Ich habe zu folgenden Themen Fragen,es geht um Ansprüche von Arbeitsentgelt, Urlaubsentgelt und Abfindung, bin seit Mitte Mai arbeitsunfähig,wer kann mir ein paar Hinweise geben?

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Gizimo

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Hallo ihr Lieben,


Bin neu hier . Bin 43 Jahre jung, 2 Kinder, verheiratet und seit 1991 Arzthelferin in ungekündigter Stellung.
Seit Mitte Mai Arbeitsunfähig

Hab einige Fragen zum Thema Abfindung usw.
hoffe ihr könnt mir helfen.

Hier kurz mein Werdegang:

bin seit 28 Jahren beim Gleichen Arbeitgeber(Arztpraxis)
Nun bin ich krankgeschrieben über sechs Wochen und wurde von der Krankenkasse ausgesteuert. Da ich meine 78 Wochen 2016-2017 nutze.

Deswegen bekomme ich jetzt von der Agentur für Arbeit Geld. Heute habe ich ein Schreiben bekommen von AfA bekommen das ist eine Kopie vom anschreiben an meinen Chef., aus dem ich nicht schlau werde.

Es geht um Ansprüche.
Arbeitsentgelt, Urlaubsentgelt und Abfindung.
Ist es denn ratsam, Ansprüche an den Arbeitgeber noch zu stellen? Aufgrund einer Abfindung. Da ich ja 27 Jahre In der Praxis war?
Also 27 Jahre beim einem Chef, dann ging er in Rente und jetzt seit Oktober beim neuen Chef (wird das angerechnet oder hat der neue dann Nix mehr damit zu tun?)
Es ist auch vertraglich alles geschrieben. Praxis Zugehörigkeit usw.
Die daraus nicht schlau aus diesem Schreiben. Vor ab vielen Dank für eure Hilfe
 

Gaddezwerg

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@Gizimo

Stell das Schreiben am Besten anonymisiert ein. So wie du es beschreibst klingt es etwas unverständlich.
Vermuten würde ich jedoch, dass es die normale Arbeitgeberbescheinigung ist, die ein AG immer ausfüllen muss, zur Berechnung des ALG I.

Abfindung ist bei dir doch gar nicht relevant, wenn du sagst, du bist noch in ungekündigter Stellung. Eine Abfindung käme erst in Betracht, wenn dein Arbeitgeber dir kündigen würde.
Du beziehst ALG I aufgrund deiner Aussteuerung, nicht aufgrund einer Arbeitslosigkeit wegen Kündigung.
 

Gizimo

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bondul

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Es geht um Ansprüche.
Arbeitsentgelt, Urlaubsentgelt und Abfindung.

Wie ich das Schreiben verstehe, sichert sich die AfA die Ansprüche, die du gegenüber deinem Arbeitgeber geltend machen könntest, für Vergangenheit und Zukunft.
Du bist ungekündigt, hättest also evtl. noch Anspruch auf Gehalt und Urlaub und nach einer Kündigung auf eine Abfindung. Diese Ansprüche würden - bis zur Höhe des bereits und zukünftig geleisteten ALG I - auf die AfA übergehen > § 115 SGB X.

lg, bondul
 
G

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Gast
Es geht um Ansprüche.
Arbeitsentgelt, Urlaubsentgelt und Abfindung.
:welcome:

Das Schreiben an deinen Arbeitgeber irritiert mich grundsätzlich und ich frage mich ob es überhaupt rechtskonform ist!

Das Arbeitsverhältnis ist doch noch bestehend ???

Mit der Abfindung hat die Arbeitsagentur überhaupt nix am Hut!

Das Arbeitverhältnis solltest du auch nicht kündigen, wenn überhaupt Arbeitgeber!!! Der wird sich aber hüten 27 J. Betriebszugehörigkeit!

Nach Aussteuerung hat man sich generell mit dem Restleistungsvermögen der Arbeitsagentur zur Verfügung zustellen!

Was hast Du vor - Erwerbsminderungsrente??? oder was ????
 

saurbier

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Hallo Gizimo,

Nun bin ich krankgeschrieben über sechs Wochen und wurde von der Krankenkasse ausgesteuert. Da ich meine 78 Wochen 2016-2017 nutze.

Nun gut, du warst also in 2016/2017 schon einmal langwirig AU.

Hast du denn schon mal geprüft, ob die AU-Zeiten der vergangenheit überhaupt stimmen. Häufig tricksen die KK´s da, indem sie Diagnosen hinzurechnen die nicht dazu gehören um so schneller die 78 Wochen zusammen zu bekommen. Außerdem gilt ja, ab Feststellung der ersten Diagnose die Blockfrist, daß könnte bei dir ggf. an der Grenze liegen (2016 plus 3 Jahre gleich 2019 aber welcher Monat). Da sollte man ggf. mal etwas genauer hinschauen.

Dir als Arzthelferin düfte das Thema doch von Berufswegen so einigermaßen bekannt sein. Also fordere bei deiner KK mal die AUD Liste an und vergleiche diese dann wenn möglich mit den die vorliegenden AU-Bescheinigungen. Zum Thema Aussteuerung und Blockfristen hat Machts Sinn hier einiges sehr ausführlich erläutert auch in einem eigenen Thread.

