Ich soll eine Eingliederungsvereinbarung, mit der ich einer Maßnahme zugewiesen werde, unterschreiben, damit ich einen Bildungsgutschein für eine Umschulung erhalte. Ist diese Vorgehensweise rechtens? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Papaya

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 April 2015
Beiträge
48
Bewertungen
4
Hallo Leute,

ich habe heute wieder eine EGV (die Selbe wie beim letzten Mal) vorgelegt bekommen, welche ich nicht unterschrieben habe, weil ich das Gefühl habe, dass Diese Unstimmigkeiten beinhaltet.

Es geht um eine Umschulung zum Fachinformatiker.
Auf meine Frage, ob die vorgeschlagene bzw. aufgedrängte Maßnahme Voraussetzung wäre um den Bildungsgutschein zu erhalten, wich der SB aus, mal mit "auch" mal mit "Unteranderem" und zum Schluss mit "ich habe viel zu tun, ich kürze das ab."
Da bekam ich, das Gefühl, man druchselt und will nicht wie man könnte und müsste.

Beim letzten Gespräch äußerte ich den Wunsch eine Umschulung zu machen. der SB fing dann dumm rum zu fragen, ob ich Office Kenntnisse hätte und wie mein Wissenstand denn sei. Fragte nach Cosinus und nach meinem kaufmännischen Wissen (komme aus dem Einzelhandel) drang der SB mir sofort die Maßnahme "Grundkompetenzen" mit einem zusätzlichen kaufmännischen Block auf. Auf die Frage, was denn diese Maßnahme beinhalte hieß es "naaaja. Schulisches Wissen ab der 6. Klasse nochmal wiederholen. Außerdem beweise man durch die Teilnahme an der Maßnahme, die Bereitschaft und Wissenskenntnisse die Umschulung durchzuziehen". Es gäbe so viele die eine Umschulung abbrechen würden. Ich hörte mir Alles an und ließ den SB mal alles vorbereiten. Dann legte man mir etwas auf den Tisch, wo Bildungsgutschein stand und direkt oben drauf die EGV die ich unterschreiben sollte. Ich bedankte mich und sagte ich würde das mitnehmen und in Ruhe durchlesen und dann per E-Mail oder Fax dem JC zukommen lassen. Direkt fing das Gemotze an, wenn ich von vornherein zum Termin komme und die EGV nicht unterschrieben wollen würde, warum ich das nicht von Anfang an sagen würde, dann hätte der SB sich nicht die Arbeit machen müssen und ruck zuck zog man mir den Bildungsgutschein aus der Hand mit der Behauptung, da ich nicht vor Ort unterschreibe, müsse der Bildungsgutschein da bleiben. Interessant ....
Zu Hause lass ich mir die EGV dann durch und ahnte schon was es mit dem Bildungsgutschein auf sich hatte uns warum ich diesen nicht mitnehmen durfte. Ich unterschrieb Nichts.

Heute hatte ich wieder einen Meldetermin und es fing an mit ich habe wenig Zeit und ob ich heute bereit wäre zu unterschreiben. Ich antwortete mit vielleicht, kommt drauf an was man mir vorlegt. Es hieß dasselbe wie beim letzten Mal und ich bekam keine Antworten auf meine Fragen über Voraussetzung und woran das Ermessen des SBs gemessen wird. Antwort ich habe viel zu tun und keine Zeit für solche Spielchen. Wenn ich nicht dazu bereit wäre, dann würde ich keine Umschulung wollen und man würde anders vorgehen.
… HALLO, ich bekomme einen Meldetermin zu nem SB der keine Zeit für meine Fragen und Verhandlung hat? WTF?
Naja … ich bekam wieder die EGV. Ich fragte nochmal genauer nach dem Inhalt der Maßnahme und ich bekam die Antwort ich solle mich beim Träger erkundigen.
Wann genau die Kurse starten würden, müsste ich auch beim Träger erfragen und überhaupt „Hier die EGV bis nächste Woche“

Könntet Ihr bitte mal die EGV prüfen?
Laut SB seien auch nur noch die Punkte 3, 4, 5, 6 und 7 verhandelbar, da der Rest maschinell gefertigt wurde.

