen Anhang 2 aus deinem Post gelöscht, weil der Realname vom Arzt noch
zu lesen war.

Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum..
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Hallo Seepferdchen,

wie kann ich den Anhang ohne Name der Ärztin einfügen?
 

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saurbier

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Hallo Kathis20,

Ich finde es nur ziemlich krass, dass eine Gutachterin binnen 15 Minuten feststellen kann, wie lange ich arbeiten kann.

Die Frage ist hier ja, worauf das ganze basiert. Hat dich die Gutachterin dann nur 15min. Untersucht/Begutachtet und ganz wichtig - war es denn eine Psychiaterin -. Auch wichtig dabei, was bitte sagt denn deine behandelnde Ärztin zu diesem Gutachten, was du ihr doch sicherlich mal vorgelegt hast, oder.

Ein Psychiatrisches Gutachten innerhalb 15min. halte ich persönlich eher für einen schlichten Scherz. Aber so arbeiten halt die vielen selbst ernannten Experten, leider.

Meine letzte Beutachtung bei DRV-Gutachter dauerte auch nur 15min. - war allerdings ein orthopädisches Gutachten - und der Witz der Gutachter war ein Rehabilitationsfacharzt - hat also recht wenig mit Orthopädie zu tun. Mein damaliger Gerichtsgutachter (2000) als Facharzt für Orthopädie brauchte glatt mal mehrere Stunden incl. der Anfertigung neuer Röntgenbilder, da siehst du hoffentlich die Qualität mit welcher die DRV zu ihren Entscheidung kommt.

Du bist ja leider auch nicht mehr die jüngste und in deinem Alter mit einer Leistungsbeurteilung von 3-6 Sd./tägl. als Sekretärin, da frag ich mich schon wer will dich damit denn einstellen, wie sieht es da auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für dich überhaupt aus.

Hier kommt dann ja die Frage, wäre die DRV ggf. anhand des Gutachtens überhaupt bereit dich mit einer Teil-EMR zu verrenten, oder lehnt man dies schlicht ab, weil man meint du könntest vollschichtig arbeiten, das ist schon eine wichtige Frage.

Wenn dich die DRV jetzt z.B. aufgrund des Gutachtens zumindest mal für eine befristete Teil-EMR in Erwägung zieht, denn immerhin steht im Gutachten ja das deine Leistungsfähigkeit derzeit zwischen 3 - 6 Std./tägl. beurteilt wird und im weiter folgenden Satz dann, das du erst in absehbarer Zeit wieder 6 Std./tägl. und mehr leistungsfähig auf dem allgemeinen Arbeitmarkt arbeiten könntest. Da stellt sich dann die Frage was die DRV hier dann als absehbare Zeit betrachtet, denn eine befristete EMR kann ja ab 6 Monate laufen.

Auch bei einer befristeten Teil-EMR wäre die Möglichkeit gegeben das du damit sofern die AfA eben keine sozialversicherungspflichtige Teilzeitarbeitsstelle als Sekretärin für dich fände, daß man dir eine befristete volle EMR bewilligen könnte. Du siehst hier würde es dann auch von der AfA abhängen.

Da muß man jetzt echt abwarten wie sich die DRV aufgrund des Gutachtens entscheidet.

Laut dem Gutachten soll man dir ja eine erneute Reha anbieten. Da würde ich dann jetzt einen EMR-Antrag stellen und die DRV darf dann unter Berücksichtigung auf dieses Gutachten selbst entscheiden ob sie meint eine teure Reha bringt was bei dir oder eben nicht.

Sollte man aufgrund deines EMR-Antrages meinen das eine Reha keinen Sinn hätte, weil damit kein signifikanter Heilungserfolg zu erziehlen wäre, dann bliebe der DRV dir eine befristete oder ggf. unbefristete Teil-EMR zu bewilligen (Grundlage wäre das Gutachten).

Geziehlt einen neuerlichen Reha-Antrag zu stellen halte "ich" nicht für unbedingt zielführend. Ich würde gleich einen EMR-Antrag stellen, soll die DRV sich überlegen welchen Weg man einschlagen will, denn es steht ihr ja frei getreu dem Motto - Reha vor Rente - zu verfahren.


Grüße saurbier
 

Kathi20

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Vielen Dank für die ausführlichen Tipps. Ich habe noch die Stellungnahme meiner Ärztin ins Netz gestellt.
 

