Ich habe mein Dispokredit um etwa 3500€ überzogen,nun habe ich diesen Betrag geschenkt bekommen um mein Konto auszugleichen,wird das vom JC angerechnet, wer hat einen Hinweis?

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Powell

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Hallo Leute,

Ich bin im Alg2 Bezug und habe mein Konto um etwa 3500 Euro überzogen. Der Dispokredit wurde mir noch zu besseren Zeiten eingeräumt.
Nun bekomme ich etwa 3500 Euro geschenkt.
Werde den Betrag sicherlich beim Amt Angeben, nur ist die Frage, ob mir das angerechnet wird?
Da ich ja dann quasi auf + - Null komme und dadurch nur die Kontoüberziehung gedeckt wird:unsure:
 

Heidschnucke

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Natürlich wird das angerechnet, dem JC interessieren Deine Schulden und deren Tilgung nicht, für die ist das Einkommen, so einfach ist das für die!

Und bei einen Betrag von ca. 3500€ fällst Du ganz aus den Leistungsbezug raus, und hast für den Zeitraum in dem Du keine Leistungen erhält auch keine Renten und Krankenkasse es sei den Du zahlst das selbst.
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag Powell

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.

Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "
"Etwas speziellere Frage, wegen einer Geldschenkung."

sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

Schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

HermineL

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Und bei einen Betrag von ca. 3500€ fällst Du ganz aus den Leistungsbezug raus, und hast für den Zeitraum in dem Du keine Leistungen erhält auch keine Renten und Krankenkasse es sei den Du zahlst das selbst.
Langsam so schnell geht das nun auch wieder nicht. Es kommt darauf an welche Leistungen ink. Miete der TE jeden Monat erhält. Die 3500 Euro werden auf 6 Monate verteilt und machen rund 583 Euro pro Monat aus. Liegt der TE über diesen 583 Euro bekommt er diese Leistungen noch und ist somit auch bei der Krankenkasse versichert. Wenn er drunter liegt fällt er in der Tat raus.
Weiterhin spielt es eine Rolle ob es sich hier um eine BG mit mehreren Personen handelt oder nicht.
 

HermineL

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Powell

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Langsam so schnell geht das nun auch wieder nicht. Es kommt darauf an welche Leistungen ink. Miete der TE jeden Monat erhält. Die 3500 Euro werden auf 6 Monate verteilt und machen rund 583 Euro pro Monat aus. Liegt der TE über diesen 583 Euro bekommt er diese Leistungen noch und ist somit auch bei der Krankenkasse versichert. Wenn er drunter liegt fällt er in der Tat raus.
Weiterhin spielt es eine Rolle ob es sich hier um eine BG mit mehreren Personen handelt oder nicht.

Hallo Hermine,
ich erhalte über 700 Euro monatlich und bin alleinstehend.
Das wäre ja nicht so berauschend.
 

Gollum1964

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Hallo Hermine,
ich erhalte über 700 Euro monatlich und bin alleinstehend.
Das wäre ja nicht so berauschend.

Leider,

ich hatte die selbe Problematik vor ca. 3 Jahren, als meine Mutter starb und ich (letztendlich eher das Jobcenter) knapp 2000 EUR geerbt habe. Ich hatte eigentlich vor, mich für mindestens 2 Monaten vom Jobcenter abzumelden (inklusive Krankenkasse), aber das Jobcenter wollte nicht und hat fast alles auf 6 Monate angerechnet. Ob du Schulden hast, interessiert das Jobcenter nicht.
Falls du witzigerweise - z.B. beim Lotto - ca. 10000 EUR gewonnen hättest, wärst du tatsächlich aus dem Bezug herausgefallen und hättest die Schulden begleichen können. Mit dem Rest hättest du bis zum Erreichen der Schonvermögensgrenze weiterleben können und das nicht zwingend auf dem üblichen Hartz4-Niveau.

Eine weitere Ungerechtigkeit im Hartz4-Regime!
 

Heidschnucke

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Eine weitere Ungerechtigkeit im Hartz4-Regime!

Und keine Angst, das hört mit der Ungerechtigkeit nicht auf:

Sagen wir mal wie in Deinen Beispiel, Du hast im Lotto 10‘000€ gewonnen, und sagst Du meldest Dich bis das Geld „aufgebraucht“ ist aus Harz IV ab, und möchtest Dich dann wieder anmelden.