Zu dem Ablauf laut SB:
Ich müsse die EGV unterschreiben, dann erhalte ich den "Bildungsgutschein" mit dem ich zum Träger der Maßnahme für Grundkompetenz gehe, den mir dort Ausfüllen lasse und zurück zum JC komme. Daraufhin schließe ich eine weitere EGV ab und nehme an der Maßnahme teil.
Meine Denke:
In der Hoffnung, dass der SB es dann für Ermessen betrachtet mir eine Umschulung zu bewilligen?

Edit: Wenn ich mir das so durchlese,
Nennen die ne Anmeldung zur Maßnahme Bildungsgutschein?
Bildungsgutschein für eine Teilnahme an einer Maßnahme?
Verstehe Nichts mehr


Wie geh ich jetzt grundsätzlich vor?
Widerspruch gegen EGV? Beschwerde?
Bitte helft mir.
 

Anhänge:

Zuletzt bearbeitet:

Merse

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
6 März 2015
Beiträge
785
Bewertungen
1.867
Widerspruch erübrigt sich, da es nichts gibt, wogegen man widersprechen könnte. Eine EGV wird erst mit Unterschrift gültig und einen VA hat das JC noch nicht erlassen.
Bildungsgutschein, Weiterbildung usw sind alles Kann-Leistungen, wenn das JC nicht will, dann will es nicht.

Ich müsse die EGV unterschreiben, dann erhalte ich den "Bildungsgutschein" mit dem ich zum Träger der Maßnahme für Grundkompetenz gehe, den mir dort Ausfüllen lasse und zurück zum JC komme. Daraufhin schließe ich eine weitere EGV ab und nehme an der Maßnahme teil.
Das funktioniert schon gleich garnicht. Wenn du an einer Maßnahme teilnehmen sollst, kann das JC eine Maßnahmezuweisung erstellen. Eine EGV wird nicht alle zwei Wochen geändert, nur weil der SB wieder irgendeinen anderen Einfall hat.
 

Papaya

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 April 2015
Beiträge
48
Bewertungen
4
Also wäre es sinnlos noch weiter mit dem SB über das Thema Umschulung bzw. Ausbildung zu diskutieren und abhaken, weil anscheinend der SB sich festgelegt hat? Die wollen mich also nur noch in einen Knebelvertrag stecken?
 

Merse

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
6 März 2015
Beiträge
785
Bewertungen
1.867
Wenn das JC ernsthaft vorhätte, dir eine Umschulung oder ähnliches zu gewähren, könnten sie es verbindlich in eine EGV schreiben. Genau dafür ist ein solcher Vertrag vorgesehen. Und wenn man vorher erst sehen will, ob du geeignet dafür bist, kann man die gewählte Art der Eignungsfeststellung doch ebenfalls in die EGV aufnehmen. Das sollte doch überhaupt kein Problem sein, wenn man dich nicht nur in einer Sinnlosmaßnahme parken will. Stattdessen steht bei dir die Umschulung zwar als Ziel in der EGV, aber mit keinem Wort wird auch nur ansatzweise erwähnt, wie dieses Ziel erreicht werden kann. Die gesamte EGV dient nur dazu, dich in einen 3-monatigen Kurs für Schulabbrecher zu befördern. Ich erkenne hier keinerlei Bemühungen des JC, in irgendeiner Form auf eine Umschulung hinzuarbeiten.

Zu dem Angebot der EGV kannst du jederzeit einen Gegenvorschlag unterbreiten. Eine EGV soll ja sogar gemeinsam ausgearbeitet werden, nicht nur vom SB diktiert und gefälligst unterschrieben werden. Schlag doch mal vor, dass dort ausdrücklich festgehalten wird, dass zunächst deine Eignung festgestellt wird und bei Erfolg eine Umschulung definitiv bewilligt wird. Und als Eignungsfeststellung brauchts auch nicht unbedingt eine dreimonatige Maßnahme. Das kann doch der ärztliche Dienst auch in so einer eintägigen Begutachtung feststellen, oder hab ich das falsch in Erinnerung?
 