Kathi20

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Hallo Saurbier,

ja, bei der Psychiaterin (Gutachterin) dauerte die Untersuchung maximal 15 Minuten. Auch einige Daten die Sie angegeben hatte entsprachen nicht den Tatsachen. ZB. Dass ich einen Blutdruck von 120/80 hatte, dem war nicht so,meine Blutdruck und mein Puls gingen durch die Decke. Meine Ärztin meinte nur lapidar „ die kann ja viel meinen„. meine Ärztin ist immer noch der Meinung, dass ich auf jeden Fall einen Antrag auf EMRente stellen soll. sie kann sich nicht vorstellen, dass die Rente nicht durchgeht. Nur ich habe panische Angst davor, dass sie abgelehnt wird und ich dadurch meine Nahtlosigkeit verliere.
 

saurbier

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Hallo Kathi20,

sie kann sich nicht vorstellen, dass die Rente nicht durchgeht. Nur ich habe panische Angst davor, dass sie abgelehnt wird und ich dadurch meine Nahtlosigkeit verliere.

Sorry, aber genau darauf hofft doch die DRV und schon wieder hat sie einen Kostenfaktor (Du als EMR) erfolgreich eliminiert.

Wie Kerstin_K vollkommen zu recht erwähnte, dir stehen doch die Rechtsmittel offen um dich dagegen zu wehren, erst recht wenn deine Ärztin offenbar auf deiner Seite ist.

Solch ein Gutachten ist doch ernsthaft nicht das Papier wert auf dem es geschrieben wurde.

Grüße saurbier
 

Kathi20

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Hallo Saurbier,

war heute bei meiner Ärztin, die mich auf jedenfall unterstützt. Sie wird der DRV die Auskunft erteilen, dass ich nicht mehr arbeiten kann. Sie versteht allerdings nicht, dass ich mich soooo verrückt mache. Aber schiebe einfach nur Panik. Werde mich aber jetzt daran machen den Antrag zu stellen. Meine Ärztin ist mir auch beim Antrag behilflich

liebe Grüße
 

Allimente

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Aber schiebe einfach nur Panik

Hallo Kathi,

ich weiß, es ist nicht so einfach alles, man kann sehr schnell in Panik verfallen. Versuche ruhig zu bleiben und einen kühlen Kopf zu bewahren. Das bringt Dir am Ende sicher mehr. Wir haben das auch schon alles durch und hier bist du recht gut aufgehoben mit Hilfen und Ratschlägen. Es ist schon mal sehr gut, wenn Dein Arzt hinter Dir steht, das ist die halbe Miete in meinen Augen. Alles andere wird sich schon ergeben. Stay Strong!

Gruß Allimente
 

Kathi20

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Hallo Saurbier,

ja ich finde es ausgesprochen gut, dass es dieses Forum gibt. Es tut schon mal gut, wenn man sich austauschen und sich Luft machen kann.

Nochmal herzlichen Dank
 

saurbier

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Hallo Kathi20,

war heute bei meiner Ärztin, die mich auf jedenfall unterstützt. Sie wird der DRV die Auskunft erteilen, dass ich nicht mehr arbeiten kann.

Es ist schon mal Vorteilhaft wenn deine behandelnde Ärztin voll hinter dir steht. Nur der DRV braucht sie weniger eine Auskunft erteilen, daß du nicht mehr arbeiten kannst, als vielmehr einen aussagekräftigen Befundbericht warum und weshalb sie dies aus ihrer medizinischen Sicht so beurteilt. Da kommt es nach meiner Erfahrung weit eher drauf an, daß knallhart und deutlich genug rüber zu bringen.

Die DRV selber interessiert sich leider nur zweitrangig für solche ärztliche Aussagen und zieht eher die eigenen Reha bzw. Gutachter vor, ist doch logisch warum (werden ja von der bezahlt).

Es ist also wichtig alle medizinischen Befunde auch von anderen Ärzten dem EMR-Antrag beizufügen, denn je mehr Ärzte deine Diagnose bestätigen je schwerer hat es die DRV da eine andere Meinung zu vertreten.

Das solch ein Kampf um die EMR immer zu einer psychischen belastung führt ist wohl kaum was neues, erst recht nicht bei unsereins die sich ja bereits mit erheblichen gesundheitlichen Problemen rum schlagen müssen, oder.

Hoffen wir einfach mal das beste.


Grüße saurbier
 
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