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Ich habe wegen Urheberrechtsverletzung einen Brief von Anticopy erhalten. Wie soll ich weiter vorgehen?

atease

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Hallo,

ich habe vor 3 Tagen einen Brief vom Anticopy erhalten mit Zahlungsaufforderung, wo ich ein Bild welchen angeblich urheberrechtlich geschützt ist & genutzt habe.
Die Ibäh Auktion wurde aber von mir innerhalb von 5 Stunden beendet, und der Artikel wurde nicht verkauft.
Ibäh hat jetzt alles gelöscht.

Wie kann ich jetzt vorgehen und mich verhalten?
Ist der Zahlungsaufforderung berechtigt?

Mit freundlichen Grüßen
 
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TazD

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Ist der Vorwurf denn gerechtfertigt?
 

atease

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hallo,

oben original unten mein Auktion. ich finde das überzogen, um 17 Uhr hatten wir die Auktion beendet.
gerechtfertigt weiss ich nicht.
 
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TazD

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Ich habe den Screenshot zur Sicherheit gelöscht.

Dein Beitrag beantwortet meine Frage aber überhaupt nicht. Ist der Vorwurf gerechtfertigt, weil du ein fremdes Bild verwendet hast oder nicht?
 

atease

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hallo,

der Vorwurf ist für mich, in der Forderungshöhe nicht gerechtfertigt, woher weiss ich den ob das alles stimmt was dort geschrieben steht. ist das unternehmen den seriös?
 

gila

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ckl1969

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hallo,

der Vorwurf ist für mich, in der Forderungshöhe nicht gerechtfertigt, woher weiss ich den ob das alles stimmt was dort geschrieben steht. ist das unternehmen den seriös?
Ob das alles stimmt kannst du feststellen, in dem du dir alles was die Abmahner in ihrem Schreiben behaupten, durch diese nachweisen läßt. Also z.B. das der Fotograf seine Rechte tatsächlich an sie abgetreten hat und das er auch tatsächlich Rechteinhaber war oder ist.

Das nächste Problem ist dann, daß du entweder selbst prüfen mußt, ob die gemachten Ansprüche haltbar sind oder aber, du deinerseits einen Rechtsanwalt damit beauftragen mußt. Bei einem Streitwert von 160,00 Euro würde dich die außergerichtliche Prüfung so um die 80,00 Euro kosten. Bei einem Gerichtsverfahren kommst du in der 1. Instanz auf ein Kostenrisiko von ca. 380 Euro.

Falls du das selbst durchziehen willst. Den Gedanken „ich hab‘s doch nur 5 Stunden genutzt“ oder, „die Auktion war doch schon um 17 Uhr abgeschlossen“, bitte vollständig streichen. Du hast das Bild offensichtlich genutzt. Wie lang istegal.
 

Indeclinabilis

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[...]Du hast das Bild offensichtlich genutzt. Wie lang ist egal.
Öhm, nicht ganz. Bei der Schätzung des entstandenen Schadens durch das Gericht (§ 287 I S. 1 ZPO) kann die Dauer der Rechtsverletzung eine gewichtige Rolle spielen. Denn eine kurze Nutzungszeit führt i.d.R dazu, dass nur wenige Dritte auf das veröffentliche Bild zugreifen können und logischerweise dazu, dass dem Urheber nur einige bzw. wenige Lizenzgebühren entgangen sind. Sodass folgerichtig der entstandene Schaden am Ende als gering einzuschätzen ist.

Das Argument der "geringen Nutzungsdauer" würde ich mir insoweit auch für eine potenzielle Gerichtsverhandlung aufheben.

m.M

:coffee:
 
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Organismus

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Schreib mal bei google.com oder duckduckgo.com "anticopy forderung" !

Sieht so aus, als ob da bereits unzählige Anwälte mit zu tun hatten.. Ich hab da auch einige Nutzerkommentare gesehen, welche sagen, dass die erst sehr viel Geld verlangen und, wenn du nichts zahlst, plötzlich viel weniger Entschädigung verlangen oder sich gar nicht mehr melden usw..