Zuletzt bearbeitet:

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
18.834
Bewertungen
17.452
Schulstoff ab der 6. Klasse? Ich staune immer wieder, für was Geld da ist.

Als ich Ende der Achtziger meine Erstausbildung in einem BBW gemacht habe in einem Lehrgang für Umschüler, gab es den gefürchteten 6-Wochen-Test. Der entschied darüber, wer weitermachen dürfte und wer nicht.
 

Zermürbt38

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Mai 2019
Beiträge
759
Bewertungen
869
Das kann doch der ärztliche Dienst auch in so einer eintägigen Begutachtung feststellen, oder hab ich das falsch in Erinnerung?
Mein SB sagte, dass jeder der eine Umschulung machen möchte, vorher zum berufspsychologischen Dienst muss. Trotzdem heißt es anschließend nicht, dass dies übernommen wird.
 

Buerosklave

Elo-User*in
Mitglied seit
23 November 2012
Beiträge
249
Bewertungen
282
Ich hab damals eine Umschulung zum Fachinformatiker gemacht. Die "Eignungsfeststellung" hat der Maßnahmeveranstalter selbst gemacht. Das war eigentlich nur ein Fragebogen mit ca 10 Seiten, wo diverse Fragen zu unterschiedlichsten Themen mit hauptsächlich technischem/mathematischen Bezug drauf standen. Das war für jeden, der in der Schule nicht nur singen und klatschen hatte oder ständig Kreide holen war :) nur Kinderkram: Satz des Pythagoras, ein bißchen Prozentrechnung, ein paar simple Fragen zu Computern. Ich hatte 98 von 100 Punkten.

Irgendwie hab ich im Falle des Threaderstellers ein wenig den Eindruck, als suchte die SB einen Grund, warum sie die Umschulung ablehnen kann. Diesen Eindruck macht jedenfalls die Zwangsteilnahme an der "Grundkompetenzen"-Maßnahme. Es würde mich auch nicht wundern, wenn sie die Umschulung nach Beendigung dieser Vorschaltmaßnahme mit der Begründung ablehnt, man hätte ja gerade erst eine Maßnahme gehabt und müsse nun xx Monate warten. Genau mit solchen Sachen haben die JC/AfA zumindest früher nur zu gerne gearbeitet.

Aber mal so am Rande erwähnt: leider klingt der Beruf "Fachinformatiker" höhertragend als er ist. Meine Erfahrungen bei der Jobsuche in diesem Beruf sind eher so, dass man als Fachinformatiker (egal ob Systemintegration oder Anwendungsentwicklung) immer nur die zweite Wahl ist, sondern sich die Arbeitgeber im Zweifelsfalle immer für studierte Informatiker entscheiden, auch wenn ein normaler FISI/FIAE den Job genausogut ausfüllen kann. Will sagen: Man sollte mit so einer Umschulung nicht unbedingt erwarten, von Arbeitgebern mit Kusshand genommen zu werden.
 

Papaya

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 April 2015
Beiträge
48
Bewertungen
4
Irgendwie hab ich im Falle des Threaderstellers ein wenig den Eindruck, als suchte die SB einen Grund, warum sie die Umschulung ablehnen kann. Diesen Eindruck macht jedenfalls die Zwangsteilnahme an der "Grundkompetenzen"-Maßnahme. Es würde mich auch nicht wundern, wenn sie die Umschulung nach Beendigung dieser Vorschaltmaßnahme mit der Begründung ablehnt, man hätte ja gerade erst eine Maßnahme gehabt und müsse nun xx Monate warten. Genau mit solchen Sachen haben die JC/AfA zumindest früher nur zu gerne gearbeitet.
GENAU DAS glaube ich auch.

