Ich war zehn Jahre leistungsunfähig und nun soll ich plötzlich voll leistungsfähig sein. Wie sieht das rechtlich aus ?

götzb

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Der heutige Tag war sonnig, mein Gemüt aber so wie im Innenraum des Darmes mit Inhalt.

Ich bin oder war schon sehr lange nicht leistungsfähig geschrieben.
Alle 6 Monate in der Regel trotzdem Termine, und alle 3 Jahre Gutachten mit persönlicher Begutachtung durch den Amtsarzt.
Behandlung mit Medis XXpram (abgebrochen weil subektiv nicht geholfen) , Fallmanagment Rentenantrag ist alles schon Usus gewesen.
Jetzt plötzlich wird mir das jüngste Gutachten eröffnet, umformuliert, aber plötzlich leistungsfähig ? Mit Empfehlung für Maßnahme und weiterhin Behandlung.

Kann das sein, das man vom JC auf den ÄD eingewirkt hat, damit sich so ein für mich unvorteilhaftes Gutachten ergibt. (Vermutung stark)
Immer im Gutachten angegeben, das sich nichts verändert hat, hinsichtlich der Problemsituation.

Und letztes Gutachten wurde ohne ärztliche Begutachtung erstellt, auch frühere Gutachten
wurden ohne persönliche Begutachtung erstellt, allerdings dann wurde die Leistungsunfähigkeit immer angekreuzt.
Wegen Corona dann nichts mehr gehört.

Was sind das nur für kranke XZensiert ?
Denn ein Fehler kann das nicht sein. Weil sich nichts verändert hat, und basierend auf Aktenlage auch ältere Gutachten erstellt wurden.

Wie wären die Chancen beim Sozialgericht, im Falle eines Verwaltungsakts ? bzw. Zuweisung zu einer Maßnahme ?
Denn einfach so wieder gesund schreiben, um den Kunden zu erpres zur Mitwirkung zu "motivieren" nach dem Motto:
Schreiben wir dich gesund, können wird dich mit Aktivierungsmüll drangsalieren ?

Kein Guter Tag heute, und ich dachte, solche maximalst abgewrackten Kunden werden in Zeiten von Corona nicht "betreut". Wenn auch noch per Mail.

Bilder sind eines aus alten Gutachten, andere 2 ähnlich (mit ÄD Untersuchung) ,
die restlichen Unwegbarkeiten haben wohl andere auch, ohne das ein Grund zur Nichtleistungsfähigkeit vorliegt.

Unbenannt.JPG
111.JPG


Und hier das jüngste... :mad: Mit Empfehlung MN und Behandlung.
Ohne das der ÄD Arzt dies unterschrieben hat. Weil der keine Begutachtung durchgeführt hat.



1111.JPG

-
Ergänzung: Mann hat mir damals vor ck 3 Jahren in einen Schreiben mitgeteilt, von Seiten des JC, das ich mich ärztlich behandeln lassen muss, um weiterhin AlG2 zu erhalten.
Mit Auflistung von Paragraphen Mitwirkung, aber als Info nicht als Bescheid. Kann ich einstellen, wenn einer das nicht glaubt.
 
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akaKnut

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Offenbar ein dokumentierter Fall von Wunderheilung ;)

Gegen das Gutachten selbst kannst du keinen Widerspruch einlegen. Allerdings kannst du gegen Bescheide, die auf diesem Gutachten beruhen, vorgehen. Wenn man also bspw versuchen würde, dich in eine entsprechende Stelle zu vermitteln. Auf diesem Weg kannst du dann also indirekt das Gutachten anzweifeln und eine neue Begutachtung durch einen unabhängigen Gutachter verlangen. Gründe hast du ja schon selbst genannt. Es dürfte kaum glaubhaft sein, dass du nach so langer Zeit der Leistungsunfähigkeit per Ankreuzkästchen wieder voll Leistungsfähig sein sollst.
 

Kerstin_K

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Ohne das der ÄD Arzt dies unterschrieben hat. Weil der keine Begutachtung durchgeführt hat.
Sowas kgeht mal gar nicht, würde ich sagen. Etweder der Arzt steht zu seinem Geschreibsel oder nicht.

