Ich habe Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der DRV beantragt und habe Fragen zum Erstgespräch mit dem Rehafachberater im Berufsförderungswerk.

Eavy

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Hallo zusammen,

ich lese hier schon länger mit und bin wirklich froh und dankbar, dass es dieses Forum gibt und für euren unermüdlichen Einsatz.

Ich beziehe z.Z. ALG1 aufgrund der Aussteuerung.
Im letzten Herbst war ich zwischenzeitlich zur Reha (wurde damals von der KK dazu aufgefordert) mit dem Ergebnis, dass mein Leistungsvermögen für meine ungekündigte Arbeitsstelle aufgehoben ist (unter 3Std.), ich aber für den allgemeinen Arbeitsmarkt mit ein paar gesundheitlichen Einschränkungen noch 6-8 Std erwerbsfähig bin - jedoch AU entlassen mit Empfehlung auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (die ich Anfang des Jahres beantragt habe).

Nun habe ich von der DRV eine Einladung zu einem Erstgespräch im BFW bekommen, zu der ich ein paar Fragen habe (die Einladung stelle ich gleich mal mit rein):

1.) Ich würde gerne einen Beistand mitnehmen, weil ich befürchte, nur die Hälfte des Gespräches mitzubekommen.
In der Einladung steht, dass dies z.Z. aber nur geht, wenn es "unbedingt erforderlich" ist und telefonisch vorher angemeldet werden muss.

2.) Was darf/sollte ich bei dieser Einladung im BFW über Gesundheitliches preis geben, bzw. sollte ich darüber gar nicht reden, wenn Anfragen des Rehaberaters dazu kommen?

3.) Ich bin seit über 28 Jahren in meinem bisherigen Betrieb angestellt - soll ich da wirklich Schulzeugnisse zum BFW mitbringen? Bewerbungen habe ich bisher keine geschrieben, weil ich ja seit 2,5 Jahren durchgehend krankgeschrieben bin.

4.) Ich habe bereits Anfang des Jahres den Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei der DRV gestellt, nachdem ich von der DRV mit Antragsunterlagen aufgrund des Reha-Ergebnis dazu aufgefordert wurde.
Die AfA habe ich bisher noch nicht über die Antragstellung informiert, weil ich darauf gewartet habe, dass ich dazu noch vom ÄD aufgefordert werde. Ich hatte seitdem auch noch keinen Meldetermin.
Das ÄD-Gutachten wurde aber bisher noch nicht eröffnet, obwohl ich schon seit Juli letzten Jahres ALG1 beziehe. Die Eröffnung sollte inzwischen zwar telefonisch erfolgen, was ich aber abgelehnt habe.
Kann ich aufgrund, dass ich die Afa noch nicht über meinen Antrag informiert habe, Schwierigkeiten bekommen oder kann ich damit einfach solange warten, bis ich zur Beantragung aufgefordert werde?

4.) Könnt ihr mir noch Tipps mit auf den Weg geben, was ich für das Erst-Gespräch im BFW vielleicht noch beachten sollte?

Mit lieben Grüßen, Eavy
 

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hansklein

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zu 1.) kann ich nicht viel sagen, ich würde anrufen und sagen das ich wegen meines derzeitigen Gesundheitszustand einen Beistand mitnehme, Versuch macht kluch
zu 2.) Wenn du Gesundheitliche Einschränkungen nicht nennen magst, kann der Reha Berater sehr wahrscheinlich nichts für dich tun, er muss ja die Möglichkeit haben, dich zu beraten, was für dich mit deinen Einschränkungen in Frage kommt.
zu 3.) Wird immer noch gefordert. Ich pers. würde diese mitbringen.
zu 4.) Ich würde vorab versuchen, mich darüber zu Informieren, was für Möglichkeiten es mit meinen Einschränkungen gibt, welche Möglichkeiten es im betreffenden Bfw gibt und mir daraus die für mich best passenden als "Diskusssionsgrundlage" raussuchen.
 

Eavy

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Hallo hansklein,

vielen lieben Dank erst mal für deine Antwort.

zu 3.) Wird immer noch gefordert. Ich pers. würde diese mitbringen.
Du meinst bei der AfA, wenn ich dort irgendwann mal einen Termin haben sollte, oder?