Mein SB sagte, dass jeder der eine Umschulung machen möchte, vorher zum berufspsychologischen Dienst muss. Trotzdem heißt es anschließend nicht, dass dies übernommen wird.
War ich schon vor 2 Jahren, wo nichts negatives diagnostiziert wurde :D ...


Aber wird ja von mir verlangt eine EGV zu unterschrieben, dass ich mich an den pseudo Bildungsgutschein der zur Teilnahme an der Maßnahme Grundkompetenz genannt wird, ich mich an die dort genannten Bedingungen zu halten habe, Dieser mir aber nicht ausgehändigt wird, damit ich den mal studieren kann.
Sobald ich die EGV unterschrieben habe können die doch alles in den pseudo Bildungsgutschein der keiner ist reinschreiben und ich habe mich daran zu halten ... oder versteh ich das falsch?
 

Zermürbt38

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Mai 2019
Beiträge
759
Bewertungen
869
War ich schon vor 2 Jahren, wo nichts negatives diagnostiziert wurde
Bei so etwas wird auch nichts diagnostiziert. Man macht nur einen Test am PC (Dauer ca. 5 Stunden) ob man für eine Umschulung geeignet ist

Auch wenn du an der Maßnahme teilnimmst, heißt es nichts für deine Umschulung. Spreche da leider aus Erfahrung! Es ist und bleibt eine Kann Leistung. Mein SB hat sich in der Zeit der Maßnahme aus dem Staub gemacht. Ich wäre mit Versprechungen vorsichtig. Besser ist immer noch auch für ältere eine Ausbildung ohne Jobcenter.
 

Curt The Cat

Redaktion
Mitglied seit
18 Juni 2005
Beiträge
6.979
Bewertungen
4.929
Moinsen Papaya ...!
Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und - soviel Zeit sollte sein. Ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen.Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder HILFE! Sinnlos Maßnahme, Sinnlos EGV, Pseudo Gutschein?, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend Zeichen erweitert und zudem einen deutlichen Hinweis im Texteingabefeld hinterlassen. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

Papaya

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 April 2015
Beiträge
48
Bewertungen
4
Bei so etwas wird auch nichts diagnostiziert. Man macht nur einen Test am PC (Dauer ca. 5 Stunden) ob man für eine Umschulung geeignet ist
da hast du recht. dem fügte ich mich bereits. mit diagnostiziert meinte ich den darauf folgenden arzttermin. ... volles programm wolllte man bei mir abziehen ... deswegen wundert es mich ja so sehr warum man sich immernoch so streubt wenn man nichts gefunden hat und ich jederzeit der mitwirkung fügig war.
Moinsen Papaya ...!
Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und - soviel Zeit sollte sein. Ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend Zeichen erweitert und zudem einen deutlichen Hinweis im Texteingabefeld hinterlassen. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...
Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick
Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.
:icon_wink:
einen wunderherlichen dank möchte ich an dieser stelle dafür aussprechen :)
mal sehen wie helle ich doch davon werde :) dankeschön

Edit: die erhellende Wirkung scheint einzutretten.

Sorry :D
 

Zermürbt38

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
8 Mai 2019
Beiträge
759
Bewertungen
869
da hast du recht. dem fügte ich mich bereits. mit diagnostiziert meinte ich den darauf folgenden arzttermin. ... volles programm wolllte man bei mir abziehen ... deswegen wundert es mich ja so sehr warum man sich immernoch so streubt wenn man nichts gefunden hat und ich jederzeit der mitwirkung fügig war.
Das bin ich auch. Eine Umschulung lehnt man mir aber seit Jahren ab. Suche dir doch eine normale Ausbildung.
 

Georg1975

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
29 Dezember 2018
Beiträge
614
Bewertungen
978
Mir hat so eine "Vorbereitungsmaßnahme" enorm geholfen in der anschließenden Umschulung.