Alle Anwälte auf den Seiten, welche ich sah, raten aber in der Tat sich einen "Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht" zu besorgen..

Dieser Quote ist trotzdem aber besonders aussagekräftig:
Mahnbescheid oder Klage anticopy GmbH
Ich hatte schon über 30 Mal aktiv mit der anticopy GmbH auf der Gegenseite zu tun (Stand 25.1.2016). Soweit ich mich erinnere gab es nur einen einzigen Fall, wo die anticopy GmbH versucht hat, die angeblichen Schadensersatzansprüchge gerichtlich durchzusetzen. Zuerst wurde ein Mahnbescheid beantragt. Dagegen hatte ich für meinen Mandanten insgesamt Widerspruch erhoben. Die Anspruchsbegründung wurde dann bei einem unzuständigen Gericht (AG Recklinghausen) eingereicht. Es kam zur Verweisung an das Amtsgericht Bochum (Aktenzeichen: 67 C 424/15). Nachdem ich auf die Klage erwidert hatte wurde schließlich die Klage seitens der anticopy GmbH wieder zurückgenommen.​
Die Kosten des Verfahrens hat jetzt die anticopy GmbH zu tragen und die geforderten 1.350 EUR Schadensersatz bekommt die anticopy GmbH natürlich auch nicht.​
Hat die anticopy GmbH auch bei Ihnen ein Mahnverfahen eingeleitet, oder Klage erhoben?
Gern helfe ich auch Ihnen.​
source: Zahlungsaufforderung – keine Abmahnung – durch die anticopy GmbH erhalten?

Hier sind weitere Links zum lesen:
adebio aus Bremen macht Forderungen der anticopy GmbH geltend (Inkasso)
Forderung der anticopy GmbH – keine Abmahnung
Zahlungsaufforderung der anticopy GmbH wegen Bildernutzung auf Ibäh
Habe von anticopy eine Anzeige wegen Urheberrechts... - Ibäh Community
Foto-Abmahnung nach Anticopy-Schreiben vermeiden! - Kanzlei-Exner.de

Was macht Anticopy?:
Zahlungsaufforderung - keine Abmahnung - anticopy GmbH aus abgetretenem Recht

Im Übrigen, das wirkt auf mich genau wie die Masche, welche sogenannte "Copyright Trolls" abziehen.. Diese schicken dir eine Forderung mit der Hoffnung, dass du dich nicht vor Gericht traust.. Gehst du jedoch vor Gericht, zieht der Kläger die Klage zurück..

Außerdem finde ich es auch ziemlich schwierig von einfachen Bürgern zu verlangen, sich darüber bewusst zu sein, dass ein Bild von beispielsweise einem Buch oder Möbelstück bei einer Ibäh Auktion irgendwelche Urhebergesetze brechen könnte.. Klingt nach Kindergarten, ist es wahrscheinlich auch..

Aber nur ein Anwalt ist befugt diese Meinung offiziell so zu vertreten..
 
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franky0815

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Darauf verlassen würde ich mich aber nicht wenn ich tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung begangen hätte, wenn einen der Anwalt nix kostet kann man es natürlich versuchen.
 

ckl1969

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Darauf verlassen würde ich mich aber nicht wenn ich tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung begangen hätte, wenn einen der Anwalt nix kostet kann man es natürlich versuchen.
Und genau das ist halt das Problem. Aktuell beläuft sich die Forderung auf 160 Euro. Alleine den Vorgang vorgerichtlich durch einen eigenen Anwalt prüfen zu lassen kostet knappe 80 Euro. Gut, vielleicht findet sich auch einer der‘s für 50 Euro macht. Geht das Verfahren in die 1. Instanz sind wir bei 380 Euro Prozesskostenrisiko. Macht dann schon insgesamt 540 Euro. Kann man die nicht sofort zahlen, kommen Vollstreckungskosten hinzu.

