Ich lebe mit meiner Mutter und ihrem Lebensgefährten zusammen. Wie fülle ich den ALG II Antrag aus?

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PK86

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Mir geht es ähnlich und ich habe auch keine Ahnung, wie ich den ALG2-Antrag nun auszufüllen habe...wohne mit meiner Mutter und ihrem Lebensgefährten zusammen (beide erwerbstätig, ich beziehe momentan noch ALG1 und bin über 25, falls das eine Rolle spielt) und trage monatlich 400€ zur Miete bei. Wird das jetzt als Bedarfsgemeinschaft definiert oder nicht?
 
Vom Fragesteller als beste Lösung gewählt.
das Problem dabei ist jedoch, dass unser Vermieter alles andere als kooperativ und unser Verhältnis zu ihm sehr angespannt ist.
Er muss dabei auch nicht kooperativ sein weil es keine Rechtsgrundlage dafür gibt das er eine Mietbescheinigung ausstellen muss.

Allerdings will das JC meine Mietkosten nicht übernehmen und verlangt von mir immer noch eine aktuelle Mietbescheinigung vom Vermieter und Infos zur Wohnung (Größe und Baualter), obwohl sie sowohl den Mietvertrag als auch den Untermietvertrag zwischen meiner Mutter und mir bekommen haben...
Wenn die Mietverträge vorliegen und aus denen die Nebenkosten ersichtlich sind gibt es...

TazD

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@PK86

Da es wenig zielführend und zudem recht unhöflich ist, das Thema eines anderen Nutzers mit eigenen Belangen zu kapern, habe ich mir erlaubt Deinen Beitrag zu verschieben und ein eigenes Thema zu eröffnen ...
 

PK86

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@PK86

Da es wenig zielführend und zudem recht unhöflich ist, das Thema eines anderen Nutzers mit eigenen Belangen zu kapern, habe ich mir erlaubt Deinen Beitrag zu verschieben und ein eigenes Thema zu eröffnen ...
Danke, schätze ich...ich wollte bloß erstmal kein neues Thema erstellen, weil dieses Forum eh schon total überladen ist, war nur gut gemeint.
 

Harzfünfer

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Hallo,
von Bedarfsgemeinschaft kann da schon mal gar keine Rede sein, ab 25 ist man seine eigene BG.
Was man dir theoretisch unterstellen könnte wäre eine Haushaltsgemeinschaft, das musst du dann verneinen außer du würdest es so wollen.
Du musst bestätigen lassen, dass an dich kein Unterhalt o.ä. fließt von deiner Mutter und ihrem Partner.
 

axellino

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Mir geht es ähnlich und ich habe auch keine Ahnung, wie ich den ALG2-Antrag nun auszufüllen habe...wohne mit meiner Mutter und ihrem Lebensgefährten zusammen (beide erwerbstätig, ich beziehe momentan noch ALG1 und bin über 25, falls das eine Rolle spielt) und trage monatlich 400€ zur Miete bei. Wird das jetzt als Bedarfsgemeinschaft definiert oder nicht?

Deinen Darlegungen zufolge, bildest Du als Ü25 hier deine eigene Bedarfsgemeinschaft.
Im weiteren empfehle ich Dir zu deinem Anliegen, ein von mir in 2018 eröffneten Thread mal durchzulesen, wo ich als Beistand einen jungen Mann (Ü25) wohnhaft bei seiner Mutter und dessen Lebensgefährten, bei seinem Erstantrag an der Seite stand.

 

PK86

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Oje...besten Dank schonmal. Also gebe ich im Hauptantrag einfach die Gesamtmiete an, die wir durch drei teilen und dann im Ganzen an den Vermieter überweisen und in der Anlage HG dann meinen Anteil von 400€?
 

axellino

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Also gebe ich im Hauptantrag einfach die Gesamtmiete an, die wir durch drei teilen und dann im Ganzen an den Vermieter überweisen und in der Anlage HG dann meinen Anteil von 400€?

Im Hauptantrag muss unter 3.3 lediglich ein Kreuz von Dir gesetzt werden,

3.3 Kosten für Unterkunft und Heizung
Mir entstehen Kosten für Unterkunft und Heizung. X Ja Nein
►Bitte füllen Sie die Anlage KDU aus

Quelle

und nachfolgend gehts dann für dich mit der Anlage KDU weiter.

So denn Du die Anlage HG ausfüllen willst, trägst Du dort deinen Anteil an den Kosten der Unterkunft ein.
 

