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Ich kann nicht mehr

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muelli

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#1
Hallo,

ich versuche es mal in der Kurzform: Ich habe nächsten Dienstag einen Termin, aber nicht direkt bei der Arge, sondern bei einer Vermittlungsagentur. Ist ja fast das gleiche. Seit Tagen habe ich Angst und Panikattacken vor dem Termin. Ich kann da nicht mehr hin, es bringt ja auch nichts. Die Dame wird mir das gleiche erzählen, was ich hier bei Jobbörsen selbst festgestellt habe, dazu kommt aber der Druck von wegen, ich hätte schon längt einen Job, wenn ich nur wollte. Einmal habe ich mich fast angelgt mit der, aber beim letzten Mal ging es noch.
Diese Termine kommen alle zwei Wochen und es geht schon seit zwei Monaten. Ich kam aus dem Gebäuse mit weniger Selbstverstrauen als ich hineinging.
Als erstes wollte ich mich als xxx bewerben (ich mache das unkenntlich, man weiss nie) und stellte ein paar Arbeiten vor. Dann sagtse sie, dass sieht ja net doll aus, es (wörtlich) würde keinen Sinn machen, sich in diesem Bereich weiterhin zubewerben. Dann kam ich mit einer anderen Sache, auch da meinte sie, das es schlecht aussieht. Was anderes habe ich aber nicht gemacht. Um klarzustellen, ich bin nicht arbeitsfaul, nur ich möchte es aus eigener Kraft schaffen und ich möchte es mir selbst beweisen und ich möchte etwas Spass und Glück im Job haben.

Der Druck ist unglaublich stark und ich bin jetzt schon ein Wrack, ich kann nicht mehr schlafen und wenn ich daran denke, fange ich an zu zittern. Was soll ich machen ?

Ich habe ein paar Bewerbungen laufen, aber die Firmen halten es nicht für nötig zu antworten. Von den guten Mappen mal abgesehen. Ich habe doch nichts in der Hand.

:,(
 

kalle

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#2
Ich würde Dir vorschlagen, das Du zu einer Gruppe von Erwerbslsoen vor ort gehst. Da Du nicht angegeben hast, woher Du kommst, mußt Du mal gucken, ob es soetwas ebi Dir gibt. Die sollten dann mal einen mit Dir mitschicken. Oder nimm eine andere person Deines Vertrauens mit zur Arge. Du wirst sehen, dann verläuft das Gespräch wahrscheinlich anders.
Und wenn Du Arbeitsproben bei der Vermittlerin mitbringst, glaube ich nicht, das die soetwas beurteilen kann.

Laß Dich nicht unterkriegen, nimm jemand mit dorthin. Das ist Dein Recht und darf nicht verweigert werden. Und vor Zeugen überlegen die sich ihre Worte schon.
 

Arco

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#3
hi meulli,

habe gerade gesehen das kalle schneller mit einer Antwort war. Gebe aber trotzdem auf meine Art meinen Senf dazu auch wenn doppelt.

Mach es dir nicht so schwer und versuche mental einen Gang zurückzuschalten. Sage dir die könne dich mal und es stand hier mal im Forum " stelle dir den Gegenüber mal nackt vor " - aber dann bitte zurückhalten und nur innerlich lachen .... gellll

Du machst schon alles so richtig, mehr als Bewerbungen rausschicken kannst du nicht und die Aussagen von denen in dieser Vermittlungsgesellschaften kannst zum Teil knicken. Die kochen auch nur mit Milch und sind teilweise auch nur auf den Zug aufgesprungen.

Die stehen nämlich mehr unter Druck als du/wir, denn die bekommen nur richtig Geld wenn die dich/uns vermitteln können. Und da die Gegend nahezu abgegrast ist, kommen die auch ins schleudern....

Also du hast da gar keine Schuld - rede dir das auch nicht ein ....

Gehe wie kalle geschrieben hast mit einem Bekannten zu diesem Termin und lege einfach deine Bemühungen vor.....

Sollen doch die sich darum kümmern warum du auf deinen Bewerbungen keine Antwort/leider warscheinlich Absagen bekommst.

Nein, rede mal mit Freunden über was dich so bewegt oder schreibe dir hier im Forum mal dein Leid von der Seele.

Und nun durch und nicht vergessen den Gegenüber mal so durchschauen - es hilft :daumen: :daumen:
 

muelli

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#4
Danke euch beiden. Leider kann ich ich keine Person zu dem Termin mitnehmen.
Ich werde wohl den termin verschieben. Ich weiss, das bringt es auch nicht.

Ich weiss, dass es nicht meine Schuld ist, aber ich bin seit vielen Jahren arbeitslos und ich konnte den Druck immer aufteilen über Monate. Jetzt, mit ALG2 und den Terminen alle zwei Wochen geht es nicvht mehr. Ich habe versucht, mit meiner Familie darüber zureden, aber ich denke, sie verstehen es nicht oder wollen es nicht wahrhaben. zumindest habe ich den Freunde und Familienbeistand abgehakt.

Ich sehe keine Alternative mehr.
 

Andi_

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#5
Wenn dich die Sache krank macht, gehe zum Arzt. Depressionen sollte man ernst nehmen und behandeln lassen. Zumal der dich dann ohnehin krank schreibt, womit sich die 14tägigen Termine erstmal erledigt haben.
 

Johannes

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#6
Eine Krankschreibung kann ja wohl keine Lösung sein.

Bei allem Verständnis: Wenn jemand über "viele Jahre" arbeitslos ist, wäre es da nicht besser, zunächst einmal irgend etwas zu arbeiten, als in Depressionen zu verfallen? Vielleicht auch erst einmal ehrenamtlich. Die größte Belastung ist wohl doch das Gefühl, keinen Beitrag für die Gesellschaft leisten zu dürfen und nicht gebraucht zu werden und nur dem Staat und damit arbeitenden Bürgern auf der Tasche zu liegen. Das kann schon das Selbstwertgefühl belasten.

Verständlich, dass Du Dir "Spaß und Gück im Job" wünscht, aber die Bäckereiverkäuferin oder der Müllmann gehen auch nicht jeden Morgen mit einem Lied auf den Lippen zur Arbeit.

Vielleicht solltest Du es deshalb einmal in anderen Bereichen mit einer einfachen Tätigkeit versuchen. Frag doch einmal bei Deinem nächsten Termin nach möglichen Alternativen. Damit machst Du der Beraterin auch glaubhaft, dass Du ernsthaft arbeiten willst.
 

Arania

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#7
Bist Du zufällig SB oder sonst eine Art Arbeitsberater? Deine ersten Postings hier zielen nur darauf ab alle Arbeitslosen als Schmarotzer zu bezeichnen wie momentan in den Medien und der Politik üblich, ich glaube nicht das dieses so das richtige hier im Forum ist :evil:
 

Arco

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#8
hi hi Arania, ich hätte fast gewettet das du auch den 2. Beitrag von "Johannes den Täufer" findest :lol: :lol: :lol:

nichts für ungut :pfeiff: :pfeiff: ich hatte darauf gewartet :hug:
 

oc2pus

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#10
Johannes sagte :
Eine Krankschreibung kann ja wohl keine Lösung sein.

Bei allem Verständnis: Wenn jemand über "viele Jahre" arbeitslos ist, wäre es da nicht besser, zunächst einmal irgend etwas zu arbeiten, als in Depressionen zu verfallen? Vielleicht auch erst einmal ehrenamtlich. Die größte Belastung ist wohl doch das Gefühl, keinen Beitrag für die Gesellschaft leisten zu dürfen und nicht gebraucht zu werden und nur dem Staat und damit arbeitenden Bürgern auf der Tasche zu liegen. Das kann schon das Selbstwertgefühl belasten.

Verständlich, dass Du Dir "Spaß und Gück im Job" wünscht, aber die Bäckereiverkäuferin oder der Müllmann gehen auch nicht jeden Morgen mit einem Lied auf den Lippen zur Arbeit.

Vielleicht solltest Du es deshalb einmal in anderen Bereichen mit einer einfachen Tätigkeit versuchen. Frag doch einmal bei Deinem nächsten Termin nach möglichen Alternativen. Damit machst Du der Beraterin auch glaubhaft, dass Du ernsthaft arbeiten willst.
Hallo Du.

Du hast Recht. Natürlich erzeugt das Gefühl - wie du es ja ganz richtig sagst - nicht gebraucht zu werden und keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten zu dürfen (!) Depressionen, Angstzustände und noch ganz andere recht zweifelhafte Dinge, die nach einiger Zeit von der Psyche auch auf die Physis übergehen.
Der lapidare Kommentar, man solle zur Abschwächung irgend etwas arbeiten, hilft aber leider nicht weiter, denn muelli darf ja nicht. Ich kann mir jeden Tag aufs Neue suggerieren (Suggestopädie ist eigentlich was wirklich Feines!), dass ich nicht wertlos bin, aber die Bestätigung fehlt und somit schwächt sich der Effekt Tag für Tag ab. Auch der Gedanke "die letzten werden die ersten sein", sprich eines Tages von den Wertlosen und Überflüssigen zu den Glücklichen zu gehören, die offiziell nicht mehr gebraucht werden, verfehlt mittlerweile seine Wirkung, weil leider zu große Teile der Menschen, denen ich begegne nur schwarz-weiß denken. Da gibt es nur Arbeiter (=wertvoll) und Arbeitsloser (=wertlos). Vorstellen kann sich diese psychische Vergewaltigung niemand - und ich füge bewußt kein leider an, denn wünschen kann man diese Situation nicht mal seinem ärgsten Feind.

Wirf einen Blick über den Tellerrand und versuche mal zu beurteilen, ob derjenige, der sich offen mit einem "ich kann nicht mehr" in einem Forum exponiert, nicht vielleicht zu schwach ist, um sich selbst aus dem Treibsand zu ziehen. Dann geht's schon etwas besser.

Just my 2 ct.
 

Arco

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#11
... diesmal garnichts :mrgreen: :mrgreen: Arania

ich hatte nur irgendwie auf diese Reaktionen gewartet und warum gerade du :hmm: :hmm: ich weiß nicht warum ;) ;)

... aber bevor einer/e es wieder falsch versteht, ich hätte es genauso geschrieben - ich wollte eben nur meine Wette gegen mich selbst gewinnen..... Hurra, ich habe gewonnen :knutsch: :knutsch:
 

Arania

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#12
Warum gerade ich? Vielleicht weil mich niemand im Forum wirklich kennt sondern immer nur von ein oder zwei Postings zu kennen glaubt
 

Arco

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#13
:cry: warum mag mich denn keiner

- die Antwort siehe Beschreibung des Bildes ;) ;)
 

Arania

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#14
ICH mag mein Sleepy-Avatarm aber nu genug, ist ja schließlich ein ernstes Thema hier :daumen:
 
E

ExitUser

Gast
#15
Hallo Muelli,
auf Johannes gehe ich mal nicht weiter ein. Lohnt sich nicht.

Aber das, was die anderen schon geschrieben haben, ist alles gar nicht so verkehrt. Deiner Beschreibung im Eingangsbeitrag nach, bist du im Augenblick "von der Rolle". Du solltest wirklich erst mal zum Arzt gehen. Die Beschreibung Deiner Situation klingt sehr nach einer depressiven Verstimmung. Und wenn du dann wieder aufgebaut bist, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.

Gib mal in die Suchfunktion "Depression" ein. Da findest du eine Menge zum Thema. Du bist nicht alleine damit.
 

kalle

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#16
Nun ja, zu dem Täufer möchte ich auch mal meine Meinung loswerden.
1. Depressionen sind eine Krankheit. Diese kann verschiedene Ursachen und verschidenen Auslöser haben. Mit Sicherheit haben Depressionen und andere psychische Krankheiten nichts mit Einbildung und "reißt Euch am Riemen" zu tun.

2. Diese Haltung wie unter 1. führt vielmals dazu, das Behinderte im Leben nicht in der ihnen gebührenden Art wahrgenommen werden. Selber schuld und andere Sprüche sind an der Tagesordnung und nicht sehr hilfreich.
Leider werden auch von Behindertenverbänden und Organisationen schwerbehinderte ALGII-Empfänger nicht sonderlich gut betreut, bzw. überhaupt registriert.

Ohne hier auf medizinische Einzelheiten eingehen zu wollen:
Eine Behinderung kann jeden Menschen treffen. Hieran hat keiner "Schuld" . Das man als AlgII-Empfänger / Behinderter aber ganz schnell noch unter dem "normalen " AlgII-Empfängern zustehendem Existenzminimum fallen kann sehr wohl. Und auch, das man den Diskreminierungen der übrigen Bevölkerung ausgesetzt ist.

Ich habe viele Rollifahrer auf der Demo gesehen und auch einiges an Gesprächen geführt mit Leuten, die nach Anblick meines Plakates sagten, ja, das Problem haben wir auch.

Also Johannes, solche Sprüche wie: Reisst Euch zusammen sind nicht sehr hilfreich und schaden eher.
 

gelibeh

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#17
Kalle, Du sprichst mir aus der Seele. Muelli. Wie schon gesagt, geh erst mal zum Arzt, sprich mit dem und lass Dich krankschreiben. Oft hellt sich die Stimmung nach einiger Zeit wieder auf und man kann mit neuer Kraft die Sache angehen.
 

nele

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#18
es ist schön zu lesen, dass alle muelli so unterstützt. super!

johannes, bei deiner arroganz und vor allem ignoranz wünsche ich dir nicht, dass dich morgen eine depression trifft. ich sage dir nur, es ist die hölle. ausserdem hast du noch nicht begriffen, dass du morgen schon in unseren kreis der arbeitslosen aufgenommen werden könntest. klopfst du dann auch noch diese sprüche?

@ muelli
wenn du hier schon öffentlich sagst, dass du nicht mehr kannst, dann nimm dich jetzt bitte selbst ernst. die spirale nach unten in eine tiefe depression geht schneller, als du dir zugestehen wirst.

bitte, suche einen arzt auf. das alleine ist jetzt wichtig. hole dir bitte die hilfe, die du jetzt brauchst. danach wirst du wieder die kraft besitzen, dich um alles andere zu kümmern.

nimm dich und das, was du empfindest ernst, bitte, muelli. und schreibe dir hier einfach alles von der seele, oki? du siehst, dass dir die leute den rücken stärken werden.

liebe grüsse, nele
 

marpi

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#19
hi muelli und alle anderen,

ich hab lange überlegt ob ich dazu auch was schreiben sollte und ich denke ich tu es einfach mal,
ja muelli ich kenne diese Art Ängste und Depressionen, habe sie mittlerweile schon über Jahre. Teitweise konnten mir die Ärzte helfen aber seit ich keine KV mehr habe ist es wieder schlimmer geworden. Ich wurde damals schon unter Druck gesetzt in 2 Wochen zu 10 Firmen zu gehen wo ich mich vostellen mußte und jedesmal Absagen kassiert habe, schriftlich sogar. Man wird blöd angeguckt, die meisten Firmen haben niemanden gesucht , die anderen wollten mich nicht weil ich Kinder habe , also nicht felxibel genug war. Dieses und anderes mehr kann einen den Verstand rauben, es entstehen Zweifel an einem selbst und an der Umwelt..
Damals hatte ich Freunde die mich ein wenig unterstützt haben, nun sind auch diese Freunde weg weil sie nicht mit einem ALG II zu tun haben wollen.
Selbst als ich meine Ablehnung im Mai bekommen habe war ich wieder ganz unten, und auch jetzt noch nicht wieder weiter nach oben gekommen...
Man macht sich Gedanken wie geht es weiter, was ist wenn wieder eine Ablehnung kommt, der Widerspruch abgelehnt wird? Hat man die Kraft das alles durchzustehen?Man kann nicht mehr schlafen, man ist gereizt, könnte nur noch heulen und somit rutscht man immer tiefer

muelli, wenn Du eine KV hast, geh bitte hin, lasse dich checken, laß dir helfen solange es auf eine einfache Art geht (Medikamente).
ich habe immer Spritzen bekommen gegen meine Depressionen, alle 6 Wochen, sie haben damals gut angeschlagen so daß ich dann auf Medikamente umgestellt werden konnte.
Ich hoffe, das wenn mein Bescheid auf meinem Widerspruch da ist, ich endlich auch wieder zum Arzt gehen kann, wenn nicht muß ich klagen vor Gericht und das wird dauern

ich drücke dir ganz dolle die Daumen muelli

gruß marpi
 
E

ExitUser

Gast
#20
Panik !?

Hi !

Ich mußte auch zu dieser GmbH und unterschreiben , das ich der
Wiedereingliederung zustimme, unterschreibe ich nicht würde man mich melden und erhebliche Zahlungskürzungen wären zu befürchten.

Nagut.. unterschrieben , es folgte ein sog. Einzelgespräch.. mir wurde
als Informatiker nahegelegt entweder eine Weiterschulung zur Kassiererin zu machen oder aber den Kursus "meinerechte&pflichten" warzunehmen.

Ich bin nach diesem qaudawelsch nie wieder hingegangen, trotz Aufforderung. Jetzt warte ich seit 6 Monaten auf meine Kürzungen.

Stattdessen erhalte ich eine Mahnung das ich zuviel H4 Geld bekommen hätte, genau eine Monatszahlung.. Ich weiß nicht was ich darauf Antworten hätte können/sollen , (stimmt nicht? Da lachen die sich tot)

Also folgte kurz darauf Die Kontopfändung mit sperre. Somit bin ich nun
Kontolos das ist das selbe wie entmündigt.

Gott sei dank konnte ich "Die" mittels eines Faxes dazu bringen das Geld
auf das Konto einer Freundin zu überweisen, von der erhalte ich nun meine Zahlungen Bar, Miete/Strom/Tel usw. zahle ich nun cash ein und
verbrauche für jede Überweisung fast 10 Zahlungseinheiten
(euro genannt).

Ich baue mir nun "nach und nach" eine Überlebensausrüstung auf, Zelt / Sack / Kocher usw.. Ich bin überzeugt das ich davon bald gebrauch
machen muß.

Gott zum gruße edle Recken, lasst uns in den Wäldern hausen ?
 

heuschrecke

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#21
Also das mit der depressiven Stimmung kennt glaub ich jeder, der mal ein Weile arbeitslos war. Es kommt einem immer nur so vor, als sei man der Einzige, dem es so geht.... :evil:

Bitte nicht von den Arge-Leuten runtermachen lassen à la:
Du kannst nix. Du bist nix. Runter auf die Knie Du Unwürdiger.

Ich bin kein Leibeigener und lass mir das auch nicht einreden.
Auch ein Arbeitsloser hat Rechte. Aber er muss auch engagiert für sie eintreten, sonst trampeln alle auf einem rum.

Das würdest Du Dir doch von irgendwem auf der Strasse auch nicht gefallen lassen.

Falls die Argemitarbeiter mir extrem dumm kommen mach ich es so: Auf jede wilde Forderung die die aus'm Ärmel zaubern, sage ich: "Schreiben Sie mir das bitte auf, ich werde mich erkundigen wie die Rechtslage diesbezüglich aussieht und mich zeitnah mit Ihnen in Verbindung setzen. Wenn sie wünschen können wir dazu gleich mal einen Termin vereinbaren." :p
 

marpi

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#22
@Heuschrecke, das mag vielleicht so stimmen was du geschrieben hast , aber ich denke muelli und ich (beispeilsweise) sind nicht erst seit kuzem arbeitslos. ich bin mit 30 schon abgestempelt worden, schleiche mich auf sogenannten 400 Euro-Basis Jobs rum damit wenigstens etwas Geld da ist, ich bekomme kein Hartz IV wegen angeblicher EäG, deshalb gehts vor Gericht, denn wenn ich eine EäG hätte, bräuchte ich die Almosen vom Staat nicht, letztendlich möchte ich nur krankenversichert sein um wieder am normalen Leben teilzunehmen, und das sollte kein vorübergehender Zustand sein
Man redet nicht gern über Depressionen weil man gleichzeitig für Verrückt erklärt wird, es sind mehr an Depression erkrankt wie überhaupt öffentlich bekannt ist :kratz:

gruß marpi
 

Azze

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#23
@ alle die Johannes so angreifen

Sry Leute aber ich seh in dem Posting von Johannes absolut keinen Angriff gegen uns Arbeitslose. Wird aber scheinbar von sehr vielen hier so empfunden. Wenn ich hier so einige Beiträge lese die ganz klar ein direkter Angriff auf Johannes stellen, dann frag ich mich schon was das soll. Da steht doch kein Wort von Schmarotzer oder dergleichen (Jaja man muss zwischen den Zeilen lesen). Aber auch dann kann ich nichts erkennen das negativ zu werten wäre. Johannes packt das Problem einfach an der Wurzel ! Depri weil keine Arbeit also arbeiten gehen und kein Depriproblem mehr haben. Das ist eine rein logische Schlußfolgerung, nur mit der Umsetzung wird es da schwer. Johannes hat sicherlich die Tragweite einer Depressionskrankheit nicht erkannt . Da ist man eben teilweise schon so hinüber das man es nichtmal schafft sich überhaupt etwas zuzumuten , egal was für einen Job oder was auch immer. Daher sicherlich der Vorschlag von ihm einen Job anzunehmen der auch unterhalb der eigenen Qualifikation liegt. Glaube kaum das er meint man solle doch Hundekot im Park aufsammeln. Warum sieht man so einen "Rat" eigentlich gleich als Angriff auf die eigene Person ? Ist man denn schon so verbittert (weil ewig abgelehnt) das man schon fast alles als Angriff wertet ? Klar hört man ähnliche "Sprüche" ewig , meist in der Politik von neunmalklugen Schreibtischthengsten. DAS würde ich dann auch als Angriff sehen. Aber bei Johannes lese ich so entwas nicht herraus.

Nur mal so ........... :kinn:
 
E

ExitUser

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#24
Azze, kann es sein, dass du die gleichen Lesedefizite hast wie Johannes?

Die beiden, Muelli und marpi sind krank. Sind es durch die Arbeitslosigkeit geworden. Nun sind sie es aber und es hilft sehr wenig, ihnen jetzt den Rat zu geben, erstmal irgendwas zu arbeiten und wenn es selbstlos ist.

Sie gehören erstmal in ärztliche Behandlung. Dann kann über irgendeine Arbeit nachgedacht werden. Verstehen?
 

Rinzwind

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#25
@Azze & Johannes
Wie ich lese habt ihr nie unter Depressionen gelitten. Ich als Betroffener wünsche euch, dass ihr auch nie darunter leiden müsst.

Schönen Gruß, Andreas
 

Sonntagsmaja

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#26
Ich denke, die Depris tauchen bei "Johannes" auf, wenn er nicht mehr sein Weltbild in Foren ungehindert verbreiten kann :mrgreen:
 

Arania

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#27
Johannes hat sicherlich die Tragweite einer Depressionskrankheit nicht erkannt
Dann infomiere ich mich mal eher darüber bevor ich die Leute die darunter leiden mit unsinnigen Vorschlägen belaste, die hören sie wahrscheinlich schon von ihren SB's
 

kalle

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#28
Vor allem hört man das nicht nur von Politiekrn oder Fallmanagern, sondern am meisten aus dem Umfeld. Verwandte,Freunde Nachbarn meinen mit diesen guten Ratschlägen kommen zu müssen und haben keine Ahnung wie sehr es einen Depressiven herunterziehen kann.
Ich selber bin zwar nicht davon betroffen, aber kann wegen meiner Frau ein Liedchen davon singen.
Und deswegen reagieren die Betroffenen auch so hart darauf. Das sollten auch irgendwelche Poster, dies es "gut meinen" bedenken. Sicherlich gibt es einige, die sich nur mal zusammenreissen müssten. Die werden hier aber wohl relativ wenig posten. Im Allgemeinen posten hier Leute ihre Fragen und Probleme, die Hilfe wollen und nicht Sprüche. Insofern sind die "Angriffe" auf den Johannes erklärlich.
 

Azze

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#29
@ Barney

Nein ich habe kein Lesedefizit :x
Schrieb doch "Johannes hat sicherlich die Tragweite einer Depressionskrankheit nicht erkannt . Da ist man eben teilweise schon so hinüber das man es nichtmal schafft sich überhaupt etwas zuzumuten , egal was für einen Job oder was auch immer."
Wie war noch gleich der Spruch mit "Wer im Glashaus sitzt....." :p


@ Rinzwind

Hab selber oft genug Depressionen wegen meiner Arbeitslosigkeit und dem damit verbundenen schwindenden Selbstwertgefühls.


Es ging mir in meinem Posting auch nicht darum Johannes Recht zu geben. Ich wunderte mich nur das er gleich so angegriffen wird so wie ich jetzt wenn ich mir die Nettigkeit von Barney mit dem Lesedefizit mal so vor Augen führe. Aber das habe ich bestimmt nur falsch aufgefasst , hab ja ein Lesedefizit :x
 
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#30
Vielleicht ist aber Johannes beim MDK beschäftigt - dort erklärte mir ein Neurologe: "Arbeitslose können nicht krank werden (sein)"!
Wie soll´s auch gehen? Arbeitslos und dann auch noch Arbeitsunfähig?? Häää :uebel:
Morituri te salutant! >>Die Todgeweihten grüßen Dich<<
 

egjowe

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#31
Azze sagte :
@ alle die Johannes so angreifen

... Ist man denn schon so verbittert (weil ewig abgelehnt) das man schon fast alles als Angriff wertet ?
nicht verbittert, aber empfindlich.
ich vermisse in den postings vom johannes ein wenig fein- und mitgefühl.
vielleicht hat er es ja nur gut gemeint, aber es kam auch bei mir nicht so rüber. eher wie eine belehrung.

@ muelli
ich kann nur sagen, was mir in solchen phasen hilft.
veränderung. den alltagsrhytmus ändern.
egal was. ernährung, bewegung oder einfach nur bummeln gehen.
irgend etwas, was ich gerne tue und was mir gut tut.
der start ist dabei das schwierigste, das aufraffen innerhalb solcher phase,
in der alles wie gelähmt scheint.
das wissen darum, dass es mir danach besser geht, helfen mir beim nächsten mal, die startphase zu überwinden.
ich wünsche dir heute eine positive überraschung.
 

Johannes

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#32
Mein Beitrag hat offensichtlich eine gewisse Aufgeregtheit ausgelöst.

Ich bin doch sehr überrascht, was alles in mein posting hinein interpretiert wird, deshalb noch einmal zur Klarstellung:

1. Nein, Arbeitslose sind keinesfalls mehrheitlich "Schmarotzer". Schon aus dem Grund liegt es mir zumindest fern, eine Gruppe oder Einzelperson pauschal diffamieren zu wollen.
2. Eine vorübergehende Arbeitslosigkeit kann jeden treffen, in fast allen Fällen auch unverschuldet.
3. Eine Depression, wenn sie denn tatsächlich vorliegt, ist eine Krankheit. Dabei kann dann auch selbstverständlich eine ärztliche Behandlung angeraten sein.
4. Nein, die Menschenwürde gilt nicht nur für arbeitende Menschen, sie gilt gleichermaßen für alle, auch für Arbeitslose. Sogar für Arbeitslose, die evtl. mehr oder weniger ehrlich sagen, dass sie die Arbeitslosigkeit und staatliche Leistungen vorziehen. Ob Letzteres ethisch vertretbar ist, ist eine andere Frage, mit Blick auf die menschliche Gesellschaft, deren Teil wir alle sind.


Was ich jedoch tatsächlich entschieden ablehne, ist es, einen Arzt zu einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bewegen zu wollen, um sich vor Terminen in der Arbeitsagentur zu drücken, wie hier geraten wurde.

Auch kann ich tatsächlich nicht nachvollziehen, dass jemand nach vielen Jahren der Arbeitslosigkeit noch bestimmte Branchen bevorzugt. Nachdem es ja offensichtlich über viele Jahre nicht gelungen war, wieder in den 1. Arbeitsmarkt hinein zu kommen, scheint mir diese Denkweise zu kurz gegriffen.
Ich selbst würde trotz eines abgeschlossenen Hochschulstudiums notfalls auch bei McDonald's Hamburger braten, wenn ich spätestens nach 1,5 bis 2 Jahren Arbeitslosigkeit keine neue Arbeit finden würde.
Und ja: Ich bin der Meinung, dass derjenige, der von staatlichen Transferleistungen lebt, auch eine Verpflichtung hat, eine Gegenleistung zu erbringen, sofern nur irgendwie möglich. Das erfordert ein gewisses Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft, weniger Opfermentalität. Die Steuern dafür werden auch von Menschen bezahlt, die auch nicht unbedingt zu den Großverdienern gezählt werden können.
 

Quirie

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#33
Nichts für ungut, Johannes, aber auch das, was Du jetzt schreibst, wird wohl wieder eine "gewisse Aufgeregtheit" auslösen. Bei mir jedenfalls ist das schon geschehen. Zum Beispiel:

Johannes sagte :
....2. Eine vorübergehende Arbeitslosigkeit kann jeden treffen, in fast allen Fällen auch unverschuldet.
Erklär doch mal, was "vorrübergehend" ist.
3. Eine Depression, wenn sie denn tatsächlich vorliegt, ist eine Krankheit. Dabei kann dann auch selbstverständlich eine ärztliche Behandlung angeraten sein.
Das sehe ich nun etwas anders:Eine Depression ist eine Krankheit. Dabei ist selbstverständlich eine ärztliche Behandlung angeraten.
4. Nein, die Menschenwürde gilt nicht nur für arbeitende Menschen, sie gilt gleichermaßen für alle, auch für Arbeitslose.
Das ist schön, Johannes, dass Du das auch erkannt hast. "Die Würde des Menschen", Artikel 1 Grundgesetz, ist das Grundrecht, das keine parlamentarische Mehrheit in diesem Land aufheben kann. Man müßte schon das Grundgesetz abschaffen.
Sogar für Arbeitslose, die evtl. mehr oder weniger ehrlich sagen, dass sie die Arbeitslosigkeit und staatliche Leistungen vorziehen. Ob Letzteres ethisch vertretbar ist, ist eine andere Frage, mit Blick auf die menschliche Gesellschaft, deren Teil wir alle sind.
Nun wird es bunt , Johannes. Ich will mal glauben, dass Dir gar nicht klar ist, was Du da sagst, denn Du stellst Dich mit dieser Aussage gegen verfassungsmäßig verbriefte Rechte. Ich halte etwas anderes für ethisch nicht vertretbar, nämlich eine solche Ansicht. Stell Dir vor, Art. 1 GG gilt auch für schwerstkriminelle Straftäter und, man lese und staune, sogar für Ausländer.
Was ich jedoch tatsächlich entschieden ablehne, ist es, einen Arzt zu einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bewegen zu wollen, um sich vor Terminen in der Arbeitsagentur zu drücken, wie hier geraten wurde.
Dann nenne mir doch mal ein Beispiel, Johannes.
Auch kann ich tatsächlich nicht nachvollziehen, dass jemand nach vielen Jahren der Arbeitslosigkeit noch bestimmte Branchen bevorzugt. Nachdem es ja offensichtlich über viele Jahre nicht gelungen war, wieder in den 1. Arbeitsmarkt hinein zu kommen, scheint mir diese Denkweise zu kurz gegriffen.
Ist es so ungewöhnlich, dass Menschen nach einer Tätigkeit streben, die sie können und gelernt haben? So wie Du das schreibst, klingt es, als sei es ihre eigene Schuld, dass es kaum noch einen ersten Arbeitsmarkt gibt.

Ich selbst würde trotz eines abgeschlossenen Hochschulstudiums notfalls auch bei McDonald's Hamburger braten, wenn ich spätestens nach 1,5 bis 2 Jahren Arbeitslosigkeit keine neue Arbeit finden würde.
Also wirklich, was ist das denn für eine Ansicht. Wenn ich das lese, kann ich verstehen, dass sich viele hier bei dem Wort "Elite" schütteln. Bei Mac Donalds zu jobben, ist unter Studenten ein ganz normaler Job. Was ist daran so verkehrt, dass man erst ein bis eineinhalb Jahre zu Hause sitzen muss? Schön, dass Du ein abgeschlossenes Hochschulstudium hast. Habe ich auch, haben viele hier. Was hat das denn damit zu tun, ob man bei Mac Donalds Hamburger brät. Komm mal zurück auf die Erde.
Und ja: Ich bin der Meinung, dass derjenige, der von staatlichen Transferleistungen lebt, auch eine Verpflichtung hat, eine Gegenleistung zu erbringen, sofern nur irgendwie möglich.
Das erfordert ein gewisses Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft, weniger Opfermentalität. Die Steuern dafür werden auch von Menschen bezahlt, die auch nicht unbedingt zu den Großverdienern gezählt werden können.
Ach ja? Habe ich alles mehr als dreißig Jahre lang gemacht, ich war flexibel, einsatzbereit und habe Steuern gezahlt. Und was tust Du?
 

Arania

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#34
Quirie :daumen: :daumen:

Nur anfügen möchte ich noch wenn die "vorübergehende" Arbeitslosigkeit erst mal ein paar Jahre andauert und man über 40 ist dann nutzt Dir auch keine Hochschulausbildung mehr etwas, dann wirst Du auch nicht mehr bei McDonalds genommen :| :|
 

Siggi

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#35
Arco

Arco scheint mir auch ein kleiner Unruhestifter zu sein!?
 

nele

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#36
lieber johannes, normalerweise wünsche ich es niemandem, in eine depression zu verfallen. wenn ich mir aber deinen psot oben wieder einmal durchlese, muss ich sagen : dir schon. damit du einmal lernst, dass eine depression nichts mit : ' reiss dich mal zusammen, schlechte laune, lass dich nicht so hängen' usw. zu tun hat.

AZZE, lies dir das bitte auch einmal durch, ich schildere einmal kurz den verlauf und wohin es führen kann, wenn man nichts unternimmt:

5 tage geht es einem schlecht und man weiss, man braucht hilfe. am 6. tag schlägt die stimmung um : ach, es geht ja wieder aufwärts.
hm, denkste! das spiel wiederholt sich so lange, bis der körper einfach versagt!!!! man ist nicht mehr in der lage ( kräftemässig) eine tasse milch hochzuheben, einen fön zu bedienen, oder überhaupt einen schritt zu gehen. man liegt flach, der kopf ist klar, aber den körper kann man nicht mehr bewegen. es geht einfach nicht!
der geist ist so überdreht, dass an einschlafen nicht zu denken ist. man liegt wach und zwar die ganze nacht.....nächte.....das geht so weiter, bis zum totalen zusammenbruch..........wenn man nichts unternimmt.

die weinattacken, die angst, einfach verrückt zu werden und das schlechte gewissen der umwelt gegenüber, weil man sich ' ja nicht im griff hat' und jeden belastet, lasse ich erst einmal aussen vor.

eine depression wird heute auch von ärzten noch nicht so richtig für voll genommen.
damals hatte ich eine einzige ärztin, die mich für voll nahm, und zwar die vertrauensärztin beim MDK. und warum? weil sie selbst einmal depressiv erkrankt war.

so, es ist immer recht dumm, von sich selbst zu reden, wenn jemand anderes erkrankt ist. aber das musste einmal sein, um ein wenig die ignoranz gewisser leute einzudämmen. sie wissen nicht, wovon sie reden und dann sollte man sich einfach ein wenig geschlossen halten.

wenn marpi hier von einer spritzenbehandlung redet, war sie bereits recht tief 'drinn'. denn dann wird IMAP gespritzt und das ist nicht ungefährlich. es tut mir leid für dich, marpi.

darum noch einmal meine bitte an muelli, lasse dich bitte behandeln. warte nicht mehr zu lange. und vor allen dingen : nimm dir die sprüche des hamburgerkochs - sprich johannes- nicht zu herzen.

liebe grüsse, nele
 

Arco

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#37
Re: Arco

Siggi sagte :
Arco scheint mir auch ein kleiner Unruhestifter zu sein!?
ups - nee Siggi kein kleiner - ein großer ! ! :pfeiff: :pfeiff:
 

Andi_

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#38
Ich frage mich warum ihr muelli weiter verwirrt. Der einzige richtige Rat für den Fall ist zum Arzt zu gehen.

Johannes "Tipp" entspricht in etwa dem, ein Verbrennungsopfer in die Sauna zu schicken. Der eine oder andere hat vielleicht die innere Kraft oder ein Training absolviert, solche Depressionen selbst zu bezwingen. Die Mehrheit der Betroffenen benötigt dazu jedoch ärztliche Hilfe. So wie ich es verstanden habe, weiß muelli nicht weiter und steht völlig alleine vor einer subjektiv ausweglosen Situation = Selbstmordgefahr.

Wäre nicht das erste Hartz IV Opfer im sprichwörtlichen Sinne. Also nochmal, einfacher Tipp, gehe zum Arzt. Dort wird dir geholfen, nicht bei der ARGE. Die ist dafür weder personell noch sonstwie auch nur ansatzweise geeignet. Die Besuche verschlimmern deine Depression offensichtlich. Normalerweise gehören die SB dahingehend geschult, der Gesetzgeber sieht nicht umsonst eine Führsorgepflicht vor.

Tatsächlich ist dem aber nicht so und ich denke, 100% hier wissen aus eigener Erfahrung, 99,99% der ARGE Besuche enden selbst ohne Vorgeschichte (vorhandene Depressionen) im Frust :dampf:
 

Sonntagsmaja

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#39
:kinn: "Bruder" Johannes kommt mir mehr als bekannt vor.

Vor allem auch der etwas schwachmatige Einheitsbrei, der so gekonnt dahergesülzt wird.
Das zeugt von jahrelanger Übung :kinn:
 

muelli

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#40
Ich möchte Euch erst einmal allen danken. Die Gemeinschaft in diesem Forum ist wirklich super.

Ich war heute bei Frau Vermittler mit meiner Schwester als Augen- und Ohrenzeugin, und sie hat sie erstmal etwas auf den Topf gesetzt. Es kamen von ihr natürlich nur Sprechblasen und Gedöns wie "es liegen die Jobs nur auf der Strasse, man brauche nur zugreifen". Ich war schon wieder auf 180.

Eines beschäftigt mich jedoch jetzt noch gewaltig: Ich kam mit meiner Schwester ins Zimmer und wir setzten uns hin. Die Vermittlerin meinte, meine Schwester solle bitte das Zimmer verlassen. Sie blieb natürlich sitzen.

Den nächsten Termin habe ich wieder in zwei Wochen :(
 

Arco

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#41
Eines beschäftigt mich jedoch jetzt noch gewaltig: Ich kam mit meiner Schwester ins Zimmer und wir setzten uns hin. Die Vermittlerin meinte, meine Schwester solle bitte das Zimmer verlassen. Sie blieb natürlich sitzen.

Den nächsten Termin habe ich wieder in zwei Wochen
Also hier der § das du eine/n Beistand mitnehmen kannst:

Sozialgesetzbuch Zehntes Buch
Sozialverwaltungsverfahren und Sozialdatenschutz


§ 13
Bevollmächtigte und Beistände
(1) Ein Beteiligter kann sich durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen. Die Vollmacht ermächtigt zu allen das Verwaltungsverfahren betreffenden Verfahrenshandlungen, sofern sich aus ihrem Inhalt nicht etwas anderes ergibt. Der Bevollmächtigte hat auf Verlangen seine Vollmacht schriftlich nachzuweisen. Ein Widerruf der Vollmacht wird der Behörde gegenüber erst wirksam, wenn er ihr zugeht.

(2) Die Vollmacht wird weder durch den Tod des Vollmachtgebers noch durch eine Veränderung in seiner Handlungsfähigkeit oder seiner gesetzlichen Vertretung aufgehoben; der Bevollmächtigte hat jedoch, wenn er für den Rechtsnachfolger im Verwaltungsverfahren auftritt, dessen Vollmacht auf Verlangen schriftlich beizubringen.

(3) Ist für das Verfahren ein Bevollmächtigter bestellt, muss sich die Behörde an ihn wenden. Sie kann sich an den Beteiligten selbst wenden, soweit er zur Mitwirkung verpflichtet ist. Wendet sich die Behörde an den Beteiligten, muss der Bevollmächtigte verständigt werden. Vorschriften über die Zustellung an Bevollmächtigte bleiben unberührt.

(4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht unverzüglich widerspricht.

(5) Bevollmächtigte und Beistände sind zurückzuweisen, wenn sie geschäftsmäßig fremde Rechtsangelegenheiten besorgen, ohne dazu befugt zu sein. Befugt im Sinne des Satzes 1 sind auch die in § 73 Abs. 6 Satz 3 des Sozialgerichtsgesetzes bezeichneten Personen, sofern sie kraft Satzung oder Vollmacht zur Vertretung im Verwaltungsverfahren ermächtigt sind.

(6) Bevollmächtigte und Beistände können vom Vortrag zurückgewiesen werden, wenn sie hierzu ungeeignet sind; vom mündlichen Vortrag können sie nur zurückgewiesen werden, wenn sie zum sachgemäßen Vortrag nicht fähig sind. Nicht zurückgewiesen werden können Personen, die zur geschäftsmäßigen Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten befugt sind.

(7) Die Zurückweisung nach den Absätzen 5 und 6 ist auch dem Beteiligten, dessen Bevollmächtigter oder Beistand zurückgewiesen wird, schriftlich mitzuteilen. Verfahrenshandlungen des zurückgewiesenen Bevollmächtigten oder Beistandes, die dieser nach der Zurückweisung vornimmt, sind unwirksam.
.... dieser Beistand darf nicht des Raumes verwiesen werden, allerdings wenn dieser was sagt, gilt dies als wenn man es selber gesagt hat - also man kann aber dem Gesprochenen sofort widersprechen....
 

egjowe

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#42
johannes:
Und ja: Ich bin der Meinung, dass derjenige, der von staatlichen Transferleistungen lebt, auch eine Verpflichtung hat, eine Gegenleistung zu erbringen, sofern nur irgendwie möglich.
Das erfordert ein gewisses Maß an Flexibilität und Einsatzbereitschaft, weniger Opfermentalität. Die Steuern dafür werden auch von Menschen bezahlt, die auch nicht unbedingt zu den Großverdienern gezählt werden können.
bezüglich opferbereitschaft bitte ich johannes, den artikel in der zeit zu lesen: "die gratis-konkurrenz"

http://www.zeit.de/2006/23/Ein-Euro-Jobs-neu_xml

für den rest meine ich:
leider ist gerade diese einstellung, mit effizienter unterstützung der medien, die vorherrschende meinung der breiten masse der (noch) arbeitenden bevölkerung, wobei hierbei vollkommen außer acht gelassen wird, dass ein grossteil der langzeitarbeitslosen bereits 30-40 jahre solidarität gezeigt haben, indem sie ihre steuern bezahlt und auch ihre arbeitslosenbeiträge ohne zu murren gezahlt haben.
wenn ich z.b. meine al-beiträge in eine normale versicherung eingezahlt hätte, dann würde ich heute lachend irgendwo am strand liegen.
deshalb ärgere ich mich über solche kurzsichtigen theoretiker, die flotte sprüche unter die leute bringen, aber selbst ihren beitrag für die allgemeinheit nicht bereit sind zu leisten wie es ihre eltern getan haben, sondern auch nur forderungen an andere stellen.
man ist nicht betroffen, also die anderen.

ich biete diesen theoretikern an, mal probeweise für 6 monate zu tauschen. vielleicht gefällt es ja einem.
ich habe fertig !
 
E

ExitUser

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#43
Was ich jedoch tatsächlich entschieden ablehne, ist es, einen Arzt zu einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bewegen zu wollen, um sich vor Terminen in der Arbeitsagentur zu drücken, wie hier geraten wurde.
Ich dachte, wenn dir hier so viele User schreiben, was an deinen Ansichten defizitär ist, würdest du mal drüber nachdenken. Scheint aber nicht der Fall zu sein, wie dein Beitrag, aus dem o.g. Satz stammt, beweist.

Johannes, kannst du dir wirklich nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die vor lauter Angst, dass ihnen von dem bißchen Geld, was sie bekommen, noch etwas weggenommen wird, wenn sie nicht machen, was ihnen eine Behörde, die die Macht dazu hat, befiehlt?

Wenn du krank bist und zum Arzt gehst, weil dir deine Frau, ein Kollege oder wer auch immer rät, erst mal zum Arzt zu gehen. Dann drückst du dich vor der Arbeit, ja? :| :| :|
 

Andi_

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#44
muelli sagte :
Den nächsten Termin habe ich wieder in zwei Wochen :(
Freue mich das du es überstanden hast. Dachte wirklich schon das Schlimmste :shock:

Ich empfehle dir nach wie vor erstmal deine eigene persönliche Situation aufzuarbeiten, mit ärztlicher Unterstützung. Wenn du solche Panik vor den Besuchen hast, bringt dir die Bekleidung bestenfalls eine momentane Erholung, ist aber keine Lösung. Finde erstmal wieder zu dir selbst, dann findest du auch wieder die Ruhe in dir, welche man zweifellos bei ARGE Besuchen benötigt.

Was deine Arbeitsperspektiven angeht, frage dich was mache ich gerne, frage Dritte (nicht die ARGE) mache ich das gut und wenn du dich für etwas entschieden hast, versuche darin eine Ausbildung oder Stelle zu bekommen. Solange sie dir nichts anderes anbieten können, solltest du ruhig an deinem Traumjob festhalten und dich dort selbst bewerben.
 

Vampires

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#45
Andi_ sagte :
Wenn dich die Sache krank macht, gehe zum Arzt. Depressionen sollte man ernst nehmen und behandeln lassen. Zumal der dich dann ohnehin krank schreibt, womit sich die 14tägigen Termine erstmal erledigt haben.
Genau so sehe ich das auch.Denn deine Gesundheit zahlt dir keiner.
Gehe zu einem guten psyhologen und erzähle ihm all deine Sorgen.
Depressionen können sich sogar verschlimmern.

mfg

={Vampires}=

p.s: wenn du Krank bist,bist du Krank(so sehe ich das).
 
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