Solange dein Arbeitgeber dir nicht kündigt, solltest du auf keinen Fall eine Auflösung deines Arbeitsvertrages in Erwägung ziehen, das könnte ggf. eine Sperre auf ALG-I auslösen, einzige Ausnahme wäre hier wenn dir von seiten der Ärzte dringend angeraten würde deine Arbeit aufzugeben. Aber dann nur wenn du ein schriftliches Attest vorliegen hast und auch nur wenn ein Rechtsanwalt dies mal geprüft hat.

Ob der neue Arbeitgeber alle Arbeitsvertragslichen Pflichten des alten Arbeitgebers übernommen hat, nun daß können wir von hier ja nicht beurteilen, denn wir kennen ja deinen Arbeitsvertrag nicht. Mir ist nicht bekannt das er dazu verpflichtet wäre, aber ich bin auch nie in eine solche Situation gekommen.


Grüße saurbier
 

pinguin

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Mir ist nicht bekannt das er dazu verpflichtet wäre, aber ich bin auch nie in eine solche Situation gekommen.
Nennt sich wohl "Betriebsübergang", der immer dann gegeben ist, wenn das bisherige Arbeitsumfeld, Aufgabengebiet, etc., auch den neuen Arbeitskonditionen entspricht; wenn sich also für die Mitarbeiter letztens außer den Namen von Chef und Betrieb nicht wirklich was ändert; Im EU-Recht wird hier auf das Tätigkeitsumfeld der Arbeitnehmer abgestellt.

Beim "Betriebsübergang" tritt der neue Arbeitgeber grundsätzlich in die Pflichten des alten Arbeitgebers.

Es könnte hier lediglich fraglich sein, ob das auch dann gilt, wenn der neue Arbeitgeber den bisherigen Mitarbeitern gleich als erstes neue Arbeitsverträge ausgehändigt hat, weil jeder nach Treu und Glauben annahm, daß es sich nicht um einen Betriebsübergang handelte.

Da Arbeitszeitrecht EU-Recht ist, ist auch dieser Aspekt hinsichtlich der Dauer der Betriebszugehörigkeit vom EU-Recht belegt.

Es könnte also der Spezialfall eintreten, daß die neuen Arbeitsverträge zwar gültig sind, sich an der bislang erworbenen Betriebszugehörigkeit aber dennoch nix ändert und alle Zeiten vor dem "Betriebsübergang" vom neuen Arbeitgeber mit zu berücksichtigen sind.

Die Besonderheit des europäischen Arbeitszeitrechtes ist es, daß es stets zu Gunsten der Arbeitnehmer anzuwenden, bzw. auszulegen ist, (Achtung: alleinige EU-Recht-Auslegungsbefugnis = EuGH).

Eine Anwendung des EU-Arbeitszeitrechtes zum Nachteil der Arbeitnehmer/innen hat vor dem EuGH keinen Bestand; die Arbeitnehmer/innen werden seitens des EuGH immer als jene behandelt, die in Relation zum Arbeitgeber den größeren Schutz benötigen, wenn eine Arbeitszeitregel im konkreten Einzelfall der Auslegung bedarf.
 
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saurbier

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Tja und da wird es dann interessant.

Also ich kenne das aus der Vergangenheit, als mein alter Chef Ende 2013 in die Insovenz ging und ein großer Kunde von Ihm dann den Betrieb aufkaufte. Der hat zwar alle Mitarbeiter übernommen und da gab es wohl auch neue Arbeitsverträge. Wie mir ein Kollege sagte hat der neue Chef angeblich alle Vertragspflichten vom Vorgänger mit übernommen.

Dennoch muß es da dann Ärger wegen der Überstunden als auch dem Urlaubsgeld gegeben haben. Leider kann ich aktuell nicht sagen wie man sich einigte.

Nur weiß ich noch um den ganzen Zenober als mich mein ehemaliger Chef (der wurde da als Betriebsleiter übernommen) dann wieder als Teilzeitkraft haben wollte (war ja wegen der Arbeitsmarktrente zwischenzeitlich raus). Erst wollte man, dann wollte man nicht, dann paßte denen meine Lohnvorstellung nicht, dann wieder freuten die sich über die ja möglichen Lohnzuschüsse seitens der DRV diees bei mir gäbe. Das ganze hin und her dauerte dann so lange bis selbst der neue Chef sein komplettes Unternehmen wegen Größenwahn in den Ruin stürzte und weg waren über 100 Arbeitspläzte.

Für den TE wäre es da wohl besser sich von einem Kompetenten Rechtswalt beraten zu lassen, oder.


Grüße saurbier
 

Gizimo

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Herzlichen Dank für eure Meinungen, antworten und Ratschläge!!
Ihr seid spitze 👍🏻

Sobald sich etwas Neues ergibt sage ich Bescheid

Arbeitsvertrag wurde 1:1 vom alten Arbeitgeber übernommen.

Lg gizimo
 
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