Wenn das schon 10 JAhre so läuft, dann frage ich mich allerdings auch, warum du nicht längst mal Rente beantragt hast.
 

götzb

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Sowas kgeht mal gar nicht, würde ich sagen. Etweder der Arzt steht zu seinem Geschreibsel oder nicht.
War ein Gutachten ohne Arzt per Aktenlage, und da war auch keine Unterschrift.
Denn gäbe es eine Begutachtung, hätte er mich weiterhin lu. geschrieben.
Wenn das schon 10 JAhre so läuft, dann frage ich mich allerdings auch, warum du nicht längst mal Rente beantragt hast.
Habe ich doch, wurde aber abwegig entschieden...arbeitsfähig und leistungsfähig sind 2 Schiffe.
Dazu hat mich das Fallmanagment "ermuntert" ohne jetzt Drohungen, aber so Sprüchen "sie sind im falschen System".
Während des Rentenverfahrens etwa 12 Monate Ruhe, nur einmal Rentengutachter...also 6 Monate Verfahren, dann abwegiger Bescheid, Widerspruch.
Nach den abwegigen Bescheid zum Widerspruch 6 Monate Ruhe vom JC, also rechnerisch 12 Monate
 

Uhus

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arbeitsfähig und leistungsfähig sind 2 Schiffe.
Nun, dann fahr doch mit dem Schiff "arbeitsunfähig" und lass dich dauerhaft krankschreiben. Und schon hast du deine Ruhe vor dem JC.

Wenn dich die DRV für erwerbsfähig hielt, ist es nicht verwunderlich, dass sich der ÄD der AfA dem anschließt.
 

götzb

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Tatsächlich Amtsarzt oder Ärztlicher Dienst der Arbeitsagentur?
Ärztl. Dienst der AA

Nun, dann fahr doch mit dem Schiff "arbeitsunfähig" und lass dich dauerhaft krankschreiben. Und schon hast du deine Ruhe vor dem JC.
Ja nächsten Termin beim Hausarzt. Die im JC haben mir auch empfohlen, beim HA "Terminunfähig" schreiben zu lassen. Ob er das kann ?
Wenn dich die DRV für erwerbsfähig hielt, ist es nicht verwunderlich, dass sich der ÄD der AfA dem anschließt.
Nein, nach dem Rentenantrag vor ck 6 Jahren, war ich ja für das JC wieder vermittlungsfähig. wegen GA der DRV.
Dann schickte man mich erneut zum ÄD, der mich wiederum für nicht leistungsfähig schrieb. (per pers. Begutachtung)
Dem ÄD war das Rentengutachten ja bekannt.
Und in diesen folgenden Zeitraum (3 Jahre) lernte ich Mitarbeiter(innen) im JC kennen, die wirklich Herz hatten, bzw von der Teamleitung denen das erlaubt hatte.

Denn da wurde ich bis auf einmal nicht eingeladen. Sämtliche Termine erfolgten per Mail. Wie geht es, hat sich was neues ergeben.
 

Optimist63

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Irgendwie habe ich so das Gefühl, dass die alle machen was sie wollen, so nach Lust und Laune !? Sie können mir dir "spielen" und dich behandeln wie es ihnen so gefällt !?
Vor allen Dingen, wenn man abhängig ist ... von Transferleistungen etc. Die haben ja quasi Macht über einen !

Ich habe schon von Fällen gehört, wo ein Sachbearbeiter einfach nur keine Lust hatte sich mit der Angelegenheit überhaupt zu befassen ! Einfach irgendwas angekreuzt, fertig ... wie beim Lotto.
Nach dem Motto: "habe ich nix mit zu tun" oder "ist mir egal" "habe heute schlechte Laune" oder sonst was !
Mir kommen so Sachen immer irgendwie komisch vor ! Und irgendwie meine ich auch, dass man denen voll ausgeliefert ist ! Wie schon erwähnt ... ist lediglich auch mein Gefühl !
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Nun, dann fahr doch mit dem Schiff "arbeitsunfähig" und lass dich dauerhaft krankschreiben. Und schon hast du deine Ruhe vor dem JC.