Ich würd evtl. mal drüber nachdenken denen 70 Euro oder 80 Euro als Vergleich anzubieten.
 

Organismus

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Darauf verlassen würde ich mich aber nicht wenn ich tatsächlich eine Urheberrechtsverletzung begangen hätte, wenn einen der Anwalt nix kostet kann man es natürlich versuchen.
Richtig! Vor vielen, vielen Jahren bin ich mal auf eine Betrügerfirma im Internet reingefallen.. Also, ich hatte mich auf einer Internetseite registriert, welche nur zur Abzocke gedacht war. Da bekam ich auch Geldforderungen und Inkassodrohungen per Briefpost usw..

Der Unterscheid war aber, dass überall im Internet offen gesagt wurde, dass das Betrüger sind. Bei Anticopy jedoch werden die Stimmen dazu wesentlich vorsichtiger, weswegen ein Anwalt auf jeden Fall hinzugezogen werden sollte!
 

Nena

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Oder, wenn TE wirklich ein fremdes Bild benutzt hat, bezahlen. Was nutzt ein Anwalt, wenn es wirklich so war?
 

Hannes63

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Kann "anticopy" beweisen, dass du persönlich das Bild eingestellt hast?
Ich denke nicht.
Allein das sie "bereit" sind auf "weitere kostenauslösende Ansprüche" zu verzichten sagt doch schon alles aus.
 

swavolt

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Woher haste den das Bild, das du benutzt hast?
Und ist dieses Bild dort urheberrechtlich geschützt, wo du es her hast?
 

Organismus

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Man konnte auch mal über die Google-Suchmaschine nach Bildern suchen, welche nicht urheberrechtlich geschützt sind. Auf Englisch heißt das "Royalty-free" oder "Lizenzfreiheit". Ob das immer noch geht, weiß ich jetzt nicht..

Wenn ich aber zum Beispiel eine gebrauchte DVD oder Videospiel auf Ibäh verkaufen will und einfach irgendein Foto aus dem Internet als mein Bild in der Auktion verwende, dann sollte das doch in Ordnung sein.. Alles andere finde ich außerordentlich unpraktikabel, wenn man als einfacher Bürger mal etwas auf Ibäh verkaufen will..

Solange @atease kein Unternehmer ist, welcher regelmäßig auf Ibäh Geschäfte macht, werden durch anticopy eindeutig (bin aber kein Anwalt) Grauzonen zum Geld machen missbraucht..
 

franky0815

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Alles andere finde ich außerordentlich unpraktikabel, wenn man als einfacher Bürger mal etwas auf Ibäh verkaufen will..
Was is daran unpraktikabel, wenn ich da was verkaufen will werde ich doch selbst ein foto davon machen können, dann sieht man auch ob der VK den Artikel besitzt und wie in etwa der Zustand is.
 

erwerbsuchend

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Was is daran unpraktikabel
Er meint wahrscheinlich, dass es einfacher ist, ein Bild aus dem Internet zu laden und in die Verkaufsanzeige einzubinden, als ein eigenes Bild mit einer Kamera zu machen, wo man dann erst noch das Bild von der Kamera auf den Rechner übertragen muss und dieses ggfs. noch zu bearbeiten ist.
 

franky0815

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Noch einfacher ist es einfach eine Verkaufsanzeige komplett zu kopieren, wer sich mit Ibäh näher beschäftigt der weiss das sowas in die Hose geht, Anticoy is bei weitem nicht der einzige Anbieter der sich auf Bilderklau speziallisiert hat.
 