Wenn du eine Umschulung finanziert haben möchtest, was nicht selbstverständlich ist, dann solltest du auch Kompromisse eingehen können.
 

Zahnpflegekaugummi

Elo-User*in
Mitglied seit
30 Juni 2019
Beiträge
36
Bewertungen
16
Hast du auf deinen schriftlichen Antrag für die Erteilung eines Bildungsgutscheins einen schriftlichen Bescheid erhalten? Hast du den Antrag mit Eingangsbestätigung abgegeben?

Man kann durchaus bei einem Meldetermin mal nachfragen: "Wie ist das jetzt eigentlich, haben Sie meinen schriftlichen Antrag für den Bildungsgutschein bereits bearbeitet? Ich habe immernoch keinen begründeten Bescheid per Post erhalten, nicht das der jetzt verloren gegangen ist. Hehe." - Also am besten also nicht anklagend, jedoch bestimmt fragen... aber mit deinen Worten, nicht meinen. Wenn man den SB zum lächeln oder lachen bringen kann, umso besser.

Ansonster kannst du - wie hier bereits angeraten - versuchen bestimmt, aber höflich dies in die EGV aufzunehmen. Die EGV ist letztendlich nicht sehr viel anders als ein Mobilfungvertrag. Wenn dir der Tarif nicht gefällt kannst du verhandeln oder ihn einfach nicht unterschreiben und ggf. als VA widersprechen.

Wenn er "keine Zeit" hat kannst du ihn darauf hinweisen, dass du einen Termin hast und die Kunden nach dir ruhig ein wenig warten können. Solange du da bist, hat er/sie sich um deinen Fall zu kümmern. Am besten jedoch nicht anklagend/patzig sein.

Wenn dein Ziel nicht mit dem Ziel der EGV übereinstimmt, solltest du sie nicht unterschreiben. Ganz einfach. Lass ihn am besten auch schriftlich (unterschrieben mit Stempel) begründen, wieso diese (zertifikatslose?) Maßnahme dir bei der Eingliederung helfen kann.
 

Papaya

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 April 2015
Beiträge
48
Bewertungen
4
Also inzwischen hatte ich den Folgetermin zu dem ich extra 20 Minuten zu früher kam.

SB hatte auch sofort Zeit für mich.

Das Gespräch fing nett mit der Frage, ob ich endlich unterschrieben hätte.
Ich wies darauf hin, dass ich gerne mit Ihr ein paar Punkte durchgehen würde und gerne unterschreiben, wenn Diese besprochen seien.
Auf meine Bitte hin den „Bildungsgutschein zur Umschulung zum ...“ schriftlich festzuhalten bekam ich direkt zu hören, Sie dürfe mir das nicht schriftlich zusagen. Weder Sie noch der Teamleiter, noch der Geschäftsführer des Jobcenters.
Noch bevor ich was sagen konnte hieß es, wir wären nicht auf dem Basar. Wenn ich nicht unterschreibe, wird Anders weitergemacht.
Ich bat trotzdem um eine Kopie des Schreibens zu den Bedingungen. Diese erhielt ich, aber es wäre eh nicht gültig.
Direkt nahm sie sich MEINE MIR ausgehändigte EGV und schmiss Diese in ihren Mülleimer mit der Begründung die wäre nicht gültig. Ich verlangte die natürlich zurück, wäre ja mein Original Dokument.
Nein, das ginge nicht, Ihre Unterschrift wäre da drauf. Also bin ich auf und habe mir mein Dokument aus ihrem Müll gefischt.
Was geht denn da bitte ab? Da kann doch schon mal bei der ganzen Geschichte nicht richtig sein oder doch?

Sie müsse mir nun eine Kündigung schreiben und das der Teamleitung mitteilen.
Wollte wohl nen Versuch starten, dass ich einknicke. So habe ich das empfunden.

Da hat sie was 10 Minuten rumgetippt und fing plötzlich an. Da ich die EGV nicht unterschreibe ist die Umschulung vom Tisch und was ich mir für eine Alternative überlegt hätte, bezüglich Arbeitsmarkt und welcher Beruf.