Man kann sich doch gar nicht dauerhaft krankschreiben lassen, oder ? Irgendwann ist doch mal die Grenze erreicht ... nach etwa 1 1/2 Jahren, oder irre ich mich ?
 

ZynHH

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Man kann sich doch gar nicht dauerhaft krankschreiben lassen, oder ? Irgendwann ist doch mal die Grenze erreicht ... nach etwa 1 1/2 Jahren, oder irre ich mich ?
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:
Wenn du kein Krankengeld bekommst, so ist das bei alg2, dann kannst du dich jahrelang krank schreiben lassen.
 

Optimist63

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Wenn du kein Krankengeld bekommst, so ist das bei alg2, dann kannst du dich jahrelang krank schreiben lassen.
Danke ... das wusste ich nicht ! Da fällt mir gerade ein ... 6 Jahre muss ich noch durchhalten ! Dann ist Rente angesagt ! War vor einem Monat bei der DRV und hatte ein Infogespräch.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

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Kommt drauf an. Wenn man bedürftig iat, also kein anderes Einkommen oder Vermögen hat, dann von ALG II. Aber es mag auch andere Fälle geben, wenn emennd Vermögen hat, Mieteinnahmen, enen Ehepartner der gut verdient oder eine hohe Rente bezieht....
 

götzb

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Irgendwie habe ich so das Gefühl, dass die alle machen was sie wollen, so nach Lust und Laune !? Sie können mir dir "spielen" und dich behandeln wie es ihnen so gefällt !?
Vor allen Dingen, wenn man abhängig ist ... von Transferleistungen etc. Die haben ja quasi Macht über einen !
Kann man so pauschal nicht sagen. Machen ja auch nur ihre Arbeit.
Letztlich ist es immer scheixxe wenn hier im Forum geschilderte, teilweise harte Probleme einen selber betreffen.

Ich bin auch eher jener Typ, der sich nicht wegen jeden Ding, was man veranstaltet, beschwert.
Aber jetzt doch. Der Brief an das regionale KRM ist schon geschrieben.
Grenze wurde überschritten.
Kostet 1,55€ weil ich wegen des Gewichts das als Großbrief frankieren muss.
Ob das was bringt ? Jedenfalls sich manches bieten zu lassen, aber nicht alles.
 

Onkel Tom

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Die im JC haben mir auch empfohlen, beim HA "Terminunfähig" schreiben zu lassen.
Lass das so mal besser bleiben.. Dieser Tipp vom SB muffelt kräftig nach dem Wunsch,
das ein Erwerbsloser dazu instrumentallisiert wird, ein Negativurteil zu provozieren und
damit was neues für die Daumenschrauben gegen wehrhafte Elos zu bekommen.

Gegen "Wegeunfähigkeitsbescheiningung" oder "Bettlägerischbescheinigung" ist ja
Wappnung da aber "Terminunfähigkeitsbescheinigung" ?

Soso, neue Erfindung und Du würdest darauf den anderen JC-Gepeinigten ein Bärendienst
leisten.. :unsure: Wat kreative_r SB.. o_O
 

sotrax

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Jetzt muss ich da schonmal fragen.
ich dachte immer in Teil B stehen keine Diagnosen sondern Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit.
Hier kann man doch klar sehen das eine psychische Angsstörung vorliegt und welche Massnahmen (auch unter Zwang, sprich Mitwirkungsplicht) eingeleitet werden sollen.

Sry @götzb, will deine Thread nicht unterbrechen, aber ich sammle hier momentan Infos um einen eigenen Thread zu starten bei dem ua. auch das ein Thema sein wird.
 

götzb

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Gegen "Wegeunfähigkeitsbescheiningung" oder "Bettlägerischbescheinigung" ist ja
Wappnung da aber "Terminunfähigkeitsbescheinigung" ?
Ich gehe mal davon aus, das man sich nur ungeschickt ausgedrückt hat, und die Wegeunfähigkeitsbescheinigung gemeint hat.
Sry @götzb, will deine Thread nicht unterbrechen, aber ich sammle hier momentan Infos um einen eigenen Thread zu starten bei dem ua. auch das ein Thema sein wird.
Kein Problem.;)
-
Dank des Jobcenters wieder da kratzige panikartige Gefühl, als würde Freddy Krüger über mich hinwegfahren, beim heutigen Aufwachen.
Das war lange nicht.
 

musiker01

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Interessant finde ich die Mitwirkungspflicht in dem Zusammenhang. Kann man tatsächlich zu einer Behandlung gezwungen werden?
 

