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Ich suche Argumente pro Einstiegsgeld gegenüber SB

Bendo

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#1
Hallo zusammen.

Ich brauche mal Hilfe bei einer Sache, bei der man eigentlich lachen müsste. Folgendes: Ich habe eine Selbständigkeit (Vollzeit) geplant, ordentlich vorbereitet, im Grunde den Großteil meiner Hausaufgaben gemacht. Von der IHK und zwei Steuerberatern positive Prognosen erhalten. Aber darum geht es nicht. In meinem alten Landkreis war der SB vom Jobcenter von meiner Idee überzeugt und hat mich tatkräftig unterstützt. U.a. auch das Einstiegsgeld (bis 50% mehr hielt er für angemessen) in Aussicht gestellt. In Vorbereitung der Selbständigkeit habe ich auch den Wohnort und damit den Landkreis gewechselt. In der wohl irren Annahme, dass die Jobcenter zumindest ähnlich ticken.
Im neuen Jobcenter habe ich meine Pläne erneut vorgestellt. Erst wurden sie gut geheissen, ich solle da unbedingt weiterarbeiten und Unterlagen einreichen, danach aber plötzlich Ablehnung. Beim Thema Einstiegsgeld wurde es dann kurios. Der SB stellte das ESG generell in Frage und meinte, dass dies überflüssig sei. Schließlich würde ich als Selbständiger ja ohnehin Leistungen erhalten. KdU, Krankenversicherung und Lebensunterhalt. Da wäre das ESG ja total überflüssig. Und eigentlich sei das ESG ja nur zur Motivation gedacht, und bei einer Selbständigkeit müsste ich ja nicht noch motiviert werden. Da war ich baff und konnte erst einmal nicht darauf antworten.

Jetzt meine Frage an euch, auch wenn das vielleicht Banane ist: Wie kann ich pro Einstiegsgeld argumentieren?

Als Kann-Leistung habe ich ja keinen Anspruch darauf. Von Beginn an zu Gewinn verdammt zu sein macht die Existenzgründung doch etwas schwerer. Danke vorab.
 

Kerstin_K

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#2
Hast du einen schriftlichen Antrag gestellt? Auch wenn es eine Ermessensleistung ist, muss die Ablehnung zumindest begründet werden und schriftlich wird SB wohl den Stuss nicht vom Stapel lassen.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Bendo

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#3
Hallo. Nein, einen Antrag auf ESG habe ich noch nicht gestellt. Allerdings möchte ich, wenn ich den Antrag offiziell stelle, in einem begleitenden Schreiben die Argumente anführen.

Ich war nur total baff, zumal mir der alte SB im alten Landkreis von sich aus das ESG angeboten hatte.
 

Salzwasser

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#4
Hallo zusammen.
Von Beginn an zu Gewinn verdammt zu sein macht die Existenzgründung doch etwas schwerer. Danke vorab.
Kannst du das bitte etwas genauer erklären? Warum bist du zu Gewinn verdammt?
Normalerweise erlaubt das JC gerade am Anfang problemlos Einnahmen zu investieren auch wenn dadurch am Ende erstmal kein Gewinn entsteht.

Einstiegsgeld soll erhöhte private Ausgaben zu Beginn einer neuen Tätigkeit decken, nicht zum Unternehmensaufbau dienen.

Wenn du also Einstiegsgeld benötigst, solltest du das dahingehend begründen.
 

Haibu

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#5
Sorry, wenn ich mich da mal einklinke. Aber die Ähnlichkeit ist einfach zu groß. Ich habe gerade eine ähnliche Erfahrung gemacht. Um H4 endlich entkommen zu können, habe ich in der letzten Zeit eine Selbständigkeit im Einzelhandel geplant. Von meiner alten SB ermuntert bin ich mit den Planungen recht weit und stehe kurz vor der Kreditbeantragung.
Meine alte SB hatte mir extra das Einstiegsgeld vorgeschlagen, weil ich mich so voll auf den Aufbau den Geschäfts konzentrieren könnte, ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen ob die private Lebensführung gesichert werden kann. Genau dafür sei das ESG gedacht.
Nun, wo ich die Planungen so gut wie beendet habe, bin ich vor ein paar Monaten von meiner alten SB in die "Selbständigenabteilung" rübergezogen worden. Die neue SB dort hat mich auch erst ermuntert, mir noch ein paar "Hausaufgaben" gegeben und jetzt plötzlich, wo es an die Umsetzung geht: "Nööö, das ist doch alles sehr vage, wollen Sie nicht lieber in eine Anstellung?" Ich sagte nein und dass ich die Selbständigkeit angehen möchte, und plötzlich hiess es ebenfalls, dass Einstiegsgeld nicht in Frage kommt. Wäre unnötig. Als Aufstocker hätte ich ja ohnehin irgendwelche Freibeträge und wäre damit letztendlich besser als mit Einstiegsgeld. Das war jetzt zum Ende des Termins, genauer konnte ich nicht nachfragen und steh jetzt wie der Ochs vorm Berge, was da wie gemeint ist. Ich finde, sehr ähnlich wie der TE.
 

Linuxfan

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#6
Jetzt meine Frage an euch, auch wenn das vielleicht Banane ist: Wie kann ich pro Einstiegsgeld argumentieren?
Ich würde da einfach die Argumentation des Jobcenters verwenden und versuchen, die quasi mit ihren eigenen Waffen zu schlagen.

Dass man gesetzlich dazu verpflichtet ist, Unternehmungen zu machen, die letztendlich auch die Bedürftigkeit verringern sollen. Also zeigen, dass Du motiviert bist, Dir etwas aufbauen möchtest etc…

Du kannst eventuell auch die Argumentation von Gerhard Schröder übernehmen: Wer etwas kann soll es auf dem freien Markt auch anbieten. Er argumentierte, dass es in Deutschland einen hohen Bedarf an günstigen Dienstleistungen gibt. Das war auch der Grund warum das ganze "Ich AG" Konzept etabliert wurde.

Dass die ganze Angelegenheit einen Niedriglohnsektor etabliert hat und sich Schrödi damit auch noch rühmt steht auf einem anderen Blatt…
 
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