Liebe Grüße, Eavy
 

hansklein

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Hi Eavy, bei der AfA lege ich nur vor, was explizit gefordert wird, falls gefordert eine Bewerbung als Muster (Muster enthält, bis auf die persönlichen Daten, keine echten - also Firmenanschrift X-Musterfirma etc.), Lebenslauf falls gefordert in perfekter Manier und eben die Zeugnisse, die gefordert sind. Hintergrund ist, das ich nicht in Sinnlosmaßnahmen (Bewerbungstraining etc.) landen möchte.

Für das Bfw würde ich auch die Zeugnisse, Musterbewerbung, Musterlebenslauf mitbringen. Ein paar Dinge kann ich versuchen, aus alten Zeugnissen raus zu lesen, wie z.b. evtl. vorhandene Stärken seinerzeit. Arbeitszeugnis/Zwischenzeugnis von deinem letzten AG sowieso. Wenn du den nicht hast, beim AG anfordern. Ich pers. würde um ein qualifiziertes und ein einfaches Arbeitszeugnis bitten und das prüfen lassen, bevor ich das irgendwo vorlege.
 

Eavy

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Für das Bfw würde ich auch die Zeugnisse, Musterbewerbung, Musterlebenslauf mitbringen. Ein paar Dinge kann ich versuchen, aus alten Zeugnissen raus zu lesen, wie z.b. evtl. vorhandene Stärken seinerzeit. Arbeitszeugnis/Zwischenzeugnis von deinem letzten AG sowieso. Wenn du den nicht hast, beim AG anfordern. Ich pers. würde um ein qualifiziertes und ein einfaches Arbeitszeugnis bitten und das prüfen lassen, bevor ich das irgendwo vorlege.
Ich hab mein ganzes (Berufs)leben lang bei meiner jetzigen Firma gearbeitet, und aufgrund dass ich da auch noch angestellt bin, existiert noch kein Arbeitszeugnis von mir.
Ich könnte höchstens meine Schulabschlusszeugnisse von damals (80er Jahre) mitbringen.

Und darin, dass ich der AfA bis jetzt die Beantragung von LTA bei der DRV noch nicht mitgeteilt hab, siehst du auch kein Problem, oder?
Das könnte ich ja jederzeit noch, sobald ich explizit dazu aufgefordert werde?
 

hansklein

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Spätestens, wenn die Bewilligung durch ist, musst du nat. die Afa informieren, wenn du ganz auf Nummer sicher gehen willst, könntest du sie jetzt schon informieren. Solange, bis was bewilligt wird, steht du mit deinem Restleistungsvermögen zur Verfügung, wie du im Eingangspost schriebst Vollzeit mit Einschränkungen, nur nicht im ausgeübten Bereich.
Von deinem bisherigen AG kannst du ein Zwischenzeugnis anfordern. Falls die Firma einen Grund benötigt:

Triftige Gründe können beispielsweise dann gegeben sein, wenn...
  • eine langjährige Beschäftigung bislang nicht beurteilt wurde
 

Eavy

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Vielen lieben Dank, hansklein,
für deine Einschätzung.

Spätestens, wenn die Bewilligung durch ist, musst du nat. die Afa informieren,
Der Stand der Dinge ist, dass mir die Leistungen zur Teilhabe "dem Grunde nach" bewilligt wurden - und das Gespräch im BFW ist sozusagen der erste DRV-Kontakt nach dieser Bewilligung.
Hätte ich das der AfA bereits mitteilen müssen?

Sorry, dass ich so oft nachhake, aber das ist alles absolutes Neuland für mich und mit den Behörden hatte ich auch noch fast nichts zu tun, d.h. es fand bisher weder Aufklärung noch Beratung statt - wenn überhaupt, dann nur Verunsicherung.
 

hansklein

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Ich persönlich formuliere das so: Solange keine Änderung eingetreten ist, kann ich das mitteilen. Sobald klar ist, das ich eine "Maßnahme" antrete oder z..b. eine "Summe X" für den AG bereitgestellt wird, falls mich einer nimmt, muss ich das mitteilen. Ich persönlich würde das jetzt mitteilen, weil ich das nicht als Nachteil sehe.

Was bedeutet LTA (genehmigt)
Die persönlichen Voraussetzungen sind in § 10 SGB VI normiert:„(1) Für Leistungen zur Teilhabe haben Versicherte die persönlichen Voraussetzungen erfüllt,
1. deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung erheblich gefährdet oder gemindert ist und
2. bei denen voraussichtlich a) bei erheblicher Gefährdung der Erwerbsfähigkeit eine Minderung der Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben abgewendet werden kann,
b) bei geminderter Erwerbsfähigkeit diese durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder hierdurch deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann,
c) bei teilweiser Erwerbsminderung ohne Aussicht auf eine wesentliche Besserung der Erwerbsfähigkeit der Arbeitsplatz durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten werden kann.
(2) Für Leistungen zur Teilhabe haben auch Versicherte die persönlichen Voraussetzungen erfüllt,
1. die im Bergbau vermindert berufsfähig sind und bei denen voraussichtlich durch die Leistungen die Erwerbsfähigkeit wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann oder
2. bei denen der Eintritt von im Bergbau verminderter Berufsfähigkeit droht und bei denen voraussichtlich durch die Leistungen der Eintritt der im Bergbau verminderten Berufsfähigkeit abgewendet werden kann.“
Ich sehe das so, das man dadurch nur noch eingeschränkt vermittelt werden kann. Wenn ein SB, hab ich persönlich noch nicht erlebt - d.h. aber nicht, das es das nicht gibt - meckern sollte, warum ich ihn nicht vorher informiert habe, würde ich immer aussagen, das noch nicht klar war, was als LTA in Frage kam und auch noch keine Maßnahme im Raum stand, ergo keine Änderung in der Vermittlung eingetreten war. Nach meiner bisheriger Erfahrung, es kann nat. auch andere geben, nimmt die BA einen aus der Vermittlung, überlässt der DRV den Spielraum.
 

Eavy

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Hallo ihr Lieben,

ich hatte inzwischen ein Erst-Gespräch bei einem Rehafachberater im Berufsförderungszentrum (BFW), in dem mir folgendes angeboten wurde:

a) Lohnkostenzuschuss für möglichen Arbeitgeber

plus

b) Integrationsmaßnahme über 10 Monate mit einerseits Theorie im BFW, sowie Praktikas in von mir selbst ausgesuchten Betrieben. Vollzeit über mehrere Monate.

Soweit so gut.
Nur habe ich aber noch ein ungekündigtes, angelerntes (Teilzeit)Arbeitsverhältnis, für das ich nun schon seit über 2 Jahren krankgeschrieben bin, aber laut Reha-Ergebnis nicht mehr arbeiten kann. Meine letzte Tätigkeit wurde als leicht bis mittelschwer eingestuft.
Für den restlichen Arbeitsmarkt sah mich der Reha-Arzt allerdings noch als voll belastbar - aber zumindest mit ein paar gesundheitlichen Einschränkungen.
Daher die Empfehlung LTA.

Nun ist es aber so, dass ich -laut Rehaberater- um die Leistungen zu erhalten, mein bisher ungekündigtes Arbeitsverhältnis, das nun schon seit fast 30 Jahren besteht, auflösen müsste, damit ich für einen neuen, möglichen Arbeitgeber sofort "frei" wäre.

Eine Garantie, dass ich mit einer neuen Arbeitsstelle aus der Maßnahme gehe, gibt es allerdings nicht.

Ich weiß ja noch nicht mal, was ich für Tätigkeiten mit meinen Einschränkungen noch ausüben kann - dazu konnte mir der Berater auch nichts sagen, dafür wäre die Afa zuständig und ich müsse halt auch selbst mal in die Zeitung schauen.
Hab ich interessehalber sogar gemacht, um Ideen zu bekommen - da gibt es aber nichts passendes.

Auch hat sich meine Gesundheit nicht wesentlich gebessert seit der Reha im letzten Jahr, ich war sogar zwischenzeitlich, wenn auch nur für ein paar Tage, im Krankenhaus.
Gesundheitlich ist es ein ständiges Auf und Ab - und trotzdem hielt mich der Reha-Arzt für voll belastbar, egal was ich ihm sagte, es hat ihn einfach nicht interessiert.

Meine Fragen an euch:
1.) Muss ich denn jetzt wirklich mein bestehendes, sicheres Arbeitsverhältnis auflösen?

Was, wenn ich die Maßnahme aus gesundheitlichen Gründen nicht durchhalte, wovon ich sogar ausgehe, denn ich fühle mich derzeit noch nicht wieder arbeits- u. belastungsfähig genug, schon gar nicht in Vollzeit. Dann stehe ich, wenn ich meine Arbeitsstelle jetzt auflöse, am Schluss mit gar nichts da, was meine Existenzängste nur noch mehr schürt.
Auch sehe ich meine mehrmonatige Kündigungsfrist momentan als zusätzlichen Schutz vor unsinnigen Vermittlungen (derzeit noch Nahtlosigkeit - ALG 1)

2.) Müssen meine gesundheitlichen Einschränkungen, die während der Reha festgestellt wurden, von der Arbeits-Vermittlung ab jetzt immer mit berücksichtigt werden oder tatsächlich nur, wenn und solange ich Leistungen zur Teilhabe erhalte?