Und jetzt kommt der Pferdefuß bei der Sache. Das JC verlangt von Dir ein „sparsamen Umgang!“ und unter Sparsamen Umgang verstehen die den Regelsatz! Was heißen soll: die 10‘000€ werden durch Deinen Leistungsanspruch geteilt, sagen wir mal 1‘000€ so bekommst Du erst nach 10 Monaten wieder Leistungen, alle anderen Anträge werden vorher abgelehnt, wegen Vermögen; Unwirtschaftliches Verhalten usw. usw.

P.S. Ich weiß das das Beispiel nicht 100% korrekt ist, es kommt mir hierbei nicht auf das Zahlenspiel an sondern auf das System.
 

Larsson

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Wäre es nicht eine Möglichkeit, sich vom JC für einen Monat abzumelden? Gründe dafür muss man ja nicht angeben. Dann von der Schenkung einen Monat überbrücken und den Rest aufs Konto. Dann Neuantrag.
.???
 

Birgit63

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Ich lese immer wieder das Wort "ungerecht". Man soll sich mal überlegen, woher das Geld für Hartz IV kommt. Es sind Steuerleistungen, warum soll ich oder auch jeder andere Steuerzahler für die Schulden eines Hartz IV-Beziehers aufkommen. Jeder, der nicht von Hartz IV-Leistungen lebt muss seine Schulden auch selbst abzahlen. Daher finde ich es nur richtig, dass Schulden beim Hartz IV-Bezug nicht berücksichtigt werden.
 

ZynHH

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warum soll ich oder auch jeder andere Steuerzahler
Sollst du ja gar nicht. Der TE hat doch eine Lösung gefunden die niemanden außer ihn selbst belastet. Letztlich sollte das JC anerkennen, das TE keinen finanziellen Vorteil aus dem Schuldenabbau hat und das Geld ja nur dafür genutzt wird. Und nicht versuchen daraus eine finanzielle dauerhafte Unterstützung des Geldgebers zu herbeizuphantasieren. Das ist nämlich die Ungerechtigkeit. Niemandem fällt es leicht, in der Familie um Geld zu betteln.
 
G

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Gast
Letztlich sollte das JC anerkennen, das TE keinen finanziellen Vorteil aus dem Schuldenabbau hat und das Geld ja nur dafür genutzt wird.
Kann man so sehen.

In Bezug auf die Argumente von @Birgit63 könnte man aber auch argumentieren, dass dann der Steuerzahler indirekt am Schuldenabbau beteiligt ist.

Der finanzielle Vorteil ist halt der Schuldenabbau, Vermögen setzt sich immer noch aus Guthaben - Schulden zusammen, auch wenn es dem ein oder anderen Schuldner hier kurios vorkommen mag.

Letztendlich darf man auch nicht vergessen, dass jede Art von Schulden Auswirkungen beim Gläubiger hat, sei es in Form höherer Preise oder Sonstiges.

Nun gut, dem Kundigen werden ja hier entsprechend Wege offengelegt und grundsätzlich ist Schuldenabbau immer noch besser, als das geschenkte Geld zu verprassen.

Evtl. wird ja noch mal ein schuldenfreier Steuerzahler draus.
Die Chance steigt mit Schuldenabbau schon aus Motivationsgründen.
 
E

ExitUser

Gast
Aus meiner Sicht wäre es gerecht wenn hier ein Schuldenerlass stattfinden würde
Auch deshalb weil ein allgemeiner Schuldenerlass also ein Schnitt mehr als überfällig ist
Es wäre also aus meiner Sicht sinnvoll mal bei den ärmsten anzufangen
 

Heidschnucke

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Schulden sind aber auch Vermögen, negatives Vermögen eben!
Und HARZ IV soll nur das Existensminimum sichern, und eben nicht zum Vermögensaufbau.
Und Schuldenerlas bei HARZ IV, dann würden ja alle die kurz vor HARZ IV stehen noch mal schnell Schulden machen, weil die sind ja dann weg.

Was viel mehr Sinn machen würde, mal zu überprüfen ob die Schulden und deren Begleichung überhaupt möglich sind, ich bin der Auffassung das das Schulden machen vielfach viel zu einfach ist, und dann wird gejamert.
 

Gollum1964

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Und jetzt kommt der Pferdefuß bei der Sache. Das JC verlangt von Dir ein „sparsamen Umgang!“ und unter Sparsamen Umgang verstehen die den Regelsatz! Was heißen soll: die 10‘000€ werden durch Deinen Leistungsanspruch geteilt, sagen wir mal 1‘000€ so bekommst Du erst nach 10 Monaten wieder Leistungen, alle anderen Anträge werden vorher abgelehnt, wegen Vermögen; Unwirtschaftliches Verhalten usw. usw.

Heidschnucke,

so läuft das nicht, da hats schon Gerichtsurteile gegeben. Wo alles ist bis auf einen kleinen Rest angerechnet wird, dass ist eben wie bei mir (Kleinerbe) oder bei TE, weil der Vermögenszuwachs weniger als 6 Monate Anspruch ALG2 ausmacht. Ist der Zuwachs größer, braucht man die Beträge nicht auf Hartzer-Niveau verbraten. Auch Ausgaben wie Renovierungen, Schuldentilgungen oder auch Reisen können dann nicht beanstandet werden. Es gab ja schon einige Beispiele, wo Hartzer oder Aufstocker beim Lotto den großen Gewinn gemacht haben und z.B. nach einer verkorksten Investition/ Unternehmensgründung ca. 2 Jahre später wieder beim Jobcenter anklopften. Solche Leute hätten dann nach deiner Logik für den Rest ihres Lebens den Anspruch verwirkt, was aber nicht so ist.

Nur Extrembeispiele, wo jemand zum Beispiel xxxxxx EUR im Monat im Casino verzockt hätte, für den wird es tatsächlich eng. Ob dieser dann ohne Euro dasteht oder nur noch auf Darlehen ALG2 bekommt, weiß ich nicht.
 

Gollum1964

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Ich lese immer wieder das Wort "ungerecht". Man soll sich mal überlegen, woher das Geld für Hartz IV kommt. Es sind Steuerleistungen, warum soll ich oder auch jeder andere Steuerzahler für die Schulden eines Hartz IV-Beziehers aufkommen.

Birgit,

inwiefern ist es gerecht, dass TE seine Schulden nicht anrechnen darf, da sein Zuwachs nur 3500 EUR ausmacht, während jemand, dessen Zuwachs 35000 EUR ausmacht, das machen kann. Es ist ja nicht so, dass TE ALG2 beziehen möchte und darüber hinaus den Betrag für irgendetwas verwenden möchte, sondern eben zur Schuldentilgung bei kurzfristiger Abmeldung aus dem Bezug.
Meiner Meinung nach liegt hier eine eindeutige Asymmetrie vor in Abhängigkeit von der Höhe des Zuwachses vor.

Nicht nur der Teufel, sondern auch das SGB2 scheint gerne auf den größten Haufen zu sche******.

Im übrigen sind Schulden ein nicht unerhebliches Erschwernis zur Arbeitsaufnahme.
 

Heidschnucke

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@ Gollum1964

Ich wir haben es am eigenen Leibe erfahren, meine Lebensgefährtin hatte vor Jahren einen "schönen" Lottogewinn, sie war "Aufstockerin" (30h/Woche als Arzthelferin) sie hat sich dann aus den Leistungsbezug abgemeldet und ein paar gut überlegt Investitionen Vorgenommen, ja und ein paar Herzenswünsche erfüllt. Nach ca. 18 Monaten hat sie wieder einen Antrag gestellt und es wurde alles Haarklein hinterfragt und in Frage gestellt. Das ist jetzt fast 10 Jahre her und es laufen immer noch Prozesse gegen das JC.
 

avrschmitz

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Hier und hier steht das ausführlich wie von @ZynHH erklärt.

Ich würde vor der Überweisung den Kreditvertrag aufsetzen. Darin braucht zwar kein Verwendungszweck zu stehen, sicherheitshalber würde ich darin noch schreiben "Zum Ausgleich des überzogenen Kontos". Dasselbe noch bei der Überweisung durch den Darlehensgeber. Muss zwar nicht, aber ich halte es für besser. Das Darlehen kann zinslos sein, aber der Kreditvertrag sollte etwas über die Rückzahlungen enthalten, damit es glaubwürdig ist. Steht alles in den beiden Links mit zahlreichen Urteilen.
 
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