Organismus

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Er meint wahrscheinlich, dass es einfacher ist, ein Bild aus dem Internet zu laden und in die Verkaufsanzeige einzubinden, als ein eigenes Bild mit einer Kamera zu machen, wo man dann erst noch das Bild von der Kamera auf den Rechner übertragen muss und dieses ggfs. noch zu bearbeiten ist.
Ich sagte zum einen ja bereits, dass man beispielsweise vor 2-3 Jahren bei google auch nach Bildern suchen konnte, welche eben nicht urheberrechtlich geschützt sind. Ich persönlich bin mir also durchaus im Klaren darüber, dass Bilder einfach aus dem Internet zu nehmen, nicht immer ohne Probleme enden kann..

Was ich allerdings nicht gut finde ist, dass Bürger, welche nicht unbedingt das Internet ihr zu Hause nennen, mir nichts, dir nichts von irgendwelchen Anticopygeschichten zur Kasse gebeten werden können (160€). Das gilt insbesondere dann, wenn es sich um eine Privatperson handelt, welche vielleicht mal alle paar Jahre bei Ibäh etwas versteigern möchte. Ich denke da besonders an Leute wie meine Mutter, welche bestimmt nicht in solche Angelegenheiten hineingezogen werden sollten..

Klar, ist natürlich nur meine Meinung, aber wenn man beispielsweise ein Bild für einen Artikel hochlädt, könnte Ibäh ja auch ein Warnfenster zuerst öffnen, wo der Nutzer bestätigen soll, dass er sich über diese Urhebergeschichte im Klaren ist. Spätestens da könnte ich dann eben auch argumentieren, dass nun einmal nicht gelesen wurde und Warnung ignoriert worden..

Bei Ibäh geht es den meisten Privatpersonen doch nur, um eine illustration des Artikels. Wird ein "geklautes" Bild jedoch verwendet, um Geld damit zu verdienen, bin ich ganz auf der Seite des Künstlers.. Ein Schnappschuss von der Hülle oder Verpackung eines Videofilms ist jedoch keine Kunst, besonders im Zusammenhang mit Ibäh..
 
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klara1

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Hallo,

ich habe vor 3 Tagen einen Brief vom Anticopy erhalten mit Zahlungsaufforderung, wo ich ein Bild welchen angeblich urheberrechtlich geschützt ist & genutzt habe.
Die Ibäh Auktion wurde aber von mir innerhalb von 5 Stunden beendet, und der Artikel wurde nicht verkauft.
Ibäh hat jetzt alles gelöscht.

Wie kann ich jetzt vorgehen und mich verhalten?
Ist der Zahlungsaufforderung berechtigt?

Mit freundlichen Grüßen
@atease

Hallo, musste mich vor 6 Monaten mit einem Abmahn-Anwalt auseinandersetzen. Es ging nicht nur um ein einzelnes Foto, sondern die Vorschau eines eBooks, also etliche Seiten - die allerdings schon zwei Jahre nicht mehr aktiv / relevant waren. Seltsamerweise geriet ich mit dem Beratungsschein vom Amtsgericht ebenfalls an einen Abmahn-Anwalt, der sich die fast 200 Euro für die Beratung aber nicht entgehen lassen wollte. Zum Glück gab es noch eine Rechtsschutz-Option von Verdi, worauf ich es darauf ankommen ließ, dass der Jurist Nr. 1 die Sache vergessen würde. Gab noch einige Wochen Nerverei wie Telefon-Terror - konnte aber per Router blockiert werden... Vorige Woche fand ich auf einer Zahnarzt-Seite in Düsseldorf im Impressum-Bereich einen erstaunlichen Hinweis, den ich mir gleich kopierte. Falls Bedarf besteht, kann der Link nachgereicht werden.
Cheers.