Ich wäre wirklich froh und dankbar, wenn ihr mich ein Stück auf meinem Weg mit guten Tipps begleiten könntet.

Mit lieben Grüßen, Eavy
 

Silvia123

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Hallo Eavy,

ich hoffe Dir hilft jemand mit viel Erfahrung und Wissen! Meine Aussteuerung war gerade, mal sehen.

Deine gesundheitlichen Einschränkungen müssen immer berücksichtig werden! Hast Du einen GdB und eine Gleichstellung? Das habe ich beantragt nachdem mir immer mehr klar wurde dass ich nicht so schnell wieder arbeitsfähig werde UND dass ich mit über 50 schwer wieder einen vernünftigen Job bekommen werde. Ich weigere mich eine unbefristete Stelle einfach aufzugeben.

Wie ist denn die Chance dass Du im alten Unternehmen einen leidensgerechten anderen Arbeitsplatz bekommen kannst? Das ist ja mein Ziel, langfristig.

Ich drück Dir die Daumen!

Silvia
 

Eavy

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Hallo Silvia123,

danke für deine lieben Worte und fürs Daumen drücken 🤗
Hast Du einen GdB und eine Gleichstellung?
Einen GdB von 40 habe ich seit letztes Jahr, zu der Zeit war ich aber schon krank geschrieben.
Beim VDK und bei der DRV sagte man mir, dass die Gleichstellung erst erfolgen kann, bzw. Sinn macht, wenn ich wieder arbeite.
Wie war es denn bei dir mit GdB und Gleichstellung?
Wie ist denn die Chance dass Du im alten Unternehmen einen leidensgerechten anderen Arbeitsplatz bekommen kannst?
Ich kann es nicht einschätzen, dafür müsste ich zunächst fragen und Gespräche führen - aber auch erst dann, wenn ich mich wieder arbeits- u. belastungsfähig genug dafür fühle.

Gerne würde ich da auch nicht wieder zurück gehen, aber ich sehe meine Chancen, mit meinen Einschränkungen wo anders etwas geeignetes zu finden, als eher gering an. Es wäre halt sozusagen das "kleinere Übel", als irgendwo ganz neu anfangen zu müssen und dann vielleicht festzustellen, dass das Alte gar nicht so verkehrt war - davor hab ich Angst.

Praktikas wären gut, um vergleichen zu können - aber nicht unter der Voraussetzung, den alten Job vorher wegzuschmeissen.
Aber auch dafür müsste ich erstmal wieder fit genug werden.

Ich wünsche dir alles Gute und drücke dir auch die Daumen, für alles Kommende 🤗

Liebe Grüße, Eavy
 

Silvia123

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Den Dank gebe ich gerne zurück!

Ich habe einen GdB von 30 bekommen und der Arzt riet mir dazu. U.a. eben auch deshalb WEIL man dann schwerer gekündigt werden kann. Beantragt habe ich ihn bei der Afa. Vorher habe noch recherchiert auf was man achten sollte bei der Begründung. (Hab ich schon wieder vergessen.... zu viel los)

Mein Plan ist ja, wenn ich soweit bin, stundenweise einzusteigen, mit einer Eingliederungsphase. Vorher habe ich 20 Std. die Woche gearbeitet, mehr hätte ich nie so lange da durchgehalten. Bei mir hängt es noch gewaltig daran dass ich nicht weiß wie ich es am sinnvollsten angehen soll, da suche ich schon länger nach guter Beratung.

Wenn Dein Arbeitgeber groß ist würde ich an Deiner Stelle darüber nachdenken was es da für Möglichkeiten gäbe, die für Dich in Frage kommen. Ich meine so eine Art Praktikas im Unternehmen? Wäre das denkbar? Ich weiß ja nicht was Du für einen AG hast und wie der strukturiert ist.

Und ja, schau erstmal dass Du auf die Beine kommst. DAS mache ich auch....

Liebe Grüße zurück, Silvia
 

Eavy

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Ich habe einen GdB von 30 bekommen und der Arzt riet mir dazu
Warst du da auch schon krank geschrieben, als du die Gleichstellung beantragt hast?
Mein Plan ist ja, wenn ich soweit bin, stundenweise einzusteigen, mit einer Eingliederungsphase.
Das klingt doch gut - ich wünsche dir, dass dein Plan klappt 👍
Bei mir hängt es noch gewaltig daran dass ich nicht weiß wie ich es am sinnvollsten angehen soll, da suche ich schon länger nach guter Beratung.
Da geht's dir genau wie mir. Mein ALG1 läuft bald aus, brauchbare Beratung in meinem Sinne gab's noch keine.
Ich glaube wichtig ist, dass du gut schaust, was du brauchst und dass es dir gut geht und nicht, was die Behörden wollen.
Wenn Dein Arbeitgeber groß ist würde ich an Deiner Stelle darüber nachdenken was es da für Möglichkeiten gäbe, die für Dich in Frage kommen. Ich meine so eine Art Praktikas im Unternehmen? Wäre das denkbar?
Nein, so groß ist die Firma nicht, wir sind alle mehr oder weniger Anlern-Kräfte - aber an verschiedenen Posten.
Und ja, schau erstmal dass Du auf die Beine kommst. DAS mache ich auch....
Danke dir - du aber auch, schön dass es dieses Forum, diese Gemeinschaft gibt.

Liebe Grüße, Eavy
 

Silvia123

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Ja, ich war bereits krank geschrieben wie ich die Gleichstellung beantragt habe, eben um den Arbeitsplatz zu sichern. Man bekommt die nicht wenn nicht Verlust des Arbeitsplatzes droht.

Für eine Reha wurde ich Rehaunfähig geschrieben nach einem Vorgespräch dort. Die geben an mit dem AG zu "vermitteln", das sieht so aus dass dort jemand mit dem AG telefoniert, der noch nichtmal genau weiß was los ist - das bringt meiner Meinung nach nichts.

Eine Userin die sich wohl mit dem BEM auskennt ist leider nicht mehr hier, das soll ja auch viele Fallstricke haben. Hier bietet eine psychosomatische Klinik ambulante Termine an, auch was Arbeit angeht, das schau ich mir als nächstes an. Dann gäbs da noch den sozialüsychiatrischen Dienst, bei dem dachte ich der wäre für deutlich schlimmere Fälle aber, die machen sowas wohl auch, also auch mal anschaun.

Dann gibt es hier eine Mobbinghilfe, zu der wurde mir vom ersten Arzt geraten (damit die mitbekommen was bei uns los ist), die ist allerdings unterwandert wie ich gesehen habe, dem trau ich nicht..... Muss halt zusehen in welche "Abteilung" Dienststelle, die alte ist ausgeschlossen. Und ja, ich pass gut auf!

Am liebsten hätte ich meinen alten Job wieder mit neuer Einrichtungsleitung, das wird aber vor 2023 nichts.... Und, nein, ich werde mich nicht von den Behörden leben lassen /soweit es geht), die müssen es ja nicht aushalten.

Neu woanders anzufangen birgt auch zu viele Risiken und dem alten AG wäre das genau Recht Dich so billig los zu werden nach so vielen Jahren. Deshalb ist es für mich auch keine Option den Vertrag aufzulösen.

Gäbe es denn bei Dir in der Firma einen Posten den Du Dir passend vorstellen könntest?

Liebe Grüße zurück :)

Silvia
 

Eavy

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Gäbe es denn bei Dir in der Firma einen Posten den Du Dir passend vorstellen könntest?
Naja, der Jackpot wär's nicht, aber du weißt ja - in der Not...

Jetzt bin ich erstmal noch AU und solange ich nicht wieder fit bin, kann ich mir eh nicht vorstellen, wieder zu arbeiten. Da muss ich schon noch viel an mir arbeiten... außerdem muss ich noch lernen, für mich und meine Bedürfnisse einzustehen, mich nicht mehr auf biegen und brechen anpassen und das machen, was andere von mir wollen/erwarten.
 

Silvia123

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Wenn das mal alles so einfach wäre....

Du bist zu nett, wehr Dich, kurz danach: Spring....... Hab mich da mit viel Taktik durchgewurstelt.... Dann hab ich es gewagt nicht am Sonntag die Arbeit der "Fachkräfte" machen zu wollen und das Versemmelte..... auszubaden und schwupp: Voll drauf....

Das hat alles mit Macht zu tun.

Mir wurde gerade eine Hypnotherapie ans Herz gelegt auszuprobieren, klingt schon mal interessanter wie der ganze andere Schmarrn der allen helfen soll, so rein pauschal, weil der Mensch ist nicht individuell Achtung Ironie

Ich wünsch Dir von ganzem Herzen dass Du die Unterstützung bekommst die Du brauchst.
 
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