ZynHH

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Kann man tatsächlich zu einer Behandlung gezwungen werden
Nein, natürlich nicht. Da im Gutachten steht nur etwas von Empfehlung. Und da steht nirgends etwas von Mitwirkungspflicht. Diese wurde erfüllt, da sie sich darin erschöpft, das Gutachten möglich zu machen. Das Gutachten sagt auch nichts über die Arbeitsfähigkeit, nicht mal über die Erwerbsfähigkeit. Lediglich über die Leistungsfähigkeit aus der Sicht des Gutachters zum Zeitpunkt, als er sich das aus den Fingern gesogen hat.

Ich würde, wenn ich krank bin, mich dauerhaft AU schreiben lassen mit dem Hinweis, das der Patient das JC nicht aufsuchen kann.

Und schon ist alles wie vor dem Gutachten.
 

Optimist63

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Dann hoffe ich doch mal, dass man auch nicht zu einer Impfung gezwungen werden kann ! Ist aber bekanntlich ein anderes Thema ...
 

bondul

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Ich bin oder war schon sehr lange nicht leistungsfähig geschrieben.

Bist du diesem Vorschlag gefolgt?

Bild 1.png


Dann würde ich, wenn ich bisher die empfohlene Behandlung regelmäßig durchgeführt hätte - nach Absprache mit dem Facharzt - einen erneuten Antrag auf EM Rente in Erwägung ziehen, nach sechs Jahren wird sich die gesundheitliche Situation ja nicht unbedingt verbessert haben...
Da sollte dein Arzt jedoch in der Lage sein, diesen Antrag fundiert zu untermauern.

Ich schätze, irgendjemand in deinem Jobcenter ist nach Jahren auf den Trichter gekommen, dass es "so nicht weiter gehen kann“ und meint, jetzt einmal die "Daumenschrauben“ anziehen zu müssen. Direkt, wie @ZynHH schrieb, dauerhafte AUB (wenn möglich) einreichen und abwarten, wie das JC weiter verfährt. Ich vermute 'mal, die werden dich jetzt nicht mehr in Ruhe lassen wollen.

lg, bondul
 

götzb

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Anhang anzeigen 116869
Ich schätze, irgendjemand in deinem Jobcenter ist nach Jahren auf den Trichter gekommen, dass es "so nicht weiter gehen kann“ und meint, jetzt einmal die "Daumenschrauben“ anziehen zu müssen. Direkt, wie @ZynHH schrieb, dauerhafte AUB (wenn möglich) einreichen und abwarten, wie das JC weiter verfährt. Ich vermute 'mal, die werden dich jetzt nicht mehr in Ruhe lassen wollen.

lg, bondul
Anfangs wie oben geschildert war ich in psychiatrischer Behandlung.
Das Gesundschreiben - weil das nicht so weiter gehen kann- wird rechtlich nicht haltbar sein. Das werde ich sehen, sollte mir das SG nicht erspart bleiben.
Und das "nicht in Ruhe lassen" ja ..was dann.jeden ev. Zwangstermin ist bei mir das gelebte Nein zu sagen...
ich werde u.U. viel Schreibarbeit vor mir haben....aber ich hoffe das man das GA korrigiert, die rechtliche Würdigung Erfolg findet, oder der HA mich dauerhaft aus dem Schussfeld nehmen kann.
 

Susanne42

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Darf ich fragen, wieso du nie Erwerbsminderungsrente beantragt hast? Denn selbst wenn du dem Grunde nach nie Anspruch gehabt hättest wärest du jetzt in der Grundsicherung?
 
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