An die Abmahnanwälte
(Y)
Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt
Sollte der Inhalt oder die Aufmachung dieser Seiten fremde Rechte Dritter oder gesetzliche Bestimmungen verletzen, so bitten wir unter Berufung auf § 8 Abs. 4 UWG um eine entsprechende Nachricht ohne Kostennote. Die Beseitigung einer möglicherweise von diesen Seiten ausgehenden Schutzrecht-Verletzung durch Schutzrecht-InhaberInnen selbst darf nicht ohne unsere Zustimmung stattfinden. Wir garantieren, dass die zu Recht beanstandeten Passagen unverzüglich und dauerhaft entfernt werden, ohne dass von Ihrer Seite die Einschaltung eines Rechtsbeistandes erforderlich ist. Eine sofortige Abmahnung stellt für uns einen Verstoß gegen den § 13 Abs. 5 UWG (Verfolgung sachfremder Ziele als beherrschendes Motiv der Verfahrenseinleitung – insbesondere der Kostenerzielungsabsicht als eigentliche Triebfeder) sowie einen Verstoß gegen die Schadensminderungspflicht dar. Dennoch von Ihnen ohne vorherige Kontaktaufnahme ausgelöste Kosten werden wir vollumfänglich zurückweisen und gegebenenfalls Gegenklage wegen Verletzung vorgenannter Bestimmungen einreichen.
 

Katzenstube

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Hallo ihr
Leider hilft vorgenannter text rein juristisch nicht. Auch ich hatte vor Jahren Probleme weil ein Text von einem Forenmitglied in meiner Homepage aufgeführt worden war. Obwohl diese Gedichte gekennzeichnet waren als zur Weitergabe erlaubt.
Die Dame die bekannt war sich so ihr Geld verdienen zu wollen forderte 650 Euro nebst einer Unterlassungserklärung.
Genau wegen dieser Unterlassungserklärung die juristisch starke Folgen haben kann habe ich einen Anwalt für Medienrecht betraut. Ich habe rund 1000 € dafür gezahlt war aber aus dem Schneider. Die Folgen einer Unterlassungserklärung können sehr weitreichend sein. Der Streitwert wurde von meinen Anwältin ebenfalls infrage gestellt. Aber auch das kann nur ein Fachmann.
Viel Glück wünschst Katzenstube
 

Couchhartzer

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Auch ich hatte vor Jahren Probleme weil ein Text von einem Forenmitglied in meiner Homepage aufgeführt worden war. Obwohl diese Gedichte gekennzeichnet waren als zur Weitergabe erlaubt.
Dann solltest du schlichtweg einfach mal lernen, was im Urheberrecht der Unterschied zwischen Veröffentlichung (durch "aufführen" mittels Veröffentlichen auf einer Homepage) und Weitergabe (privates Weitergeben an lediglich einzelne Personen per Email z.B.) ist, denn das sind zwei unterschiedliche Nutzungsarten (von denen nur die eine gestattet war). ;)
 

Nena

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Was ich allerdings nicht gut finde ist, dass Bürger, welche nicht unbedingt das Internet ihr zu Hause nennen, mir nichts, dir nichts von irgendwelchen Anticopygeschichten zur Kasse gebeten werden können (160€). Das gilt insbesondere dann, wenn es sich um eine Privatperson handelt, welche vielleicht mal alle paar Jahre bei Ibäh etwas versteigern möchte. Ich denke da besonders an Leute wie meine Mutter, welche bestimmt nicht in solche Angelegenheiten hineingezogen werden sollten..
Und so jemand darf dann stehlen? Wo ziehst Du die Grenze zwischen einem profanen Foto und einem Kunstwerk?
 

atease

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Hallo,

ich habe mich an 3 Anwälte kontaktiert, der erste hat keine freien Termine mehr, der andere sagte mir es würde 450€ Eigenanteil kosten wenn wir das anfechten. Der 3te ist in Bearbeitung.
Was kann kann ich den überhaupt ohne Rechtsanwalt anfechten?


es wurde geschrieben das man (nachdenken denen 70 Euro oder 80 Euro als Vergleich anzubieten)
Gibt es einen Mustertext wegen Widerspruch oder Anfechtung?

mfg
 

franky0815

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Schreib denen das du keine 160€ zahlen kannst und biete denen 60€ an, alternativ kannst du natürlich auch alles zahlen, oder du machst garnix und lässt es drauf ankommen.
 

Linuxfan

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nach Bildern suchen, welche nicht urheberrechtlich geschützt sind. Auf Englisch heißt das "Royalty-free" oder "Lizenzfreiheit".
Der Begriff "Royalty Free" ist ein wenig irreführend. Er beschreibt in der Bildagenturbranche eine Lizenziserungsart wo es größtenteils auf die Bildgröße in Pixel ankommt und sich dadurch der Preis für die Lizensierung des Fotos berechnet. Wenn man beispielsweise nur einen kleinen Thumbnail für eine Webseite lizensiert kostet das weniger als ein High-Res-Bild für den Druck einer Plakatwand. Frei von Urheberrechten sind RF-Bilder an sich nicht. Nach deutschen Recht wird der Fotograf automatisch Urheber seines "Bildwerks" sobald er/sie den Auslöser drückt und kann sein Urheberrecht gar nicht an sich "weggeben" oder darauf verzichten. In den USA geht das jedoch mit dem Begriff "Public Domain" (Gemeinfreiheit). Ich denke mal, es ist das was Du meinst.

Eine Lizenz für das Foto wurde in diesem Falle jedoch scheinbar nicht erteilt.
 

Matt45

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Geh mal in die Verbraucherzentrale vor Ort, die haben oft auch Anwälte oder Mustertexte.

Man kann dort "für kleines Geld" eine erste Einschätzung bekommen.

Ich halte aber schon lange wie dieses Beispiel zeigt auch Ibäh für "gefährlich". Lese und Höre immer wieder von Abmahnungen, teilweise verkauft einer seine gekaufte CD und bekommt "Nette" Post.
 

Organismus

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Ich habe mir diese Sache nochmal angeschaut und bin zu diesen Ergebnissen gekommen :

1. Bei Ibäh sollst du in der Tat primär Bilder nutzen, welche du selber gemacht hast!

source: Images and text policy

2. Bei Ibäh gibt es auch einen so genannten "Produktkatalog", welchen du benutzen kannst, um von Ibäh lizenzierte Bilder & Texte für deine Auktion zu verwenden.

source: Listing with the Ibäh catalog

3. Du kannst aber auch Googles "Fee-to-Use image search" benutzen, wo dann nur Bilder bei der Suche auftauchen, welche unter verschiedenen, ich nenne es mal, "verbraucherfreundlichen" Lizenzen laufen:

The usage rights filter in Advanced Search shows you content either labeled with a Creative Commons or similar license, or is in the public domain. For images, the usage rights filter also shows you images labeled with the GNU Free Documentation license.
Man sollte aber auch da nicht einfach die Bilder verwenden, sondern erst auf der Ursprungswebseite nachschauen, unter welchen Bedingungen diese Bilder verwendet werden dürfen, da die Besitzer zum Beispiel als Auflage verlangen könnten, dass man sie namentlich erwähnt usw..

source:
Find free-to-use images - Google Search Help
Creative Commons - Wikipedia
CC Search
Concerned About Copyright? A Guide For Legally Using Images On The Web

Meine persönliche Meinung, dass Anticopy hier unwissende Bürger ausbeutet, bleibt jedoch bestehen.. Ibäh sollte bei der Bildhochladung einen Warntext einblenden bzw. könnte Anticopy dir auch eine Nachricht über Ibäh schicken und dir sagen, dass du das Bild löschen sollst, ohne direkt so viel Geld zu verlangen.. Des Weiteren ist besipielsweise ein Foto von der Verpackung eines Videofilms, welcher weltweit Millionen Mal verkauft wurde, meiner Meinung nach keine Rechtfertigung von jemandem gleich 160€ zu verlangen..
 
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franky0815

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ohne direkt so viel Geld zu verlangen..
Der Rechteinhaber des Bildes bekommt doch schon 20€ von Anticopy, und die wollen ja auch nicht mit leeren Händen dastehn, ich geb dir recht das das abzockerei is was die machen, aber mindestens genauso schlimm sind die Rechteinhaber die sich damit den schnellen € nebenher verdienen.
 

erwerbsuchend

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Als mündiger Bürger sollte man wissen, dass eben nicht alles kostenlos oder kostenfrei zu haben ist.
Als mündiger Bürger sollte man die Regelungen auf einem Marktplatz wie Ibäh vor der Benutzung gelesen und verstanden haben.

Oder was verstehst du unter mündiger Bürger?
 

Nena

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Als mündiger Bürger sollte man wissen, dass eben nicht alles kostenlos oder kostenfrei zu haben ist.
Als mündiger Bürger sollte man die Regelungen auf einem Marktplatz wie Ibäh vor der Benutzung gelesen und verstanden haben.
In den 90ern haben "wir" im Netz gemacht, was wir wollten.
In den 60ern sind "wir" ohne Gurt und ohne Fahrerlaubnis gefahren. Bis in die 80er hatten "wir" ungeschützten Sex. Bis in die 90er war Rauchen cool.
Inzwischen sollten "wir" vieles besser wissen...

Auch wenn ich nicht alle Regeln gut finde, halte ich mich doch auch an die, deren Folgen mich (empfindlich) treffen könn(t)en. (HIV und Lungenkrebs kriege ich auch ohne weitere Ankündigung...)
 

Merse

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Der Rechteinhaber des Bildes bekommt doch schon 20€ von Anticopy, und die wollen ja auch nicht mit leeren Händen dastehn, ich geb dir recht das das abzockerei is was die machen, aber mindestens genauso schlimm sind die Rechteinhaber die sich damit den schnellen € nebenher verdienen.
Wenn man das so liest, könnte man meinen, dass jeder Rechteinhaber seine Bilder nur ins Netz stellt, um zu hoffen, dass sie jemand unerlaubt nutzt. Hier geht es um ein Bild aus einer Ebayauktion. Wie oft kommt es denn vor, dass jemand gerade diesen Artikel verkauft, keine Kamera zur Hand hat, ein Bild aus dem Internet klaut und sich dann auch noch exakt für dieses eine entscheidet? Ein eher schlechtes Geschäftsmodell, wenn man micht fragt.
Ich schätze es als realistischer ein, dass derjenige auf den Bilderklau aufmerksam wurde und den nächstbesten Anbieter damit beauftragt hat, demjenigen einzuheizen.

Ihr könnt mich jetzt dafür hassen, aber ich finde das gerechtfertigt. Mag vielleicht daran liegen, dass ich selbst viel fotografiere, auch Bilder erfolgreich verkaufe und daher eine andere moralische Einstellung zu dem Thema hab. Bilderklau ist nunmal das respektloseste, was man gegenüber einem Fotografen machen kann. Ob das nun eine besonders hochwertige Landschaftsaufnahme ist, für die der gewerbliche Kunde eine dreistellige Lizenzgebühr zu zahlen hätte, oder ob es ein einfaches Knipsbildchen von Ibäh ist, es ist und bleibt Bilderklau. Ich habe kein Problem damit, wenn mich jemand fragt, ob er ein Bild privat verwenden darf. Da freue ich mich sogar noch, wenn jemand das Bild schätzt. Ich habe Aufnahmen für Wikipedia bereitgestellt, für die ich nie einen Cent sehe werde. Nur wenn jemand nichtmal den Anstand hat zu fragen, nichtmal die 30 Sekunden für eine Email investiert und einfach ein Bild an sich reißt und als sein Werk ausgibt, dann ist bei mir die Linie überschritten. Ich musste bisher niemanden abmahnen lassen, da spätestens eine Beschwerde bei dessen Webhoster oder der jeweiligen Plattform gefruchtet hat. Wenn jemand meine Bilder gewerblich nutzt und sie nicht entfernt, hätte ich aber auch kein Problem damit, mich an so einen Anbieter zu wenden. Nicht wegen den paar Kröten, die ich dann bekomme, sondern damit derjenige einen Denkzettel bekommt.
 