Ich dachte mir es wäre sinnlos mit ihr noch weiter rum zu quaken und nannte ihr Einzelhandelskaufmann und sie zog nen Ausdruck aus dem Drucker heraus mit ner Einladung zur nächsten Maßnahme. (Coaching) Diesmal direkt als Verwaltungsakt, ich müsse Nichts unterschreiben und meinte es wäre ihr jetzt eh egal.



Was ist denn das bitte für ein Laden? Man wird zur Unterschrift gezwungen, gedroht, eingeschüchtert. Mit einer Person die so überbeschäftigt ist, angeblich, keine Zeit, keine Lust hat fertige Textbausteine im Computer anzuklicken und auf Drucken zu gehen, meinen Verbesserungsvorschlag weder hören noch aussprechen lässt und mich in die nächste Maßnahme direkt steckt. Die mir meine Dokumente entreißt und wegwirft? Und auf dem Schreibtisch nen fetten Zettelkleben hat (wahrscheinlich vom Teamleiter) Zahlen verbessern.

Kann doch nicht sein? Das der SB nicht mein bester Freund sein Muss ich mit dem meine Wäsche wasche ist mir ja Bewusst, aber so eine ablehnende Art und selbst nicht mitwirkende Kraft zu sein, darf doch nicht erlaubt sein.



Was bleibt mir da jetzt? Beschwerde denen zimmern ist klar für mich. Aber was mich interessiert, was ist mit Umschulung. Bin ich ab diesem Punkt hier noch richtig? @ Mod.

Oder sollte ich in nem anderen Unterforum einen neuen Thread aufmachen?

Oder direkt zum Amtsgericht und einen Beratungsschein holen und wahrscheinlich auch direkt den Kontakt mit dem Sozialgericht aufnehmen oder? Das Jobcenter kann ich da schlecht um vollständige Auskunft fragen. :(
 

DonOs

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Februar 2014
Beiträge
1.897
Bewertungen
3.501
Du hast jetzt einen EGV-VA erhalten? Lade den doch mal hoch wenn dem so ist. Da es keine Verhandlung darüber gab, ist der eh hinfällig, nach Widerspruch.
 

Papaya

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
23 April 2015
Beiträge
48
Bewertungen
4
Du hast jetzt einen EGV-VA erhalten? Lade den doch mal hoch wenn dem so ist. Da es keine Verhandlung darüber gab, ist der eh hinfällig, nach Widerspruch.
bitteschön

in der Kündigung steht auch sie kündigt die abgeschlossene EGV?
Ohne meine Unterschrift gibts keinen abgeschlossenen Vertrag.

Ansonster kannst du - wie hier bereits angeraten - versuchen bestimmt, aber höflich dies in die EGV aufzunehmen. Die EGV ist letztendlich nicht sehr viel anders als ein Mobilfungvertrag. Wenn dir der Tarif nicht gefällt kannst du verhandeln oder ihn einfach nicht unterschreiben und ggf. als VA widersprechen.
Zufällig komme ich aus dem Mobilfunkeinzelhandel und mir wurde das Vertragsrecht auch beigebracht.
Deswegen bin ich auch so verwirrt über dieses einseitig nach ermessen und Tagesform abhängige Abschluss/Beschlussrecht welches anscheinend für jeden SB zu gelten scheint.

Moderation:
Anhänge auf Grund unvollständiger Anonymisierung entfernt. Es dürfen nur vollständig anonymisierte Anhänge eingestellt werden. Eine Anleitung gibt es hier: Richtiges Anonymisieren. Bitte in Zukunft in eigenem Interesse beachten :) LG @HermineL
 

Zahnpflegekaugummi

Elo-User*in
Mitglied seit
30 Juni 2019
Beiträge
36
Bewertungen
16
Hattest du den Bildungsgutschein nun schriftlich beantragt oder nicht?

Also ein Brief z.B.