PK86

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Genau, ich nutze diesen "vereinfachten Antrag". Verstehe trotzdem nicht, ob ich da unter 3. irgendwas ankreuzen oder angeben muss, wenn ich die 400€ in Anlage HG angebe (von einer Anlage KDU hab ich bisher gar nichts gesehen, die brauch ich bei dem "VA" scheinbar nicht?).
 
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Ruhrpottmensch

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Verstehe trotzdem nicht, ob ich da unter 3. irgendwas ankreuzen oder angeben muss, wenn ich die 400€ in Anlage HG angebe (von einer Anlage KDU hab ich bisher gar nichts gesehen, die brauch ich bei dem "VA" scheinbar nicht?).
Also bei mir wollten sie die Anlage KDU nachträglich trotzdem noch haben. (Allerdings bei mir ja auch "ganz normale" BG)
Was und wo genau jetzt eingetragen werden muss wegen Deinem Anteil an den Mietkosten der Mutter/Lebensgefährten kann ich deswegen gar nicht so genau sagen...
 

PK86

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Hm...soll ich auf gut Glück "Ich wohne zur Miete" ankreuzen und das Datum eintragen und den Rest leer lassen? Oder gar nicht ankreuzen? Ich hab keine Ahnung..
 

axellino

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Hm...soll ich auf gut Glück "Ich wohne zur Miete" ankreuzen und das Datum eintragen und den Rest leer lassen? Oder gar nicht ankreuzen? Ich hab keine Ahnung..

Gibt es denn etwas schriftliches, wie z.B. ein Untermietvertrag bzw. eine Kostenbeteiligungsvereinbarung zwischen euch, betreffend des von Dir zu tragenden Kopfanteils der anfallenden Unterkunftskosten??
Wenn ja, dann schreibst Du unter 3 einfach nur eigenhändig, "siehe Kostenbeteiligungsvereinbarung bzw. Untermietvertrag vom xx.xx.xxxx`" und nix mehr und fertig. Soll sich ja im ganzen dann auch nicht umsonst, vereinfachter Antrag nennen.:)
Dein Kopfanteil an den Unterkunftskosten, trägst Du ja auch sowieso noch in die Anlage HG rein.

Gibt es in diesen Zusammenhang nix schriftliches zwischen euch, dann empfehle etwas aufzusetzen.;)
 

PK86

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Ach, ich schreib einfach in das Feld "Ich wohne zur Miete seit": siehe Anlage HG...die werden sich schon melden, wenns denen nicht passt bzw. reicht.

Hätte noch eine andere Frage, zur Anlage EK: auf welchen Zeitraum bezieht sich die Sache mit den "einmaligen Einnahmen"? So wie ich es verstehe gilt das erst ab Antragstellung - oder muss ich z.B. auch Steuerrückzahlungen von letztem Jahr oder eine Erbschaft vor 10 Jahren angeben?
 

axellino

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Hätte noch eine andere Frage, zur Anlage EK: auf welchen Zeitraum bezieht sich die Sache mit den "einmaligen Einnahmen"? So wie ich es verstehe gilt das erst ab Antragstellung - oder muss ich z.B. auch Steuerrückzahlungen von letztem Jahr oder eine Erbschaft vor 10 Jahren angeben?

Dazu empfehle mal ein Blick in die Ausfüllhinweise unter 36 zu werfen.

"Als einmalige Einnahmen sind z. B. Steuerrückerstattungen, Betriebskostenerstattungen, Ertragsgutschriften, Glücksspielgewinne und Gratifikationen anzugeben, sofern diese im Bedarfszeitraum (d. h. ab dem Monat der Antragstellung) zufließen. Das heißt, dass es zum Beispiel bei Steuerrückerstattungen auf den tatsächlichen Zahlungseingang ankommt und nicht auf den der Besteuerung zugrundeliegenden Zeitraum."

 

PK86

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Ja, habe ich gelesen, aber bin mir halt nicht zu 100% sicher bei dieser Formulierung, bei Beamtendeutsch schaltet sich mein Hirn automatisch ab, deshalb vorsichtshalber nachgefragt...also ist alles, was ich dahingehend im letzten Jahr und den Jahren davor bekommen habe irrelevant, gut.
 

PK86

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...mittlerweile wurde mein Antrag bewilligt, leider bekomme ich aber erstmal nur 5 statt 6 Monate ALG2, weil ich ihn vorsichtshalber schon im März gestellt hatte, wo ich noch ALG1 bezog (in der Hoffnung, dass ich dann ab April für 6 Monate Geld bekomme...wusste ich auch wieder nicht, dass der Bewilligungszeitraum wirklich schon mit dem Monat der Antragstellung beginnt und mir für März quasi das Geld "abgezogen" wird, wirklich tolle und total logische Regelung).

Allerdings will das JC meine Mietkosten nicht übernehmen und verlangt von mir immer noch eine aktuelle Mietbescheinigung vom Vermieter und Infos zur Wohnung (Größe und Baualter), obwohl sie sowohl den Mietvertrag als auch den Untermietvertrag zwischen meiner Mutter und mir bekommen haben...das Problem dabei ist jedoch, dass unser Vermieter alles andere als kooperativ und unser Verhältnis zu ihm sehr angespannt ist. Meine Mutter hatte ihn für mich schriftlich darum gebeten (mit mir kommuniziert er gar nicht erst, da ich ja "nur der Sohn" bin), uns eine aktuelle Kopie des Mietvertrags zukommen zu lassen, was er zwar auch tat, aber als kleinen Bonus gabs erstmal eine Mieterhöhung von 350 € ab Juni obendrauf, wogegen sie dann Widerspruch eingelegt hat. Seitdem kam zum Glück nichts mehr vom Vermieter und jetzt soll ich mich fürs JC wieder mit ihm in Verbindung setzen, keine gute Idee...wir sind froh, dass er erstmal stillhält.

Ich habe dem JC mehrmals telefonisch die Situation geschildert, aber interessiert hat die das bisher natürlich nicht.

Lange Rede, kurze Frage: hat vielleicht jemand eine Idee, wie ich das JC dazu bewegen kann meine Mietkosten zu übernehmen, ohne noch weiter Öl ins Feuer im Streit mit unserem Vermieter gießen zu müssen?
 

PK86

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Wenn ich Euch die geschwärzten/anonymisierten Miet- und Untermietverträge zeige, die ich dem JC geschickt hatte, könnt Ihr mir dann eventuell sagen, ob diese ausreichen oder ob es gerechtfertigt ist, dass auch noch eine Mietbescheinigung verlangt wird?
 

PK86

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Ich versuch einfach mal mein Glück, vielleicht kann mir doch noch jemand helfen...und ich weiss, dass der Mietvertrag nicht sonderlich ausführlich ist, aber das ist schon die "aktuelle Kopie", die wir kürzlich angefordert hatten, mehr haben wir nicht:
 

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  • Mietvertrag.pdf
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HermineL

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das Problem dabei ist jedoch, dass unser Vermieter alles andere als kooperativ und unser Verhältnis zu ihm sehr angespannt ist.
Er muss dabei auch nicht kooperativ sein weil es keine Rechtsgrundlage dafür gibt das er eine Mietbescheinigung ausstellen muss.

Allerdings will das JC meine Mietkosten nicht übernehmen und verlangt von mir immer noch eine aktuelle Mietbescheinigung vom Vermieter und Infos zur Wohnung (Größe und Baualter), obwohl sie sowohl den Mietvertrag als auch den Untermietvertrag zwischen meiner Mutter und mir bekommen haben...
Wenn die Mietverträge vorliegen und aus denen die Nebenkosten ersichtlich sind gibt es keine rechtliche Handhabe eine Mietbescheinigung zu fordern (siehe markiertes in der angehängten PDF). Allerdings sind in dem Untermietvertrag keine Nebenkosten aufgeschlüsselt. Die aufgeschlüsselten Nebenkosten im Hauptmietvertrag helfen hier nicht weiter weil diese nur den Hauptmieter betreffen. Im Untermietvertrag ist auch nicht geregelt zu welchem Anteil die Nebenkosten abgerechnet werden so das man hier nicht vom Hauptmietvertrag auf den Untermietvertrag schließen kann.

Es wäre besser gewesen eine Pauschalmiete inkl. aller Nebenkosten zu vereinbaren. So sehe ich keine Chance das dir das Jobcenter die volle KDU gewährt weil sie eben die Nebenkosten nicht nachvollziehen können.
 

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  • BfDI - Datenschutz im JobcenterMIETBESCHEINIGUNG_Markiert.pdf
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Vom Fragesteller als beste Lösung gewählt.

PK86

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Oje, klingt nicht gut...irgendwelche Vorschläge?

Geben die sich vielleicht mit Kontoauszügen zufrieden, wo man sieht, dass ich die 400 € an meine Mutter überweise (darin sind die Nebenkosten ja enthalten, aber das geht wohl nicht aus dem Untermietvertrag hervor, wenn ich Dich richtig verstanden habe)?
 
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