Ich habe Fragen zum §152 SGB III bezügl. "Fiktive Bemessung". Wer kann helfen?

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algfranz

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Hallo,
zunächst eine Frage zum Begriff "versicherungspflichtige Beschäftigung". Ich habe gelesen, dass eine unwiderrufliche Freistellung in Verbindung mit einem Aufhebungsvertrag nicht
als "versicherungspflichtige Beschäftigung" gelten soll.

Ist das korrekt und gilt das auch, wenn Sozialversicherungsbeiträge vom AG in dieser Zeit bezahlt werden inkl. Arbeitslosenversicherungsbeitrag ? Das wäre ja dann ein Beitrag "umsonst".

Gilt Krankengeldbezug als "versicherungspflichtige Beschäftigung". Auch hier wird ja von der GKV Arbeitslosenversicherung bezahlt.

Konkretes Beispiel:

Seit 2008 in ungekündigter Stellung als Arbeitnehmer (keine Unterbrechungen). Gehalt entspricht in etwa der BBMG.
Krankengeldbezug seit 1.10.2017
Aufhebungsvertrag geplant mit Abfindung.
Unwiderrufliche bezahlte Freistellung inkl. Sozialversicherungsbeiträge ab 1.4.2018 für 5 Monate geplant.
Kündigungsfrist 5 Monate.
Arbeitslos ab 1.9.2018

Konkrete Frage:
Wann muss ich was machen, um ab 1.9. ALG 1 beziehen zu können.
Wird hier wegen der Kombination KG und Freistellung bereits das fiktive anstelle des tatsächlichen Gehaltes angesetzt, d.h. mit welchem ALG1 kann ich rechnen ?
Hat die Abfindung irgendwelche Auswirkungen auf den ALG1-Bezug ?

Ergänzung:
Wann müsste ich mich "arbeitssuchend" melden und wann "arbeitslos".

Welche Vorgehensweise macht Sinn, wenn man nur die Leistung feststellen lassen will, um den Anspruch dann 4 Jahre "aufzuheben".

Mir ist der Sinn und Zweck der Meldung als "arbeitssuchend" nicht klar. Auch wird öfter mal darauf hingedeutet dies nicht online zu tun und dass nicht alle Daten zwingend anzugeben sind.

Bisher war mir gar nicht bekannt dass es einen Unterschied zwischen "arbeitssuchend" und "arbeitslos" gibt.

Weshalb muss man sich überhaupt arbeitssuchend melden. Suchen kann ich auch ohne das Amt. Es wird doch erst "ernst" wenn trotz der Suche die Arbeitslosigkeit eintritt.

Ein Bekannter meinte ich solle das gar nicht machen, weil man sonst keine Ruhe hat und mich erst arbeitslos melden, wenn es soweit ist.

Wäre toll, wenn Ihr etwas dazu sagen könntet.

Ich habe es so verstanden, dass man bei Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages oder bei Eigenkündigung eine Sperre bekommt von 12 Wochen, wenn keine besonderen Gründe vorliegen, z.B. gesundheitliche.

Genügt hier ein ärztliches Attest was das bescheinigt bzw. was ist hier zu beachten ?

Muss das Attest vor Unterzeichnung/Eigenkündigung datiert sein oder kann es auch danach datiert sein ?

Die richtige Vorgehensweise bei so einem Fall wäre für mich wichtig zu wissen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
AW: § 152 SGB III Fiktive Bemessung

Gilt Krankengeldbezug als "versicherungspflichtige Beschäftigung". Auch hier wird ja von der GKV Arbeitslosenversicherung bezahlt.
Meines Wissens Ja.
Wann muss ich was machen, um ab 1.9. ALG 1 beziehen zu können.
Zum 01.06. arbeitsuchend und spätestens zum 01.09. arbeitslos melden. Am Tag des Eintritts der Abeitslosigkeit (01.09.) nicht krankgeschrieben sein.
Wann müsste ich mich "arbeitssuchend" melden und wann "arbeitslos".
arbeitsuchend: drei Monate vor dem Ende des Beschäftigungsverhältnisses, ist die Kündigungsfrist kürzer binnen drei Tagen ab Kenntnis.
arbeitslos: Spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit.
Welche Vorgehensweise macht Sinn, wenn man nur die Leistung feststellen lassen will, um den Anspruch dann 4 Jahre "aufzuheben".
Alg1 beantragen und für mindestens 1 Tag tatsächlich beziehen, also arbeitslos sein.
Mir ist der Sinn und Zweck der Meldung als "arbeitssuchend" nicht klar.
Theoretisch soll die AfA dadurch Gelegenheit zu einer nahtlosen Vermittlung erhalten, so dass Arbeitslosigkeit erst gar nicht eintritt. Wie gut das in der Praxis klappt, kann ich dir nicht sagen, ich hab keine entsprechenden Zahlen.
Ein Bekannter meinte ich solle das gar nicht machen, weil man sonst keine Ruhe hat und mich erst arbeitslos melden, wenn es soweit ist.
Das würde von der AfA mit einer Sperrzeit "belohnt" werden.
 

Curt The Cat

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Moinsen algfranz und willkommen hier...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! , Hilfeee!!! oder [/FONT] § 152 SGB III Fiktive Bemessung oder arbeitsuchend[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 

algfranz

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Ok, werde das beachten.
Mein zweiter Beitrag zum Thema ärztliche Bescheinigung
wird als "verschoben" gekennzeichnet, ich weiß aber nicht wohin verschoben ... :sorry:
 

Curt The Cat

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[...]
Mein zweiter Beitrag zum Thema ärztliche Bescheinigung
wird als "verschoben" gekennzeichnet, ich weiß aber nicht wohin verschoben ... :sorry:
Du könntest mal auf den Hinweis klicken oder alternativ dazu mal Deinen ersten Beitrag hier im Faden komplett! lesen ... und wenn weitere Fragen auftauchen, mal hier schauen. -> *klick*


:icon_wink:
 

algfranz

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Hat jemand zu den noch offenen Fragen eine Idee, nämlich:

1. Wird hier wegen der Kombination KG und Freistellung bereits das fiktive anstelle des tatsächlichen Gehaltes angesetzt, d.h. mit welchem ALG1 kann ich rechnen ?

2. Hat die Abfindung irgendwelche Auswirkungen auf den ALG1-Bezug ?

Speziell in den Fällen:
a) ALG1 ab 1.10.2018 + Abmeldung nach Leistungsfeststellung, Abfindung zum 1.1.2019
b) ALG1 ab 1.10.2018 + Abmeldung zum 31,12,2018, Abfindung zum 1.1.2019

Ich habe es so verstanden, dass man bei Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages oder bei Eigenkündigung eine Sperre bekommt von 12 Wochen, wenn keine besonderen Gründe vorliegen, z.B. gesundheitliche.

3. Genügt hier ein ärztliches Attest was das bescheinigt bzw. was ist hier zu beachten ?

4. Muss das Attest vor Unterzeichnung/Eigenkündigung datiert sein oder kann es auch danach datiert sein ?

Rückmeldung wäre sehr hilfreich !
 
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