franky0815

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Nicht wegen den paar Kröten, die ich dann bekomme, sondern damit derjenige einen Denkzettel bekommt.
Denkzettel is ja auch ok, aber wenn der 160€ kosten soll ist das schon für einen LE kein Denkzettel mehr, ich hoffe das der TE was aus der Geschichte gelernt hat, als er beim eröffnen des Thread den Brief von Anticopy angehängt hat war dieser nicht ausreichend anonymisiert, dass hätte auch gleich den nächsten " Denkzettel" nach sich ziehen können.

Würdest du das auch so sehen, wenn es sich dabei um deine Inhalte handeln würde, mit denen du deinen Lebensunterhalt verdienst, z.B. deine Bilder?
Ich will das keineswegs gutheissen Bilderklau oder andere illegale sachen sind keineswegs ok, ich mache sowas auch nicht, aber muss man wirklich noch solche Firmen wie Anticopy bei der Abzocke unterstüzen, geht das nicht anders?
 

TazD

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Denkzettel is ja auch ok, aber wenn der 160€ kosten soll ist das schon für einen LE kein Denkzettel mehr,...
Woran erkenne ich denn einen LE, wenn ich als Fotograf feststelle, dass jemand mein Bild widerrechtlich für seine Zwecke nutzt?

Und ist es nicht egal, ob sich LE oder Otto-Normal-Bürger oder Herr sowieso am geistigen oder materiellen Eigentum anderer vergreift?

aber muss man wirklich noch solche Firmen wie Anticopy bei der Abzocke unterstüzen, geht das nicht anders?
Wie ein Geschädigter seine Rechte verfolgt, bleibt jedem selbst überlassen. Ob er das selbst in die Hand nimmt, einer Abzockfirma den Auftrag erteilt oder einen Anwalt mandatiert, ist die freie Entscheidung.
Ich persönlich halte auch nichts von diesem Geschäftsmodell und für ist das auch Abzocke, aber es ist legal.
 

franky0815

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Woran erkenne ich denn einen LE, wenn ich als Fotograf feststelle, dass jemand mein Bild widerrechtlich für seine Zwecke nutzt?
Kannst du nicht erkennen, in dem Fall war es ja nichtmal der Fotograf der es erkannt hat sondern die Software von Anticopy hat das geklaute Bild gefunden.
 

franky0815

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Woraus schließt du das?
Weil ich mir die Website von denen angesehn habe die sind spezialisiert auf sowas, ich kann mir nicht vorstellen das ein Verkäufer bei Ibäh der auch noch dazu ein Grösseres Ladenlokal betreib zeit hat nach geklauten Bildern zu suchen.
 

TazD

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Also hat eventuell die Software das Bild gefunden. Kann sein, muss aber nicht. Dementsprechend suggeriert deine Aussage eine Tatsache, die so gar nicht vorliegen muss.
Vielleicht ist der Urheber des Bildes tatsächlich durch Zufall auf das Bild gestoßen, weil er die aktuell aufgerufenen Preise bei Ibäh checken wollte. Vielleicht auch nicht ....
Vielleicht ist er auch auf das Bild gestoßen, als er schauen wollte, was die Konkurrenz so anbietet. Vielleicht auch nicht ....
Vielleicht war es auch ganz anders. Von daher würde ich mich mit solchen Aussagen eher zurückhalten.

Fakt ist lediglich, dass irgendwer irgendwie dieses Bild gefunden hat und Anticopy ist in Erscheinung getreten.
 

atease

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UPDATE,

ich habe mir keinen Anwalt genommen, einige wollten schon 50€ + Bearbeitungsgebühren und jetzt habe ich mich mit so geeinigt das 2x 30€ zahle an anticopy und dann ist es erledigt.
also nochmals gluck gehabt und 100€ gespart.
 
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