Vorname Name
Straße Hausnummer
PLZ Ort
BG-Nummer:






Jobcenter X
Straße Hausnummer
PLZ Ort



Rechts Datum
Antrag auf Erteilung eines Bildungsgutscheins

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit beantrage ich die Erteilung eines Bildungsgutscheins für die Umschulung "Mensch/Menschin im Beispielberuf" (IHK/HWK).
Möglicher Beginn der Umschulung ist der XX.XX.XXXX (spätestens xx.xx.xxxx) bei dem Bildungsträger:

NAME DES TRÄGERS
Straße Hausnummer
PLZ Ort

Die Umschulung dauert 24 Monate.
Kursnet Veranstaltungs-ID: xxxxxxxxxxx
Zertifizierungsnummer: 2018Mxxxxxxxxx

Begründung:
1. Notwendigkeit so begründen, dass die SB garnicht anders kann als sie anzuerkennen, sollte sie im Widerspruchsverfahrung von einem Vorgesetzten befragt werden. (theoretisch) - Wenn du noch keine abgeschlossene Berufsausbildung hast und unter 35 Jahre alt bist, wäre dies zum Beispiel hier auszuführen.

2. Notwendigkeit nochmal betonen. Erwähnen, dass der Abschluss notwendig ist um dich langfristig für den 1. Arbeitsmarkt zu qualifizieren und nachhaltig in eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle - ohne Bezug von Sozialleistungen, um deinen Lebensunterhalt bestreiten zu können - zu integrieren.

3. Eventuelle Initiative erwähnen, die von der AfA/JC durchgeführt werden, die genau dich als Zielgruppe vorsehen... wenn möglich.

4. Begründen wieso die Umschulung besser für dich geeignet ist als eine reguläre Ausbildung, auf eventuelle soziale Unzumutbarkeiten hinweisen (z.B. Alter, Gesundheit, Sozialverhalten, Lebenserfahrung, etc..)

5. Erwähnen, dass Umschulungen speziell auf das Lernverhalten von Erwachsenen, anstatt auf "Schulkinder".

6. Begründen wieso du überzeugt bist diese Umschulung zu schaffen. Am besten motiviert und nachdrücklich formulieren.

7. Betriebsarten in denen du mit dem neuen Abschluss arbeiten könntest benennen. Je mehr desto besser. Können ruhig 10-30 Beispiele sein, wenn möglich.

8. Ähnliche Betriebsarten nennen, in denen du im schlimmsten Fall unterkommen könntest, wenn "die perfekte Stelle" nicht zur Verfügung steht.

9. Den Beruf bei der Jobbörse und deiner Umgebung mal eingeben und bei vielen Trefferneinfach mal die Übersicht ausdrucken und anhängen. Und schreiben: "Allein in der Jobbörse der Arbeitsagentur gibt es über X passende Stellenangebote mit mindestens "4 Balken". Ich füge diesem Antrag die ersten 3 Seiten der Stellenangebote bei.

10. Von deiner (ehrlichen ;)) Motivation schwärmen

11. Etwas schreiben wie: Es heißt ja immer fördern und fordern. Also fördern Sie mich, damit der Staat Steuern von mir fordern kann!... Also quasi irgendeine Variation von "Bitte fördern Sie mich!"

(12. Ich freue mich auf einen positiven und rechtskräftigen Bescheid.) -

13. Mit freundlichen Grüßen

14. Unterschrift

15. Name in Druckbuchstaben

16. Anlagen: (jobbörse ausdruck, eventuelle initiativen, kursnet veranstaltung die du oben benennst, lebenslauf (wenn du meinst, dass das was bringt))


Und wenn der Antrag länger als eine Seite ist (und das sollte er sein! Tacker die Seiten am besten zusammen.) numerierst du die Seiten unten rechts mit "Seite 1/3", "Seite 2/3", "Seite 3/3", etc..
Und das ganze gegen Empfangsbestätigung am Tresen abgeben.

lG
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten